Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 14 (1935)
- Issue
- 13 (28.3.1935)
- Date
- 1935-03-28
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
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I •. In den vorangegangenen Ausführungen (C.-D.-Zcitung Nr. 121 wnrde der Triumph und die Tragik der Technik dargestellt: die weltnmwälzende Niaschinenindustrie hat zwar zilnächst einen reichen wirtschaftlichen Segen über die Menschheit gebracht, aber infolge der kapitalistischen Ueberproduktion ist der Segen .zum bitteren ^^lnch geworden. So kam es zu dem Versuch, sich sowohl von den Formen der kapitalistischen Weltwirtschaft als auch von den . kapitalistischen Lebensformen des Bürgers zu losen, namentlich im gegenwärtigen Deutsch, land. Dabei wurde angedeutet, wie sehr auch ' die' Iudensrage mit dem Wcltproblem der Technik, des Kapitalismus und der Krise deS - Bürgertums in Zusammenhang steht. Wie ist nim aber das neue bcutfcfjc Menschenideal beschaffen, das den überwundenen Bürgertypus ablösen soll? Daraus anwortet Günther Mann in einem sehr aufschlußreichen Aufsatz „Heroische Skepsis" l.'Volk im Werden", 2. Jahrgang, 8. Heft): .. „Heroische Vitalität und intelligente Skepsis zeichneten diesen Menschenschlag aus, in dem . ^rnst-Jünger den heraufkommenden Typ des abendländischen Menschen des 20. Iahrhunderts erkennt. Es ist der Stoßtruppmensch. der kämpferische Arbeitsmensch als elementare und intelligente Machtgcstalt." Die Ursprünge dieses neuen deutschen- Menschcnideals sind bereits in der Vorkriegszeit zu' suchen. Keimzelle des „Stoßtrupp- . menschen" ist die Lebenshaltung des' b ü n d i s ch e n Menschen, die inzwischen entscheidende Umwandlungen erfahren bat.. Die Haltung ist bekanntlich schon in Der . Jugendbewegung der Vorkriegszeit als eine Reaktion auf das Ideal einer bürgerlichkapitalistischen Saturiertheit, die das junge Geschlecht als materialistisch ablehnte, ent- : standen. Die Lebenshaltung des bündischen Menschen bedeutete Ueberwindung des bürgerlich-liberalen Individualismus, sie bedeutete Hinwendung zu dem Gedanken der ■ . Erziehung in der Gemeinschaft des Bundes durch engste Zusammenarbeit: war der bürgerliche Mensch stabil, so war der bündische Mensch labil; war der bürgerliche Mensch schwerfällig, so war der bündische Mensch beweglich; war der bürgerliche Mensch stetig, so war der bündische Mensch abenteuerlich; schwärmte der bürgerliche Mensch fürökonomische Gesichcrtheit und Ordnung, so schwärmte der bündische Mensch sür Ungebundenheit und Freiheit. Es kam zum Weltkrieg: und aus dem Typ des bündischen Menschen entwickelte M der Typus des Kriegers, des Soldaten; und es sei in heiligem Gedenken an unsere 12 000 deutsch-jüdischen Gefallenen, die sür Deutschland starben, an dieser Stelle einmal; ausgesprochen, daß es sür das Deutschland des : Weltkriegs Ruhmes genug ist, den Typus des soldatischen Menschen hervorgebracht zu haben. Dann folgte das Zwischenspiel der . Weimarer Republik: und es war das Verhängnis dieses'„Unstaats", wie Hermann Ullmann ihn genannt' hat, keinen eigenen menschlichen Typus formen zu können, während die nationalsozialistische Bewegung den Typus des „politischen Soldaten" schuf und dadurch den Sieg erlangte. . Das nicdergebrochene Land bedurfte des Wiederaufbaus: da entstand der „Arbeiter" als Idee und Gestalt. Abgesehen von' August Winnig hat sich namentlich E r n st I ü n g e r bemüht, die seelische Physiognomie, wie sie der neue Typus des „Arbeiters" ausweist, zu zeichnen. Er hat nichts Geringeres behauptet, als daß der Arbeiter zu einer neuen Deutung der Welt berufen sei, daß ihm die Aufgabe zusallc, die großen und schwierigen Fragen, die das 19. Jahrhundert uns als drückende Erbschaft hintcrlassen hat. zu lösen; er hat ferner die These ausgestellt, daß der Arbeiter nicht als Träger einer neuen Gesellschaft, sondern als Träger eines neuen Staates seine Aufgabe lösen werde, indem er an die Stelle der bankerotten l i b e r a l e n D e m o k r a t i e den Arbeitsstaat setzen werde. Bildet nun die typologische Reihe des. Bündischen, des Kriegers, politischen Soldaten und Arbeiters einen Entwicklungszusammenhang? Ist die bündische Jugendbewegung Vorstufe der politisch - soldatischen unserer Zeit? Die Meinungen darüber widersprechen sich: so hat Will Vesper die Wandervogel-Bewegung als die romantische Vorform der polttisch-soldatischen Hitler-Jugend erklärt, währeiifc Baldur v. Schirach in seinem kürzlich erschienenen Buch „Hitler-Jugend, Idee und Gestalt" einen scharfen Gegensatz zwischen bündischer Jugend und Hitler-Jugend feststellt: die hündische Jugend, so meint er. habe sich ferngehalten von der Jugend, die um das neue Reich kämpfte, deshalb sei die bündische Jilgendbewegung an ihrer eigenen Schwäche mgrunde gegangen; denn sie sei sich m der Nachkriegszeit ihrer Pflicht zur Gebundenheit und männlichen Zucht nicht bewußt gewesen. So stehen wir wieder an einer Zeiten- . wende. Während Schiller die Bürgerzeit—- das 19. Jahrhundert — begrüßte, läutet Jünger sie beute zu Grabe. Wir haben me Umweltentwicklung geschildert — wie. stets nur zu dem Zweck, zu der Deutung des deutsch-tüdischen Schicksals ein wenig beizutragen.. . Aüs.unserer Schilderung.die.Schluß-. . folgerung für das deutsche Judentum zu ziehen,, sei den folgenden Ausführungen Vorbehalten. „Auf über ein Jahrhundert deutscher Geschichte zurückblickcnd", schreibt Ernst Jünger m seinem Bilch „Der Arbeiter", „dürfen wir mit-Stolz gestehen, daß wir schlechte Bürger gewesen sind." Dürfen wir deutschen Juden ein gleiches von uns behaupten? Sind auch wirschlechte Bürger gewesen? Haben wir ebenfalls an den Sünden des bürgerlichen Kapitalismus schuld? Oder verdanken wir nicht im Gegenteil der Bürgcrzeit unsere Emanzipation? Um diese brennenden Fragen zu beantworten, muß man nicht nur die gegenwärtige Lage, sondern den Gesamt- Verlauf der Geschichte der Juden in Deutschland ins. Auge sasien. IV. Sie bürgerliHe Einordnung; Es scheint uns deshalb eine große Auf- - gäbe der jüdischen Wissenschaft zu sein, einmal eine typologische Soziologie des deutschen Juden zu schaffen. Denn im Verlaufe der europäischen Gesellschaftsent- ' Wicklung läßt sich eine, merkwürdige Erscheinung beobachten, die für denjenigen, der ihre Formensprache versteht, sehr aufschlußreich ist. In jedem Zeitalter tritt uns ein besonderer Jdealtypus menschlicher Entfaltung, ein „Bild des Helden" entgegen. nach dem die Zeitgenossen ihre Lebens- Haltung und Charakterbildung ausrichten.. Im hohen Mittelalter ist es die Gestalt des Ritters, in der anschließenden Reformation, der Glaubensheld, miles edristianus, in der .Renaissance der uvmo universale, der „vollkommene Gesellschaftsmensch", wie Burckhardt ihn genannt hat, im Barock der vitale Machtmensch, der „große Herr" — Gentleman und Gentilhomme sind seine Ausprägungen —, irrt Rokoko der vollendete Kavalier, im Jahrhundert der Aufklärung schließlich der Bürger: nach Adel und Geistlichkeit Träger des „dritten Standes". Und es läßt sich weiterhin beobachten, daß e8 namentlich wiederbelebte altrömische Vorstellungen'sind, die dem Bild des Bürgers - rm achtzehnten Jahrhundert daS Profil ■ geben: die Männer der Französischen Revolution operieren mit Vorliebe mit Begriffen, wie sie die spätantike Humanität und Zivilisation des spätgereisten Römerreiches hinterlassen hatte. . Aufgabe jener typologischen Soziologie,! die .wir eingangs forderten, würde es nun sein, zu zeigen, wie das Wesensbild des deutichen Juden durch den Einfluß der vorherrchenden Jdealtyyen in den Epochen der deutchen Geschichte tiefgreifende Wandlungen erahren hat. Die Typensoziologie würde im einzelnen begreiflich machen, warum die Juden bei jener Gleichschaltung mit der nichtjüdischen Umwelt, die wir Emanzipation nennen, das Ideal der Bürgerlichkeit zum Vorbild sür ihre Einordnung in die sie umgebende Welt nahmen: denn ebenso wie sie der weltbürgerliche n Gesinnung des in sich vollendeten Altertums das römische Bürgerrecht verdankten, in gleicher Weise gewährte die bourgeoise Ideologie, die der Französischen Revolution entstammt, ihnen die staatsbürgerliche Gleichberechtigung. Die typensoziologische Betrachtungsweise würde zum Beispiel. den erheblichen Abstand zwischen dem Persönlichkeitsgeyräge eines Joseph Süß O p P e n h e i nt e r und eines Moses Mendelssohn fühlbar machen: dort die gebietende Gebärde des „großen Herrn", des vollendeten Gentleman im Stile des Barock, hier das behutsame Auftreten eines Mannes, der sich seiner gesellschaftlichen Grenze stets bewußt ist. mag auch der Klang seines Namens ein europäischer sein, — eines Mannes, der nicht wie der Barockmensch in weitschweifenden Planungen lebt, sondern in Selbstbescheidung nach einer krisenfesten Scßhaftigkert strebt; denn eine geruhsame Stetigkeit — völlig entgegengesetzt dem Expansionsdrang des .Barockmenschen — ist das geheime Lebensideal der frühbürgerlichen Epoche. Der Geschichte der deutschen Judenemanzipation liegt genau genommen nur eine einzige Zielsetzung zugrunde: nämlich das allmähliche Hineinwachsen in das Geschehen und in dte Lebensform des vorigen Jahrhunderts, das überwiegend ein feil*-' gerliche 8 gewesen ist. Und einige bezeich- ' nende Beispiele können genügen, um jenes allmähliche Hineinwachsen zu veranschaulichen. Beispiele deutschjüdischer Männer, die in Staat und Wirtschaft des bürgerlichen Jahrhunderts deutsche Geschichte gemacht haben, und diesämtlich der sogenannten „bürgerlichen Sphäre" entstammen. Die frühzeitlrche Form des BürgertyPuS - 'in der neueren Geschichte, die jüdischerseits mit Moses Mendelssohn anhebt, wird rn ihren Konturen sichtbar, wenn man sie etwa mit dem Bohemien - Typus eines S al o- ManneS, der nur dem Dämon in der eigenen Brust gehorcht, ohne sich seiner Pflichten gegen Mitwelt tmd Gesellschaft bewußt zu sein, dort der ehrbare Kaufmann, zugleich Denker von europäischem Format, der — voll Verantwortung gegenüber Staat und Gesetz — der Erfüllung seiner Bürgerpflicht gewissenhaft nachkommt. Treten wir nun über die Schwelle des neunzehnten Jahrhunderts, so begegnet uns zunächst der Typusdes fordernden Bürgers: als Karl Gutzkow nach L u d - wigBörnes Tode mit freundschaftlicher Hand die Summe seiner Existenz zog. da stellte er fest, daß der Frühverstorbene, der zu seiner Zeit trotz jüdischer Abstammung ein deittscher Volkstribun werden konnte, zeitlebens sür die bürgerliche Emanzipation gestritten habe. Bürgerliche Emanzipation? Das war die goldene Zeit des deutschen Liberalismus, der unter dem Einfluß der Französischen Revolution uneingeschränkte Menschen- und Bürgerrechte für - alle Staatsangehörigen (also auch die jüdischen) verlangte. Als aber nach der mißglückten Märzrevolution die wiedererstarkte deutsche Fürstenmacht den fordernden Bürger brüsk zurückwics, da wurde er von dem Typus des kämpfenden Bürgers ab-. St: und es war ein deittscher Politiker chen Glaubens, der ob seines Mutes und Charakters bei den Zeitgenossen die Erinnerung an den römischen Bürger Cato wach- : rief, Johann Iacoby aus Königsberg; i als er des Hochverrats angeklagt wurde, ' sammelten preußische Mitbürger Geldspen- : den, um dem Vorkämpfer für die Verfassung ' eine Bürgerkrone zu bieten. Dann aber folgt der Typus des nativnalgesinntenBürgers.der vom ur- ' sprünglichen Revolutionär zum Legittmisten, ’ danach wiederum zum gemäßigten Oppositionellen wird: LudwiaBamberger, der Bürger der Bismarck-Zeit, der Repräsentant edelsten deutschen Judentums. Wegen Teilnahme an der Freiheitsbewegung von 1848 verfolgt, lebt er als Emigrant im Ausland, kehrt er zur Zeit des werdenden Bismarck- Reichs ins Vaterland zurück, dem er, der Theorie und Praxis der Wirtschaft in gleicher . Weise meistert, die Summe seiner Erfahrungen zugute kommen läßt. Goldwährung und Freihandelslehre sind Marksteine seines iß* Wirkens. Und im Schatten Bambergers steht der Mann. desien Erinnerungsbild uns rmt Wehmut erfüllt, weil er wie seine politischen Freunde durch das frühzeitige Ende Kaiser Friedrichs nicht zur Auswirkung kam, unser Paul Nathan, der Bürger der .„übersprungenen Generation". Aber die skizzierte ' normalbürgerliche Entwicklung hat eine Begleiterscheinung in dem Typus des „v e rirrten Bürgers", der etwa durch Friedrich Julius Stahl einerseits, durch Ferdinand Lassalle anderseits dargestellt wird: dort der jüdische Apostat, der zum deutschen Feudalsystem zurück möchte, hier der Bürgersohn jüdischer Herkunft, der über das Bürgertum hinaus zum nattonalen Arbeitertum strebt.. Eudsorm der gesamten Entwicklunhsrethe ist schließlich der Typus des i m p e r t a l i« stischen Bürgers im Zeitalter Kaiser Wilhelms II.. der in seiner jüdischen Ausprägung neben Jndustrieschöpsern wie Emil Rathenau, Felix Deutsch, Großfinanziers wie Karl Fürstenberg u. a. namentlich durch Albert Ballin repräsentiert wird. Dieser Mann besaß die großbürgerliche Form; jene Form, in der das Bürgerliche über seine eigentlichen Schranken hinauswächst; in ihm pulste die ungeheure Dynamik der kapttalistischen Epoche; wie bei Cecil Rhodes war sein Denken industriestaatlich, weltwirtschaftlich und überseeisch ausgerichtet. — Welcher Weg von Moses Mendelssohn bis zu Albert Ballin! Nur wer geschichtliche Entwicklungsprozesse mit Laboratoriumsvorgängen verwechselt, nur wer eine Fortsetzung der Ghetto-Existenz bis-ins neunzehnte Jahrhundert hinein überhaupt für möglich hält, wird leugnen, daß die Assimilation des emanzipierten deutschen Judenimns an das emanzipierte deutsche Bürgertum eine geschichtliche Notwendigkeit war. Aber wer Geschichte versteht, wird es als einen Akt tiefer, tragischer Symbolik empfinden, daß im November 1918, als das „bürgerliche Zeitalter" unterging, auch Albert Ballin den Tod suchte. vr. Frita Friedlaender (Wird fortgesetzt.) Mr M* MMMMk Auf einem Empfang der ausländischen Diplomatie und Presse sprach Ncichsleiter Alfred Rosenberg über „Die Bevölkerungs- und Rassenpolitik des neuen Deutschland". Laut „V. B." führte er ungefähr aus, baß unter den Maßnahmen des neuen deutschen Staates, die vom Ausland besonders häufig kritisiert würden, die der rassischen - Weltanschauung ausdruckgebenden Gesetze am meisten mißverstanden würden. Man erblicke in dieser Gesetzgebung einen sogenannten „Rückfall ins Mittelalter" mit „barbarisch rück- : ständigen Anschauungen und Mitteln". Dabei - übersehe man aber, daß diese Staatspolitik nichts ' anderes bedeute, als ein Sick-Erinnern an die Grundcharakterwerte der deutschen Nation, als ein Sich-Distanzicren von jenen Elementen, die diesem deutschen Dasein zutiefst widersprächen. — Dr. Walter Groß äußerte zu dem gleichen Thema, daß heute das Verständnis für die Bevölkerungs¬ und Rassenpolitik des neuen Deutschland sich schon überall in der Welt durchzusetzen beginne. Allein in der Zeit von 1910 bis 1925 seien täglich 13 jüdische Einwanderer aus Osteuropa nach Deutschland aekommeg. Sie hätten sich in Deutschland festgesetzt, so daß schließlich ganze Berufsstände fast ausschließlich Domäne des Judentums geworden seien. „Wenn wir unter den Kassenärzten in Berlin . 60 Prozent, unter den Rechtsanwälten 50 Prozent Juden zählen mußten, dann beweist da8 schlagend die Notwendigkeit, hier zu einer Wiederherstellung der Souveränität der Deutschen im eigenen Lande gesetzliche Maßnahmen zu treffen. Daß sie nicht brutal und rücksichtslos gewesen sind, zeigt das Ergebnis: auch heute noch haben wir z. B. unter der Berliner K'assenärzteschaft 46 Prozent, unter den Rechtsanwälten etwa 30 Prozent Juden, die ihrem Beruf und Erwerb nachgehen können. Und wenn . der Nationalsozialismus für die Zukunft auch die hemmungslose Nassenkreuzung im Einzelfall vermieden sehen möchte, so liegt auch in solcher Einstellung nichts, was als Verachtung gedeutet werden kann." In einem zweiten Dortrag auf der „Reichstagung der Beauftragten für Bevölkerungs- und Rassenpolitik" referierte Dr. Walter Groß über „Dte künftigen Aufgaben des Rasienpolitischen Amtes der NSDAP" und erklärte („F. Z." 25. März) u. ä.: „Die raffen- und bevölkerungspolitische Erziehung und Schulungsarbeit des deutschen Volkes müsse in dem Stnne weitergeführt werden. daß nicht mit Bandmaß und Zirkel das Volk vermessen und in einer bestimmten Richtung eingegliedert werde, sondern daß e8 vor allem den Rafsegedanken und seine weltanschauliche Grundlage verstehen lerne. Weiter sei zu allererst immer wieder auf die Gefahren hinzuweisen, die auch heute noch das deutsche Volk bedrohten. Das seren der Rückging der Bevölkerungsziffer, die Verschlechterung der erblichen Werte und die sinnlose Vermischungmit Fremdrassigen, ohne daß damit über den Wert anderer Rassen ein Urteil gefällt werden solle. Nia)r auf die Verbreitung wissenschaftlicher Erkenntnis .. auf dem Gebiet der Rassen- und Vererbungs- - .. lehre allein komme es an, denn sie müßten solange wertlos bleiben, als nicht etne einheitliche nationalsozialistische Weltanschauung auch dte grundsätzlichen Folgerungen aus ihnen ziehe." UM hNNMMMMM Ter Braunschweiger Ministerpräsident Diedrich Klagges schreibt in seinem Buche. „Idee und System" (Vorträge an der Deutscheu Hochschule für Politik über Grundfragen nationalsozialistischer Weltanschauung, Armanen- Verlag, Leipzig): „Welche schöpferischen Kräfte verlorengehen würden, wenn die nordische Kulturrasse und besonders das deutsche Volk im Menschheitsbrei zum Verschwinden gebracht würden, das zeigt die Statistik über die Nobelpreisträger. Von den 139 Preisen, die für Taten erteilt wurden, „die der Menschheit den größten Nutzen gebracht haben", entfielen auf das Deutsche Reich.allein ein Viertel aller Nobelpreisträger, die deutschsprechenden Länder zusammen ergeben weit mehr als ein Drittel, der engere nordisch-aermanische Bezirk weist mehr als die Hälfte auf, und der weitere nordisch-germanische Bezirk mit England und Nordamerika fast drei Viertel. Die romanischen und slawischen Völker zusammen können nur ein Viertel für sich in Anspruch nehmen, und wo blieben die farbigen Nassen, als es galt, für die Menschheit Zulunftträchtiges zu leisten? Sie glänzten durch Unfähigkeit. Man sieht, daß die kulturschöpfcrische Leistungsfähigkeit bei den Völkern am größten ist, die den größten Anteil an nordrassischem Blute besitzen." Ergänzend sei auf folgende Tatsachen hingewresen. Von den insgesamt 170 Nobelpreisträgern erhielten 14 Juden und 6 Halbjuden, also 12 Prozent den Nobelpreis. Danach entfallen also aus Deutschland 11 Nichtarier, und zwar 7 Juden und 4 jüdischer Abstammung, auf Holland 1 Jude, auf Oesterreich 3 Juden, auf Dänemark 1 Preisträger jüdischer Abstammung, auf Amerika I Jude, auf Frankreich sowie Rußland je 1 Jude. Legt man das Schema von K l a g g e s zugrunde. so sind unter 34 deutschen Preisträgern II jüdischer Abstammung, also fast 332 Prozent, unter 52 Preisträgern der deutschsprechendcn Länder sind 15 jüdischer Herkunft, also rund 30 Prozent. Von 73 des engeren nordisch-germanischen Bezirks sind es 16, rund 21 Prozent. Unter 102 des weiteren nordisch-germanischen Bezirks sind 17 jüdischer Abstammung, also rund 17 Prozent. Bei dieser Berechnung sind allerdings, nicht wie bei Klagges eine Zahl von nur 139 Preisträgern zugrunde gelegt, sondern 170; rechnet man aber selbst die restlichen 31 ganz ans den nordisch-germanischen Bezirk, so wären von 105 Preisträgern dieser Herkunft 15 jüdischer Abstammung, das sind rund 16 Prozent, und von 134 des' weiteren nordisch-germanischen Bezirks wären es 17, gleich rund 14 Prozent. In der ganzen Welt gibt es bekanntlich nur etwa 15 Millionen Juden. L. B. f > Hauptschriftlelter und für dec gesamten TnhaJt verantwortlich: Dr. Alfred H i r e c h b e r p; Stellvertr. Dr. Ma.rgs.ret« Edelhelm. Beide in Berlin. Für Rücksendung unverlangter Manuskripte ist Freiumschlag beirufflgen. Leiter der Anrcigcn-Abteilung und verantwortlich für den Inhalt der Anreigen: Friedrich Nathan. Berlin. DA IV. Vj. <6 923. Verlag: Centralverein deutscher Sta&ubürger Jüdischen Glaubens e, V., . Berlin W 15, .Einser Strasse 42. Tel.*Adr.: uCentralglauben Berlin”. Fernspr. J 2 Oliva 8141-45. 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