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Central-Verein-Zeitung · 1936-02-27 · 9 (27.2.1936) · page 11

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Ei ■ £'f r ]! fi r n , ivr im Siebenjährigen Kriege u )tcr /vriciMidj dein Großen gefuchten und dann cich t-Ui'iifamp’i'r ^Washingtons und Organisator d.rs amerikanischen ' Heeres im Unabhängigkeltsknmps dauernden!>!nhm erworben hat. und dem . nllcu Adstiniövicrziger Karl Schurz, der aus Ekt deniichen vu'unnt und) dem??iedcrbruch der Frc:stci:-A'iavr.g:!ng sliidstcn nniftte, um für feine Ideale, gerei!.^ und gelautert, auf dem Boden der Rencii ^Velt weiter zu arbeiten und zu kämp- ■ -fcii:,. „'.‘inj die Frage von Goethes Iphigenie: ,Knuu uns znm Vaterland Die Fremde 'werden lvnrde Schurz", "so -faßt Lucken - fein Lebensbild zmam-meii, ..ans. tieiister Ncberzeugn'ng: die- Ant- : lvort ge-ninbeil'-haben:- .Fa, aveini / wir in der Fremde durcl, eigene Tat am-Ausbau eines freien . Staates mitzuarbeiten vermögen/ den. Einwanddes Tiioas aber: .lind dir ist fremd das Baterland. geivordeii', batte er darum doch nicht gelten gelassen, denn er setzte für sich und seine Landsleute alles daran,um ein solches Jremdwerden zu verlüden." chüälirend die ineisten Arbeiten bereits früher an veridsiedensn Stellen veröffentlicht waren, bringt die Sammlung am Schluß eine ganz, neue Untersuchung, die einem höchst umstrittenen : Thema gewidmet ist: „Gregs Kampf um den Silitritt Englands in den Weltkriegs Sie wird zweifellos nocl, lebhafte Erörterungen Hervorrufen. deinl sie vertritt die These, „daß Grey eiilen führeilden Anteil an der Vorbereitung der Weltlage von 19! l hatte, und nicht minder, daß er während der Krisis des "Ansbruchs in weitge» lieudem Maße auf den Eintritt Englands in den Krieg operierte". Gleichviel, wie man sich zu dieser These stellen-mag, muß man die methodische Scharfe lind das umfassende Wissen bewundern, mit der Linken sie vertieft und den verwickelten Sachverhalt in allen Einzelheiten.darlegt. Aber er verfallt nid,t-.in den Fehler, den er den Gegnern Deul'chlands mit Recht zum Borwurf macht und lehnt es äv.p die These der „englischen S.chuld" anizüsiellen. . - E.E. Rmlolph Wahl: Canossa. \T<‘rlagS.Fisclier 19:55. Aus den, von Giesibachschluchten zerrissenen, uinvirlliehen 'Plateau des zur Po-Ebene abfallenden Apeuiii erheM sid, der steile Eanossaselsen. ragendes A'al,uu:al der welchistvrischeu . Auseinander, fetmug zu'iidüu den beiden. die initti'lnlicrlidK pbelt 'besterrüstende» pvlitiscl>en Gedanken: "Anerkciinung der kirchlichen Weltherrschaft, gestüsit uni die Autorität des römischen Papstes oder Apeltherrfchaft des universale!, Imperiums des deutschen '.Kaisers. Fm ..Kampfe tim den Sieg dieses oder jenes Gedankens.ist der Gang nad, Canossa nur eine. Episode, die aber durch die Größe und Wucht der beiden Gegenspieler zum jvcltstistori scheu Shmbvl geworden ich Rudolph.Wahl. . dessen neuartige literarische Gestaltung Karls des Großen sd,vn außerordent- Iid,e.Beachtiing fand, nimmt den erbitterten .Kampf um die Verwirklichung der beiden politischen Prinzipien zum Vorwurf für sein durch wissensd,astliehe Tiefe und glänzenden romanhaften Stil fesselndes Werl: Eanvfsa. Vom Hintergründe der die Feit bestimmenden Ideen und Geschehnisse heben sid, in farbenprächtiger Zeichnung die Dertreter der beiden miteinander ringenden Richtungen ab. geiiihrt von dein deutschen Kaiser Heinrict). I V.. ans dem Geichlechte der Salier, und dein römischen Papst Gregor/Vll„ der Ueberlieiernng nad, ans dem jüdischen Blute der Pierre Leone üäimneud. iTie „Legende" dieses Gefdüechtes Hai vor einigen Jahren Gertrud von Le Fort in stalladesker Form in dem Roman „Der Papst ans dem Gstettv" erzählt.) Wahl, geht in Hermann Ltruekc zuiri 60. Geburtstag Hermann Struck, der Techzigjährige, ist ein Meister des Bilvitisses. Schon im Jahre lk>0!i entstehen die berühmt gewordenen Köpfe jüdisck)er Gelehrter, von Steinthal.- Gvldzieher, Hermann Cohen, von Lazarus, voit Abraham Berliner, dem Tvzcnten (im Rabbinerscininar der Reichshauptstadt.. .Karl Sch.warz. der den Katalog.der Struckschen Radierungen seinerzeit bearbeiten Phot. Herbert Sonnenfeld, Berlin konnte, hat der Frage der Signaturen auf diesen Blättern besondere Beachtung geschenkt und festgestellt, daß alle diese Porträts, vor allem der Herzl-Kops. den Davidsschild tragen zusammen mit den Initialen des Künstlers H. S. und seinem hebrüisäien "Namen Chaim Aron den David. Wohl konnte man allerhand Barianten dieses Signums beobachten, so begegnet der hebräische Raine im Jahre 190-1 auf der Sirilckschen Radierung von Gerhart Hauptmann, Richard Tehmet oder Arthur Rikisch. Es scheint eine treffende Bemerkung dös Biographen Adolph Donath zu sein, der einen Unterschied künstlerischer Art in den Arbeiten der Zeit von 1904 bis 1920 hcrausfühlt:; „Während er sich 1904 müht. Hauptmanns Dichterernst und Tehmels Gedanklichkeit bis zum feinsten und kleinsten Zug auf die Platte zu projizieren. und er 1905 unter anderem Ernst Haeckel zeichnet und seinen geliebten Jozef Israels, haben feine Porträts von 1920 ein wesentlich anderes Antlitz.- In den Bildnissen von Richard Beer- Hofmann. Arno Holz. Wolfgang Heine und Lovis Corinth ist Nebensächliches vermieden, ausgeschaltet. Hier ist die Persönlichkeit des Modells mit ein paar Strichen erfaßt, blitzartig geformt und mit einer plastisch beseelten Einfachheit radiert, die unübertrefflich scheint." der geschichtlichen Auffassung Heinrichs IV. und seiner Fahrt nach Canossa, wo er Lösung von dem auf ihm lastenden Bann durch den Papst erstrebt und erreicht, seine eigenen, vielleicht manchmal eigenwilligen Wege — und so kommt er zu einer sicherlich nickst allseitig anerkannten Deutung des schicksalhaften Tages vom Januar 1077. "Aber die blendende Darstellung der Zeit, der sie erfüllenden Ideen und ganz besonders ihrer Träger ist der- Wenn man einmal Gelegenheit hat, Arbeiten Hermann Strucks aus der letzteren Zeit des Lchasfens zu sehen, so lernt man den Umgang mit der „Kalten Radel" nicht nur eingehender Tennen, sondern in den eindrucksvollen künstlerischen Ergebnissen besonders schätzen. In diesen Kalt-Radel» Arbeiten hat der Meister seine Modelle direkt von der Natur mit der Radiernadel in die Platte „geschnitten" und das Aetzverfahrcn völlig außer acht gelassen, "Aber trotzdem entbehren diese Blätter nicht der malerischen Wirkung. , und dies schließt^eine große Beherrschung alles Technischen ein. «truck hat selbst eiir Buch herausgegeben: „Die Kunst des Radierens", in welchem er theoretifdjc und praktische Studien mit literarischen Fragen verknüpft.. Wie .er überhaupt "als Illustrator von sich reden macht: dies berichten feine „Skizzen aus' Litauen. Weiß-Rußland -amd Kur-. ' land". zu,denen Herbert En 1 e n b e r g einen Text verfaßte., oder „Tie Kriegsgefangenen"/ die F. v. Luschan einkeitete. Lithographien im allerbesten Sinne haben wir in diesen beiden Werken vor uns. wieder sind es Kopse, die. warm dem Leben abgclauscht sind und jenes geistige Moment hervortreten lassen, das sich im Werke Hermann Strucks neben allem Künstlerischen wie ein ewiger Faden heraushebt. Neben dem Porträtistew jedoch 'sieht' der Landschafter. Auf der ersten Palästinafahrt malt er Jerusalem, die Ruinen von Nazareth, die Palmen von Jaffa, die Patriarchengxäber von Hebron. Zeichnungen und Radierungen bietet das oeuvrs des heute Sechzigjährigen in reicher Fülle. Ein Malerpoet stellt sich uns vor, auch in der Venezia- Reihe aus dem Jahre 1910. Diese Landschaften haben vor anderen Ansichten der Lagunenstadt voraus, daß sie Venedig einmal von einer anderen Seite zeigen. Vor allem geht cs Struck um ein ganz, verändertes Format bei diesen italienischen Radierungen. Er zwingt nämlich die Architektur und die ganze Atmosphäre dieser Stadt in ein winziges Format, gleichsam hält er damit ihren Renaissancecharakter seit, indem die Form der Vignette gewählt wird. Trotz dieses äußerlich engen Rahmens lassen aber die Veduten vom Rialto die Lebendigkeit und das Stiinmungsvolle nicht vermissen, und diese Verbindung von Form und Inhalt ist in diesem Falle besonders beachtenswert. In vielen Ländern radierte der Meister die Landschaft. In Holland zeid,net er die weiten Ebenen mit den fetten Kühen und die ganze Atmosphäre dieses Landes, das Unzählige vor ihm auf die Leinwand gebracht haben. In Dänemark zwingen ihm die Dünen den Stift in die Hand, er radiert in der Schweiz nnd in Schweden, iiberall erfaßt er den Charakter der Landschaft. Ist den Jahren 1912—1913 arbeitet er in Amerika. Er skizziert dort,, wie Donath berichtet, den jüdischen Zeitungsverkäufer genau so wie den Chinesen, den Neger genau so wie den Mann der lstew-Dorker Gesellschaft. Er porträtiert Noosevelt wie den Bankier Schiff und bereichert damit die große Zahl seiner Bildnisse, die uns besonders wertvoll sind. ’ Dr. Olga Bloch. Di« Liebermann-GedLchtnis-Ausstellung im Berliner Jüdischen Mnseum. Lranienburger Straße 31, ist nur noch kurze Zeit geössnet. Besuchszeiten: Montags bis Donnerstags 10 bis 18 Uhr. Freitags und Sonntags tv bis 14 Uhr. Eintritt 0.50 RM. Jugendliche erhalten Ermäßigung. .Erwerbslose und Schüler: 0.10 RM. gestalt, daß Mahls Buch für den Leser — den historisch gebildeten sowohl als auch den nicht genügend informierten — nicht nur neues Wissen um eine der bedeutsamsten Epochen in der politischen und geistesgeschichtlichen Entwicklung der europäischen Kulturwelt vermittelt, sondern ihn auch in jene dauernde Spannung versetzt, die gerade bei einem wissenschaftlichen Werke. Beweis künstlerischer Gestaltung ist. vr. E. Fr—1. Louis Oppenheim Jemand erzählte, er wäre zum erstenmal als Kind in Berlin gewesen, aber die Berliner Eindrücke hätten sich ganz verwischt; als er stad, vielen Jahren wiederkam, war ihm alles neu und unbekannt. Da kam er irgendwo an einem unscheinbaren grauen Haus vorbei, und an einer- Wand klebte verblaßt und zerrissen ein altes Plakat. Auf einmal erwachte in ihm die Erinnerung an seinen ersten Berliner Aufenthalt, er erkannte das -Plakat wieder. Drei Muselmänner mit leuchtenden Turbans und charakteristischest Profilen, jeder hatte eine Zigarette ifli Mund und zusammen warben fies für die Marke „Problem Rtoslsm". Ilnd wie man -au einer flüchtigen Geste: zuweilen einen längst.vergessenenMenschen wieder-. erkennt, so erkannte er jetzt vor den „drei Muselmännern" Berlin wieder. Diese kleine Begebenheit sollte unseren Nachruf aus Louis Oppenheim einleiten, weil sie uns wie ein charakteristisches, gesprochenes Plakat für sein Schassen erscheint. Louis Oppenheim war schon vor dem Kriege, ein vielversprechender Plakatzeichner, unter seinem . Signum „Lv" erschienen während des Krieges die Kriegsanleihep.lakate, und weiter blieberr in der Nachkriegszeit seine Arbeiten von gleich, starker Wirkung. Das spridzt für sein ausgezeichnetes Können, denn viele seiner Kollegen mit ahnlid,en Borlricgsanfängen gingen in der neuen Epoche unter. In seinen Plakaten überwiegt das rein Zweckmäßige. es gibt fast jedem die für Oppenheim entscheidende. Note. Der echte'Werbe-Jnstinkt des Reklamezeichners. der direkt auf das Objekt losgeht, ohne Umwege, prägnant und klar, zielsicher und durchdacht, mit viel Humor und glänzender zeichnerischer Fähigkeit. Die manchmal beinahe pedantisch sorgfältige Ausführung läßt ihn in seinen Mitteln' doch immer puritanisch sparsam sein. Hunderte von Markenzeichen, Markenzeichen für Brauereien. Likörfirmen. Hvlzsirmcn, Margarine. Textilindustrie und so weiter und so weiter, beweisen immer wieder seinen Sinn für Ausgeglichenheit der Formen in originellster und dod, naheliegender Weise. Wer erinnert sich nicht an die zwei FF in. dem' Firmennamen Massen, die einmal zwei skilaufende Mädchen, einmal zwei frühlingsbehütete Mädchen, einmal zwei Osterhasen vorstellten; wie viel sichere Lustigkeit verrät der Einsäll! Oder die Plakate, die den Mahnruf „Mehr Milch!" ertönen ließen! Drei Gläser Milch, jedes Glas von einer Hand gehalten, dascheißt, eine Frauen-, eine Männerhand- und zwei Kinderhände strecken die Milch so verlockend und appetitlich, so sauber und gesund einen, entgegen, daß der verbittertste Milchabstinenzler sich dieser Werbung nicht verschließen könnte. Und wie frischgewaschen war die Familie.„Schneeweiß" in ihrem Tennisdreß. hell und freundlich kon> trastierte sie zu ihrem eigenen Schatten, wie überzeugte sie einen von der Oualität des Waschmittels, das sie benutzte.' Ter Blickfang ist jedesmal überraschend getroffen. Louis Oppenheim hat voll ersülli, was man mit großen Ansprüchen von einem Gebrauchsgraphiker erwarten kann. Was und wie viel das ist? Man muß sich dazll den Begriff „Gebrauchsgraphik" klarmachen, man muß wissen, welches Können die Voraussetzung zu ihr ist, und man muß den Mut haben, die Grenzpfähle, die so manche zwischen diesem . Können und Kunst einschlagen, sortzuräumen.' Die C.-V.-Zeitnng verliert in Louis Oppenheimer den Schöpfer seiner 'Zeitungsköpse. Auch den Umschlag des „Morgen" früher und jetzt hatte er entworfen. 6. H. Aus den Katalogen ..Die l'c'teu Freunde der Menschen sind ihre Büdier. Sie'reden nur. wenn sie befragt, m,d dann i,'reclien ne nur mit ilinen allem. Sie zürne» and, nidit. wenn man sie immer.wieder vo» neuem in Anil'rnel, nimmt, ja. sie danken - es. das; inan iie so .licht. Wer würde nicht viele soiaier Freunde!ei» eigen nenncii?" di ei ein Gnel l,e Wort' versendet die Berliner Bndiliandlnng "Rartiu S a l v m v n ihren ' .Katalog. Er lonzenirierl sid, in der Hauptsache .ms jiidiidie .Bnelier. neben. Bibelübersetzuiigest. Lerika und Leiebisdiern. aber and, Standardwerke zur Geislesn'iiiensdia'!. u'i.e Ernst E as s i r e r S ^.GgeNie nnd die geietiiditliche Bststt" oder Werke des Riaiinenides u'nd Beröüentlid,uugen über feinen EinKni; und ieine Well. Auel,.das 'Anlignarial Heinrick, R v f e it b e r g . «Berlin V -KN bringt im Berzeidmis 6l jüdisdie - Dinge. Tie Rianeitisdie Handschrift, die zii den lonbarilen nnd sdiönsteu Bildert,andschristest des "N.'inelaüers gebart nnd »ns Inden in bedingtem - NAäße" zn -iiirereiiier-en, neriiiag.'- liegt/ in der Faknmiie Ausgabe des in Heidelbergbesindlid)en Originals in vielfarbigem .Lichtdruck vor. in Sdiineinslederbaiid nni Hvlzdeckeln: man be- . wundert die geradezu bollendete Technik dieser »biedergabe. Außerdem nennt der Katalog' ein Rei'en'er! niber Bala'lma ans der Zeit um 1690. mn Tnellnb'er. Kn:"'er!aieln und Kartei, sowie mu ' der- - Angabe des Berlagsortes. Amsterdam. 26erle' zur ^neraturgeschichte, zur Astronomie..zur Ebeniie zur Gaßrc'obstie und bsiliilosophie füllen Modernes. Anli.anariat dielet „T a s B ü d, c r - - -,K-a b i :: e t I' «Berlm i'>2, an. Es aelii dabei um v:ums.ist.'t'.re - aller' Zeilen ' unS Völker. "!a:: Gogbs Vrie'e nuden sid, neben den von Hans w.' röe.- und Eorimbs Selb'lbiograpliie nebe.n dem 'radilaß der Paula Becker-Moderi'olm.' Unier der im E a > i i r er - Verlag . er« fd,ic>’..T..’it -‘Koilie .Die/ Kunst des Ostens" ist anandies vor.ianden. rvas im Handel .nieht mehr Tas Budiervara'dies Friedrich Ka-'tz bieret im Anuanariaislaialog Ar. Ist Bnck)er aus aUcu Gebieten an, unter anderem eine Folge neuer Dichtungen unter dem Motto „Der Jüngste Tag". Kafka, Brvd, Rubiner, Werfel, Sternheim und andere kommen da zu Worte. .. Das Verzeichnis U, das die Galerie Com me te r (Hamburg) versendet, enthält moderne. Originalgräpliik. Coriuth, Käte Kollwitz, Menzel. Pissarro und Licbermann interessieren in der Hauptsache. Eine farbige Originallithographie von Pissarro, - „Oa Ostarrue", auf gelblichem Papier, in der Literatur erwähnt, erfreut neben Renoirs Bildnis von Paul Cözanne, einem breitrandigen. prachtvollen Probedruck vor der lithvgraphisdjen Insd)rift. Bon Licbermann nennt dieses Hamburger Hans allein zwanzig Blätter sein eigen, darunter das Porträt Bialiks und Dr. Wolssson-A das Bildnis Theodor Fontanes nnd d.,s von Arno Holz. Katalog 235 der Berliner Firma R. L. Prager umfaßt Euzliklopädien, Sammelwerke. Festsdirifteli. ferner gesammelte Schriften aus dem Gebiet der/ Rechtswissenschast, Staatswissenschast nnd Gesclstchte. Wäbreud das Verzeidznis 256 Knlturgesdstchte, Vorgeschidste und. im Anhang. Rcisewerke nennt. Für den Sammler wertvoll das Stid,ivvrtregislcr aus der letzten Seite des Katallntcv den Wiener Sendungen diesmal sehr instruktiv Katalog VII von Heinrick, Hinterberger. Autographen und historisdie Dokumente in reidjer Fülle mit einem Anhang ..American Autögniplis", in dem Naisten wie A. Stevenson, Abraham Lincoln, Alfred Tennpsoin Mark Twain, David Austin begegnen. — Während das Wiener A u t i g u a r i a t B. A. H eck im Berzeidmis Nr.. 65 allein von Autographen berichtet. Da sd,reibt Hugvwvn-Hoimannsthal an Direktwe-HanD' Sonnentlial über den „Jedermann" aus. London, da findet man auch ein Konvolut von 62 Briese», eigenhändig geschrieben und „Hugo" signiert, die ' Korrespondenz HofmannstlialS mit einer Jugendfreundin. Baronin Elisabeth ist ..., späterer Gräfin H . .. aus den Jahren 1894 bis 1908. Da auch bittet der Bankier Salomon Rothsdstld. der Sohn von Pieper Amichel. der das Wiener Bankhaus von 1774 bis-1855 führte, den "Adressaten, Herrn von Vivenot, den Ueberbringer der Zeilen. Herrn Beer, beim Grafen Czernin einsühren zu wollen. Da auch bekennt Jakob Wassermann am 28. November 1906: „Ich liebe im allgemeinen nicht, Romane zu lesen, nur wenige der Neueren vermögen mich in dieser Kunstgattung zu fesseln, ich greife gern nach dem "Alten und suche laugvertraute Bilder der Meister der verblaßten Erinnerung wieder nahe zu führen . . . Ick,, bin ein Mensch.ohne' sogenannte ghmnasinle Bildung: vielleicht rührt es daher, daß mir die Klassiker der Griechen im Alter.eingetretener "Reife immer Erlebnisse von unvergleidsiidier Bedeutung wurden ..." Gilhofer und Ranschberg in Wien bietet im Katalog Nr. 255 eine österreichische Schkoßbibliothek zum Verkauf. Ein sehr schön bebildertes Verzeichnis mit 890 Nummern und 8 Tafeln! Während C. E. Rappgport in Rom im Katalog Nr. 81 Bibliographie, im ganzen 280 Nummern, anbietet, und T a u ß i g und T a u ß i g in Prag bibliophile Wünsche jeder Art zu erfüllen verheißü Akte und neue Bücher in 410 Nummern legt die Firma Roth u n d C i e. in Lausanne vor, während das Pariser Haus Victor L e m a s l e 252 Autographen am Lager hat. ' Dr. 0. B. ,,Kommen Sie, Cohn...“ Der Mann, au den sich die wohl bekaimtefte Fontaue-Auekdvte knüpf.?, weilte bis vor wenigen -Taaen unter uns. N'och immer. Tonnte man deis- 7 2 ja hrigemMieuD,alten" unHochsv j u n gc u Fritz Theodor Cohn taglüglich vön. seiner Zehlendorfer Billa nach Berlin fahren sehen, in das etwas antiguierte Büro, in dem so viele großzügige Pläne gewälzt wurden. Der fd,lid,te -Mann war einst aüch der Verleger Theodor Fontanes. Als Fontane den 75. Geburtstag beging, durste er erwarten, an der BaukettasSl die Vertreter jener märkischen Adelsgeschlechter zu finden, die der Dichter so oft gefeiert, hat. Fontane trat in den Saal und schaute sich um. Doch da "war keiner der Erwarteten. , Fontane zuckte die Achseln und mit den Worten: „Kommen Sie. Cohn" schob er den Arm unter die Schulter des, lllädsiten, um sich zum Ehrenplatz geleiten zu lassen. Seither sind 42 Jahre vergangen. Den also Angeredeten nahm nun ein Herzschlag leise hinweg. Vielleicht klang in jenem letzten Augenblick von irgend wo eine Stimme: „Kommen Sie, Englische Stipendien für Gelehrte aus Deutschland In der Royal Society fand unter dem Vorsitz von Lord R u t.h e r f o r d eine Versammlung des akademischen Hilssrates statt, bei der über die wegen ihrer Rassonzugehörigkcit in Deutschland entlassenen jüdischen Gelehrten berichtet wurde. Es wurde besckilvssen. eine Gesellschaft für den Schutz der Wissenschaft und des Studiums zu sd,afsen. die auf breiterer Basis die weiterhin notwendige Arbeit des akademischen Hilfsrates sortzühren soll. Mit dem Ausdruck der Dankbarkeit nahm der Rat zur .Kenntnis, daß Herr und Frau Simon Marks. Herr und Frau Israel M. Siefs. Herr und Frau H'arrp S a d, e r , Herr und Frau. Laski und' Fräulein Mathilda "M a r k s für eine Zeit von fünf Jahren zivei Fvrschungsstiiiendienz in der Höhe von je 450. Pfund jährlich für aus Deutschland ausgewanderte Gelehrte gestiftet haben. Eines dieser beiden Stipendien wurde nach Beratung mit der Royal Society für drei Jahre dem früher an der Universität -Güttiuaeu-tütiä-aewesenen Dr. Walter Heiller —gemährt, um es ibm zUrmöglidieu. an der Universität Bristol (eine Forschungen auf dem Gebiet der theoretischen Phvsik fortzusetzen. Tie Zuteilung des zweiten Stipendiums soll in nächster Zeit erfolgen. Ein drittes Stipendium stiftete der . Rat aus leinen allgemeinen Mitteln für die nächsten drei Jahre und erteilte es dem früheren Chefarchivar und Direktor der Forsd,ungsabteilung für Killturgeschidste im Geheimen Staatsarchiv in Potsdam,’ Dr. Beit Valentin, um ihm die Fortsetzung seiner Arbeiten über deutsche Geschickste am Londoner Uaiverrity College zu ermöglichen.

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