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Central-Verein-Zeitung · 1936-04-16 · 16 (16.4.1936) · page 2

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Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
15 (1936)
Issue
16 (16.4.1936)
Date
1936-04-16
Page
– (sequence 2)
Language
German
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I Sachgpmässo . un<i schlpiinigc Inirchfiilirtuig Ilmr AUSWANDERUNG __ Geschäftsverkäuf« Vf!rmf>i'cns>li<jüicJalioii . TaiischoliiPkt*.' Aratug-er.-Kai n. D.-Itr. Aaclinor Ob<>rrPir.- Ri»t a. I». R. Kempnpr Berlin W 15, Meinekestr. S / Telefon: J I Bismarck 2856 •neben d..Palästina-Amt bis JH I hr u. Iw, Ih Mir Eigen* Repräsentanzen in Palästina A uslandsnach rieh ten Rechtsgrundsätze eiiizilführcn, hätte stark verstimmt werden können. IH. Das Ende des WeltkriegeSbringt Bewegung in die Stagnation der ostjndi.schen Mafien. Wilson verkündete das Selbstbestiüunttugsrcclit der Völker. Gruppen, die -bei der künftigen Grenzziehiiiig iii ireniden Staaten"verbleiben mußten, wie etwa die Juden, sollten als Ersatz de? Selbstbeftimmiingsrechts die ^Völkerrechtliehe Garantie ihrer bürgerlichen, politischen und nationalen Rechte erhalten. Der Friedensschlnß hat. der Welt die verheißenen Ideale nicht gebracht. Die Antithese vom Recht des Siegers verdrängte gar bald die These von der Selbstbestimmniig der Rationen. Aber bei Beendigung des Krieges hofften die Ostjnden gleich den anderen Völkern auf restlose Durchführung aller Ber< sprechilugen. Was . ersehnte die ostjüdische Masse? Gleichberechtigung -- aber eine Gleichbereetitiguug. die Hach Imin und Voraussetzung völlig von derjenigen abweichen sollte, die das 19. Jahrhundert dein Westjudentuin gebracht hatte. Tic westeuropäische Emauzipation war in Form eines st a a t srechtlichen Aktes erfolgt. Die Gleichberechtigung des O st judentums sollte in gedanklicher Fortführung der „intervontion ct'Iinuinuitö" und in Anpassung an die Wilsvusehen Gedankenklänge durch v ö l k e r rechtliche Verträge gewährleistet werden. Dem West judentum hatten die Nationalstaaten Parität, nur unter der Voraussetzung seiner ethnischen Selbstaufgabe und Atomisierung zugebilligt. Tie O st juden hingegen weigerten sich, den Nationalitätenstaateu einen derartigen Preis für ihre Gleichberechtigung zu Zahlen, ja. sie forderten geradezu Anerkennung und Rechtsschutz ihres national-kulturellen Eigenlebens. Nicht st a a t s rechtliche Gleichberechtigung der Individu en , sonderii v v l k e r » rechtliche Emauzipativn als Gruppe. so lautete ihr Postulat. ■ IV. ' ... Um diese Forderungen bei der Friedenskonferenz anzumelden, mußte sich das „Volk ohne Land", das durch keinen Staat ver» treten war, erst eine eigene ..diplomatische"' Vertretung schaffen. Deshalb konstituierten sich die Wortführer der östliel,en Diaspora im März 1919 mit einigen anderen jüdischen Gruppen in Paris zu dem „('«mite Jlelegations Juives“, das unter der weitsichtigen und energischen Leitung Lev Motzkins die Kooperation mit der Friedenskouferenz anfnahm. Die Westjuden hingegen waren weit davon entfernt, für sich selbst Minderheitenrechte zu fordern. Gleichbereehtiguug genossen sic: sollten sie dum nationale Rechte verlangen, auf die ihre Väter bei der Emanzipation verzichtet hatten? Für die Westjnden. die ihre innere Verbundenheit mit den Staatsnativuen eben erst auf den Schlachtfeldern unter Beweis gestellt hatten, war ein derartiger Gedanke kaumvorstellbar. So beschränkten sie sich darauf, die Wünsche ihrer osteuropäischen .Glaubensgenossen bei den Alliierten zu unterstützen.^ Die ostjüdischen Vertreter stellten' ihre Forderungen jedoch nid)t nur im Interesse ' des eigenen Volkes, sondern als Wortführer aller nationalen Minderheiten. 'Damit war die vsljüdif'che Frage zum Bestandteil eines allgemeinen Problemkreises. zum Bestandteil des R a t iv n a l i t ä t e n p r v - b l e m s geworden. V. Das Natioualitäteuproblem. sollte im Prinzip folgendermaßen gelost ' werden: die osteuropäischen Staaten sollten fidi durch völkerreditliche Verträge verpflichten, -den Angehörigen der - Minderheiten bürgerliche, politische und' — in geiviisem Umfang —- nationale Rechte zu geivährleisten. Bei Verletzung dieser ReelUe sollte au Stelle der alten ..intorvEntian d'Iniuuuiilö" ein Prozeßverfahren . vor dem Völkerbund oder dem Haager Böcltgcriclitsliof in Gang gefetzt iverden kvuveu. . Diele Pläne stießen zunäciist aui den ent- Neuestes au8 polen Im polnisclien Agrarministerium ist man augenblicklich mit der Ausarbeitung der Durchführungsverordnung zum Schächtgcfeh beschäftigt. Die Verordnung soll bis zum l. Äilgnst erfdjoinen und zusammen mit dem Gesetz am 1. Januar 1937 in. Nraft treten. Wie mitgeteilt wird, ist bisher.in 29 Städten ein gänzliches Schächtverbuteingeführt' worden. Tvrt-.wird eine rituelle Schachtung nur dann erlaubt werden, wenn, wie es. im Sd-ächtgesetz vor» - gesehenist. der Anteil der )»disd)en Bevölkerung a»..der Gesamtbevolkerung der Stadt mehr. als. 3 pEt. ausmacht. In Przhtik fand zum ersten Male nach den bekannten Vorfällen ein Vlarft statt. Er wurde aber nicht mir dem Marktplatz, sondern außerhalb - der Stadt abgehalten. Inden nahmen nicht daran teil. Entsprechend einer Verordnung der Be» Hörden werden in Zukunft Märkte in Przhtik nid)t inehr erlaubt werden. . j Ter Führer der Tumultanten von Przhtik, Stanislaw storczak, ivurde aus dem Gefängnis entlassen. Sechs Juden, die wegen der Vorfälle angeklagt sind, sich aber bisher in Freiheit befanden, wurden verhaftet. Von den. 14 angeklagten Juden sind zehn wegen Teililahme an Straßenschlägereien, zivei ivegen Abfeuern von Revolverschüssen, die keinen Sdxiden verursacht haben, und einer wegen Ersd)ießung eines Bauern angeklagt. Von den.. 4nichtjüdischen Angeklagten sind 33 verhaftet. Unter den 120 Zeugen befinden ftdj 65 Inden. Jugoslawien In Belgrad fand ein Kongreß des Verbandes der jüdischen Gemeinden im Königreid) Jugoslawien statt, an denGl98 Delegierte ans 82 Gemeinden teilnähmen. . Zit "der Tagung des Verbandes, der die gesetzlich anerkannte höchste Repräsentanz des jugoslawischen Judentums dar- .stellt, wären als Vertreter des Königs der Vizepräsident der Skupschtina und ein Vertreter des Kultusministeriums zugegen. Auf dem Kongreß ivurde die Lage der Inden in Jugoslawien erörtert und /ine Entschließung angenommen, die sich gegen die^in letzter Zeit hervortretenden antijüdisd)en Strömungen wendet. Wiirij das Problem der Berufsumschichtung wurde erörtert und es wurden widztige Beschlüsse gefaßt, um die.jüdisd)e Jugend Jugoslawiens produktiven Berufen zuzuführen. Es wurde ein neuer Vorstand des Verbandes gewähltan dessen Spitze R.-A. Tr. Friedrid, Pops aus Belgrad steht. . Gleichzeitig fand in Belgrad' eine Tagung jugoi'lawisd)er Rabbinev statt, an der 15 Rabbiner ' teilnahmen. Es wurden aktuelle Fragen des Rabbinerstandes in Jugoslawien behandelt.. Litauen Der Präsident von Litauen hat drei Inden für ihre Verdienste nn Ittamfcljou Unabhaugigkcitskämpf den IlnabhängigkeitSorden verliehen.' Tie drei Ausgezeid)ncten gehörten der kleinen Gruppe litauischer Bürger an, die 1918 als erste dem Ruf der Regierung zur Sdjasfung einer litauischen Miliz folgten und dadurch zur Ausrechterhaltung der Ordnung entscheidend beitrugen. Ungarn Reichsverweser von Horthh verweilte mit seiner Gemahlin im Atelier des bekannten jüdisdien. Bildhauers Josef Ron a. in Budapest, zu dessen Sdiöpfungen das Reiterstandbild von Prinz Engen von Savvhen gehört. Seine monumentale Mofes-Statue fand besonders das Gefallen des Reidisverivesers. Der Künstler, der bereits im 76. Lebensjahre steht, hat viele Medaillen von Ausstellungen errungen. Zahlreidie große Etatuen von ihm sind in der Hauptstadt und in Provinzstüdten ausgestellt. . Amerika Anläßlich des 50jährigen Bestehen? des Shnagogenvereins Bne Scholanm in Brooklyn sandte P r ä s i V e n t R v o s e v e l t an die Bereinigung ein Gratulationssdireiben. ktaatsangehörilsteit durch Aberkennung oder durch Widerruf der Einbürgerung, so erlischt zugleid) die Bestallung. Eine auf Grund der bisherigen Gesetze erteilte Approbation als Tierarzt gilt als Bestallung. Im Deutschen Reid) gibt es gegenwärtig etwa 100 jüdisdze Tierärzte. schiedeneii Widerstand der von ihnen betroffenen Staaten. Völkerrechtliche Verpflichtungen Zit Lasten nur einzelner und nicht aller Vtächte, so erklärten die ostcnropäischen Negieruttgsvertreter, stellten für die passiv Beteiligten eine unannehmbare Svnveränitätsverletznng und Diskriminiernng dar. Außerdem, so lneinten sie weiter, würden bei Gewährung nationaler Rechte die nativnalpvlitischen Reibungen zwischen Mehrheit und Ntindorheit nur vergrößert werden. Tie Einwände der Oststaaten drangen jedodp.iiiielPs dnrLh. Clemeneeau und Wilson nötigten schließlich diewiderstrebeildenStaaten zur Signatur des geplanten Vertragswerkes. Am 28. Juni 1919 Unterzeichnete Poleit den ersten Vlinderheitenvertrag. Andere Staaten folgten. Außer Polen haben Jugoslavien. die Tschechvslvivakei. Rumänien, Griechenland. Oesterreich. Bulgarien, Ungarn und die Türkei vertraglich Biinderlieitenverpflichtuiigen übernommeni Ferner haben Albanien und die baltischen Staaten vor dem Bölkerbundsrat einseitige BUnvritätenschutzcrklärungen abgegebeii.. Schließlich . sind außerhalb'dieses Shstems durch freiwillige Uebereinkunft zwischen je zwei Staaten eine Reihe von Gegeuscitigkeitsverträgen zustande gekommen, die jedoch meistens die jüdstchen Btinderheiten nicht berücksichtigen. VI. ' ° Die in Paris von den Oststaaten er» hobeuen Eimvände sollten bei den politischen Diskussionen in Genf iioch eine Rolle spielen. Der Brasilianer Atellv Franco griff im Völkerbnudsrat den ersten Einwand auf: nationale Rechte zugunsten der Ptinderheiten würden die nationalpolitischen Reibungen nur vergrößern. So entspann sich eine Diskussiou um die Frage: Besteht der Ziveck der Verträge in der Asiimilierung der Bliuoritäten oder ivollen die Abkommen den völki- scheu Gruppen ein kulturelles Eigenleben ermöglichend Die Assimilativns gegner errangen icliließlidi den Sieg: ihre neuestens auch , vom Haager ^Gerichtshof geteilte Auffassuug hat sich — theoretisch wenigstens — . als herr-scheud Purchgesetzt. Unter innerjiidiscliein Aspekt hat damit das Völkerrecht des 20. Jahrhunderts für die Gebiete, in denen es Geltung •beansprucht, auf den Preis'verzichtet. den das Staatsreclst des 19. Jahr- . Isunderls für die Emanzipation gefordert hatte. Der zweiteauf der Friedenskoufereuz erhobene Eimvand ist dagegen noch nicht zur^ Zstuhe gekommen. Die These der Ostmächte: Minderheitenschutz zu Lasten nur einzelner Staaten sei ungerechtfertigt, hat im Völkerbund zil wiederholten Anträgen der Beschwerten auf Verallgemeinerung des Minoritätenshstems geführt. Derartige Vorstöße sind bisher stets an der Haltung Englands- Frankreichs und Italiens gescheitert, die erklären, Btinderheitenverpflichtungen. zu ihren Lasten seien unnötig und schädlich. Unnötig — weil ' in den Ländern des Westens ohnehin die VHnderheitengrundsätze gewahrt würden. Schädlich — weil im Westen eine völkerrechtliche Regelung für manche Gruppen, mit denen cs bisher nie Unzuträglichkemm gegegeben habe, geradezu einen Anreiz bilden , könnte, sich als „künstliche" Minderheiten zu konstituieren. Die -Auswirkungen dieser Kontroversen zeigen sich nur zu klar bei Anwendung der besteheliden Verträge. Genuß ist es verständlich, wenn die Oststaaten ihre Verpflichtungen möglichst eng zu interpretieren suchen, so lange sie allein durch das Atinoritätensystem gebunden sind. Aber die Folge ist, daß im osteuropäischen Raum die Klagen der verschiedensten Ntinderheiten über Verletzungen ihrer vertraglich verbrieften Rechte nicht verstuminen ivollen. Daß die Ostjuden in besonderem Maße zu den leidtragenden Gruppen gehören, verwundert kaum, da die jüdischen Biinoritäten — int Gegensatz zu fast allen gn- . deren — keinen eigenen Riutterstaat besitzen. Die äußerste.Konsequenz, die sich ans der Unzufriedenheit' der gebundenen Staaten ergeben konnte, hat Polen gezogen. Oberst Beck erklärte 1934 in Genf, daß Warschau sich der BUnoritätenkontrolle durch Völkerbund lind Weltgerichtshvf nicht weiter unteriverfen iverde. bis das Vertragssystem verallgemeinert sei. Biit dieser Aktion ist in der völkerrechtlichen Entwicklung einstweilen eine Zäsur erreicht. Das letzte Wort dürste damit aber noch nicht gesprochen sein. N«ne Reichs-Tierärzteordnung Tie Rcichsregiermig hat uutdr dem 3. April eine neue Reidistierärzteordminq erlassen, die in nlinlidicr Weise wie die Reichsärzteordnung die 3led>tsvcrhält»isse der Tierärzte regelt. Danadi ist die Ansüdnng des tierärztlidien Berufes im Tcnticiien Reidi von einer Bestallung als Tierarzt abliängig. Tie Bestallung ist u. a. zu versagen, ivenn der Bewerber iv e g e n seiner oder seines Ehegatten A b st a m ni u n g nicht B e a in t e r iv e r d e n könnte. Der Reid,sininister des Innern kann in Hartesällen im Einvernehmen mit der Reidistierärztekammer Ausnahmen zulassen. Verliert der Tierarzt die Oie Kurien in <1en k^iirnlrerser Vollcgrelrulen Die '..Allgemeine Rundschau" bl Nürnberg meldet: ... „In der gestrigen Beratung mit den Natsherren - teilte Stadtrat' Fink folgendes mit: Er habe festgestellt, daß sid, in den Nürnberger Dölkssdpilen nod) immer eine erhebliche Anzahl y'o» jüdischen. , Sd)ülern und Sdjülerinnen befänden. REt- Beginn - des neuen Sd)uljahres aber würden die Volkssd)ulen frei von Judenkindern sein. Er halte ursprünglid) geplant. sämtlid)e jüdischen Volksschüler in einer §d)ulbaracke der Alcland)thonssd>ule zu sammeln und ihnen als Lehrer einen pensionierten jüdischen Studienprosessor aus Fürth zu geben. Dieses sein Vorhaben sei von dem zuständigen bayerisdien' Ministerium nidjt nur restlos gebilligt worden, sondern die bayerische Negierung beabsichtige sogar, dieses Verfahren, bei allen bayerischen Schulen dürdizuführeli. In Nürnberg aber habe sich inzwisdien eine derartige Sondermaßnahme erübrigt, da auf seine Vorstellung hin sämtlid)e jüdisdien Eltern ihre Kinder aus der Volkssd)ule-abgemeldet und bei einer jüdischen Schule angemeldct hätten. Dadurd) seien Nürnbergs Volkse sdyllen vollkommen judenrein geworden. Stadtrat Fink beabsidjtigt, auch bei den städtischen Mittel- - schulen das gleiche Verfahren durchzuführen." C.-V.-Vortragsabende in Oberschlesien und Westfalen Der Syndikus des Centralvereins. Dr. Hans R e i d) m a n n (Berlin) bereiste Ende vorigen Alv-t nats den vltersdilesisdien Landesverband des C.-B., den er in der Inflationszeit als Gesdiästssührer betreut hätte, und wurde in seiner alten Heimat überall herzlich ausgenommen. In Gleiwitz. Ratibor, Hindenburg und Oppeln fanden auläßlid) seiner Anwesenheit Ausspradieabende statt, die sehrgut besucht und auä) aus den Nachbargemeiuden .mit Vertretern beschickt waren. Dr. Neichmänn gab ein Bild, wie sid) das Leben der Juden iusi übrigen Dcutsd)land ge-' staltct und besprad) die Möglid)keitcn der Ausivanderung in die vcrsd)iede»eu Länder und die Zukunftsaussiditcu der jüdisd)cn Jugend ebenso wie die seelisdse Haltung unserer . Alensdsen und, die idevlvgisdic Auffassung vom Wesen des Judentums. Aus seinen Ausführungen wrirde deutlid), mcldje umfangreid)e und vcrantwvrtungsschwcre Arbeit für die einzelnen Berufsgruppen imd die -jüdische Allgemeinheit vom E. V. auf seinen, satzungsmäßigcn Tätigkeitsgebieten der redstlidsen, wirtschaftlidsen und seelisdzen Betreuung der Inden in Deutsdiland and) heute geleistet ivird. Tie Bedeutung der praktisd)en Arbeit des C. V. ivurde aud) von zivnistlsd)er Seite, so iu Ratibor etwa. wo. zion.istisdie Redner in die Ausspradie eingrisfen. uneiugesd)ränkt zugestanden bei selbstverständlicher Betonung der idevlogisdsen Gegensätzlidskeit. Ueberall gedadste Tr. N e i d) m a n n eingangs unseres dahingesdsiedeiicn Vorkämpfers. Dr. Ludwig Holländer. In Beuthen'-warder Abend anssdsließlich diesem Ziveck gewidmet. Tr. Reid>männ verstand cs. die Gestalt Holländers in.-den Ablauf der jüdischen Gesd)ichte im Zeit» alter der.Emanzipation hineinzustellen, seine Wirksamkeit aus ihr,- seine, Erfolge aus seiner Person- . lidskeit heraus zu erklären. Tie Idee eines aufredsten und seiner Wertig, keit bewußten, in die es umgebenden Völker ein-. gegliederten Tiasporajiidentums,. der Holländers Lebensarbeit galt, habe sid) bisher immer noch als die für die Jiiden glüdlid)ste Lösung bewährt. ZVor dem Rid)terspruch der Eesdjidjtc werde Holländers Arbeit bestehen. Unser, aber sei die Pflid)t, sein Erbe hodizuhalten. — Die Feier wurde von Gesang der Herren Neuländer: Reid), Lberkantor Tarschis. und Udo. am Klavier begleitet von Fräulein II ck o, umrahmt. In Beuthen fand sid) außerdem nod) eine große Zahl von besonders interessierten Freunden zu einer ernsten Anssprache zusammen. Der Mitarbeiter der Berliner Haiiptgcsd)ästsstelle des Eentral-Vereins, Amtsgerichtsrat a. T. Tr. Fritz Goldschmidt, sprad) in den zum Landesverband Ostivestsälcn und Nad)bargebiete gehörigen . . Orten B i e l e f e I b , Her f o r d . M i n d e ii und O sna b r ü ck sowie iu .- dem zum Landesverband Rheinland-Wcstialen gehörenden Nt ü ii st c r über das' Thema: „Jüdisches Schicksal —. jüdische - Aufgaben". Tie Vorträge ivaren überall gut besucht, die interessanten Ausführungen fanden an allen Orten reidien Beifall. Das rege Interesse, das Tr. Gvldsd)midts' Ausführungen fanden, äußerte sid) auch in den Fragen, die im Anschluß an die Vorträge an den Redner geriditct wurden. Die Albende haben dem E.-V. sid)erlid) maud)e neuen Freunde gebrad)t. "Zukunft Ihrer Amtier Landschulheim Florenz Höhere Schule und Internat durch Mus- 1. Schulbildung bis zum Abiturium 2. Für Knaben und Mädchen von i 6—18 Jahren 3. Unter Leitung bewährter Pädagogen 4. Studienberechtigung in fast allen Staaten — Sprachenpflege 5. Werkunterricht, Landarbeit, Haushältkunde 7 - •.Neuaufnahmen jederzeit 7. Aerztliche Ueberwachung, mdivi- ' duelle Förderung Auskünfte und Prospekte durch /die Leitung: 8. Schönste Umgebung, gutes Klima, m ü> . Sport. Erstniassige Verpflegung Oberreg.-Rat a.D. Dr. Werner Peiser 9. Im Sommer: 3 Monate am Meer Dr. M. Goldstein 10. -Zeitgemässe Preise — keine Transferschwierigkeiten Florenz, Villa Pazzi, Pian dei Giullari o

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