Mannheim
Compact Memory

Central-Verein-Zeitung · 1936-03-05 · 10 (5.3.1936) · page 19

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
15 (1936)
Issue
10 (5.3.1936)
Date
1936-03-05
Page
– (sequence 19)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
91% known words query
IRI
…/2277379-2278137-2278147--10707-2290854
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

3 entity mentions

1 Zur Frag«*. nh <ir-r gegenwärtige Augenblick für' die. Kin.-elzmie >!"« Rates geeignet-sei;- <?r- . klärte Lord ' Plymouth. 'd;iss der 11 isrh Commis-- sione’r midi t>.r■iiihIIioIpt Erwägung zu der Ansicht g,-iang! sei. der wichtige Schritt müsse, jetzt geschehen und durle nicht länger liinausgesrhobr» werden. Der Hut .worein ul« Faires verfassungsmässiges Instniinoiit an Stolle der gegenwärtigen gewalttätigen Propaganda und -oTrenilii'lien Kundgebungen der olTeiitlichen Mpi- 11.1111« -Palastrna.v ziiui Ausdruck verhelfen.- Wonn die .Regierung.jetzt' nicht zur Erfüllung ihrer ■Ziisiclieiiingeir auf den, < ,'ohioto . de r Seihst vor- •-wallung”srhreiten werde..sei zu he.Fürchten. das« es zu ernsten Unruhen. körn nie. Fier Unterstaalssekretür schloss «eine Au-diiiirungen,., indem er 'der Hoffnung 'Ausdruck gab, das« das jüdische Volk seinen Weg erkennen und bereit ■ sejn werde, seinen Platze im Legislative Council einzimehmen . und an einem Reformwerk milzuarbeiten. von dein die Negierung glaube, dass es zum Wohl der Gesamthevölkerung Palästinas geschehe.. .>'■■. ' Nach Abgabe der. Regierungserklärung., wandte sich Lord;-Sno.il, der den Diskussionsantrag,gestellt halte, gegen die erteilte Antwort. ..Wir Habe», unser Bestes getan“, schloss er; ..ich 'habe versucht, eine parteiische Einstellung '.in dieser Sache zu verhüten, und ich bedauro ••es. tief, dass die Regierung keine verständnisvollere Antwort auf eine in guter Absicht unternommene Bemühung gegeben hat." ■ ' Politische Notizen Aus dem Tel-Aviver Städtrat Nur mit grossen Schwierigkeiten scheint sich die grosse Koalition im Stadlpyrlamenl von Tel-Aviv rinzus|iie|en. So wurde zum Beispiel die .Billigung 'über 'die Besetzung der Vorwaltungsdezeiiiate nur dadurch ermöglicht, dass ■'Bürgermeister DizengoTf bald, dem Rechtsblock und bald dem Linksblock seine Stimme gab. um dem Grundsatz der ausgleichemlen Gcrerhligkeit zum Siege zu . verhelfen, und die grosse Koalition, deren Verwirklichung er sich, nach seinen eigenen Worten, als einzige politische Aufgabe seines Lebensabends gesetzt hat. herzusle!!>>,,. Die Arbeiterzeitung ..Dawar“ brachte danach eine lustige Zeichnung, auf der Di/.engoff beide tlaude zur Abstimmimg erhebt, und mit der rechten Für rechts, mit di r linken für links stimmt. Aber wirklicher Friede und wirkliche (leineinschaflsarheit wurden dadurch nicht ln-,-gesiebt, und emige“ Tage .ging in Tel-Aviv das Gerücht. dass Vi/eluirgermiMsler Rokach, Führer des Reclilsblocks und früherer Fraktionskollege von Dizengoff, demissionieren .letzt hat die Arbeiterpartei vor dein Landgericht Klage gegen die .Mamlatsverleilung erhöhe,,. Will'man die.etwas komplizierte Beweisführung beider Parteien auf eine Formel, vereinfachen; so kann man sagen: die Arbeiter-, pur fei hat bei der Wald 8701) Stimmen, aber nur sechs Sitze erhalten (den siebten Sitz des ■ Linksblocks erhielt der progressive Abgeord-- i nele. Rechtsanwalt Felix Rosenbliith. der Kandidat de,- I.t itaehduth <Mej Germania). Die Rechtsparteien dagegen erhielten zusammen nur 8534 Stimmen, aber sieben Mandate. Die Kläger bekannten nun. dass dieses Lrgebnis mir dadurch zustande gekommen sei. dass der Rechtshlock die Stimmen durch Wahlbündnisse und 'Lislonverhindimgen besonders gut ausgenutzt habe, dass aber die Verträge; zwischen den verschiedenen Rechtsparteien, welche diesen vor-' teilt,allen Slimmenlausrh ermöglicht hätten, teils gesetzwidrig seien, teils von der Aufsichtsbehörde nur auf (inind irriger Voraussetzungen genehmigt worden seien. Die Anfechtungsklage erstreckt sich nicht auf das fünfzehnte Mandat des Bürgermeisters Dizengoff. ,1er auf (Irund einer eigenen persönlichen Liste, ohne jede 'Verbindung mit anderen Parteien, gewählt worden ist. Atier. wie so oft in der Geschichte der jüdischen Selbstverwaltung in Palästina, i-t auch im jüdischen Stadlparlamenl die Billigkeit sofort hergestellt. wenn es sich um Lebensfragen des .Indischen '.lischuw und seine Vertretung nach Die Regierung hat die Stadtverwaltung 1 el- Aviv anfgefordert. das Budget so einzurichten, das« es auch ohne jede Rcgieruugsbeihilfe - balanciere. Damit soll nicht gesagt sein, dass die Regierungsbeihilfe diesmal ganz ausfällt, ai,er das Beispiel der Stadt Jerusalem, die wegen der Kürzung der staatlichen Zuschüsse ihren Ltat erheblich einschränken musste, schreckt. Alle Parteien waren einig in der Zurückweisung dieses Vorschlags. Line weitere Kürzung der öffentlichen Ausgaben erscheint unmöglich, da schon heule die Leistungen, der Stadt auf. wirtschaftlichem. kulturellem, sozialem und Verwaltung« massigem Gebiet hinter den Notwendigkeiten-Zurückbleiben, die sich aus dem schnellen Wachstum Tel-Avivs ergehen halien. Vizebiirgermeister Rokach erklärte unter Zustimmung seines Kollegen von der Arbeiterpartei, dass die Regierung, trotz ihrer ausgezeichneten Finanzlage. dauernd weniger gegeben habe, als ihan hätte fordern müssen und können. Betrachte man die Differenz, zwischen den berechtigten Forderungen Tel-Avivs und den tatsächlichen Zahlungen der 'Regierung in den letzten fünf .fahren, so könne man sagen, dass die Regierung der Stadt mindestens 100 000 U* schuldig sei; im Fiskaljahr 1004/05* hat die Regierungsbeihilfe nur annähernd 5 Prozent des Budgets betragen. Die Einigkeit der Stadtverordneten ging so weit, dass, zum erstenmal in der Geschichte der 1 rija, der revisionistische. Abgeordnete in einer Einzel frage für einen Antrag der Arbeilerdelegierten stimmte. Ausserdem wurden- Wege zur Steigerung der städtischen -Einnahmen gesucht, und ein Arbeite,delegierter schlug in diesem Zusammenhang vor. progressive Ausgaben an Stelle der ziemlich starren, im wesentlichen nur nach der Zinimerzahl berechneten' städtischen Wob-, muigssteuer einzufiihren. Kein Purim-Zug in Tel-Aviv Der Stad trat von Tel-Aviv hat beschlossen, den Purim-Karueval, insbesondere (len grossen Festzug, mit Rücksicht auf die neue Verschärfung in' der Lage des europäischen Judentums diesmal ausfallcn zu lassen. Die sonstigen privaten und halböffentlichen Feiern, insbesondere die Veranstaltungen der Schuljugend, werden in üblicher Form .statlfimlen.'Der Fremde-wird also in Tel-Aviv. das für das ganze Land ,.Purim-Zentrale“ bildet, auch'diesmal ein frohes TreilrtUi vor- ■ finden und nur auf die''Massenveranstaltungen, . die ja vielleicht auch ddr augenblicklichen Situa- , tion in Palästina nicht ganz entsprechen und jedenfalls den Sicherheitsdienst vor schwere Aufgaben stellen würden, verzichten müssen. Konflikte mit Arabern Eine Auseinandersetzung über Weideland führte im Bezirk von N'aulus zu einer blutigen Auseinandersetzung zwischen zwei arabischen Familien. Als die Polizei auf dem Kampfplatz. erschien, . um die--Rädelsführer zu verhaften und die Waffen zu beschlagnahmen, fand sie bereits vier Tote und zahlreiche Verwundete unter den streitenden Parteien .vor. , .Die . Frau eines jüdischen Siedlers, aus Athlit .wurde auf .einem Spaziergang in der Nähe des Ortes; den sie mit ihrem Kinde unternahm, überfallen und ermordet. Die Ursachen des Ueberfalls sind unbekannnt. Die sofort mit Polizeihunden aufgeiiomniene Suche nach .den Tätern führte bisher nur zur Verhaftung'eines verdächtigen Arabers. Aus der Justiz Beim Landgericht Haifa wurde jetzt nach neun Jahren zur» erstenmal wieder ein jüdischer Richter, Dr. Aron Shems, ernannt. Das Landgericht besteht jetzt aus einem jüdischen und einem arabischen Richter und einem englischen Präsidenten. - II Plissee-Busch & Co. || B e r 11 n SW 19, Kommandäntenstr.72 G Expedition nach auswärts am gleichen Tage Die ausländischen Juristen, die im Vorjahre die Anwaltsprüfung nicht bestanden haben.-sind, nunmehr--im Klagewege gegen die Entscheidungsgrundsätze der Prüfungskommission beim Ober- , sten Gerichtshof vorstellig '.geworden. Vor einiger Zeit erregte es grosses 'Aufsehen* dass in der'Geburtskirche von Bethlehem sieben Besucher wegen angeblich ungebührlichen Benehmens verhaftet und dem Richter vorgeführt' wurden. Der englische Richter sprach jetzt alle. Angeklagten bis auf einen frei, wobei er zu erkennen gab, dass nach der Beweisaufnahme die Besucher anscheinend von christlichen Arabern provoziert worden seien oder dass höchstens auf beiden Seiten ein Missverständnis Vorgelegen habe. Nur einer der Angeklagten wurde im Zusammenhang mit der Schlägerei, die sich aus dein Zwischenfall entwickelt hatte, zu einer Geldstrafe von zehn LP verurteilt. Die Palästina-Wirtschaft Der Kampf gegen die Arbeitslosigkeit Der Kampf für den Grundsatz der jüdischen Arbeit ist ein wichtiger Bestandteil in dem Kampf gegen die Arbeitslosigkeit.. Dabei ist vorweg eine Voraussetzung zu klären: Selbst . wohn man es nicht als' ein Gebot berechtigter Selbstachtung a»sehen. Wollte, bei einem so schweren Werk wie dem Aufbau dos jüdischen Nationalheims, zuerst an den jüdischen Arbeiter zu denken, wäre dieser Kampf aus zwei Gründen auch ohne Schädigung der arabischen Arbeiterschaft möglich. Einmal brauchte vielleicht nur die illegale Einwanderung haiiranischer .Wanderarbeiter, die mit ihren Lohnunterbietungen den jüdischen wie den ansässigen arabischen Arbeiter schädigen, unterbunden zu werden. um mehrere tausend Arbeitsplätze für den jüdischen Arb.eitsmarkt freizumachen. Sodann müssten bei Arabern und - Juden wirksame Massnahmen gegen die •Landflucht' getroffen werden, um die Verhältnisse zu erleichtern. Wie dem auch sei: Bevorzugung jüdischer Arbeit wird vom jüdischen Arbeitgeber als Mindestmass nationaler Solidarität gefordert, und wenn man die Wichtigkeit einer breiten, im Lande verwurzelten jüdischen Arbeiterschaft richtig erkennt, wiiäi man einsehen, dass diese Forderung in, Interesse aller Teile liegt. Auf diesem Gedanken beruht u. a. auch die Gründung eines neuen Kreditinstituts durch die öffentlichen jüdischen Instanzen.. Auf Grund eines in Luzern gefassten Beschlusses wurde jetzt ein Agra r-K red it Institut gegründet, das jüdischen Bauern und Pflanzern, die jüdische 'Arbeitskräfte beschäftigen. Kredite geben Soll. Nach der unmittelbaren Hilfeleistung für die gemein wirtschaftliche» Arbeitersiedlungen wird jetzt also in grösserem Umfang die Finanzierung der privatwirtschaftlichen jüdischen Landwirtschaft organisiert. Vom Kapital der neuen'Bank zeichnet die Anglo Palestine Bank ‘25 000 L!\ die Jewisii Amannys 5000 LP. während der Rest von den interessierten Landwirten selbst aufgebracht weiden soll. - Schon im Kongressherichl wurde mitgeteilt, dass in den. vier grossen jüdischen Pi'länzungskolouion Pelaeh Tikwa, Rechobot. Ness Ziona und Glieder« die Zahl der jüdischen Arbeiter meiden die wohl in Caesarea geprägten Münzen der'Statthalter nicht nur figürliche Bilder, sondern selbst das Bild des Kaisers und nennen mir dessen Namen. Bei. den Kussbodemnosaiken in den Kirchen der .byzantinischen .Epoche wird ebenfalls die Mensche,ifigur ausgeschlossen, es erscheinen hier neben de» überkommenen ornamentalen Motiven mir Bilder aus Tierleben iiml Pflanzenwelt, oder auch Architekturen, wie..in dein berühmten Mosaikbild einer Karte Palästinas aus dom T). Jahrhundert in der Kirche zu Madeba (Modba) in Transjonianieii. Andererseits zeigt die - Synagogeuruine \on Bilk Alpha in Kmek aus dem 6. Jahrhundert in ihrem Eussbudeiimosaik die .primitive Darstellung der Opferung Isaaks!-So isl auch hier alles dem Wechsel unterworfen. Die christlichen. Kirchonhauten der'byzantinischen /.eit. vor allem die Gr.abeskirche in.Jerusalem und die Oehnrtskirche in Beliebe»,, ihre Klosteranlagen . 'und (irähergestallungen stehen am Ausgang, von Wat/.Ingers Darlegungen. Auch er hebt die Bedeutung der' in den Synagogen- » wiedergegebenen Szenen aus dem Alten Testament für die Entstehung des ältesten . diri-tlicheu Bilderkreises hervor. Die gesamte blühende Kultur in dbm kleinasiasclien (ireny.iaml des byzantinische» Reiches erschien dann im 7. Jahrhundert schwer bedroht durch das siegreiche X ordringen der Araber unter dem Kalifen Omar, das . «UH» durch die Eroberung Jerusalems seine —K1-010010 fand. <ih'ichwehl -leide die gefasste Oesamtgeschichte * und Kulturgeschichte des heiligen Landes. Max 0 s b o r n. Moliveh geschmackvoll in Silhermäppciien nach ■Sachgebieten geordnet. Sie eignen sich durch ihr hohes' künstlerisches Niveau auch ausgezeichnet für Geschenkzwecke. D. Entdeckung einer alten Synagoge ■Professor L. A. M « y e r und Dr. A. Reife n - b e r g. die im vergangenen Jahr eine alle Synagoge in Ashtämoa entdeckt haben, fanden nunmehr in dem in dem gleichen Distrikt gelegenen K.hurbet S u s i v e h ' abermals Üeberreste einer antiken Synagoge. Bronisluw Hiihernianit hat., wie er unlängst in New-York milteilte. sein hauptsächlich ■ für. Palästina bestimmtes Sink o n i e -() r r bester .nunmehr gegründet. Unter .den Hunderten von Bewerber» hat Dobermann erste Kräfte ausgesucht. jüdische frühere Berliner Philharmoniker. Mitglieder der Frankfurter Museunisges.ellschaft. der führende» Orchester Münchens, Wiesbadens. Hamburgs. Dresdens und anderer Grossstädte. Das Orchester wird seine Spielzeit im Oktober 1!>j!i in Tel-A viv beginnen und dann andere Orte Palästinas besuchen. Insgesamt sollen etwa . SO Konzerte in einer Spielzeit gegeben werden. Als Dirigenten sind vorerst lssay D o b r o w e n. der frühere Leiter des San-Eranciscp-Orchesters. Haus Wilhelm S t e i n b erg. der ehemals erst'* Kapellmeister der Frankfurter Oper. _uml Michael T a u b e gewonnen worden. Als Solist wmd,- bisher Adolf Busch verpflichtet. .1 ahi'hunilerien öu-'johiUK'b' künstlerische Uebot'lieft'nmg Palästinas fort, mul ihn* aus bodenständigen und oingofiihi ten Tendenzen gemischte eigentümliche Eonmmwoli blieb noch für Jahrhunderte wirksam, auch für grosse Teile der. ouropäisch-mitlelalterlirhru Architektur und Dekoration. .Watziugers Buch, ob.-rhon streng auf die archäologischen G>esichtspunkie beschrankt, enthüll doch zugleich etwas wie eine kurz- Palästina-Photos Die bekannte Palüstinaphotographiii Aennc Mosbachm (Kasselb hat einen .Teil der Aufnahme,, ihrer ersten Paliistiiinreise. nämlich 10 Bilder. O, vorbildlichem Urrmisilh erd ruck kiin Die Entwicklung der hebräischen Universität Jerusalem Die Hebräische Universität Jerusalem zählt gegenwärtig' 10G wissenschaftliche Mitarbeiter. Die Zald'der Studenten beträgt über UOO. Die Einrichtungen für das Chemiestndiuin wurden bedeutend erweitert, so dass viele Studenten, die bisher ausländische Universitäten aufsuchen mussten, die Möglichkeit haben werden, ihre Studien in .Jerusalem zu beenden. Die Abteilung für physiologische Chemie hat ihre Arbeiten iii.i eigenen Gebäude.- aufgenommen. Laboratorien für Radiologie und experimentelle Pathologie wurden eingerichtet. Für ägyptische und palästinensische Archäologie wurde» iy*ue Fachgelehrte gewonnen. Es wurden Massnahmen getroffen, um die Fertigstellung des Studentenheims, auf dem Skopusherg zu beschleunigen. In den, Heini «oll eine Mensa für die Student'm Und wissenschaftliche» : Mitarbeiter eröffnet werden. 'Ausserdem sind Säle fiir Vorträge und Festlichkeiten vorgesehen. Die -Hebräische Universität Jerusalem hat zum erstenmal den Doktortitel verliehen, und zwar an Ra p li a'e 1 Pa l a i . den Sohn des berühmte» ungarisch-jüdischen Gelehrten und Dichters Joseph Patai. neuen Reise der jüdischen Oeffentlictikeit übergeben. Die Palästinabilder in Weltpostkai'!>',>gr>'7--c zeigen eine feine Einfühlung in die 'Schönheiten mul das Typische des Landes. Die Landsc.haft'sbJdcr gehen '/einen plastischen Eindruck von der Erhabenheit der Natur. In den. - Typenaufnahmen zeigt siet, Aeune Moshacher, ai> Meistern; der Beobachtung. Man spürt, dass sie einmal bildende K u n s t 'nusgeübt hat. denn solch«' Plastik sieht man selten auf dein Papier.. Die Aufnahmen sind in acht.Serien mit je fünf. Tr. Alfred fiupfc'rbctfl,' der Hmwlfchri'lfcitcr hee ...Uviirlitiidirn MtniitienlUattc-:*". verläßt in hi eien Tugen g'öitfritlüim. mit _ nach -Talnü-ir über iiiiieDcln. '.'lue hinein '.’lnlnk trafen nrti tue berliner liihiidieu cdiriftleiter su einem?lb-- 'chiedsudend. Ter Pertmii und Die auf ihm etc* ' hat lenen, (.'nuten nur» lieitercu '.'Infpradieii ieiniten hauen, welcher Beliebtheit üdi . Tupferbcrg in Rellegenfi'eneii erfreute unh wie stark man heu Bertutt.empfinhet, her mit feinem ivurtnang verhnnhcit i't. Wir wün'cheit Tr. flnpferberh tmh feiner sramilie einen crfelgreichcn neuen Atifban teilte* tat che ii Leben*. im letzten* Jahre nur von 2515 auf 2882 gestiegen ist, während sieh gleichzeitig die Zahl der arabischen Arbeiter von 2öü4 auf 6214 vermehrt hat. Eine neuere Untersuchung zeigt, dass in 1J20 jüdischen. Pardessim, die sich auf achtzehn Kolonien verteilen, und den grösseren Teil der überhaupt in jüdischem Besitz 'befindlichen tragenden Citruspfianzungen darstellen, die ausschliesslich von jüdischer.Arbeit bestellte Fläche in den letzten drei Jahren von 49 Prozent auf 28 Prozent der Gesamtfläche gesunken ist. dagegen der Anteil der ausschliesslich von Arabern bearbeiteten Fläche von 15 auf 35 Prozent zueenommen hat. Der Anteil der gemischten Arbeit ist mit 37 Prozent ziemlich unverändert geblieben. - Gewiss hat die teilweise unnatürliche Entwicklung des Lohnniveaus sowie die freiwillige Landflucht während der Prosperity viel zu dieser Zuspitzung der Verhältnisse beigetragen. Auch ist der vielfach sehr primitive Aufenthalt ' in einer Kolonie und das Warten auf unregelmässige Arbeit für den Arbeiter sehr schwer, wenn er nicht gerade in der eigenen Hilfswirlschaft einen Rückhalt besitzt. Die Entwicklung der Hilfswirtschaften aber steckt noch sehr in den Anfängen. Jetzt ist es jedenfalls nötig, alle.. Arbeitsmarktreserven auszuschöpfen, und dazu gehören natürlich in. erster Linie die Arbeitsplätze. die Von jüdischen Arbeitgebern-vergeben werden. Im übrigen wird auch in der Citruswlrtschaft die gelernte Arbeit vorwiegend von Juden beherrscht, und die Araber sind zumeist ungelernte Arbeiter. , Die freiwillige Soiidersteuer der Arbeiterorganisationen hat schön am ersten Tage dieser Sammlung 5000 LP erbracht. Der Voranschlag von 10 000. LP -monatlich, dürfte also erheblich - überschritten werden. Diese Gelder im Verein mit den. Arbeitsbeschaffungsfonds, welche die Histadrut in besseren Tagen aufgespeichert hat, dürften wesentlich zur Beseitigung der an sich ja überhaupt nicht übermässig grossen Arbeitslosigkeit, beitragen. * Von gut informierter Seite Wird, das Kapital, das im Jahre 1935 nach Palästina neu eingeführt wurde, auf etwa 16 Millionen Pfund geschätzt. Hinsichtlich der Formalitäten in bezug auf die U r st p r u n gsz e u g n i sa e bei der Einfuhr von Waren in i t a t i e n i s c h e n S c h i f f e n oder über i t a. 1 i e n i s c h e H ä fe n nach Paläs.tina hat «ich infolge der ‘Sanktionsnuissnahmeii nichts gewährend der palästinensische Weizenm e h 1 zo 11 bisher zwischen 3000 LP und 6500 LP pro Tonne schwankte, ist nunmehr ‘die Tonne uiii '500 Mils e r h ü h t worden und schwankt zwischen 7000 LP und 3500 LP fiir die Tonne. Der R o g g e n ,m e h 1 z o 1 ] ist um 500 Mils he rabgesetzt worden und sei,wankt jetzt zwischen 3500 LP und 6000 LP fiir die Tonne. Der Zoll auf Roggen ist um 1000 LP für die Tonne herabgesetzt worden. Amtliche Zahlen über diePalästinaeinwanderung im Januar 'Wie in der „Officia! Gazette“ bekannt gegeben . wird, sind im Januar 1036 2432 'Jude,'," nach Palästina eingewandert. Von diesen gehörten 207 . der Kategorie der Einwanderer mit einem Kapital von mindestens 1000 Pfund an. . Die I’alestine, Shipping fo Ltd.. Haifa, hat vor einiger Zeit ein Schüler-Preisausschreiben " veranstaltet, welches die besten Aufsätze von "Schülern und Schülerinnen jüdischer Schulen- .über.das Thema ..Wie stelle ich mir Palästina Vf.’r..-' . m'* viner Freifahrt nach Palästina und lötägigein: Aufenthalt doriselhsl prämiierte. Mit dem Dampfer ..Tel-Aviv“ fahren n.un;am 28, März ab Triest neunzehn . Preisträger unter der Leitung von Prediger Alfred Gordon. Harburg-Wilhelmsburg. und Magdalena Koppel. Hamburg, nach Palästina, um während"“der Dauer ihres dortigen Aufenthaltes selbst festznstellen. wieweit ihre Vorstellungen über dieses Land richtig waren. Vorgesehen ist ein Aufenthalt in verschiedenen Siedlungen sowie eine Rundfahrt durch Palästina. wobp; der Be- _.such ve-rsebtedengr sehenswerter Platze herii. k- «i'chtigt ist. Am 20. März wird die Rückreis mit dem gleichen Schiff.ab Haifa wieder angetreten. , Präsident Lebrun hat am 24. Februar den Vorsitzenden des Coniite France-Palesline. Senator Justin Go da rt. und den Vertreter der Jewish Agency beim Völkerbund, Dr. Goldmann, in längerer Audienz empfangen. Präsident Lebrun erklärte sich bereif, den Ehrenschutz über das Cörnite Franc^-Palestine zu überijehmeu.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.