Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 14 (1935)
- Issue
- 16 (17.4.1935)
- Date
- 1935-04-17
- Page
- – (sequence 24)
- Language
- German
- Belongs to
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t‘ er bete in x jg t c n j ü d' i s ch e ix O-r g a D.'t'f'ftr* tiü neu H a m bürg 8 hat, indexxx cr seinen Tätigkeitsbericht für die Zeit vom April 19-;3 dis Mm Ende 1934 vvrlegt, Vliilngc und x'lusstattung der Berliner Werbebroschüre' zxun Vorbild gexxommen. Das ansführende Organ des Hamburger -Hilssansschnsses ist die Beratungsstelle für jüdische Wirtschaftshilfe, die — in engster Zusamnxenarbcit mit dem Zentralansschnß in Berlin und 16 jüdischen Organisationen in Hamburg, allen voran dem E e n t r a l v e r e i n — das füebict der Hansestädte Hamburg und Lübeck, Oldenbnrgs, Schleswig-Holsteins und einen Teil der Provinz Hannover betreut. Die Arbeit erstreckt sich im wesentlichen ans Mirtschaftshilse, Wandernngssürsorge und Bcrufsnmschichtung einschließlich der Erstansbildnng. Die durch ausgezeichnete Bildbeigaben geschmückte Darstellung läßt die Aielsältigleit und das Ausmaß der segensreichen Tätigleit des Hamburger Hilssansschnsses erkennen. Der Vorsitzende. Rechtsanwalt Nindvlf Samson, der auch an der Spitze des Landesverbandes Nvrdwestdcutschland des E.-B. steht, ruft in einem kurzen Vorwort zur Mitgestaltung echter und aufbauender Gemeinschaft auf. eiSfctr lir^ ViV^/ Der Jüdische Kulturbund Würzburg brachte die Ofsenbach-Einakter „Das Alädchen von Elizondo" und „No. 66" in einer wvhlgelungencn Bcranstaltnng zur Ansfü>)rnng. Bella ErdveS l Dresdens zeigte kultiviertes Stimmaterial xmd schallt,astes Spiel. Emil Fischer (Weimar), auch für die Regie verantwortlich, war geschaffen für die Nolle des Vertigo, dessen tölpelhafte Figur er überlegen zeichnete. Edgar L i s s n e r (Kassel) verfügt über ein klangschönes Organ xmd gewandtes Spiel. Am Flügel sicher und anpassungsfähig Walter G o l d m a it u (Leipzig). Das Münchener Vokalgnartett — Sonja Ziegler, Kammersängerin Emma Fä r ber- St rasier, Kammersänger Dr. Paul Kuhn und Kammersänger Walter Nies — hat seit seinem vorjährigen Auftreten an künstlerischen Qualitäten unbedingt gewonnen. Als Neuheit brachte Emma Färber-Strasicr cixx Lied von Max Etriiiger „Die rote Bose" ans einen Text von Lr- Tai-Pe. Spalter Nies vermittelte die Delannlseliaft mit zwei dankbaren Liedern von Josef Ziegler, von denen besonders die Vertonung des Emetl,eschen „Fischer" durch persönliche Eigenart ntid Sirmmimgswäcine überraschte. Sonja Ziegler sang jiddische Vvllslieder, die nicht nur stimmlich, sondern besonders auch in ihrer Charakteristik restlos erschöpft wurden. Josef Ziegler als Veranstalter und Begleiter des Abends fand mit allen Beteiligten begeisterte Anerkennung. Zum ersten Male begrüßte xnan in München das Berliner Fr eh-Quartett, das den ihm gespendeten Beifall vollauf verdiente. Wertvoll war für München die Belannischast mit dem durch Farbenreichtum und technisches Können gleich fesselnden Streichquartett von Ernest Bloch. Blau erweist zeitgenössischen Komponisten allerdings nicht immer einen Gefallen, wenn man sie mit Werken ans einer Zeitperiode einsührt, zxx welcher die Gcgenlvart wenig Fühlung mehr hat. Dieses Opus wird doch allzusehr von einem Impressionismus Tebnssyscher Färbung beschattet, wovon die Moderne und vermutlich auch Ernest Bloch selbst inzwischen erheblich abgerückt ist. Außerdem hörte man Beethoven xmd Dvorak. Lr>. In der Reihe seiner Kaxnxnermnsilabende gab das Gmnpert-Konservatvrimn in Tüsscldvrf sein -l. Sonderlonzert. I n l i a n G u m P e r t (1. Vialiiftx). Üt vsemarie u m Port (2. Violine), KiK?-Einig (Viola) und Karl Nvptc (Cello) spielt.,i Onarlelte^voxi Schumann, Beethoven und Blozart. Klang Schumann anfangs elxvas spröde und fehlte zunächst F>ie straffe Geschlossenheit, so verbanden sich die Spieler nach dein dritten Sah zu absoluter Einheit und Klangschönheit. In Onartetten von Beethoven und Mozart Xvar alles xvie ans einem Guß. Besonders erwähnt sei Rosemarie Gnmpert, Schülerin ihres Vaters und Henri Marteaxxs, die, 18jährxg. heute schon alle Qualitäten einer vorzüglichen Geigerin deutlich erkennen lässt. Ein schöner Abend, der den Künstlern reichen Beifall erbrachte. In eineux spater veranstalteten Lehrerlonzert, das nur Beethoven brachte, wirkten .Irma P u l v e r in a u n (Kkavier), Lndloig N a g c l (Violine), Kurt Einig (Viola) und Karl RoPte (Cello) mit. In einer Veranstaltung des Bildnngsansschnsses der Shnagogcngemeinde Düsseldorf sang Alexander K i p u i s £9 dieser begnadete Künstler deutsche, italienische oder russische Lieder singt, immer offenbart ec feinstes Stilgefühl, absoluten Wohllaut der Stimine und edlen Vortrag. Als Begleiter am Flügel Erlvin Palm, ein Genuß für sich. Verbunden nmrden die beiden Teile des Programms durch die beiden Doppelgnartette „An die Heimat" xmd „Abend" von Brahms, gesungen vonx Gemischten Chor (Leitung: Erlvin Pa lux. am Flügel: Gertrud Nenux a u xi - B r ü ix n). k>lile Änsführendexx ernteten reichen Dank; Kxpnis spendete boreitlvilligst einige Zxxgxben. Eixxe feierliche Gcdenkstxrnde an den Geburtstag MoseL ben Maixnoxxs vereinigte die Gemeinde im Gotteshansc. Unxrahnxt von xnxxsikalischen Darbietnngcxx (Konzertxneister Julian Gxxxnpert, Geige. Adolf M i n g e r s, Orgel) hielt Rabbiner Dr. M. E s ch c l b a ch e r die Gedenkrede. leon. Jux Rahmen der Stuttgarter Jüdischen Kuristgeineinschaft fand ein Liederabend Lotte L e v - nard und Wilhelm Gxrttxxxaxxn statt. Blau hörte Lieder von Hugo Wolf, Schxunann, Rlendelssohn, Balladen, Arien, Duelle. Stürmischer Applaus dankte den beiden Berliner Künstlern. Eine besondere Leistung xvar die Klavicrbegleitmxg durch Fraxx S P e r l i n g - D o xx a t h. U. Lest. Von bcsondercnx Reiz für die Kölner Mitglieder des Jüdischen Kulturbundes Rhein-Ruhr xvar ein ihrer Vaterstadt berühnxtcm Sohn Jaegnes Offexxbach gelvidxxxeter Abend. Dr. Anneliese Laxidau (Berlixx) schilderte in einem, von tiefer Sachkenntnis durchdrungenen Vortrag das Leben uxxd Schaffen des Komponisten und verstand somit das Interesse eines großexx Härcrkreiscs an dexx Werken des Meisters zu fördern. Die gctrexxen lixdlaten der Nedncrin xvarcn der Tenorbusso Max K u t t n c r, der dank seiner un- ' <9;:vj i. ,1? h\ ' ,.wl.. y w*«v vy'^v// n *v "'3 Unter der Leitung von Lucy Gelber smrd am 9. und 10. April in der Loge Kleiststraße zu Berlin, von der Künstlerhilfe und der Schulverwaltung der Jüdischen Gexxxeinde veranstaltet, ein „Tag für die jüdische Frau" stdtt. Neben dexxx Plakat der „E.-V.-Zeitnng" fiel vor allem auch der Staxxd des Philo-Berlags ixt die Augen. Leider Xvar der Besuch der Veranstaltung xxicht so, wie nxaxx erwarten xnxd wünschen mußte. Aus der Fülle des Gebotenen berichten im folgenden unsere Acitarbeiterinxrexx. Ans kleinen Tischen gruppieren sich die von Kinderhand entstandenen Arbeiten. Wir sehen aus der Schau voxx Lilly F r i e d l ä u d e r , wie ans xvertlvsexxx Rlaterial, ans Schachteln, Blechdosen, Ncedizinrohren nsxv. Werte entstehen, auf die fein Kind verzichten möchte. Webe-, Perl-, Metall-, Toxxxnxd Kcraxnikarbciten zeigen Lotte G l a s; xuxd Marianne S i nx i o n. Sie beweisen, daß auch bei solcher Beschaftigxnxg die Erziehxxxxg zxr praktisch brauchbaren xmd wertvollen Leistxnxgen Führen kaxxn. Gemeinschaftsarbeit haben Leonore Meyer (Modell eines Kindergartens) xxnd das Säuglingsheim Nxedcrschönh a u s e n (Arche Noah) als Erziehxxngsprinzip gelvählt. Erxoähnt scicxx noch die Arbeiten der Schule I a g o w st r a ß c, die Stinxixxcrziehung durch Nahe! E r xn o l n i k o f f xmd Else E. P r a n s nih. die durch die Praxis beweisen, daß Sprachstörmxgen, Nervosität, Geheiixixxtheiten aller Art dxxrch ihre Methodexx, die Sport xnxd Gyxnxiastik crgänzexx, zu bchcbexx sixxd. Nclly Wolfshexxxx xvill in ihrexxx Sexxxinar für pädagogische Bernssausbildxnxg, xxicht xxxir eixx Pädagogisches Pensxnxx erledigen, sie lvxll darüber hinaus den gaxxzen Menschen erfassen. Sie erinnerte an das Gocthexvort: „Die Unterlveisnxxg der Jüngeren ist ein vorzügliches Hilfsmittel der Selbstbildxmg." Die Besucher der Veraixstaltungexx kverden die Wahrheit dieses Satzes oft bestätigt gesehen haben. LI. 8. LlXleÄÄrWN Der zlveitc tktachmittag der „Bxmtexx Jxigendstnxxde" im Rahmen der Veranstaltung blieb den Avrsührxmgen jüdischer Prxvatschxxlexx, Kindergärten und Sportvcrbäude Vorbehalten. Der Begixxn des Prograxnxns ließ ' Knrzweiligkeit verxxxftsexx. Dem Sprechchor der llixtcrrichtsgcmciixschast I a g o w st r a ß e, der den Nachmittag einlcitete, maxxgclt es vorläufig xxoch an durchschlagender Rhetorik, an prägnanter Atzentiiierxmg des gesprochexxexx Wortes, die erst die Wirkxmg eixxcr solchen Vortragssorm erzielexx. Viel zu lang, xnxd für die zahlreich crschieneixerx kleinen Kinder unverständlich, blieben cxxxch die von Schülern des K x xx d e r h e x xn s E a P u t h verfaßten engtischen Szenen (über das Arbeitslosenproblem!!.'). Ersrenlich dagegen die anrnntigexx Springseilübungen xnxd' KonlenschXoingeiF der Ghmnastilschnle Edith Blnxxx, die ihren Schülerirmen Körperkultur graziös und spielerisch beizxxbringen weiß. Auch die Eleven der Ballettmeisterin Jrm'ingard W x l l n e r Xvnßtexx dem „kleinen Axiditorium" zu gefallen; besonders der natürkich-kindhaste Bauerntanz xvar ganz reizend. Ter Clou des Ganzeix aber bildetexx die Vvrführungcrx des Jüdischen B o x c l xx b „Berlin", der, von einfachen Boxübungcn ausgehend bis zum richtigeix „Jngend-Ehaxxxpionat", Einblick in die Traixxixxgsarbeit gab. Ob es nnxx Xvirklich nxxr am Boxen lag, an der Frexxde axn Hernxnschlagen? Auf einmal war Stimmxmg da, Gelächter, lebhafter Zuruf und Beifall. - H. R. Das Abendprograixxrxx axn Mittwoch hatte das^ Motto „Gesunder Geist — gesunder Körper" und spezialisierte sich ans rein frauliche Gebiete. Dr. Edith Perxtz sprach über die Eignung und den Wert der einzelnen Sportarten für die Frau. Sie unterzog alle Sportarten, die es gibt, einer scharfen Kritik, imvicxveit sie dem fran'lichen Organismus zuträglich oder schädlich seien, xmd betonte xviederhvlt die Gesnhlsnxomente, die. bei den einzelnen Sportarten ausgelvst, von so unendlicher Wichtigkeit für Nerven xmd Geist der „pflastcrnxüden Großstädierin" seien. — Tann sprach Dora Herz über ,FraxicngXxmnastik. Sie brach den Stab über die Kniebengebeslissenerx, die täglich in der?Früh mit Energie xmd Stolz ihr gymnastisches Gexvissen beruhigen xmd dann doch tagsüber müde xvcrden, xvenn sic anx^ Plättbrett stehen oder aus einem unbegnenxen ^otuhl sitzexx oder keuchend dem Autobus nachlanfen. Die Glxmnastxk ist ja in allererster Linie dazu da, den Bexxxegungsapparat, Füße und Beine, Hände, Arme, Rücken, Kreuz, kurz den ganzexx Körper so genau kenncnznlernexx, daß man ihn richtig und Zxvcckxxxäßig gebrauchen kann. einen Lichtbildervortrng über die Schönheit d Beines. Er bexvies an Bildern aus der Anti! an Zeichnungen von Dürer xmd Eranach, ©emei ben von Boticelli und Leonardo da Vinci, xv variabel der Schönheitsbegrisf, xvie er von zei lichen uxxd örtlichen Bedingungen abhängig und xvic sich darüber hinaus die ästhetischen C setze für ein Kind von denen für die Frau ui nochmals von denen für den Mann unterscheide Er zeigte, Xvie xvcit die moderne Atedizin ix stände ist. körperliche Mißbildungen zu verbcsser krumme uxxd schwächliche Beine gerade zu form und zu kräftigen. Ten Abend beschloß eine ghx nastische Borsührinxg der Schule Edith Blux Junge, frische Ätädchen führten glaubhaft in d Wirklichkeit das vor, Xvas die Sprecher am Bc tragspult vorher theoretisch verkündet hatten, t alte und ewig wahre Formet, die den gesund Körper denx gesunden Geist glcichsetzt. Q. H. wxdcrstehlichen Komik den rechten Osscixbach-Tvn zu treffen und das Publikum immer erneut zu erheitern xvnstie, xmd die Sopranistin Erna Eisner, deren schlanke Stimme sich zur Interpretation der spritzigen und aixmntigen Melodien auss beste eignete. Ella Conrads Begleitung am Flügel xvar ansgezeichnet. Allen Mitxvtrken. den xvx'lrdc herzlicher Beifall gespendet. Die Beranstaltxmg fand auch in Aachen, Dortmund, -- v/iMvuinujeti, jttefciu xxno o linghausen statt. Einen interessanten Vortrag über „Die Bc hxmg jüdischer Menschen zxx Meistern der deuth Alusik" hielt Dr. Martin $ r i c b I a n b xm Ix scheu Lchrhaus Köln. Der Redner sprach i Juden, die das Schicksal der deutschen Musik x bestimmt haben als Selbstschöpfer, als praktx Werber uvd Propagandisten (Interpreten), Pcop'ägaixÄstbn'xu Wört 'uxxd' Schriw (sexixsxxnxipr Biographen) uxxd als Mäzene. Ferner hörte man von jüdischen Librettisten (Ta Poxxtel), von namhaften Bearbeiterxx der Klavieraxxszüge bedeutender dexitscher Opern xuxd — etwas nicht Alltagliches — von Schubert als Komponisten eixxcs hebräischen Chors (Psalm 92). In einem zweitcxx Abexxd, den Xvir bedauerlicherweise versäumen mijfUcxx, setzte Dr. 7Frxedland seine Aussührxxngexx zu sdcm gleichen Thexxxa fort. Das angeregte Auditorium spendete herzlichen Beifall. Die Kunst eines Alexander K i p u i § ist erhaben über jede Kritik. In einein Konzert, das er zugunsten der Jüdischen Kinderhilse xrnd der Kinrstgemexnschaft in Köln gab, sang er u. a. schlicht xnxd versonnen Lieder seiner russischen Heimat xmd, frei von jeglicher Opcrmnaxxier, mit der ganzen Fülle seines inodulationssähigen Bn>T Baritons Arien von Händel, Tsckiailoxvjln, Mussorgx'ch und Verdi. Eine besonders mnsikalisg>e Begleiternx hatte der Sänger in Fräulein Schlei) er. Das begeisterte Publikum bat K'ipnitz xmxxxer Xvieder um Zugaben. Ein Konzert, ausgesührt voxx Ilse S a s; (Klavier) und Ernst Trxxcker (Geige), stand ans einem xvertvollen Rxvcan. Man horte in xvohltuexxd kultiviertexxx Zusaxnxxxexxspiel Werke von Locatcllx und Beethvvey, die den lxndexx begabien Musikern ©efegexxfieit bot, ihre künstlerischen xxoczügc zu zeigen. Ter Geiger bexvies seine Gesialxnngskrast in der Chaconne für Violine allein voxx Ivh. Seb. Bach, Xvührend die Nlexxdelssohixsche Soxxate für Klavier F-clur, op. 106, durch Ilse Saß' stilvollendet Wiedergabe ganz den Geist des „Somnxernachlstraum"'Koncponisten atmete. Texx reichen Beifall des Publikums dursten die Kxmsl. lcr mit Zugaben quittieren. —yo—. Doris Schxoarz, der jugendliche Meister der Geige, xxnd sein Vater, der Pianist Joses SchXvarz spielten in der Synagoge der Bonner Gemeinde Werke von Bach und Beethovexx. Der genußreiche, schöne Abend hixxtcrlicß einen außerordentlich nachhaltigen Eindruck. Tic Shnagogengexxxeinde Hagen veranstaltete ein Synagogenkorxzert. 2lnssührende xvaren Ilse K a d d e xx, Erna Magixus-Nosenberq, Julie N o s e n b e r g xmd Werner Schüler, die in einem sorgfältig ansgexvählten Programm n. a. Werke von Händel, Liszt. Mendelssohn xmd Kreisler soxvie hebräische Lieder zu Gehör brach, ten. Tic Künstler ernteten für ihre heroorragenden Tarbiclnngen reichen Beifall. Im Kulturbund für Ostloestfalen xmd angrenzende Gebiete sprach Edith Hcrrnstadt- Oettxngen (Berlin) ixx den Orten Herford, Bielefeld, Detmold, Rheda, Soest, Minden xmd Osnabrück. Dichtungen von Bialil, Perez, -Jiotl), Stephan Zweig xmd anderen jüdischen Autoren xvurdcxx durch ihr großes Können xmd ihr modix. lationsfähiges Organ überaus eindrucksvoll zn Gehör gebracht. In allen Orten dankten die Zulxürer der Künstlerin ergrxssen. In den gleichen Orten sprach Bildhauer Wolsgang Mel)er- Michcxek (Rheda) über .Membraixdts jüdische Gestatten". Seine anregenden Aussüyrnngen 2^._(Kaffee ^>1?! I fl -1 €offe?n??ei CAM.1JO“-KAFFEK-«m>SSIt«STEItEf w Cnrl Max .Ioscj)lis I «KEME>'-< JA. Die Hersfellg. erfolgt unt. Aufsicht d. Ritual-Kommission i/j .ZuFESSfiCHi liefert: v luurbcn überall mit großem Beifall ausgenonx- Jn verschiedenartigen Vcraixstaltrmgen ivurde das musikliebende jüdische Publikum in Harnburg mit „aller" Musik bekannt gemacht. Ter erste Abend, den R. M ü l l e r - H a r t ma u n xnit tressenden 2lnsführuilge>i eiiileilele, erhielt seixie besondere Rote dxxrch Edith W o x s; - Vc a xx xx, die am Cembalo die Führung in allen Werken an firij zog xmd ihnen mit ihrem stilechten Spiel eine charakteristische Prägung gab. Sie spielte mit der ansgezeichxxeten Geigerin Snsanne L a ch nx a xx n eine Bach-Sonate, ferner mit dem trefflichen Frankfurter Solisten Erich T o c p l i ü eine Sonate von Marcello. Neben der Ausführung eines Trios von Häxxdcl xmd eines Quartetts von Telemann, in dem auch der geXvandte Cellist S ch a n f xx ß mitxvirlte, überraschte xmd interessierte vor allem der Vortrag des „ststalienischeu Eonccrts" von Bach, das Edith Weiß-Rtann au? dem Cembalo den Hörern in reizvoller Weife nalxebrachte. Am zxvciten Abend stellte sich ein junger Hamburger, Schüler von Weingartner, als Chordirigent vor: Gerhard G o t t h c l f. Ein abschließendes Urteil ist nach dieser kurzen Bcraxxstaltimg noch nicht möglich; Gotthels bot jedenfalls mit dem 91. Psalm von Meyerbeer, den er mit einem kleinen gemischten Chor a capella ansiührtc, eine imponierende Leisrxmg, sod<xß die Zuhörer eine Wiederholung dieses schxvierigexx, in seiner Abtönung und stilechter Auffassung vorgetragenen und überlegen geleiteten Werkes erzxvangen. In wirksamer Weise wußte Gotthels auch den Vortrag des 5. Psalnxs von Ätarcello, in dem sich vier Kinderstimmen reizvoll von dem Chor abhoben, zu gestalten. Jux übrigen brachte das Programm noch Werke von Carissimi. Händel. Mehul xmd Caldara, in denen als Solisten Frau Dr. S ch ö xx l a xx k, Fräulein Z u t e r m a n xx, Herr B r a g e n h e i m, Frau H v r w i tz, Herr Äb ramo witsch und Fräulein B e nezra hervortraten. Dr. F. Eine angenehme Ucberraschung erxvarteie die Schüler der Talmud-Tora-Schule znm Schulschluß: die „Handpüppenspiele' jüdischer Swauspieler" unter Leitung von M. Wächter gaben ein namentlich voxx den jüngeren Jahrgängen begeistert ausgenommeiies Gastspiel mit ihren Schlagern „Kasperle reist nach Palästina" und „Eine Pnrimgeschichte". Die Gruppe, die gnt geschnitzte Figxlren hat und ihre Einfälle gesehickt dllrchsührt, hat bereits in verschiedenen Ham' bxxrger Schxxlexx xxnd Logen xnit Erfolg gastiert. Ein reizvolles Kapitel der Kulturgeschichte be- . haxxdelte ixn Vortragszyklus der Jüdischen Gesellschaft für Kunst und Wissenschaft Dr. W. B a ch e r, der über „Die syrau im alten Griechenland xmd Rom" sprach. Ter Redner konnte für seine interessanten Ausführungen lebhaften Beifall entgegennehmen. __ Ldf. Das Jüdische Museum ist wegen Vorarbeiten für die Frühjahrs-Ausstellung, die xxoch von Erna Stein durchgeführt wird, bis 27. April geschlch' sen. Wiedereröffnung am Sonntag, dem 28. Aprrl.