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Central-Verein-Zeitung · 1936-02-27 · 9 (27.2.1936) · page 3

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Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
15 (1936)
Issue
9 (27.2.1936)
Date
1936-02-27
Page
– (sequence 3)
Language
German
Belongs to
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Wann und wo finden Sie Rat? Link^rbein Köln .\sri]i|>iiiahaus Brcitcstr. 92 96. III. Z im in «--r 76^-79. Montag Ins Krcitag 10-13 Uhr.. Aachen Gemeindehaus, 16—18*4 lihr am 10. und 24. März. Bonn Gemeindehaus, Tempel strasse. 17.^—19^ L’hr am 2. upd - 16. Marz. Koblenz Hotel Continental, lö1^—18>a - Uhr am 3. und 17. Marz. Kreuznach Gemeindehau'. Adolf - Hitler l’laiz 11. 10—12',i Uhr am 4. und: 18. März. ' ■ Trier Im-Büro von Rechtsanwalt Dr. Voremberg, Adolf-Hitler-Str. 9. 11 J-a—13(, Uhr am 11. und IIcss.-Aassau und Hessen Kassel Gemeindehaus, Rosenstrasse, 16—19 Uhr am 5. März. Kaden .llannlicini Gemeindehaus, M. 6. 12., 10 bis 12 Uhr am 4 März. " ihn kennen, wünschen ihm noch viele Jahre eines gesunden und sittliche Wette schassenden wirken-. Dr. 8. David i o h n (Berlin) erhielt^ wurde einstimmig iiim ersten -Kantor der L-ynagogengemeinde Gleiwitz gewühlt. Ter junge Kantors dessen Bruder in gleicher beruflicher Eigenickjaft an der Hauptgemeinde in Kopenhagen tätig ist, entstammt einer bekannten Posener Familie. ihm als höchste jüdische Pflicht. -Kurz vor Vollendung seines fco. Lebensjahres starb Julius Blumenthal, der Vater unseres Freundes Geheimrat Ferdinand Blumenthal, am 20. Februar 1910. ^us den Familien Frau Lisctte Schl 0 ß (Jesberg Bez. Kassel» beging am 15. Februar ihren KO. Geburtstag.— Frau . Therese K ahn (Esd)wegei feierte am 26. Februar ihren 80. Geburtstag. — Moses 2 t ernbc r g (Kölnwurde am 26. Februar 80 Fahre alt. — Atbin f> i rf ch (Augsburgs begeht am 2. März seinen 70. Geburtstag. -- Ludivig Abra m c z h l (Berlins wird am 4. März 70 Jahre alt. — Heinrich M 0 s b a ch e r (»Franksnrt am Main), der 2', Fahre im Vorstand der Hauptshnagogengemeinde war, ist im 76. Lebensjahr gestorben. In Erfurt verschied Frau Gertrud G r ü n - Wald, die jahrelang mit großem Geschick und hohem Idealismus die Erfurter Frauengruppe des (sentral-VereiuS geleitet hatte. Ihr Hinscheiden wird nicht nur in den Kreisen der E.-B.» Frauen. sondern darüber hinaus bei allen bedauert lvcrden, die ihren Rat und ihre Hilfe in den vielen wichtigsten Fragen erbeten und gern gehört haben. Der neue Rabbiner in Bochum Nach her vor einiger ßvtt erfolgten Pensionierung des Rabbiners Tr. Tatst» in Bochum ist das dortige Rabbinat unter. entscheidender Mitwirkung des preußischen Landesverbandes jüdischer Gemeinden neu besetzt und zun» Vezirksrabbinat für die umliegenden Gemeinden des Industriegebietes ausgestattet worden. Fiuu Rabbiner wurde Tr. Josef .0 tiersscld gewül>lt.X Tie trinführungsfeier fand . unter reger Beteiligurm^er jüdischen-Einwohner aus .Bochum und den-anderen Gemeinden sowie in.Anwesenheit zahlreicher Rabbiner aus Rheinland und Westfalen durch den Vorsitzenden der Gemeinde Bochum, Rechtsanwalt Schönewald, und als Vertreter des Landesverbandes der Amtsvvrgänger, Tr. David, statt. Tr. Kliersield hielt eine wirkungsvolle Predigt über die Ausgaben des Rabbiners in der Gegenwart. Kantor Josef Grabowski aus Berlin-Friedenau, der seine berufliche Ausbildung durch Lberkantor Juwelier Ludwig Steinmetz % Nürnberger Str: 56 (neben Woolworth) Julius Blumenthal Geheimrat Dr. Julius Blumenthal, als Arzt eine populäre Erscheinung—im-Berlin-derVor- .kriegszett, wurde vor hundert.... Jahren, am - 2. Piarz 1836 in Krvppenstädt bei Magdebirrg geboren. Er -wollte "ursprünglich Rabbiner werden, studierte dann aber Medizin. Nach Absi schluß des Studiums volontierte er zunächst., bei . dem berühmten Augenarzt Graefe, später war er- Assistent von Geheimrat Tr. Herzberg, dessen große Praxis er nach dessen Tode übernahm. "Blumenthal war einer der gesuchtesten und angesehensten Aerzte in Berlin, ganz der Typus des alten, bewährten Familienarztes, der zugleich ein treuer Helfer seiner Patienten in allen medizinischen Fragen und ihr Freund und Berater in den Sorgen und Nöten des täglichen Lebens war. Jahrzehntelang sah man sein elegantes Coupö mit dem rotbärtigen Kutscher Hose drkrch die Straßen der vornehmen Viertel Berlins fahren. Blumenthal war in allen Kreisen gleich beliebt, bei der Aristokratie, der. Diplomatie, der Finanz und dem Patriziertum. Er war der Arzt des Herzogs von Sagau, der Fürsten Anton und Ferdinand Nadziwill, des' Grafen Tallcyrand, des Generals von Luccadou. des Grasen v. Hülsen- Haeseler und vieler anderer bedeutender Persönlichkeiten seiner Zeit. Tie Botschafter Frankreichs, Rußlands und Spaniens, die Gesandten Belgiens, Portugals, Tänemarks und Kubas ließen sich von ihm behandeln. Auch als Vertrauensarzt der -, Föt. Arno Kikoltr Dictoria-Dersicherung übte Blumenthal eine umfangreiche Tätigkeit aus. Die vielen deutschen und ausländischen Lrdcnsanszeichnungen, die er erhalten hat, sind ein äußerer Beweis für die Anerkennung, die ihm überall zuteil wurde. Ter Berliner Jüdischen'Gemeinde gehörte er als Repräsentant an. Jahrelang war er ein eifriges Vorstandsmitglied des Ccntral-Vereins. Immer war er zu Rat und materieller Hille bereit/ ein unermüdlicher und erfolgreicher Fürsprecher der Bedürftigen. Keiner von seinen begüterten Patienten versagte sich dem Mainie, wenn er ihn um Hilfe für Bedürftige bat, denn Wohltun galt ^/•///yer jüdischeUMnterhilfe Ter Monat März, als letzter Wintermonät, stellt im .die'Jüdische Winterhilfe noch ganz besonders hohe Ansorderungen. Tie Hilfsbedürftigen müssen . . nach wie vor mit, Kohlen und zusätzlichen Lebensmitteln versorgt werden.-- Ihre Zähl hat sich.in den ,: ' beiden letzten ' Monaten ' erheblich -vermehrt. Es . werden deshalb, alle Mitglieder der Jüdischen Ge-, meinde gebeten, nach wie vor ihre Spenden -an. ine Jüdische Winterhilfe abzuführen, insbesondere wer- \ den diejenigen GemeiNdemitglioder, > die zu xinem regelmäßigen monatlichen Beitrag entsprechend ihrer Einkommensteuer aüfgerufen sind, gebeten, so rasch wie möglich ihren Beitrag sür März atz die Jüdische Winterhilfe der Jüdischen Gemeinde zu Berlin, Berlin C 2. Rvsenstraßc 2—4 (Poslscheckkono Berlin 93 446) oder aus die bekannten Bankkonten einzuzahlen. Seelische Winterhilfe 19. u n d 2 0. Vera n st altung in den Passage-Festsalen, Neukölln, Bergstr. 150—132, 2. März, Kindernachmittag 13.30 Uhr, Bunter Abend 20 Uhr. Mitwirkende am Kindernachmittag: Edith Jacob, Ernst (Ludwig) Nuß bäum, Jonny Schwerfen z. Erwin Suttner, Erika Sachs. Mitwirkende am Bunten Abend: Fritz Tachauer sagt an. Erich Fuchs, Gerhard G o t t s ch a l k, Helga Hertz, Annemarie Hirsch (Hase). Lotte Hirschf el d (Sotms), Ernst (Ludwig) N u ß b a u m. Sanni Rosen. Ionntz Schwcrsenz. Erwin Suttn e r. Am Klavier: Tr. Walli A r o n. Greta G u n - der sh e im (Friedmann), Karten sür Hilfsbedürftige unentgeltlich im Winterhilfsbezirk Süden. Kottbusser Ufer 48—50, Winterhilfsbezirk Westen, Steglitzer Straße 9. Einlaß nur mit Eintrittskarte. Einlaß zum Bunten Abend um 19.30 Uhr. 21. Veranstaltung im Casä Leon, Kurfürstcndamm 155, 9. März. 16 Uhr, Bunter Nachmittag sür Erwachsene. Mitwirkende: Erich Elkan und Hellmut Wolfs sagen an: Iani B ä l l a n, Bober- L e win s k i, Martha Fro st, Herbert G r ü n b a u m ,. Hcdi . H a a s e . Felicia Sachs. Äarsa S ch a p i r b . Kinderorchester des 2. Waifenhanses der Jüdischen .Gemeinde in Pankow. Am Klavier: Rudi Lehmann und Ruth Cohn -(Schlesinger). Karten sür Hilfsbedürftige unentgeltlich im Winterhilfsbezirk Südwest. Münchener Straße 37. Einlaß nur mit Eintrittskarte. Einlaß zum Bunten Abend nachmittag um 15 Uhr. Jugendliche unter 18 Jahren haben keinen Zutritt zum Bunten Nachmittag. 'Üocameiqm 2». Februar, 20 Ahr 30 Mi».: Synagogenvcrband Berlin, Gruppe Rykestrahe NI Rabbiner Dr. van der Zyl: „Wendepunkt im Judentum". Musikalische llm- _ rahmung: Kantor Harri, Danziger und Betty Abrahamsohn. Synagoge Rykestrahe. 2». Februar, 20 Uhr: Eynagogenverband Berlin, Kruppe Neue Synagoge. Rabbiner Dr. Weyl: „Aus der Wett des Talmud". Musikalische Umrahmung: Obcrkanror ' Gollanin. Trausaal, Oranienburger Straße 29. 1. März, 1» Ahr 30 Min.: Synagogenvcrband Berlin, Gruppe Liitzowstraßc. Bewirtung der Kinder der Mitglicder und derjenigen, die ständig an der Iugcnd- . feicr teUnchmcn und dem Synagogenchvr angehören. Gesang, und Dcklamationsvorträge. Platzkorlenausgabe am 28. Februar von 17 bis 18 Uhr im Trausaal. 2. Mürz, 20 Uhr: Lehranstalt für die Wissenschaft des Judentums. Dr. Arnold Metzger: „Die Frage nach dem Sinn der Geschichte". Aula der Lehranstalt, BrtiUericstraße 14. S. März, 20 Uhr 15 Mi«.: Jüdisches Lehrhaus. Wißen. ' fchaftliche Arbeitsgemeinschaft. Professor Dr. Erna Barschst: „Eindrücke aus der englisch-jüdischen Erziehungsarbeit". Lehrhaus, Marburger Straße 5 ' Reichsverband israelitischer Schwerhöriger (Risch) e. B., S ch le s i s ch e B e z i r k s g r u p p e. 'Nächste Monatsversammlung: Z^Alärz. 20 Uhr, Gemeindehaus 31, Schweidnitzer Stadtgraben 28. Lhrxnarzt Tr. Pasch: „Tie Entstehung und Pflege der Sprache." Gäste willkommen. Auskunft bei Lotte- Schwarz, Breslau 13. Moritzstraße 33 (Tel.: 30557,'. S€MA€IHI’1€&I Schachaufgabe Rr. 57 von Max Wiener (Wittenberg) - Teutfches Wochenschach 1910' Matt in drei Zügen Weiss: Kb8, Td6. SI.5, Ba4, a5, <13. e4, e5 (8) Schwarz: Kc5, üf3, Bb4, c6 (4) Lösung der Aufgabe Nr. 55: 1. Dgl—h2, g2—glDf. 2. 802—kIP und 3. Sfl—e3 . . . . ß4r-g3, 2. Sd2—fl (Drohung) und 3. Sfl—e3 matt .... <16—d5, 2. Dh2—c7, g2—glDf; 3. Lc4—fl matt .... d5Xc4; 3. Dc7Xc4 matt, Löfnna der Aufgabe 2lr. 56: 1. 8k7—g5, i drohend 2. 8g5—c6 mattl ... Sd5—bl, 2. 8a3—b5 matt 8d3—c3, 2. Tg3—d3 matt . . . sdii—e3,. 2. 8g5—f3 matt ... Sd5—fl, 2. IJc6— e4 matt ... 8(15—e7, 2. Ld6—c5 matt ... Sv 15—c7, 2. Dc6—c5 matt . . . k6Xg5. , 2. Dd6Xo5 matt . . . Db3Xg3, 2. Sa3—c2 matt Richtige Losungen der Ausgaben Nr. 55 und 56 gingen ein von: Hans Evhn. Rechtsanwalt Ludwig yjiaijer, Sanitätsrat Tr. S. Tomke (Berlin), Eridz Rubensohn (Hildesheim), Siegmund Austerlitz (Gießen', Gottfried Gumbel (Stuttgart-. Mar Pniower (Hindenburg), Tr. med. Meyerhofs (Roten-, fels». Sans Steinberger (Bayreuth), Kantor D. Cohn (Koblenz», Tierarzt Max Koschminski, (Landsbcrg). Jacob Baumann (Köln), Alfons Ehrlich (Gleiwitz», Gerhard Lewisohn (Quedlinburg). Leo Rothschild (Konstanz), Karl Nußbaum (Rheydt); von Nr. 55 von: Sanitätsrat Dr. Ritterband (Lsterode). Heinrich Mehrländer (Dessau); von Nr. 56 von: Rabbiner Tr. Tänzer (Göppingen), Walter Joelsohn (Berlin)/ S. de Löwe (Norden). Frau Tilde Adler (Landsberg). Gerda Loewkowitz (Konstadt), Günther Rosenstock (Berlin). Weitere richtige Lösungen von Nr. 53 und 54 sandte ein: Sanitätsrat Tr. Ritterband (Qsterodc). . Schachbrie'fkasten: S. K. (Tüsseldors). Dielen Tank für Uebersendung Ihres ersten Problem- Versuches, der aber leider wegen des uiiökonomischou Ausbaues, sowie des 1. Zuges, in welchem bereits eine Figur geschlagen wird, nicht verwendbar ist. Lösung der Damespiel-Aufgabe im Kinderblatt der C.-V.-Zeitung vom 6. Februar 1936. 1. Pa3 - c7. f8X<i6 2. Db8Xe5Xh8, Dal muss ziehen 3. DXD * Richtige Lösungen gingen ein von: Peter Aronheim (10 I.). Berlin: Hans Rosenbach (11 I.), Leipzig: K. Gerstle (11 I.), Frankfurt a. M.; Gisela Levi (I0X I./ Efchwege/Jakob Laudsberg. Leipzig; Addi Sondheim <12 J,i und Herbert 'Sondheim (8 I»,. Qber-Gleen (Qberhesfen >; Anita Lamm (12 I.), Lichter'elde; Marwin Evhn,- Koblenz; Peter Baar/ Bertin; Ruth Rothschild. Qehringen. „Heber alles Lob erhaben ist die Szene der Waüemneihe. sie gehört zu jenen seltenen Ktinstiverlen, bei denen das Urteil, das der mächtiize Eindruck des Augenblicks dein Gefühl aller abnötigt, vu.ur der bedächtuzen Kritik des anderen' Tages bestätigt wird. Von gleich unwiderstehlieber B-irkniig ist das berühmte Ttw. des vierten Altes. . 9uidi langen IdliiIelinten eines beispiellosen ErfölFes. der . immer besonders den ..Hnisenotlen" Falt, wurde das Werk Meperdeers später um so peftiper nnqegriffen rmd gering penel,tet. Wir stepen ihm beute objektiv peisenilber. denn rvir sehen Meherbeer schon historisch. Es ist hier nicht der Platz, über die BerecljtiFtinF der .Fürosten Lper" Jl streiten/ Jedenfalls tvar Pteherbeer ihr stärkster, erfolgreichster und. vor allem begabtester Erpvnent. Er und sein Werk gehörten derganzen Welt, lveil er die Förderiing der Feit ans seinem Eiediete zu erfüllen bereit tvar. Er gab der Ieit il)r L pern.- tliealer, den prunkvollen, dekorativen Hintergrund ^in Handlung und Ansstatknng. Massenszenen. -Slaatsaktioneii. Erotik, er gab den virtuosesten Kehlen Bvindenrollen. er brachte dem -Lrchester eine individuelle Ansdrnckskrasl. neiie Instrumente, einen glanzvollen Klang, chlit vielein tvirkte er in die Iuknnst. Das; von seinem Werk auch hetile noch lebendige Eindriicke ansgehen köNneit. 'spürten ivir bei der 'Reniitszeniernng'-dep ..Hugenotten" in der Berliner Staaisvper vor -wenigen Jalnen. Damals kühlten wir bei allem . Aenßerliclien. Fassadenhatten. Dhoatralischeit. das; es das gibt: Blenerbeers „unsterbliche Btt'Ivdic". Ludzvix Abmann Tee-Nachmittag der Jüdischen Winterhilfe Am lcßlen Sonntag fand' im Brnbervereiii-:-- Hans ein Tee zugunsten der. Jiibi'äien B-inleriulü' fstall. bei dein die-Dgiuen der Vorstandsnu'.g'.ieder der Gemeinde rmd . der großen jüdischen Organisativnen die Tiiche gedeckt hatten und die Gäste empfingen, unterstützt von jüdischen Künstlerinnen. Tcr große Saal >var überfüllt. Ter Bvrsitzende der Berliner Jüdiichen. Gemeinde. Direktor Heinrich Stahl, eröisnete den Rachmittag mit einem Tank an die jüdiiäzen Franen, deren hingebnngsvvller Rtitarbeit das große soziale Werk gelungen sei. Im zweiten Teil des lltachmittags gab Tn- Alfred K l e c in kurzen herzlichen Worten dem Tank der Gemeindemitgtieder an Tirektor Stahl kür sein stetiges tvarmherziges Eintreten für die Winterhilfe Ansdruck.- Teenachmittage pflegen im allgemeinen in ihrem künstlerischen Teil keine Ileberraschungen zu bringen. V!an hält sich in.it Absicht an Altbewährtes. lind auch dieser recht anregende, nur zu reichlich gedeckte künstlerische Gabentisch — dessen ffkioean keine-üvegs gleichmäßig lvar — wies in der Vlehrzahl bekannte' Namen auf. Trotzdem, hätte die'er Nachmittag iein „Ereignis", nämlich in dein Tebnt dos L r ch e st e r s der I ü d i s ch e n K u n st 1 e r ln 1 f c.unter seinem neuen Dirigenten Rudoli S ch ro a r z. Man. kann deshalb mit Recht von einem „Tcbnt"-sprechen, weil das 'Lrchester zu Beginn -der neuen Tätigkeit seines jetzigen Leiters deine besten Kräfte verloren hatte, jo daß es das Lrci;ester gnasi neu zn schaffen galt, lind es ist dem Lrcheüer und seinem Dirigenten nichts Besseres zu iagen. als daß es der erzieherischen Arbeit von Schioarz'gelungen ist. hier in einem Feitramn von etwa drei Nlonaten neben dem Kuttnrbiindorchester einen ziveiten Klangapparat auizubanen. dem es zu wünschen ist. daß er sich in Iukunsl aimlich erfolgreich ausioirkt wie iinjer Hauvtortstester. In Rudolf Schwarz .haben wir es jedenfalls mit einer au-geiproehenstarken Tirigentenbegabnng zn tun. Er verfügt über eine klare und ruluge Jeichengebnng. die sich jeder Situation gegenüber ioivrt geschickt und überlegen anznpasien verKe'.n. w dan er seinen Willen absolut diirchzn'etzeu vermag. Man merkt es dem Srchester an. wie es wilug mit ilnn mitgeht."und spürt den Ernu der geuunelen Probenarbeit. Tie Wirkung dem Puo.ttum gegenüber nellle sich daller Mit den er' < T i i i. Ausgezeichnet durchgearbeilet waren die Begleitungen zu den Gesängen; die zur „Canzonetta" aus „Figaro" tvar bester Mozart. Alan braucht wohl jetzt nicht .bange zu fragen, wer gelegentlich eine Lücke im Kirlturbund auszufüllen vermag, wenn mal eine Vertretung gebraucht wird. Besondere Erwähmnig^ verdient aber auch der anscheinendvorzügliche Konzertmeister des neuen Orchesters. Alerander Prilutzki, dessen 'tonliche und technische Qualitäten in dem Solo der von Kurt Singer beionders schmissig gebrachten Lnvertüre zu „Orpheus in der Unterwelt" aufhorchen ließen. Tie übrigen Künstler müssen sich mit der Auszählung ihrer Namen begnügen, die zugleich der Tank für ihre Mitwirkung nicht nur an diesem tstachmittag, sondern auch bei anderen Ve-ranslaltungeistder Jüdischen Lllinterhilse, in deren Tienst sie sich in diesem Winter so häufig gestellt haben, sei: Frida W e b e r - F l e ß b n r g. Rita A t l a s z. Eamilla S p i r a , Tora G e r s o n . 'Ruth Eond e l l. Nelly H i r s ch . Willy Prager. Mar K ll t t n e r , Lucie iU ankiewitz - M a n st n . Eläre A r n st e i n , Erna Klein, Erivin Jospe und' Kurt Hirsch. Konzerte und Vorträge Wir sahen in den oberfchlesischen Gemeinden Beuthen, Gleiwitz lind-Ratibor die entzückende Lustspiel-Operette ,.'M e j. nc S ch w e st e r und ich", aiikgesührt vom Theaterenscmble des Hamburger. K ii l üi i b n n des.. Plan darf den Hamburgern, die aucli dieies Mal wieder ihr Können unter Beweis stellten, recht dankbar iür die geiiußreichen. humvrbef'chivingten Abende 'ein. T>7 war anck, jrho n11rvorzüglich besetzt: mit der schönen Liselotte E v h n - R o s e u als Prinzessin, dem sympathischen Karl Heinz Jasie als Bibliothekar. dem eleganten Schauspieler Fritz Melchior als Gras Lacy. dem ausgezeichneten Komiker Kurt A p p e l als F^lviel. der temperamentspriihenden Edith H e r ßst i k als Verkäuferin Irma und dem wirklich ersten Eharakterdarsteller Julius Kodier als Kunden. Tie von Mar Wächter (Kammerdieiierl einstndierkcn Tänze im ziveiten. Akt mußten mehrßrch wiederholt werden.' Kurt B ehre n s am Flügel begleitetegewandt und schmissig. Ansstattnng und Kostüme (Käthe- F r.i e d h e i m) paßten tresslich in den Rahmen. Hinter jedem Tetail und dem restlosen Insammenfpiel spürte man die zielbewußte Regie Tr. Hans Burbaums. H.B.. Tie Reihe der Veranstaltungen des Jüdischen Knlturhnnds Koblenz ervffnete Ätarion K o e g e l, trefflich begleitet von Werner Seelig-Baß. Tie Pianistin Erna Mann, gemeinsam mit der Koloratursängerin Alice Schwarz, und einige Wochen später der Frankfurter Bartton Hans A k' s e n h eim . am Flügel von Erica Schl a y e r begleitet, gaben wvhlgelungene Konzertabende. Alired A uetb a ch erfreute mit fein vorgetragenen jüdischen Geschichten. Vor ansmerksam lauschender Zuhörerschaft sprach Ilse Intra t o r Tichtnngen von Heine bis Werfel. Tr. Kürt Singer zeigte in gedankenreichen Ausführungen die mannigiachen Probleme auf, die sich für die jüdischen Knllurbünde bei der Erfüllung ihrer Ausgäbe ergeben. ^Einleitend erklang Beethovens Andante favon (Trude M eher). Tie anmutige Kunst Tela L i p i n s k a j a s (am Flügel: Tr. L a m m» zauberten auf manch sorgenvolles Gesicht ein beglücktes Lächeln. Fr. Ar. Dchüler und Schülerinnen in Köln spielten Theater - zum Besten der Jüdischen W intet" I) i l' e und der jüdischen Kriegsopfer und Hinter-- bliebenen. Zwei reizende Niveau wahrende, dabei humorig gewürzte Spiele des Aacheners Tavjn Schönberger versetzten die Spielgemeinsck)a't und das Publikum in Helle Begeisterung. In „Elias sendet einen Traum", auch in „Balak Baliam" spürte inan die sachkundige ansenernde Hand des Initiators und Regisseurs Hermann Ff l e i s ch m a n n und seines treuen Kitarbeiters Joi'ef Fr ei mark. Aparte altckia'stoifche Gelänge und Tänze (letztere ^von Anny Schöneberg mit eigener Note einstudiert und von ihrer Tanzgruppe voll Anmut aüsgekührtigaben den beiden Stücken ein fdir <in. sprechendes Relief. Es wurde mit freudiger Singäbe gespielt. Tichter und Regisseure konnten'sich dem zahlreichen Publikum mehrmals zeigen. A. W. Ilse Jntrator, Berlin, rezitierte mit großem Erwlg in den Jüdischen Kulturbünden Nordh a u , e n . G ö t t i n g e n , L f f e n b u r g sowie in P och ii m. An den meinen Abenden hörte MNn. ..Ernstes und Heiteres von Heine bis

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