Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 15 (1936)
- Issue
- 7 (13.2.1936)
- Date
- 1936-02-13
- Page
- – (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
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22. Ds.: Das jüdische Volk im neuen Europa. Die wirtschaftliche Lage der Juden in Ost- und Zentraleuropa »eit dem Weltkrieg. Prag, 1934. 4. Wanderungsproblem und Auswanderung 23. Michael Traubl Jüdisch», Wander- , ’bewegungen vor und..-nach dem Weltkrieg. Berlin, Jüdischer Verlag, 1930. 24. B. Weinryb: Deutschjüdische Wanderungen, im 19. Jahrhundert. ,,Morgen“, Jahrgang 10. 25. Jacob Lestschinsky:- Die Umsiedlung and Umschichtung 'de», jüdischen Volke» im . Laufe des letzten Jahrhunderts: Sonder-, druck aus .„Weltwirtschaftliches Archiv“,' - Jena, Fischer, 1930. 28. Ds.: Die berufliche Zusammensetzung der jüdischen Einwanderung in die USA 1900 \bis 1925. „Weltwirtschaftliches Archiv“, Band 27, T. Heft, Jena, Fischer. - 27. Wladi Kaplun-Kogan: Die jüdischen Wanderbewegungen in der neuesten Zeit 1880 bis 1914. Bonn, Marcus & Weber, 1918. 28. Korrespondenzblatt über Auswanderung»- . und Siedlungswesen. Herausgegeben vom Hilf sverein der Juden in Deutschland. Ausgabe September 1935. 29. Alijah. Informationen für.. Palästina-Auswanderer. Herausgegeben vom Palästina- Amt der Jewish Agency ’for Palest ine, Berlin W 15. Ausgabe Februar 1936. 5. Berufsfragen 30. Jüdische Bevölkerungspolitih. Herausgegeben von der Zentralwohl fahrtsstelle der deutschen Juden. Berlin, 1930. Zur Frage der Berufsumschichtung! ~ —1 31. Lucie Zobel: Die jüdische Berufsberatung. Grundlagen und Praxis. Herausgegeben von der Zentralwohlfahrtsstelle ’ der deutschen Juden. Berlin, 1931. 32. Dr. Heinrich Kuhn: Berufswechsel oder : Berufsumschichtung'. „CV-Zeitung“ Nr. 27, 29 und 30 1934. 33. Otto Neuburger: Was soll aus uns werden? Zur Berufswahl und -Umschichtung von Juden in Deutschland; .Schriften der Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland, Nr.IX. 34. Louis Wulff:- Handwerk im Judentum. Berlin, Biko-Verlag, 1935. Lin jüdischer Handwerker kämpft für den Aufstieg seines Standes. Im Gegensatz, zum Zionismus verfügt die deutschjüdische Idee nur über ein geringes Schrifttum. Seit ■ 1933 findet das Ringen, um eine Substantiierung der weltanschaulichen Haltung der Juden in Deutschland - vornehmlich in kleineren Broschüren und Zeitschri.ftenaufsätzen seinen Niederschlag. VII. Juden und Deutschland A. Der Zeitraum der rechtlichen Emanzipation 1. Gabriel Riesser: Ueher die Stellung der Bekenner. des mosaischen Glaubens in Deutschland, 1831. - Als deutsch-jüdische „Quellenschrift“ von hohem Reiz ■ ' . 2. Rafael Löwenfeld: Schutsjuden oder - Staatsbürger? Berlin 1893. Die Schrift, die zur Gründung des Centralvereins führte. 3. Eugen Fuchs: Um Deutschtum und Judentum, Gesammelte Aufsätze. Frankfurt a. M., Kauf f mann, 1919. 4. Derselbe: Glaube, und Heimat. Berlin, Philo-V erlag, 1928. Eugen buchs, einer der Gründer und Führer des Centralvcreins, "hat in seinen gesammelten Aüfstiizen die deutsch-jüdische Idee so dargestellt. wie sie über ein halbes Jahrhundert lang gelebt wurde. Ein kurzer, die beiden Pole ■ — Glaube und Heimat — der deutsch-jüdischen Weltanschauung umreissender Aufsatz, ist unter Nr. 3 genannt. 8. Hermann Cohen: Deutschtum und Judentum. Giessen, Töpelmann, 1915. Cohen versucht, die Verwandtschaft von deutschem und jüdischem Geist zur Grundlage einer deutsch-jüdischen Anschauung zu machen. Weitere Werke von Cohen s. unter IX. 6. Franz Rosenzweig: Briefe. Berlin, Schocken, 1935. Rosenzweigs „Stern der Erlösung“ (s. unter IX) gilt heute als jüdische Philosophie im deutschen Raum schlechthin. In das Wachsen und Reifen des Menschen und Denkers Rosenzweig—- und im weiteren Sinne einer ganzen Epoche jüdischen Lebens in .Deutschland — führen seine Briefe so klar und leuchtend ein, dass ihre Kenntnis im Grunde eine Förderung des Tages ist. Die philosophischen Schriften Rosenzweigs siehe unter IX. 7. Paul Rieger: Vom Heimatrecht der deutschen Juden. 4. Auflage. Berlin, Philo- V.erlag, 1930. 8. J. Segall: Die deutschen Juden als Soldaten im Kriege' 1914-—1918, mit einem Vorwort von Professor Silbergleit. 3..Auflage. Berlin, Philo-Verlag. 9. Die jüdischen Gefallenen des deutschen Heeres, der deutschen Marine und der deutschen Schutztruppen 1914—1918. 2. Auflage. Herausgegeben vom Reichsbund jüdischer Frontsoldaten, 1932. 10. Kriegsbriefe gefallener deutscher Juden. Herausgegeben vom Reichsbund; jüdischer Frontsoldaten, Berlin, Vortrupp-Verlag, 1,1. Der Jude,- Sammelschrift ,,Judentum, Christentum, Deutschtum“. Berlin, Jüdischer Verlag, 1927. Das Heft der bekannten Zeitschrift enthält über 40 Aufsätze zu diesem Themenkreis aus der Feder bekannter Denker und Schriftsteller. 12. Ludwig Holländer: "Deutsch-jüdische Probleme der Gegenwart. Berlin, Philo-V erlag, 13. Felix Goldmann: Der Jude im deutschen Kulturkreis. Berlin, Philo-V erlag, 1930. B. Die Stellung im nationalsozialistischen Staat In der C. V.-Zeitung erscheinen fortlaufend wichtige Beiträge zu dieser Frage. 14. Alfred Hirschberg: Der Centralverein deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens, in „Wille und Weg des deutschen Judentums“. Berlin, Vortrupp-Verlag, 1935. 15. Leo Löwenstein: Die Linie des Reichsbundes jüdischer Frontsoldaten, in „Wille und Weg des deutschen Judentums“. 16. Hans Joachim Schoeps: Der Deutsche Vortrupp, der Ort geschichtlicher Besinnung, in „Wille und Weg des deutschen Judentums“. 17. Heinz Kellermann: Der „Bund“ (deutschjüdischer Jugend), in „Wille und Weg des deutschen Judentums“. Diese vier Aufsätze versuchen, den Standort wichtiger jüdischer Gruppen in Deutschland Zu schildern. 18: Hans Joachim Schoeps: Wir deutschen Juden. 2. Auflage. Berlin, -Vortrupp-Verlag, 1934. (Fortsetzung folgt.) Aguda, noch dem Mis-rachi angehören. aber dt« Verpflichtungen empfinden, sich über die Stellung des religiösen Palästina-Attfbaües nnd die tragenden »Faktoren der geschichtlich traditionellen Auffassung des Judentums Klarheit zu verschaiien. Tie Broschüre ist bei der Palästina-Zentrale der Agudas Fisroel. ,Frankfurt am Main, Schwanenflraße l-', zu beziehen. Mitten drin ist Eduard Strauß, der 60iährtgS in seiner über den engen Kreis seiner Schüler hin« aus wirksamen Arbeit. Er liest Bibel, wenn er zu dem Bünden der jüdischen Zugend kommt, um ihre Arbeit zu fördern. . . ,r Eduard Strauß hat noch eilten großen Teil seiner Arbeit vor sich, War könnte inan ihn an diesem Tage Besseres und Wichtigeres sagen? Fritz Sfehwarzschijd Eduard Strauss — 60 Jahre l>Jm 18. Februar vollendet Tr. Eduard Strauß.»- Frankfurt am Mains sein 60. Lebensjahr. Tiefer Tag bedeutet für ihn selbst sicherlich nur eine Etappe seines reichen Lebens, gibt ums. aber den erwünschten . Anlaß, einen Blick aus seine Entwicklung und seine - Leistungen zu werfen, tun so mehr. als die breitere _ judisclje.' Lessentlichkett in der . drängenden Fülle - der Tagesereignisse, ntir selten' von ihm hört. Er ist in .Kreuznach geboren, im jener schönen deutschen Landschaft, die. nahe des Rhein?, eine seit langem dort ansäßige, in besten Traditionen wurzelnde jüdische Bevölkerung ausweist. Seine Universitäts-Studien führten ihn über Bonn. München itnd Berlin, wo er bei v. Bacher. Emil Fischer und anderen Ehemie, Physik und Botanik hörte, dann wurde er Assistent am Institut für angewandte Ehentie unter Hilger nt Mf'mchen itnd studierte dort noch Medizin. Fm Fahre 1005 mar er in Berlin als Mitarbeiter Emil Abderhaldens tätig und von 1W7 ab Laboratoriums-Leiter in der Klinik des städtischen Krankenhauses in Frankfurt itnd anderen Instituten.- Fm Fahre 1922 wurde er durch Geheimrat Wilhktnr Kolke an das der Frankfurter Universität angegliederte Eljemotherapeutische Forschungsinstitut Georg-Speyer-Haus berufen. Eduard Strauß hat bis zu seiner Benrlaubtmg vor wenigen Monaten dort eine Forschertätigkeit nusgeübt. Er gilt aus diesem Fachgebiet als Kenner von hohem Range, dessen zahlreiche wissenschaftliche Arbeiten stets das Interesse seiner Fachgctivssey beanspruchen^ Für iins ist vor allem die jüdische Arbeit von Eduard Strauß wichtig. Als Franz Rosenz w e i g nach dem Kriege nach Franksurt a. Dt. kam und das freie jüdische Lehrhaus schuf, war Eduard Strauß sein engster Mitarbeiter. Ans dieser Zusammenarbeit erwuchs eine tiefe Freundschaft zwischen diesen beiden Männern. Das Frankfurter Lehrhaus wurde durch ihre und Bubers Lehrtätigkeit ztt einem der geistigen Mittelpunkte jüdischer Arbeit in Deutschland. Tie Spannungen zwischen Menschen unterschiedlicher Herkunft und verschiedenster jüdischer weltanschaulicher Haltung uuitbeii in gemeinschaftlicher Arbeit fruchtbar gestaltet und schitfen eine geistige Atmosphäre besonderer Art. die vor allem die Menschen der jüdischen Fngendbewcgüng wahrhaft förderten. Schon bald gesellten sich zu diesen drei Männern Richard K o ch . Ernst S i m o n . Riidvlf H a l l v . Rachum Glatzer und andere, die in einer neuen Art jüdischen Lernens für das Leben einer ganzen . jüdischen (Generation entscheidend wurden. Es wird sicher Eduard Strauß' eigenen Wünschen entsprecheii. wenn aber ttebeu und vor den Genannten noch gerade eines Mannes aus diesem Anlaß gedacht wird, der trotz oder vielleicht gerade wegen der Stille seines Wirkens den entscheidendsten Eiusliiß in jenen Fahren ansübte. Hinter der Persönlichkeit Franz Rosenzweigs. der im.Mittelpunkt der Aufmerksamkeit der jüdischen Welt stand und steht, tritt die Gestalt Rchemm Röbels in den Hintergrund. Gerade er aber war es auch, der aus Eduard Strauß in seinen reifen Mannesjahren entscheidenden .Einfluß sausübte. .Wie bei seinem Lehrer Röbel, geht Strauß tiefste Wirkung vom gesprochenen Wort aus. Tie zahl der wissenschaftlichen Arbeiten des Chemikers Strauß sind groß, die schriftstellerischen Arbeiten des lehrenden Juden Strauß sind an Samuel Krauss zum 70. Geburtstag am 18. Februar > Samuel Krauß, seit 30 Fahren Professor, -an der Israelitisch-Theologischen Lehranstalt in Wien, nachdem er vorher an der Lehrerbildungsaüstalt in Budapest, gewirkt hatte, gehört zu den produktivsten und vielseitigsten judischenv Gelehrten der Gegenwart, Sein berühmter Lehrer Ignaz Goldziher pflegte ihn. in jungen .Fahren den wandelnden Scparatabdruck zu nennen, weil er ihm jedesmal, wenn sie einander begegneten, den Abdruck einer neuen Abhandlung überreichte. In Fahrzehnten bewundernswerter Hingebung und eifrigster Arbeit ist die Anzahl dieser Bücher DasFebruar-Heftdes, »Morgen4 ‘ ,.Es erwächst für die kleine Gruppe derer, die ohne Berwischuug notwendiip'r Grenzziehungen mit ' aller -Leidenschaft ihres Willens jüdische Solidarität' erstreben.. die gesteigerte Pflicht zur Frage und Tat: zur Frage, ob überhaupt inmitten der hvehauf brandenden Wogen der innerjüdischeu Flut ein Fleckchen noch geblieben ist. auf dem Gemeinschaftsarbeit geplant werden lattn. und zur Tat der entschlossenen Berwirllichung, sofern-dies- Borsrage bejaht wird." Tiefer Satz der Besinnung und der Beräntivvrtu-ug ist das Leitmotiv des Aufsatzes ..Lösung der Fudeufrage" von E. R.F., der das Februärheft des „Morgen" einleitet. Er kommt zu dem Ergebnis, das weithin gebilligt werden wird, daß es einWfotale ..Lösung" der Fudenirage ans dem unabänderlichen Weien des jüdischen Schicksals heraus nicht geben kann, und daß von die'er Einsicht her ..manches, au'- gcregte Getriebe" bedeutungslos tvird. Es ist sehr interessant. der.Berzweigung dieses Grundgedankens in den folgenden Aunatzeu nachzuspitren. F r i tz H e i tt e m a n u setzt sezne A»ssührtingeu über' ..Grundgedanken jüdischer Philosophie". die er in früheren Heften begonnen hat. Fort, indem, er itp außergeioölmlich klarer Spracheeiner . voransge'schicklen allgemeinen Philosophie des Mensdien eine Philosophie des jüdischen Metpschen anschließt, die in dem ..heiligenden" Akt einer nmfaüendeit 'Böertgebnng sein eigentliches diesen allgemeinen - kogEch eiitgebendet der Penlatencii Er auch der Rezensent bekennt sich zu der Auffassung/ daß siel, das Fechten jeden lonslrnktio.en Gedankens anf jüdischer Sette zur Einordnung i n die werdende arabische SFaatemvelt. ja selbst jeden Bersuchs moraliscl,er Beeinflussung eiites TägeS als fchioere- Unterlannngssitnde erweisen tvird. Ten Kranz der Aussätze schließt F e s i m S eli i r - in a n ii mit'-..Betrachtungen über nenhebräiiche Tichtnng", die in-eine'Würdigung der Bialikichen Bemühungen zur Lbiederbelebnng der Poesie des Blittelalters.ausmünden. Belletristik ist. der Gepflogenheit des ..Rlorgen-' entsprechend, eingestreut:' neben Gedichten .von E m m u TL o l i und der Selbstbesprechung E m a n u e l b i n G v r i o n s ztt seinem im Schocken-Berlag erschienenen Lesebuch..Tas siebenfache Licht" ie''elt vor allem die Fortsetzung der ..überaus plastistchen Erzählung von Facvb Picard ..Ter Gezeichnete"/in der beste küdwest- - deutsche Schre.ibiradition Fohänn Peter Hebel'cher und Bertbold Anerbachstkier' Herkunft jüdisches Leben der Ilrgroßvärerzeii. >o ivie es ivar. lebendig 'macht. Fch rechne die''e. Erzaltlnng zu den dichterisch reifsten Bemühungen.ans der dcnlfchjüdischen Liieratnr der letzten Fahre. . Ein reicher Befpreäningsteil schließt das Hrit ab. lieber ibn verrate ich -nichts. Ter Leier der ..E.-B.-Feikung" iolb die Febr.üar-Astinnner des ..Morgeü" selbst zur Hand nehmen. Cai . und Aufsätze ins Märchenhafte gewachsen, eine Bibliographie von Krauß sämtlichen Beröffentkichungen wird wahrscheinlich an die Ziffer 2000 heranreichen: es gibt kaum eine jüdisch-wissenschaftliche oder allgemeine in sein Fach einschlagende Zeit- oder Sammelschrift, in der er nicht Publiziert hat: seine Aufsätze sind in deutscher. ungarischer, hebräischer, französischer,' englischer und italienischer Sprache erschienen. Seine Arbeiten lassen sich in einige Hanptgebiete zusammensasien. Zunächst ist da die Bibel zu. erwähnen: Krauß ist einer der Hanptmitarbeiter der ungarischen Bibelübersetzung, die 1006 gerade bei seinem Abschied von Budapest fertig ivurde. gewesen, er hat einen hebräischen Kommentar znm Buche Fesaia verfaßt — von kleineren Arbeiten ganz zu schiveigen. Er hat Beiträge zur jüdischen G e s ch.i ch t s forschnng geliefert, die zumeist ans seinen Borlesungen.hervorgegangen und neben dem 2. Fahrhundert den Fudeu im bhzautinischen Reiche 'sowie der Leidensgeschichte der Fuden in Sesterrcich oder der Familiengeschichte gewidmet sind. Sein wichtigstes -Arbeit-, gebiet aber wurde die Philologie und A r ch ä o l o g i e. Schon als Student hat er eine Preisarbeit verfaßt, die unter dem Titel „Griecksisckie und lateinische Lehnwörter im Talmud. Midrasch und Targum" in-zwei Bänden erschienen Zahl "gering iind"chr ' ihn mid seine Bedeutung . rst. Tiest Stitdien führten ihn zu tief eindrinvhne besondere Leichtigkeit. Ter Bortrag, die Tisgendcn aor'chnngen kiilttirhiuoriichen Fnhalt-.' kussivn. die Arbeitsgemeinschaft, das Zwiegespräch, ->„ii.-i,eii her ii.hiidini ertgebnng ' M a r t i n als Erzähl dankeiigang konkretisiert mentars bat. Prächtig ietzt sich im .Konkretisierung' deeinem temperamentr Gawriel über Sclirislleitnng stellt darin vertrete gleichung des talische Umgebung zur gveiten Teil des. Heues die'e Afisgangslbemas fort in ili'u Aunatz von Bt. F. b e n - Tie A'raraber'rage". T:e u einer Borbermerkung die ^icJcliscbe Bibelübersetzung abgeschlossen , Rcw-Pork, -o. Februar. iFTAi e'er Tage und diebeiden letzten Bande d ^elioa'h be'orgten ersten modernen Bibe -Ag^diez samt acht Bände niu-- Fabre lang gearbeitet. °. sudi fällt' Sstiristitellev eine 'Miucilung v da» sind die Formen, in denen. Strauß wirksam wird. Er hat im Fahre 10-!d aus einer Hauptversammlung des E. B. über die Frage „Abwehrverern oder Gennnnngsverein" d<rs Korreferat ztt dem in diesen Tagen verstorbenen Ludwig Hollände r gehalten und dort ans 'der für ihn charakteristischen aveilen gesamtjüdischen Schau die Forderungen erhoben und begründet, daß der .Ei B." für' die Abwehrarbeit jxirteipolitisch ungebunden sein müsse. _ .. . Bon den großen religions-philosophischen und rcligions-histörischen Bvrtragsreihen sind eiingc Borträge'im „Ter Fude", „Ter Bkorgen itnd „Tie Kreatur" erschienen. Eduard Strauß gehört zu jenen Gestaltern des gesprockienen Wortes, die durch die faszinierende Form der Tärstcllüng auch für abgelegene Probleme Fnteresse erweckt und ihnen n, einem Gecgnwartsztisammenlßing neues Leben gibt. Eine Arbeit sagt aber über den Fuden und Menstchen Eduard Sirauß. so wie ich ihn sehe, das Letzte und Entsctieidende aus. Er hat im Fahre l'.'I'.» mit ein paar Ptenichenangeiangen. die BipeE in Tentich zn leien. Zuerst war es die Lntherfetie lleberfetzung und jetzt ist es die von Buber-Rosenzweig. Fn dem kleinen Schulzimmer sitzt auch heute noch, nach 10 Fahren, der kleine so bewegliche Ptann. den Kopf nach vorn gebeugt, grauer geivorden, aber mit der ganzen ungeheuren Lebendigkeit dienend ain Wort unseres Buches. All die Bien scheu, die schon genannt ivurden. saßen auf den niedrigen Schulbänkenalle haben mit Strauß um das Wort gerungen und hier hat sich m den Imigen Fahren den Ptenschen. die mit Strauß. Bibel leien, eilte fast verschüttete Welt eigenen Besitzes geoifnet. Hier wurde nus der Ueberietzung geleien. nicht entfernend vom Sinn, sondern hingehend zu ihm. Hier wird auch heute noch, nach mehr als 1"> Fahren, Wort für Wort neuer Besitz . jiidischer Menschen geschaffen. Fch habe zu jenen n eiligen gehört, die „Fm Anfang" dabei warkn.' Fch mußte ans dieser Gemeinietiast von Lehrer und Lerneiiden in der Btilte des zweiten Buäies nach iectis_Ttbxfit scheid«-«^ und'.wenn ich> jetzt uanäiniawinn Tonnerstag.abend in Frankfurt Bibel leien kann, dann ist jene einzigartige Einheit der Arbeit wieder da, jvlange die Pauie auch gewesen sein mag. Alles ist dort lebendiges Wort: das Geschriebene unseres Buches und das Gesprochene des Lehrers. Es loirkt gestaltend kort, ivieivohl nichts aus dieser sieben von I'.. Fabrrelmien niedergesttzrieEeit wurde. Sie und beute dorr bei den Kapiteln des frühen Fesaia. über die Znsammcnhänge' zivischen der jüdischen und der. römischen bziv. biizatitinischen Welt. Fhncn verdanken wir fein Riesenwerk „Talinndische Archäologie" «drei Bände von UW> SeiteiF. in denen auf Grund der L.uellen das gesamte Leben des einzelnen zur Tarstellung kommt. Wohnung und Hausgerät, Rahrung und ihre Znbereitnng. -Kleidung und Schmuck. Körperpflegt, Familienleben. Landwirtschaft, Haudiverk. Bcrkehr und Handel. Geselligkeit. und Unterhaltung. Schritt und Buchwesen. Schule. Zur Ergänzung erschienen die „Snnagogalen Altertümer", und ein weiterer Band -über die Staatsallertümer liegt druckiertig da und konnte nur wegen der Ungunst der Zeiten bisher nicht erscheinen. -Hier ist also die gesamte Welt des Fuden in dem Fahrtansend von Alcrander dem Großen bis zur Errichtuiig , des mohammedanischen Reiches auf Grund der Sriginalguellen und von Bergleichen mit der Antike geschildert. Es gibt Rörgler, die. weil sic in diesem monumentalen Bau einzelne Frrtümer finden — und wer so viel und so rasch schreibt, überneht leicht Kleinigkeiten oder neigt zu gewagten Hhpvthescn — mit Geringschätzung ans das gesamte ÜLerk blicken, aber jeder.. der selbst einmal versucht hat. einen großen Stofs znsammenznfasfen und' zu meistern, wird die Kunst bewundern. Mit der hier ans einem weithin zerstreuten Schrifttum, ans. den Trümmern der antiken Ltzelt und der im Stil so knappen talmndit'chen Literatur das Material gesammelt und in höchster Anschaulichkeit und Eindringlichkeit dargestellt ist. Wir sind dem Bersti''er iür eine Leistung verpsliciitet. die in der jüdi'ch-'.'oii.'enschast- . lichen Liicraiur ihresgleichen 'nchk. ganz wie die'es Gelehrtenleben in seiner Hingabe an die' Forschung einzig da steht. Ter Mann — -einen Greis^ dürstn ' ivir ihn -nicht nennen —. der ain dieses gewaltige Lebens- —we,rk--znr.uckb-lick-en -Mini-—steht. > niigeachiet—ab.er - Schwierigkeiten, iveiche das Wien der Rachkriegszeit instch birgt, noch immer, unverdrossen.mit voller Kraft in der Lehre und der Arbeit. P.'öge ' es ihm vergönnt sein, noch lange, lange Fahre mit gleicher Freudigkeit und'gleicher Liebe der - Wissenschaft zu dienen zu. seiner E-reude und zii?iutzen und Ebrcn des Fudeniums.' ksinar Elboseu.