Mannheim
Compact Memory

Central-Verein-Zeitung · 1936-02-20 · 8 (20.2.1936) · page 12

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
15 (1936)
Issue
8 (20.2.1936)
Date
1936-02-20
Page
– (sequence 12)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
86% known words query
IRI
…/2277379-2278137-2278145--10674-2290816
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

Wann und wo finden Sie Rat? »(-ss-Niissaii I Ui»«l Hosen r C-V.-Tätigkeit in Rheinland-Westfalen?vi» ■neuen ,)ahr fufjc brr Landesverband 3t hotijil(i11 title fü’nlen J&nrin fort, durch die LrtS- IN den grüneren Städten seines Gebietes Gciuciudcrcrsainmluiigcli cinztiboruscn. Ter Thn» dikns des Laitdcsvcrhaiidcs. Dr. E r n st P l äut, _ Esicn, sprach am Ib. Januar in der Synagoge - in ‘-Ha i] c ii, atn.'l. sscbrimr im Geincindchcim Gels e ii l i r eben; «ui t7.- Februar im . Ge» ineindebeiin •<?. o r t in ii 11 d . iiber „Gegen >vä?ts- . ansgaben des E.-V.". Ter Vortragendeschilderte die geistige Lage der giidcn und zcigtb die Ausgaben aus, die ans der gewrdorien Tissiinilatwn erivachse». Er zeichnete dann einen Onerschnitt durch die rechtliche und tatsächliche Läge, in der sich die Hilden innerhalb der verschiedenen Be< rlisskatcgvricn befinden. Endlich forderte der A'edner. das; keine weltanschaulichen, Vvr allein keine jüdisch.parteiinäftiqen Anscinandersehunqcn das Hiliswerk auch nur c i nein Hilden gegenüber gefährden durften. TagungdesVerbändes der jüdischen Gemeinden Schleswig-Holsteins und der Hansestädte Var kurzem fand in Hamburg eine Tagung des Verbandes der indischen Gemeinden Schles- . wig-Holsteins und der Hansestädte statt, dein auch der benachbarte prensiische Regierungsbezirk Stade und Ol.denb.uriz angeschlvssen sind, siiir die Rcichsvcrtreliiiig war Tr. L i l i en * l.ll n I.■.fiir den prensiischcn Landesverband Tr. S ch-i l d b e r g e r zugegen. Ans dem Geschäfts, bericht, den .ltlechtsainvalt David, der Vvrsisiende des Graften Ausschusses des Verbandes er. stattete, ist zu erwähnen. das; der Verband 30 ganz kleine Gemeinden und 85 Orto ninsasit, in denen einzelne jüdische Familien ivasinen, die vom jüdischen Geineinschastsleben sa gut iaie abgeschlossen sind. Hier wurden durch produktive Ünlerstüftung, Wvhtfahrtsarbeit und jüdischen Unterricht. sowie durch .stnltiirveranstaltnngeu jüdisitjes Bewnsitsein und. jüdische Eristenzen erlialten. Aiisier der Vereinigung van Kindern ans diesen Kleiiislgeineindo» an den ,Feiertagen in Hamburg. Altana und Lübeck ivird beabsichtigt. ..Nurse für die jüdischen ssranen ans diesen kleinen Orten abznhallen. um sie in jüdischem Pflichttnin zu unterrichten und ihnen Regeln fiir die Lebenshat'tnng >)" geben. Tr. L i l i c n t li a l ging in seinem Referat besanders ans die Betreuung der Engend ein. Oberrabbiner Tr. Hases d a r l e b a ch. Altana, erstattete einen Kiittiirbericht. Tr. Schildberg e r sprach über die Ausgaben des preußischen Landesverbandes. Wie Rabbiner Tr. Winter. Lübeä. in seinem Sclilnsiivvrt betaute, lag der Wert der Tagung var allem in der Tatsache, daß Menschen ans den kleinen Gemeinden wieder ei», mal die Möglichkeit hatten. in jüdischem Kreise sich ansziisprdchcn und sich als Glieder eines grvs;en Ganzen zu fühlen. falls teil. E? ist auch immer noch?,eit da zur spvrtlichen Betätigung im ssreien, zur Erholung im Walde und am Tee. ^m Zusammenleben mit den Gefährtinnen und Lehrkrätien lernen diele . jungen Menschen die für ihre chiikiiiiit w notwendige Einordnnng in jüdische Geineinicha'i. Und wenn sie nach einem Halire als gründlich ansgebildete Heimgehilfinnen in die Praris geben, werden sie ebenso erfolgreich im Privathau-halt. wie in einem großen Hauswesen im. Ausland zu wirken vermögen. Gemeindewahl in Bamberg. Tie'Neuwahl der Gemeindekärperschasten der israelitischen Kultusgemeinde Bamberg kannte unter Vermeidiing eines Baahltainpies dnrchgesührt werden, da ein Einbeilsva'ischlag . eingereicht lvurde. Gemeinde- . verivaltnng und Gemeindekammer haben sich nnnmehr. konstituiert. ^n den Rat des Verbandes ■ bäuerischer israelitischer ,Gemeinden wurde an Stelle des ausgeschiedenen Geheimrats Tr. Joses Werner lBambergl Rechtsanwalt Tr. Martin M a r g e n r a t l>. der Vorsteher der Gemeindeverivaltnng Bamberg, geiväblt und an dessen Stelle in die Tagung des Verbandes Hustizrat Bl. H a e s lein (Vainbergl. hehrhaus Berlin Moniäg-Einsührungsvozclesungcn in die jüdische l''>eichichte: 21. ssebruar. 2» UPr b>> iüliii., Hsmar -Elbagen: ..'KeiivätLvgciibanS. Kleinstrafte in. Ciicnc Arbeitsgcmeinschast über den Tannerstag- Barlrag: r'7. ,Februar. V» Uhr b» 1>lin..,Anla, Ivsepip- ^ehmann-Schnle, ^)vachim»thaler Ttraße 13. 22. Februar, 20 Uhr 30 Min.: Sanagogenverband Derlin. viruvpe Rritcstrage N. Rabbiner Dr. Manfred Ewarfciiftn „Der Talmud". Musikalische Umrahmung Oberkantor Harr^ Danziger und Hermann Schwarz 24. Februar, 20 Uhr: Lehranstalt für die Winenfchaft d«S Judentums. Dr. Maies Siitcr: ..Probleme .um, di» Slusivxaclic des Hebräischen". Äula der Lehranitalt» -Artillericnrastc 14. ' ' •. 23. Februar, 17 Uhr 30 Min.: Lehranstalt für die Misten» fch n ft des Indeniums. Außerordentliche Eencrawer» iamüiluiig. LestraiiitaltS ArtiUeriestraße 14. 23. Februar, 20 Uhr 13 Min.: Verein gesetzesircncr Lehrer. Dr. Galdichmidi: „Fnicrestantcs zur Peisach-Hngada". Siondilorci Hansa, Flensburger Straße 1'.».. 25. Februar. 20 Uhr 30 Min.: .Gesellschaft für ' jüdische , Familienforschung. Kurt Schwerin: „Jüdische Führer in der schlesiichen Industrie". Lessinqloqe. Ein Königlicher Briefmarkensammler Am 20. Januar starb Georg V. In den Kreisen der Philatelisten ist die Trauer ganz besondere gross, denn gerade dem verstorbenen Herrscher war es zu danken, dass das Mriefmarkensammeln * in grossen Teilen des Erdballs nicht eine ■'Liebhaberei von einzelnen Menschen blieb, sondern hoffähig wurde. Als Prinz, als Thronfolger und als König ist der Dahingesehiedene der Philatelie nicht nur treu geblieben, sondern hat durch £r- Bei den Haushaltungsschülerinnen in Lehnitz Eine Eigenart im Erholungsheim des jüdischen ssranenbniides in Lehnih. die von den Gästen'als besonders angenehm eiiiptnndeii wird, ist die Verbiiidnng mit dein hansivirtsäiastlichen Sä,iiluiigS° knrsns. Tvriiihe junge Btädchen. mit guten Blameren. tattvoll und zurückhattend..machen die Hans- und Küchenarbeit, servieren und.decken die Tisches so'hübsch und geichinaetvoll. das; man schon vom A »selten Appel il bekommt. B!it praktischer Gumnüseliürzo angetan.. stehen Schülerinnen am Waschtrog, im Rebenranm bügeln einige, bnntbesätürzt räumen andere die Zimmer ani. Tas; junge Blädchen im Kinderheim des 'Hauses als Pilegerinneu tätig sind, gehört'zum Untcrri'chtsgang. 'Nirgends ein Leerlauf, jede Ardeit dient praktischem ^wcä. Hn der Organisation ist das moderne pädagogiiäie Prinzip verwirtlicht. jiin- ' gen ,rachkräile.n die Leitung des Unterrichts an-, t'inr ivenige gal,re älter als ihre Schülerinnea, —von denen übrigens manche das Abitur hat — mag die innae Herricherin im Küchenreich lein, die da Mil 'olcher Sicherheit und ruhigen, grenndltaiteil zeigt n»d erllärl. und selbst inmitten euter sslni .von 'Arbeit' nie den Kopil nie die Geduld verliert. Bei dieser sngendlicheii Hanshattnngslelireri». an der stell manche ältere Hausfrau ein Bei'viel iielmteii tann. teriteit die Blädchen ettvas. Und genau so iil's hinsichtlich der anderen Lchr- Tagesvlan" lind Arheitseinteilung erweisen Ordniina 'ü-ii^aeminneii leiirt Trat; Werbungen, Vervollständigungen. Unterstützung der Forschung und' eigene Vorträge der Hrietmarkenkuude einen starken Auftrieb gegeben. Schon der junge Seekadelt, der sich, als zweiter Sohn König Eduards VII., ganz dem Seewesen hingeben wollte, halte der damalige Prinz Georg auf den 1880 mit der „Hacchanle“ unternommenen Weltreisen Gelegenheit, die in den einzelnen englischen Kolonien benutzten Postwertzeichen zu erwerben. Er .wurde in dieser Hinsicht auch von seinem Onkel, dem Duke of Ediubourgh, unterstütz. ' Der damals, angelegte Grundstock erfuhr einen weiteren Ausbau. Später, alß der Prinz, der durch den 1892 erfolgten Tod seines älteren Bruders Thronfolger geworden war, boten auch die vielen repräsentativen'Reisen Gelegenheit zum Erwerb interessanter Stücke. Bald trat der Prinz in die London Philatelie Society ein. den führenden englischen Sanimlerverein, in dein es ihm bis in die letzten . Jahre Vorbehalten blieb, von 1919 bis zuletzt in der ersten Augustsitzung Vorlagen aus seinem Material zu machen und diese zu erläutern. Der Verein, der bald in Royal 'Philatelie Society umbenannt wurde, machte den Thronfolger schon im März 1904 gelegentlich eines Vortrags über clie englischen Eduard-Köpfe zu seinem Präsidenten. später-zum Ehrenpräsidenten. Die gleiche Ehrung wurde ihm seitens des Sydney, Philatelie Club und des schwedischen Philatelistenverbandes zuteil. Die Sammlung König Georgs V.,. die nur die Marken des British Eins pire enthält, umfasst in ihren 150 Bänden die grössten auf diesem Gebiet ■ vorhandenen Seltenheiten, z. B. beide Mauritius „Post Office“. Westaustralien. Ausgabe 18ö4. 4 d. blau, mit kopfstehendem Rahmen, die englische 10 Schilling „I. R. Official“ von 1902 ungebraucht im Paar und Einzelstiick. gebraucht, im Einzel-/ stück, den einzigen bekannten Fünfeistreiken der Mauritius ..Post l'aid“ 2 d. mit dem Fehldruck „Penoe“ und viele andere Unikate. Ueber das weitere Schicksal der Sammlung, die in besonderen Räumen des Buckingham-Palastes, aufbewahrt wird, sind bereits Entscheidungen getroffen worden. König Eduard VIIL, der zwar auch Sammler, aber, noch nicht so ausserordentlich stark philateUstisch interessiert ist wie k-ein Vater, wird dessen Sammlung weiter pflegen und für deren Ausgestaltung Sorge tragen. P. I\ L. Tauschecke der C.-V.-Zeitung Wir beabsichtigen, alle vierzehn Tage in der C.-V.- Zeitung eine Briefmarken-Tauscheeke zu veröffentlichen und bitten alle unsere philatelistisc.h. interessierten Freunde, uns, soweit sie Interesse für Briefmarkentausch haben, ihre genaue Anschrift anzugeben, unter Hinzufügung ihrer Spe-. zialgehiete und Tauschwünsche. In dieser Briefmarken- Tauscheeke werden wir auch besondere Hinweise darauf geben, welche im Verkehr befindlichen Marken Abarten aufweisen. -Haus-. Ga Neu - und B-erkarbeit. Gvinnastif. Rahriingsinillel . Blaleriat-, Haushaltungsfuude. Erziebnngs- und Gesnndtteilslvttre. Holetduchsührtlng. tron lun'ttiaücr hebräischer, englischer, deutscher T'iui'if nnd indischer Geichichtsslndien findet sich noch immer ,'L'ü zu einem regen Gemeinschasts.. leben nt siidischem Geiste. Ta werden Stngstnnden nnd. Vorträge abgehalken: an den in vehiiiü -bäliüg nallsuideiiden Tagungen jüdischer Orgauisalionen nehnien die Schülerinnen gleich- Vermischtes Der Tag der Briefmarke ist in fast allen . deutschem Städten, im denen es Briefmarken-Sammlerverei«e gibt, durch Ausstellungen und Sitzungen gefeiert worden, in denen auf die Bedeutung des Tages, die Wichtigkeit der grossziigigen Werbung für die Philatelie und die Persönlichkeit des Generalpostmeisters Heinrich v. Stephan hingewiesen wurde. Aber auch in zahlreichen europäischen und aussereuropäischen Orten fand die Idee einer solchen Veranstaltung grosse Verbreitung. Universitäts-Vorlesungen über Philatelie. An der Harvard-Universität in Cambridge (Mass.. USA) finden,' wie. ..Sänimlerpost“ meldet, auf Veranlassung des Erziehungs- Departments des Staates Massachusetts im Wintersemester 1990,86 acht •Vorlesungen über/. Philatelist i sehe Fragen statt, z. 13. über ' Verständiges Sammeln und phiiatelistisehe Hilfsmittel, Papier-. Druck- und Trennungsarten. Fälschungen und ihre Bekämpfung u. a. Auch an der Universität Washington wurden Themen erörtert, wie ' Psychologie des Markensammelns. Briefmarken und Zeitereignisse. Organisation von Sanunler- ' Neuentdeckte deutsche Abarten. Der 0 s t r o p a - B 1 o c k ist nach ..Sammlerpost" jetzt in einigen Stücken ungezUlim aufgeiauchi, i>t also jetzt auch in diesem Zustand zu katalogisieren. Die T r a c h t e n s e r i 'e kommt, besonders der 40 - Reichspfennig- Wert, mit fehlender innerer Randlinie vor. Oft ist sie mehrfach unterbrochen. Die H ä n d e 1 - M;i r k e wurde dem gleichen Blatt auch'mit fehlender Randlinie vorgelegt, so dass das Perückenhaar anscheinend aus dein Markenbild heraustritt. Bei den bayerischen Eisenbahn in a r k e n sind bisher die 3 und ö Pfennig mit doppelt gelochtem ..F.“ bekannt. Nunmehr taucht auch die 20 Pfennig mit dieser Abart auf. Philatelie im Vatikanischen Museum. Nach „Madrid Filatelico“ Wurde Anfang dieses Jahres im Vatikanischen Museum in Rom eine' besondere Briefmarkenabteilung eingerichtet, die u. a. nicht* nur eine grosse alte Sammlung der früheren Kirehenstaatmarkeii enthält, sondern auch die Sammlung des Papstes Pius XI. Ausserdem werden dauernd die aüs der laufenden, ausseror< len ll ich um fa» greich en Korrespondenz des Vatikans einlaufenden .Mark**». Karten und Briefumschläge, für diesen Zweck zur Verfügung gestellt. ', Mässaua philatelistisrh gesehen ist einer der. interessantesten Orte der Erde. Zunächst zum angloägvptischen Sudan gehörend, besass es ein ägyptisches Postamt, das wohl um 1870 errichtet wurde und erst einen grossen Entwertungs- Stempel mit Inschrift „POSTE KHEDEVIE EGIZIAXE - MAS- ,SAWA” nebst dreizeiligem Dalum benutzte, dann etwa von 1879 ab einen in Französisch und Arabisch gehaltenen Stempel mit einzeiliger Datumbriicke, der bis Oktober'ibStr bekannt i.-t. Mitte 188.1 besetzten die Italiener den’ Hafen nebst Hinterland und schulen die Kolonie Erythriia. in der zahlreiche Orts-tempel benutzt wurden. Augenblii'kliclt -ind dort auch >e|-.r viele Feldpo>tstempel in Verwendung. Die deutsche 3 - Reich>pfennig¬ Freimarke kommt zurzeit auch in P I a 11 e n d r u c k an den Schalter, mit den üblichen Reihenzählern arn oberen, rechten und unteren Bogenrand, Hausauftragsnummer unten zwischen 5. und 6. Marke, ebenso Eörmnununer. Es lohnt sich, diese Marken mit den entsprechenden Rändern zu sammeln und Marken vom gewöhnlichen Walzend ruck daneben zu kleben. ( Ein Postinuseum in Paris. Nach mehrfachen Meldungen beabsichtigt die französische Post Verwaltung, in Paris nach dem Muster der bereits in vielen änderen Ländern vorhandenen ähnlichen Institute auch in ihrer Hauptstadt ein Postinuseum einzurichtcn, für das eine bereits dem Staat gehörende ausserordentlich umfangreiche Frankreich-Spezialsammlung die Grundlage bilden soll. Kjinstlerzciclicn auf deutschen Briefmarken waren bisher streng verpönt, nur einige Erinnerungs- Postkarten zeigen initialen der betreffenden Künstler. Den Anfang bei den Briefmarken inacht M. E s c h 1 e, dessen Name am unteren Rami der neuen Olympiade-Marken zu seilen ist. Nur ungebraucht oder nur gebraucht? In dieser Beziehung soll und darf der Sammler niemals nach dem berühmten Schema F gehen. Man kann gewiss auf dem Standpunkt stehen, dass eine Seite ungebrauchter Marken einen ästhetisch schönen Anblick gewähren, dass umgekehrt gebrauchte Marken auch den Beweis ihrer bedarfsmässigen Verwendung erbringen — können (falls sie nämlich nicht Gefälligkeitsstempel tragen), aber einen allgemein und stets gültigen Grundsatz gibt es nicht, insbesondere muss man von einem derartigen Prinzip abweichen, ’ wenn man den Schritt zum Spezialsammler öder gar zum' Forscher tut. Ueberhaupt wird man Abarten. Ränder, Blocks usw. nie oder selten in der Form bekommen, in der sie in einen bestimmten Rahmen hineinpassen. Eine imbekannte Erinnerungsausgahe. In England wurde vor einiger Zeit eine Erinnerungsausgabe angeboten, die bisher in den Katalogen .nicht vermerkt ist. Es handelt'sich um die Freimarken der Vereinigten Staaten von Amerika, Ausgabe 1895, 1 Cent bis 5 Dollar, die dazugehörige Eilmarke. ferner - um die gleichzeitigen Zeitungsmarken von 1 Cent bis 100 Dollar und um die damaligen Postkarten und Umschläge. Sie alle erhielten aus Anlass des Weltpostkongresses von 189“, ^er in Washington abgehalten wurde, einen schwarzen Aufdruck „Union Postal Congress“ in einer Auflage von 125 Sätzen, die in besonderen Alben abgegeben wurden. Der Preis eines solchen, jetzt zur Veräusserung gelangenden Albums wird mit 35 Pfund'Sterling oder 175 Dollar angegeben. 1 Bücherschau Die 39. Lieferung des Kolil- Briefniarken-Hamlbuclis, des massgebendsten in deutscher Sprache erscheinenden Werkes, enthält Italien (Teil II), Ausgaben 1861/62 bis, 1867, Von den Freimarken von 1861/62 werden noch die auf ihnen vorkommenden Entwertungen grundlegend behandelt und abgebildet. Es folgt die nicht verausgabte Markenserie für die Neapolitanischen Provinzen, deren merkwürdige Entstehungsgeschichte hier erörtert wird, sodann die Freimarken von 1802 in Prägedruck, wobei besonders die Beschreibung der Zähnung Beachtung verdient. Ein umfangreiches Kapitel ist den 15 - C. - Marken gewidmet, sowohl hinsichtlich der entsprechenden Tarife, als auch der Herstellung der notwendigen Wertzeichen, Proben, Unterarten, Drucksteine und Fälschungen zum Schaden der Post. Die Regierungszeit König Viktor Emanupls 11 (1863 bis 1878) Wird durch eine Darstellung der Tarife und Entwertungsstempel eingeleitet, ebenfalls wieder durch zahlreiche Abbildungen unterstützt. Hinsichtlich der Marken, die zunächst bei De La Rue & Co., Ltd.. London, später in der Staalsdruckerei in Turin hergestellt wurden, wirkt die ausführliche Behandlung der einzelnen Druckvorgänge, Vorbereitungen, Druckplatten, Randinschriften, Plattennummerung usw. verblüffend hinsichtlich des Vergleichs mit den damaligen — und späteren — englischen Freimarken. Selbst wer diese Marken nicht so eingehend spezialisiert, sollte sich die Einleitung zur Ausgabe 1863, die Bearbeitung der Freimarken selbst sehr eingehend durchlesen, weil hier wie kaum sonst in der deutschsprachigen "Fachliteratur eine zusammenhängende Darstellung der Fabrikationsmethoden gegeben wird, die für sehr viele Wertzeichen verschie- . denster Länder massgebend ist. Interessante Angaben über das 15- C. - Provisorium und die 2 -C.- Marke von 1863 und die 20-C.- Marke von 1867 beschliessen diese wertvolle Lieferung. MONDIAL, Billigs Internationales Philatelistisehes Nachschlagewerk. Der sehr eifrige Wiener Verlag Fritz Billig tritt jetzt mit einem grosszügigen Werk vor die Oeffentlidikeit, das in Form von Lieferungen die gesamte philate- . listische Literatur in sachlicher Anordnung enthalten wird. Die mit englischen, französischen und deutschen Ueberschriften und Anordnungen versehenen Blätter sollen länderweise die ganze Welt umfassen, innerhalb der einzelnen Länder alle Veröffentlichungen, die sich auf Post, Briefmarken, Handel, Vereine usw. beziehen. Die einzelnen Blätter können nach einer der drei genannten Sprachen, dann länderweise, dann weiter nach Materien, geordnet werden. so dass der Leser in Kartei- ' form eine .dauernde Uebersicht über'die einschlägigen Bücher und Artikel erhält. Die nächste Briefmarke »»Ecke , erscheint in ca. 4 Wochen. Briefmarken Ankauf —u, luliuu.-.„.Verkauf geg.Kasse.v. größt. Lager in ganzen Rarität.,Samm- Sammlung lung.Gelegenh. u. Einzel Marken Reich! lustr in jeder Preisliste sra Menge tis und franko J. u. H. Stolow, Briefmarken-Handlung Berlin W 50, Aug«bürger Str.37 (Ecke Joachimsthaler Str.) Tel. Bismarck 468 Wenn S/e gut bedient seinwollen, so machen Sie Ihre Einkäufe bei unseren Inserenten. iHiiiiiiniiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiniiiiiiHiiiniiiHiHiii B riefmarken und Sammlungen Ankauf — Verkauf. Preisliste für Sammler gratis Philipp Kosack & Co., Berlin C. 3 , Burgstr. 13. Ankauf — Var kauf 10 — 14 Ehr und ab 6 Uhr LUDWItt «EIER Berlin W5<h Eislebener Str. 6 r B4 5250 Ankauf — Varkauf Erledigung von Feldlisten. FrltE Löw in. Berlin W 35. i.iiivuvrstr. 91 A. Ankauf <>*knr weiss Verkauf Berlin W 9, Potsdamer Str. 12 / B t 2901 4

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.