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Central-Verein-Zeitung · 1936-01-09 · 2 (9.1.1936) · page 3

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Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
15 (1936)
Issue
2 (9.1.1936)
Date
1936-01-09
Page
– (sequence 3)
Language
German
Belongs to
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Die Zerstreuung der Juden über die Erde XX. Syrien Las heutige Syrien grenzt im Norden an die Türkei, im Osten an den Irak. im Süden an Arabien und Palästina, seine Westküste bildet das Mittetmeer. Bis zum Weltkriege war Syrien mit Palästina vereint, seit 1920 ist es französisches Mandatsgebiet. das vier Einzelstaaten politisch zusammenfaßt: das eigentliche Syrien, den Freistaat Libanon und zwei weitere Landschaften. DaS Mandatsgebiet ist etwa halb so . ,, groß wie Deutschland. seine Einwohnerzahl be> ' ziffert sich auf rund- 2,6 Millionen, unter ihnen . leben 25 000 Juden. Die jüdische Quote beträgt also etwas weniger als 1 Prozent. . Kleinere Streifen des heutigen" syrischen Ge- : bietes waren noch vor etwa zweieinhalb Jahrtausenden Bestandteil d e S jüdischen Reiches; stets haben seitdem Juden in den syrischen Landschaften gelebt. Binjamin von Tudela. der das Land um die Mitte des 12. Jahrhunderts durchwandert hat. fand auch damals in den Hauptorten. durch die er kam. jüdische Gemeinschaften. In Beiruth will er 50 Juden ) angetroffen haben, in D a m a S k u s 3200.: in A hePPo 1500 Juden. Heute sind die jüdischen Bevölkerungszahlen dieser Städte höhere, wohnen doch etwa drei Viertel aller Juden Syriens in den drei Großstädten des aufstrebenden Landes. Die größte Stadt ist heute Damaskus mit rund 200 000 Einwohnern. Hier leben etwa 10 000 bis 11000 Juden, das sind etwas, über 5 Prozent der Stadtbevölkerung. Damaskus, der Sitz des französischen Lberkommisiärs. hat den höchsten jüdischen Prozentsatz der drei. syrischen Großstädte. Die Hauptstadt Syriens und auch gleichzeitig des Freistaates Libanon, ist der alte Mittelmeer. Hafen B e i r u t h, dessen Einwohnerzahl bei 150 000 liegt. Die Zahl der Juden unter ihnen wird mit 3500 angegeben. daS.find etwas über 2 Prozent. Höher als in Beirut ist die Zahl der Juden in Aleppo, einer Stadt, die wohl auch seit etwa 30 Generationen jüdische Bewohner in (Vachdrack verboten) ihren i'cauem hat. Heute leben rund §000 .Juden unter etwa 180 000 Einwohnern dort, die jüdische Quote beträgt damit etwa -1 Prozent. .-Tie Umgangssprache der syrischen Juden ist zumeist arabisch, nur vereinzelt beherrschensie daS Hebräische. Trotzdem die Schulbildung in der .bewährten Hand der Alliance Jsraöli'te liegt/ gilt derb B i lb u n g s.st and der syrischen Juden — insbesondere der älteren Generation — - als niedrig, z Die-heutigen Juden Syriens, gehen auf drei v e r f ch i e d e n e j ü d i s ch e U.r s p r u u g s - gr u p p.e n zurück: ein Teil von ihnen ist vrientalischerHerkunft.es sind wohl Abkömmlingevon Juden, die niemals asiatischen Boden verlassen haben, ein anderer Teil sind die Kindeskinder der aus Spanien und Portugal vertriebenen Juden, die um die Wende vom 15. zum 16. Jahrhunderte in die Länder des Mittelmeerbeckens flüchteten. Die dritte Gruppe sind schließlich a s k e n a f i s ch e Juden, die aus Qsteuropa über den Balkan und die Türkei nach Syrien gekommen sind und dort den Frieden einer neuen Heinrat suchten. Wirtschaftlich ist hervorzuheben, daß die Verbindungen zwischen Syrien und Palästina heute sehr enge sind, die beiden Länder haben eine Zollunion abgeschlossen. Tie Ausfuhr Syriens nach Palästina hat eine sehr beachtliche Höhe, die Einfuhr palästinensischer Waren nach Syrien ist nur etwa den vierten Teil so hoch. Die Juden Syriens spielen aber nicht nur im Handel mit Palästina eine Nolle, sondern bei den E x p o r t b e z i e h u n g e n des Landes überhauptinsbesondere im Baumwoll Handel mit Aegypten. Eine große Anzahl syrischer Juden verdienen ihr Brot als Handwerker. Kleini n d u st r i e l l e. viele Juden betreiben auch noch den Bazarhandel altüberkommenen Stils. Lb das Land größere jüdische Siehlungshossnungen zu erfüllen vermag, ist noch ungeklärt. Vazsonhi. ,.Die ungarische Judenheit betrachtet auch heute Religion und Vaterland als eine heilige Einheit und bekennt sich nicht als ungarische Juden, sondern als jüdische Ungarn. Auch heute sind wir von tiefem Glauben und Ber> . trauen zur Heiligkeit des ungarischen Gesetzes •* und der ungarischen Verfassung erfüllt. Aber neben Gesetz und Verfassung ist uns auch eine feste Burg das Bewußtsein, daß wir über unsere Kräfte hinaus unsere Pflicht gegenüber dem Vaterlande erfüllt haben. Schwere Zeiten sind über uns hereingebrochen. - Handel und Industrie haben gegen eine Krise anzukampfen. ES stockt, die geistige Arbeit.. In den staatlichen'Aemtern findet ' sich-. für . die Staatsbürger jüdischen Glaubens-kein Raum und "auch m den Privat- Unternehmungen wird .schon de.m konfessionellen / Zahlenve-rhältuis der Angestellten nachgeforscht. Die Lernsreiheit steckt, inden Fesseln' des Numerus clausus, diejenigen unserer Söhne, drc zum Studium zugelassen wurden, haben Er- Niedrigungen zu erduldeii. Ich vertraue aber daraufdaß bessere Zeiten kommen werden. Dieses verstümmelte Land kann den Fluch Trianons nicht noch dadurch erschweren, daß es eine arbeitsame,, nützliche Schicht der Bürgerschaft. daS Judentum, von der dem Fortbestand und dem Ausbau der Ration gewidmeten Arbeit ausschließt. Als gleichberechtigte Bürger unseres Vaterlandes geben wir unsere staatsbürgdrlicheu Rechte um keinerlei Mindcrheitenrechte willen auf. Unser Weg bleibt auch weiterhin der eines untrennbar miteinander verschlungenen Judentums und Ungarntums." Der Präsident der Budapester Börse. Alera». der Fleißig, der vor kurzem vom Reichsver- Weser Horcht, mit deiii ungarischen- Verdieiistlreuz l. Klasse und dem Titel ..Erzellenz" ausgezeichnet wurde., ist .in das llugarifche Oberhaus gewöhn worden. - . Qete* Sie I diesen Bestellzettel Ihren Freunden, die die C.-V.-Zeitung noch nicht . lesen. Werben Sie für uns! Sie kennen unser Blatte Sie wissen, was wir für 99 Pfennig im Vierteljahr an Inhalt und Umfang bieten. Senden Sie mir bis auf Widerruf die C.-V.-Zeitung 99 Pfennig für das 1. Quartal 1936 zuzüglich einer einmaligen Verspätungsgebühr von 20 Pfennig zahle ich -- an den Briefträger. - Ort:. Ausschneiden und mit 3 Pfg. frankiert senden an« C-V.-Zeitung, Vertrieb, Berlin W15, Emserstr. 42 J 2 Oliva 8141.?lüßer ihm gehören noch folgende acht Juden dem Oberhaus an: Lberrabviner von Szeged. Dr. Immanuel Löew als Vertreter des neologen Judentums. Dr.. Adolf Frankl als Vertreter des orthodoxen Judeutums. Dr. Samuel Glückst h a l und Dr. Ludwig L a u g seitens der Budapester Stadtrepraientaiiz. Dr. Leo v. Buday- 05 v I d b e r g e r als Vertreter der Jnduitric. ier . uor als vom Reiclisverweser ernannte Persönlich - seiten der Leiter des größten ungarischen Stein kvhleubergwerks Engen Bi da. der Chefredakteur des ..Pester Lloyd" Josef V e s z i und der Leiter der Uiigarischen Wasseusabrik Rudolf v. F r e m -. Auslandsnachrichten Völkerbundsprojekte und jüdische Pläne zur Auswanderungsfrage Wie der ITA aus Genf gemeldet wird, verlautet dort, daß die zuständigen Völkerbundskreise wegen der Besetzung deS Hochkommissariats für die deutschen Flüchtlinge an Stelle des zurückgetretenen Amerikaners James G. MacDonald mit dem hervorragenden Staatsmann und WrrtschaftSfxolitiker Sir ~ Arthur Salter verhandeln. Dem ..Geneva Preß Service" wird weiter mitgeteilt^ daß der Völkerbund bereits den Kontakt mit Salter ausgenommen hat. der nicht nur ein ehemaliger Generalsekretär der Reparationskommission ist und als einer der bedeutendsten Wirtschaftler Weltrufs genießt, sondern auch das Auswanderungsproblem genau kennt. Bezüglich der Regelung des Auswanderungs- Problems durch den Völkerbund ist man. wie die ITA erfährt, in informierten Kreisen Genfs der Ansicht,^ daß von den Lösungendie die Expertenkommission vorgeschlagen hat. diejenige gewählt werden wird, welche die Schonung eines vom 'Nansen-Amt unabhängigen Amtes für Auswanderer aus Deutschland und die Unterstellung beider Aemter unter eine gemeinsame Dermaltung Vorsicht. Tie Zuweisung der Auswanderer aus Deutschland au das Raüfen-Amt selbst soll deswegen nicht erfolgen, weil dadurch die Liquidierung des Nansen-Amtes verzögert werden würde. Auch der Vorschlag, das Auswanderer- Problem rein charitativ zu behandeln, hat keine Aussicht auf Verwirklichung, weil für ihn nur ein Mitglied der. Kommission, der Italiener d e Michaelis, gestimmt hat. An die Spitze des Nansen-Amtes dürste der jetzt in Paris lebende ehemalige Präsident des Schiedsgerichts in Kairo, dex Norweger Hanfion. treten, während Sir Arthur Salter die Leitung des Amtes für Auswanderer aus Deutschland übernehmen soll. Für alle Fälle — so wird versichert sei der Bölkerbunbsrat entschlossen. die Lösung des Auswandererproblems selbst in die Hand $» nehmen. Wie die Jüdische. Delegraphe'u-Agrnlur eriäyrr. soll ein großzügiges Projekt' »;ir die Auswanderung von 250 000 Juden aus Deutschland innerhalb einer bestimmten »Frist und ihre Ausiedlung in Palästina und anderen Ländern in dieicm Monat von englischen und amerikanischen jüdischen Führern besprochen werden. Am s5J Januar reisen Sir Herbert Samuel. Viscount Bearsted und Simon Marks an Bord des Dampfers „Majel'tic" nach Rew-Vork. wo - lic mit amerikanischjüdischen Führeriv eine Besprechung abhalten werden. Aus eine Anfrage bestätigte Sir Herbert die Tatsache der bevorstehenden Abreise, lehnte es aber ab. Einzelheiten über, den Plan mitzutcilen. Es verlautet, daß u. a. die Aufbringung der drei Millionen Pfund iu vier Jahren vorgesehen ist. Zweck der Besprechungen in New-Ilork soll es sein, die einheitliche Durchführung der Aktion in England und Amerika zu sichern. Der Dsretlvr der Reiäisstelle für das Auswanderuu gewesen. Oberregierungsrat - Dr. S ch ru^r d t gibt im ..Arbeirsmänncinen- Ueber-, blick üMr die Entwicklung der deutsck^n Auswanderung. die in den letzten Jahren stark zurückgegangeu Tie Auswanderung, die iu den, Vorkriegsjahreu einen Jahresdurchschnitt von Lg 000 erreicht habe, sei im Jnstanonsjahre 1921 auf mehr als 115 000 gestiegen. 1932 hobe die Auswanderung nur noch gut ,10000 betragen. Wenn in den beiden folgenden Jahren eine leichte Zunahme auf rund 13 000 eingetreten fei. so habe sie allein ihre Ursachen in der zunehmenden Auswanderung der Juden. Für 1935 sind bisher nur rund 9600 Ausgewanderte zu verzeichnen. Ecuador eine Jllusioh Das soeben erschienene Januarheft des JnformationSbulletins des Aüswanderungshilfsverbandes HICEM enthält folgende Mitteilungen über Ecuador: Wir erachten es für Notwendig, die Aufmerksamkeit der Organisationen aufs. neue auf die gefährlichen Illusionen zu lenken, die die über die Möglichkeiten der Einwanderung und Kolonisation in Ecuador veröffentlichten irrigen Informationen bei der jüdischen Bevölkerung der Auswanderungsländer entstehen lasten können. Zurzeit sind diese Möglichkeiten praktisch gleich Null. Wir sind in der Lage, diese Behauptung durch die folgenden Mitteilungen stützen zu. können: 1. . . , . 3. . . . 3. Das Land kann nicht viel Handwerker auf-. nehmen, und berufslose Einwanderer haben keinerlei Aussicht, den Lebensunterhalt verdienen zu können; / 4. es gibt keinerlei Möglichkeiten für Intellektuelle und Angehörige freier Berufes 5. die UnbeständigZeit der politischen Verhältnisse des Landes erlaubt nicht. Kolonisationsprojekte ins Auge zu fasten, deren Verwirklichung einen gewissen Aufschub erfordern würde: 6. die Gebiete, die die Regierung abgeben könnte, sind von minderwertiger Beschaffenheit und, liegen weit ab von Eisenbahnlinien und Wasterstraßen; güte Straßen fehlen, die Produkte werden auf Mauleseln befördert; 7. die Gebiete, in denen eine Kolonisation erwogen wird, sind ibrer Höhenlage und ihrem tropischen Klima nach für Europäer uugeeignci. JEmanzipationsfeier in Ung^ Bekenntnis *ur Einheit von Religion und Vaterland Der 40. Jahrestag des Jnkrasttreteus des Rezeption». (Emanzipationsi Gesetzes wurde von der Generalversammlung der Repräsentanz der Pester Israelitischen Religionsgemeinde feierlich begangen. Hofrat Samuel Stern. Präsident der Jsraelitisckicu Landeskanzlei und der Pester .Kultusgemeinde, gedachte in seiner Eröffnungsaniprackie der denkwürdigen Jahreswende, wobei er betonte, daß heute kein Fest gefeiert werden könne, da das Gesetz dem Buchstaben nach wohl sortbestehe. in ihm jedoch nicht mehr die Seele und der Geist der Epoche leben, in der das Gesetz entstand. Er gedachte der Männer, die die Vorkämpfer der Rezeptisn—und—der—Emanzipation waren, und widmete Worte dankbarer Erinnerung Ludwig Kossuth, Franz Teak. Baron Joses Eötvös. Alexander Wekerle. Tesider Szilagyi. Baron Tesider Bansiy. Gras Albin Esakh. Baron Roland Eötvös. Baron Julius Wlassios. Wilhelm Bazsony. Mar Szabolcsi. Moritz Mezei. Ludwig Palagyi und Eugen Belgien Der Verein der jüdischen Teilnehmer an den Kämpfen um Polens Unabhängigkeit hat in Antwerpen eine Versammlung abgehalten, in der die judenfeindlichen Ausschreitungen und Ntoßnahmen an den polnischen Hochschulen besprochen wurden. Es wurde eine Resolution gefaßt, die der Empörung über die Uebersälle auf schutzlose jüdische Studenten Ausdruck gibt. Der volle Wortlaut der Resolution ist mit einem entsprechenden Begleitbrief dem polnischen Gesandten und bevollmächtigten Minister in Brüssel, Dr. Thädeufz Jackowski, übermittelt worden. England Anläßlich des neuen JahreS wurden einer Reihe englischer Juden Auszeichnungen für Verdienste verschiedener. Art verliehen. Der Oberste Richter von Tanganjika, Sidney Solomon Abrahams. wurde zum Knight Bachelor ernannt, ferner wurde der Direktor der Gassoou I. David & Co. Ltd. in Bombay, Llwyn Ezra, in den Ritterstand erhoben. Die berühmte jüdische Pianistin Miß Mhra Heß ist für Verdienste um die Musik mit dem Lrdeu des britischen Reichs im Rang eines Commandeurs ausgezeichnet worden. Für Verdienste auf dem Gebiet der Politik wurde der Leiter der Informationsabteilung des Hauptbüros der Konservativen, Partei. Percy Cohen, zum Commandeur des Ordens des britischen Reichs ernannt worden. Dieselbe Auszeichnung wurde dem Rabbiner Moses Jsaac Cohen in Anerkennung seiner Verdienste um die Sozialfürsorge in Süd-Rhödesia zuteil. Für Verdienste um die Landwirtschaft in Palästina wurde Elijahu Krause zum Ehrenmitglied des Ordens des britischen Reiches ernannt. Der junge Geschichtsforscher Professor Attilm Älario L e v i hat soeben ein umfangreiches geschichtskritisches Werk über die imperiale Politik des alte» Moni veröffentlicht. Der italienische lluterrichtsminisier De Becchi yat zu dem Buch eine Einführung geschrieben, in der die Forscherarbeit des jüdischen Gelehrten lobend hervorgehoben wird. Polen Jiu- Schuiigssaal des .Warschauer, Sladtrats wurde der zweit.e Landeskongreß des Verbandes jüdischer'Teilnehmer an den polnischen Unäb-, häiigigkeitskämpfen feierlich eröffnet. An der LitzunI" nahmen auch mehrere Vertreter der -Regierung'Und der Armee teil.?tach der Eröffnung der Tagung ehrteder Kongreß das Andenken Marschall Josef Pilsudskis durch eine Minute des Schweigens. Sodann hielt der Vorsitzende des Verbandes. Leo B r e g m a n n. eine Ansprache, in der er die Entwicklung des Verbandes in den letzten zweieinhalb Jahren fchil- Nachdem der Kongreß an den Staatspräsideuten Moszicki. an den Generalinspekteur der Armee und au den Ntinisterpräsidenten -öullnnenminister General G l u ch o w 's l i das Wort zu einer längeren Begrüßungsrede. Er wies daraus . hin. daß zu diesem Kongreß Menschen gekommen seien, die Schulter an Schulter mit den übrigen Freiheitskämpfern unter dem Befehl Dlarfchall Pilsudskis zu dem unsicheren und ungleichen Kampf um Polens Unabhäuigkeit hinausgezogen sind. An die Mitglieder des Verbandes nclnele der General den Appell, die Jugend zu guien Sol baten der polnischen Armee zu erziehen imb ihnen diejenigen als Beispiel hinziistellen. die ihr Leben für daS Vaterland geopfert haben. Vermeidung eine» Wahlkampfes in der Gemeinde Dresden In der GemeinderatSsitzuny der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden, dte kürzlich stattsand. wurde e i n st i m m i g ein Beschluß angenommen, in dem zur Vermeidung eines Wahlkampfes die Reichsvertretung gebeten wird, die auf Grund ihres Schiedspruches vom 3. April 1934 bis zum 31. Dezember 1935 geschaffene Regelung in der Verwaltung der Gemeinde um ein Jahr z u verlängern. Innerhalb dieses Jahres soll durch Verhandlungen zwischen sämtlichen im Gr> meinderat vertretenen Gruppen eine dauernde Regelung aus Grund einer neuzusästenden Ge äueindesatzuug herbeigesührt werden. Dieser Ordnung der Wahlangelegenheit haben sämtliche Richtungen. die in dem damaligen Schiedslpruch der Reichsvertretung aufgeführt sind, zugeslimmt. Tie Reichsvertretung hat daraufliik.i mitgetetll, daß sie die durch den Schiedsspruch getroffene Regelung bis zum 3l. Dezember 1936 verlängere. Für die Zeit danach hat die Neubesetzung der Gemeindekörperscliasten auf Grund der Gemeinde satzung stattzusinden. Die Auflösung der Kleingemeinden Ter Obcrrat der Israeliten Badens gibt bekannt. daß mit Genehmigimg des -Ltaatsministcriums und des SynodalausschusieS die israelitischen. Gemeinden Vi, i ch elf e l d und R i ch e n anfgelüft worden sind. Gleichzeitig wird bekanntgegeben. daß aus den Beständen aufgelöster Gemeinden vom Oberrat Tvrarolleit verwahrt werden, die anderen Gemeinden °überln'ie>i nn-.rden konneii. Der obcrrat bittet weiterhin bei der Auslösung von Gemeinden iind bei der Abwandernng jüdischer Familien zu beriickiichtigen, daß jiidiiche und liebrälichc Bücher, die vv»,. den Betreüeiiden nicht iveitcr verwendet inerden können, ivertvvlle Dienüe in Schulen. Bünden nsiv. leisten können. Der Oberrat hat in starlsrnhe eine Büchersainnielüelle eingerichtet, die die Tichtnng und die Weitergabe.solcher Bücher vornehmen soll. die Dresse st eile der ZBsD' der Jnaischen, Telegraphen-Agentnr mitteill. wird der 12 5. T e l e g.r e r t e n t a g der I i o i, i st rßch-e ii B e r e i n i g u n g » ü r Deut i ch 1 a n d in der Jeit vom 2. bis t. Februar 'I'>*'» in Berlin italtiinbcn. Der Telegiertentag wird nicht nur' die Ausgabe haben, das iu der Vergangenheit Geleistete zu überprülen und die Fragen der zukünftigen Arbeit Zii behandeln, sondern auch die leitenden Körperschaften der ZVsT.neu zu konstituieren. Il.i \er.a.?: t '•ntralviy-in

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