Seite der Jugend
- Journal
- Seite der Jugend
- Volume
- 1935
- Issue
- 3 (3.5.1935)
- Date
- 1935-05-03
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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ari:-i,b;iüli<,.b<?u Fragen, dm uns bewegten,- soll h>r din IN-do sein, sondern die Entwicklung und Gestaltung unserer Men scheu reihst in diesem ersten .[-ihr soll im Mittelpunkt dieser Auslührungon «toben. Die Schwierigkeit des Aufbaues unserer Esse- . n"r OrLsgruppe bestand darin, dass die wesentlichste Voraussetzung der (jruppenurbeit. die persönliche Beziehung zwischen dem Gruppenführer und seinen Menschen uicht gegeben war: Führer und Gruppe waren, sich fremd, die Menschen der Gruppe kannten sich untereinander nur zum Teil, .und es ergab sich die Aufgabe, etwas Gemeinsames, Verbindendes, kurz, die menschliche Nähe zu schaffen- In der eisten Zeit konnte vielleicht vieles gelernt und erarbeitet werden, aber die Gruppenarbe.it vollzog sich zunächst noch auf schulmässige Art oder in der Form der Debatte, nicht aber so, wie ein Bund arbeitet. Da wir das Letztere und nicht das Erstem wollten, war für uns im Anfang das ..Sirbkoimenlerneu" — gemeinsames Erleben — das nächste Ziel. Und heute glaube ich sagen zu können, dass wir eine fest zusammengefügte Gemeinschaft geworden sind, in der sich alle g«'gedseiliges Vertratmn eutgegenhrihgen. Wir stellten zuerst die .Tiingemn-Arbeif in den Vordergrund. Wir wollten nicht u u r den ..Kerl“, 'wie die frühere Jugendbewegung, auch nicht den „problematischen Pimpf“, sondern mehr, nämlich den verantwortungsiMTwussten deutechjüdisrhen jungen Menschen schaffen. Wir haben nicht erzogen, nicht verboten, sondern gelebt! Aber wir sind trotz aller Bemühung heute noch stark im Anfang, und das hat. uns die Möglichkeit gegeben, nicht in starren Formen fortzulebon. sondern immer Neues zu suchen und zu versuchen. Mit der Zeit kanten auch die Anderen zu uns. Die Jungen standen ihnen, im Anfang etwas skeptisch gegenüber, weil sie. fürchteten, sie würden den Weg zu ihnen nicht finden. Diese Befürchtungen haben sich nicht bewahrheitet. Beute eniv finden unsere Jüngeren sie gar nicht mehr als die Aelieren, sondern als ihre Kameraden. Wir alle werden noch viel Schwer« gemeinsam erleben, aber gemeinsam, und darum werden wir durchbnlten. Gerhard Orgler (Essen). Bundesresse nach Danzig und Königsberg Ende März unternahmen zwei Mitglieder der Buudesieitung. Günter .Friedl.ander und Kurt Julius Riegner eine Bundesreise nach Danzig und Königsberg. Sie verbrachten in beiden Ortsgruppen je zwei Tage und versuchten in dieser Zeit durch Heime. Singerasten und Arbeitsgemeinschaften den Betrieb in den Gruppen aufzufrischeu und den Führern für die künftige Arbeit Anregungen zu-geben. Ihr Danziger Aufenthalt, der sie'mit allen Danziger Gruppen zusammenführte, fand seine,i Abschluss in einem . Appell der gesamten Bundesortsgruppe unter Leitung vou Erich Drob. In Königsberg fand während ihres Aufenthalts eine Tagung statt, zu dpr alle osfpreussischeu Gruppen des Bundes Delegierte entsandt hatten. Auf dieser Tagung entwickelten Günter Friedländer und Kurt Julius Riegner die pädagogische und geistige Grundlage der Rundesarbeit. Am Nachmittag des gleichen Tages fand unter Leitung des Laudosverbandsleiters Manfred Brände und Max Angertbals eine Elternversammlung statt, bei der Kurt Julius Riegner über soziale und kulturelle Fragen und Günter Friedländer über pädagogische und religiöse Probleme sprach. Der Bund in Danzig . und Ostpreussen hat. durch diese Bundesreise in seiner Arbeit einen starken Auftrieb erfahren, der lange Zeit fortwirken möge. Treffen in Ostwestfaien In Rheda trafen sich im März ungefähr SO Leiter und Vertreter der Ortsgruppen des Bundes in Ostwestfalen zu einer Arbeitsgemeinschaft, die die persönliche Fühlungnahme und den Zusammenhang zwischen den einzelnen Gruppen verstärken sollte. Zwei kurze Referate führten mitten in die geistige Arbeit hinein. Am Nachmittag gab das Referat des Landesverl »and*!öfters Gerhard Orgle r (Essen) mit. seteen grundlegenden Ausführungen über ..Aeltere und Jüngere im Bund“ Anregungen zu einer lebendigen Aussprache. Nach einem Rückblick auf die Arbeit des Bundes zeigte er, wie wichtig es ist, dass ein Weg für Jüngere und Aeltere gefunden wird, und wies zugleich auf die Möglichkeiten, dies Ziel zu erreichen, bin. Die Arbeit ging weiter: der Rezirksleiter Kurt II alle (Herford) sprach über „Freizeitgestaltung“. Neben manchen Vorschlägen betonte er, dass die Gruppenarbeit Grundlage und Anregung bilden eoll für die Ausgestaltung der Freizeit, die man zur -Weiterarbeit an sich selbst gebrauche. Nach ein paar Fahrtenliede.ru hiess es aufbrochen. Mit einem kräftigen „Bereitschaft“ gingen wir auseinander, ein jeder gestärkt für die Weiterarbeit in .seiner Gruppe. Heiuz Steinthal (Münster i. Wectf.) Treffen in Schlesien Die Lipgniizer Ortsgruppe des Bundes, die aus dem alten ,J1i“ bervorgegangen ist, beging am W. und 17. März gemeinsam mit dem Riligiösliboralen Verein Liegnitz das Fest ihres zwanzigjährigen Bestehens, über das bereits in. Nr. 12 der „C. V.-Zeitung“ berichtet worden ist. Der Zusammenarbeit zwischen Bund und Religiösliberalem Verein ist es zu danken, dass die Feier dieses Tages zu einem grossen Teil der jungen Generation gehörte, und deshalb soll an' dieser Ftellc noch einmal von ihr gesprochen werden. Jungen« und Mädels des Bundes aus'Dresden, ans Breslau und aus dem übrigen Schlesien trafen sieb für zwei Tage iu Liegnitz. Aus Berlin waren von der Bundesleitung Heinz Kellermaun, Günter F r i e d 1 ii n d e r und Kurl Julius R i e g - n er, ferner Paul Yogi Mayer und Norbert Wollheim gekommen; auch Franz Kosent h a l aus Breslau, der zweite stellvertretende Bundesleiter, fehlte nicht. Der erste. Abend der Liegnit/.or Tagung gehörte einer Zusammenkunft mit dem Religiös-liberalen Verein, dessen Vorsitzendem, Dr. Ernst Scbeyer, neben dem Ortsgrmpenleiter des Bundes, Walter Lohranitzki, die Organisation der Tagung zu danken ist. Am nächsten Morgen fand neben Arbeitsgemeinschaften und einer Bingerart eine Bo- . snreebung der Delegierten der Landesverbände . Ober- und Niedorschlesiens dos Bundes statt, in der die schwebenden organisatorischen Fragen bereinigt wurden; Franz Rosenthal wurde endgültig zum niederschlesischen Landesverbandsleiter bestimmt- Im Mittelpunkt dieses zweiten Tages stand dann eine Feier in der Synagoge, bei der Rabbiner Dr. Albert Wolf (Dresden) d:e Festrede hielt; für den Bund sprach Heinz Kellermann. Am Nachmittag wurde, eine . Feierstunde für die Toten des Bundes gehalten. Späterfand eine Arbeitsgemeinschaft statt, in der über Jugend- und Geineindefragen gemeinsam mit dem Reügiös-liheralen Verein Liegnilz gesprochen wurde und an die sich eine sehr ernste An sprache über die Situation des Bundes in seinem eigenen Kreise anschloss. Heimeinweihung bei den Freiburgern Vor einigen Wochen zogen wir in unser neues Heim, für das der Synagogenrat ondlini Raum geschaffen halte. Durch tatkräftige Unterstützung vou seiten der Genieiudemitglieder uni durch den starkeu Einsatz der Kameraden, besonders der Junggruppe, hat das Heim eir.« schöne schlichte Ausgestaltung erhalten. Nach der Regrüssung durch Walter Frau k erfolgte das Anbringeo der Mcsuso. Ein Mädel aus der Junggruppe sprach das „Ma towuh“, worauf Rabbiner Dr. Z i in e 1 s die Weibered* hielt. Aisdaun sprach einer unserer Kameraden und gab in kurzen Worten einen Bericht über die Entstehung und Tätigkeit unserer Gruppe. Zum Schluss folgten ein Sprechchor und da* Bundeslied. Adolf Dornacher (Freiburg). Franz Roscnthat, Rrodan, stcllvertr. l'un<I>>hiti r dys Rundes Deutsch-Jüdischer Jugend, ist in rj.-n "Vorstand der Ortsgruppe Breslau de.s C.-Y. kooptie.» worden. Jlse Lebrecht Hans Landsberger Verlobte Nürnberg Breslau MiUl.Pirliheimf!rÄt.20 Gutenbergsf.19 r Inge Sternberg Fritz Putziger Verlobte Limburg/Lahn April 1935 Anneiise Baruch Kurt Hamburger Verlobte Breslau Berlin STATT KARTEN HILDE SELIGMANN HARRY SLAGER VERLOBTE Kettwlg-Ruhr Enschede (Holland) Enschede, Getferlsingel 210, Mai 1935 Stntt Korten Jlse Leon Walter Strauss Ve rIo b t e Berlin W. 15 London CE2. Bleibtreustr. 26 4 Great Winchester- Street r~ Staä Karten! Thea Nussbaum Richard Rauner Verlobte j FULDA BAD KREUZNACH -> Mai JOS5 Simon Gallewski Trude Gallewski geb. Gurassa VERMÄHLTE Breslau, 30. Aprit 1935 Augustastr. 8Ö. Die glückliche Gehurt ihrer Tochter zeipeu hocherfreut, an Anneliese von der Zyl sei), less Roliiiiner Dr. Werner van der Zyl Berlin NO 55, Pieskower Weg 14. CABiNET Mainz a. Rhein Der köstliche deutsche Sekt Durch den Weinhandel Wir haben uns verlobtl Gerda Ehrlich Rudi Cohn Kaiserslautern April 1935 Kai: r Hedy Pappenheimer Richard Hauer Ve rIo b t e Mönchen '.VeiQcnburgor Str. Berlin-Halensna Patilsborncr Str. 72c Statt KartenI HERTA MANE OTTO FEUER VERLOBTE New-York Spayor a. Rh. 1. Mai 1935 Anny Krämer Alfred Oppenheimer Verlobte Jchenhausen Schwaben Lichtenfels a. Main Mai 1935 STATT KARTEN LEO WOLFSFELD META WOLFS FELD S*b. KACZYNSKI VERMÄHLTE danken gleichzeitig für erwiesene Aufmerksamkeiten Berlln-Schönebarg, CO. April 1935 Voßbergstr. 7 _• f Oskar Klipstein Wera, Elfriede Klipstein geb. Sussmann vermählte Chemnitz, den 26. April 1935 Für die mir zu meinem 80. Geburtstage erwiesenen Aufmerksamkeiten sage Ich hiermit verbindlichsten Dank Berlin, Turmstr. 6 ' Ferdinand Nürnberg, 20. April 1935 Rcchnungsrat Anzeigenecblass Dienstags beim Einkauf und kV <ifvNiA ■*' beim Verkauf haben Sie. wenn Sie bei ihren Einkäufen unsere Inserenten bevorzugen. Kurt-Günther-Str. II S3Z2 Konz.-Dir. L. TAUBE, Ruf B6 1775 EZTV || Sonnabend, jTTJ Mal, 20.1=> U., BACH-SAAT ® 1 CE r DR. KARL MARX RUTH MARX geb. HIRSCH LAND VERMÄHLTE München, Franz-Joseph-Str. 41. Düsseldorf, den 3. Moi 1935. V'jiintituy,' iYL; f/.-Vft fNin^p CJ n Arien, russ. Volkslieder / Am Flügel: Dr. V. E. Wolff Lj v Kurt en UM.].— bi* J.— im Kiidcwc, Bote & Bock. /W sLZ3 Indern, E. Wolff, I.aehmaun u. Abendkasse?£]&</ r Statt Karten Dr. |ur Natalino Rioio Gertrud Rioio gab. Windmöller Vermählte Krefeld J Milane April 1935 Via Gustavo Modena 22, Statt Karten Ernst Jacobson Margot Jacobson geb. Guthmann VERMÄHLTE. Basel Worms Trauung am Donnerstag, 2. Mai 1GÖA üotel Central, Baden - Baden I* Uhr. Künstlerhilfe der Jüdischen Gemeinde Berlin hing 1935 Berliner jüdischer Künstler im jnaiscaen mi Oranienburger Strass® 31 THT3 vom 6. Mai bis 2. Juni 1935 net. Uglii <)) O Hi< Elm ritt. 10 Ttg. e GciHTnct Uglicb 10—2 und 3—Ö Ubr (ausser Sonnabend) O Dienstag 8—8 Uhr Für Verlobte — das erprobte Grünfcld-Lcinen-Was che- Flaust Landeshuter Leinen- und G: bildweberei Berlin Leipziger Str. zo-zz Kurfürstendamm 117 Köln, Flohe Straße 77-79 Fabrik: Landeshut Juwelen, Gold- und Silberwaren Die schönsten Geschenkar tikel in reichster Auswahl finden Sie bei MARGRAF & C o. £-5: Unter den UndenG Tauentzienstr. 18a (Ladco im Haiti Bristol) Auch Ankauf! Ecke Nürnberaer Slra.« Engtoaabteituag ICaoonitratraate 9 mit dem mit allen technischen Neuerungen der Gegenwart ausgestatteten 10 000 Tons je* „Tel-Aviv" Nur eine komfortable Sonderklasse Jede Kabine mit fließendem warmen und kalten Wasser. Geräumige Salons, Sonnendecks, großes Sportdeck. Alles ist vorhanden, um dem Reisenden den Aufenthalt an Bord zu einem wahren Genuß zu machen und den verwöhntesten Ansprüchen gerecht zu werden* Ab Triest: Ab Haifa: IO. Mai, 14 Uhr 17. Mai, 15 Uhr 24. Mai, 14 Uhr 31. 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