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Central-Verein-Zeitung · 1935-05-30 · 22 (30.5.1935) · page 18

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Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
14 (1935)
Issue
22 (30.5.1935)
Date
1935-05-30
Page
– (sequence 18)
Language
German
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in: nuai im Dipirr^Sncifjrftüiib und in allen seinen Organen gänzlich ansgcschallct seien. Hierzu sei bemerkt: Tie Zugehörigkeit der in Betracht kommenden jüdischen Kausleule zum Ncichönährstand ist eine g e s c ß l i eh c Verpflichtung. Die Acnßerung von Landesbaucrnfnhrer Dr. Wagner ist wohl nur so zu verstehen, das; innerhalb der hessischen Banernschast eine tatsächliche Ausschaltung der Inden beabsichtigt oder bereits als gegeben angesehen wird. * Wie der Laudesprcffedienst des Deutschen Rachrichtc n b ii r o 3 meldet, hat der Gemcindcrat von Nidda in seiner letzten Sitzung folgenden Beschluß gefaßt: „In der Folge werden nur noch diejenigen Handwerker. Fuhrleute. Ge« schäftsleutc ustv. mit Liesernngcn und Arbeiten für die Stadt berücksichligt. die der Bürgermeistcrei gegenüber eine e i des stat tli che Gr« klärnng abgeben, daß sie und ihre Familien« ungehörigen nnt nichtarischen Personen leine Ge« schäfte tätigen/ Oie VsäsrrtWg autoritärer Kundgebungen In der „Juristischen Wochenschrift' (Heft 21 vom 25. 5. 1035. S. 1550 ff) wird das bereits in der amtlichen Sammlung (RGZ. 146, S. 169) mitgeteilte Urteil des Reichsgerichts vom 11. De« zember 1931 (I! 148/34) veröffentlicht, in dem der oberste deutsche Gerichtshof zu der Frage des Boykotts indischer Geschäfte eingehend Stellung nimmt. Wir haben über das Urteil in der ,.G.« V.-Zcitimg* (Ar. 51) vom 20. Dezember 1934 bereits berichtet. (Bgl. ferner den Aufsatz von Rechtsanwalt Tr. Oskar Netter (Berlin) . in Nr. 12 vom 21. März 1035.) Aus der bereits früher mitgcteilten'Urteilsbegründung sind vor allem folgende Sätze von besonderer Bedeutung: Das Berufungsgericht beachte die von ihm zwar gewürdigten Kundgebungen der maßgebenden Rcichsstcllen und Wirtschaftsführcr zur Rotwend iglest des Schußes auch jüdischer Unternehmungen und des jüdischen Kapitals nicht in ausreichender Weise. Wenn in diesen Verlautbarungen immer wieder vor . Boykott, auch rein jüdischer Geschäfte, gewarnt und auch aus die Notwendigkeit der Ausnutzung jüdischen Kapitals' in der Volkswirtschaft hingewiesen werde. so sei bei der großen Autorität dieser Stellen in; heutigen Staate und her großen Vedentung der mit den Kundgebungen erstrebten Ziele damit zu rechnen, daß sie einer ausschließlichen Verwertung der Rasienzugehörigkeit des Untcrnehrncr? bei der Werbung doch innner ein Gegengewicht insofern böten, als die Verbrancherkreiso hauptsächlich auf die Leistung sehen würden und nicht aus die -Herkunft des Kapitals des einzelnen Unternehmens allein entscheidendes Gewicht legten. — Der Hinweis einer arischen Firma, das; in dem Konkurrenzuutcrnchmcn jüdisches Kapital arbeite, werde nur ganz ausnahmsweise den Erfordernissen eines lauteren Wettbewerbs entsprechen. Es sei zu beachten, das; nicht jede, wenn auch nicht unbedeutende Verminderung des Absatzes einen wichtigen Grund zum Ausschluß jüdischer Mitgesctlschaftcr aus einer offenen Handelsgesell« schast darstello und daß den Mitgesellschaftern mit Rücksicht auf das das Ecschästsvcrhältnis beherrschende Treuverhältnis auch Opfer zugemutet werden könnten, wenn dadurch ihre und die Existenz des Unternehmens nicht bedroht werde. Wichtiges aus der Wirtschaft Im Rcichsanzeigcr wird die Fascrstofsverordnnng vom 19. Juli 1931. in der die inzwischen notwendig gewordenen ÄendcrniLgcn (über die wir berichtet haben) enthalten sind, veröffentlicht. Das Ncichsbanldirektvriüm teilt, wie die Tagespreise berichtet, u. a. mit, daß für die teilweise Begleichung der alten Warcnschulden deutscher Importeure aus dem Bezug ä g N P t i s ch e r Ban m wolle wieder Devisen bereitgestcllt worden seien, und zwar in einer Hohe, die die Bezahlung von weiteren 3 Prozent der alten Verpflichtungen gestatte. * Der Rcichsbauernführcr hat. wie den Zeitungen zu cntnehnien ist, mit Znstirnmnng des Reichs« und preußischen Ministers für Ernährung und Landwirtschaft auf Grund der Verordnung über den Zusammenschluß der deutschen Brauwirtschaft und der §§ 3 und 4 der Vierten Ver- - ordnung über den vorläufigen Aufbau dcS Reichs« uährstandeS den Insherigcn Direktor des Deutschen Brauerbnndeö, Franz Schwarz, zum stellvertretenden Vorsitzenden und Geschäftsführer der H a u p t v e r e i n i g u n g der deutschen Brauwirtschaft berufen. ¥ Mit Genehmigung des Rcichsministers für Er« stährung und Landwirtschaft und des Reichskommißars für Preisüberwachung für das Gebiet des S ch l a ch t v i e h v e r b a n d cs B a y e r ir hat der Vorsitzende der Hauptvereinigung der Deutschen Viehwirtschast laut Tagespresse angcordnet, daß die Kleinhandelspreise für .Rindfleisch (Suppen- und Bratenslcisch) crster Qualität (Mastrindsleisch) den Höchstpreis von Sst Pfennig je Pfund nicht überschreiten tunten* Vln^gcnotuvncn iiub ^koerttocof, {Jfilct uut> Lende. Der Höchstpreis gilt bei einer Beilage eingewachscuer und zugelegter Knochen von 25 Prozent. Soweit in Gemeinden eure Knochen« bcilage von nur 20 Prozent vorgcschricben oder üblich ist. erhöht sich der Höchstpreis um 3 Pfennig. Soweit bei Inkrafttreten der Anordnung Klein« Verkaufspreise für Rindfleisch niedriger sind als die oben genannten Höchstpreise, dürfen jie nicht erhöht werden. Der Vorsitzende der Hauptvercinigung bcv Deutschen Viehwirtschaft hat sich die Zulassung von Ausnahmen Vorbehalten. Tic H a u P t v c r e i n i g u u g der Deutscheu K a r t o f f e l w i r t s ch a f t hat.. wie die Tagespreise berichtet, angeordnet, daß die bisher gültigen Erzeugermindestpreise für Speiselartofseln bis zum 15. Juni 1935 auch als Erzeugerhöchst« preise zi; gelten haben. * Ter Rcichsernährungs- und Rcichsinncn« minister haben, wie die Zeitungen berichten, eine gemeinsame Verordnung über die äußere Kennzeichnung von Lebensmitteln cclasjcn. die nach Anhörung des Reichsgesundheitsrates ergangen ist. Sie baut den Schutz des Verbrauchers vor Irreführung durch übertriebene , Verpackungen und Aufschriften aus. In der Ver. vrdnung iverden die Lebensmittel, die — sofern sic in Packungen oder Behältnissen an den Ber« brauchcr abgegeben werden — der äußeren Kennzcichnungspflicht unterliegen, im einzelnen aufgeführt. Die Verordnung, die auch für aus dem Ausland cingeführte Lebensmittel gilt, tritt am 1. Juni 1935 in Kraft. Für Lebensmittel, die bisher nicht der Kennzeichnnngspflicht unterlagen, wird sic ab 1. Januar 1936 wirksam. L. Berliner Mehleidmi&s - kndssstrie IJcDUjj^JuiijJümj (jjijxli WcKiij^y%yjc^i Uierren- und SKnaben- - 3Qeider~3a.br ik (lt^* Cj FBevlin C 2, ZNcuc ricdrichstr. 36 FISCHBEIN&MENDELI DAMEN- UND MÄDCHENKLEIDER BERLIN W 8 KRONENSTRASSE 24 Simon ©Ca« dtJUsiU BerlinSW.t 9, Niedorwallstr. J3/14.Tel.: Merkur0535.Gegr.l90l Damenu. Backf.-Mäntel, Kostüme, Komplets StWsI.nsrorpont. lnGß*>nriISnc-,f5nmml-,I.oJncn. Müiifel und Slipons. lUuhJnckon, UosUimröcko H.Rüben NACHF. Jünglings- und Knaben- Konfektion besten Genres BERLIN C 2 BURGSTR.21 3... .¥ f®86r.Fie6$ 8“- f'^ rr^ ,n n .f ^" rs r$ rs für Gcwerbo und Haushalt . , Nou /oobraveht/Tcllzahlunn / Mleto i j HöchstoSlrasso.'lO Kncdcnstrasse 14 J Fernruf: E 3 Kflnldotndt 0517 | Bekleidung 1 DÜSSELDORF Grossfabrikcstion von Damenwäsche, Pyjamas u. Charmeuse-Wäsche L KaSMü W.-KlbcrfoltJ p E^erreräklGider-FsDrSk U S e i t 1 8 9 7. Li HOTenfcleksGrfakrik Guter Mittclgcnre Saodbsrg, Seiisttlösöer 8 Co. 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