Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 14 (1935)
- Issue
- 10 (7.3.1935)
- Date
- 1935-03-07
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
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'rein-/ //OJ nrir? Nr. 10 1. Beiblatt 7. MSne Slsrnff uii $Wftet Zwei offene Miefe Weniger Sileltanlismus! Verkennen Sie, meine Herren, von der Leitung der Kulturbünde und der Künstlerhilse, Ihre Aufgabe nicht etwas? Sie sollen und wollen den berufslos gewordenen deutschen jüdischen Künstlern helfen. — Sie wollen dem jüdischen Publikum Kunst bieten als Ersah für die entbehrten Konzerte und Theatervorstellung. Kunst kommt von Können! Können hat man erst, wenn man cs gelernt hat. Kunst wirklich gelernt hat meist nur der, der Knust als Beruf, oder sagen wir gleich als Broterwerb, betrieben hat. Treten in Ihren Veranstaltungen nun wirtlich nur Berusskünstlcr auf? Ich meine die Berufsknnstler, denen heute geholfen werden muh, damit sie leben können nnd nicht der Wohlfahrt zur Last fallen. Ich meine die Bernsskünstler, die bis vor kurzem im deutschen Kunstleben berufstätig loaren. Ueberlegen Sie sich das einmal! Helfen Sic wirklich denen, die nnschnldigerwcise ans ihrem künstlerischen Berns herausgestoßen wnrden, »nd die allein geeignet sind, Ihre Kulturbnndvernnstaltnngen zu wirklich „künstlerischen Veranstaltungen" zu machen? Haben Sie nicht schon Dilettanten, sogenannte „Lokalgrößen" --- die die Kunst niemals als Beruf ansgeübt haben — bei Kulturbundveranstaltnngen ans das Podium gestellt? Haben Ihre Abonnenten nicht schon öfters nach Kulturbund- Veranstaltungen Grund gehabt zu denken: „der Kunstgenuß war zweifelhaft, aber wir sollen ja: wohltun!" Mit solcher Wohltätigkeit wird aber weder der Kunst noch den wirklichen Künstlern geholfen! Die jüdischen Kulturbünde sollen Stätten der Kunstvflege sein. Kunst wird aber nur von wirklich anerkannten Künstlern rein übermittelt! Statt dessen liest man in den Anzeigen der sehr zahlreichen künstlerischen Veranstaltungen unzählige unbekannte Namen solcher Leute, die nicht durch die neuen Gesetze aus ihrem künstlerischen Beruf gerissen wurden, die Namen von Söhnen nnd Töchtern „aus gutem Hause", die sich bisher höchstens als Dilettanten in Vereinen hervortaten, die Namen längst pensionierter ehemaliger Theater- und Konzertgrößen. Es ist für Sie gewiß schwer, meine Herren, die richtige Austvahl zu treffen. Aber es wird trotzdem nicht schwer sein, die Namen der wirklich anerkannten deutschen jüdischen Berusskünst- Ter, die in letzter Zeit brotlos geworden sind, nur weil sie. Juden sind, festzustellen, und diese öfters zu beschäftigen, und ihnen so eine Lebcnsmöglichkeit zu geben. Die Eintrittspreise zu, Ihren Veranstaltungen sind sehr gering, aber wenn Sie wirklich Knnst bieten, so wäre es wohl auch möglich, diese Preise ctivas zn erhöhen. E. M. Treibt Kammermusik! Wie bringt man cs fertig, den Geschmack des Publikums zu bessern, es vom Kitsch auf das Gebiet wahrer Kunst zu führen? Am gangbarsten erscheint nur der Weg aktiver Selbstbetätigung. Besonders jetzt, da wir Juden aus dem allgemeinen Äunstleben ausgeschlossen sind, müßten wir uns zu gemeinschaftlichem Musizieren znsommenfinden. Außer den ganz großen Solisten waren wir Juden in Deutschland fast nur die „Nehmenden" auf dem Gebiete der Musikpflege. Zwar gab es wohl hier und da einen kleinen Kreis von Liebhabern, die im eigenen Heim Quartettabende veranstalteten, eigene musikkulturelle Vereinigungen kannte man aber nicht, während in den Vereinigten Staaten z. B. schon vor 1900 jüdische Chöre bestanden. Dadurch haben sich in Deutschland die Mnsilliebenden in die christlichen Vereinigungen eingcrciht nnd in Chören nnd Orchestern mitgewirkt. Jetzt sind unsere Glaubensgenossen ans all diesen Verciuigiingen ausgeschlossen worden. Cs müßte darum sehr gut möglich sein, große Chöre zu bilden sowie kleinere Jnstrnmentalvereinigungen (Kammcrorchester). - Den Stamm müßten jene Mirsikliebenden bilden, herangezogen werden müßten die Iugenlichen. Da beim Auftreten solcher Verei "vT" r / -ij Pir andellos „Secks Personen sucheri einen Autoru im Berliner Kulturbund Recht»: Fritz Witten und Mira Rotow»kp (2. Akt) Linkt: Die Schauspieler auf der Prebe (f. Akt) nigungen Familienmitglieder und Verwandte der Mitwirkenden kommen, sei es zuerst auch mit, um ihre Angehörigen zii sehen, so wäre damit schon der Zweck erreicht, daß sie überhaupt da sind imd girte Knnst hören. Wenn die Leitung es versteht, zwischen den eigenen Darbietungen gute solistische Kräfte einzuschalten, so würde man einen bisher dem Konzcrtgebict ganz fernstehenden neuen Kreis heranziehcn können! Bor allen Dingen müßten sich die Ingendvercinigungen zil shsteinatischer Musikpflege aufrasfen, dieses ewige Unisono-Gebrülle muß aushören! Vergessen wir doch nicht, Daß gerade auS unseren Jugendlichen ein Musiknachwiichs kommen muß. Manches Talent kanii da entdeckt und gefördert werden. Jetzt sehen wir wenig junge Mische Menschen an deutschen Konservatorien, weil ihnen der Anreiz zum Studieren, fehlt. Wenn wir aber selbst Kultur treiben, Chöre-und Orchester bilden, können junge Künstler sich in unseren Veranstaltungen soliftisch betätigen, können jüdische Komponisten ihre Werke aufführen! Denken wir auch daran, daß viele jüdische berufene Künstler im Auslande weilen, daß in zehn Jahren hier der Nachwuchs fehlen wird, wenn jede Aussicht auf Ausübung in Deutschland unmöglich ist! varoet Licht. national-religiöser Mittelpunkt de? jüdischen Volkes eine Notwendigkeit. Palästina kann aber md)t alle Juden nusnehmcn; auch die Diaspora bedarf der Stärkung. Hieraus folgert Feuchtwangcr die zwiefache Aufgabe der jüdischen Gegenwart: die Hellen der europäischen Diaspora, dre Gemeinden. sind zu erhalten und zu mehren, der Aufbau Palästinas ist zu fördern. Beide, Palästina und Diaspora, schließen einander nicht aus, sondern haben in ständiger Wechselwirkung miteinander zu tun. Das „heilige" Land bleibt noch zu schaffen. Die Ausführungen Feuchtwangexs, die eine Fülle von Tatsachenmaterial enthielten, waren deshalb besonders wertvoll, weil es in ihnen gelang. durch die Auswahl charakteristisches Situationen der jüdischen Geschichte ein Gegenwartsproblem in den großen jüdisch-historischen Zusammenhang zu stellen. W. R‘. Ludwig Feuchtwanger: Balüstiua und Siaspsra In der Donncrstagreihe des Jüdischen Lchrhauses über „Tradition und Leben" behandelte am 28. Februar Ludwig Feuchtwanger. (München) das Thema „Palästina u n d Diaspora". Das Bestehen einer Diaspora,' so führte er aus. ist von jeher ein bezeichnendes Merkmal der jüdischen Geschichte gewesen. An vier Beispielen wird der Spannungszustand zwischen Palästina und Diaspora ivährend der einzelnen Stadien der jüdischen Geschichte deutlich: au der Diaspvragcmeiude im ägyptischen. Clephantinc, an der Ncufundierimg des Judentums durch Csra. an den Beziehungen zwischen Kreuzzügen nnd jüdischen Pilgerfahrten und an der Begegnung des Wiener Oberrabbiners Chajes mit dem letzten Habsburger Kaiser Karl im Jahre 1918. Bereits in der jüdischen Militärkolonie Elep h a n t i n e hat sich bei aller Verbundenheit mit der palästinensischen Heimat ein : starkes Eigenleben entwickelt. Schon damals war die Golah als jüdische Existenzform in das Bewußtsein eingegangen. E s r a begünstigt durch Gründung des „Kirchenstaates" dre Stabilisierung der Dia-, spora. Er schafft, eine religiös-kulturelle.Autonomie- und eine Politische Abhängigkeit von Persien. Im Laufe der Zeit findet die Verbundenheit der Diasvora-Jnden mit Palästina ihren Niederschlag in der Beschäftigung mit dem jüdischen Schrifttum. Wer im Talmud etwa die Opfergesetze, die Maße des Tempels usw. lernt, tut dies nicht aus archäologischen Gründen, sondern er lebt in der Atmosphäre des Landes. Mit den K r e u z z ü g e n ergibt sich auch im jüdischen Lager eine neue Realisierung der Palästina-Jdee. Zwischen den Kreuzzügen und den Pilgerfahrten jüdischer Menschen, zum Beispiel der Dichter der spanisch-arabischen Blüteepoche, Juda Halevh u. a.. bestehen enge Zusammenhänge. Die Wurzel der damaligen Palästina-Sehnsucht lag hauptsächlich im Religiösen. Im Gegensatz hierzu bat der heutige Zionismus seinen Antrieb aus der politischen Judennot erhalten. Allmählich hat jedoch auch die zionistische Bewegung eine religiöse Unterbauuna erfahren. Dies findet seinen symbolischen Ausdruck in der Stellungnähme, die der Ob e r r a b b i n e r Chajes im Jahre 1918 bei einem Gespräch mit Kaiser Karl von Oesterreich zu dem Problem Palästina und Diaspora einnahm. Chajes ging davon aus, daß die Erhaltung der Juden in der Diaspora ein Wunder sei. Aber auf Wunder allein läßt sich keine Zukunstsarbeit aufbauen. Deshalb ist, so meinte Chajes, der ■ Aufbau Palästinas als . Max EKrMKrr: DandwiM» trr WÄlMKWM In der Münchener Hailptsynagoge sprach Rabbiner Dr. Max Esche! bach er (Düsseldorf) in bedeutsamen Ausführungen über die „Wandlungen der Weltanschauung". Was im geistigen wie im tatsächlichen Bereich heute vorgehe, sei nichts anderes als das Ende einer 500jährigen Epoche europäischen Lebens, in welcher man rn steigendem Maße dem Geist die Führung der menschlichen Geschicke anvertraut hatte. Seit Jahrzehnten vorbereitet, sei durch das Erlebnis dcS Krieges eine tiefe Skepsis des europäischen Menschen am Geist zum Durchbruch gekommen. Die dumpfen Kräfte des Unbewußten und der Borgeschichte. Regungen der menschlichen Seele, welche noch die Generation von Hermann Cohen als - längst versunken angesehen habe, seren zu neuem - Leben erwacht. Auch Juden befänden sich unter den Entdeckern dieses neuen Landes, und es liege Tragik darin, daß man einen Mann wie Sigmund Freud'heute mit dem Stillschweigen des Vergehens übergehe. Gleichwohl müsse man es als jüdische , Aufgabe bezeichnen, sich stets zu dem Gott zu bekennen, der uns, wie es im Gebet heißt, mit seiner Einsicht gestärkt hat. Die jüdische Gemeinschaft Wrmdello im Mf« KllltMbmö Cs sind jetzt gerade zehn Jahre her. seitdem das Stück von Luigi Pirandello, dem Nobel- Preisträger für Literatur von 1934, auf seinem intcruationalerr Nuhmeswege nach Berlin gelangte, an die Bühne Max Reinhardts, der ihm, im, Bunde mit dem unvergeßlichen Max Pallenberg, eine lange Serie von Ausführungen sicherte, lieber das abseits vom Konventionellen liegende Stück ist damals viel gesprochen worden; die Begeisterung war ziemlich allgemein, und ans England rief uns der sonst so skeptische Bernard Shaw voll Ueberschwang zu, es sei das originellste imv stärkste Werk des antiken und modernen Theaters aller Nationen. Diesem Lobspruch in Superlativen vermögen wir heute kaum noch zu- Anstimmen; was wir an der Komödie Pirandellos nach wie vor schätzen, ist die ebenso kühne wie eigenartige, die dramatisch und dialektisch zugespitzte, tragikomische Grundidee, die sich in einem präzis arbeitenden szenischen Mechanismus unbeschwert auswirkt. Es ist, kurz gesagt, die Idee von den sechs Bühnensiguren, die, aus der Phantasie des Dichters geboren, voreilig in die Welt entlassen werden und die nun als lebendige Rollen, mit allen dramatischen Spannungen geladen, ihr Schicksal zn Ende führen wollen. Jst's Spiel? Jst'S Wirklichkeit? — fragt der Theaterdirektor am Schluß, als sich dieZ Schicksal in den' Düsternissen einer schaurigen Familientragödie überraschend vollendet: es ist die ewige Frage an die JllusionSmöglichkeiten der Bühne, die uns den Schein als Sein, die dargestellte Realität als. etwas wirklich Existierendes Vortäuschen möchte. Das Originelle bei Pirandello liegt in dem Zusammenstoß der schattenhaften Figuren, die für sich das Ergenrecht des Lebens in Anspruch nehmen, mit den realen Gestalten des Theaters, die ihnen ihr Dasein erst geben wollen und die schließlich vor dem Unabänderlichen, vor der, zwangsläufig sich abrollenden Tragik eines nur scheinbaren Spiels. vor den wirklichen Prägern de» Dramas' resigniert'die Segel streichen müssen. Diese Eigentümlichkeit einer Idee, die sich bemüht, über die Sphäre des Bühneüdaseins hinaus letzten Erkenntnissen nachzuspüren, läßt uns freilich nicht vergessen, daß die Stilelemente des . Stückes durch mannigfache Ueberlieferung gefestigt. sind: so ist die Improvisation, die dem Arrangement eines neu aufzuführenden Bühnenwerkes ■ dient, ein lvesentlicher Bestandteil-der altitalienischen commeäiü äell'arte, zu der sich der Italiener . Pirandello besonders hin gezogen fühlen wußte; die Desillusionierung der Bühne wurde, sehr, amüsant bereits durch Ludwig Tiecks romantische Literatursatire vom „Gestiefelten Kater" angestrebt, und das Spukhafte, ba3 die Menschen wie in einen gespenstischen Schleier hüllt, hat, wie bekannt, in E. Th. A. Hossmann einen unbestrittenen Meister gefunden. Bei der Ausführung deS Pirandcllofchen Werkes auf der Kulturbundbühne zeigte es sich, daß das Publikum durch die Absonderlichkeit der Vorgänge offenbar mehr verblüfft als angezogen wurde, ja, daß es sie al§ einigermaßen verworren empfand. Und cs ergab sich der sehr merkwürdige Widerspruch, daß ein Stück, das von sich aus eine Brücke von Bühne zu Publikum schlägt, in seiner Wirkung ohne lebendigen Kontakt mit dem Publikum blieb, obwohl die Regie Fritz I e ß n e r s das Bestreben hatte, die phantastische Realität der sechs Personen, die einen Autor suchen, der sinnfälligen Wirklichkeit möglichst anzunähern und auch das Gedankliche hinter die eigentlich dramatischen Zusammenhänge zurücktreten zu lassen. Er wurde hierbei vor allem von Fritz Misten.un- , terftützt. der in Maske und Haltung seine schemenhaft-wächserne. Existenz gerade noch andeutete, im übrigen aber der Rolle des Vaters die aufgeblasene Körperlichkeit des seine Verlegenheit nur mühsam verbergenden, moralisch gestrandeten bürgerlichen Rouös gab. Neben ihm, als Mutter, Anita Heim, schmerzensreich, aber mit zu stark ' betonter Sentimentalität; ferner, als Stieftochter/ die sehr begabte, nur in der' Deutlichkeit' der. Aussprache noch bildungSbedürfttge Mira Ro»>. sowsry, von gelöster Dreistigkeit, die sich kaumnoch einer Scham bewußt ist, und Walter H e r t •. itct| ßli fcis legitime Sohn und der jugendliche. Moralist' in der wurmstichigen Familie, von verhaltener Widerspenstigkeit, bis ihm ein Wutschrei die Zunge löst; schließlich Lilly Kann, ausgezeichnet in der kleinen, grell ins Rampenlicht gestellten Chargenrolle der Kupplerin Madame' Pace. - Leider blieb aus der Wirklichkeitsseite die führende Figur des Theaterdirektors in der Verkörperung durch Martin Brandt zu nüchtern und auch zu arm an Phantasie, die es ihr kaum erlaubt hätte, ein unvollendetes Stück fertig zu dichten. Hingegen machten sich in seiner Schauspielertruppe die Herren Ernst Lenart, Herbert Grünbäum. Fritz Lion, sowie die Damen Ruth Reimer und Gina Petruschka ohne Vordringlichkeit angeüehm bemerkbar. Df. Hugo Lachmanski. Die Kulturbundleitung wird sich ebenso wie die ihrem Werke innerlich verbundenen Freunde des .Bundes über die Bedeutung im klaren sein, die diese Aufführung im Rahmen des Kulturbundaufbaus hat. Der Kulturbund hat zu Beginn des zweiten Arbeitsjahres erklärt, er sei über die „Schonzeit" hinaus und er wünsche ernsthafte Kritik. Damit )var allerdings auch für den Kulturbund die Berechtigung entstanden, es seinem Publikum nicht zu bequem zu machen und seine Stücke nicht mehr nach der vermutlichen Zahl der Hervorrufe am Schlüsse der Aufführung etwa aus- Ansuchen, sondern auch an das Publikum Ansprüche.zu stellen. T?r Abend zeigte, daß das/ Publikum im wesentlichen solchen Ansprüchen noch nicht gewachsen war. Es ist.- ein -altes . Problem, ' ob ' eine Quast-Volksbühne auch Experimente machen dürfe. Man mag das verneinen, wenn-- neben der Volksbühne noch andere Bühnen zur ‘ Verfügungstehen. . Wenn aber, wie in diesem l, Falle, nur die „Volksbühne offen ist. besteht .die ' künstlerische, und kulturelle Verpflichtung,, mehr. als ,-Volksbühne zu sein. Wir hoffen, daß Kultyrbundleitung und Kulturbundmitglieder ssich in. dieser Frage begegnen, werden, trotz oder gerate' wegen, der ^Pirandello'-Aufführung. l':; A. a;- * Der Kulturbund teilt mit: Wegen des Holdengedcnktagcs ivird das für den 1*7. März angelündigte Gastspiel von Dela Lipinskaja aus den 16. März (Berliner Theater, 8 Uhr 15) vorverlegt. Die für den 17. März gelösten Karten sind an diesem Abend gültig. Dageaeil findet die Vorstellung von „Sechs Personen suchen einen Autor" für die Abteilungen 8 und 18 am 17. (nicht am 16.) März statt. Konzette und Bortrüge ' ün RAA Das ziveite Gastspiel des Orchesters des Berliner Kulturbundes unter Leitung von Generalmusikdirektor Joseph Rosen stock m Hamburg gestaltete sich wieder zu einem großen Erfolg für die Berliner Künstler. Auch dieses Nlal war der größte Konzertsaal ausgezeichnet besetzt, erfreulicherweise war auch die Jugend stark vertreten. Haydn, Mozart. Beethoven beherrschten das Programm. Besonders interessierte die Aufführung der reizenden Serenata Notturna für zwei Streichorchester und Pauken von Mozart, m der sich als Solisten, lebhaft gefeiert, die Herren Fey, Schlechter. Schlesinger und Lewy hervortraten. Ten Höhepunkt bildete die 7. Sinfonie von Beet- Hoven. Die Jüdische Gesellschaft für Kunst nnd Wissenschaft in Hamburg hatte zu einem Vortragsabend von Joseph Plaut geladen, der im letzten Augenblick am Auftreten verhindert war. Man war gezwungen, in aller Eile ein anderes - Programm zusammenzustellen, -zog dazu alle verfügbaren Kräfte heran und improvisierte mit Geschmack und Geschick einen Bunten Abend, bei dem' alle Beteiligten auf ihre Rechnung kamen. Alle Ihre Bücher Buchhandlung am Zoo V : Fritz Ring Cbarfottenburg, JoachfmsihalerSir. 43-44 Mitglied der jüdUchen Gemeind» .. Trfefoa Bismarck f506~~ Zateadna« aad» «Bea Städttafca