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Central-Verein-Zeitung · 1935-05-03 · 18 (3.5.1935) · page 19

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Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
14 (1935)
Issue
18 (3.5.1935)
Date
1935-05-03
Page
– (sequence 19)
Language
German
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tischen nfttipnalrabifölcii Ortsgruppe tn Szhdewowicc «Bezirk Radom) Engeniufz Schlcin- *^cr und cm zweiter Nationalradikaler namens Stanislaw Pajak haben das Gerücht verbreitet. die Inden hätten den Gemeinde- - beamten Josef Gowalczvnski. anläßlich der Bcssachseiertage zn rituellen Zwecken getötet. Tie polizeiliche Untersuchung hat ergeben, daß Schleingcr und Pajak selbst die Mörder Gowalczynskis sind. Sie wurden verhaftet. * (yin freundlicher Leser vermehrt unsere Kem:tnis der geschichtlichen Vorbilder der zn politischen Zwecken gegen uns Inden bekannten literarischen Fälschungen. Er verweist uns ans Ja lob Vurclhardts „Tie Kultur der^ Renaissance in Italien". Jan sechsten Abschnitt „Litte und Religion" befindet sich ein zweites Kapitel: „Tie Religion im täglichen Leben". Burckbardt berichtet, daß man den König Fcrrante von Neapel veranlassen rvollte. eine der spanischen Judenverfolgung ähnliche Maßnahme zu ergreifen, indem man eine ('»lcschhcitstafel vorwies, die man bei Tarrent ausgegraben habe und deren Inhalt die Nechtfertrgung dieser Verfolgung darstelle. Ter König durchschaute jedoch die Fälschung, und die Absicht wurde nicht erreicht. TsDKLrlTD Statistische Erfassung aller deutschen Notare, lim für eine statistische Erfassung aller deutschen Notare die erforderliche» Unterlage» zu erhalten, hat die Reichsnvtartauuuer einen Fragebogen an sämtliche Notare versandt. Tie Fragebogen sind, lute der Reichsjustizmiuister bestimmt, soweit noch nicht geschehen, unverzüglich und vollständig zu beantworten. * Der Sachverständigennachweiö nach dem 1. Mai 1936. Mit dem 1. Mai 1935 wird, wie in der Tagespresse mitgeteilt wird, die allgemeine gerichtliche Vereidigung von Sachverständigen und ihre besondere Kennzeichnung als solche unwirksam. Tie besonderen Sachkenntnisse und Erfahrungen, die nicht jeder besitzt und besitzen kann, weil sie in der Regel mir durch eine besondere fachliche Spezialausbildung und nur durch jahrelange, oft lebenslange praktische Tätigkeit auf dem fraglichen Jach- und Lcbensgebiet erworben werden können, sind aber nötig, um die richtige Entscheidung zu finden. Hier setzt die Aufgabe des Sachverständigen ein. Es ist aber notwendig, daß der Sachverständige von den Parteien gelöst, über diesen stehend, seine Gutachtertätigkeit als Rechtswahrer ausübt. "Van diesen Grundsäße» ausgehend, find, wie das ..Deutsche Nachrichtenbüro" mittcilt, die Sachverständigen durch die Reichssachschast für das Sachverjtändigenweseu der Teutsche» Rechtsfront ungegliedert worden. Tie Neichsfachschaft bietet durch eine strenge Auslese in charakterlicher und fachlicher, ganz besonders aber in rassischer Beziehung die Gewähr dafür, daß die von ihr benannten Sachverständigen als Nechtswahrer zu fordern sind. Nachweis der arischen Abstammung gebührenpflichtig. Wie der Stabsleiter des Stellvertreters des Führers. Reichsleiter Bvrntmin, mitteilt, hat der Weid)*- und preußische Minister des Innern eine einheitliche Gebühr von 0.60 NM für die Ausfertigung einer Urkunde zum Nachweis der arischen Abstammung festgesetzt. Schreib-, Such, oder Stempelkosten werden nicht erhoben. Befreiung von der Zahlung dieser Gebühr tritt nur im Falle des Unvermögens ein. insbesondere bei Erwerbslosen. Wohlsahrtsempfängern und Sozialrentnern. Ebenso gebührenfrei sind die von den Dienststellen der Partei zn parteiamtlichen Zwecken angeforderten Urkunden. Tie Standesämter und Kirchenbehörden sollen durch diese Gebührenregelung in die Lage gesetzt werden, die zu einer eimvandfreien Bearbeitung erforderlichen Hilfskräfte einznstellen. Nichtarier erhalten keine Apothekenkonzcfsion. Im „Ministerialblatt -für die' Preußische innere Verwaltung" (Nr. 16 vom 1. Mai 1935, §p. 629) wird ein Nnnderlaß des Reichs- und Preußischen Ministers des Innern vom 17. April 1935 — IV b 5007/35 II — über „Grundsätze für die Verleihung von Apothelenkonzessionen" veröfsentlichk. Danach ist von der Verleihung einer Apothekenkonzession a n s g e s ch [offen, wer nichtarischer A b st a m m u n g oder mit einer nickstarischen Frau verheiratet ist. Der Be-- werber hat seine und seiner Ehefrau arische Abstammung durch eine Bescheinigung der Reichsstelle für Sippenforschung beim Reichsministerinm des Innern nachznweisen. A u s n a h m c n für nichtarische F r vnt» kämpfe r sind nicht vorgesehen. Nach Nr. 9 bis 15 der Grundsätze werden (arische) Kriegsteilnehmer und insbesondere Frontkämpfer (nach den Vorschriften des Berussbeamtengesetzes) besonders berücksichtigt. Unter Nr. 18 heißt es: „Besteht Anlaß, von vorstehenden Grundsätzen abznweichen, so ist meine Entscheidung einznholen." Wb« dir AEmkrekWg irr ZiA» dueA eNKr SisÄWüVöür Unter der Ueberschrift: „Eine Feststellung der Bayerischen Politischen Polizei" wurde folgende Notiz veröffentlicht: In einigen Zeitungsberichten über die Verhandlung gegen den Halbjuden Otto Schorfs vor dem Schwurgericht in Landau (Pialzl rvurdc ausgeführt, daß einer der Rechtsanwälte zu Beginn der Verteidigungsrede angegeben have. er habe die Verteidigung Scharssssinst Genehmigung der Bayerischen Potttischen Polizei überiwmmen. Die Bancrisäie Politische Polizei stellt hierzu fest, daß diese Behauptung nicht den Tatsachen entspricht. Eine Genehmigung zur Verteidigung eines Halbjudeu fällt nicht in den Aufgabenbereich der Bayerischen Politischen Polizei. Es konnte daher eine derartige Gcnehmigimg praktischerweise auch nicht ■erteilt werden. Im übrigen muß ein deutscher Rechtsanwalt so viel nationales, Selbstbewußtsein besitzen, daß er in eigener Pcrion entscheiden kann, vb die Verteidigung eines Judo» sich mit seinem Gewissen vereinbaren läßt. * Wie die „Nationalsozialistische Korrespondenz" mittcilt, legt die „Z e n t r a I ft c 11 c für internationales N e ch t" Ga» „Ausland" des Nationalsozialistischen Iuristenbundes gegen, wärtig eine Weltkartei aller arischen Rechtsamvälte. Notare. Patcntainnälte und Wirischaflsrechtler au. um in der ganzen Welt im nationalsozialistischen Sinne geeigneie Nechtswahrer beneitnei: zu können. EÄÄL GW» grLLllfLKer Lülfewimg „ eines: Fntzne In der „Trierer Laisdeszeitung" vom 24. April lesen nur nachstehenden Bericht über eine Gerichtsverhandlung: „Als am 15. Januar das Abstimmungsergebnis ans dem Saargebu't bekannt wurde, hatte ein in der Umgebung von Trier wohnender jüdischer Frontkämpfer die schwarzweißrote Fahne herausgchängt. Ein älterer Mann nahm Anstoß daran, und er soll, tvie ihm zur Last gelegt wird, jüngere Knaben beauftragt haben, die Fahne herunterzureißcn. Das ist auch geschehen. Nun ist ein Verfahren gegen den älteren Alan» wegen Beleidigung eingeleitct worden, und er Halle sich am Tienstag vor dein Schöffengericht zu verantworten. ' . Wie die Beweisaufnahme ergab, iva'r der Besitzer der Fahne dreiiual im Weltkrieg verwundet, er ist kriegsblind und trägt neben dem E. K. 2. Kl. das Vcrsviindetcnabzeichen in Silber. Ter Angeklagte bestritt, sich in der Weise schuldig gemacht zn haben, wie, es ihn: die Anklage zur Last lege. Anklagevertreter und Gericht hielten ihn aber nari)' dem Ergebnis der Zeugenaussagen überführt. ES wurde zum Ausdruck gebracht, daß gegen ein solches Verhalten schärsstens eingegrisfen werden müsse, und der Vertreter der Anklage ist der Ansicht, daß ein derartig würdeloses Verhalten nur mit Gefängnis tsestrast werden könne. Er beantragte vier Rtvnate Gefängnis und Publilationsbcfsignis. Tas (Bericht sah zivar von einer Freiheitsstrafe ab, hielt jedoch eine empfindliche Geldstrafe am Platze sind erkannte auf eine solche von 400 RM sowie Publikationsbefngnss. Es bandele sich hier um ein gemeines Tun einem Kriegsblinden gegenüber, das sicherlich nicht der Ansicht des Führers und Reichskanzlers entspreche." Fnwlewcit kann das vrdenMe Erciml die ReStsgülligkelt ven LcrVÄlungs- Verordnungen naÄvcüien? In der „Juristischen Wochepschrift" (Fest 16/17 vom 20. bis 27. April 1935, S. 1235s svird ein Urteil des Reichsgerichts vom 21. Dezember 1934 fUI 161/34 — RGZ. 14«i. 257) veröffentlicht. Danach steht der Rechtsweg einer Klage ans 8 639 BGB nicht offen, wenn es sich in Wahrheit mir darum handelt. Steuerbeirägc auf dem Umweg über au-> gcblich schuldhafte Amtspflichtverletzung beteiligter Beamter voin Staate zurückzuverlassgen. Tas Reichsgericht führt u. a. folgendes ans: lluriel)tig sei in seiner AÜgemeiuheit auch der vom Berufungsgericht aufgestellte Satz, es gehöre unbestritten auch nach dem heutigen Versassungszustand zu den Aufgaben de^ Gerichte, die Rechtsgültigkest der von den verschiedenen Verwaltungen erlassenen Verordnung nachzuprüseu. insbesondere nach der Richtung, ob diese Verordnungen isn Eiu» klang mit den geltenden Gesetzen ständeis. Eine soldje Nachprüfung stände send und siehe dcri Gerichten nur isn Rahmen der Prüfssng von An-, jprüctten zu. die zulässigerweise ihrer Entscheidung unterbreitet feien, für die also der Rechtsweg offen stehe (RGZ. 93, 261 — IW. 1916, 616). Insofern ha ln: sich, wie die Entsclieidussg RGZ. 143. 64 — „Jur. Wochcilschr." 1934, 42 l ausdrücklich hervorhebe, mit Artikel 131 Weim. Vers., obwohl dieser asich für auf rein öffentlich-reclßlichem Gebiete liegende Verhältnisse (wie die Erhebung vorn Stenern) Ansprüche gegen den Staat gewähre, die tm Rechtswege verfolgt werden könnten, an dein Verhältnis zwischen Gerichten lind Versvaltnngsbehördesi grursdsätzlich nichts verändert, llmim-, gänglichc'Voraussetzung für die Befugnis der Gerichte zur Nachprüfung der in solchen Verhälttriffen getroffenen Verwaltungsanordnungen aus Grund einer Klage aus § 639 BGB.. Artikel 131 Wenn. Vers, sei stets die Vehauplung eines Tatbestandes der ein schul dH oft Pflicht-. lvidriges und daher zum-Schadenersatz verpflichten'., des Verhalten eines 'an Der Anordmmg'beteiligen' Beamten in Ausübung^ der ihm anvertrauten öffentlichen Berrvalt klar erkennen lasse. . Nun behauptet allerdings die Klägerin'-S und' das sehe das PPissmgsger.icht als emscheidend.ms^ — ein solches schuldhaftes-VerhalWis-licge Jedenfalls dann vor. wenn der zuständige Miniller die Erhebung von Stemern anordnc und ihre Geltendssmchung durch Eiiizelantschcidsrng. die eine Niederschlagung ablehnep betätige, deren Nsederschlagung zwingend angeordnet sei. Auch damit komme jedoch der Streit keinesivegs auf ein anderes Gebict. Inuncr noch handele cs firft mit stid)t-3 anderes als die Frage, ob die Heranziehung der Steuer zn Recht oder zu llurecht erfolgt sei. die in den: für Stessersaeiieu gegebessen Reäitsinittelsreg imd nicht vor den-ordentliche;) berichten zu erörtern und..zu entscheiden sei. Ob es eine Grenze dort gäbe, um die reine Willkür beginne und der Anordnung der Vcrtvaltnngsbehörde steder gesetzliche Bodess fehle, (vgl, RGZ. 97, 179; 105, 35; 116. 222) sei hier nicht .;» erörtern. . , Mr-lsÄ M „S’ßiic sjrD »ItsJt“ ÜN brr Scrimcc SnlötUünt Das Teutsche Nachrichtenbüro meldet: Zur stärkeren Betonung rassischer Grundsätze in der .L>ochschi'dasssbildnng des jinistifchen Nachsmichses hat Reichsminister' Rsist dem geschäüssührende» Tirektor'dcs Reichsasrsschnsses für Volksgesundheitsdienst, Herrn Tr. Rnttke. einen Lehrauftrag für „Rasse nssd 2iecht"' isn Rahmes: der juristischen'Fakultät der Universität Berlin erteilt.. 9k Neue Gemeindevertretung in München Tie Wahlperiode der Gemeindevertretung der Israelitischen Kultnsgesnesnde in Münches: svaram 31. März abgelanfen. Boss: Gemeindevorstand sind daranshin Neuwahlen ausgeschrieben nwrden. Es tvssrde jedoch eine E i s: l) e i t c-1 i ft c cingereicht. so daß eine eigentliche Wahl vermiede» werben konnte. - Tie 24 Sitze der Gemeindevertretung verteilen sich usster die Kandidaten der Eissheitslifte, die uunsisehr als gewählt' zu betrachten 'sind, solgessderusaßess: Liberale Fraktion 13 Sitze (bisher^ 16). Zionistische Fraktion 6 Sitze (bisher - ü). Orthodoxe Fraktion 3 Sitze (bisher 3). Anschluß der braunschtveigifchen Gemeinden an den preußischen Landesverband 3t'<nh dess: Vorbild der Verträge, die die thüringisäier:, otdenbsirgifchen und saarländisches! ■ Gemeinden znm Zsveck ihrer Eingliedersusg in den Prcslßischen Lassdesverbandjüdisä)er Gemeinden geschlossen haben, haben nssnsnetir die jüdischen Gemeinden des Landes - Brauns ch »v e i g asis einer in Brasmscliweig unter dens Vorsitz des dortigen Gesneindevorsitzenden Tr. Walter H.c i n e tu a i: n . abgehalleisen Tagung cinstimlnig den Beschluß .gefaßt, sich deus Preußen- Verband auzuschließcu. Tie. erforderlichen Zustsmsnsmgserklärssisaen der Repräscsstasstenveefammlungen zu dem Beschluß werden nachgeholt. Die Gesellschaft für jüdische Veröffentlichungen in Philadelphia (Thc: .Jewish Uubücation Socielv of Ansnrica) hat aus ihrer diesjährigen Tagung einen Preis voss 2590 Tollssrs für den beiten j.'idischeu Rosn.us ausgesotzt. Einsendsissgen iss essglischer Sprache müsien dis-zum 15. April 1!«:!«> an die .)ewi?h Puhlimlion Socie-.ty of America, Bro:i3 nssil Spring (Jardori Slrc-i-’th, l’hilniicljibia, erfolgen. . . svsirde virissos und mit einer Fülle reszessder Einfälle gestaltet. Jedes Bild svurdc mit unessdlicher Liebe ssssd Geduld cutmorten nnd asisgearoeitet. Tie gesä;ickte Leiterin verstassd es. die Kissder, die natürlich bei aller erstaussliehen Tijzsplss: begeistert bet der Sache waren, je ssach ihrer Begabung und Eigenart asn rechten Orte eissznsetzen. Alan svar isberrascht, in wie starkem Maße sich die Kiisder zun: Teil als künstlerischc (jyaraltere entpsipptess. fand man doch neben zierlichen, graziösess Tässzerinnes: klcssse Kobsüde mit Begabung für das Groteske sind mit akrobatissster Belserrschsusg des Körpers Biel!eie>;t svar die Einsissdsersnsg ssmnchmal saß zsi ftraff, gebärdeten die Kleiiscn fid; säst scbois zu ernst msd ersvachsen. doch das sind verzeihlielie ..>«issdcrkrasslheitess", die snas: bei den: gsstes: Gesasnteindrssck der Anssührung gern übersieht. Sehr zssss: Erfolg trugen die wssnderhübschen Kostüine von Aissü) Gowa bei sind die von Kapellmeister Weriser Sissger sicher vorgeiragenen Melodien voss Gluck. Nlozart, Händel u. a. Tas zahlreich erschienene Publikusu folgte desn heitern Spiel mit großer Begeisteruisg. Ul.' Ter Mannheimer Liederkranz veraustaitete eis: L^.'c>sesterkonzert seiner Iisstrsissscnlalgesswiissshast. Das Hauptinlercsse s>nsden die k^-durSinssnsie np. 13/1 vms Stasssitz. die snan usster Kal'eilsuesster Sinzheim er besoisders klangschön hörte, und Ernest Blochs Concerto CrosLo für Streichonhester und obligates Klavier. Eisse mnfifalifd) interessante Schöpfung, von der man leider einen Satz svrttieß. Es war erftaunlid). voic das größtenteils aus 'Nichtberssismusikern destehende Crdfcftcr dem anspruchsvollen Werk geredzt svsirde. Um die Wiedergabe, die stürsnisehen Beifall anslöste, machte sid; asu Klavier Klara G v l d s ch m s d t verdient. Solistin des Abends war Lotte L e o ss a r d . die in Werken von .Eändel ihre große jassgliehe Kultur erwies, währeisd ihr 1'ieder voss Johann Philipp Krieger weniger lagen. A!an hörte von ihr. von Sinzheisner. begleitet^ auch erstmals „Der Traurige und Gott" von Julius K r ä m e r. Er versteht cs. die Tichtssng ssach Älsihsams „Gesprächen mit Gott" zumeist ebenso großlinig zu vertonen. Ter .nosnponist konnte persönlich für den Beifall danken So. . Vor einem zahlreich erschienenen P'.sblikus» ksnszertierlen in Köln die Altistis: Hanna Loewen und die Geigerin Ilse Schesler- Sore n st mit Willi L ö :v e ss st e i n (an: Flügel). An erster Stelle sei diessnal Willi Lörvessstein gessannt. der dank seiner Atsssikerpersösslissikest starken künstlerisehess Einfluß auf jäsntlidjc Darbictimgcs: des Abends aus übte. Öarsna Loesveu hatte großes: Erfolg ntit Arien voss Verdi ssssd Thonsas, ivohissgegen ihren: drasnatisd)cis. etwas schiveren Organ Lieder von Schubert weniger lageis. Tie herbe Ilse Schesler-Svrens: gefiel burd) ihren sch'.vungvollen Bogenstrich — der Tos: bedarf ssoeh der Süße ssssd Wärme — iss Werkes: von Eorelli. Franeoenr-Kreisler. Wieniwviki nnd Tolnsanyi. Tie beisalljreudiges: Hörer erbaien sich einige Zugaben. Für eine der leichten Muse geiveihte Beraustaltnng hatte die Kölner Jüdische Kmsstgesneissschaft den Meisterrezitator Joses Plant gewoisnei:. Ntau kann nur dasskbar seist für die losgelöstes: Stunden, die sssss seist goldener Humor spendet. Tas weitere Programm wurde bestritten von Nlarion Speyer- N e y. deren sysnpathifcher Koloratsirsopran zu schönen L>osfnsmgen beredstigt, "Adelheid H e ß. einer nicht unbegabtes: Altistin, ussd der rsissischen Diseuse Gcnia F u k s, die ihre jiddischer: Ehain'on>st >vie isrnner mit Eyarrno zuss: besten gab. Iss die Begleitsing der Künstler teilten sich mit Geschick Alice K r i e g e r- I f a a c nnd Will: L ö >v e n st e i n. Ter Beifall war herzlich. Unter Förderung des Knlturlreises Breslau gabei: Joseph S ch rv a x g ssssd Ireise W c i ß e ss - berg ein Konzert auf zwei Klavseren, dessen Programm Werke von Bach..Brahms. Schumann und Arensly enthielt. Daß eines:: Künstler erster 2lrt wie Joseph Schwarz, dcsses: technische Vollcstdnng. tiefe Empfiswung und hohe künstlerische Intcll:ges:z!)Nnstcrleistnngen garantieren, Irene Weißcnberg eine ebenbürtige Partneris: rvar. ist Verve iS gemig fürihr küw'tlerisd)es Können. Unter der Führung des Meisters wurde den Werken durch Gewissenhaftigkeit und Plastik der Tarstellmtg eine Wiedergabe'zuteil, der mau seine Lesviludernstg nid;t vrxsages: konnte. I*. Anläßlich' der Aufführung des Händelscheu „Judas Maccabäus" dlirch des: Isidiscisen Musikvercin Breslau hielt Tr. Oskar Gutt u: a u u (Berlin) einen einsühren.dei: Bortrag über dieses Werk. Tie Aussührnngen über den „Judas Maccabäus". selbst hatten zunächst die geschichtlickren Hintergründe zur Entstehung des Lratoriuins zum Thema; den zweiten Teil, der sich mit-Text und Musik besaßt:', hätte mai: sich, besonders ss: der musikalischen Analyse des Wertes etwas ausführlichcr u>:d tiefgehender gesvünfd)t. Ter Vortragsabend von Otto B er n st e i n in Müsrchcn war der Höhepunkt in der Reihe der diesjährigen literarischen Berassstaltungen des Bayerischen Kulturbunds. Bernstesn erzählte die innig-mystisihe Geschichte, die Nlartin Buber auf deutsch von dem dreimaligen Laehei: des Baal- Scheu: berichtet. Wie fein svußle derZVortragende von dem unbefangenes: gottseligen Humor dieses Stücles zu der irossisels-pvintiertei: Hsisssorigleit, mit der das gewaltige Schlußlapitel der Geschichte:: Jakobs von Thomas Mas:» durchsetzt ist, überzssleiten! Tic Geschichte rosst htabel-Tod svar so bildkrästig erzählt, daß jeder ineincu mußte, er sei selbst auf dem Weg der Ialobsfanülie snstgczogen. Ten Abschluß bildete die Erzählung Heinrich v. Kleists über „Tas Erdbeben in Chile". Solche Abende wünschen wir uns oft. Ca. Ein Konzert Münchener Künstler vermittelte neben des: Rosnaistilers: Schubert — Sdiusstasn: — Mendelssohn die interessante Beka>:nls:ßast mit neuzeitlichen jüdischen Komponisten. Tie 23alzer- Etude von Saint-Saöits. von Lieseloite Weiß ausgezeichnet auf den: Flügel vorgelrageu. fesselt snehr durch Bravour als imsereii Gehall. Ernst M o s b a d) c r, der als Heldentenor nach Bern berufen ist, brachte Gesäuge von Korngold und Schönberg mit vornehmer Tongebung. Irma Stern sang mit vorbildlidier Bortragskultnr u. a. tiesempfmtdcne Lieder von ,Frankenburger stach Hoffmannthalsches: Texten. lMatthäns li rw and setzte seinen prächtigen Baß für zwei weltabgesvandte Gesänge von Gustav tzNahler ein. Tas Schlußduett aus Goldmarls „Tie Kösngin von .Saba" für Tessor und Sopran beschloß den von Kapellrneister Erich Erck tresslich vorbereiteten und nicht zuletzt durch jeu: auserwähltes Programm gestußreichen Abestd. Ten Besd)Iuß der Wiutersaisou machte eis: von Erich Erck geleitetes Orchesterlonzert is: der Hauptsyuagoge. Das vorbildlich geschulte Orchester bewährte seinen Ruf mit einer sowohl rhythmisch als auch loulich glänzenden Wiedergäbe Von Mozarts 0-moU- und Beethovens v-clur- Siufouie. Fsir - das A-moII-Klavierkostzert von Schumann wac Professor Michael W'ittels Köln, gewonnen, - der das anspruchsvolle Werk' durch- .homogenes Nachgestalten jeder äußeren Virtuosität entkleidend, zun: iissscrcss Erlebnis zu gestatten wußte. Eine würdige Vorfeier des 125. Geburtstages des Meisters. Erich Erck betresste des: Lrchefterpart astsckpstiegend mit -stit-' voller EirFühlmsg us:d> bewies aufs neue seine eckste Küttstterschast. die ihn zs»m nntsikalisches: Leiter des Älünchener Kulturbundes pradestintert. Ba. EeLüchlmslluSjlcllung in Jranfiutt o. M. Ma; AtSrrmaaa Ter Kults:rbu::d Teutsd)er Juden Bezirk Rheiu-Rlaii: veranstaltet' gemenu'am mit den 3 B n e B r i l h - L o g e u, der Gesell-- s ch a f t z u r E. r j o r s ch u :: g jüdischer K u n ft b c n f in ö I c r und dem Eentralverc i i: d e s: t s ch e r Staatsbürger jüdischen Glaube st s eine L:ebcrmans:-Gedächtsüsausstellustg im Bereinshaus Eichersheisnerlandsb'asw 27. Tiefe enthält Gemälde und Graphik aus Frastkfurter jüdisdien: Besitz. Eiitzelne Stiicke sind auch von der Witsve Mar Liebermanns aus den: N'achlaß zur-Verfügung gestellt worden. Tic Aussteslsmg svsrd asn Sonntag, den 5. Mas. 1 >Uhr. eröffnet und danert bis Nlitttvoch. den 15. Rlai. Tie Beiichtigsingszeit ist. von .11 ois I Ul;r und 3 bis 5 Uhr. An:.Sonntag, den 5.Niai. nachmittags 6 Uhr. findet in' den'Ausstellungs-- räumen eine Gedächtnisfeier statt, in der Tr. Hermann G u n d c r i I) .e i nt ei über Liebermaim spricht. Am Tonnerstag.. den 9. Mai. hält Tr. Arthur G a l l i u e r einen Vortrag mit Lilhtbtldern: Blax Liebermann und seine künstlerische Umwelt. Ten: Streichgnartett des Kulturbundes Teutscher^uden Bezirk Rhein-Main ist Konzertmeister- Ary >Lchuher. bisher 1. Solocellist des Opernhauöorche,ters Frankfurt a.M.. an Stelle des aus-- geschsedencn Felix Robert Äceitdelssohn bejgetretcn. , Tie KoNzertdirektion L. Täube in Berlin tKlt mit. daß ihre Konzertveranstaltungen vor: den: Staatskommisiar der Hauptstadt Berlin als künstlerisch hvchstehesid anerkannt worden si:ü>. Die, Konzertdnektio,: Taube in Berliu ist diS einzige PrwatageiNsir. die außerhalb des Kulturbundes und der Künstlerhilfe der Jüdischen Gemeinde das Auftreten jüdifcher Künstler ermöglicht.

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