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Central-Verein-Zeitung · 1935-04-04 · 14 (4.4.1935) · page 22

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Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
14 (1935)
Issue
14 (4.4.1935)
Date
1935-04-04
Page
– (sequence 22)
Language
German
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brnreit Itdife jebe 5?oriu*>pnifd}cibiiiTg ciuzuordncn tit den Geiiiciuscliaslszusainmcnhang. Damit werde nicht ein neuer Yinlionalismus gefordert, sondern ein lu'ifiM? Bcivufttscin auf dem Ilstcge des Dienstes, den wir alte gegen, und der der irrationalen Zuge genug trage. Alle wüsten dazu kommen, das wissen im Gewissen zu verankern. I)r. L. ll.-ll. 'üiO' Iseosie In den Gemeinde-Synagogen am 5. und (3. April -llic Cr.Onn-.nitic -vcidcrcntcrgasse 2—1; Synogvgc u i >. v _ M iais.); Synagoge 3! ylest ras:: 53 i! i) u " ge Pestaloz-.istre.sie 1-115 <Pcjin); Mutuxtncc User -18,-1'.» (&otlb.). — Al?„y'as ü >! ' lünchener Strafte 37 <Ä'ä.): Synagoge Grnncioald (Grün.), Franzcnsbadcr "Icuc <2;n- '^e S ), Seenienbiirger Strafte "0; Ly!u:gvgct.gn....i i ,c 18—50 (Ui.); Synagoge Lützoivst raste ,0 11' > > 2 v .">'ee Fasanenstraftc 79 86 (Fas.); Synagoge V.i ' .».r e 7s (Veto.); Synagoge ftvic» dcnslenipel (Frud.-. arlq ra. i-Altnecy i-Stra s;e 11/12; Synagoge P ':o!e»>-ra,.e r>970 (Prinzreg.); Synagoge Sa ie . An,. Bcrkaer Strafte 32—35 (Allcroyeim) > S cl) inarg.j. Synagoge Köpenick (Koto.). Freiheit 8; Synagoge Lrairiendurg. Havelstrafte 0. Frciiag abend: C\ Stunden vor bllnhi viullzündcn und Weriverbot) Synagogen mit alten, Ylitu-s und Altersversorgunge-anstallen si'voie Synagogen Bndenslrastc und Fricden-KeinYK: l'.> llyr. Jeden Freitag abend: 'Acne Synagoge. Synagogen Luyowsiraste und Fasonenslraße: 18 Uhr; Lynagogen Leveyvrv'traye und Scyiuargcndors: 19 Uhr; Synagoge Prin;regen!en!lraye: 19 Uhr 15 Min.; Synagogen vühowslraye. Fasanenstraftc und Friedensleinpcl: Fiiyendiciern im Anschluß an den .Hauvlgotlcsdieust. l^tu den vorderen Reihen der Synagoge Biyi'wstraste ist ein Schiverhörigcnviethörer ansgcslellt.) Predigkcn: Lev.: Dr. Prinz: Prinzreg.: Tr. Ealliner; Li.: Dr. Wcyl; Sasa Tr. Wiener. Ansprachen: N. S.: Tr. Swarsensky: Ln.: Tr. Nutzbanin. Sonnabend vormittag: Synagogen mit allein Ritus und Allerstocrsorguiig-.-anNalten: :» Uhr: Frubyottesdienst Synagogen Ryl'cstraße und Kottbusser User: 7 Uhr. Synagogen mit nettem Riiuö: Hauptgottesdienst: 10 Uhr. Frühgotte.-biensl: Synagogen Lindenstraye. LcveYMvstrabe und Prinzregentenstrafzc: 7.30 Uhr. Predigten: Ryle: Rabto. 'Rotoel: Fried.: Tr. Sacnger. Jugendgottesdienst: Jeden Sonnabend 10 Uhr: Synagoge Münchener Straße: Tr. A. Levy. Syn. Kottbusser Ufer: Dr. Ialobotoits. Sabbat-AuSgang: 19 Uhr 30 Min. Gottesdienst an den Wochentagen: Abends: Alte Synagoge: 19 Uhr: übrige Synagogen 18 Uhr 30 'Min. 'Morgens: Synagogen, mit altem RituS: 7 Uhr, Synagogen mit neuem Ritus: 7 Uhr 30 Min. Israelitische Synagogengemeinde (Adass Jisroel) In den Synagogen Artillcricstrahe 31 und Sieginundshof ll. Sabbat, Porabends 18 Uhr 45 Min.» morgen-? 8 Uhr. Mincya: 10 Uhr und 19 Uhr 30 Min. 'An den Wochcr,tagen: 0 Uhr 30 Min. und 18 Uhr 30 MG. Predigten iind Lehrvorträge nach Ankündigung an den Synagogen. In den Vereins-Synagogen Jüdische Resoringenuindc. Freitag. 19 Uhr: Gotteshaus Ioyannisstrahe tt>. Inbiläninsgoltesdiensi. Predigt: Tr. Gotischalk. Cintrilt ohne Karten. Sonntag. 10 Uhr 30 Min.: Gotteshaus. Iohannis- Ürafte 10. Inbilänni-.-gvttesdienst. Predigt: Tr. Rosenthal. Gintritt mir gegen -Karten, die im Büro erhältlich siiid. — Liberale Synagoge Norden, Schönhanser Allee 102. Freitag. 19 Uln: 15 Miii.: Predigt: Uncler. Sonnabend. 10 11 hr: LU.: .Zucker. — Liberale Synagoge Osten. Kaiserstrafte 30. Freitag. 19 Uhr 30 :>Kin.: Predigt: Adler. Sonnabend. 10 Uhr: 'Adler. -—Liberale Synagoge Rordost. 'Prenzlauer Proinenade >70/ Freitag.!9 Uhr 30 'Min.: Predigt: Tr. v. d. Zyl. — Liberale Synagoge Wcstend, Kaiser» dainin 78. Freirag. l!> Ul,r: Predigt: Gras. — Liberale Synagoge Wcdding-Rcinickcndvrs. Grerperstrasie 13 C.'llterc-Yeim). Freitag, 19 Uhr 30 Btiii.: Predigt: tOoeh. — Synagoge Gesa ndbrnnnen, Ahawas Achirn. 'grinzenallee ^7. Freitag. 18 Ul,r -15 :>.>rin.. Sonnabend. 9 Uhr: B.'inei,n. 18. Nhr 30 'Min.. Lehrvortrag über Ptischna Ternmans. Predigt: »iabbiner Tr. Alerander. Sabbatanogang 19 Ulir 30 oi,'in. 2üerktag,<- 7 und 19 Nhr. Sonntag? 7 Uhr 30 Min. -- Israelitische Bereinigung Lrchtcnbcrg. Syiragoge Frantinrter 'Allee 85. Beginn der Gotre?- diensle ivie in Synagogen imd) altem tliitns. Täglicher Gottesdienst. Sonnabend vormittag: Ansprache: O.abbiner Tr. 'ArUmr Rosentlyil. — Synagagenverein Weihensee G. P. Gottesdiensl in der Wartehalle des Friedhofes Lothringer Strafte. Freitag, 19 Uhr. Sonnabend. 1U Uhr. Auischlieftend: Sn eg Schabbat für die Jugend in den «Zemeiiide-Räiiiiieii. Berliner Allee 231. — Indische Religionsgcincinde kharlvtten» bürg. Schnlslrafte 7. Freitag. 18 Uhr 30' Min. Anschlieftend regelmäftig: ..Kiddiisch der Jugend." Sonnabend. 9 Uhr 30 Min.: Predigt: Rabb.-Kand. Jimmet. — Indischer Rcligionsdcrein Fricdenan-Sicgli(i ii. Umgegend. Stierslrafte 2l. Freitag, 19 Uhr. Sabbat: 9 Uhr. In 'Arischliift an den Bvrnnttag-?- <Ootte-?dienst: I I Uhr: Oneg/Schabbat für die Jugend. BUnäia 18 Hhr^ 35 Min. Lehr'oortrag: Rabbiner Tr. oginter. ^abbatan?gang: 19 Uhr 3" Btin. Sonntag. 8 Uhr 30 'Min. Tonnere-tagabend: Talmud: Tr. Harry Lewp, Tr. Lob. Professor Unna. Libliot!,ek nnb Lesehalle: Sonntag. 10 bis 12 Uhr: 'Milt- , woch. 18 bis 2!> Uhr. — Synagogcnvcrcin Ahaivav Scholau.n und Mögen Towid. Kleine Angnststr. 10. Tägliih 7 Uhr und abend?: B'sman Gottesdienst in der eigenen Synagoge. Danach täglich Lehrvortrag: Rabbiner Tr. v'lieser Friedmann. Freitag. 19 Uhr. Sonnabend.!» Uhr. — Synagoge Beth Iion, >' 3t. Brunnenstrafte 33. Freitag. 19 Uhr. Sonnabend. >8 Uhr 15 'Min. Iugend-.Gotiesdiensi: 17 Uhr 15 Min. Atincha:!8 Uhr. 'Maariw: 19 Uhr 30 'Min. Zwischen Btincha und Ptaarrw Lehrvorlrag: Rabbiner Tr. G. Landau. Wochentag: «1 Uhr 30 BUn. und 18 Uhr -15 AUn. — Synagoge Passaucr Strafte '2. Freitag. 18 Uhr -15 BUn., Sonnabend 9 Uhr: Schrülerklärnng: Rabbiner Tr. Altmann. AHmha. 18 Uhr 30 Min.: Lehrvorlrag. Maariw 19 Ul)r 30 Atin. Wochentags 7 Uhr iiiid 18 Uhr -15 ÄKin. Scderabcn'dc. Der L i b c v a k e Verein für die Angetegelilieiten der jüdischen Gemeinde zn Berlin veranstaltet auch in diesem Jahre Seder» adende an svlgcndcn Stellen: Lü e st e n : Kleistsirafte 10, Bne Vrift-Lvge,- 17. April. 20 Ilhr 15 Ptin. (18 4 Bavaria 3421). Zentrum: Hotel „König von Portugal". (5.2. Burgstrafte 10, 17. und 18. April, 20'tthr 15 Uliin. (Del.: E. 2 Kupfergrabcn 1525.) Die Abende werden von den Kantoren Dr. Fris; Salomonski und Detmar P r i n z geleitet. Erstklassige Zubereitung der Speisen ist verbürgt, und für eine würdige ^eicr wird Sorge getragen werden. Anmeldungen nehmen die beiden obigen Stellen sowie der Liberale Verein entgegen. Der V c r c i n S Y n a g o g c Ln h o w st rafte hält in den Rämnen des Traiteurs Hugo Kaufmann, Kleiststrafte 14, die beiden Sedcrabcnde ab. Ter Synagogen verein Friede ntztcmpel veranstaltet im b'asö Leon. Kurfürstendämm 155 (Traiteur Adolf Veit), ebenfalls zwei Liederabende. Am ersten Abend fungieren Rabb. Dr. Prinz und Lberkantor iRenmann, am zweiten Abend 3labb. Dr. Swarsensky und Lberkantor Lewandvmski. Line k'estschrikt der Lsrliner Reformgemeinde Anläftlich des 90jährigen , Bestehens der Jüdischen Neformgemcinde Berlin sind die Mitteilungen der Newrmgemcinde, als Festnnminer hcrausgebracht worden. In einem einleitenden Aufsaft stellt Sanitätsrat Dr. Peyfer. der Borfiftende der Jüdischen Reformgemeind-c Berlin, die Grundlagen des reformierten Judentums^ dar. „Die Pftilchten des R'esormers" bespricht Insiizrat Dr. Julius Broduift, Beiträge von Sigismund Stern, Bruno W o y 0 a . Rabbiner Dr. Ielsti und vielen anderen folgen. Die Glüchn'üusche zahlreicher jüdischer Lrganisajioneu Deiftschlauds und des Auslandes iverdcn wiedergegeben. Für die Rcichsvertretimg der Deutschen Juden spricht Dr. Leo Baeck, für den prenftischen Landesverband jüdischer Gemeinden Kammergerichtsrat i. B) o l f f. namens der Berliner Jüdischen Gemeinde der Borsifteude Heinrich Stah l. Unter den vielen Glückivüuschen des Rcsormjndentmns der Welt seien die von Rabbiner Israel Mattuck (London) und von Rabbiner Louis Gcrmain Lcvy (Paris) erwähnt. * Im Festsaal des Brüdcrvcreinshauses, Kurfnrsteustrafte 115/10, findet am 0.'Avril, 16 Nhr 15 Min., eine Festveranstaltung der Iugendg c m e i >i s ch a f t, um 20 Uhr 30 Min. ein Gesetlschastsabend statt. In einer Modenzeichenschule Die uns durch lange Jahre bekannte Moden« zeichenschulc F e i g e - S t r a ft d u r g e r lud zu einer Führung durch ihre Räirme in der Kochstrafte ein und zu einer Besichtigung der von Schülerinnen ausgestellten Arbeiten. Man ist überrascht von der Vielseitigkeit des zugrunde gelegten Lehrplanes, der nicht nur in fachlicher, sondern auch in pädagogischer Hinsicht die Anlagen der jungen Rtcnschcn zu ivccken und zu fördern weift. Reben die -zeichnerische Ausbildung tritt die Unterweisung im Schneidern, die als Handwerlliches Fundament das berufliche Weiter» kommen erleichtert und nach vielen Seiten Ar« dcrtsmöglichlciten eröffnet. Zur zeichnerischen Ausbildung gehört die Modezeichnung und.Illustration, das Plakat, die Bnchillttstration, Entwürfe für Film. Theater. Bühne. Die für diese Zeichnungen notwendigen Techniken, mögen sie Aguarell-, Feder», Tusch- oder Spriftversahren heiften, — werden ans das sorgfältigste geübt. Ihre vollkommene Beherrschung eröffnet den Studierenden die Riöglichseit, je nach ihrer besonderen Fähigkeit eine Stellung zn finden oder aber auf freie und selbständige Arbeit ihre Existenz zu gründen. Daft damit die genaue Kenntnis des Druckverfahrens verbunden ist, um mit den billigsten Mitteln farblich reizvolle Wirkungen zu erreichen, davon legen im besonderen die ausgestellten Arbeiten Zeugnis ab. — Tie Schülerinnen werden in Akt, Porträt, Perspektive, in Bcwegnngs- und Stoffstndien unterwiesen. Wichtig erscheint das Bemühen, alles Schukmäftige zu vermeiden, alles Lebensnahe als Antrieb zu benutzen. . Das Zeichnen nach lebenden' Modellen, das Zeichnen nach gymnastischen Uebnngen und in freier Natur befürworten dieses lebendige Prinzip. Stoffe werden in ihrem Faltenwurf, modische Artikel in ihrem besonderen Gharaktcr zeichnerisch zn erfassen gesucht. Zur Vertiefung dieser Erfahrung dient das Studium historischer und moderner Alodekupfer in der Lipperherdc-Kostümbiblioihet, die Führung durch Museen und Ausstellungen, die zu mannigfacher Anregung dienen. Tic Aiaskenschau im Pergamonmuseum gab bcispielsivcise den Anlaft zn einer Reihe wohlgeluugener Rlaslcn und Kvstümcutwürfe der Schülerinnen. Dis ichneiderifche Ausbildung letzt üch au? vielen Studien zm'anllnen. Zuschnetden. Abformen. Mastnehmen. Abitcclcn, Maschineuähen, die Herstellung von Schnitten sind ctmge ihrer wichtigsten Ausgaben. Auch der modiuhen Zugabe, die viel Geschmack und Phantasie verlangt, wird gedacht, und die Entwürfe von Kragen und Manschetten für das neue Frühiahrsklcid hielten am Tage der Führung die jungen Mädchen besonders in Atem. M- & Klubtce im Jüdischen Frauenbund. Map D»born sprach über Rllap Lieberu'.anu. Bas Referat, das den Künstler und sein schassen auf dem 'chh'g durch die Iabrzetjute zeigte, erhiett seine besondere Prägung aus der Freundschaft, die den Referenten mit dein großen Künstler durch viele Jahre verbunden batte. Die Wiedergabe vieler wilder im Spidtaskov trug zur Berlcbcudignug des Gesagten wesentlich bei. Dr. Lsborn konnte den wärinsten Dank einer sehr zahlrci6)en Hörerschuft entgegennehiucn. unter der sich ~~ ein leltc. ner Zllnblick in diesen 'Räumen — auch ziemlich viele Herren befanden. II- )l. (5ine Thcatcraufführung von Mozarts „Gärtnerin aus L-icbc" veranstaltet am 10. 'April, 20 lliir 15 Min., der langjährige Dbcrspiclleiter Tr. Willi Aron mir seinem aus engagemeutsiofen jüdischen Berusski'msrlern bestellenden Lpcrnstiidio im Schubert-Saal, Büloivstraße 10-1. Das Wag.- Halter-Quartett führt. den Lrchestcrvart der Streichinstrumente aus: die Bühnenbilder hat Frift Ha Ibers entworfen und verfertigt. wirken mit die Damen Bruck, Dellevie. He ine mann. Her sch und die Herren (5 h r z e l i tz c r, Dietrich und K o r n. Jüdische Künstler — Hanni Rosen, Hans Meyer, Alerander M o d l i. Gerhard G o t t - s ch a l i, Anneliese S ch l e s i n g c r — hatten sich in der vergaiigenen Woche znsaimnengctan, uiii den Insassen des Zu fluch rheims hi der August strafte einige freudige Stunden zu bereiten. Alle Künstler, die sieti für dieseii Zweck ehrenaintlich zur Verfügung stellten, gaben ihr Bestes und ernteten dankbaren Beifall. J. W. Arno Nadel: Tie für den 14. April. 11 Uhr. düngesetzte Atelierbesichtignng findet nicht Nettelbeckslraßc 21, sondern U h l a n d st r a ft e 17 8 statt. Gin Verband jüdischer Heimatvcrcine ist in Berlin gegründet worden. Wahrend bisher die jüdischen Heimatvcreiiu'. die sich die Erhaltung der land-'-wannschastliäien Beziehnngen unter ihren ^Mitgliedern und die Pflege von Gräbern in den kleinen, jetzt größtenteils m 'Auslösn'.ig begrifseneii Gemeindcli ihrer Heimat zur Ausgabe gemacht haben, als einzelne Vereine bestanden und nur ein Zusammenschlust der posenschcn Heimatvercine vorhanden war. soll der neue Verband säuitliche Heimatvcreine. die in Berlin bestehen, umfassen. Bisher haben ftdj ihm die oberschlcsischen. westpreuftischen und Posenschon Hcimatvereine ongeschlossen. Mit anderen Vereinen stehen die Verhandlungen vor dem Abschluft. Man wird diese Entwicklung, die aus eine Konzentration des Vereinswcsens abziclt, in dieser Zeit besonders begrüßen.' Das jüdische Wohlfahrtsamt Berlin hat die Büroräumc ihrer Bezirksstelle Osten am 1. April nach der Vlumenstr. 97 verlegt. Für die Unterbezirke Friedrichshaiii II und Lichtcnberg findet die --ondcriprechstunde ab 3. April jeden Mittwoch von 8—9 bzw. 9—10 Uhr Franliurtcr Allee 56 stalt. Die Wohlfahrtsküchc des Bezirks ist arn 3. April von der Gubcncr Str. 47 nach der Blnmenstraße 98 verlegt ivvrdcn. blionLsrts in 8sr!in Gin Meister des „Ghasonus". Joses S. Lenghel. gab einen Liederabend, in dem er nenhebräische Kunst- und ostjüdisclie Volkslieder zmn Vortrag brachte. Der Sänger, dem ein ungewöhnlich schön gefärbter Tenor zur Verfügung steht, beherrscht die technischen Schwierigkeiten, die die traditionelle Gesaiigswcrse fordert, vollkommen: die verschlungenen Koloraturen im Brust, und Fälsetlregister. den Wechsel zivischen Kopf- und Brnsltönen. die Schluchzer, die Caruso ciust in mancher Synagoge zn studieren suchte. Da sich dieie Mittel mit einer unmittelbaren Kraft der Cmpfindung paaren, erfahren die Lieder eine Wiedergabe von starker Wirksamkeit, sowohl in der fatalistischen Melancholie ivie im Parodierenden Humor. Auch in der eigenen Bearbeitriiig ernstes sich Lenghels sichere nnd liebevolle Vertrautheit mit den Terteu und ihrer musikalischen Ausmalung, iveun diese sich auch manchmal etwas, im Gegensatz zu Roslius Saft, vom rein Volksliedhasten entfernt. Die beiden neuhebräischen Lieder des Programm? waren von Julius Cngel, dem „Dhbuk"-Koinpvnisten iind russischen Herausgeber von Riemaniis Musiklerikou. iind Moses M. Milner, der wesentlich von Mussorgskh beeinflußt ist — beide verdient um die Folklore, ohne über die Benutzung hebräischer Texte hinaus neue Wege geschaffen zu haben. Kai. Unter dem Motto ..K i n d e r singen für Kinder" veranstaltete die Künstlerhilie einen bunten Nachmittag. Cs war ein erfreuliche? Bild, ein großes Publikum von lauter kleinen Lenken, ein wenig unruhig, aber sehr beifallsfreudig: auf denk Podium Grwin Iofpcs „Jüdische Sängerknaben". >oie beim ersten Konzert mit Herz und Lunge voll bei der Sache, eine frohe und dabei disziplinierte Gemeinschaft, unter der Leitung eines frischen, aufgeschlvssenen. grimdinusikalischen Dirigenten. Die Geigerin Cllen Bhk hatte mit Geschick ein ansprechende? Programm virtuoser Kleinigkeiten gewählt, und am Schluß gab Helene L a ch m a n s! i - S ch a u l ihre schon viel belachten liinsikaliscyen Illnstrationen zu einigen von Wilbeim Bnschs Bilderreihen: da? hat den Kindern natürlich einen Heidenspaß gemacht. Gin Konzert hei Dr. Meyer bot in lohen?- werter Abwechslung und Zusammenstellung Vokales und Instrumentales. Bei der Sängerin Dora B e r n st c i n - B ö r n c r, von Manfred S e ga l l begleitet, spürt man den Willen zn einer verticstcn Darstellung, einer Wiedergabe ans dem Text heraus: das konnut romantischer Liedkunst zugute, ein Zuviel gefährdet aber die oratoricnhaste Linie Bachs. Stimmlich ist namentlich der llebergang zur Tiefe gut ausgeglichen, aber die Neigung zmn Tremolieren und zu einem mehrfach tiefen Ansatz müßten beseitigt werden. Tie Pianistin Gertrud Bamberg er spielte eine Chopin-Ballade mit großeni Können nnd Clan, aber ihr Mozart litt, besonders bei den Terzengangen, unter zn viel Pedalgcbrnuch. Tie stellen, weife sehr heikle BrahmS-Begleitung war technisch nicht immer einwandfrei und klar. Hcllmut Spittel ist ein vielseitiger Ätusiker: als Geiger und als Klarinettist bat er ein gutes technisches Fundament gelegt, da? oft schoii einem nuancenreichen Musizieren dienstbar gemacht werden kann, ivenn auch bei schnstcrigcn Passagen die Selbstverständlichkeit in der technischen Leistung noch nicht da ist. Hier kann nnr eine Parole sein: Weiterarbeiten. Cine Gruppe von Liedern lebender jüdischer Ko m ponistc n — Lena Stein-Schneider, Richard Altmauu. Leo Lewh, Walter Hirschberg — fand lebhaften Beifall. Stefan Antal ist zweifellos für die Pianiftcnlanfbahn prädestiniert, er hat den Sinn und die Begabung, auch die schwersten technischen Probleme 31t lösen. Mit einem wahren ZMammntprogramm zeigte er sich in seinem Klavierabend als icnem bekannten Pianistenthp zugehörig, der ein lebhaftes Temperament mit Virtuosität eint; aber. seinem Spiel fehlt die Poesie, das ruhige Sichpersenkenkönnen. das den äußeren Glanz erst von innen her motiviert, und so muß er heute noch mit einer vor allem ans Technik angelegten Wiedergabe ' von Schubert? Wandererfantasie scheitern. Hier machte sich auch Nervosität an den überhasteten Zeitmaßen geltend. Viel besser lagen ihm die Chopin-Ctlidcu. deren Schivierigkcitcn er zum größten Teil mit Bravotlr bczivang. Der Bariton Julius P 0 i s s a ch 0 w i t s ch, in der letzten Zeit mehrfach hcrvorgetreten, gab seinen ersten eigenen Abend. Dieses Debüt ist gelungen: Peissachowitsch konnte cine vielköpfige Hörerschaft fesseln, er konnte, was künstlerisch wesentlicher ist. das Interesse, das man-zunächst deni Interpreten entaegcnbringt. auf das Werk übertragen. Sein Vortrag ist gekennzeichnet durch chi kliigcs Ansbalaiicicren zwischen skäiidig ivachcr Stimmkontrvlle und inslrnktsichercm Musizieren, zwischen einer sparsamen Lekonomie und 'einem lcidenschastlicheren Ausdruck, der, nur gelegentlich die gedeckten Tönungen durchbrecheiid, in der Stetgerung um so eindringlicher ivirkt. Die Stimme nilispannt knapp zwei Lktaven. die Höhe ist so weich und biegsam, daß sie atich da. ivo sie im Sprung erreicht wird, oder bei freiem Einsatz niemals aus der gesanglichen Linie fällt. Gertrud Marens ist eine musikalische, versierte Begleiterin: einiges hätte sie dynamisch reicher und gestnfter schattieren können. Das Boris-Kroht-Quartett (Boris K r 0 h t, Benjamin B e r n f e l d, Heinz Weiden, Godfried Z c e l a u d e r) war in einem Konzert, arrangiert von der K ü n st l e r h i I f c, mit Tscharkowskhs f-du r-Clnn rtett zu hören. Die Wiedergabe uiiterstrich die leidenschaftliche Tvnsprache de? Werkes: wenn auch manche dynamischen und rhythmischen Dorzeichnungen überspielt wurden/so überzeugte das schwungvolle Spiel des vorzüglichen und aiierkannteii Qiiartcttcuselnbles ihr musikalisches Temperament, das die Hörer fvrtriß. Der große, füllige Ton der Bratsche'muß besonders hervorgehobeu werden. Anfang und Schluß bildeten Klavicrguartette von Rtozart und Brahms. Den Klavierpart hatte Georg B e r - tram inne: er ist der Rteister, der überlegen mit den Schivicrigkeiteu spielt, bei Mozart iveniger das Dämonische, stärker das Bcrlstndliche. Pointierte herausstellt, dem Rondo durch ein besonders schnelles Tempo einen virtuosen Zug gibt. Sein Brahmtz-Spicl hat die kantable. klanggesättigte Linie, die namentlich der dritte Satz verlangt. ,11^. S.’Ul UUL|ll'UL'U|lyUIl JIUUJIÜUU)3 irue manche bewährte Kraft so wenig ^Möglichkeiten Betätigung gegeben sind, ist ein Versuch wie bühnenrnäftige Ausführung von Maillc ,.G l ö ck ch e n dos Eremiten" mit ihren - scheidenen Anforderungen durchaus anzuerkeni Eriist Weist! er, niuiikalifchcr Leiter und He am Klavier, hatte die unbeschwerte und meist 1 frische Musik dieses Werkes mit sicherer H einstudicrt vielleicht etwas zu sorgfältig schon, für manche Nummern nnd Auftritte die M allein doch nicht mehr hinreichende Begründ Kt und eine Kürzung nur nützlich gewesen w -per Baritoii Heinrich K 0 r n s hatte im Ge< fast zum Schauspielerischen einen sehr scköi lebendigen Klang, Lilly Forscher war 1 äußerst muntere, beweglich und ansprechend singende Entdeckung. Mar Kuttners Tenor bcrvies die alte Leuchtkraft, Heinz T i c t r i eiy ocr als böser Pächter wehr zu spielen als zu singen halte, besorgte seine Ausgabe gründlich. Lila J a c 0 b s 0 h n war die verschlagene Pächtersfrau. Die Spielleitung 'Mar Aschne'rs hatte ans der unergiebigen Handlung singspielartig die spärlich vorhandenen Effekte herausznholcn versucht. Die Zuhörer blieben drei Stunden hindurch an den Ereignissen iind mehr an den sängcrijchen Leistungeii interessiert. Frift Eisenberg würde sich in der Rezitation wie im Lautcnlied vorteilhaft auf die heitere Seite der Kunst beschränken; denn während in feinem Vortragsabend der Humor von Fontanes „Jan Bart" prächtig gesund zum AusdruG tarn, der Witz voii rlliugeluaft fein nüanciert wurde oder gar Kalauer in jiddischer lMundart fröhlichen Eindruck hiuterlicsten, blieben Hvsmannsthals Wvrtmusik — trotz des klangvollen Organs — oder die beseelt-erhabene Größe in E. F. Meyers „Ende des Festes" etwa? farblos. Ebenso gelingen bei den Lautenliedern die frischen lustigen Volksweisen am nettesten. Au dieser Eigenart kann auch die Tatsache nichts ändern, daß vor einigen Gedichten deren „ernster Charakter" besonders augckündigt wird. Mehrere Künstler von Rang hatten sich dem H i k f i xo c r t s ü r die jüdischen Taub-' stummen zur Verfügung gestellt, so daß der Verein einen erfolgreichen und gehaltvollen Abend verzeichnen konnte. Ter reiche Sopran Alice Geisenbergs darf die Pflege seine? schönen Piano nicht vernachlässigen, das Wiederhoren des Geigers Alfred Wittenberg ist stets erfreulich, der fortschreitende Cellist Paul B l u m e n f c l d, im Besitz eines kleinen, aber blühenden lyrischen Tones, hatte sich ein für derlei Abende vorbildliches Programm gewählt (Atarcello-Svnate. Stillschcwsky, Zeitlin). Eine verläßliche Begleiterin war Helene L a ch m a n s k i - S ch a u l, sehr stark eindringend das gesprock)ene Wort von Edith H c r r n st a d t - O c t t i n g c n, die ein Schabbos- Erlebnis von Lilly Neuhaus zu klarer Größe gcstoltcte. Kai. Der Kulturbund deutscher Juden. Berlin, hat Teresa Gcrson (DanIger) für eine Änzahl von Gastvorstellungen im April und Mai gewonnen. Teresa Gerson wird die Partie der ..?lbigail' „Nabricco" von Verdi, alternierend mit Ruth Ä 0 l > ll $ c i m fingen.

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