Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 14 (1935)
- Issue
- 17 (24.4.1935)
- Date
- 1935-04-24
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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-.Ernst Locte S tthfiirt a. M. Llrhfi.uirnbi'Tf- 'il>. I. Stock — Oojjr. 18."7 Engl, und Deutsche Kerrsnslofle Schlafzimmer, die eigentlichen Gelmrtsräume der -Kinder, und da? Lernzimmer des alten Meyer Amschel mit seiner wertvollen hebräischen Bibliothek. Die übrigen Räume des Hauses werden von der Familie des Verwalters der Stiftung bewohnt, die schon in der dritten Generation in Händen der uralten Frankfurter Familie Z u n tz liegt, ein Name, der im Judentum gewiß einen guten Klang besitzt. Es ist nicht uninteressant, daß der Jnntzsche Familicnbesitz teilweise viel älter ist als der Rothschildsche, da diese Familie schon nachweislich im fünfzehnten Jahrhundert in Frankfurt wohnte, also fast zweihundert Jahre vor den Rothschilds. Es ist zu hoffen, daß dieses historische Haus, dessen eigentlicher Protektor in den letzten Jahrzehnten das Ehepaar Edmond von Rothschild war, auch nach dem Tode dc-5 Frciherrn von der Familie in gleicher Weife als Wahrzeichen einer historischen Zeit erhalten wird. J. L. BVsWKt 4s)»fe»U- Am 23. April.ist in Dresden eine jüdische Volksschule eröffnet worden. Zuerst wurden die vier untersten Klassen der Schule eingerichtet, im Laufe der Jahre wird aber ein Ausbau zur Volksschule mit acht oder neun Klassen erfolgen. Mit Genehmigung de? sächsischen Volksbildungsministeriums wird die schule nach dem i. I. 1929 heraiic'gegcbcnen „Lehrplan für die Volksschulen der Stadt Dresden" und in dessen Ergänzung nach den „Richtlinien zur' ° Ausgestaltung von Lehrplänen für jüdische - Volksschulen", die von der Reichsvertretung der deutschen Juden heransgegebeiP worden sind, unterrichten. Demgemäß wird-ein be- : sonderes Gewicht auf Rehigionslehre,.jüdische ■ Geschichte und jüdische Literatur gelegt werden.. . - Soziale Ethik im Judentum Der Verband der Deutschen Inden hat vor genau 20 Jahren das Buch „Soziale Ethik im Judentum" hcrausgegebcn. Die Vorrede sagt u. a.: „Tic in ihm verbundenen Aufsätze — sie schöpfen aus der Bibel und dem reichen jüdischen L.J Li t_J Philatelistisches Wörterbuch 2 Abart error etreur, k.; var!LtL,f. Abstemplung onna bancellatioa Obligation,!» auf Brief sro&n bs? on cover, on entire sur lettre Block Pp block bloc, m. Bogen ]vb: vp^rr n:a sheet feuille, f. Bogen ecke corner of sheet com de feuille, m. Bogenrand Iran margin marge de feuille, k. Bogenteil . iv^no nxpta part of sheet partie de feuille, f. BricJstück nnrisn p pbn dis-t piece of cover sur fragment, m. Buchdruck surface-printing typographie, f. Datum -pxn date date.?. Druckplatte r.p~i plate planche, f. durchstochen rouletted perc6 Fehldruck Mpb S12"7 misprint, error erreur d'impressiön falsch false faux Fälschung p: forgery falsification, f. gebraucht used u§L geschnitten •pna Imperforated non dcnteld gezähnt 1ÖDJÖ perforated denteld Gummi DJ gum gomme, f. Juden auf Briefmarken Es wird manchen Leser verwundern, selbst den jüdischen, von der Tatsache zu hören, dass auf Briefmarken, auf amtlichen Postwertzeichen, Juden abgebildet werden, die im allgemeinen mit Staatsverwaltung und Postbetrieb wenig zu tun haben. Ludwig Zamcnbof, der russische Arzt, wurde als der Erfinder des Esperanto .1027, zehn Jahre nach seinem Tode, durch eine russische Gedenkausgabe geehrt, als der Schöpfer einer ililfsspracbe, die sich über die ganze Welt verbreitet hat. Die regierende Fürstin von Liechtenstein, geborene Baronin \ iüüi1 Gutmnnn aus W en. tritt uns bei ihrem Regierungsantritt 1029 und auf der 1020 berausgebrachten endgültigen Freimarkenreihe entgegen, aber als Fürstin und Herrscherin ihres Ländehens. Als Mitte 19:U der russische Stralosphärenfüegm- IJssyskin mit zwei anderen Forschern verunglückte, galt die kurz darauf mit Wen Köpfen der drei Wissenschaftler herausgegebene Gedenkserie dem ums Lehen gekommenen russischen Gelehrten, der übrigens ein Neffe des bekannten Zionislen Ussyschkin ist. Eine gewisse Ausnahme macht die zum Ethnographischen Kongress 1033 von Russland herausgegebene Markenreilie, in der der Wert zu vier Kopeken einen Juden von Birobidscban zeigt, jenem wenig erfolgreichen Siedlungsversuch in Asien. Auch Männer jüdischer Frauen sind auf Briefmarken anzutreffen. Zu ihnen gehören Fürst Albert I. .von Monako, der mit einer Nichte Heinrich Heines in zweiter Ehe verheiratet war. P. P. L. Briefmarken in Heliogravüre Die einzelnen Postverwaltungen uud die amtlichen und privaten Druckereien, soweit sie mit der Herstellung von Postwertzeichen beschäftigt sind, haben von jeher versucht, Güte des Drucks, Sicherheit gegen Fälschung und Verfälschung, Schnelligkeit und Preiswürdigkeit miteinander zu verbinden. Während man nun bei dem sehr guten Kupferdrnck mit grossem Farbenverbrauch rechnen muss, beim Buchdruck mit baldiger Abnutzung der Klischees und beim billigen Steindruck mit leichter Fätschbarkeit, so ist seit den letzten Jahren die Heliogravüre erfolgreich auf den Plan getreten, weil sie wirklich nicht nur die oben erwähnten Erfordernisse erfüllt, sondern auch den Druck von Marken von ganz besonderer Schönheit gestattet. Zuerst wurde dieses Verfahren in Bayern angewandt, wo am 30. März 1914 die von F. A. Bruckmann (München) hergestellten Marken mit dem Kopf König Ludwigs III. an den Schalter kamen und hier durch ihre Schönheit allgemein auffielen. Nach dem Weltkrieg haben sich sehr viele Druckereien mit diesem Schnellpressenliefdruck. wie dieses Verfahren auch genannt wurde, erfolgreich beschäftigt. Unter ihnen sind vor allem Harrison & Sons, Ltd., London, zu nennen, die 1923 die ersten ägyptischen Fuad-Marken, 1928 neue Freimarken für die Goldküste und jetzt die neuen Wertzeichen für England selbst in Heliogravüre herausbringen. Eine bedeutende Produktion auf diesem Gebiet lieferte Helfe Vaugirard, Paris, eine Firma, die seit 1927 viele französische Kolonialmarkeu, ferner diejenigen für die syrischen Mandatsgebiete, vor allem aber die Marken des Saargebiets anfertigte. Die deutsche Reichsdruckerei hat mit Ausnahme der etwas verunglückten Gedenkmarken von 1927 erst im Jahre 1933 den Lichtdruck in grösserem Massstab angewandt, und zwar für die Friderikusmarken, die Parteitags-Ausgabe, die Saarabstinimungs- und die Heldcngcdenknuirkoii. Weiter fällt Italien auf, das auf von Deutschland gelieferten Maschinen seit April 1929 für sich, seit August 1929 für den Vatikanstaat und seit September 1930 für Albanien Freimarken usw. in Heliogravüre herstellt. Ausserdem gibt es aber noch eine grosse Anzahl von Ländern, in denen Marken kursieren, die in Lichtdruck angefertigt wurden, z. B. Aegypten, Belgien, Rumänien, Russland, die Schweiz. Ungarn, wo sich überall die Erzeugnisse dieses Druckverfahrens grosser Beliebtheit erfreuen. PPL. Neuerscheinungen Belgien verausgabte eine Freimarke zu 70 Centimes olivschwarz, Rastertiefdruck des Atelier du Timbre, Malines, gez. 131 - : 14. Finnland! brachte Ende Februar eine Erinnerungsausgabe anlässlich' der Herausgabe des Nationalepos KnlewaJa, zu 1A Mark dunkelkarmin, 2 Mark dunkelgrün und 21-3 Mark graublau. Deutsches Reich. Aus Anlass des Reichsber.ufswettkampfes 1935 und der am 1. Mai erfolgenden Siegerehrung des besten werktätigen Jugendlichen bringt die Deutsche Reichspost am 26. April in beschränkter Auflage zwei Gedenkmarken heraus, die in Grösse 23 :27,32 mm gehalten sind, zu 6 Rpf. grün und 12 Rpf. rot, Inschrift oben: „Reichsborufswettkampf 193'>", unten: Wertziffer und Landesname: die Herstellung erfolgte in Rastertiefdruck nach einem Entwurf von Karl Diebitsch (München), auf Papier mit Wasserzeichen Hakenkreuze in Bogen zu 100 Stück. Zur OSTROPA, der in Königsberg vom 23. Juni bis 3. Juli stattfindenden Internationalen Osteuropäischen Postwertzeichen-Ausstellung, wird ähnlich wie bei der IPOSTA Berlin 1930 ein Wohltätigkeits-Viererblock erscheinen, bei dem vier Marken verschiedener Werthöhe zusanimengedruckt worden, und zwar zu 3 Rpf. (Schloss zu Königsberg), 12 Rpf. (Schloss zu Königsberg), unten :G Rpf. (Tannenberg-Donkmal), 25 Rpf. (andere Srhlossansicht), dazu verschiedene Hintergründe. Der Block wird von den Postämtern der Ausstellung zum Preis von 1,70 RM abgegeben. Die Marken sind im'Querrechteck gehalten, ebenso der ganze Druckbogen, der ausserdem als Wasserzeichen oben „OSTROPA“, unten „1935" zeigt. Frankreich. Hier erschien eine Freimarke zu 2 Francs blaugrün, grosses Quorrecbtcck, mit einer hretonisclien Flusslandscbnft, in Kupfertiefdruck hergestellt und gez. 13:13*. Grosubriiaimion. In der Reihe der in Heliogravüre bei Harrison & Sons hergestellten Freimarken erschien jetzt der Wert zu 21a Pence blau, auf Papier mit Wasserzeichen GvR Blockschrift. Rumänien brachte eine Erinneungsausgabe an die Loslösung Siebenbürgens von Ungarn heraus, Heliogravüre der Staatsdruckerei in Bukarest, grosses Querrechteck, zu 1 Lei violett, 2 Lei grün, 6 Lei dunkelbraun und 10 Lei blau, auf Papier mit Wasserzeichen Königs- Monogramm, gez. 131-. Tschechoslowakei. Aus Anlass dos 85. Geburtstags des Präsidenten Th. Masaryk erschien eine von Bohumil Heinz entworfene und gestochene Gedenkausgabe, bestehend aus den Werten 50 Heller grün auf gelb, 1 Krone rot auf gelb, 2 Kronen blau auf gelb und 3 Kronen braun auf gelb, gez. 10. Die 3 6. Lieferung des Kohl-Brief marken - Handbuchs ist soeben erschienen. Sie enthält die weitere Bearbeitung der Ionischen Inseln, die besonders hinsichtlich der Stempel und der dortigen österreichischen Dienststelle interessant ist, ferner Irland, dessen zahlreiche Aufdruck-Ausgaben vorbildlich dargestellt werden und erstmalig in deutscher Sprache dem Sammler über die vielen Verschiedenheiten Aufschluss geben. Ausserdem ist der Anfang von Island enthalten. Neuestes in Kürze In Oesterreich erscheint demnächst eine Wobltätigkeitsmarke zum Muttertag, wie sie ähnlich schon von den Vereinigten Staaten von Amerika-verausgabt worden ist. Ueber 10000 Frei* Stempel maschiuon werden nach den neuesten amtlichen Mitteilungen im deutschen Reichsgebiet benutzt. Der mit ihnen bedruckte Freimachungswert dürfte schätzungsweise ein Viertel der gesamten deutschen Frankaturen ausmachen. Trotzdem darf man wohl kaum von dem Aussterben der Briefmarken sprechen. Iran statt Persien. Die persische Postverwaltung gibt bekannt, dass nunmehr auch dieses Land seinen eigenen alten Namen einführt, und dass Sendungen nach dort die Bezeichnungen Iran (statt Persien) tragen müssen. Auch das „Amtsblatt des Reichspostministeriums“ bat eine diesbezügliche grössere Bekanntmachung ver- ' öffentlich!. Schweizer Dienstmarken. Die Schweiz führt jetzt besondere Dienstmarken ein. Hierfür werden die postläufigon Freimarken benutzt, die mit einem Kreuz durchlocht werden, ein Verfahren, das auch schon von anderen Postverwaltungen, z. B. Guatemala, Australien, Sudan usw.. angewandt wurde. Nur noch ein deutscher Sammlerschaltcr. Nach Mitteilung der Pressestelle des Reichspostministeriums ist die Versandstelle für Sammlermarken in München! die erst kürzlich ihre Anschrift gewechselt hat, jetzt endgültig aufgehoben worden, so dass Sammlermarken von nun ah nur noch durch die Versandstelle in Berlin W 30 bezogen werden können. G r i e ch i s ch 0 M a r k e n - F ä ischungen. Nach Mitteilung der Pressestelle des Reichspostministeriums haben die griechischen Behörden Fälschungen von Wertzeichen entdeckt, die der Täter unter dem Titel „Briefmarke aus Anlass der Verfolgungen in Nordopirus“ in Umlauf brachte. Die Sammlerschaft wird ausdrücklich vor Ankauf solcher privaten Erzeugnisse durch die griechische Postbehörde gewarnt. In den Vereinigten Staaten von Amerika besteht seit 1934 ein Verband der Philatelistenvereine der USA. Ihm gehören über 300 Vereine mit etwa 15 000 Mitgliedern an. Internationale Postwertzeichen-Ausstellung New-York 1936. Für diese Veranstaltung, an der die massgebenden amerikanischen Philatelisten beteiligt sind, werden grosse Vorbereitungen getroffen. Man hat schon zwei Stockwerke des Grand Central Hotel gemietet, will aber vielleicht noch ein drittes hinzunehmen. Die erste Werbeschrift erscheint demnächst Schrifttum, ba? ihr folgt — wollen Zeugnis davon oblegen daß die'Ani'chauungen und Grund, fäpe. über'die'sittlichen Beziehungen menschlicher' Gemeinschaft, die die Kulturwelt unserer Tage mit ihren besten Kräften sich erkämpft, jedoch ' noch leinesweqs verwirklicht' hat. im Judentum zuerst sich der Menschheit offenbart haben, in Lehren, deren lichte Höhe seither noch feine Weisheit. Icine Glaubenslehre überflogen hat.' . Die Abschnitte: „Die Schöpfung des Menschen", '..Staat uud Gesellschaft'. ..Recht uud Rechtspiegel'. ..Das Eottesreich" a. besagen wohl alles, was man auf diesem Gebiete wissen müßte. AI. Andorn- (Dortmund). Die Vereinigung der liberalen Rabbiner Deutschlands hielt am 9. April eine zahlreich besuchte Mitgliederversammlung im Logenhaus iu Berlin ab, die der .300jährigen Gedächtnisfeier des Geburtstags des Maimonides gewidmet war. Rach Begrüßung durch den Vorsitzenden der Jüdischen Gemeinde Berlin, Direktor Stahl, sowie den Vertreter der Jüdischen Reform^ gemeinde. Amtsgcrichtsrat Michaelis. und den Vorsitzenden der Bereinigung für das religiösliberale Judentum, Rechtsanwalt Heinrich Stern, erstattete Rabbiner Tr. S e l i gm a u >, als Vorsitzender den Geschäftsbericht uud gedachte der Heimgegangenen Mitglieder G 0 l d m a n n (Leipzig). Lehmann (Berlin). Lcvy (Bonn) und Lewit (Alzeh). Durch Renanmeldungeu ist die Mitgliederzahl auf der bisherigen Hohe von 95 Mitgliedern verblieben. Gs folgten die Vorträge von Wiener (Berlin) über rablünische und religionsphilosophische Religiosität im Judentum, und von L.ewkowitz (Berlin) über Maimonides als Rcligiansphilosoph. An der darauf folgenden Aussprache beteiligten sich insbesondere Samuel, Hahn, F u ch s . Dienemann und der Vorsitzende. Hierauf referiert D i e n c m a u n über die letzte Hauptversammlung der Vereinigung für das religiös-liberale Judentum sowie über die aktuelle Frage der Blutentziehung bei Schlachttieren durch Halsschnitt nach vorher:- ger elektrischer Betäubung. Gr legte überzeugend dar. daß nach den angesrellten Versuchen mit hem gegenwärtig vcrvollkommncten Apparat von seiten des Religiousgesetzes nichts einzuwcnden ist. Rach der Mittagspause wurde die Tir-kusüon über den Geschäftsbericht fortgesetzt. Eine interessante Aussprache gab eS über die Eventualität der Ginführung der neuhebräischen Aussprache. Ter Vorsitzende regt an. der Universität Jcriisalem zu ihrem zehnjährigen Bestehen durch ein hebräisches Schreiben zu gratulieren. — Ter bisherige Vorstand wurde wiedergewählt. Die Paula Ollendorf-Haushallüngsschule Breslau verband mit der Entlassungsfeier für die abgehendeu Schülerinnen die Eröffnung einer A u s st c l l u n g von S ch ü l c r i n n c n - r - beiten. Die Leiterin der Schule. Hilde Seinmann, wies u. a. darauf hin. daß die verändcrtcn jüdischen Wirtschaftsvcrhältnisse auch die Arbeit der schule beeinflußt hätten, die die Schulerinnen mehr als früher zu sparsamer einfacher Wirtschaftsführung angeleitet habe. Paula Olle n d 0 r f f hob den ethischen Wert der Handarbeit hervor und betonte, daß die Schule nicht ■ nur J'flä hausfrauliche -stönuen fördern, sondern die Freude an einer ästhetischen Lebensführnnr stärken müsse. Tie reichhaltige Ausstellung zeig'.r den Ernst und die Vielseitigkeit der geleisteten Arbeit. Die flcirf}« und Backabteilung war mit mannigfaltigen Proben vertreten. Sehr sorgfältige Schulung zeigten die Abteilungen für Schneidern, Stricken, Reinigen und Waschen. Weitere Arbeiten streiften das Gebiet des Knnstgewerbcs: Handweberei. Bastarbeiten, Laubsägearbeiten zeigten die Verbindung des praktischen Bedürfnisses mit dem künstlerischen Geschmack. Unter den reizvoll gedeckten Tischen fielen die der häuslichen Pflege des jüdischen Festes gewidmeten besonders angenehm auf. Schw. Tie Achawa, Penfivns- und Hilfskasse israelitischer Lehrer in- Deutschland, konnte, wie Oberlehrer G. Gut in einer Verwaltnngsausschuß-- sitzirng mitteilte, im vergangenen Jahr 30uu RR! Pensionszuschüsse auszahlen. An die Stelle des verstorbenen Kassierers Bankdirektor Emil Simon trat Bankier -Herbert F r 0 h m a n n. Anträge, die stassee gemeinsam mit ähnlichen Institutionen zu einer Jentralhilsskasse des Verbandes der jüdischen Lehrervereine auszubauen, fanden eine gewisse Geneigtheit, doch wurden Bedenken laut, ob der gegenwärtige Zeitpunkt für die Verwirklichung der Idee geeignet sei. Ter Mitgliedsbeitrag für Ehrenmitglieder bleibt wie bisher 6 RM. Aktive Mitglieder werden gebeten, ihren Beitrag von 4 RM auf das Postscheckkonto des Vereins in Frankfurt a. M.. Rr. 47 452, einzu,zahlen. Neue aktive Mitglieder können zurzeit nicht ausgenommen werden. Anfragen beantwortet der Schriftführer, Studieurat Walther Rothschild. Hammanftraße 5, Frankfurt a. M. Ter Wohltätigkeitsderein (Ehewrah) Bad Äissingen konnte kürzlich sein 75. Bestehen feiern. Das für die Gemeinde denkwürdige Ereignis wurde durch einen Festgottesdienst würdig gefeiert. Der Vorstand der Gemeinde. Nathan Vretzfelder. gab einen Rückblick über die Geschichte und das Wirken des für die Gemeinde und die füdischen Kurgäste Bad Kissingens segensreich tätigen Vereins. Bezirksrabbiner Ephraim hielt die Festpredigt. es Die niicnste Briefaarfcen- Ecke erschein! in ca. 4 Wochen. I Oriefinarken-SaiTinilüng § m WALTER mscsiE ch V^BerllnW. 15, Meinekcstr.’.cer Brln/marfcen* Zeitung ■ mit tnteress. Preisaus^chrciben Rad. Rohr Berlin »* 177 Friedrichstr. 181 d olno »i-lilino yeislis' p \ ftir Deutsches Rclc!■; und Deutsche Iiol«i ' nnborechnet. —- ■ PE4SLIPP KOSÄCK & »J BERLIN C.2, 3uro*»roß Briefmarkensammler tretet bei dem „Rinq Dt. Brief* mark«nfrBuntJe“.KeinoRei- «■ »« träge. Auskunft kostenfrei. L-'chs Erich SüssbJer Berlin-Reinickendorf-Ort 4 j gchantolterweg S. |