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Central-Verein-Zeitung · 1935-04-17 · 16 (17.4.1935) · page 23

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Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
14 (1935)
Issue
16 (17.4.1935)
Date
1935-04-17
Page
– (sequence 23)
Language
German
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JBrcrriett, 2. Lisa Herzberg. Bremen, 3. Gerdy Alexander, Bremen, 4. Ruth Nußbaum, Bremen. K. I. Boxen Ter Jüdische Box-Club Berlin (im Sportbund des NjF) hatte am 24. März zu einem.sportlichen Vormittag cingcladen und konnte einen recht erfreulichen Ersvlg buchen. Die zahlreichen ausgezeichnet trainierten Jugendlichen unter Leitung von Michclsoh» zeigten einen Ausschnitt aus ihrem Trainingsprogramm: Vom kleinsten fünfjährigen bis zum kräftigen 15jährigen Jungen waren sie mit Eifer und Begeisterung dabei. Die ueiigcgründete Ringerabtcilung zeigte Proben ihres Könnens im Gewichteheben und in kleinen Trainingskämpfen. Man sah ferner Vorführungen der Jllgendabtcilung Mitte des JTSC 05 am Barren, am Bock und beim Volkstanz, sowie besonders lehrreiche Hebungen der Jiu-Jitsu» Abteilung der BSG 33. Den Abschluß bildeten Bortrairnngskämpfe der V^anstalterin. in denen talentierte Nachwuchslcute über die Runde gingen. Am 25. März besuchte der Jüdische Box-Club Berlin" mit einer starken Kampfmamischuft H a in b u r g, um dort einige Werbekämpfe gegen ..Schild" Hamburg auszutragen. Vor erstklassig besuchtem Hause zeigten sich dre Berliner mit einer Ausnahme ihren tapferen Gastgebern überlegen, fyiii* Berlin gewannen im Leichtgeivicht Salomon gegen Meyer II nach Punkten/ im Federgewicht Naftaniel gegen Weinberg in der zweiten Runde durclr technischen k. o., Salomon gegen Cohen nach Punkten und im schönsten Kampf der Vcranstaltimg Davidsohu gegen )Aeyer l. Für'Hamburg siegte allein Rhehersbach im Schivergclvicht gegen den der viel leichtere Munter den aussichtslosen Kampf aufgab. F. Am 31. März hatte der JTV Köln 02 seine Anhäiiger zu einem Klubkampf gegen die Tortminid RJF-Borstaffel cingeladon. Ter Saal war übervoll. Von besonderem Interesse war daS > Znsammeutreffeu der Meister des Malkabikreises und des RJF-Spvrts im Leichtgewicht. Grüneborg RIF (Dortmunds konnte in dem tech-' ursch feinen und mit äußerster Erbitterung durchgeführten Kampf knapp, aber sicher Reif (Malkabi Köln) das Nachsehen geben und einen verdienten Punktsieg nach Hanse steuern. Im Gesamtergebnis siegte der JTV Köln 02 13:7. trotzdem der Unterschied zwischen den Mannschaften nicht so groß war, wie das Ergebnis besagt. Das vom Deutschen Boxverband gestellte Kampfgericht arbeitete nicht imnier zur Zufriedenheit aller. H. 8. Fuszball Am 14. April standeu sich in Hamburg in einem Vorrundenspiel um die Reichsmeistorschaft des Sportbundes des R. j. F. Mannschaften deS JISC 05 Berlin und des Hamburger ..Schild" gegenüber. Vor einem zahlreichen, objektiven Publikum führten beide Mannschaften ein interessantes Spiel vor, das den ITSC vom Anpfiff ' an ständig überlegen sah. Die Berliner waren in ausgezeichneter Form, hervorragend vor allem in der Läuferreihe mit Becker. Mnndstock und Henoch. Die Hamburger Mannschaft schien dagegen noch etwas zu jung und unroutiniert; trotz Rückstandes gab sie den Kampf nie auf, sondern ging bis zum Schluß mit allen Mitteln auf Resultatausbcfserung aus. In den Berliner Spielen bot die 1.. Mannschaft des BSG 33 eine schöne Leistung. Trotz Fehlens von Bannasch gelang den im Sturm gut kombinierenden R. j. F.-Leuten eine knapper, aber verdienter 8:6-Sieg über den Stettiner Bar Kochba. Es war ein schönes flottes Spiel, das die BSG besonders in der ersten Spielhälfte deutlich überlegen sah. Im übrigen gab es ein interessantes Spiel zwischen der 1. Frauenmannschaft der BSG und Bar Kochba II, das trotz Uebcrlegenheit der BSG, die die ganze zweite Halbzeit mit zehn Mann durchstehen mußte, nur unentschieden 2 :2 endete. In den Knabenspielen siegte der ITSC. dessen Erste gegen Bar Kochba III kampflos gewann, und dessen 2. Jugend sich durch einen 4:2-Sieg über Bar Kochba 1. Knaben den Sieg ihrer Klasse sicherte. Zu zwei Freundschaftsspielen hatte sich die BSG-Mannschaft von Teutonia-Rordstern verpflichtet. BSG 33 II verlor gegen die Dritte des Gauvereins mit 2 :4, und BSG 33 III erzielte gegen Teutonia IV ein 2:2-Unentschieden. F. Turnen Die Vereinigten Turnerschaftcn Hannover veranstalteten am 7. April einen Gerätewettkamps, der unter zahlreicher Beteiligung einen äußerst spannenden Verlauf nahm. Aus Bielefeld, Bremen. G ö t t r n g e n, Hamburg. Herford i. W. und Hannover waren die aktiven Turner zusammengckommen. Die Punktrichter hatten es wirklich nicht leicht, ihres Amtes zu walten, denn die ausgezeichneten Leistungen machten eine richtige Wertung . oft recht schwierig. Besonders taten sich die beiden Ersten, Max Rothenberg. Güttingen, und Ernst Schachtcnberg, Hannover, hervor. Mit einem Unterschied von nur drei Punkten gewann der ehemalige Gaumcister der D. T. ans Göttingen. Gleichzeitig errang er den alsLÜandcrpreis gestifteten Rudolf-Meinrath-Pokal. . Ergebnisse: Herren - Oberstufe: 1. Max Rothenberg. Göttingen, 2. E. Schachtcnberg. Hannover, 3. L. Fleischmaun, Hannover, 4. Walter Cohn. Hannover. Herren Unterst nie: I. Walter Kaunitz. Hannover, 2. Erni Kaunitz, Hannover. 3. Günther Löwenstein, Hannover, 4. L. Cohn, Bremen. Damen: 1. Dolly Herz, Jüdischer Turn- und Sportverein München. Am 25. März fand die Mitglieder-Versammlung statt. Kassen- und Tätigkeitsbericht wurden entgegengenommen. Da der bisherige verdienstvolle 1. Vorsitzende. Siegfried Gerson, aus 8er Vorstandschaft ausgeschieden ist, seht sich diese nunmehr aus P i ck (1. Vorsitzender), Dr. Bretzfelder als Geschäftsführer, Hechinger, Nothmann und Max Stein zusammen. ' Ca. Hockey Im einzigen Berliner Hockcyverbandsspiel am 7. April standen sich die ersten Frauenmannschäften des ITSC 05 und des Bar Kochba gegenüber. Die JTSC-Tamen zeigten sich weiterhin, stark verbessert und gaben sich nach völlig ausgeglichenem Spielverlauf nur 0:1 geschlagen. Beide Mannschaften litten sehr unter dem unebenen, weichen Boden, der eine genaue Kontrolle des Balles unmöglich machte. F. * 30 Jahre ITSC 05 Berlin Aus Anlaß seines 30jährigen Bestehens veranstaltet der ITSC 05 am 28. April, 11 Uhr, in den Babplon-Lichtspielen am Horst-Wessel- Platz eine Matinee. Es sprechen der Vorsitzende der Berliner Jüdischen Gemeinde. Direktor Heinrich Stahl, imd Rabbiner Dr. Manfred S w a r s e n s k i. Es spielt das Orchester der jüdischen Künstlcrhilse. Ten zweiten Teil des Programms bestreiken die verschiedenen Abteilungen des Klubs mit sportlichen Vorführungen, Geräteturnen und Gymnastik. Warnung. Seit einiger Zeit sammelt ein Unbekannter nnt einer Liste für den Dar-Kochba-Hakoah Gelder in Kreisen der jüdischen Geschäftsleute. Tie Liste trägt die gefälschte Unterschrift von Dr. Friedenthal. M die AMMng ' mimt MM In der Märzausgabe der „Informationsblätter" des Zentralausschusses der deutschen Juden für Hilfe und Aufbau (Nr. 3 vom 27. März) wird an zwei Stellen ansdrücklich darauf aufmerksam gemacht, daß der Nunderlaß des Rcichswirtschaftsmiuistcrs und des preußischen Ministers für Wirtschaft und Arbeit (vgl. Nr. 11 der „C.-V.-Zcitung" vom 14. März d. I.) so zu verstehen ist. daß nur ^n Falle der Auswanderung eine erleichterte Form der Ausbildung jüdischer Handwerker gestattet ist. Dagegen gelten für die in Deutschland bleibenden a u S z u b i l d' e n d e n jüdischen Handwerker — dieser Hinweis rst wichtig — selbstverständlich die höheren Ansorderungen, wie sie die Handwerkerordmmg vom 18. Januar 1035 vorschrcibt. Danach ist die reguläre Lehre bei einem Handwerksmeister erforderlich. Im Bericht über die Erörterungen des Berussmnschichtungsausschnsies der Zentralstelle für jüdische Wirtschaftshilfe, in dem auch der C.-V. vertreten ist. wird hervorgehoben, daß eine Bezuschussung der Erstausbildung in der Regel nur für die eigentliche Ausbildung. nicht aber auch für die Lebenshaltung (außer bei Unterbringung in der Land- Wirtschaft) erfolgt. Sämtliche Unterstützungen für Berufsausdildungszwecke können künftig nur noch als Darlehen gewährt werden. Kaufmännische Lehrstellen werden in ziemlich großem Umfange vermittelt, jedoch oft nur deshalb, weil nicht genug handwerkliche und landwirtschaftliche Stellen zur Verfügung stehen. In derselben Nummer der „Informationsblätter" erstattet die „Zentrale für jüdische Pflegcstctten- und ' Adoptionsvermittlung"" den Bericht über ihre Tätigkeit im Jahre 1934. Bemerkenswert sind ferner Ausführungen über die Folgen der Ausbürgerung. neue statistische Taten u. a. über jüdische Acrzte und 'Anwälte in Deutschland und den Ilmfang der Einwanderung nach Palästina im vergangenen Jahr. Im Abschnitt ,/Ausland" sind Bestimmungen über Einreise und Beschäfti- S jüdischer Arbeitnehmer in Frankreich und ^ien zusammcngcstcllt. „Helft der Jugend — sie ist unser Schicksal" betitelt Dr. Herbert K a h n seinen Leitartikel im Märzhcft des I ü d i f ch e n Handwerkers" und führt aus, daß die Ha n d w e r l e r g e s e tz g c b n n g der beiden letzten Jahre keinen Arierparagraphen kennt. Der Weg sei von Gesetzes wegen frei. Ter Zentralverband jüdischer Handwerker Deutschlands und der Reichsvcrband des Jüdischen 'Mittelstandes rufen angesichts de? Mangels an geeigneten Lehrstellen und ausbildungsbcrechtigten jüdischen Lehrherrcn mit Nachdruck dazu aus. daß jeder jüdische Nt e i st e r bis zur zulässigen Höchstgrenze Lehrlinge c i n st e l l t. Damit soll nicht der übertrieben großen und wahllosen Zuführung von Jugendlichen ins Handwerk das Wort geredet sein. Vielmehr wird die Forderung gleichmäßiger und systematischer Verteilung der anszubildenden Jugendlichen auf Handwerk turt» Handel ausgestellt. E. 6. L. Me und Aufbau in Snmbnrg Die Propaganda des Zentralausschnsses macht Schule! Vor etwa Halbjahresfrist fand ein Heft „Ein Jahr Hilfe und Aufbau", in dem der Zentralausschuß über Arbeit und Zukunftsausgaben berichtete. Aufmerksamkeit, weil sich hier ttebersichtlichkeit des Stoffes und Prägnanz des Ausdrucks mit besonders geschickter uub geschmackvoller Ausmachung vereinte. Ter H i l f s a u s s ch u ß KAUFHÄUSER UND EINZELHANDEL Cä&örse&üBGSEQuäS c Gl ©g&ia Kaufltäas ü&sWseä MiÜiW »S Gtogftfi! GSpgsSsagöia ) fi t L'-Jl Ä i if fc i. j £? 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IGF Merseburg j Leas L Pirmasens Seif 33 Jahren ( ISntfccnow». h.~") 0---o flCoBitzer&Söime Das Haus der guten Qualitäten O-o /-s jedkss Hcadct Staus* Jiiichenqecäic Qtas u- ScczeMan \_ MERKURS KEt Das Haus für Alle München J Mi® Rosenltaura Gegründet 1875 Konfektion n. samt!. Textilwaren J. Mite Feilitzschstr. 13 Vieteflrtikel des täglichenBcdaris licjfnaitz J LUSNITt sJf Lübeck J GLOBUS Warenverkauf Inh* Joseph Jacoby lnh.E.Steinitz,staatl, gepr.Opt. Der Fachmann f. Optik u. Photo Boyersf rosse 7. Textilwaren Rotkreuzplatz ( Nanmbnrg) Kaufhaus M. HART Webwaren und Konfektion c Bernhard Seifer E Co. Inh. Paul Burin Kaufhaus für Textilwaren;]. Bitiytsii&mn Gr. Wollwcberstr. 29/30 Mielii. Waren-Kaüfas Verkauf gegen bar ur.d auf Teilzahlung. llautnann Rsssnbaum Stettin Kaufhaus für sämtliche Bedarfsartikel ä|j ( giolp N. H. 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