Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 14 (1935)
- Issue
- 19 (9.5.1935)
- Date
- 1935-05-09
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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Das m'iic .CtonS brr Kulturbünde wird nicht 8 in einsamer Latidschast stehen. SS wird feinen Platz unter vielen anderen haben, in deren Gemeinschaft eS sich einstigen muß. Um das Bild 311 verlassen, nennen Nur als erste, die i niernc Arbeit überschreitende Ausgabe de-? NeicysvervaudeS die Herstellung engster Berbindcingen zwischen den Kulturbünden tmd der jüdischen Oesseutl ich k ei t. Die jüdischen Leitungen, die Organe dieser Oessentlichkeit, haben der Arbeit der .Kulturbünde seit deren Gründung das stärlste Interesse entgegengebracht. Jetzt ist es all der Zeit. dei: Blättern diese Aufgabe nach Müglichteit z>: erleichtern. Zunächst müssten die Gemeindeblätter systematisch von den ihnen örtlich Ungeordneten Bünden versorgt werden und ztvar nicht nur mit allen notwendigen Nachrichten in moderner, anschaulich werbender Zarin, sondern auch mit Beiträgen über Grundfragen der Arbeit. Bor allein muß jetzt die Berichterstattung über ivichtige künstlerische Vorgänge aus dem Reiche an die großen in Berlin erscheinenden Blätter organisiert werden. Wer die Schwierigkeiten der Schristleirnngen, journalistisch und fachlich brauchbare Berichte zu bekoininen, kennt, wird uns Anstimmen, wenn wir hier fordern, daß der Neichsverband diesen ganzen Fragenkomplex in besondere zentrale Bearbeitung nimmt. Daneben könnten von dieser zentralen Stelle aus Anregungen tmd Material für grundlegende, vom täglichen Anlaß unabhängige Diskussionen über kulturelle Fragen kommen. Wenn wir manchmal Klagen über das Fehlen solcher Artikel hören, so müssen wir uns darüber klar sein, daß die Schuld daran zum geringsten Teil an den Zeitungen selbst liegt. Zeitungen sind im allgemeinen empfindliche Instrumente, die aus die Wünsche und Stimmungen der weiteren Leserkreise sehr fein reagieren. In dein Augenblick, in dem die jüdischen Kulturbünde nicht nur Versorgungsstellen des jüdischen Publikums mit künstlerischen „Produkten", sondern wirkliche Krastzentren jüdischen Lebens in Deutschland geworden sind, werden sie sofort das entsprechende Echo in der jüdischen Presse finden. Neben der indirekten Förderung einer Knltnrbtmd-DiSktlssion durch zentrale Prcssearbeit des Neichsvcrbandes müssen die Bünde selber die Führung in der geistigen Auseinandersetmng künstlerischer Fragen übernehmen. wenn sic auch in erster Linie durch ihre Lcistringen auf die Oessentlichkeit wirken sollen. Neben einigen Prvgrammblättern besteht die Z c i t s ch r i f t des Berliner Kulturbundes, die in diesem Sinne auszubaucn wäre. Neben ihrer Ausgabe als Wcrbeblait für die Kulturbünde obliegt ihr vor allem die Klärung der besonderen Probleme kultureller Arbeit im deutschen Judentum von heute. Wir sind damit schon bei der Erörterung des I n h alte s der Kulturbundarbeit angelangt, denn die Hauptfrage, die hier immer wieder zu stellen ist, lautet: Welche Stellung kann Knust im Leben eines von Grund ans sich wandelnden deutschen Jndentnms einnehmen, und welche Art von Kunst können wir ihm darbieten? Wir müssen uns dabei grundsätzlich an der Lage und Haltung der jüngeren Generation ansrichten, deren besonderes Verhältnis zum Kunstproblem nur schon bei anderer Gelegenheit ausführlich darstellten. Genuß fallen auch die erinnerungsbcladencn Wünsche der älteren Generation ihre Berücksichtigung finden. Eine Dauer der Kulturbundarbeit kann aber nur. verbürgt werden. wenn es in gemeinsamem -birken gelingt, Kunst zu einem Träger neuer Lebensgestaltung zu machen. Dabei scheint mir die Diskussion zwischen „deutscher" und „jüdischer" Kunst relativ belang- U's geworden zu sein, da sich die Gegner in niievrie und Praxis weitgehend gesunden haben. Der gemeinsame Gegner beider steht da, uw versucht wird, teils aus Starrheit, teils aus doktrinärem Unvermögen in unseren Kulturbünden Gewesenes,' Absterbendes ^it konservieren. Hüten wir uns davor, eine Insel von Knnstinhalten und Formen zu werden, die nicht nur unsere Umwelt, sondern auch unsere Jugend längst preisgcgeben haben.^ Nichts scheint mir dabei so gefährlich nüe die Modernität von Vorgestern. Ihre Pflege, immer ein Zeichen starr gewordener Menschen, sollte aus unseren Programmen verbannt sein. Nur das wahrhaft Lebendige, ob Jahrhunderte alt oder heute geschrieben, das Gültig-Große ernster und heiterer Kunst kann Menschen etwas geben, deren schwerer Weg ihnen kein Interesse läßt für Museum unb Kostüm, für Artistik und Verspieltheit. Daß im übrigen jeder Ansatz eigenen jüdischen Kunstschaffens besonders lievevollgepflegt werden muß. ist so jelbstver- London, 8. Mai. Selbst zwei Tage nach der feierlichen Pro- Zession zur St.-Pauls-Kathedrale befindet sich die englische Hauptstadt noch int Jubiläumstaumcl. Wenn auch in den Wochen vorher reichlich Gelegenhcit gegeben war, historische Uebcrblicke zu geben, ist das Thema noch immer nicht erschöpft. Es ist nur natürlich, daß in den Nachbctrachtungen zum „lubilee" allenthalben die Beteiligung der englischen Juden einer Betrachtung unterzogen wird, die in ihren wohlwollenden Aeußcruugen jeder Kritik standhält. Tie Presse weist nicht nur .auf die (siche auch die letzte Nummer der „E.-B.- Zeitung") noch jetzt im Mittelpunkt des öffentlichen LebenS stehenden Persönlichkeiten, wie Lord Neading oder Sir Herbert Samuel.' die Regierungsmitglieder Mr. Lesbe Horc-Belisya und Sir Philip Sassoon hin; Namen wie Viscotmt Bearsted, Lord Stvaythling. Lord Melchett, Tr. Weizmann, Leopold de Rothschild, Bernhard Baron, Lucieu tzüolf, Joseph Prag. H. S. Q. HcnriqueS iverden angeführt, um darzutuu. wie die englischen — oder Engländer gewordenen — Juden sich mit zäher Kraft und fairen Methoden ihren Platz auf dem Gebiet der Kunst, Literatur, Politik und nicht zuletzt der Wirtschaft, errungen haben. Daß sie diesen einmal erworbenen Platz nicht eigennützig, sondern zum Wohle der Allgemeinheit verwaltet haben, davon zeugen die großen charitativcn Stiftungen, die mitunter im einzelnen angeführt werden. Das Jubiläum des Königs beschränkt sich nirf)t auf Großbritannien; es ist ein Fest des weltumspannenden britischen Imperiums, tmd bei der Würdigung dieser Tatsache wird ebenfalls auf die Verdienste der Inden in den englischen jtotmmcn und Kolonien, besonders im Kriege, hingcwtesen. Die erschütternde Liste der gefallenen jndgchcn Soldaten im englischen Heer ist. so wird hervorgehoben, nur die schicksalsvolle Folge der Tatsache, daß die prozentuale Vertretung der englischen Inden im Weltkrieg hoher war als chr Anteil an der Bevölkerung. - Sir John Monast). ehemals Zivilingenieur in Melbourne, avancierte sogar zum vberstkommandierenden der australtscheu Strestkräste an der Westfront. In den Tagesnachrichtcn nahm nicht nur dte Stiftung des „llinx George V. .Tubilee 1‘orest in Palästina großen Raum ein, sondern auch drc Loyalitätsadresse, die Englands Indenschast an den König gerichtet hat, ein Spiegelbild der warmen Gefühle, die die englischen Inden für das Königshaus hegen. Diese Gefühle finden ihren beredtesten Ausdruck in dem besonderen Gebet, das der englische Oberrabbiner fiir_ die Gelegenheit geschaffen hat; in allen englischeit Synagogen hört und wird man hören: „. . . are placed ander King George’s sceptre — a sceptre of righteousness, freedöm and humanity.“ Km kSMW8hS8 StsMÄgMÄt Im Rahmen der Fachvvrlesuitgen innerhalb der verwaltnngswissenschastlichen Woche für Kommunalbeamte sprach der Leiter der V e r s a s s n n g s a b t e i l u n g im Reichs- und preußischen Ministerium des Innern, Ministerialdirektor Dr. S t u ck a r t, stündlich, daß es nur erwähnt werden soll. Tie Kulturbünde müssen auch der Tatsache Rechnung tragen, daß das Publikum immer kleiner wird, bei dem sie Schrilung gcreisteren Kunstverständnisses voraussetzen können. Sie müssen darum auch die Aufgabe der Erziehung zur Kunst übernehmen. Sie müssen die Initiative zur Gründung künstlerischer Arbeitsgemeinschaften ergreifen, in denen aus geineiusamem Kunst-Tun Verständnis für den Wert von Kunstwerken und die Bedeutung reprodultiver Leistungen erwächst. Wir verweisen hier nur auf die Arbeit von Karl Adler, der den bisher wertvollsten Beitrag zur Lösung dieses Problems im deutschen Judentum geleistet Hai. Die Kulturbünde müssen ihre Mitglieder fester an sich binden, wenn; sie wirkliche „Bünde" werden wollen. Im übrigen sollen sich die Kulturbünde in ihrer Arbeit aus das ihnen wcsenscigcne Gebiet beschränken. So bedarf das Vortragswcsen der Kulturbünde einer lieber- Prüfung durch den Reichsverband. Mit den Veranstaltungen der Weltanschanungsgrnppen in Konkurrenz zn treten, ist nicht Ausgabe der Kulturbünde. Ebenso müssen die Arbeitsgebiete der Lehrhäuser und der Kulturbünde sorgfältig abgegrenzt werden. Lebendiger Wahrhaftigkeit der Inhalte muß künstlerische Vollendung der F 0 r m des Gebotenen entsprechen. Zunächst einmal: Kunst ist kein Feld für Wohlfahrtspflege, aber auch kein Tummelplatz für Beziehungen. Dem Grundsatz, daß das B e st e g e r a d e g u t g e n u g i st, muß rücksichtslos Geltung verschafft werden. Nur der darf vor uns hintretcn, der uns künstlerisch etwas zu sagen hat. Halbbegabungen und Mitleids-Engagements können nicht wieder gntzumachcnden Schaden in einer Zeit und in einer Gemeinschaft, die ihr Verhältnis zur Kunst neu suchen und finden muß. anrichten. Um so sorgfältiger müßten mir uns der Erziehung wirklich ' wertvollen N a ch - w u ch s e s und der Weiterbildung der bereits bewährten Künstler annehmen. Der neue Neichsverband muß zusammen mit der K ü n st l e r h i l f e planmäßig an der Vorwirklichung dieser Aufgabe arbeiten. Nachwnchs-Ensembles in härtester Auswahl zusaiumengestellt und von erfahrenen Kunst, lern geschult, könnten durch den Neichsverband für Veranstaltungen aller Art vermittelt werden. Gleichzeitig müßte den im Engagement befindlichen Künstlern Gelegenheit gegeben werden, ihre Leistungen durch sachgemäße Schultmg in ununterbrochener Arbeit auf den höchstmöglichen Stand zu bringen. Unser Publikum, angewiesen aus einen kleinen Kreis von Künstlern, muß von Darbietung zu Darbietung mit Freude den Fortschritt der Leistung seststellen können, muß durch die wachsenden Darbietungen selbst mit erzogen werdet:. Jeder im festen Vertrag stehende Künstler sollte zur Teilnahme an den ohne wesentliche Unkosten zu schaffenden Einrichtungen der Weiterbildung , verpflichtet sein. Wir denken dabei nicht nur an Schulung im engeren Fachsinn wie Sprach- und Atemtechnik. Stimmbildung und Körperschulung, Maskenkunst ' und Theatet-kunde. Jeder Künstler sollte Lu intensivsten Sprachstudien angehalten werden, den Voraussetzungen der Berufsausübung in einem anderen Lande. Neben Pflege der westeuropäischen Kultursprachen sollte Gelegcnheit zum Erlernen des Hebräischen gegeben werden. Tie Zahl der aus der Kutturtradition des deutschen Judentums stammenden Künstler, die im Kunstleben P a l ä - ft i 11 a s festen Fils; gefaßt haben, steht bisher in gar keinem Verhältnis zum Umfang der detltschen Einwanderung, die ihre besonderen ktllturellen Bedürfnisse mitbringt. Schließlich sollte unseren Künstlern in geeigneter Weise ermöglicht werden, sich über die wichtigstcn- Vorgänge jüdischen Levens zu unterrichten. Vertrautheit mit den Sorgen und den Gedattken der Menschen, für die man schaffen will, sollte selbstverständlich sein. Damit sind wir schon beider Frage nach den Persönlichkeiten angelangt, die die Arbeit der Kulturbünde tragen können. Wirkliche Verbundenheit mit deutschem Judentum lautet hier die Grnndsorderung. Uns sollten bei der Auswahl von Menschen für die Kulturbünde nicht die künstlerischen Könner von früher imponieren, wenn sie nicht durch ihre Arbeit den Nachweis liefern, daß sie auch deutschen Jude:: von 1035 künstlerische Führer sein können. Uns sollten aber ebenso wenig die patentierten Juden imponieren, die ihren Geltungsanspruch daraus ableiteu, daß sie schon seit vielen Jahren dieser oder jener jüdischen Richtung verschworen seien. Ucberhaupt ist die Erhaltung unseres Kulturniveaus eine zu ernste Sache, als daß wir künstlerische Vergreisung, selbstgefälligen Dilettantismus oder dogmatisches Unvermögen dabei dulden können. Vor einer Auffassung können wir gar nicht ernst genug warnen: daß unsere Kulturbünde nur so eine Art Notdächer wären, unter deren Schutz man ein vorüberziehendes Unwetter aowartet. um dann befreiten Gemütes in das gewohnte Haus zurückzukehren. Nur der wird den Kulturbünden recht dienen können, der sie zu dauerhaften Häusern ausbauen will, der in ihnen gültige Formen des künstlerischen Lebens der deutschen Juden sieht. Was jeder, der zu uns kommt, mitbringen muß, ist eine ganz einfache, echte und starke Liebe zu den Menschen, denen er seine Kräfte weihen will. Liebe zu den Juden. Liebe zum deutscher: Judentum! Wenn wir hier künstlerischer Arbeit stärkstes Gewicht zusprachen, wird man uns vielleicht entgcgcnhalten, daß das deutsche Judentum so große materielle Sorgen hat, daß daneben derartige Probleme zurücktretcn müßten. Welche oberflächliche Betrachtungsweise! Kunst ist kein Luxusornament gesicherter Lebensgestalttmg, ist kein schöner Zeitvertreib müßiger Stunden. Sie ist eine der Urkräfte, aus der wahre Gemeinschaft erwächst. Wie Natur tote Materie ist ohne den wärmenden Glanz des Sonnenlichtes und das ehrfürchtige Dunkel des Sternenhimmels, ist eine Gemeinschaft ohne Kunst nur ein dumpfer Haufen. Mehr denn je brauchen wir deutschen Juden Kunst, unsere Kunst. Daß sich der neue Neichsverband der jüdischen Kulturbünde als Bereiter dieses Weges bewähren möge, das ist ' unser Wunsch. über Tie staatsrechtlichen Grundlagen de? Reiches" Ueber die kommende Entführung des N e i ch s b ü r g e r r e ch t s nach national, sozialistischen Gesichtspunkten betonte Mnnsterialdirektor Tr. Stnckart da,; das neue Staatsbürgerrccht einen scharfen Maystab an jeden legen werde, der deutscher lataens, bürgcr sei. Ter Staatsbürgerbrief werde die 'wertvollste Urkunde sein, die em Tent. scher in seinem Leben erwerben könne. Deutsche Volksgenossen mit allen Rechten und Pflichten der Neichsbürgerschaft würden nach diesem neuen Recht dann nur noch hfMth'rf'ihlütioe Menschen sein können. OberselllssisLÜe ^dstimmunZstsilnsümsr Ter Bundesleiter des Bundes heim a t t r e u e r S ch l e s i e r (Vereinigte Obcrschlesier und echtester) hat für die ober, schlesischen Abstimmungsteilnehmer ein Abstimmungserinnernngszeichen gestiftet. Nach den für die Verleihung geltenden Vorschriften kann das Abstimmungserinnerungszeichen mit Besitzurkunde auch von ausländischen und j ü d i s ch e r: A b st i m m n n g s t e i l. n e h m cru auf Antrag erworben werden. Der Centralverein versendet aus Anforderungen im Einvernehmen mit dein Bundesorganisationsleiter des Bundes heimattrener Schlesier die A n t r a g s formt: l a r e an die oberschlesischen jüdischen Abstimmungsteilnehmer gegen Voreinsendung des Briefportos. Abstimmungsteilnehmer. die jetzt noch in Oberschlesiet: wohnen, weitdet: sich zweckmäßigerweise an das Büro des C.-V. in Beu'then O.-S., Virchotvstraße Nil, alte anderen an die Hauptgeschäftsstelle des C.-V., Berlin W 15, Emfer Straße 42IV. Die Anträgefelb st müssen dann an die Bundesleitnng des Bundes heimattrener Schlesier (Vereinigte Oberschlesier und Schlesier) Berlin W 30, Motzstraße 46, gerichtet werden. Äüfsa zur MkömpflW der südüchea Isrherrschast' Wie die „Fränkische T a g e s z c i t u 11 fl" meldet, hielt Gauleiter Julius Streicher auf einem Kameradschaftsabend der Gefolflsdiaft der Nürnberger Zweigniederlassung der AEG eilte Ansprache, in der er u. a. erklärte: ,,Wir wollen leinen Krieg, sonst hatten wir schon längst einen. Wer es aber wagt, uns zu überfallen, der soll das neue Deutschland kenne>r , lerrien. Hitler streckt den Völkern die Hand ent- ' gegen, aber die Juden, die in den anderen Völkern noch mitzurcdcn haben, wollen nicht, daß Friede konunt. Daß die anderen Völker den Frieden wollen, das beweisen wir durch einett Vortrag, den hier ein Franzose, ein Frontkämpfer, den: das Atige ausgeichosict: tvurde, haltet: wird. Er tvird demnächst ick einem ösfentlichet: Vortrag zu uns sprechen, und zwar das erstemal als Beauftragter^ der soeben gegründeten Weltliga zur Bekämpfung der jüdischen Vorherrschaft in der Welt . . ." Ter Detriebssührer der Nürnberger Zweigniederlassung der AEG. Strobl, gab in einer Ansprache bekannt, daß für die Werlsbibliothek drei Bände von Theodor Fritsch, „Handbuch der Judcnsrage". augeschafft werden sollen, und daß der „Stürmer" in zehn Eremplaren datrernd bezogen und je zur Hälfte in den beiden Kantinen des Betriebes aufgelegt werde. v Wie der „F r ä u l: s ch e Kurier" in Nürnberg berichtet, führte auf einer Kundgebung zun: 1. Mai Gauleiter Julius Streicher zur Judenfrage u. a. ans: „Ihr Vokksgcuosscn: Fragt euch immer, wer ist es, der vom Haß in den Völker:: und unter den Völkern lebt. Es ist jenes Volk, jene Raste, die vor 2000 Jahren den -üämpscr von Nazareth kreuzigte und das deutsche Volk zur Schlachtbank führen wollte und noch heute führen will. Im deutschen Lande ist cs dem Fremdrassigen nicht mehr möglich, zu schreibet: und öffentlich zu sagen, was er deitkt. Aber außerhalb, in änderet: Vollern, hat er noch die volle Freiheit, die er einst bei uns besaß. Tort schreibt und sagt er offen, daß er den Krieg will. Offen erklärt er: Löir wollen den Krieg, um zurückztierobern. was wir einst besaßen. Ter Jude will tvicder zurück nach Deutsd)!anö und Herr sein über das deutsche Volk . . . Ateine lieben Vollsgenossett, tvenn ut:s die vom Jciüen verhetzte Welt einen Krieg anszwingen sollte, dann dürste es nicht mehr Vorkommen, daß sich die Besten unseres Volkes zu Krüppeln sd)ießen lassen und daheim Faulheit und Feigheit siegen würden. Wir würden dafür sorgen, daß die Juden tmd Judenknechte dorthin zu stehen kommen, wohin sie gehören. Es mag sticute kommen, was da will, wir sind Judenkcnner geworden, und im Frankcnlande ist eine Sat gesät, die einmal aufgehcn wird. Und :ch möchte erleben, daß ich noch sehe, wie sie reift, und wenn ich einmal Abschied nehmen muß von dieser Welt, möchte ich die Ernte miterleben..." WÄMMNsKlllß örr Mischm Fugend Ter Reichsausschuß der jüdischen Jugendverbände teilt mit: . „Dev Sportbund des' Neichsbundes jüdischer Frontsoldaten ist dem Reichsausschuß beigetreten. Ter Zusammenschluß der jüdischen Jugend ist somit vollendet."