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Central-Verein-Zeitung · 1936-06-04 · 23 (4.6.1936) · page 4

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Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
15 (1936)
Issue
23 (4.6.1936)
Date
1936-06-04
Page
– (sequence 4)
Language
German
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Schachaufgabe Nr. 66 van F. Simhoviet Matt in zwei Zügen ^'eiss: Ka2. 1)68, Te3, Tg3, Lg6, Lh2, Se5, 8go, Bo2, f5, gü (11) Srhwarz: Kf4, Df6, Tf7. Th8. Lg7, 866. SB, Ba4, Ii3 (0; Schachaufgabe Rr. 67 von Tr. E. Zepler Matt in zwei Zügen Weiss: Kh5, Db7, Ta7. Tel, Ld4, Lh3, Sfo, Bao, Schwarz: Keß, Deo, Lg8, Sh7, Bc4, 66, 63, f6, kJ (0) # Tie beiden vorstehenden Zwcizüger wurden preisgekrönt i>» Prvblemturnier deS „Leipziger Tageblatts". 11124. . Lösung der Ausgabe Nr. 63: 1. Le.',-—sß. .<drohend Tg.V-eö matt) , 864- . S6I—ei,. . 864—e6, >864—ff,. . 864—f3f, 2. Li-4—63 mal' 2. 81,7-66 2. Lc4-65 .. > 2. Tsr5—g4 2. g2Xf3 2. Tc3—p3 2. DblXc2 2.02X1)3 2. Sb7xc6 w bin vollständiges Springerrad — dessen Tarstellnng an fid) nicht neu ist. — Der 864 pariert die Drohung Ti-.', matt, indem er. zieht, da er hierdurch, dem Könige ein Fluchtseld verschallt. Tie 8 Züge, die er von seinem Standselde aus machen kann, bewirken 8 verschiedene Maltzügc. .. Richtige Lösungen gingen ein von: Justizrat Kurt Jaciisiel. Sanitätsrat Dr. S. Domfe. Willy Michaelis. Walter Joelsohn. Georg K. R. Israel (Berlin). Otto Spanier (Bünde). 'Michael Lcvy (Krescld). Gottfried Gnmbel (Stuttgart). Heinz Jacob (Dresden). Hans _ Stcinberger (Bayreuth). Tr. Lothar Seewald (Hachenburg). Kurt Krolc, Tr. Ernst Boehm (Brieg). Siegmund Austerlitz (Gießen). Rabbiner Dr. Tänzer (Göppingen). Werner Barvnowitz (Güttingen). Tr. med. I. Met,erhoff (Rotenfels). Frau Tilde Adler, Tierarzt Mar Kosduninski (Landsberg a. d. Warthe)) Karl Bestchöier (Nürnberg), Adolf Schuck (Breslau), Gerhard Lewisohn (Quedlinburg). Tr. med. Oster (München) Manired Lindauer (München), Jacob vre! Vorträge Ludwig Feuchtwangera in München Ende April sprach Tr. Ludwig Feuchtwanger an drei Abenden im M fai ch c ne r I ü d i sch e n Ai u l t ii r d u ii d über „Jüdisches^ 'Mittelalter". „Tieindischen 'Richtungen seit der Emanzipatwn" und „Franz Rosenzweig. Gestalt und USerf". Offensichtlich wardie Vortragsreihe gedacht-als die Sci,ilderungen von drei Stationen eines Weges, deren Endziel allerdings noch nicht denklich wurde. Nock) kein Weg, aber eine Haltung, .mochte man als Gesa intet „druck dieser. Vortrags-, reihe buchen. - - . - ' ' In seinem Vortragüber. „Jüdische?-Mittelalter" üvandte sich Feuchtwanger gegen die land-' läufige s»disck)e Betrachtung -des Ntittelalters als fortgesetzte-:- Verbrechen gegen die Gesetze von: Toleranz und Gleichberechtigung. - Eine objektivere Betrachtungsweise des Mittelalters sei. nur möglich durch die Versenkung in die klassischen Kniistdenlinäler der salisct)en Zeit, -durch die Erkenntnis dev-Bedeutung des Adels für da? Mittelalter, wie sie von Pinder hervorgehoben - wird, des für da? Mittelalter geltenden Prinzipe? der menschlichen Verschiedenheit (Knecht bleibt Knecht), ferner der Tatsache, daß das Judentum keine Stellung im christlickzen Heilsplane erhalten hatte. Das Judentum im Mittelalter sei echtes Heldentum gemesctt. An Stelle des fragwürdigen Optimismus des westeuropäischen Judentums der Nettzeit forderte Feuchtwanger einen geläuterten aktiven Pessimismus. Bei der Schilderung „der religiösen Rich-, tungen seit der Emanzipation" (ursprünglich war angelündigt: religiöser Verfall seit der Emanzipation) wies Feuchtwanger auf die „heimliche Identität" zwischen Orthodoxie und Liberalismus durch das Medium der Sprachgemeinschaft. Auch der Zionismus habe keine religiöse Erneuerung gebrächt, wohl aber die ..Möglichkeit, die alten Gebräuche,in der Form des Natioitalen zu bewahren. Jit der Mitte stehe die „Religion t.-r Gebildeten", die erwachsen sei aus Ehrfurcht und Pietät andererseits. Intellektuelle Ehrlichkeit und entsagungsvolle Wisienaneignung seien mit die Voraussetzung einer religiösen Erneuerung. , Von hier aus führte der Weg zum Thema des dritten Abends, das von Franz Rosenzweig Handelte. Ter Redner , schilderte, soweit dies im Rahmen eines Vortragsabends möglich war. das Leben und Wirken Franz Rosenzweigs, seine Voraussetzungen. die ihm durch seine Herkunft aus der liberal-jüdisch-bürgerlichen Schicht, durch seine Zugehörigkeit zu einer von nihilistischem Rationalismus erfüllten geistigen Richtung gegeben waren. Rosenzweig sei es gelungen, das . Seelenlose des Nurbctrachtens zu überwinden und Gerechtigkeit. Ehrfurcht und Demut ohne Preisgäbe seines scharfen kritischen Derstairdes in ihren Rang wieder einznsetzen. Daß die Schilderung eines derart komplizierten Vorganges in einem Bcmmann (Köln), Frau Fanny Wertheim (M.-Gladbadi>. Karl 'Anßbaum (Rheydt), Heinz-Günther Eisen- Hardt (Berlin). Schaä'.tiirnicr bei der Jüdischen Sport-Eeniein- .scha?t 1U33 E. B. — Das zweite Turnier in der Jugeiibabteitiing hatte diesmal eine qualitativ besierc Besetzung in den einzelnen Klanen als im vorigen Jahr. In der erste» Klane gelang cs dem t4jäbrigen Georg Israel, die Ktubineisterscha?! zu gewinnen. — Ter Turnierstand ist folgender: I. Klane: Israel 13, Wvli 12. Röscnibal 1(1 be. Kocrke 8'-^ (von 14 .Punkten)' — II. Klane: Majer II. Wolters 8fr. Samach ~lA (von 12 Punkten''. — III. Klaste: Telman P. Nissenbanm 7’v, Leon (V (von .10 Punkten). — Tic Preisverteilung sinbet am 8. Juni um 18.30 Uhr statt. Tie Jugendadteilung spielt jeden Montag von 18 bis 20 Uhr im Restaurant .Hermann. Jägerstraße 18. Jugendliche im Aller von 10 bis 20 Jahren sind willkommen. derartigen Rahmen, nicht zu letzter Deutlichkeit erwachsen konnte, war wohl selbstverständlich. Die außerordentliche Bedeutung Rosenzweigs für die Erneuerung des Judentums erblickte der Redner in dessen Erkepntnis. daß nur die Tat. das entichlußmäßige sich Verschreiben vorwärts fuhren.könne. So habe lieh Rosenzweigs Wunsch verwirklicht: Ich möchte ntcht gelesen werden, ich mochte wirken! . , E. Sch. Fritz Bamberger: Individuum und .Gemeinschaft in der abendländischen. Geschichte des Judentums. Die Reihe der Juni-Vorträge im B e r l i n e r ■ fl ti l t u r b und erötinete Dr. Fritz Bamberger mit einem Referat über ...Jndividunyt und Gemeinschaft in der abendländischen Geschichte des ' Judentums". '-Den Gegensatz, von Gemeinschaft und Individuum habe es im der Geschichte des Judentums und in der jüdischen Literatur von Anfang an gegeben. Aber erst in der abendländischen Geschichte sei es. zu einer wirklichen Atlseinandersetzung gekommen, bei der Juden sich bewußt überlegten, ob sie als einzelne otzer als Gemeinschaft Judentum geschichtsbildend verkörperten. In zwei voneinander gesonderten Kulturkreisen.lebten Juden im Mittelalter: im ersten, geographisch durch Nordafrika. Spanien. Südsrankreich und später auch Italien bestimmt, sei ein betonter Individualismus als vorherrschend sestzustellen: im Gegensatz dazu habe "sich in den nordeuropäischen Ländern, in denen Jttden wohnten, in Nordfrankreich. Deutschland ustd Polen ein ausgeprägter Universalismu? entwickelt. Hier ordnet sich das Individuum ganz'der Gemeinschaft unter, die Literatur ist anonym, der Verfasser tritt hinter seinem Werk zurück, das er nicht als persönliches Werk, sondern als Ausdruck der Gesamtheit empfindet. In der Literatur des „nordeuropäischen" Kul'turkreises gibt es keine subjektiven Tichtungsarten. weder Lyrik noch Satyre. Es werden keine Ideale ausgestellt, die nur von . wenigen erreicht werden können: die „MoralbnchersF die Perfaßt werden^ wenden sichp an die große Masse! Eine ganz andere Anickiamiiia finden wir in der svant'ch-arabjschett Welt! Hier gibt es die religiöse Eitizelpersönltchkeit. die weit herausragt -au-3 der Nlasie und von ihr verehrt wird. Es gibt weltliche Dichtung. die nicht im Dienste der Ge- ' meiniciMt steht, es gibt Naturlhrik, wie überhaupt die Lyrik die bevorzugte Tichtuugsart ist. In der Philosophie des ..sudeuropäischen" Kultur- . kreise? ist ein deutliches Abwenden von jüdischer. ' Tradition, zu konstatieren:- als der . wertvollste Mcnschentyp wird .der Rationalist: angesehen. - . Jin Schlußteil seines Referats sprach Bam- -berger über' die Au2wirkitn.gen des Gegensatzes, von Jndtvidnum und Gemeinschaft auf'die Neuzeit. In den Bewegungen der Renaissance und des - Hnmanisintts finde der betonte Jndividualistnns der sephardiichen Jttden fruchtbare. Atkswirknttg. - tvenn er auch zuweilen, tvie bei Uriel Acofta und Spinoza, bis zur Grenze der Ketzerei gehe. Im ai'chkenasischen Knltnrkreis entwickle sich eine deutliche . Reaktion gegen das Gemeinschaftsbewußt, sein, bei dem der Wert des einzelnen ganz derloren gehe. Als tragende Betvegung dieser Reaktion bezeichnete Bamberger den Chassidismus. Deutlichen Ausdruck säitde der Gegensatz zwischen überkommettem Kollcktivgefühl und aufklärerischem Jndividtialismns in dem Werk Moses Mendelssohns. Hier werde, der Zwiespalt zwischen Individuum und Gemeinschaft zu einem Problem, das über den innerjüdischen Rahnwn hinauswächst. H. B—n. Ter italienisckze Bildhauer Eorrigo Minerli, der zur Zeit an Eutwürfen zu neuen Bronzetüren für den Plailänder Tom arbeitet, wurde in R o m ' von Papst PiuS XI. in Audienz emprancca. dein er ein Album mit Abbildungcu seiner Werke übergab. Postschlüsse nach Uebersee Vorbemerkung: Diese Uebersicht erscheint wöchentlich. Sie ist ohne Gewähr. Postschluss für Luftpostsendungen ist in Berlin beim Postamt C 2, in Prankfurt/.Main beim Bahnpostamt 19 oder Flughafen. Einwurf bei anderen Postämtern oder in anderen Orten bis zu 1 Tag früher als hier vermerkt. Nordainorika a) Seeweg 5. 6. ab Berlin: 5.6. ab Hamburg 19 Uhr („Bremen“ 6. 6. ab Bremen) 12.6. an New-York 5. 6. „ .; 8.6. .. „ 19 Uhr („Normandie“ 10. 6. „ Le .Havre) 15.6. .. .. 12.6. „ „; 12. 6. „ „ 19 Uhr („Europa“ 13.6. „ Brenus^ 19. 6. „ „ b) Luftweg ' 6.6. ab Berlin; 7.6. ab Köln (Flughafen) 10 Uhr; 7.6. ab Cherbourg (Schiff): 12. 6. an New-York (Zuschlag auf Auslandsporto /5 Pf. für je 20 g; Leitvermerk »Mit Luftpost ab Köln zum Dampfer") Südamerika a) Seeweg 6.6. ab Berlin; 7. 6. ab Hamburg 19 Uhr (Schiff 10. 6. ab Lissabon) 22.6. an Rio; 26. 6. an Buenos Aires 11.6. ..; 11. 6. Köln 21 Uhr (Schiff 13.6. „ Cherbourg) 25.6. .. „; 29. 6. „ „ b) Luftweg 6. 6. ab Berlin 9 Uhr: ab Frankfurt/Main 13 Uhr (Französische Luftpost), Laufzeit 5 Tage 10. 6. .. .. 21 Uhr; „ „ 24 Uhr (Deutsche Luftpost), .. 3 „ (Zuschlag auf Auslandsporto nach. Brasilien J,25 RM für je 5 g, nach Argentinien 1,50 RM( für je 5 g) Südafrika a) Seeweg 9.6. ab Berlin; 10.6. ab Köln 21 Uhr; 12.6. ab Southampton (Schiff) Laufzeit 15—17 Tage 16.6. „ „; 17. 6. Hamburg 19 Uhr; 19. 6. „ „ (Schiff) Laufzeit 15—17 Tage b) Luftweg 6. 6. ab Berlin 10 Uhr 15 Min.; ab München 13 Uhr, Laufzeit 8—9 Tage , 10.6. „ .. 10 Uhr 15 Min.; .. „ ' 13 Uhr, ... 8—9 .. (Zuschlag auf Auslandsporto 35 Pf. für je 5 g) Palästina a) Seeweg 6.6. ab Berlin 16 Uhr; 7.6. ab München 9 Uhr (Schiff 9. 6. ah Piräus ) 11.6. an Haifa 9.6. „ 16 Uhr; 10.6. „ „ 9 Uhr (Schiff 11.6. „ Brindisi) 15.6. „ Jaffa 13. 6, .. „ 16 Uhr; 14.6. ,. 9 Uhr (Schiff 16. 6. „ Piräus ) 20. 6. .. Jaffa b) Luftweg 5. 6. ab München iS Uhr Laufzeit bis Jaffa 2 Tagb ' 6.6. ,, Berlin 6 Uhr; 6.6. ab München 18 Uhr, .. „ Jaffa 2 „ 7.6. „ Berlin 10 Uhr .. „ Jaffa 2 .. 9.6. „ München 18 Uhr .faffa 2 .. I. 0.6. „ Berlin 6 Uhr .. .. Jaffa 2 .. II. 6. ., Berlin 10 Uhr; 11. 6. ab München 18 Uhr, .. „ Jaffa 2 „ (Zuschlag auf Auslandsporto 10 Pf. für je 5 g, mindestens 15 Pf.) Daher ist eS iintnöglich. an dieser Stelle die Leistungen sämtlicher Beteiligten einzeln zu bewerten.' Um die' gehaltvollen, geistreichen Worte Dri Martiii. F r i e d l a ii d s .'.Rahe! VaruhageN iu ihrer Zeit", gruppierten sich Darbietungen, ausgeführt von Dr. Einmy I v s e p h - L n ß h e i m e r (Sopran). Dr. Josef Earlebach (Tenor). Fanny Meyer (Rezitation), sowie,Vorträge de? von Gabriele Sp e y e r - Sa n d e r geleiteten K i n ° d e rch o r s . Aiifsiihrting eines Btedernteiertan.zes durch geschulte Jüiigerinnen Terpsichvres.(A r o n - s o h n . K e 11 e r '. R v e s b e r g . R ti b e tt s . W a l l a ch). einleitend vierhändiges Klavierspiel der Jngeiidlichen Ellen Abraham und Walter K r a ui e r. Ella Conrad und Betty M'a r k n s waren die vielfettigen Begleiteriunen am Flügel', ivährend Flora Jöhlinger die Viihncnumrahmung stilgerecht äusgeschiniickt hatte. Der Knaben.» und Männorchor der K l e i tv i tz e r S y n a a v g e n g e m e i n d e unternahm eine Konzertreise in die Kleingemein. den Gr.-Strehiitz und Rofenberg. Es wurden iveltliche tmd synagogale Chöre, zum Teil von einem Streichkörper begleitet, gesungen. Allgemeine Ancrleitming und besonderes Jnteresie fanden die,» euppellu-Ehöre. die am besten die Kleinnrbeit. 'die Töurcinheit und die Verbttndenhelt zwischen dem Chor und dem Dirigenten zeigteit. Die detitsche Keduicha von Leivandowsky, orchestriert vom Dirigenten F le i s ch e r . wurde wir- - lungsvoll gestaltet. Das gesangliche Können des neuen Lberkanlors der Gleiivitzer Gemeinde. G r a b o w s k i . trat deutlich in Ersäteinnng. Ein Ltreichgltarlett (Dr., S i m m e n a uer, Fische iv G r ä tz e r . Bl a i) spielte aitsprechend etnen Satz aus dL(w^-D-i»oll-L.tiartett von Schtibert. Der liturgische Seil ivurde von Rabbiner Dr. Feinberg (Gr.-'Strelitz)^ und Prediger Lelvin (Rosettberg, erläutert. Die.Konzerte bewiesen die Nvtivenbig. leit derartiger Verauitaltuugen in den kleinen .Prvvinzgeiiieiiiden. Ttienler, h/lusik. Film Im Jüdisckien Kulturtheater in Wien fand zu Ehren dcc- 71. Geburtstages von Arthur Schnitzler eine besondere Beraitstaltung statt, bei der H e t n r i ch Schnitzler, der Sohn des Dichter-?, ferner Nlaria G nt t mann, Mitglied des Deutschen Dolkstheaters, und Ludwig Roth hauptsächlich novellistifchc Werke Schnitzlers ztir Vorlesung brachtet!, Die Darbielungen'wnrden mit warmem.'pietätvollem Beifall ausgenommen. Hans Wilhelm S t e i n b e r g! der zum ersten ständigen Dirigenten des von . Bronislav Hubermän gegründeten Crchesters in Palä st t n a rind später zum nnisikalitchen Leiter des Berliner I ü d i s ch e.n K ii 1 l ii r b ii n d e s auserschen ist. hatte als Dirigent der Aufführungeit ..Die Enttühriing aus dem Serail" und „Siegfried" in der A n't iv e r p euer Königl. Flämischen Ct'ct einen großen, auch von.der Preise einhellig anerkannten' Eriolg Ebenso trug das Drchesterkonzert der ..Koiirertvereiniguiig" in Stockholm Hans 'Wilhelm Steinberg reiche Ehrnngeit ein. Die Presse rühmt vor allein Musikalität, technische Disziplin und'Temperament. Atu dem Programm .standen Beethovens 4. Sin'onie. außerdem Werke von Mozart und Ravel. , Die von H n b e r m a n gegründete Palcsline Orrhestm^ Association setzt einen P r e i s für ein geeignetes Emblem ans. das die GeseUichaft als Zeichen bei ihren Perö'ientlichnngen und Kvrresvotidetizen verwenden kann. Als Preis und fünf englische Pnind und ein Freibillett für eine - Abonnementsserie aiisgeietzt.- ' Wladimir H o r' o w i N gab in Pch'r i S einen Ehopin-Abend. der. von Publiküm und Prei's mit ' außerordentliche::: Beifall ausgenommen ivurde. Erik E h a r e 11 Hai sich von Parts nach N e-w - - P o r k begeben, wo er in der ersten Hälste Juni am .Theater Radio-City „Im weißen Rößl" in seiner bekannten Jn'zemernng herausbringen - wirb. " Kapellmeister Richard Falk. der. wie in Nr. '22 der C.B.-Zeituna vom 27. 'Mai kurz berichtet wurde, int Geburtsort Perge'eses. I e s i bei Aneonä. die komische Dver ...Uae.Nro di Musies“ veitrte "CVliiebt-cinen Brie' des Bürgermeisters von Jen. der in? Dent'che übertragen lautet: ..Die Stadt Jen beehrt stch. Ew. Hochwohlgeboren 'ür die besonderen L^erdienste. welche Sie bei der Gedenkfeier G. B. Pergoleses sich erworben haben, in das Ehrenkomitee zttstunmen mir Herzog F. Cafsareüi und Bcnjamtno G-.g'.j etttzurethen." Kotissevitzki führte in Boston Strawinskis P s a l m e n - S i n s o n i e auf. ' Der Schweizer Komponist Willy Burkhard schrieb ein Lratorium „T a 8 Gesicht I e s a - j a s". das seine Uraufführung in B a se l erlebte. Eine weitere Wiedergabe ist jetzt für Bern im Blünster vorgesehen. . Georges Encscos neue Oper „Ledipe", zu der, Edmond F l e g das Libretto geschrieben hat. wurde mit großem Erfolg an der Pariser Opera Oomigue uraufgesührt. Der Hätisermännsche P.rivatchor in Z ü r i ch . eine der ältesten Chorvereinigungen der Schweiz, erlaßt ein Preisausschreiben für ein weltlichzykltschcs Chorwerk von etwa '20 Mintttcn Auf- . führtuigsdauer. Gedacht ist an ein Werk für kteinen gemilchten Chor ohne Instrumental-, be.gleitung. Die vier besten Einsendtmgen werden mir einem Gcsamtprcis von 2000 Schweizer Franken ausgezeichnet. Spätester Einsendnngstcrmin. 81. Dezember 1930 an die Adresse Jtschnach-6 Zürich. In Haifa wurde ein Orchester hatiptsächkich inr Laien gegründet, cs. wird von Edgar Behrendt geleitet. In palästtnensischeit Nuiidftink dirigerte Wvlt-- gang Fried l ä n d er . ältere .Musik- bis . zu Der Sender Jerusalem spielte eine Suite von Ivel Engel, die auf chassidtschen Plelvdien aufgebant ist. Ausführende waren das Palestine String-Cuartctt. Auch die Ouvertüre. ', die Prokvffics über ostjüdische Themen schrieb, wurde gesendet. Im Nendegger Tempel in Wien fand im Anschluß an einen Festgottesdienst ein l i t u r g i - scheF Konzert statt, bei dem Oberkantor K u s e w i c k i ans Warschau mitwirkte. Unter den zahlreichen Ehrengästen befand sich auch der . polnische Generalkonsul mij Gemahltn. Das W i e nci Stadttheater bereitet eine neue dreiaktige Lustspieloperette von Leo Asche.r vor. Das Buch stammt von Rudolf Lothar, die Gesangstextc schrieb Peter Herz. Am 7. Juni wird das Königliche Opernhaus in Budapest Karl Goldmark? Oper „Ein Wintermärchen". d.ie seit dem Jahre 1912 nicht mehr gegeben wurde, wieder zur Auführung bringen. - ~ ' Bruchs „Kol nidrei" wird am 7. Juni, 10 Uhr. im Prager Rundfunk zu hören sein. ' Im Rahmen der Wiener Festwochen überträgt der Wiener Rtmdfunk am 8. Jttnt ein Sinfoniekonzert unter Leitung von Tr. Eugen Lrmandy. Auf dem Programm steht u. a. Arnold Schönberg s „Verklärte Nacht". In einem Konzert des Senders der italienischen Schweiz, Monte Ceneri. am 5. Juni. 2n>. Uhr. wirkt Stefan F r e.n k e k (Violine) als Solist mit. Auf dem Programm steht u. a. ein Werk von Tärius Milhaud. Eine amerifanische Firma bereitet die Verfilmung des bekannten Romans „Ter Teufel" von A l f r e d N e u m a n n vor. lieber die Premiere des neuen Josef- T ch m i d t--Films/ die am 27. Btai in Wien stattfaiid. schreibt die „Nene Freie Preise" u. a.: „Schmidt spielt Zwillingsbrüder von gleicher musikalischer Begabung, von denen der eine ein Draufgänger, der andere ein -stiller Mensch ist. So hat Schmidt Gelegenheit, ei-iie dankbare schauspielerische' Leistung' zn vollbringen./ die ' ihn vor die interessantesten und subtilsten Auigabeh stellt. Nicht zuletzt auf ihrer tadellosen Bewältigung beruht der Erfolg des Films. — Felix B r e s s att bedeutet eine Ueberraschung. Dieser als Komiker geeichte Süianspieler iveiß.. in der ernsten Rolle einer hilflosen und gütigen vom Leben zerknitterten Figur förmlich zu erschüttern." ' Reichsausstellung jüdischer Künstler. Am 7. .Juni. 10 bis 14 Uhr, sind die letzten Besuchsstunden der Ausstellung . im Jüdischen Mutenm. Berlin X 24. Oranienburger Straße- 31. . Die Reichsatisstelltmg erfreute sich eines ausgezeickmeten Besuches. Arbeiten mehrerer Künstler konnten verkauft. werden. — --—. ■ , ■- Vom 8. bis 12. Juni einschließlich ist das Jüdische Museum geschlossen. Das Zrkretariat sur Bildende Kunst im Reichsverband der Indischen Kniturdünde erö'tnet im Klub- Heim. Marburqer Straße 5, am 7. Juni eine neue Ausstellung mit 'Arbeiten von Kurt Jansen. Lilli Bl nrnenau und Lotte Hagelberg Tie 'Ausstellung ist täglich von 10 bis 14 Nhr geöffnet. 3onn» abends geschlossen.

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