Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 15 (1936)
- Issue
- 19 (7.5.1936)
- Date
- 1936-05-07
- Page
- – (sequence 20)
- Language
- German
- Belongs to
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Brasilien und Argentinien Die Zerstreuung der Juden über die Erde (XXXVII) ■ ‘ . 'Jiadpv.mf mlnni'u Brasilien Die größte politische Einheit des südämerikanischen Kontinents ist die Republik Brasilien. Dieser Buudesfre.istaat ist etwa zwanzigmal so groß wie Deutschland und hat etwa 37 Millionen Einwohner. Der jüdische Soziograph stellt mit besonderem Bedauern fest, daß für dieses große und bedeutende Land Südamerikas keine amt- . t . .Als ° - A 5 1 L ^1 liche Konfessionsstatistik vorliegt, so daß man lediglich auf Schätzungen angewiesenist. Diese Schätzungen werden dadurch ermöglicht, daß Brasilien bis vor kurzem ein bedeutendes Einw a n d e r u n g s l a n d wart es ist durch seine reichen Naturquellen in -der Lage, Hunderttausende von, Menschen zu ernähren, die an anderen Stellen der Erde noch Not leiden müssen, wenngleich es sich dabei um Menschen handeln muß> die gewillt sind, in ausdauernder körperlicher Arbeit der Natur das abzugewinnen, was für die Bedürfnisse des täglichen Lebens und für den Welthandel notwendig ist. Allein in den Jahren 1926 29 sind in Brasilien . 21 400 Juden eingewandert,. das sind immerhin 4.5 Prozent aller Einwanderer, die überhaupt in dieser Zeit in das Land gekommen sind. Wenn - man für bi e. ©egen war t die Zahl der Juden Brasiliens mit etwa 4 5 000 bis 5 0 000 ansetzt, so ist dies, eine Größenordnung, die kaum zu hoch liegen dürfte. Die Quote bleibt trotzdem sehr niedrig: es kommen etwa 12 Juden auf 10 000 Einwohner. Auf Grund verschiedenartiger Bestimmungen, insbesondere im Hinblick auf weitwirtschaftliche Krisenmomente, ist seit einiger Zeit der Rahmen der Einwanderung so eng gezogen, wie dies im Interesse auch jüdischer Auswanderungswilliger sehr zu bedauern ist. Eine Ueberwindung der Krise wird auch hier einen Wandel schaffen, und es ist damit zu rechnen, daß zu der verhältnismäßig kleinen Zahl von Juden aus Deutschland, die seit 1933 ins Land gekommen sind, noch eine weitere Anzahl kommen wird, die in dem von der Natur so begünstigten Lande eine neue Heimat finden. ' Die größte jüdische Geiüeinde Brasiliens iit in R i o d e J a n e i r o, wo die Juden in Handel und Industrie eine geachtete Stellung einnehmeu. Eine höhere jüdische S cki ul e, eine Ainalil klinkt Institutionen'und auch indische E > n w an d er c r - B e r n tun g s n e l l e i, zeugen ■ non dem Zugehorigkeitsgefühl der dortigen Juden znin Judentum. Größere Gemeinden sind iveiter in San P a o l ö. dem brasiliaiülchen Jndn'striezenlrnm. , - und schließlich in P o r t e A l l e g r e. - v Eine große Anzahl brasilianischer Inden, lebt nicht in Städten, sondern aus dem La n de..' Tie Zahl der Inden, die von landivirtschastl-ichen Bernsen auf Farmen leben, ivird sur die Gegeiiwart nicht iveit von 8000 entfernt sein, lim die landwirtschaftliche Siedlung hat sich besonders die Indische Kolonisations-Gesellschast (JCA) verdient gemacht. die bereits seit mehr als drei Jahrzehnten immer wieder neue Voraussetzungen für die Ansiedlung landwirtschaftlich tätiger Juden schasst. In kultureller Richtung sei noch erwähnt, daß es drei jüdisch e" Z e i t u n g e il - i n der portugie s i scheu Landessprache gibt lind . ferner drei Tagesb z w. W o ch e n - Zeitschriften in j i d d i s ch e r S P r a ch e. Die Mehrzahl der heute in Brasilien lebenden Juden sind A s ch k e n a f i m, insbesondere osteuropäische Juden, die nach dem Kriege zngewandert sind. Es gibt aber in e i n z e l.n e n S t ä d t e » noch s e p h a r d i s ch e G e m e i n s ch a f t e n. deren Angehörige die Nachkommen von Juden sind, die vor mehreren Jahrzehnten aus dem Mittelmeerbecken nach Südmnerika gekommen sind und in geringer Zahl auch die Kindeskindcr von M a r a n n e n, die nach ihrer Einwanderung zlnu Judentum zurückgefunden haben. Argentinien Der zweitgrößte Staat Südamerikas ist Argentinien. Die Zahl der dort lebenden Inden ist li in e i n B i e l fa che s höh e r als in Brasilien. Auch Argentinien ist ein E i n >va n der u n g sla n d par ex eile nee. Die ersten Juden kamen vor etwa 3<X> Jahren ins Land: es waren Ma ran neu , deren Nachkommen sich jedoch in sehr weitem Umfange mit den Eingeborenen vermischt haben sollen. Mitte des 19. Jahrhunderts kamen Inden aus Mitteleuropa, aus Deutschland und aus England ins Land, später aus Frankreich und neben diesen a s ch k e n a s i s ch e n Gruppen sefardische Juden aus den Mittelmeerstaaten. Ans dem Jahre 1890 wird für ganz Argentinien eine Zahl von weniger als 1000 Juden angegeben. Es beginnt nun allmählich die osteuropäische Einwanderung einznsehen. Um die Jahrhundertwende beträgt die Zahl der Juden in Argentinien etwa 25 000, die Einwanderung steigt seitdem immer erheblicher. In manchen Jahren brachte die ostjüdische Einwandernngswelle 15 000- Juden ins Land, im letzten Jahre vor dem Kriege waren es 11 l>00 Personen. .Während des Weltkrieges ging dann die Einwanderung sehr stark Ti LUPfa •■■ui V£/V^ I URUGUAY zurück, aber im Jahre 1920 übersteigt sie bereits lvieder 2000; 1921 verdoppelt sie sich aus Uber 4000 Juden lind verdreifacht sich schließlich 1923 aus 13 7O0, eine Ziffer, die einen Höhepunkt dieser Jahre darstellt. In den Jahren von 1904 bis 1928 sind nach amtlichen Unterlagen über 145 000 Jiiden in Argentinien eingewandert. das sind nahezu 4 Prozent der Gcsamteinwanderung in dieser Zeitspanne. So erklärt es sich, daß die jüdische Bevölkerung Argentiniens seit der Jahrhundertwende sprunghaft gestiegen ist. Für 190S wird eine Zahl von 70 000 angegeben, f ü r 1 930 w i r d die Be - standszahl der jüdischen Einwohner des Landes mit 250 000 angegeben. Leider kann die Zitier in diesem tvichligen Laude durch eine amtliche Statistik nicht bestätigt werden, weil Feststclllingen über die Kvusessiou durch deu regelmäßig wiederkehrenden Eensus nicht getrosten werden. Bis 1 930 hat. die Zahl der Juden Argentiniens' einen iveiteren Zmoachs erfahren, da auch Juden ans Deutschland nach 1933 ins Land gekommen sind. Unter Berücksichtigung des Eigen- Zuwachses der Znivanderer der letzten dreieinhalb Jahrzehnte wird man für 1 93 6 eine Zahl von rund 27 5 0 0 0 I »d e n i n A rge n - t i n i e n anietzen dilrsen. die linier der Gesiimtbevvlkerung des Landes von etiva 11 Millionen Menschen eine Quote vou 2.5 Prozent darstellen. Der größte Teil der argentinischen Inden lebt, in der Landeshauptstadt, i» B u e n v s - A i r e s . an der Stelle des Atlantischen Qzeans gelegen, wo der Rio de la Plata sich ins Rleer ergießt. Die Zahl tter’ jüdischen Bewohner der Stadt, die säst 2 Millionen Einwohner hat. wird von Eingesessenen ans über 150 000 geschätzt. Das würde bedeuten. daß in Buenos Aires die jüdische Volksschicht etwa 7.5 Prozent in Anspruch nimmt. Die 2tadt mit einer jüdischen (öenicinschrst. deren Größenvrdnung von derjenigen in London. Berlin oder Paris nicht iveit entfernt ist. blickt aus ein reges jüdisches Leben. Nicht nur daß Svnagogen vorhanden sind, was sich von selbst versteht, sondern auch eine große Anzahl sozialer Einrich- - tlingen ebenso wie .kultureller bezeugen den Ge» nieinsi'bastssinn der Judenbeu von Buenos Aires. ^Kulturelli'l bedeutsiun. daß ein? g-.v'ze Anzahl. 'l u-d >0 el'-e r 2 0; n l e n . von der Laudesoanvtßadt ans orz.u.niien. über das Land verkeilt i u . es öllor ■auch. Dck'.nlen. in denen dielielrä- - i i cli e 2 v r a ä: e n e l' e n d e r ' p a >i i ' äi e n ' Lande s i p ra et, e. gepflegt iv> B. Daß sich bei der ackeren lneneraiion die . Mnt.teriprache des größten Deiles der Eimvandere-r Ins zur- Gegenivarl^ erlialke» Hai, nanilich d a s I i d d i s cki e . sei am Randz verinerll. In diesem Zniammeiihange ' isi.'.es Dnierenant. daß' allem ''» Buenos Aires »dben zn-ei Taaeszeilmigen anch einige 2öochen- . . schrillen in. o.ddi'elier 2Prack,e.. erscheinen, daneben gibt, es an.!, iiidische. ZeNliligen iii der, spanischen , 'Landessprache. ' Außer in'Buenos Aires bat '>! o i a r i o eine große ■'induche .Gemeinde, aveilerlnn vordoba. 'Aneh in Stadien niäil 'iveit ab von den Kvrdillieren. nniveil der eiiileniielien Grenze. leben Inden. . so znm Beispiel in M endo za. Selilienlich sei noch eru'älml. daß anch in 2 a n l a F 0 . m T n - cu inan, in E oneordia und in Parana sich neniikNsiverle jndliche Geiiieinschasten befinden. Auch in diesen und iii einigen anderen Städten ist das iüdiickie -Eigenleben' so siark ausgeprägt, daß eigene jiidisclie Zeitungen.erscheinen, überioiegend in spanischer Sprache, vereinzelten jiddischer, do^-. ivo'sich die kleineren 2tadte in der 'Nahe von ilMsilössenen 2iedlnngen befinden, sind sie ans die i%\TyT'r i s di e n I n t e re f sei' de r j ü d i sch e n ■ B a n c r.n b e v ö Iker u n g eingestellt. Wenn anä, die.-Mehrzahl' der argentinischen Inden in den Städten lebt, io iii liier jedock, weder der Ansgangspunkt. noch der Brinoeronntl ■ der. jüdisäie» Siedlung in Argentinien. Die Nrait lind die Danerbarkeit der jndisäien iüeineinsckoit Argenriiiiens liegt in der landioirtsä'astlichen 2 i e d I n ii g . die >>'.'! oo» Miron Hirsch ins Leben gernie» ion.rde. als er damals über 25>»o rnssißhe Inden als Farmer anaeiiedell!,at. In den verslvisenen 45 Jahre» in von dieier großen . jüdisäie». 2 iedl>ingsgeielliä>aii das 2 ie-dlungsiverk iininer mehr vergrößert ivorden. ll>,.it. besonderer ' .. Gemigtining kann man seit'le len. daß gegeniv ä r t i g r ii n d 3 5 0 0 0 j n d i s ck> e B! e n s ch e n in den i n d i s ch e n 21 ck e r b a n k v l o n i e r, leben. Das sind rund 15 Prozent aller Inden des Landes. . Bei der ■weiteren jüdische». Eimvan-- dernng nach Argeiitinien nsird liier der '.'liisatzvnnkt liegen inüssen. iveiingleiä, die Bienschen. die..nach Argentinien als Farmer gehe» loollen. an sicki selbst und ihre '.'Ingehörige» hohe körperliche '.'!»-■ fvrdernngen stellen mnsieii. in» der icinverei« Arbeit bei der Urbar>nacii»ng de-.- Landes geioaäi'en Die vorstehenden; Angabe» über die Einioan. dernng ans Qstenröpa erklären bereits, daß d.rs a s ch l e n a f i Ich e Element unter den Judeii Z'lrgentiniens so stark ü b e r n> i e g t. daß snr die Abkömmlinge sEinisäier Inden, deren Borinhieii. - ans einigen BUttetineerländern nach '.'Irgenliiiieu gekommen sind. Ineniger als ein Zehntel der gesamten Jndenheit Argeiitinieiis verbteibt. - . »r. K. ll-r. Auslands -Nachrichten Südamerika-Bücher Ibericus: Südamerika, ein Ziel jüdischer Emigration. Auslieferung Dr. Hirsch, Amsterdam. Zahlreiche Menschen rechnen heute mit einer Auswanderung nach Südamerika. Da wird die kleine Schrift von Ibericus ihnen allen außerordentlich willkommen sein. Die letzten zwei Jahre haben- Beispiele.genug geboten, daß trotz der Ungunst der allgemeinen wirtsckiaftlichen Berhältnisie in den südlichen südamerikanischen Ländern, die außerhalb der Tropen liegen. Argentinien, Uruguah, Südbrasilien. Chile und Paraguay. viele Hunderte aus den verschiedensten Berufen, auch wenn sie nur geringe Mittel mitbringen konnten, eine neue Heimat und ein neues Wirkungsfeld finden konnten. In kurzer . Form und leicht faßlicher Sprache gibt die kleine Schrift Auskunft, unter welchen Voraussetzungen und mit welchen Mitteln man mit Erfolg nach Südamerika auswandern kann. Reisemöglichkeiten. Gepäckbeförderung werden kurz angegeben. Wir erfahren, welckie notwendigen Mindestmittel für die erste Zeit erforderlich sind, welche Berufe die größten Chancen haben. Wer das Büchlein gut studiert, weiß ungefähr, was ihn drüben erivartet. Ein zweiter Teil des Buches unterrichtet über die wesentlichen Hilfsorganisätionen und über die Einwanderungsbeitimmimgen, die in den.meisten südamep,ikanischen Staaten' gelten. Die kleine Schrift kann allen - Interessenten nur auf das wärmste empfohlen werden. Hermann v. Freeden: Tatu kolonisiert in Südamerika. Verlag Wilhelm Möller GmbH., Berlin-Oranienburg. Regierungsrat v. Freeden ist einer der besten Kenner der Kolonisation in Südamerika. Das vorliegende Buch ist der Niederschlag seiner reichen Ersahrnng und verdient die ernsteste Auf- ^mmcksanckei4---nicksi^äi.nr jedes Kolonisators. iou*_ dern auch aller derer, die in Südamerika zu siedeln gedenken. Tatu ist. ein Jdealkolonisator. wie es ihn selbstverständlicki weder in Südamerika noch sonst in der Welt gibt. Tatu isi der brasilianische Name für e>n icknoer ge pan zerles Gürteltier. Der Verfasser will damn andenten. daß auch der beste Kolonieleiter eine dicke Haut haben muß. um sich vor berechtigten uyd unberechtigten Angrifieu seiner Kolonisten zu schützen,' weil ja kein Mensch es allen recht machen kann.. In fünfzig Briefen gibt Freeden die Erfahrungen. dre er mit gut und schlecht geheudeu Kolonien gemacht hat. zum besten. Für die jüdischen Siedler, die sich in Südamerika niederzulasten gedenken, werden besonders die Kapitel von Interesse sein, in denen die Vorzüge der Urwaldsicdlung vor der Campsiedlung geschildert werden. In der Getreidezone erhält der Kolonist heute für seinen Weizen iind seinen Mais höchsteus zwei Drittel seiner Produktionskosten. Auf den weiten Campslück)en Argentiniens herrscht zudem eine ungeheure Heuschreckenplage, die in manckieu Wirtschaftsjahren, wie zum Beispiel 1933 34, fast die gesamte Ernte vernichtet hat. Sckiarenweis sind die schiffbrüchigen Weizenkolonisten vom flachen Lande, den wenen Camps in die Nrwaldkolonien geflüchtet. Im DNtld gibt es Holz in Hülle und Fülle, zum Haus- und Zctunbau. für Möbel und Geräte, salpetriges -Trinkwasser, das im Camp io häufig vorkvmmt. gibt es hier nicht, tiefe Brunnen brauchen nicht gegraben zu werden, im Wald herrscht al'ends erquickende Kühle, es gibt keine Heuschrecken, und statt des einseitigen Getreidebaiies des Camps gibt es hier im Walde eine viel risikolvsere Polykultur. Auch sonst enthält das Buch außerordentlich viel Lesenswertes. Sehr beachtlich sind die 2lbschnitte über die Kolonisation der Japaner. Hier können wir außerordentlich viel über.Vorbereitung und Aufbau geschlossener Siedlungen lernen. Auch was der Berfasier über richtige und falsche Fürsorge sagt, soll jeder beherzigen, der Auslvanderer in sreniden Ländern anznsiedeln unternimmt. Gewiß müsien die Siedler betreut werden, aber man soll sie zu ireien Mensckieu erziehen und nicht zeitlebens am Gängelband führen, weil sie sonst jede Initiative und jede Sck)affenssreude verlieren, Täs Buch ist außerordentlich leicht und saßlich. geschrieben, hin.und wieder..,vielleicht etioafzu leicht. Manchmal möchte man wünschen.'daß der Stil etwas mehr gepflegt wird. 2lder das sind nur kleine Schönheitsfehler, die dem großen Wert des Bnckies und seiner außerordentlichen Wichtigkeit keinen Abbrilch tun. Jeder., der selbst siedeln will oder 2iedler zu beraten hat. muß dieses Buch gelesen haben. Dr. M. M. England Der zurückgetretene Generalgoiiver.ienr von Anitcalien. Sir Jsaae Jiaacs ist in London ■ eingetrviien. . Er wird eine 'Andienz beim..König lialen. S,r Ji'aac Jiaacs >oar der erste in Z'lni'tralieii geborene -G-'neralgonverneiir der Dominions. Bei einer Nachwahl im Kren'e Peckhain erzielte der der Z'trbeiterpartei aiigehörcnde Oanbioat. Leiois Silkin einen Sieg über den konierva-' tiven Gegenkandidaten. Es gehöre», jetzt 17 Inden als 'Abgeordnete dem Unterhaus an. Frankreich Bei den Kaminerivahlen in Fraiikreich sind insgesamt 13 südiickie 'Abgeordnete geiväblt worden. Unter ihnen bcsiiiöeii sich der Posimini'ter im Kabinett .Sarrant. '.>.>! ä n d e l. der Burgermeister von Le Havre. LOön 'IN euer, ioioie LOon B l ii rn. Im BArlilkainps nnterlcgcii ill ber Kolvnialininistcr Jacgiies Ster n. Griechenland Neben dein Metropoliten von Saloniki 'war auch Lberrabbiner Dr. Zivi K o r c tz bei der Bercidignng griechischer Rekruten ann>e>enb. Qtcr.räbl'iner Koretz nahm den Eid der 2on>> jnb'ischon Soldaten ab. nachdem er eine eindrucksvolle 'Anivrache an sie gerichtet hatte. ,König Georg von Grieclieiiland empinig den griechischen'AHviiorärkoiiin! ' in Zagreb. '.'Blado R a d ä. Die griechische Presie berichtet ansiiilirlich über den Emviaiig. . Rada .ist, ein bekaiiiitcr jüdischer Kan'manil in Zagreb. Der Erzbischof von Athen. ' Chnissnstoinos. empfing zum ersienmal den ne»ernanntc» Qberrabtiner von 'Athen. B a r z i l a n. Der Erz-- biichos versicherte dem Lberrabbiner ''eine volle Slimväthie für die siidückie Religion inio i'ersprach. seinen jiidischen .'Zollegen in seiner Dang-' kcit z» nnterstutzeii. In Rom narb im 'Alter von 84 Jahren Mariia Even, der über 50 Jahre lang italieniOlier - Kom'-ttl—m—verschieden-» Lun dern—de?—Rallen Qrienis »nd Balkans gewesen ist.-Coen hak große Verdienste nm die Entivicklung des Handels und der kulturellen Bezieliungcn zwischen Italien und der Türkei. Griechenland und Montenegro. Neben vielen Auszeichnungen dieser Länder und italienischer Lrdeu war Coen Ritter des Lrdens .Bant: >lauricio eDsrrsrv''. Jugoslawien ■ Der bekannte. Kroaleinulncr Dr. Biailo Mac e k l,at in der Zagrrber ,Tageszeitiing.^..Qb.zör". eine Erklärung gegen die L'ecsnäje veroisentliän. die kroatische Voik.>ben>eg>ii'g Jngoilannens, , in anrise.mitisclies Falirn'an'er -zu leiten. Die kroatische Banernparlei. iv heißt es'in der Erklärung. beurteile die Meiiiiljen niäjt - au' Grund von Religion oder J'Ihstaminung. sondern naih . den ■ Geboten.'von Ehre und Meusil,lick,keil. 2>e messe Inden und 'Riäiljüdcn mit dein gleichen 'Niaß'tal'. 'Mau erneutet, daß dnrä, diesi Erklärung des .Kroalennihrers der anliseniiuschcii Propaganda uiiler der kroatisci>en Bevölkerung ein Riegel vorgeschoben loerdcn.'ivird. Polen .Im 2i'p!eiiiber sollen in ganz 'l>:'len neue Wallten zu den jüdischen Gemeineev, rioacklingeii »örgenoniinen ioe'rden'. Das Knckn.-milii'teriiim l,at an alU- Geincindeii. in denen der Pocken eines tll'abbine.rs n'icht besetzt in. die An'soi dernng ge - riclitct. binnen 14 Dagen den 'bocken auszinäireiben. Rach dem entspreä>enden Gesetz, duc'e keine 05emeinde in Polen ohne Rabbiner sein. Das .>!>iltnsniinisterinm hat der l'llars'haner OVenieriweverioaltnng milgeleilt. daß.der Rücktritt.des 'Bor'itzendett der Gemeinde. a 1 11 r , und de- 'B, zerraiidenfen der Gemeinde. Le euer, angenoniinen iverde. Beide Borckel,er sind vor einiger Zeit im Zniaminenliang mit innere» D's'ei'en.zen in dcr töe- .meii>de»!'-r!i>lr!ning znrnclgetreten. In 2'-ar'ä>au in eine neue volitückie Partei unter dein Rainen .gsieie'lltzha'tlilll politi'.ll'.'s Lager 'Bsiirta" registriert loorden. Der Gründer' der Partei ick der -Heransgel'ec der ankondi'chen 'Zeitung'..War,.,-: 'Alle bekannt' wird, soll die. Ail'önhrungs- Verordnung znni cli a ch-i a e ' e die im elnanck^ ' nrrhffcuff-tdjf werden wi D. auch, die Dt raren n,r' Ilel'ei'treliingcn de - E.e'et.,' enl-leckiio. i>... s.,l>,-„ "ochstck'rasen biszu -3",,.^ Z,vy, r'der bis zu drei 'Nionaten isiesalnou.- inr 'Peclet.'.niig des Däiactuverbot' bzw. Ilel'eriäireitnng des znio Sck'ickcken zngelasienln, .Kontingents angedroht.werden.