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Central-Verein-Zeitung · 1936-06-04 · 23 (4.6.1936) · page 17

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Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
15 (1936)
Issue
23 (4.6.1936)
Date
1936-06-04
Page
– (sequence 17)
Language
German
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Rumänien Die Zerstreuung der Juden über die Erde (XXXX) , ' ' (-Vn-, Zu den drei großen Staaten Osteuropa-?, in deren Grenzen fast die Hälfte aller Juden ans der Erde und mehr als drei Viertel der Juden Europas wohnen, gehört auch Rumänien. Im heutigen Königreich Rumänien leden über eine Million jüdische Menschen: da die Gesamtbevölkerung des Landes gegeiuvartig nahe bei 19 Millionen liegt, so umsaßt also der jüdische. Sektor über 5 Prozent aller Einwohner des Landes Damit steht Ruinänien an zweiter -Stelle in' der R an g o r d n u u g . d er Staaten, m i t de n . höchsten, j ü.d i sch e n B e v ö l k er u-n g s q u ö t e n; es wird hierin nur von Polen mit feinem weit höheren Prozentsatz jüdischer Staatsbürger übertrosfen. Rach dem Kriege erst ist Rumänien in die Reihe der. Länder gerückt, deren. jüdische Bcvölkerungszahl absolut die Millionengrenze überschreitet bzw. nahe an sie hrränrücktc. Außer Polen und Rußland sind dies nur noch die Vereinigten Staateg von Amerika. Rach Beendigung des Weltkrieges hat das rumänische Staatsgebiet eine sehr erhebliche Vergrößerung erfahren, in deren Gefolge die jüdische Bevölkerung des Landes nicht nur eine starke waren, die-'rumänischen Inden durch eine besondere Fruditbarkeit ausgezeiduict. aber die große materielle Rot. die auch die Gegenwart der Juden beherrscht, verhinderte, daß das. -quantitative Wachstum durch ein entsprechendes geistiges degleitet war.. Rach der Volkszählung des Jahres 1899 war die O u o t e der A n a l p h a b e t e m bei den Juden zwar kleiner als'beim Z'urdifiim.itt der rumänischen' Bevölkerung, eige fyeftftrllnnq. die trvtzdein deprimierend ist. weil der Bilduiigsstand. damals überhauvt ein sehr niedriger war. -Rach den offiziellen ■ Angaben kviinlen von der mä-milidien Bevölkerung- Runiänieus. die über 15 Jahre ' alt war. nur i27 Prozentleien und schreiben, von der weiblichen >u>r 7 Prozent! Für die Juden' Rumäniens allein stetriiczeu die Prozentsätze der Leie- und Sdireibfmidigeii 57 Prozent beim mäiiulichei, und-88 Prozent beim weiblichen Geschlecht. Der relativ höhere Bildiingsstand bei den Inden uiii. die Jahrhimdert- Wende erklärt sich damit, daß die allgemeine Schulpflicht, besonders auf dem Lande, noch nicht eiiigerührt war. so daß die Inden, damals schon weitgehend in den Städten konzentriert, ihren 4 u \ absolute Erhöhung, sondern auch einen prozentualen Zuwachs erfährt: denn in den alten und in den neuen Gebietsteilen ivar die Zahl und. Quote der Juden sehr verschieden hoch, zum Teilt als Folge der früheren staatlichen Zugehörigkeit der betreffenden Landschaften. Das Vorkriegsrumänien, -das sogenannte Altreich, bestand aus der Walachei, der Moldau und der Dobrudscha. Rach Kriegsende, kamen Bessarabien hinzu, das früher zum russischen Zarenreich gehört hatte, das ehcrnals ungarische Siebenbürgen, ein großer Teil des früheren ungarischen Banats und schließlich die ‘ ehemals österreichische Bukowina. Hatte das rumänische Königreich vor. dem Kriege einen Umfang von 140 ÖOO Quadratkilometer, so hat es gegenwärtig rund 295 000 Quadratkilometer, also weit mehr' als das Doppelte. Betrug auf dem kleineren Staatsgebiet vor .Kriegsbeginn die jüdische Bevölkerungszahl rund eine Viertelmillion 'Menschen unter acht Millionen Einwohnern, also weniger als drei Prozent, . so hat sie durch den Gebietszuwachs und aus noch arideren Gründen eine Vervierfachung der absoluten Zahl und eine mehr, als hälftige Erhöhung der Dichte im Rahmen der als Grvßrumänien bezeichueten Staatseinheit erfahren. Für die Gebietsteile Dvrkriegstn ni rt ii i e n s liegt eine amtliche Zählung ans dem Jahre 1899 vor, aus der zu entnehmen ist. daß damals rund 267 000 Jiideu im Lande lebten, von ihnen allein fast 200 000 in der Moldau, über «0000 in der Walachei und weniger als zusammen 10 000 in Olteuia.iuid der Dobrudscha. Diese für die Jahrhundertwende sehr beachtlichen Zahlesi sind das E r g e b u i s e i u e r j ah rh u n d e r t ea l t e n' 6 c i d) i.di t c , sür deren Beginn eine feststehende Zahl nicht angegeben'wird, wenn auch soviel bekannt ist, daß die quantitative Größen- - vrdiiuna in den altruiiiänischen Laiidesteilen erst im 19. Jahrhundert durch Zuwanderung russischer und österreichischer Juden eine entscheidende Er- Höhung erfahren hat. Dafür gibt es zahlenmäßige Beweise. So wurden in dem rumänischen Stammlande. der Moldau.' im-Jahre 1806 rund 12 000; „■ Juden gezählt, um 18-10 ist diese Ziffer bereits auf etwa 80 000 gestiegen. .1860 wird sie mit 120 000 angegeben, und IWO, wie vorher erwähnt, auf rund 196 000. Ebenso deutlich kommt der Zuwachs besonders .in der zweiten Halite des 19. Jahrhunderts in der Walachei zum Ausdruck, wo für 1860 weniger als 10 000 Juden gegenüber mehr als 60 000 kurz vor der Jahrhundertwende gezählt wurden. So erklärt es-sich mich, daß von _etwa 1860 bis 1 9 00 die jüdische Bevölkerung Altrumäniens von etwa 185 000 aus rund 270 000 sich verdoppelt hat. das Ergebnis der Tatsache, daß Rumänien bis dahin für die Juden ein a usgesprochenes Ei nw andererland war. So erklärt es sich auch, daß die jüdische Bevölkerung Altrumäniens um die Jabr- -- Imnhortvnpnho hi* mit 4 Pi-nzon» ■hpr-bam^f.i.QPil Gesamtbevölkerung augewachseu war: allem in Bukarest lebten damals <1900, mehr als 40 000 Juden, last ebensoviel in Jassir. in einzelnen kleineren Städten, erreichte die jüdische Bevölkerungsdichte Prozentsätze von mehr als 50 Prozent, ähnlich wie . in einigen Bezirken des damaligen ruisischen Zarenreiches. Schon damals Kindern bessere Ausbildungsmöglichkeiten gewähren konnten, was darin zahlenmäßig zum Ausdruck kommt, daß in dieser Zeit der Anteil der jüdischen Schüler in den sogenannten 'Mittelschulen weit höher lag als dem jüdischen Bevölkerungsantcil entsprach.. Das Jahr 1900 stellte eine grundsätzliche Wende für die Situation der Inden Altrumäniens dar, die Verfolgungen, die damals begannen, brachten Zehntaüsende zum Entschluß der A u s >v a n d e r u n g , allein in den ersten fünf Jahren des 20. Jahrhunderts sind über 50 00() rumänifdTc Juden ausgcwaudert. dnvon mehr als 40 000 nach den Vereinigten Staaken, über 5000 blieben auf der Durchreise in England. Auch in den folgenden Jahren bis zum Kriegsbcgiuu hielt die Ausmauderung an, wenn auch ihr Ausmaß sich verringerte. .Als kurz vor dem Kriege die Bevölkerung zahlenmäßig erfaßt wurde, ergab sich eine Ziffer vonz.rund 210 000 jüdischen Bewohnern, also etwa 80 000. weniger als um die Jahrhundertwende. Der Wauderiiugsverlust von insgesamt mehr als 60 000 Menschen ist zur Hälfte durch den sehr hohen Geburtenüberschuß bei den rumänischen Juden aufgeholt worden, der zeitweise sogar größer 'war als beim Durchschnitt der übrigen, sehr fruchtbaren' rumänischen Bevölkerung. Tie schweren Kriegsjahre brachten sür alle Bevölkernngsschichten Rumäniens große Menschenverluste, die politische Reiwrdnüng. mit Beendigung des Krieges, zu deren Hauptgewinnern Rumänien gehörte, brachte neues Land und neue Millioneiimasseii von 'Menschen unter die rumänische Staatsgewalt. Daß dabei Die jüdische - Volkszahl nicht nur absolut, sondern prozentual stieg, erklärt sich daraus, daß in den an Rumänien abgetretenen Gebieten die jüdische Bevölkc-, rungsdrchte zum Teil eine höhere als in Altrumänieu war.. Dazu kommt aber als nicht minder wichtige Ursache, daß aus dem bolschewistischen Rußland Juden in großer Zahl flüchteten und die rumänische Grenze überscl,ritten. Mit Bedauern stellt der Soziogräph seit, daß für die umuittelbare Gegenwart ebensowenig wie für die letztoergangeiien Jahrzehnte, auulick>e Volkszähluiigsergebnisse sür das 'gesamte grvßriimünische Gebiet veröffentlicht sind. Es-ist nur schwer zu begreifen, daß die Gesamtergebnisse einer Volkszählung, Die in Rumänien im Jahre 1980 veranualtet ivurde, last sechs Jahre später noch nicht der Leffeutlichkeit zugänglich'gemacht wurden:'- Teilergebiiissc liegen vor und werden ' hier verwertet. Aus Grund dieser Teilergebnisse - darf man davon ausgcheu. daß im Jahre l!«80 die Gesaintbevölkeruug Rumäniens bei etwa 1*.2 Rlillionen. die Zahl der Juden nahe bei einer Million gelegen hat. Bis zur unmittelbaren Gegenwart iMitte 1986) ist die Gesamtbevölkerung mit knapp 19 Millionen, die Zahl der Juden- - mit 1,0-5 Millionen anzusetzen. Daraus errechnet stch die oben angegebene jüdiicb Bevölkeruiiasdichte von etwas über fünf Prozent. Leider gibt es keine erakten amllichen Zahlen .-iür die Rachkriegszeit, wenigstens w weit cs sich um lüesamlergebnine handelt. EinechialbaiiiD liche Schatzung von 1920 ergibt eine jüdische Volkszahl von rund ROO-onO 'Otenidicn. i>on denen etwa 250 000 auf Altruwanien und etiva 550 000 auf die neurumämscheu Teile entfallen. Dwse große jüdische EinwöhneiJahl lebt sehr ii n g I p ich üb e r das weite L'ä n d verstreut.-' Rur relativ loenig hat sich im zwanzig, iten -Jahrhundert gegeiniber der 'Maiiierung ver-- -lagert. zu der die Ilinitände int’ Verlaufe des 19. . den Grund gelegt hatten. Wenn irgendivv in der Zlöelt große Bevölkeruiigsaiihäinungeii uidst der Ausdruck eines. wemgilens auel, nur inaßigeii 'Wohlstandes sind, dann Zill des inr den jüdischen Volksteil in Rumänieu. So groß.die iiidiidien Maifen an einzelnen Stellen des Landes find., so groß' die judisdie Frudstbarkeit. so.- groß ist Eis ivirtidiastliche Elend gerade unter den vunniiiiidini Inden. das an iintteleurovaiidieu Verhältnissen über- Iia.uptnicht meßbar ist. - Ruinauie'ii ist ein ausgeiprodieues Agrarland.. SO Prozent seiner Eiinovl,- m?r sind Bauern.- Qbzivar das Land mehr als 170 . Studie ain zuweisen bat. unter denen allerdings nur - 5 Gren'kadte mit iiber >e 100'000 El-iiwohueru sind., -.leben doch nur etiva. 20. Prozent der Eiuivohuer in - den Städten. Die '.'liisubung der Landivirtsdbist ist den Juden and) in Rumäineii iveitgehend versperrt geblieben, das - Haudivcrk.. iv .ineitsie es ausübeu duriten, und der Handel, in den sie une überall gedrängt ivurden. wo ihnen eine andere ivirtsdiait- -lidie Betätigung versagt blieb, iörderle aucki i» Runiäuieu in einem hohen. Ausmaß die städt i sdie K o u z e ii 1 v ei t i v n. Bei den Agrarkrisen, die Europa in iiumer kürzeren Ahständen mit iuiiner stärkerer Intensität durchivühlten. blieb die Kautkraft gerade in den agrarisdieu Ländern besonders stark hinter ihrer Eutivickluug in anderen Ländern zurück, mit der Rot der Bauernschaft wuchs and) das Elend in den Städten, und fo erklärt es.. fiel), daß trotz allen Bemühuugeu das ivirtsrhastlidie Elend bei den Juden Rumäuieiis ein so hohes Ausmaß erlangt hat. daß die größten'Bemühungen ausläudisdier Gemeiusd)asten hier noch keine. Bresrhe sdilagen kvnnteii. Diese» Gebieten größter Armut, iiuiiöorstellbarer Rot steht eiii kleiner jiidisd,er Sektor gegenüber, der ist den Städten, die früher zu llngaru gehörten, zu einem 'gewissen Wohlstand gekomiuen war und bei dem der Grad der Assiinzlatiou ein besonders ausgeprägter ist. . Zivifcheu diesen Ertremen ' tiefster-Armut, die ihren taglid>en Ausdruck i» Hunger und Sied>tuin findet, und-der dünnen Qbersdiidit einiger neu-- ruiiiäuischer Städte ernährt sid, besdieiden, sehr besdieideu ein handwerklidier RUttelstäiid - - die ganze süd.isd>e Masse iveder »ad> der religiösen Seite nvdi nad, der inäteriellen einheitlich, svndcru im Gegenteil so aufgesplittert. wie nur denkl'ar. -nvdi dazu in neuester Zeit erneiit aufs schiverste.- angegriffen und selbst dvrt. wv für die Juden sdnuale Eristenzgriiudlageu beständen, in ihren Lebeiismöglidikeiteii bedroht. Und audi i» Rumänien wie anderwärts im Osten Europas besteht die erstauulid,e Tatsaä>e, Miß der p hh s.i s eh e Leb e n s w i l l e und die Hoffnung auf eine ,zebejferte Zukunft uuterbrvdien ist:.die jüdische Frud,tbarkelt - ist in den Teilen des weiten Landes, wv die Bevölkerung noch nidzt westeuropäisdi-großstädtisdi angekrünkelt ist. noch so groß., daß sie ein absolutes Absinleii der Bevölkvriiugszahl aus natürlidjen llrfcid>en verhindert und den Sterbeüberfdiuß dort noch kompensiert, wo er feit einer Reihe von Jahren bereits vorhanden ist. Rad, den vorliegenden amtlichen Angaben über die Bevölkerungsbeivegung wurde" in Großrumänien im Jahre 1925 nodi rund!Mno jiidiidie - Kinder mehr geboren als Todesfälle im jüdisdjeu Bevölkeriiugssektor gezählt ivurden! Diese Zahl hat siel> im Laufe des seitdem vergangenen Jahrzehntes allerdings sehr erheblid) reduziert. >926 sehon ist der Geburtenübersdiiiß auf 570«» abgesuicken. 1980 auf 5200 —- und .1982 bereits auf unter 2000! Rad) Teilangaben für 1984 beträgt er in diesem Jahre kaum mehr als 1000 Köpfe! Betrachtet mau diese beispiellose Entwicklung! die das Vordringen der 'Rot ni immer weitere Sd>jditeu und die Wirklingen der iunerpölitisd,rii Situation spiegelt, etwas näher, so zeigt sich,'daß in deu iiltrinnänisdien Laiidesteilen nur noch' die Moldau einen Geburtenübersdiiiß anfweist. und von den neiiräiiischeii Siebenbürgen. Kreisdi-Maramrosch und . Bessarabien — alle anderen TeParleineuts. also Qltenia. '.iRiintenia sdatz sind die jktzigen Ra-, men der Großen und der Kleiueu Waladieii. ferner Die Dobrudsdia. die Bukowina und sdiließlich der rumäuisdie Teil des Banats sind bereits Sterbeliborschußgebiete, Der Verlauf der vorher kurz skizzierten Kurve läßt vermuten, daß gegenwärtig (1986) bereits ein Gleichgewichtszustand zwischen Geburten und Todesfällen eingetreten ist. de/ bei unverändert ungünstigen innerpvlitisdien und ökvnomiidien Voraussetzungen in kürzester Frist zum Sterbeüber-sdniß führen ivird. Das ist eine Fdsistellnng. die . für Die Judenheit als solche von shmptoinatisd>er. Bedeutung ist. Denn mit der Verwandtung eines kräftigen GeburteiiiibersehusseS in einen Sterbeübersehuß innerhalb eines Zeitraumes von etwa einem Jahrzehnt, und dies in eineiu Laude-,vsteurvpäisd). beeinflußter allgeiueiu sehr hoher- Fruditbarkeit der Umwelt, ist das Signal gegeben, daß Europa als quanlitativer- Sdiiverpuukt Der Rlassen jüdjsd)eu Glaubens und jüdischer Traditio» allmählich aussd)altet - - und daß die jii'disd>en- Menscheninassen Amerikas in Die Bresche springen innssen, wenn es nunmehr gilt, bewußt zu erreidien. daß der Sektor jüdischer Menldieu aus Der Erde mit dem allgemeinen Wacl,stum der Erdbevölkeriing Sdiritt holt. Die verschiedene histvrisdie Zugehörigfeil der e-iiizelueu Gebietsteile d^s heutigen Gröstrilinäiiieu ist die -'Erklärung' i.str die Tatsache!'-daß'in eiiiz'elneu. Laiidstridien die jüdisd)e '1Reiisd)eiizal)l absolut oder relativ groß ist. in anderen wieder völlig zunidh'iU. Wie auch anderwärts, ist Die allgemeine Teiideiiz zur Ltadtlstldmig sür die jüdisdie Dichte Des 'ganze» Gebietes iveitgehendst bestimmelidesr Faktor. « B e s s a r a b i.e n .' frülier-. zaristisd) - russisch, steht heute hinsichttid, der absoluten Zahl der Juden weit au Der Spitze aller rumäiiisd)eu?epartemeilts. Für die <HegeuwarGist eine jüdische Volkszahl von etwa 800 ooo anzunehmen ldas amtliche Zählnngsergebnis ist nod) nidst bekannt >, die Gesanitbevolleruiig Beüarabiens bemißt sich auf rund 2.9 '.Vlillioiieii, die jüdische Quote bezniert neu auo fffff übe/ IG Prozent! Ter letzte' große Zustrom fand statt, als mit der.Madstergreüung des Bolsdiewismiis in Rußland weite Bevölkerungskreise die Flucht in die Rachbarländer ergriiseii — allein 88 000 Juden kamen damals, vor nun etwa zwei Jahrzehnten, nach. Beßarabien. Tausende von ihnen, wie ihre frühe¬ I-'.s kommt noch immer vor. dass tiir den ( entral-Verein bestimmte Briefe f a 1 s b a d r e s s i e r t sind oder Anrufe unter einer I a 1 s e b e ii \ u lstm e r erfoliren. Die. Adresse der HainitjiesehiifUstelle des ( en(ral-A ereins lautet:. Berlin W 15, Emser Strasse 42. Telefon : J 2 Oliva 8141. reu 'russischen 'Mitmenschen, imter - größter (%’* fallv i» ‘.'ilicht und Rebe! über den Dniesler. den Greuzilui! nad) Soioietrilstlalid,, . .. Diese Flncli.tliiige snildeii ui dem rein agrarisclie» -L.iilde-nur sehr, arme jüdisdie Glaul'ei>sgi.'iueiusdiiisten vor." die im Gegen iah zu de» - benachbarten. S lebenbnrgeii >l»d.- Vnlolmiia uidst die geringslii» Reserven hatten aiisammelu koilneli. Do strömte die. Ftüditliiigsschar ebenso ivie Tausende der Kinder der verarmten Dör'ter >v die Städte und besonders -in'die einzige-G'roßstndt des weiten Gebietes. und) K i | di i n"c iu 1 jetzt vliisinaiii. wo der i>idiscl,e Volkstril I,rute-Die -V>.ijor'ität bildet. Dort >o.ie in Den '-kleinerest" Städten führen sie ein sehr nrinlidies Leben.-slichen siet, aI-> Kanslente und Händiverker zu eriialneii. -giscliinew. die ziveitgrößte Stadt Riiniiiiiiens mit jeiue» rund 120000 Eiiiwoliiierii. liat ein mit tli'egierungs. initlel» unterstütztes jüdiiclies tönmimsiuiii und einige jüdisdie Elemeiitarsdiiileii. Trotz dem Drang in die Städte, trotz des oft von Agrarkrisen erscliütlerteu Landstriches --haben sid) noch etiva 150 000 Juden, Besiarabiens aus dein.flachen. Lände erhalten könueu. 'Alle überall ni Europa ivurden sie von der laudwirtsdiaftlidieu Betätigung tuird) die Jahrhunderte abge- - drängt, so wurden sie hier in. besonders nnsgepragtem Ri'aße Mittler,zwisd>en den Bauern und den G.roßkiiiisleiiten und Erporteiire» der Städte, ein großer Teil dieser Landjiiden ernährt sid) durdi den Getreidehandel. Ein iveitere». sozio-, ll'giicli bemerkensivertes' Eharakteristikum. ist die Tatsadie. daß in der großen-Mehrzahl derkleinsten Flecken, der-, meisten., Dörfer die Gastwirtsduisten von Ji'iden'' betriedest. werden, der jüdisdie Sdienku'ii't gehört Zinn Gesamtdild des kleinsten beßarabisdieii' Dörsrhens. I>r: E. K—i. (Fortsetzung folgt.) Auslands Nachrichten Belgien Anläßlich des Abschlusses der Brüsseler Weltausstellung U'iirdendie solgenden Auszeid>nuiigen belgisd,en Jiideiuverlielien: Der Ard)itekt Joseph de La n g e ivurde zum Kommandeur des Leopold- Ordens, ernannt. Der Vorsitzende des Jnternatio- »alen Verbandes der Dinmaiiteiiiiidiistkjelle» Isidor L i p s d> ü h wurde zum Ossi zier des Leopold- Ordens, der Ingenieur Boris A v e r b u d, zum Ritter desselben Ordens ernannt: Eharles >9 u t - w i r t i, und der Präsident der Antwerpener Diamantenbörse Mnrcet 05 i nsbnrg wurden ülitter des KrviienvrdeiiS. Der Vorsitzende des Jndisdien Zentralloiisi- 'stvrilinis für Belgien. Professor Dr. Rianrire P h i l > p s v u . der Sohn des verstorhenen Präsidenten Des Konsistoriums., liat der Freien Brnsieter Ilniversilät. an der er Phusik unterriditet. ein vollständiges nie.dizinijches Labora» torimil geschenkt. Aus diesem "Anlaß sand eine Feier statt, bei der der Rektor der Universität. Professor Dr. de '.Moor, in'id Staatsininister 'tzniil Hhmaiis die wisseiildiastlid>en Verdienste Professor 'Philipsons-niid' seine Leistungen für d.e iiiitiirwisseiisdiaftlidie Fakultät wllrvigten. Frankreich Ter Bürgernirisler von Lhon. ODonard T>»’ r >.r i v t. hat, einen Platz ' zur' -Aufstellung eines Denkmals für de» Felorablüner Blöd, zur Berfügiiiig gestellt. Das vor kurzem mit der Goldene» Medaille ansgezeichuete tillerk. der Bildluiuerin Eiermaine L >ir>>-Desruelles stellt eine bekaniite Szene der fra»zoslNl,eii Kriegsgejd>irlile -dar. Grvßrabbiner ZBlvch, der als Freiwilliger ins -beer eingetreten war, hatte sirli eines Abends in die ,'ione. zmiiihen Den beiderseitige,, Schützengräben gewagt, ilin Verwniideteii V»iife zu leisten. Einer von Diesen, der ihn inr einen katl,o!isdien Priester breit, bat ihn, ihm Das Krnziiir - ,zn reichen. Ter Rabbiner brndjtp mm einer verlassene» Farm ein'Kreuz. - Die Bildl,aiierin Ijnt den Angenl'lick feitgehalte». in dem der Rabbiner ,dkm sterbenden d>riitlichen Soldaten das Kreuz inid damit den letzten Trost reicht. Litauen Die litauische Regierung Hot den bekaiinteu siidiiclien. -tziibl, ziiien Dr.. B >> b i n si e , n2"0heiri'dallenr 0er - ..,'oioiiclien Sti.ninie" in giimias. .Und den 'Vertreter, der insiic'gen Krieg-'teilnel,-i>'"r, Goldberg, >n die Kandidalrnliile inr die Renivahl des' litauischen'' "parläm-eiödn'-ienvinmeii. Die V’>ahl der beivl", •,non --O -iij ilcer'dieint gesichert. : Spanien Amtlich wird bekn>>:r' >, g l>en. näß l l't ,'i>> Eriecheiibiri-d—ansaiiige 'evha rdiidie 'Familiendie i'bani.idie Staatsangehör,gleit erlialten haben T le!',>ierken>iinig der Stiiatsaiigelinrigfeit eriolgie auf Eirund des Artikels 28 der - spainsdieii 'VeriaOiiog vom 9. Dezember 1981. in dem die Ernl'-frgeciiug ailsländisdier Sebhardnii vorge>el>eo IN Hau pr.s--1i ri ftleit»;r utuäcblaz bcrtufuz-io Bc-r!/nTlS\vr'J[y. rh; Or Alfr-J r.eseliscU/t1’ mbH:

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