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Central-Verein-Zeitung · 1936-03-26 · 13 (26.3.1936) · page 3

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Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
15 (1936)
Issue
13 (26.3.1936)
Date
1936-03-26
Page
– (sequence 3)
Language
German
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Nr. 13 * 1. Beiblatt 26. März 1936 Was erwartest du? Für die Jungen und Mädchen,'die bald Schule und Lehrstellen neu beziehen, mischt sich in die Zukunftserwartung Bangigkeit. Sie fragen sich, ob der erwählte Beruf ihnen Aussicht und Möglichkeit zu produktiver Arbeit bieten wird. Sie fühlen, wie entscheidungsschwer der Entschluss ist, zu dem sie sich durchzuringen haben. Abgr sie haben auch Mut, Tatkraft und den festen Willen, sich irgendwo und irgendwie in der Welt .durch^ubringen, als Juden und-Menschen der Gemeinschaft. Wir veröffentlichen hier eine Reihe von Zwiegesprächen mit Jugendlichen, angefangen von dem, der den ersten Schulbesuch nicht erwarten kann, über die Schulentlassenen, die im April ihre Lehre beginnen sollen, bis zu. den Umschichtlern, die in eine neue Berufssphäre treten. Bei aller Verschiedenheit und Buntheit" der Wege und der Temperamente lässt sich doch eine Einheitlichkeit in Stimmung und Haltung erkennen. Vor dem ersten Schulgang An dein Scljaufciiftcr einer Buchhandlung brikft sich ein kleines wnichellöpfiges Mädel das Bläschen Platt. Es scheint ernsthaft zn studieren, was die Auslagen an moderner lind llgisischer Literatur zu bieten hat. Tie Mutter steht daneben und hört mit gutgespieltem Ernst zu. was das kleine Mädel „zu lesen* iveiß. Man tritt heran, grüßt die Bekannte und stellt dem Kind die übliche dumme Erwachsenensrage nach 'Alter und Namen. „Und Cstern darf ich zur schule gehen*, fügt die kleine Lneie stolz und auftrumpfend ihrer präzisen ■ Antwort an. in die jüdische schule. Ta lerne i.ch Lesen, hauptsächlich Lesen, das andere mag ich nicht so sehr, und dann kaufe ich alle die Bücher, die hier in dem Laden sind, und lese sie und sehe Mich darauf. Mutti sagt, später soll ich Englisch lernen und natürlich auch Hebräisch, und dazu ein Handwerk, damit ich mir in der Welt helfen kann, lind wenn ich null, darf ich auch nebenbei studieren, meint Mutti, aber das weiß ich noch nicht. Ilse ist schon sehr groß, schon zehn Jahre alt. von der weiß ich schon viel von der Schule. Sie hat eine furchtbar nette Lehrerin und lauter Freundinnen. Ich null auch einmal viele Freundinnen haben. . und die Lilv von Hirschs--kommt auch in meine klaffe, die muß bestimmt meine Freundin werden. Hoffentlich turnen wir auch, und Handarbeiten möchte ich auch machen, und . . ." Hier unterbricht die Mutter den Redefluß und entschuldigt ' ihre schwatzhafte kleine Tochter.- Bei meinen Bekannten kommt mir ein kleiner Wildsang von sechs Jahren auf seinem Dreirad dtirch die ganze Wohnung entgegengeradelt. „Also, du nullst Astern zur Schule gehen, na, wie ivird dir denn das Still sitzen schmecken?* — „Cd), daS wird schon gehen, da iverde ich ja viel zu tun haben, und da iverde ich das nicht so merken, hier langweile ich mich nämlich meistens", entgeguete er stolz und zuversichtlich. „Also freust du dich ans. die Schule?* — „Ja. ziemlich, lesen und schreiben kann ich schon ein.bißchen; aber . weißt hu. wenn ich erst ein paar Jahre älter bin. tvenn ich dann 'erst in der Klane von meinem großen Bruder bin, dann haben' wir schon Handsertigkeitsnnterricht. und der macht dann mächtigen Spaß. Id) will dochspäter Ingenieur werden, und da lernt man in der Schule schon Klingeln reparieren und Drähte für elektrische Leitungen legen, AnUsch tvar bei uns die Klingel kaputt, und da hat der Horst sie in Crdnnng gebracht, und ich habe ihm dabei geholfen. DaS hat einen dollen Spaß gemacht.* — „Wa§ tvird dir aber jetzt Freude, machen?" Langes Nachdenken. — Jetzt? Wir werden ja auch turnen, und mau tvird uns Geschichten vorleseit. Aber schreiben wird sehr langweilig sein, denn ich kann das nie so ordentlich machen, wie Nlntti es inir vorzcigt, und Mutti sagt, id) habe keine Geduld. Aber ich will mir furchtbare Mühe geben, denn ich weiß ja. haß man jetzt viel können muß und alles sehr gut können muß, um ein großer Mann zu werden. Sprachen werde ich später aurh lernen, dann kann ich verstehen. tvenn Bati und Mutti sich französisch unterhalten.* Ich will Modezeichner werden . „Id) habe Kleider und schöne Sachen so gern*, sagt ein Mädel mit großen energischen Eiesten . und einem immerzu lachenden Gesid)t. „und ich glaube, cs wird immer und überall Leute geben, denen cs ebenso geht. Daruin will' ich auf eine Modezeichenschnle gehen und mich mit dein, .was mir und anderen Leuten Freude .macht, ganz ernsthaft beschäftigen. Sicher ist das nicht ganz so einfach,' denn alles. was'-schön lind leiciit lind .dnitig anssicht. mad)t Mühe in der Herstellung lind da steckt immer am meisten Arbeit drin. Aber wenn ich später erst einmal ein Kleid von mir sehe, das ich gezeichnet und entivorien habe, oder wenn .ick) einen schöllen Stvff in Händen habe, so lohnt das ganz sicher die Mühe. Ich liebe besonders Linien 'mit einem großen kühnen Schwung und so will ich später einmal zeick)nen und entwerfen.* . Von Alfred Krupp „Fstas erwartest du von deinem Berns?* — Der Sechzehnjährige, dem man diese. Frage stellt, . sicht nachdenklich vor sid) .hin. „Ich suche eine Arbeit, bei der man znpaclcn kann, handfest zupacken. und bei der inan sieht, was'man vor sid) bringt. Id) freue mich schvn daraus, wenn ich. ein paar Wvchen nad) Cstern, ein von mir zu-', rechtgefeiltes Eisevstück vor mir sehen iverde, das eiile siitnvvllc technische Bestimmung hat. Id) freue mich schoil darauf, wenn ich zum ersten Male nicht nur so. wie. cs jeder sieht, sondern richtig als Fachmann erkennen kann, wie die Elieder und Gänge eines jelbstgebanken Schlosses incinandergrcifen, wie eine tzAaschiiic läuft, lvie man mit Genauigkeit lind Sorgfalt Wirkungsgrad und Haltbarkeit einer Vorrichtung erhöhen kann. -Bor ein paar Jahren habe id) einmal in einem Geschidstenbnch den Werdegang -von Alfred Krupp gelesen: der hat die Entdeckung des Gußstahl-? diird)geietzt lind aus einer kleinen Werkstatt einen Aiescnkompler von Fabriken geschaffeii. Ich habe mir damals eingebildet. dieser großzügige stolze Weg sei der allgemeine des Technikers. Heute iveiß ich. daß diese Ieit der ganz großen üud steilen Ausstiege vorbei ist. und -daß sich der Biciiter in der Besdirälikniig ans das Kleine zeigt. Aber die Zähigkeit der technischen Arbeit, die Krupp besaß,-ist niir doch ein Vorbild. Ich habe jetzt drei Jahre Lehre vor mir. Nack) dein, was danach kommt, frage ich nidst viel. Id) iveiß, daß ich es einmal schivcr haben iverde, aber das geht meinen Freunden -und' Kameraden riicht anders, und wenn ich zupacke und mehr kann als die anderen, iverde ich es schon schassen. Ich bin froh, daß ich eine Lehrstelle habe, in der ich viel lind vielerlei lernen kann. Vater helf en Dein vierzehnjährigen Mädchen, das vor lins sitzt, sieht inan es nicht an. daß es schon Cstern die Schule verlassen- .und in die Welt der Erwachsenen, in der cs so offensichtlich noch gar nichts zu snd)en hat, gehen soll. Aber cs ist im Sprechen sehr entschlossen. „Id) iverde jetzt ein Jahr, ans eine Handelsschnle geheil*, erklärt es, und für einen Moment ivird fein Gesicht ernst. „Mein Vater braucht-mich, im Geschäft." — „Tut es dir ein bißcheil leid, daß du ans der Schule lominst? Tn wirst-nicht mehr so viel Zeit haben wie bisher, du wirst in einer ganz anderen Weise eingcspan.nt sein." — „Ich wäre sicher lieber nodi ui der Schule geblieben, aber es geht mir ja nicht allein so. Und das. mit der Zeit — es kvinmt ja gar nicht so sehr darauf an, wieviel Zeit man hat. svndcril es kommt darauf an. ivie inan sie an-sfüllt. Und wenn ick) meine wenige Freizeit durch den Heimabend und durch ein gutes Buch und da-, durch, daß ich Sprachen lerne, richtig ausfülle. ivird mir die Freizeit genügen. Im übrigen freue ich mich/wenn'id) Vater helfeil kann.* „Ich will doch Kauf mann werden“ „Ichhabe cs mir sehr überlegt, ich will d o eh Kaufmann iverden", sagte ein Junge zu »nsder-nur schwer zum. Sprechen zu . bewegen und in dessen verschlvsscnem Gesicht viel nad)denkende Klarheit zu erkennen ist, auf unsere halb erstaunte Frage. „Der Kaufmann wird in der Welt immer bestehen können, denn immer wird es-Handel und Wandel, das Hin und Her der Bedürfnisse iind der Waren- - strömegeben.' Für mich ist der Kanfmannsbernf . immer noch eine Sack)e des Wagens und der iveitsck)alicnden Uebersickst über Bedarf, und Angebot. l)J!id) lockt es heute schon, daß ich in meiner Lehrzeit in einer kleinen d)cmischcn Fabrik die 'Anfangsgründe zu dieser Kenntnis von der Verflechtung des Güteraustausches werde bcobaditen können. Wenn man. auch als Lehrling irgendwo hinter einem Schreibtisch sitzt und nichts als fogenannte langweilige Arbeit zu tun hat — ich " habe keine Angst davor, im Gegenteil, ich iveiß, daß ich in diesen Stunden vielleicht am meisten lernen werde.-'Mein Gruppenführer im Bund hat mir einmal erzählt, daß. der alte Baron Rothschild, -als er Hoch Lehrling war. in den ersten Jahren-- seiner Lehrzeit jeden Tag eine ganze Zritlang am Schreibtisch hinter seinem Ehrt stehen mußte, um mit'dem'Löscher dessen Unterschriften zu trocknen, aber er hat sich bei der mcchinnchen Arbeit nicht gelangweilt, sondern denl Ehef. über die Schulter' geguckt lind dabei gelernt, wo und wein man Kredite gibt, ivann man sie verweigert und wo die Mächttgeit im LLirtsd^itsleben sitzen. To habe id) mir and) vorgenommen. meine Arbeit zu tun. Wennid) vicl-lcicht zwei Tage lang mir Rechnungen sortiert habe, wie ein Freund mir,das von seiner. Lehre erzählt hat. daun-will ick) nid>t niir - nach dem Alphabet gehen, sondern and) auf den Inhalt sehen und dabei lernen, Ivo die einzelnen -Rohstoffe und' Waren bezogen iverden, wo die Urstvffc Herkommen und wo die Fabrikate abgefetzt iverden. Vielleicht kann man / heutzutage lein großer Kaufmann mehr werden, ivie zur Zeit der Hanse-oder im vorigen Jahrhundert.-'aber man braucht auch nicht in der Bürolnft -zu ersticken, wenn man als „kleiner Angestellter* hinter dem. Schreibtisch sitzt. Unter den Juden ivird es immer und überall -itauflcnte geben müssen, das ist klar, . aber sie müssen auch ein solides kanfmännisches Wissen haben. Nichts ist schlimmer, als das unfertige Liistmcnschentuin, ivie es in manchen Ländern. Csteuropas bei den Inden so viel verkommt. Icki gehe in die Lehre, um viel zu lernen und viel zu schassen? Hauswirtschaft und Kindergarten „Für midi ist es schwer, zu sagen, was id) von meiner Tätigkeit nad, Cstern erwarte". beginnt . ein lsjälirigeS Mädel, das gerade vom Heimabend der Gruppe, die es leitet, kommt. „Schon lIlIHIIlIllltililllllilNIIIIIUllIMIIIIIIIIIIMIIlHflHIIIUIIIfltllMMIIIIIlIUlllJI Centralverein Landesverband Gross-Berlin Mittwoch. I. April. l-"> Uhr, Berolina- Festfäle. Berlin N öS, Schönhauser Allee LS. „Jüdisches Schicksal —jüdische Aufgaben". Es sprechen: Rabbinet Dr. Manfred Swarsensky. Dr. Alfred Hirschberg. , Gesang: Wilhelm Guttmann. Eintritt nur für Rtitglieder und deren Angehörige gegen Vorzeigung der Einladungen, die an die RUtglicder der vstliehen und nordöstlichen Bezirke bereits versandt sind lind vvn"den Rtitgliedern der westlichen Bezirke in der Hallptgefd,äftsslelle, Berlin .\\ 15, Einser Straße 4J, (-J - Cliva S141) bestellt werden können. limiiiiiiiiiiiiiiiililiiiiiiiiiliiiiiiiliiiiiiiiiiiiliiiiilliiiiliililliilliiiiiiiiillni die Wahl mcin-es Berufs ivar nidst ganz einfach. Ich wollte gern Lehrerin werde», aberzum -Abitur fehlen mir noch drei Jahre, und dazu hatten meine Eltern kein Geld. So habe ich mict, entschlossen, .Uindergärtnerin zn werden: das ivar nicht leicht, denn die Padagogisäze Arbeit einer .EAndergärtnerin ist eben dock, ganz anders als die einer Lehrerin. Aber eines ist beiden gleid), und deslialb konnte ich mich dazu entschließen: die Arbeit an einem tzAensd)cn. den man formen und dessen Entivicklnng man - beeinslnssen kann. Wenn icli nur mit ganzer Liebe dabei bin, so wird mich dieser Berns schon genau so änsfüllen wie der der Lehrerin." „Tu wirst dann also jetzt aufs. Kinbergärtnerinnenseininar gehen?* — „Rein, so einfad) ist es wieder nicht, denn id> habe das Mindestaltcr für die Aufnahme nock, nicht erreicht: aber das in ganz gut. denn ick) ivollte sviviefo vorher eine gute liansivirtscEiftliche Ansbildnng bekommen und jetzt iverde ich ivcnigstens nicht immer den Gedanke» haben, dcrß'ich inzwi.scheu etivas veriänine. Ich will ein Jahr auf eine hansivirtfchastliche Schule gehen und nad>- mittiig-s in einem Kindergarten helfen." In der Vorlehre Im Vorzimmer des Ingendpilegedezernats der Gemeinde sitzt ein 1 tjühriger Junge. Gar nicht ängstlick), aber schüd)tcrn blickt er den Fragenden mit dem ttzvtizbnd) an. „Ick) habe nvck) keine Lel,rstelle gesunden", sagt er, und man merkt, daß ihm das kein bißchen iveh tut, „die Firmen'und Meister,, zn denen ich geschickt wurde, haben größere Jungen s gesucht. In der Bernisberatnng hat man mir gesägt, daß ich noch warten soll ncit der Le!,re. ein halbes Jahr wenigstens, inzwischen iverde ich aus die Bvrlehre der Gemeinde gehen,* — „Und was werdet ihr dort machen?" — „Ganz genau iveiß ick) das nicht, aber wir werden basteln, mit Holz und. mit B"bpe. und einer hat mir er-- 'zählt', daß nur sogar auch Klingeln iiud"elektrifd,e Sd)altnngcn bauen werden. Ick) freue mich sck)on Der Fachmann für Gabardine-Mäntel Bernhard Bohrmann Henenkleiderfabrik flschaffenburg . mächtig dar.uis, so ivas.-.macht großen Sp«iß. Iuziviiclien überlege ich mur. was snr eine Lehrstelle idi mir'spater juche, ob..ich z» einem Bndibinder gehe oder ob ick, r iicliler . iverde oder Sdilosser. Das Schönste iß: Id, muß.nidst mehr zur Sdiule gehen und lerne doch." Am Wehstuhl „Rein, id, bin wirklich nickst traurig, daß ichjetzt die Schule hinter mir. lasse* — diese Ver- 'sicherung glaubt man dem Uljährigen Jungen, der in Fußballstiefeln mit uns znm Sportplatz geht, ohne weiteres. „Ich. ivitl meinen Beruf - .völlig'beherrschen. Das ist mein Haiiptziel. Jet) werde in eine Fabrik gehen, um dort ei.n Jahr am Wc'bstntst zn arbeiten Und mir die Grundkenntnisse des WebenS durch praktische Arbeit an ziieigneli. Hinterher werde ich ans eine Webschnle gehen, um diei'e Kenntnisse tlieoretisd) zn mnierbaneii. Wen» icl, so die ersten zivei Ialire ansgefiillt. habe, will ich zn meinem Vater in de» Betrieb gelien, iiin mir die kaiismäniiisclien Kennt, nisse anzneignen. -Ich glaube iiäMlicli, daß meine, ' Ausbil-dung vielseitig sein .muß. Aber die Vielseitigkeit dars »ictst ans Kosten der Griiiidliclsteit gelien. - Dann null icl>. wenn es gelit. den Betrieb meines Vaters später jortsühren." Leliüler-^u88tellun§en Für einige Tage Iiatte sich in einem Din um des Verwa 1 t > i, i gs gel'ä 11des in der Cranieiibnrger Straße iii Berlin eine Welt anigetau'. snr deren bunte Beivegtheit die .dnnlle» ^stonde beinahe zu eng waren.. Die j ü d i s ch-e >i 'S ck> » l e » mit» die orle Ii r e liatten eine kleine Ansstellnng z>>- sammengebraclit, die ebensoviel Eri-renliches ivie Interessantes brachte. Höchst erfrenlicl,: die vielen eclsten Begabungen jüdischer Kinder, die sich ans der Form- und Farbensrendigkeit, ans den reichen und »rspri">nglict,e» Einsallen der Arbeiten zu erkennen gaben, ersrenlid) and, der große Fleiß, der "aus allem Gefertigten sprach, die- Tis.;iptin »nd Freude, die man hinter all diesen Dingeii spürte: da waren Wandteppiclie, ans Flicken stergestellte 'Puppen, die künstlerisclie Fertigkeit ansioiefen. Linolschnitte mit erstannlicl) starken Linienfülirnngen. Agnarelte. Häuser-und Shiiagogeneiltwiirse. Laubsägibrbeiten »nd vieles, andere mehr. Besonders mußte etiva ein Megilla anffalleii. mit nin glanbliclier Sorgfalt geschrieben und illnstriert. einige Porträtzeichnnnge», deren großzügige An, . läge ebensolche nberdnrclsschiiittliche Reise anfivieS »vie z. B. das Bild eines Inden an der Ulagemaner. von einem l»jäl>rigen Junge» i» Färbe wie'dergegeben oder die Karikatnre».eines Dreizelinjälirigen, die eine» überlegenen Hnmvrund künstlerisclie sonne erstaunliche technichhe Feinlieite» zeigen. In allen Lchnlen ivird heute-i-iu Bridiennliterrliht.be-. soliderer Wert ans peripektiviscl,e-s ^cl>e» gelegl-, ivie inan es für den l>a>id>verkliclien Berns braucht: die Einsliisse der ständigen llmgebnng Prägen sich in solchem Schassen der Kinder ans den Schulen, im Csten und im B.lesten der Stadt ganz.deutlich ans, iind es zeigt sict>, wie inandas midi schon vster-s bei -^ihnlanssiihriinge» ieststc'lleii . kviinte. daß die größere'Ial>l an ilriprl'iiigliiheii. natürlichen.Brgabiinge,» in de» Sdinlen des R'ordens und Cstens koiizeiltrierb ist. In der Sclmie Kaiserstraße ivird viel L'tzert aus külistlerisdie Ansgestaltnng der Schrift iii dentschen »nd l,ebräisdje» Bnehitaben gelegt Und die Schüler, denen inan die praktisclie Anivendiing vollkvimne»' überläßt, unter ziehe» sich solchen 'Ausgaben srendig und iuit viel schöbierisdier Krast. Bvu. den .'ktzerlarbeiien verdienen besondere Erwälinnng die Iiübsihe.n.Spielsächeii, die rcign den Lampen in Laubsägearbeit Und dce anoecen praklüdien Gegenstände wie Besteck-- und '>cäl>käslcn.- die nad> - eigenen Entivürse» der -ehüler in knaplnter .-seit recht sauber aii.sgeinl>rt wurde».- Die Ansstellniig.'der Bvrlelire zeigte im besonderen, die einzelnen Arbeitsvorgänge, sie stellte das Handiverksinäßige, ihrer Be-stimmiing nach, in den ftzordergrnnd. Sie komint immer mehr dapi. ans der bloßen nützlichen Besehästigiiiig der Kinder in eine zielbeiviißte .bernstilhe 'tzvrbildniig i'lberzngel>en, .deshalb iinirden z. B. die weniger lveseiitliclien . Pavvarbeiten anigegeben. In 'tzc'elall- und Holzarbeiten.lvmit'e man große Er'gebniise bennindern, von der sorgsam,-. i»cd -. iniihevoll gearbeiteten. Rif'nora bis zur Haube 'einer Feldicliimede. von der sdiönen Icntar'sfi>arbeit eines Sedertellers bis - . zur sadigerecht aii'-ges!il>rleii sstcodestliir eines Sdirankes. Die ent seit kurzem bestellende meiblicl'e Vorlelir-e stellte mit ielbstgeiertigten Puppen sich bei der Hansilutt-'-arbeit lanilig dar. N. Fnm Teinesterld)Inß ladet d'ie uns feit langen Ialiren - bekan-nte 'tzccoat-R!c>dcpuclienichnle K. F e i g'e.-S t r ä ß b n r g e r zur Besichtigung ihrer Sdlülerarbeiten ein. 'Bär wissen, daß sich diese Sehnte seit je znm Fiel -setzte, der gründlichen zeid)»erischen Unlerweisung. die die Plodezeid,- Sichern Sie die Znkmll llirer Kinder tSi.'E- Landschulheim Florenz Höhere Schule und Internat 1. Schulbildung bis zum Abiturium 2. Für Knaben und Mädchen von 6—18 Jahren 3. Unter Leitung bewährter Pädagogen 4. Studienberechtigung in fast allen Staaten — Sprachenpflege 5. Werkunterricht, Landarbeit, Haushaltkunde 6. Vorbereitung für Palästina T. Aerztliche UeberwacJiühg, individuelle Förderung 8. Schönste Umgebung, gutes Klima, 9. Erstklassige Verpflegung 10. Zeitgemässe Preise — keine Transferschwierigkeiten Neuaufnahmen zum 1. April 1936 Auskünfte... und Prospekte durch dievleitung: Oberreg.-Rat a.D. Dr. Werner Peiser Dr. M. Qoldstein Florenz, Villa Pazzl, Pian dei Guillari

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