Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 15 (1936)
- Issue
- 1 (3.1.1936)
- Date
- 1936-01-03
- Page
- – (sequence 17)
- Language
- German
- Belongs to
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Die Zerstreuung der Juden über die Erde XIX. Türkei Nachdruck verbaten! Auslandsnachrichten jüdisches Leben — jüdischer Geist 'ein.?ic .flcttevu'rU' Olfmvit.it,'bic her' HiltSv'er- (in in U'V.tt'v .Seit. wacliiciiden Aiitgaben enl- 'prechend. enl'attct hat. ii'U'b duzn dienen. tiim im» ÜHntraut'ii zu erstatten. das er ienster unter ein- »achercn ü't'vlt.iitnificii: 'ui, in jahrzelnstelaugeA: imilicooHcv '.Hf beit t'vu'or.brn. hnt. i'pn ,',mVn-i!i! Olbiuifirlritititiib wurden nur K'yr u'cniiir nur biiv Ivrncmiiiiiit-M'i»tc ge'cist. Sue A!itgl,edec bnitiilunviuinu- Oii'ditvnini'nltr bemühen ml, mn bic ■■ Olu.M'ajnltuini M'v oiibm mi-v der' V'i'itmni iH'v Unimm'r und' beionders um hu- Ullib«. in«: den Adnokatenrntiid selirsverdienteii' .Hüb iutomn11p17.11 ri’lnii'lH’n qi'uumVnbi'n Präicdenten bi>v .Unmuu'v. Tr. Siegtried.K a n t o r. der gleniizeittg U.li V'pvn i^fnt der ^nk'vuutioinvli'n Olbiinlntfii-llimni iit.?ic UU'vnmiriuuii'ii iiibiuiit’v Z'tdvotaten tu Ot'iri! liubeu im \miblnt mit diele Umstünde mir Depeiclie mt den Bnndestanzler Dr. Sclinickmigg. un den ^miiuiti'vlm.b mt den General selretär der Vaterländilcheit Front gesandt. in dem sie unter Beriünng u»' die Rechlsanwälisordmimv l'wsetz .'><>,» num Jahre und die Bnnbe^nertui simst vom Jahre IArtilel 10 und Istl. welche Dislriwiincriiiig jüdischer Bundesbürger ans schließen. die 'VKederernennnng der um den Rechts amoattsstand .hochverdienten bisberigeii Slusschnstinitglieder bzw. nni Entsendung einer gleiäien 01» zal)l neuer Mitglieder ans ii,re» Reihen erbitten! Polen Du? Rektorat und das Protestoreitfollegium der Technischen Köchlet),ile in veinberg linden eine Orkläriiiig verössentlicht. in der die ,i»bei,tmib. lichi'n '.'liissckireitinigen un der Deel,schule schürtstenS verurteilt werde». ,\n der Ertlärnng wird 'erner. sestgestellt. das; die 2>erordi!nngen, durch die den jüdischen Studenten lwsnndere Olrbcit->- plätze und Hörsäle zngeioiesen werden, feinen grinidsätzliisteii, sondern mir zeitweiligen und provisorischen bi,aralter lenken und ausschlies; licti im -\Sinblt.f uns die Anirechtertiattiing der Lrdnin.g erlnijen 'wurden.'. Südafrikanische Union 3ir i'wot'ge 0> 1 b u, der Veiler der Johanni«- bnrger Aiinen. ift weben iH'itovhi’n. . Er tvtirde im v')ui)ic 7 in Berlin geboren. -Sir George wur Bursiliender und' Direktor der «!,>,,oral!Kininn!n»I Fiinnte«- < o, poinlion und Direktor der ('euren ähw-s I.t<t. und der 1-stisl lioinl I'iapriet;iry Minos. Vorher w,tr er Teiiliaber der Firma G. ». V. Vllbti. v'\L'i)nnniol'in-jt mtb Voitbnn. Er wurde ins? nl-> Engländet in Transvaal und 1 i* 11 in England nutnrulilierl. Er wur ». u. .Konsul iiir Dünemurt in vV1fmiuti*bnrfl imb wurde l*»l! geadelt. Dir George wird mit :i!echt der älteste Minenarbeiter sind Doyen dieser Industrie ge- »n»»i. ssust bi-i> v> seinem Tube urbeitete er qewi>senl,utt wie jeder seiner Olnslestellten. Beider Olrbeiterschust wur er uu^etieuer beliebt. Sir blevriw >vur, wie die eitsilischeii Okuchruse betunen. ein Olnbüiwer der.Pvlitif: bmte Lvtwe für gute Olrbeiter! Die brintge. die seine ivesellschuften liuben. l,ütten ilun recht gegeben nnd l)ütten I,ente nur seiner -üln.cheit und-B>'ensel>liilifeit ilire inter. nntinnnle brüste .^u dnnlen! um Gcgcnsust zu den europäischen Gebieten der Dürfei weist das u s i a t i s ch - türkische Stuategebiet nur.eine sestr geringe jiidisel>e Bevolterungc-- dichte uns. Seit dem Düstre lib.'ü ist die ^undeöbuuptstudt der türkischen Nepnblik, nicht mestr — wie . im vttomamschenKaiserreiche -■ — jivn-- stautinoix'l?. sondern .Olngora (jetzt Olnkuru',/ lK-D.ist eine soztograpstische Besonderheit, die -sich, über uiiZ dein l)istorisct>en lviescheben vstnewctteres lertturt. dust m der neuen Vnnbesliunpt- 'studt de» tuetischen ReicheD nur. sehr wenige Dwden leben, nur etiva 709. Oluch in dem-iibrigen De:! der Provinz, in deren Grenzen Olnkarä liegt, m ss e n t r a l - Ol n a t o l i e.n . finden nur uusterordentlich wenige jüdische Familien ihr Brot. Tus Schwergeivicht des jüdischen Bevülkerlmgssektvrs uns v o r d e r u s ia t i s ch st n r ti s che: n Gebiet liegt in Smstsrtia sh e n k c Im i rs. ’ Die Provinz Smyrna, der vorderasiatische Bezirk a m 0! e g ü i s ch c n Ol! c e r . hat eine jüdische Einwohnersrifist von rund ls Kopsen. Davon leben allein TfiviOO in der alten orientalisstten Hafenstadt Smyrna, womit sic etwa 9 v. H. der Bevölkerung dieses wiü,tigcn türkischen Handelszentrums ausmaliten. Tic Bezirke, die hinsichtlich der jüdischen Bevölkerung an zweiter und dritter Stelle folgen, sind die Provinz Brus s a, (j e tz t B u r s as. dicht am. tViarmarameer gelegen, nnd ferner die Ca n a k.k a l e - P r o v i n z. beide mit. gleichnamigen Städten in ihren Zentren.'Fn jeder dieser Provinzen leben insgesamt je I8W bis 1900 Juden, die Mehrzahl in den gleichnamigen ProvinzhaUptstüdten.. - In den innerafiatischcn Provinzen der Türkei sind die Ziffern, der dort lebenden Juden absolut und prozentual austerordentlich gering. Tie Provinz Zentral-Olnatolien ivurde vorher bereits erwähnt. Zn Südost-Oknatolien, einer Landschaft mit mehr als ' 400 000 Einwohnern, leben insgesamt nur 1200 Juden. In den grvstcren Städten dieser Bezirke?, die teilweise bereits unweit der Grenze» Syrieüs. des französischen Mandatsgebietes., und des Irak, des englischen Mandatsgebietes. liegen, leben teilweise nur 200 bis 000 Inden, trotzdem die Städte in dieser Gegend enic Gesamtbevölkerung von, mehreren Zchntausenden von Menschen aufiveit'ert. In dem Teil Armeniens, der zum türkischen Staatsgebiet gehört, also in den Provinzen am Schwarzen Meer und an der Grenze Sowjctrnhlarrds (Transkaukasien). ist die Zahl der Juden mrrmusterordentlich dünn gesät. In vielert der kleineren Provinzen, in die das Gebiet verwalstungsmästig oufgegliodert ist. wohnen teilweise überhaupt keine jüdischen Familien, in anderen sind, da oder dort nur ganz wenige verstreut. Auch Unter Vorsitz von Max M. Marburg fand eine gut besuchte Sitzung des Kuratoriums ldes früheren geschäftssührenden Ausschusses) des Hilfsvereins der Juden in Deutschland statt, bei der Dr. Wi schnitz er einen Bericht über die Tätigkeit des Hilfsvereins erstattete, die besonders seit Erlaß der Nürnberger Gesetze an Umfang utid Intensität stark zugenommen hat. Die Zahl der Beratungen ist jetzt wieder so hoch, w ie sie in den Sommermonaten des Jahres 19 33 war, d. h. sie betragt monatlich 4000 oder mehr. Die finanziellen Oluswendungen für die Auswanderer, die,, zurzeit ganz übertviegend i.n überseeische Länder geleitet werden, sind von 25 000 Mark im September auf 46 000 Mark im Oktober und 66 000 Mark im November angewachsen (abgesehen von den Zuschüssen der Gemeinden im Reiche). desgleichen die Zahl der beförderten Oluswanderer von 204 im September auf 300 im Oktober und über 400 im November. Außerdem wanderten viele in diesen Monaten aus. die nur die Beratung des? HilfSvcreins? fedoch keine finanzielle Unterstützung beanspruchten. . Zurzeit bemüht sich der Hilfsverein. durch Schaffung eines Garantie-Fonds den Auswandcrungswilligen, hie ohne Hilfe ihr Auswanderungsvorhaben nicht ausführen können, weil sie nicht die als Landnngsdepot benötigte -Summe besitzen, die Durchführung der Auswanderung zu ermöglichen. — Die Borbereitungeit für die Auswanderung der Familien, die in den landwirtschaftlichen Kolonien der Jewish Colonisation Association (Ica) angesiedelt werden sollen. machen Fortschritte; 20 Familien treten die Uebcrfahrt an (inzwischen sind die meisten von ihnen abgereist). Ferner werden zusammen mit der Reichsvertretung 65 junge Leute ausgesucht, die vorerst als Landarbeiter nach, Argentinien gehen und später ihre Eltern und Geschwister Nachkommen lassen sollcit. Wenn diese jungen Leute sich bewährt haben.' sollen also weitere 65 Familien sich in den Kolonien der Ica niedcrstästen kottttöik. “——— -- - Dr. Wischnitzer berichtete ferner über verschiedene andere überseeische Auswanderungsmvglichkeiten, denen noch gewisse Schwierigkeiten entgegenstehen. r Ten gewaltig gestiegenen Anforderungen der letzten Zeit begegnete der- Hilfsverein durch einen starken Ausbau seines Apparates und die Hinzuziehung neuer Kräfte. Im Reiche werden 13 Bedic grösttcntcils doch recht alten Hasenstädte nm Schivar^en Meer bilden hierin keine wesentliche Ausnahme.: Es ist jedoch interessant, das; die'c Ilcinen Splitter der Iridenlieit der Erde in diesen Teilen-des vorderen Lrients aiif eine sehr alte bin.t in ä st i-g e -Tradition . znruckblicken vn'issen/ was daraus hcrvvraeht.: dast ein viel tleincre-r' Teil von thnen ' das Spaniolitcl)c als Pi'iitter'prache angegeben ,hat; als-tu der eimvpatschen ,Türkei oder 'in der Gegend'von Siityriia- Es waye einer-näheren lliilertnchuiig averk. ob die Beriniitnng zntrtfsl. dast nc>> in diesen Landstrielten a l t e i n g e s e s s e n e F am i l i e n a n s d e n Z e i ten de s a l t e n- P c r k e r re i ch c s und a ns dem t an sead; ä h r i g e n bv;an k i n j s ch e n R e.i ch e b i s; n r G eg e n iv a r t. ivenn mich in kleinen Refttplittern. er hätte'» habe»: Es lei an dieser Stelle daraus hiiigcwicscii. das; auf die gitaiititalive Grüstenordnnng.der ,Iniden ist Borde rauen im Rahmen dieser Aufsatzreihe in einem der Avichnitte über Asien nochmals eingegangen wird. Menu, mau die Zahlen, die ditnch Binjamin. bei, Jona ans Tndela überiiescrl sind, für glanl'ivürdig hält, dann halvn sich in Borderasieit in den letzten Jahrhunderten Hnnderttanicude von Inden unter Ausgabe ihrer Stande-5eigenarten Und der religiösen Lehre, deren Träger sie waren, mit: den eingeborenen Boltsschichtcn völlig vermischt, denn die Zahlen, die Binjamin: für Milte des 12. Jahrhunderts lvrichtel,' gehen iveit in die Hiiuderltansende. und gerade an eine io starte Abwanderung oder gar eine Bcrnichtnng in diesen Gebietsteilen, die hier in Rede stehen, ist lanm zu deuten. So eingehend die geographisch-statistischen An- : gaben der amtlichen türkischen Statistik in koufcssioncller Richtung sind.-.so wenig geben sie über die berufliche Strnkkur der einzelnen Bolksfchichten Anslunst, Tie große Mehrheit der türkischen Juden lebt in sehr armliciien Berhältnissen. Tansendc von ihnen sind K l e i u - Handwerker, viele Tausende finden in den Häfen Arbeit, sei es als Schisser, sei es als Lastträger, sei es als Fü sicher. Nur in ganz loenigen Städten des Landes gibt es einen Mittelstand, noch seltener ist die Zugehörigtett der Juden -zur sozialen Oberschicht: eine Ausnahme hiervon bildet mir Konstantinopel, wo die Juden in allen wirtscliaftlicheu und sozialen Schichten vertreten find. Ter Aufl>au Palästinas wird der Türkei und damit auch ihren Juden wirtsütaftlich deshalb zugute kommen, weil den türkischen Bahnen und Häfen bei dem ausgedehnten Güter- und Personenverkehr von Mittclnnd Osteuropanach dem vorderen Orient eine neue Bedeutung zuwächst. Dr. E. R-z. ratungsstellen zu den schon bestehenden beiden in Hamburg und Bremen hinzükommen, und zwar in Breslattz Königsberg. Stettin. Leipzig. Köln, Hannover. Kassel. Eyeiv Frankfurt. Mannheim. Karlsruhe. Stuttgart und München. Anschließende Wahlen hatten folgendes Ergebnis: In das Kuratorium (den früheren geschüsksführenden Ausschust) wurden neu, gewählt die .Herren: Iustizrat Tr. Julius B r o d n i tz . Ministerialrat a. D. Dr. Otto Hirsch. Tr. Leo Löwen st e i n. Rechtsanwalt Dr. Julius L. S c I i gsohn, Tr. Herbert S ch v n f c l d t. In den Arbeitsausschuß dc4, Kuratoriums, dessen Borsitzender Mar M. W a r b n r g ist. wurden Tr. Otto H.i r s ch nnd Tr. S e l i g s v b n kooptiert. — Vorsitzender des Geschäftssührenden Vorstandes (nach dem neuen Status) wird der bisherige Generalsekretär. Dr. Mark Wischnitzer. ordentliches Riitglied Henry C Hai sei. Hamburg. ' Der Vorstand wird demnächst durch Hinznzichung neuer Mitarbeiter erweitert werden. Ter Hiltsverein hat iii seiner jüngsten Tätigkeit auch aui die stärkere p'ych'vlogische Vorbereitung der Plenichen für die Auswandertmgsfragcn zu achten begönnest. Im Anschluß an die sehr stark besuchten Berliner Geineindeabende veranstaltete er eine Reihe von Vortragsabenden im Reiche. Ten?luttakt bildeten Verattstaltungen in Ai. a n n h e i m nnd .K ö l n. bei denen der Leiter des Hiltsvereins. Tr. Mark Wischnitzer sprach, und in L e i p z i g mit Aiar M. Marburg und Tr. Wischnitzer als Reiedentcu. Tr. Wnchnttzer sprach ferner in Gle i - >v i tz. H i n d e n b u r g und B e n t h cn. In Ai a i n z berichtete der Sekretär des Hiltsvereins. Sanntel Litschitz, vor einer größeren Zahl Answandertnigswilliger, die ans dem Lande Hessen erschienen waren, über die Möglichletten der Auswanderung nach Südamerika und behandelte nn Anschluß daran eine Reihe von Einzeltällen. Henry C Hassel. Leiter der Hilisvereinsarbeil in Hamburg, beleuchtete dort die Probleme der Ueberfeeanswanderung. . Ferner sprach Tr. Wis^nitzer in Stettin und Wiesbaden. In Breslatt referierte. der stellvertretende Vorsitzende der Gemeinde. Tr. Lur. Tic Vortragsabende sollen dazy dienen, der Verwirrung nnd den falschen Vorstellungen, die in letzter Zeit in Auswanderungssragen Platz gegriffen haben, entgegenzntrcien nnd die begrenz len. aber lattächlich vorhandeneii mivg'.iäikeiten ' nveriecischer AuSwandernng ttar Itervortreten zn lauen. Auf Grund dieser Antflarungstätigkei N'erdeit viele Inden anät für sich versönlicli die richtige Entscheidung zu treiscn eher in der Lage Algerien : Ter Vorsitzende des raiciiistichicii Vervande- TCcoix üv k<nr" tti Algerrn B r i faul. ivandte ncy in einem Appell, .zn.dcm sonn- Ftischisten cv ichiene waren,,gegcn de» Antxiouvii,smns und ci. klärte, es dnrie teni Unterschied -gemacht werden zwischen Teilnelnnern am Welltcieg. seien nc Christen. Juden oder Mohammedaner.: . England Ter bisher längste Ileberieetlng nn Leichtt'lug. zeug wurde am.Freitag, dem? >. Tezember llrn >. von Robert K r o n f e l d . dem berühmten Segel ilieger. ausgcsnhrt.. Er startete von-Croydon und landete im Nonstop in Rotterdam.. Ter Motor seines Flugzeuges hatte nur IS i>s. Tie Kosten des Benzinverbranches beliefen sich ans mit etwas über 5 Schilling. ~ Jüdische . Seeleute. Soldaten. Flieger-, Rvle- Krcnz-Schivestcrn und Gehilfen in ilnifvrin imb eheumlige jüdische Kriegsteilnehmer nahmen an der' Versammlung anläßlich des U2.jährigen Bestehens der d'uval, Miliiarv nmi Air Force- ('halt uralt Service in der Central Synatroi’e, 6real Portland, Street, teil. Gen. Sir Jan Hamilton und Lady Haniitton. Lt. General Sir Trar>eS und Lady Clarke. S. Ehrwürden E. H. Thorold. Chaplain Gen. lind andere ottizielie Vertreter, der Bürgermeister mit Frau von St. Alarylebvn waren, änivesend. Später lvnrde den Soldaten. Ersoldaten und den Frauen ein Esten in der I'riees Gallerie ge geben. Ter jüdisätc Vorsitzende Mr. I. White präsidierte. '.In, Beantwortung einer Ergebenhcitsadresse an den König'sandte der König allen Versammelten seinen Tank. Litauen Ter Verband der jüdisichen Kriegsteili ehmec Litauens hat der Regicrtmg eine Tenkschriii üverreichl, in . der um die Erlaubnis zur Ein berufung eines Weltkongresses litauiscly-r Juden nach Kaunas im Atigust lüüv' gebeten wird. Tie Regierung : steht diesem . Plan mit Sympathie gegenüber. Der Alinister des Innern, der Fiitanzminister und der Bürgermeister von Kaunas verössentliäien eine gemeinsame Erklärung, in der die von . der antisemitischen Vereinigung (itauisktier Kansleute ..Verslininki" getriebene chatwittistische judenfeindliche Propaganda verurteilt wird. In der Erklärung wird darauf hingewiesen, daß die Politik der litauischen Regierung auf Toleranz und Rechtsgleichheit aller Bürger gerichtet sei. . Oesterreich Die Fertigstellung der Ernennuitgsliste znin Vorstand der Wiener Advokatenkammer nintml auf die Zusammcltsetztingder Wiener Anwaltschaft keine Rücksicht. Trotz der großen Zahl Wissen vom Judentum Zwei Lehrvorträge Jüdische Apologetik wird häufig so betrieben, dast man einzelne Angrisse auf die jüdisclte Reli gion avwehrt. ohne deren zentrale Gesichtspuntie vor Atigen zu haben. So war es sehr zu begrüßen, dast Rabbiner Tr. Esra M u n k. der am Ist. Tezember im ..K l u b der E B - Fr a n e »" einen Vortrag ..Ans dem?lutgabenbereich jüdischer. Apologetik" hielt, den AAg beschritl. die Grund-, lagen jüdischen Glaubens zi, entwickeln, lim in von einer wisiensmäi;ig geii clierten Grundhalinng nn-- zn einzelnen irruzen Behauptungen über das Judentum Stellung Zn nehnten. ES liege im Wesen des jüdischem Glaubens, dast es nur e t n e n Gott gibt, der süglic:', der Gott a l l e r Menichen und Völker sein innve. Von einem besonderen ..'Iudeugott' zu ipreelien.Iei daher ein Unding. Auch habe Gott niclit nur den Inden ei» Gesetz gegeben, vielmehr habe Gott »rsprünglicli der ganzen Menschheit die sieben noaeliidüchen Gesetze gegeben. Erst später, als trvl-, dieser sittlichen Gebote die, Menschheit nicht den rechten Weg ging, als es-^sich herausstellte, daß die Menschen mit der ihnen gelassenen Freiheit' nictjts an zniaiigen toustten, habe Gott mm einer Aleitfcheitgrtippe, dem israelitischen Voll, am Sinai eine Lehre gegeben, die das ganze Leben des -(Aenschen einschließt. In der Aufgabe, die besondere strenge und komplizierte Lehre Gottes'befolgen zu dürfen, liege-allein die ..Anscrioä!>lthcit" Tr.'-Mu'nk ivird seinen Vortrag, der zu Herzen der Znhörerinnen ging, demnächst fortletzen. In diesem Zusammenhang ist es auch wichtig, auf den Vortrag hinzuiveisen. den Rabbiner Tr. B e r k o - v i tz anz 14. Dezember anf^Anregintg des Rawbam-Lehrhauses und deS SynagogenvereiiiS: in der Synagoge Rykestraße über das Thema „Was bedeutet nn? der scchulchan-Aruch?" hielt. Wenn Gott dem jüdischen Bolk eine Lehre gegeben hat. die Alltag und Festtag des Einzelmenfchen regeln soll, so ift, cs wohl verständlich, daß eine kürzere Anweisung notig wurde, nach der sich der Jude-richten konnte. Dieser Auszug aus der Halacha des Talmuds ist der '..Tchulckzan- Ar-ml)"..' Das Vecstaiidin-.- ieincu peinlich izenayeii Vorschriften crnijlicst! siel) nur dem. der sich dessen bewußt ist. daß i'H'tt iilli)i'.|Cim'uvti|i iit und' demnach der Men ich stets im Angcsi ctjt <e>„t,k..> So bepreiien wir es. dast der Sclnilchan Arnch An- Weisungen gibt, mir inan .itteidninzsstiickeanzn- '.ielien -hat. ,ja. wie. »t.n, >ichbei jeder Verrichttutg des Alltagsbcncinne» ioil. lih-fgegenwärtigt man sich, daß das judiicye Leben ans GerechtigkeiDAius. gebaut ist. die.nicht-eine ineiischliche Uebereiitkinttt, sondern eine göttliche 'Vorichriit iit. so begreift ntan auch die vielen kleinen -üechtsanioeiinngen des SchiilchitmArncy. oi'e das-Lebe» in der Familie und. in der-enemeinichatt 'regeln sollen In beiden Vorlrapen. vie nur inhaltlich, nicht -örgaititator'iß'h ettvas vu-ineiniaines liattcn. wurde deutlich, wie iremd ein groiier iei 1 -iiibüfiicv Alenichen heute lenii-r eigenen Religion gegenüberiielit. Senn es ji| lanm jemaiid nach Hanse gegangen. der niclü-inainji-.- sudiiclien Di»>ze. die ihnt —Inslp-r nnvernandticki u-aren. in .neuem 'Lichte ge - 'eben hätte - - ~~ War... Lehrhaus Karlsruhe .'an Fadisthen Lchrhans Nar'lsrnhe l;örte man im butlnm-ii einer t'lnimitfn ,'icii r niiru ui nm- ■ ttäiienden Gedante.iici.iiiyen aiigelegtenFlchrtrag. des Dozenten an . der Berliner'Lehranstalt' für die '-:glNeii'cl>>tst des Inbenttiins. Tr. Arnold Bern e-v. über „Inda Mallabi nnd der onlike'jüdtsche Staat". ' Bcriicy gab eine wisienstliattliche Geichichksbeträchtniig. die iiber ivini bei Chantlktafeterit übliche Betracl)tnngen weit Hinausging und den Sinn des Alattabäeränislandes ans den hkstorifcheit nnd Politisckien Vst'ranssi-tznngen des lüdischen Staatswesens vor' der ersten Tempe!- zeritörnng und der stittwicklniig der jüdische» Staatslehre-deutete. Historiiai und politisch hat sich ergeben, dast Palä'tina seiner geographischen Lage nach niemals geeignet tvar. Ansganospinttt iür einen Alachlstaat zn tei'n. Palästina war - immer' nur ^nDterl7Md7--TunBchmaaDcktlan^ Ans Marschland grvstec Machte bis fjinein innnfcfF Zeit. Taher ift es weit melir Träger politischer Bedttängntsse. aber auch knttnreller Bcwegnnget gewesen. Ter Inhalt, jüdischer Staatslehre k stand im ivcsenttlcheii in der Ablehnung jegiicl I Machtansprnchö -und jegtichcr Selbitüberhebu> der Könige, gegen welche sich namentlich die P I Der Ausbau des Hilfsvereins der Juden in Deutschland