Mannheim
Compact Memory

Central-Verein-Zeitung · 1936-05-22 · 21 (22.5.1936) · page 8

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
15 (1936)
Issue
21 (22.5.1936)
Date
1936-05-22
Page
– (sequence 8)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
76% known words query
IRI
…/2277379-2278137-2278158--10897-2291063
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

2 entity mentions

ftuffon gehöri ,511111 ('u'MuibH’iii: fjir die .mcinilci; hat _ 'iJlar W 0 w alsli .nernbe .üiiiCu'rlirdc'r geschrieben, die die minder mul) vl>ne glnvierbegleitnng der Nulter nn-gen löimen. Tür die Größeren, für die ..Büiidn'cheii" hat -HindeiniNi schau seit Jahren bir- -,,3 iiuii und 3pii'luun'i(on für den Laien" veränentlicht. Hier löiiiien siel> Tbcgc bahneu für die. denen die, klassische und romantische Wrmiiiimiiuüüitrrrttiir vertraut, und zu Hause nneiubehrlich wird, die aber trolidem auch ihrer zeitl-jinb'sjselieu Knnit 511 folgen wissen. ■ in kann sich ein Tücg bahnen, fultiirelle? Gut zu ivaliren- und durch Aimtft Arcudc ,311m Leben zu- Kulturelle Veranstaltungen in Berlin und im Reich Ter Berliner: -U. 11 1111 r b 11 n d eh v r ist unter Berthvld 2 a n d e r s Hand ein - gefügiges, ausdrucksvolles .Instrument geivorden. Tiesinal horie ich eins der späteren .llvnzerte.iiiid es.pt mit’hr . soliderer Geiinglnimg feitznilellen. das; nicht nur -, bei' den ■Premiere», sonder» auch bei - den. „Reper-- tvire,"-Wiederhvl>iiig'en das hohe 'Rivenu, die-Bereit- ■ schuft ,511 intensiver Erfülliiiig des Gesungene» gctvahrt üt. Tie Onnlitäteii des Ehvrs und seines Leiters bedürfen keines neuen, detaillierten Lobes mehr. In einem hat Zander von vornherein leichte Arbeit: er hat wunderschöne Stimmen zur Berfügüng. Plan freut sieh, auch einmal sotistisch 511 ■hören: den vornehmen Geinngsstil Thea 1* r a n dtS , Hilda L iji d , deren Organ einen eigenen :>ieiz. proste» Ilnitanp und höchste Leichlipteit hat, und die mit besonderen Beifall hatte, M'cirlha .Trost, die, den Part der erkrankten Susanne Loeivenstein ansprechend saug. den lockeren Tenvr-Nurt Kahns. Ii» indischen Teil siel die feinsinnige Bertvnunp' einer der 2'mirvlh von Dhmvn/t. das sehr stiinuiin'ihsvvlle Wiegenlied, , von W i d e t: l h gesetzt. die großzügig und esieltvoll hinpehanene Ho.rra linb von dem Kiillnrbnndtrvmpeter P e I r n s cl> t ,n durch, - die überall abseitige Harmonik ans, n>äl>rend mir «> l a d st e i n S a» sich ivirtunpsvolles 'Völlslied bei der Tolislcnbegleitnng fvntrapunltiscli all,',» beladen erscheint. Biit sapeltnieisterlickieui hck.au spielt Hans M a r g 0 - linsli, beim "Bierhändipspiel unter Milmirtnng Von Heinz : Abend zciglc wieder, das; die Vhorkoiiserle ,311m Besten gehören, ivas da? innsikalische Propra» ,'i >11» r> 0. 'J.i; a I e hat 1 .pultnrbnudes heute L. V. 1 'lieierat zu bcpinnen: „Bei VT e i I saud . . . statt", und anpesiclits diesespeivis; cinzigarligen .subilänius idenn welihe 2er:e von Hanslvnp rlen ckann diesen ..Rekord"-brechen h haben ckvir der grvsszngigen Beränitalteriu für wert- und mühevolle Arbeit zu danken namens der Hörer, der Künstler mit» als Kiilil. die sich beiden rnp verbunden iveiit, T r: Haus A ackcki a » pab am Kvnzerlaöend das rückickia.ueude Referat über das bisher buckeistete. 2ipberi 2 lein s e l d sang ausgeglichener als -sonst, seine sehr selione Stinnmdnrclimas; ihre» Bereich cknit bemerckenswerter ckAühclosipleit. ibobei das Programm seiner Bepabunp weit entpcpenlam. . Tie- Sopranistin Je»»;, H »ui, itheint nick» mit ein er. sondern »ii! niehrerei; 31inxmcn z» singe chen der glnnzvolle» W»cl,t der- Höhe, di e allein Tbirliiiig nnd Beifall »»-slösl. ie heslelsi keinerlei verbindender «lebe; gang, ivas beipuher s dadurch fülckbar wird, das; Miilellage Ivnlvs lind brüchig i,'l. ll. >r raditales teck>nilck,es Ihnlernen die -sehr v ielverivrecliende Stinnne der in der Geilnli! nng: lei'hni! enipjindenden Sängerin t l>,; l? Begleit mii, imt eigenllich;i wirllick, -iiberze n find offenbar seine Domäne. n ienem derben aI-fmseo-2til. der Berdis'S Tbeißlinift eigen aliwnnli inge,, nnd llnsieherheilen imi: achte. A. Tw ü 11 l l 11 r b n 11 d seiner Heimalstadt Breslau sprach am •">. Mai b 111 a 11 11 e l Im 11 l'» 0 r i 0 11 über ..Tas iabntirrende .Hrael «Hüui Jahrtausende im 2piepet jüdiietier 2apen und Pkärehenl". Ter Vortragende ilizzierlc an Beispielen die Wesensart des indischen Märchens im.Berpleicki ,51 NN aralnieheu.-indischen und deutschen Mnrchen der Bruder' Griniin und arbeitete seine rekipiöse Grund-, tape heraus, die es von allen anderen nationalen, 'Niarckuni unterscheidet, thitsprechend ist der' Hnliatt der indiickien 2ape'.sait im'mer Bibelauslepunp- und erklarnnp. b niauiiel bin , tvorion vermittelte 2apen und" Märchen in schlichter, ansprechender Tori», die >l;re 'cktleisheit und iarbiize Bielfältipkeit, zeiple. Ter r'lbend wurde 311 einer Teierstunde, die deii panzen Peiclitnm jüdischen Geistes und jüdischer bckhil zeipte. biebn. T"> Tübischrn -it u l t u r b 11 n d Dresden wurde der ck-'>. Todestap Gustav Mahlers dadurch bepanpen. das; ans seinen erschütternden schmerzlich - iüs;en „itindertotenliedern" und seinen „Gesänpeu ans der Tugendzeit" eine schone ■ Auswahlvon 2usaune Loewenst e i n lBertin) /mit . ihrer herrlichen, dunkel lenchtenden 2timme tief empfunden vorpetrapen wurde, /wei Gesänpe von Gerhard Gvldschlap überraschten die Tresdener Plnsikliebhater durch warme Blelodik und einen farbipen -Nlaviersah, den Walter G v l d m a n n als Beizleiter voll zur Geltung brachte. Benierfenswert für die Dresdener .ltunstpemeinde war das erstmalige Auftreten deS L e i p ,3 i p e r holl e p i ü in M u s i e 11 m, das. mit der gliten Geigerin Mirjam H u 11 s e r an der Lpitze, sich als ansehnliches Liebhaberstreichorchefter vorsteltte und seinen; Leiter. Barnet Licht, alle Ehre niachte. einem ('oi-uvrto-jjrosso von Händel und im l'-nic,ll-üoiizert von Bach für 2treichorchcstcr und -Ulavier — Tanja Tunser-Urq spielte nüt hohen Tualitäten den 2oloZwrt -- zeigte sich ein prundmUsikalischer Impuls der 2pielerpemeinschast. E B. Anlasilich des MO. Todestages des cktomponisten gaben drei frankfurter Tonkünstlcr einen Schumann-Abend. Ter Baritonist Haus A s s e >1 ii e i m sanp mit gepslegtein Material und guter Grsassung der Ttimmung die „Tichterliebe", ckhillh 2 a l v;u v i;, der auch trefflich begleitete, spielte mit Alice A ose n bäum vierhändig die „Bilder aus dem Lften". , G.Srh. An einem ltammerkiiiistabcud, der j ü d i s ch e n Tonkünstler interessierte die Lvpranistm Bettina T e i t l e r durch ansprechendes, gepflegtes Platerial und gut disponierten Bortrag. Tie, Geigerin fränne Lchmuckler musizierte beifallsivurdig mit dem gewandten .Klavierspieler Han» Toachim B ö h in . und die begabte Lchauspielerin Lein S t e i n b e r g rezitierte eindrncksvoll persische, chinesische und'griechische Lhrik. Das Hlavierpuartett yp. :)0 von Berthvld Gold f ch m i d t, daS im Aahmen des K u l t u r - iw! » des chräfenticrt wurde, zählt nicht zir den besten Arbeiten sdeS talentiertei; tlomponisten. Goldschmidt macht hier seine Tonsprache problematischer als sie den; Kern seines Wesen? entspricht. Er ist im Grunde ein frisches Musiziertalent. das sich diesmal etivas künstlich der Bokabulatur der Ploderne bedient. Mit großer Tisziplin und Beschwingkheit, an der die Pianistin :■ Lilly .® d) w a r z - A! a ti e r h v f e r entschezdenden Anteil hatte, lösten die Streicher Ernst D r u ck e r und Arb 2 ch 11 n e r die beglückenden .Uräite de? Trios li-ckuc von Ptozart. Ten Abschluß bildete Tschaikoivslis mit vchementen; ^chivung gespieltes Trio np. 50. Richard Karp fügte sich dein Eniemble im ersten Werk als Bratscher angemessen An einem siammerminilabend des Kulturbundes Rhein-Main stellte sich der Bratscher des 2treichpuartettS, Richard H arp. in der biedermeierisch gemächlichen Munk der 2onäte für Viola, und Klavier von Dittersdorf Gnsemblekunst. A. H—e. Sprühende? Temperament. Anmut, farbiger Anschlag und blendende Technik sind die Bvrzüge der Pianistin Heida Holde, die in; Rahmen der Kölner T >> d i s ch e n lt n n fr g c m e i 11 - f ch a f t' ihr Können in Werken von Mendelssohn-, Busoni -nnd Liszt unter Beiveis stellte. Ter , Geiger- Ernst D r n ck e r darf ernste künstlerische Arbeit an der »veitere» -.Entfaltung seines Talentes für sichin Aiispruch nehmen/ BUt ansgeglichenein' Ton rind feiner Abgeslimintheit des Spiels brachte -/er. .von' Heida- Holde begleitet. La Tolia von Eoxelli-Löonard fvivie kleine 2tiicke von Pngnani. Trancoenr nnd de falla. T" llc- «neinsamem Musizieren erklang in erfrischender Lebendigkeit Mozart? 2onate k-ctur Ar. 7 für Bivliue und Klavier. Beide Bortragenden ernteten stärken Beifall. Unter der Devise „Bunt nnd Heiter" setzte Elaire f e l d in a n n (Tcldern) den Mitgliedern des Jüdischen Kulturbundes Rhein-Ruhr-: ein Menü vor, da? für jeden verwöhnten Geschmack etwa? Bekömmliche? zu bieten hatte. Ob sie chausoninert oder parodiert, ob sie „svngt" oder rvuplctiert. ob sw steppt, einen unnachahmlichen .,Ta»lihäiiser"-Tvr am Klavier jazzt. über den Weg der pfeifenden Tohanna ihre verloreugegangene Rhapssche Liszt-2vdie sucht und wiederfindet — immer wieder sprudelt sie eine wahre Kaskade von Musikalität, Rhythmus, tollen Einfällen voll Trvlerie und 2charme hervor. Wie kaum eine Zweite versteht sie, ihr Publikum. daS ihr mit tosendem Beifall dankt, in angeregtester Lcume zu erhalten. . — yo— In; T"dischen K u l t u r b u n d Düsseldorf unterhielten an zwei Abenden , den vollbesetzten Tbach-2aal Mar Ehrlich, da? Mädel mit der Harmonika Eläre Arnstein und der Pianist und Bortragsknnstlrr Hermann' Ludwig 2 ch l e - s i n g e r. Ehrlich? Kopien bekannter Künstler find wahre Kabinettstückchen. Eckaire Arnstein, die selbstverfaßte Chanson? vornehm und scharmant auf den; Akkordeon vorträgt, möchte man noch ein kleine? Mehr an Temperament wünschen. Schlesinger unterstützte musikalisch nnd schauspielerisch den Abend. Die Aufnahme aller Tarbiekimgen war ungemein herzlich. -//('.- Höhepunkte eine? genußreichen Konzerts von Joseph und Boris Schwarz in Karlsruhe i. B. waren die Kreuzer-Sonate von Beethoven. deren Wiedergabe durch die beiden Künstler eine besvndere Leistung darstellte, und die Suite op. 11 von Korngold. Joseph Schwarz, den man in Klavierstücken von Chopin al? musiziersreudigen, Klavierspieler von eindrucksvoller Tarstellring kcnnenlernte. und der Violinist Boris Schwarz mußten für die lebhaften Bcifallsbczeigungdn des Publikum? durch mehrere Zugaben danken. 8tg. T« Bruchsal spielte der 14jährige Geiger Gerhard Ka nd er (Karlsruhel. der eine recht beachtlickie Technik und Reife bewie?. Käpellmeister Kurt Stern (Karlsruhe) begleitete verständnisvoll. ' H. R. Hermann S'ch e y (Berlin), wartete in Kassel mit einem künstlerisch besonder? wertvollen Programm aus. mi't Liedern von -Brahms. Schubert. Mahler und Wolf. Den Höhepunkt bildeten die vier ernsten kNe'sünge von Brahms, in deren Klavierpart. ebenso wie in der vrckzeftrale» Begiciti»;g der Mahler-Lieder sich John Mandelbrod (Hannover), bewährte. Tn, Hamburg gab es einen Trivabend mit , Anni Steiger (Violine), Tr. I. Sakvm Die neue künstlerische Leitung /'au linicnm -Cx'it her .,l>li'nat?bUiItcr dcs Tüdi;clici; -Unlturbimbe-:- Berlin E. B-" Verviieiitlicl;t Tnkeiidaick Tr. Kurt 2 i N g c r die scckgcnden Abschicdswvrtc: R 0 s e 1; st 0 ck und T c ß n c r verlassei; Berlii; u,;d damit den ^Kulturbund, um -chrenvvllei; Berufungen in? A»slä>;d Tc'lge zu leisten. Tic Arbeit dieser bcidei; Biänner ist so stark und lveiei;- hait mit Leistung und-Erivig ,inneres Theaters ■ verbiiiideii. daß ich im einzelnen ihr Wirken hier nicht kennzeiehnei; iniiß. .Wirbegüngpn'uns, mit -, dem Geiieratdaiik und, der Teststellnug. das; die A-usbanär-beit". von Rosenstock und Tetz»er nickit vergessen ivird. Unser Wniileh ist. das; ai-ich ihnen - der'Berliner Kuttiirbnnd eine erhebende, .sreniidckichelmd dauernde Eriniieriiiig bleiben, iiiöge: So verabichiedeii wir nn? mit her,pick,ein „Gluckans" vorläufig von üivsenstvck . und Tesiner,. - . liniere Arbeit aber geht lüekenlvs weiter, T-r:i: W i ft e ii übernimmt von; l. d;e Oberfpielleitnng des Schauspiels: er bleibtgleichzeitig dem tznseiiible als Schauspieler erhalten. Hans Wilhelm Steinberg.'bis I'-'-ick Generalmiisi-kdirektvr der Stadt Traiikfurt a. Bi., den Berlinern kein Uiibekaiinter als Gast an; Pult der Staatsvper, übernimmt ii; der-konunendei; Spielzeit die Leitung der in; Kulturbund anfzusühreiide;; Oper,; sowie der Direktion der repräsentative» Orehesterkonzerte. Ra eh Absolvierung ei>;er Konzertsrrie, an der Spitze des H»ber»;aii - Orchesters in - Palästina, tritt'Steinberg den; engsten Stab der künstlerischen Borstäiide'de? Kulturbundes bei. Hin Angnst ivird er sich den Mitgliedern in eine»; Svnderkvnzert erstmalig vvrstellen. Berthold Sander.' der Ehordirektvr des Kiittiirbiiiides. - steht im Einverständnis mit der Tubnidanz und mit Hans W. Steinberg auch iveiterhin als Opern- . kapellmeisler zur Berfügnitg. (Bioloncello) nnd H. W. S te i n be rg «Klavier>. ES sind drei Künstler, von Rainen lind Rang, die sich an diesen; Abend znsainnieiigetaii hatten. Sakoms Spiel hastet keine Erdenschivere an. für ihn gibt es keine technischen Schwierigkeite». und seine' Musikalität ist bezivingeiid. Die gleiche Charakteristik trifft auf Steinberg zu. dessen ungeinein belebende? Spiel besonders zu rühmeiv ist. Anni Steiger führt ihren Part technisch und nuiiikalisch ausgezeichnet ans und ließ lau,;; einen Wunsch /offen. T» vollendetem Zusammenipicl kainei; Werke von Beethoven. Scknnnani; nnd Brahms zum Bvrtrag. Die Wiedergabe des Schnmannschei; Trios in <I-inoII wurde die Glaiizleiftnng des Abends und der Beifall ivar geradezu stürmifch. A. Tie Kiilturkommissioi; Bremen veranstaltete mit zivei Essener, Künstlern einen Kleinkunstabeiid. Käte T r 0 hsi ui; zeigte sich in einen; teils ernsten. teils/ Heiterei; Programm, , als vielseitige Künstlerin. Wer>;er 2 ch ii l e r begeitete mit großer Aiipassniigsfähigkcit und bot anßerden; einige Solostücke'. Die zahlreichen Zuhörer danktci; mit starkem Beifall. Den Mitgliedern des T"disehei; Kulturbundes- Hallea. S. bereitete die annnitige Beatrice T r e n d e 1; t h a l - W a g h a l t e r einen. gennßrcick)cn Abend. Lev S ch ö 1; b a ch ivärnviedcr ein auf alle ^einheitei; eingehender Begleiter. Jüdischer Kulturbund Berlin. Al? näckiste? Werk kommt „W i e » e r B l n t" vv>; Tc'lw»n Strauß in der Bearbeitung und T>'izk»iernng von Tr. .Kurt S i 1; g e r ii'nter der »iiisilalischen Leitung vvn Bcrth.vld Sander heraus. Dela Lipinfkaja tritt nur Riviitag. ü.ck. R!ai, in; Berliner Lachsaal ans. Tür den Mai gelöste Karten müssen gegen solche für dei; Mai in den Borverkanssstellen nn;gctanscht werden. T>> ll e t i k v 11 (2ck,wei z) ivnrde das früher sehr . belichte Kol n i d r <■ i» der Brnchickiei; Bearbeitii»g gebraclst. Dasselbe Konzert bol noel, den 42.'Psalm in der Berlonung von R! cm; d e l ss 0 h 1; und den viel ,zn ivenig bekaincke», ,-ck./tzsai>:;. de» Brahms für dreistinnnigen Traueinyvr und Orgel gesetzt liat. Erich Wvligang K v r >; g v l d hat für ben ersten amerikanischen vVr» -Kiepnra T>in' ..2riienr uns die Rack,!", der in W i e n zur I! 1; » » f t u I) - r „ 1, g lvminenMvird. Teile einer lnrückien Oper „Rvineo nnd^Tulia" komponiert, deren schönste Arien Kiepura in diesem Tnm singt.- Eine englisclie Tirwa ivird mit Richard, T a ii - be r eiiieii Opernü-lm „Bajazzo" - drehen, denen, VI nfienanf imlnnen in den Pn rennen hergeite^ll werden. Tauber ist dabin scl>on abgereist.. Da Opernfilme bisher ivenig gegluckt und. ioll di-eiec Ti ln; iiael, ganz nenen vn-imdiaben arrangiert lverden. . Die Handlung wird in der ckstene verändert. das; der blinr-iinstige Verismus des Originals ziigiiniieii pjiicnologiickier Bertieinng zuriick---- - treten ivird nnd Tauber anck, einiges singen ivird. ivas i>r,'pr>mglicli mclil zu seiner -stöbe geböri. Es ist interessant, dal; der Kiinnier ckne ganze v,»- rickitiiiig uberivackien ivird: den» Tauber in nicku nurdzr 'gröste'Sänger, ivndern ■allgevien,!-iiuiii- , kalisch »ngeivvlmlicb veriier!-. was sclioii dndnrck, znin Ansdrnck lomnit. das; er zn seinem übernächsten T oiiiiliii ..Das Land vline Rhistk" Pvei Lieder eigener goiiivvsilivii beigeNen/rt bat. Svnst ivird diese Tckinnmstl vvn,Oskar S l r a >1!> gescl,rieben. - Die „Rene Treie Preist-" iebveibt ans An!a'; der Wiener Premiere vvn Gitta Al pars „Du-, bärrv"-TUn> über die Dangeri» n-.-a.: .Sie 'vielt - lind singt in englliclier Svraelie. die ire bereu? erstaniilick, gelaniig nnd geiclnckl beberricbl. Vor allen; ivirkl i>e als Dangerin. Türe vollendete,. Teckmil, ilire lierriiclie Kvloranir, ilire berübint seimniTiolien'^Dlckic Tiiumem iind iaici-n-ieren in der meebaniiclie>i V.-iedergabe liera»? so ivie voi;, der Bicline herab. A'ebei; ihr fein irgendwie beachtenswerter. inckerenanier Darsteller." , Anv 22. Viai '.»dei die-W i e n e r Vrennere de--- Richard O s;v a l d Tilins ..Heul;'l der schönste Tag in -meinen; Veden" statt. T" de» Hauptrollen: Tvieph Schmidt in der Doppel, rolle eines Overnsängers und Zirknsclowns, Jelir B r e s s a r t und Otto W ack l b n r g. Harri; B a n r ist für ,eine der Hauptrollen de? neuen französischen- Großfilms. „Homm^s nouveaux“ iulci, dem bekannten Roman von Claude Jarr«>re verpflichtet worde,;. Die Tilnigesellschast Paramonnt wird einen ,.C a r inv 11"-T > l n; drehen. Sie hat sich dabei der Mitwirkung des gesamten Philadelphia Sinfonie Orcheslers unter S t 0 k 0 w sk i versichert. Franz Molnars Legende ,,Das Wunder in den Bergen“ Uraufführung in Budapest Merkwürdige Wandlung: An? Budapest, dem ckriickilbare» Crportzentrum der eleganten Tialvg- ,t>icte. der Gesellschaikskomödiei;. der Operetten, koiunck iienerdings. ii; üppiger Bielsalt und vvn reionaiizkräitigen; Eriotg bereits in die Länderanck, über den Ozean, getragen, das montunentale Draina. Da ist Herczegs großartiges historisches 2ck,anspiel „Pelöiis -Julia"-: die dunkelblaue Roinaistik des -..2lummen ,Ritter" von Heltai. jetzt 'Molnars Mirakelipiel. Es ist reckst beachtlich, daß Molnürs Legende, bereits ckl>U2 sertiggestellt. dainals lvegen ihrer „Zeitsremdheit" vom Autor ziirückgeliallen ivurde. jetzt jedoch eine geradezu eleinentarc Durckiichlagskrait erweisen konnte. Ist dies, in Enrovas recht labil gewordener Kultur- 30111'. die Tnickst in die Besinnung, die sich in dieicr -r'-andiiing-demonstriert k „Das Wunder in den Bergen" ist die Antwort eines Dicisters ans die alte Trage „Was geschieht, ivenir anc recht" haben nnd"/? doch leinen Auslvcg gibt/" Der die Trage stellt, ist der — man möckste in; Tbeateridivm sagen: der routinierte — Drainatiler '.stloliiür. Hat die Dienslinagd Cilli ibr linclielickies Kind gelotet, dei; füiisjährigfi; Siinvnst Der Knabe ist verschnstinden. Indes fand man in; nahen Gebirge Btutspuren; blutige? Kleidungsstück, das zweifellos dem Kind gehörte. Neberzeugende Verdachtsgrttnde sprechen gegen Cilli. Mai; erzählt sich im Dorf — sie selbst sprach, e? gelegentlich aus daß da? Kind ihr im Wiege sei: denn mit dem unehelichen -Simon heiratet sie der Dorflehrer nicht. Sie aber möchte nicht länger Magd sein: sie möchte die geachtete Lehrerssran werden. Am Tatort war sic häufig mit dem Kind gesehen. wordsn. Auch andere Tudizien werden znsammengetragen. Dann wird sie verhaftet. Aber sie leugnet. Zeigt nnverhüllt-den Mntterschmerz um da? verlorene Kind. Jst's Henckzelei? Ta ist auch der Pater des Knaben: der Bürgermeister. Ein Mann von hohem Ansehen. Zu ihm nahm Cilli Zuflucht, als der furchtbare Berdacht gegen sie laut wurde. Er konnte die Verhaftung nicht verhindern. Vtmt aber regt sich fein Gewissen. Er offenbart sich feiner Tran, und wir vernehmen die Wahrheit: Richt Cilli hat da? Kind getötet, sondern er selbst, der Vater. Würde man ihm jedoch glauben, daß e? ein verhängnisvoller Zufall war? Daß auf einem. Spazierritt plötzlich da? Kind anftanchte. Steine nach ihm warf, er mit einem Steinwnrf den Knaben ivegschrecken.-wollte, ihm jedoch eine iöblicijc Kopfwunde verursachte? Er sieht seine Stellung, seine Existenz bedroht — und bleibt stumm/ - In der Verhandlung beteuert die Angeklagte ihre Schuldlosigkeit, die Mutter betet, hofft, jammert, schreit auf. Niemand glaubt ihr. Der Gerichtspräsident redet ihr zu. ein Geständnis abzulegcn; sie;verde dann wahrsck)einlich mildere Richter finden. Sie aber weint — und hoiit noch immer, obwohl keiner in dieser schicksalhaftei; Verstrickung einen Ausweg sielst. „Ulk;? fibcr geschieht, wein; alle recht haben und es doch keinen Ansiveg gibt?" Der Dichter Akolnür Jhier all dp» Ticht-V d»? Lilioin erinnernd. Wahrheit leuchtet von der Macht des Glaubens, Vvn der Verheißung de? Wunders. r. prägt die Antwort. Das Wunder geschieht. Der Tremde. ein Pater mysticus, zeigt die Stelle, bei einem Rosenstrauch, wo der Bürgermeister da? Kind lxigraben hat. Jude? vergrnb er einen Sckxi«toten. Das Mirakel vollendet sich. Der kleine Simon lebt. Erschüttert sehen wir seine Aisterstehung, indem nn Dichtcrwort die ewige Reue Schallplatten: Columbia bringt eine neue Hube r m a n - Platte: einen Wal,zc'r vv>; Chochn und ein „Moineu!, musical“ vvn Schubert. Der Pianist Gicseking spielt, begleitet vom Wiener Phi lharmonisckien Orchester unter Bruno W a l t e r . das K-i-ckur-Konzext von Beethovel;., da? Lcner- Onartett. 'da? a-moll-Oiiariett desselben, Meisters. Bei ..Mis Masters Voi.ee“ ist S ck, ö n - b e r g 4/ Streichsertett „Verklärte Rächt" durch das aMmi;ea;;apolis Sinfonie Orchester unter Orinandi, zu hören. Grammophon läßt Artur Schnabel mit dem zweiten Klavierkoizzert von Brahms, hören, unter Z'lisistenz de? 'Britischen Rundsunkorckzester?. das Adrian Bvult leitet. Be; derselben Tirwa spielt Pehüdi Mennhin >>ut seiner SckMestcr Hefziba die bekannte Bivlinsvnate von Cesar Jranck. Bruno Walter dirigiert L'Vagners Siegiried-Jdbll «Wiener Philharrnvinkcr). Die Plarke B i e t 0 r bietet u. a. eine K i p n is-Platte mit Arien-ans Rlozarts ,.E»lführ-iing" und „Ztiuberslöte". eine nenerliehe Wiedergabe von M endet s s oh»? Hebriden-, Lilvertnre Unter Bonlt. das 4. Vie»xte,»ps-Koiizert. da? Jafcha H e i f e tzgeigt, von; Londoner Sinsonieorcliester unter Barbirolli begleitet. Bruno Walter dirigiert hier Wagner? ersten Walkürenakt l'nit Lotte Lehmann, Melchior Und- Emanuel List (al? Hnnding). Der Jüdische Musikalienkatalog, ziisainmengestcllt -von Julin? Lachs (Verlag Tu'rob Brandeis. Breslnnl. bietet die erste hi-infassende Gesamtznsammenstclliing vvn Originalivcrkei; und Bearbeitungen von Juden. Damit ist nicht nur ein Nachschlagewerk entstandenr-das-jeher im indischen Ahisiklebeii Tätige braucht und bisher vermißte. sondern darüber hinan? sind an? dem schmalen Bändchen ^zahlreiche Anregungen und Vorschläge für eine Programmgestaltung zu entnehmen, die da? Jüdische in möglichster -Vielfalt zeiaen will. Da e? sich um eine „Gesamtansivabl" hcriweltDlMte-tsteKeicht ohne Not mäncych^rck^- den; sehr umfangreichen Teil gar zu billiger Malonmnsik. die >vir nickst hören ivolten. weg-, bleiben können, ivährcnd Hugo 'Adler mehr Crwähnunq verdient hätte, vor allem die Orgeltoeeata. 'der Balak.. 2elbslversräiidlick, l leibt eine ansgezeichnetc Arbeit anzuerleniieii. die einen; wirklichen Bedürfnis galt. h. A.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.