Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 15 (1936)
- Issue
- 26 (25.6.1936)
- Date
- 1936-06-25
- Page
- – (sequence 9)
- Language
- German
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1 Beibi^t Palästina-! Tmscliau der C 25. Juni 1936 Die drei Strömungen in der Palästina-Wirtschaft Von unserem * - P a 1 ä s t i u a - Be r i e h t e r s t a 11 e r Tel-Aviv. 16. Juni. Dass es in den gegenwärtigen Unruhezeiten noch schwerer fst - als' jsonst-, .einen exakten Befund über den Zustand' der palästinensischen Wir ischiift abzusreben.-. ist: einleuchtend. Die ' beiden Sektoren der Wirtschaft, der jü d i sc h e und der arabische, klaffen noch weiter auseinander. Der arabische ist, rein wirtschaftlich “gesehen, durch-.Streik und Terror so gut wie vollständig lahmgelegt, wenn auch die lebenswichtigen Arbeiten — wie Ernte, ein sehr beschränkter Eebensniitfelverkauf, ein Bruchteil des Autoverkehrs zur Beförderung der Streikhetzer und sogar stundenweise der Betrieb der Cafehäuser, allerdings ohne'Schach- und Würfelspiel --aufrechterhalten und aus den inländische» Streikfonds sowie den ausländischen St re i konterst ii tzungen finanziert werden.. Auf der anderen Seite geht iin jüdischen Sektor die. Wirtschaft, im grossen gesehen, ihren völlig normalen (dang weiter, wenn ihr auch in den letzten Wochen,, schwere Wunden geschlagen Aber nicht nur die unterschiedliche Entwicklung iurb-jüdischen ■ und arabischen Sektor erschwert eine einheitliche Diagnose der wirts schaf11 ichen (>esamtläge. Auch im allgemeinen, in dem weiteriaufbnde.u Teil 'der Wirtschaft, das heisst also vornehmlich in dem von d»n .luden bestimmten Bezirk, sind gegenwärtig d r e i v e r s c h i e d e n e S t r ü m u n g e n wirksam, deren endgültiger Einfluss auf die (.lesamtentwickhmg. sich.beute noch keineswegs eindeutig feststellen lässt. . Zunächst ist daran, zu erinnern, dass die Wirtschaft schon vor Ausbruch der Unruhen unter einem gewissen k o n j u n k t u r e 11 e n D r u c k gestanden hatte, der zum grössten Teil ' durch die ausseupolitisehenVerwicklungen im Mittelmeer, zum Teil aller auch durch innere Spannungserscheinungen, durch eine gewisse Ermattung nach, der Prosperity, hervorgeriifen worden war.. Ein. deutliches Zeichen dafür sind 'die jetzt bekanntwerdenden Ergebnisse des "Ausseiihande.ls im Monat März und im ganzen ersten Quartal des Jahres 19X0. Die rückläufige Bewegung gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres,die schon im Februar zu beobachten war, hat sich im März fortgesetzt, so dass sich für das ganze Quartal folgendes Bild der Wareneinfuhr und ergibt: In Millionen I.. P. Znr -.... - Lebensmittel... 0 K5 0.8R . 1.9-2 . 0.27 0.(4 0.09 lusuesamt a.uo a.].s Dl i g.n:. essant aber ist;■ obwohl, die Ziffern an'sich noch geringfügig erscheinen, 'die Zunahme des Liduslrieexports. die deshalb, 'besondere Beachtung verdient, weil es sich hier ebenfalls um eine1 seit .Monaten anhaltende.^ Tendenz-- handelt. Insbesonderc die Beki.oidiingSr, Metall- und Kon-erven- . iudu-‘rie hat in den Nachbarländern, aber mich auf dem übrigen Weltmarkt; Erfblge erzielt, und ‘ die llohstoffausfuhr ist ebenfalls dem Industrie-, e.vport zuzuzählen, da sie zu einem erheblichen Teil auf die Brom- und Kaligewünumg aus dem Toten Meer entfallen dürfte. Abgesehen von der stetigen Leistungssteigerung der 'palästinensischen Industrie ist es eine allgemein .bekannte Erscheinung, dass in Zeiten ermattender Inlandsmärkte "die Ausfuhrintensität zunimm!.' 1» den Einfuhrziffeni des Januar. Februar und März aber zeigt sich die Einschränkung der Einkaufsdispositionen. die durch die Kredit- und Vertrauenskrise im Herbst l'JXö ausgelöst worden war. Und da die zu Beginn des Jahres ins Importwaren normalerweise;o bis Mitte des Jahres, vom ' inneren Markte absorbiert werden; so lassen sich aus diesen Ziffern gewisse Rückschlüsse auf den g e g e n w artigen Umfang der (ieschiifts- und .Investitionstätigkeit ziehen. Allerdingsmussman dabei vorsichtig zu Werke gehen. Man muss zunächst berücksichtigen, dass sehr reichliche hager vorhanden waren und dass wahrscheinlich die Einfuhr'vor der llerbsllcrise teilweise über den wirklichen Bedarf hinausgegangen war.; Sodann ist nicht nur die Einfuhr von Produkttohsmitteln zurückgegangen, sondern auch die. Einfuhr von Konsumgütern. Hierbei aber -handelt es sich nicht oder doch nicht nur um eine Wirkung veiv minderter Kaufkraft, sondern einfach um ein Zeichen dafür, dass der heimische lumsiimgülerbedarf in steigendem Ausmass von der heimischen Industrie gedeckt wird, eine Tatsache, dm durchaus als wirtschaftsförderndes Moment zu werten ist. Schliesslich liegt der Außenhandel in seinen--wesentlichen Positionen noch immer über dem Stande von 19X4.' Ein weiterer Beweis dafür, dass die Unruhen das Land in einem Stadium leicht allgeschwächter Konjunktur trafen.' ist auch der Rückgang dm: E i s e ii b a h nein n a h m e n Von 7S ODO LP im Januar 19XÖ auf '66 000 y. im Januar.19:16. Und wenn endlich der britische Vertreter vor der es Völkerbundes darauf s gewisse typische Prosperity-Posten, s h aushalts . — (ielnihren aus Wie aus diesen Zahlen ersichtlich, ist allein durch die schlechtere Orangenernte der letzten Saison iii dlosem Quartal ein Exporiau.-fal! von rund einer halben Million, entstanden. Inter- Zölle auf Produkiitlei -^Xjipuerdings eine leicht sinkende Tendenz zeigten, so deutet dies in die gleiche Richtung. Dass diese. Lage durah die gegenwärtige Unsicherheit, die nunmehr neunwöchige Stilllegung eines der .beiden grossen Häfen, .die Verschlechterung der;.;VT’rkehrsverliältnisse und die schweren Sachschäden, deren Vergütung noch immer nicht restlos geregelt ist, weiter erschwert worden ist, bedarf keiner Erklärung. Aber man soll darüber nicht vergessen. da-- auch jetzt das Massivder'jüdischen Wirtschaft intakt ist. dass im wesentlichen die gesamte Arbeit wie gewöhnlich vonstatten gebt, (lewi.-s. die Siedlungen stellen unter einem Druck, der nur mit heroischer- Anspannung aller Kräfte zu-tragen ist; wie in Ksras ■ Zeiten 'müssen die , Bauern' -und: Arlo.-iter tagsüber'.,ihrer rahw ermi. -- .Arbeit liachgelien und nachts wachen, um . feindliche Uelierfälle zurück/uschlagen.. Aber sie .arbeiten und versorgen: die. Mailte innl., Dörfer hi unvernirmlcrtem... Umfang;.- mit Milch-, und. Butter', mit -Eiern und -. Um luge'!. mii'nt Ueniüse und. Fleisch. Die zuversichtliche,,, Amiss,-- : der (ienenilversammtung^ der Oel-Werke sowie die steigenden Absatzzifl.-rn der Palest ine Electric -.eigen, da-s auch die 1 n d u s t r i e im (lauge ist, und in den jüdischen Städten mul Siedlungen ist neuerdings sogar eine Belebung nn 11 o c Ii - lliul T i e f b a u frsfzustell.-m Und schliesslich ist der dritte Krüflestrom in Rechmmg zii stellen. , der zum '1 eil gm ade durch Krise und Unruhen ausg.-löst worden ist; die anhaltende A ir f t r i e b s k r a f t der jinlischen Wirlsctial',1 in Palästina und die R s e r - V e II. Über die dieser junge -Organismus schon heute verfügt und die .eben durch die lv-cl,n!- teruiigeu. der letzten Wochen' . mobil ■ gemacht worden sind. Schon die ausserordentliche Widerstandsfähigkeit des (i rundstiieks- und Kapitalmarktes in den letzbui Wochen lie-s die Stärke dieser Reserven ahnen. Ein solcher Rückhalt wird auch »ölig sein, denn wenn auch die (iriiiidiingstütigkeif -noch immer recht lebhaft ist. so sind, ^och auf der anderen .-eile manche bestehenden Unternehmungen, namentlich Tsolche, deren finanzielles Fundament ohne-' hin nicht sehr stärk war. durch die jung-le Entwicklung erschüttert worden. Auch gibt es wohl zweifellos noch hegte im jüdischen Palästina vereinzelte Elemente, die aus-ciiiies-l ,1t an ihre und ihres Oeldes Sicherheit denken; der .Iischnw aber kann auf.solche ■zweifelhaften-. Mitstreiter verzichten, denn in. seiner überwältigenden Mehrheil hat er den Willen und dm Fähigkeit zur Mobilmachung aller Kial'le g.-gmi •die schwere Prüfung dieser Tage bewiesen, und jeder weiss. dass er in seinem eigni-len Interesse handelt, wenn ef das Eimdaiin-nt des (ianztm kräftigen hilft. JOI.en jetzt ist die Sammlung zur produktiven A r b e i t s 1 o senil i 1 f e abgeschlossen worden; sie hat allein ' aus freiwilligen Spenden der organisier!,-,, Arbeiterschaft einen. Ertrag von . „i-dir als 7b 000 LP erbracht. Beinah«-genau das clcn lic Ergebnis erzielte in knapp fünf Tagen dm Zeichnung der 11 ad e n a k l i e ». richtiger des allgemeinen Ponds zur Stärkung der jüdischen Position in Schiffahrt und 1 lab-narbeii. Na.di .den ersten improvisierten Hilfsaktionen i-t jetzt w eiterhin,' unter Fülirung aller jüdischen Zm,- Iralinstanzen. ein Fonds zur produkti veii F I ü c h 11 i n g s h i 1 f e-_-unter dem Namen ..Hilfe und Konsolidierung" ins Lebe» gm-ns.e, worden. Seine Aufgabe ist es. den - vielen, die zur Rettung ihres Lebens ihnalten W«,!i,i.-(ättmi verlassen mussten, zu lad-fen, unddiej.mi.gm, an neuen Wohn- 'und A r!,ei!.-j,!.-i!z.en unterzubringen, die, wie z. B. so viele’ Kleingewerbetreibende in Jaffa und anderen; .araoischeu Städten, in-arabischer l'imTung-.ilire Existenz .verlor, 1-s. .ist u. a. t.eatisicht igt, neue Siedhmgdlovks zu schaffen, die .nach -den Er- ' fordetmi-mu d-u- Wirt-ehaflliclikeit und der Sicherheit: >e w idersiand-fäliig wie möglich sein >o.fje!i,. ii'a.1ainlei e Mas-miluiien zugunsten dieser Üiu.'.i-h-eppfer -' zu .U'eii'eu. ., ' All diese' . Prejekley--d.m:!.e.ir glei.d'izeiLgy der ■ Arbeits-, : lie-chaffjihg. _iHid: ,!äni.it auch der m-tötzniig der / aUge'iiieuimi .K on iunktn i;. , .Viu ti - der : Tei hiuitiitu; . der' M e s.s .e. zu erirmu. - >Ido- -und- Iadusirie-. . ■ viertej i-st,.?.;.hl':V’sSli,'r.ti> ein-s so’h;!i--slh;f»e nimm,.-:. daauseinem' Xid-danil -gelmn.'ii 'wurde, aber durchaus wirlscluiftlich.. fruchtbare Wirkungen . Drei wichtige jüdische Uc.-e.ll-chafteu— um mir einige zentrale Beispiele zu nennen. .— erweileri'i gerade j--!zl ilire K.ipilalt'asis und ihr A i lieii-progi auiin : Die Str;.i-Se»|,agp.*oIIschnft ..P.de.-doe K o a d - ( oii-truclion", die künftig auch a.iider-ar'ig-' Ikiiipri.graiimie ausl'ühreil' will, die So ut h A f r i c an Binjaii ('onipniiy. die Indien dein Banlind 11 vpotliekarkredit jetzt aucli' sonstige Ix red dope ra t loiie,, ii]| -.ihren Opscliatls'.- reicti aul’uehmen wird, und die. „Bi-, zu r", die in-injüdische Fi iiimzierungsgesollsch.llt für offelltlniie Arbc-iteu.. . - B-1 alb-.,ein >ts{ e;;i vx.-derer luduHliclier Auftrieb-faIdor nicht zu v.-r .iTcCeTTT^d.-r deill Ji.-Clmw m s, on-,1, Kampf zur jlitfe kommt. Die I-: i n w a u d e r ii ii.-;. von Menschen und Kapital . hall - cli wed.-r auf einem' hohen Stand. Der Zug nach Paki-'-aia ist zu stark-und ZII zwangsläufig geuor,leu,'als dass m; s-dt,s| di,rclr triit-o Nach: i.-hb m a.ie dmn Lande der Sehnsucht giiuzl-cll unter'br'oclien werden konnte.-- Da aber jeder Xii-trom mm--c produktiver Elemente neu« 1x0,1-,imki.,t! und neue A rt.edsn,<cd,c>ikmten ins Land b- -ischafft sieb die- Alija nicht nur zu em-rni gut ii Teil wie Di-, Weizmann in - - ■: ii - -11, P.M.-f aa i i e 11 Itigli ('oiiiniissioumaiisliiiirb- - ,se!b.-iihren Leli.-nsiaum, sondern sio kann aii.d, dator sorgen, dass immer eine gew is-e Waid'Flui-iisliew'egiilig m-haiten Ideibt. . Da-- -d -■ hi li.-clie W irl-.di.iH nebenihrem A S >W > il : I.-.1111!-f aucli ihre mal' I i'dle l'.\i-.|e||z; so ,'-l ielg |-e'i-!i \ e l-tei-l ig.-II koiul!• ’, beruht eben auf ' dies an Wider,pi,d dreier Kralle. Zxsar trafen auf der. ein.ui Seite die .s.diiilinnen folgen der _ .1 "ii'*u|ii>n .-ine ohtieli in schon -tr*’ s c b w ä c h t <e K o ii j ii n k f ii r. iilm" auf, der .anderen Seil« '"wirkt'- ilm.-ii das Ile Ii a r rii n g s v e r in ii gen einer - cli,m w> ilgeh.-nd in sich gefestigten Wirtsidia.ft sow im posiliye A u t l. r i e I. s k r ä ff e . di«, trotz inh-r -bgar gerade wegen d.-r Unriilieu wiilvsirm wurden, entgegen. Das ist, soweit dio ■ Dinge -ich '.lernte übers,du n lassen, .di« warts.dndtjirhe Zw 'sclieut,'0.1,1/. an der Scli\vej|,< deft dritten- A uf ruhrnloiials. Palästinensische Wertpapiere an der Kairoer Börse zugelassen I. r Bor.-., in veierli rei-l Hingen ’.ih-.-tiiie i.1,1. an Jüdische Jugend im Älltag Palästinas 2. Wege in ein n „Aussichten iu Von Deutschland .'her gesehen, siel nit (ield dem kann, geht' als „Kapitalist“ -auf Zertifikat A I nach Palästina, wo ihm viele Wege offen Vertretungen übernehmen, eine kleine l-abrik züchten oder Uemiise zu-pflanzen. Wer aber kein (ield hat, tritt in den Hechaluz ein, lernt ein Handwerk oder geht auf landwirtschaftliche Hachscharah. lernt dazu ein wenig Hebräisch, um dann nach etwa zwei Jahren ein „Arbeiter-Zertifikat" zu erhalten. Ist. er drüben, so geht er „erst einmal" in den Kibbuz — kluge Leute pflegen dies zum Beispiel mit der Begründung zu raten, dass man so die. Akklimatisationsscliwierigkeilen der ersten Zeit, die Krankheiten und anderen Mülisale. am besten uberwinden kann, während es sonst rem wirtschaftlich sehr schwer ist. diese Zeit .der Eingewöhnung zu Überstehen!' Dann stehen auch ihm viele Wege offen; er kann ..im Kibbuz bleiben oder als Einzelarbeiter in die allgemeinen Siedlungen gehen oder er kann in der Stadt Bauarbeiter werden oder sonst eine Anstellung in der Industrie finden, ja er kann als selbständiger Handwerker sein Brot zu verdienen suchen und vielleicht — vielleicht! — gar wieder in einem kaufmännischen .Beruf Unterkommen. Fis ist völiior unrifoig. nachdem seit Jahren nicht i über Wesen' einer A Niemals wird Palästina, sein, in dem wirklich Milch und Honig floss. We freilich ein ‘ ‘ - - - . der Wüste wohl so scheinen. . Und wer aus ihm ■ kleinen Städtchen der jüdischen Massensiedlungen Ost-, r europas kommt, dem erscheint Tel-Aviv als eine (irosssta.it, wie sie schöner auch in Europa nicht zu finden ist, und wer im O-len ohne Techten .Arbeitsplatz'und .ohne Aussicht, je erneu zu gewinnen. gelebt halle, dem ist Palästina als ein 'Land, als das Land, wo er Arbeit finden kann, tatsächlich das „Und ,1er Verlioissmig". Der Jude in Deutschland verstellt aber unter-denselben Worten etwas anderes. Wenn er von ..(»ross-, sta.lt" spricht, denkt er an Berlin oder Hamburg Allst! verblasst aus selbstverständlichen (iründen das Bild Tel-Avivs —. und wenn er einen ArbeiDjiiatz sucht, so will er geregelte, der Leistung - entsprechend - und regelmässig bezahlte Arbeit, tragbare Kündigungsfristen und ein System von Wohlfahrtseinrichtungen, die ihm im Notfall rechtlich zur Verfügung .'stehen. . ' Palästina ist aber nicht Westeuropa, m. wie' es sich heute, nach Jahrhunderten wirtschaftlicher und sozialer .Entwicklung dnrstelU. sondern ein seinjunges Land, dessen Entwicklung durchaus planlo>, ungesichert und ohne den Bo.-' •d.m der Erfahrung-vor ,sj(:h gellt. Hier "haben Lebensanschauungen "keinen Platz, die dort, w o sie gewachsen sind, die Frucht einer Entwirk- . lung darsteilen, die im neuen Land-'ja erst be- Ain Tage narb der- Landung in. Jaffa o.i-r Haifa entdeckt der „Oleh“' (Einwanderer).' da-s er über genau so viel Kraft, Old. Zuversicht.. Ideen und Werkzeug verfügen wird, wie <t mitgebracht ha!. Eist nicht so, dass nun plötzlich geheimnisvolle Kräfte in die Herzen der Einwanderer einstrumten' und sie 'beflügelten. Zwar Land sei n e n Schwung und 's e i n e r, Rhythmus. mitrei=send und kräftigend, aber gehxvung und. 'diesem Rhythmus steht der aus Deutschland Kommende ' zuerst fremd gegenüber, natürlich grenzenlos enttäuscht, da-s das. was den Ostjuden so begeistert, ihn nicht gleich überwältigt.. > Palästina ist keift Land der „unbegrenzO-n Möglichkeiten". Seine Möglichkeiten sind begrenzt — dafür auch wirkliche Möglichkeiten. Im Taurah gegmi .-imgros-, guilg,.. gegen Altieü. die auch ' ohne -j i <-.-oen l.uhii vorerst getan'.w ird, kann der niitbdn>»ra ziomsti.-rli hberze'ugte Einwanderer an- 1 Z,-ut-.-)iland zu einem Leben-slandärd kommen, der. ihn zufriedenste!!;. .Freilich ist an -eine jo Tu/, . grün,lung im europäischen Mm,i mit, nictitai i■■■; - lender Frau, fesb-r Stellung- und Al'.-r-i,-n!-- nä ht Wo Ich, jüdische Juircnd au- Deut-clilami in Palä-Iina? Man liat liier i-imist d-n Fiodrmk. dmd.-r grö.-.-t« Teilder ■Arbeiler-Luiwandere-r -au-' . DeiPsi-liland drül.eu in den Aiä.eile, o.;, -n. :nschans-iedhingen. den Kwüzolli und K d>!,n/iöi lebt. Dies trifft nicht x«dl zu. Wenn an n diim Ifeciiaiuz organisierte jödiseii*; Juge-n-l di ■ im allgemeinen..‘Verpflichtet, .ein*- bestimmt.» -Z--.t- „aui- Land", und zwar in em.-n Kibbuz zu g>di so ist di» Zahl derer, die nach Ablauf dieser 1-1 -! und häufig auch schon vorher-den Kibbuz w ieder verlassen, nicht gering. Dies lieg! nieid etwa ■ daran, dassdiese M,Mischen nnl.-r Vm>iäe-g.-limg hilscii-r Tatsaclien im He.-haluz g>-.-,. >><-.'»! h;,!;,-),. ''ohne''je w i r k 1 i-c-f, <h-nfesten AYüJom b.-L-L,:., /u hab.-n, aufs Larid zu gehen, sondern l g! sehr im Wesen der Menschen w.» im V>;.-3 Kibbuz begründet. Nicht jeder' Men-ch pa-st aufs Land und P:r di» Landärbei!. I.'ad es i-t ja auch k■ -::; O.-bm mnis. das-, Handwerk. Handel und - Imiii-ti .*• i-- -D deut-ndo Ma.-sen palästinensischer Albit-r '.-r- - »ähren. Abgesehen von Ausnahmen, um--- d -• man besser di« Akten -chli-esst. haben ta!--;:■ •::l:--u di,- Menschen, w-nn sie vor ihrer AFjah d‘-n' ehrlichen Willen, in dm, Kibbuz zu gh-n. Al»-r driite-n zeige» s;ch darin die- Hcliw steig--mlein Masse Madtarbeiter erfas-en mit auf ..Au-Ss'-narbf-if aufgebaut sind, so ist do-h der Kibbuz, seinem W'-smi nach', eimlandie h-- (ö-iiieinschatt-sö-dhing, riowie »r fstadtä-Hu-ü-r"-. ' s-in-m Rahmen, erfas---^ wdl. und zwar stand g in d«r stad! Arbeitende,, nicht etwa.-solche. ,jä‘- nur vor .ihrer Ansiedlung einige Jahre in der . .! h.-ih-a, um I >, -- -- - r >!., - möge (leid sparen mm,,-n ii-.iim-r I.-mn d-'-r .- hndtarl.ejt! ■; i ::i Vä- - 11 uii-i wird, wi" noch später : g ‘ w d-'-n w ,!.!i-,cb- I o.ttm-ii. W-r d.i-ii c I in d-T S'.-cIt arö.-il'.-t oder a> b.-ib-n K 1.1,1..iz -mii.-n-,Mitgliedern min . ■II . / I I - HlUeoT Sc Wollen XX o|ll . I e ■! - -; i alc l. n/.^u.!,< der in den -■ I -chw - Br,,'. In JOM- Zeit -ii dm- A r!„Ier.-Alii. hi -j--r FoMu'.i'- ..Mo-w-(Iwdini", dg.-ie-.-d .-hnnlicli, , aber auf , I -:ipt)i»d, Iisi.-dlung. N.- ii ein -,-hr erp-H-r Oiurid ist in, manme-i i aii.-n für' dn Au-lr'iB andmn Kibbuz au- - 1: d 1 u!,••:! der :! i . Z.-xar I-.-h ::• 11 an.dl Eltern in . -km;..':., 'i .Jcr doch immer I -II!! I..-Shr.e,;,,.- n I I 'ii'l OeMsmiduugn i: - „!I am!. gd.t.Vmd ebenfalls Hh:- - -I-T.. h.I.e-k! mm, heb. J„ solchen.•FüIIkh, N. : d.-r l-.:‘--:n dah.-Tn, gebe - - la.-i’T dasd - F.'iid-r Ims:.; sorgi-n, V-!c--- Op - I ( : r: v, ■ ■ r od-c <'na wm-;,!i' d K da.-./. r I h pe Sl'lluilg III C Mi Motiven, soiid. - B- - , »in- 1 uni. ish.it,-i oauch „an- ■"';i k-.i.ie-i,. -- h g.-b! ,:".-!i z-ahlkose persönliche ---ra-n -.M.-n-cbm, y-uaulass.-n können, '■ -I'-u Rni.-Mi zu kehren: Krankheit, >i - '-.n I.; ---, m d- ,- 1.- Bnng untersagt, inenschh--!'. dmu-.'-imug. :i. do-dm.-h ui »iimr (ieuieins h;.f!-.e.;h:::g auih-ihmi.' die Möglichkeit, -■! •M'-I!. '!mtt o;r enm V. i,!.-chaft, die di© uizxx i-cn-.-n auch .t-ingewandorten.'Eltern eröffneQj V