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Central-Verein-Zeitung · 1935-02-28 · 9 (28.2.1935) · page 13

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Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
14 (1935)
Issue
9 (28.2.1935)
Date
1935-02-28
Page
– (sequence 13)
Language
German
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G-V,-Ztg. Nr. 9 3. Beiblatt TTTT) fV ■ $ T?TT^ 1 . *| > I 28. Febr. 1935 MWs« 2?tn* ^ovfrcfrrn der Tägespresse äußerte sich der Präsident des Leipziger Messeamts über Bedeutung. Ausbau und voraussichtlichen llmsang der um 3. 9Aärz begrünenden Leipziger Frühjahrsurcsse. Nach den in den Zeitungen vervssentlichten Berichten lvics er^dabei u. a. darauf hin, das; die glücklich gelöste v-aarsrage einen günstigen Einfluß aufgelöst habe. Die Auswirkung fei die telegraphische Belegung von Slländen'französischer und schweizerischer Blaschineubaufirmen und der Abschluß von Gesellschaftsreisen und Svndcrzügen aus westeuropäischen und Baltanländcrn gervcscn. Die A u 5 |t c 11 c t z a I) l >v erde 8 0 O st ü b e r - ft eigen und damit zelsn Prozent über 1984 liegen^daö bereits mit 7400 Ausstellern eine um 1200 Firmen größere Zahl gebracht habe. Der Zuwachs von 800 Ausstellern entfalle in der Mustermesse aus die Gruppen für Hausrat und Wvhnbcdarf: aber auch Papicrwarcn und Bürobedarf erschienen beträchtlich stärker. Auf der Technischen Messe und Bamncsse entfalle' der Hauptzuwachs auf die Gruppen Werkzeugmaschinen. Antriebsmaschineu und Dertilmaschmen. sowie Bauwesen. Neu und ziemlich umfassend seien Gießereimaschinen hinzugclommen. Hervortrctcn würden u. a. Neuheiten, die durch die Richtungsäudcrungcn in der deutschen Produktion hervorgebracht würden. . Die ausländische A u s st c l l c r s ch a s t werde nicht nur zahlenmäßig, sondern auch nach Art des Gezeigten sehr interessant sein. Geschlosseue Kollcktrvausstc'lsliiigeli veranstalteten Japan mit etwa 180 Ausstellern und 8000 Mustern. sowie Italien mit 00 Ausstellern. An der Spitze der fremden Einzelaussteller stehe wiederum die Tschechoslowakei: cs . folgten Oesterreich, llngarn, die Schiveiz sowie England. Die Steigerung der Besucherzahl werde voraus-' sichtlich bedeutend stärker sein, als die der Ausstellerschaft. Symptom hierfür sei vor allern die Tatsache, daß zwei Wochen vor der Messe bereits 00 Prozent Betten mehr vermietet worden seien, als im Borjahr und gegenüber den vorangegangencn dreimal soviel: ferner das starke Interesse der ständischen Organisationen des innerdeutschen Wandels, die diesmal über die gesamte Blesse ein Netz von Beratuugs- und Auskunftsstelleu brerteteu. Im Borjahr besuchten 16 000 Ausländer die Messe. Es könne diesmal mit etwa 9000 bis 4000 Besuchern mehr gerechnet werden. Ueberraschcnd sei vor allem die Bcrstärkuug der Besucheranmeldüng aus Uebersce, besonders aus USA, von wo allein 500 Besucher erwartet würden, wogegen zur Frühjahrsmesse 1904 ans Nord-, Mittel- und Südamerika zusammen nur 482 Besucher kamen. Auch Holland lverde stärker vertreten sein, und die Eesamtbesuchcrzahl ans England dürfte den Stand der Zahlen der letzten drei Jahre beträchtlich überholen. Interesse hätten diese Besucher vor allem für die Möglichkeiten des Abschlusses von Kompensationsgeschäften. Die Mmg der AxtWwise Wie die Tagcspresse meldet, haben Anfragen aus der Textilwirtschaft den Rc 1 chskommrs - s a r f ü r P r e i s ü b e r w a ch u n g veranlaßt die Preisbildung bei Marlonartikelu erneut zu prüfen. Nach dem Ergebnis dieser Prüfung rst folgendes angevrdnct und den Verbänden der Textilwirtschaft sowie den Reichsständen des Handels, Handwerks und der Industrie mitgeteilt worden: „Bei Markenartikeln hat eine Misch- ~ Preisbildung zu unterbleiben. Alte Ware ist zu alten Preisen zu verkaufen. Soweit der Fabrikant unbedingt genötigt ist. für neue Ware einen neuen Preis scstzusctzen, bedarf dieser der Genehmigung. Die Genehmigung ist nur zu erwarten, wenn bei. der neuen . Preisfestsetzung die geltenden Bestimmungen berücksichtigt sind." Wie weiter " bekannt. wird, hat der Rcichskomnüssar für Preisüberwachung Textilvcrbänden gegenüber nochmals ' bervorgehoben, daß es unzulässig ist. bei der Kalkulation den W i e d e r b c s ch a s s u n g spreis zugrunde zu legen. Nach der Faserstoff- Verordnung und den Richtlinien vom 21. Dezember 1994 komme die Kalkulation zum Wiederbeschafsungsprcis nicht in Frage. Schließlich führt der Reichslommissar in dem Schreiben noch folgendes aus: ..Es scheint vielfach die Auffassung vertreten zu sein, das; der ij 14 der Fafersivssverordming bar Einkäufer von der Pflicht entlastet, sorgfältig und eingehend zu prüfen, zu welch niedrigstem Preise er den Rohstoff beschaffen kann, weil er sich in dem irrtümlichen Glauben befindet, daß ihm die geltenden Bestimmungen auf jeden Fall den Ersatz eines gezahlten Hcbcrprciscs geivährlcisten. Dies ist nicht der Fall. Die Faserstosfoerorduuug wendet sich, wie dies wiederholt und 'nachdrücklich betont worden ist. an den ordentlichen K a u f - m a n n und an das a n st ä n d i g c kaufmännische Gewisse n. Wenn die Bestimmungen elastisch gehalten worden sind, so ist von dieser Voraussetzung ansgcgangcn worden. Es konnte dies um so mehr geschehen, als von allen Teilen der Textilwirtschaft immer wieder beteuert ivird, sich der ihnen obliegenden Pflichten bewußt und im übrigen bestrebt zu sein, im Geiste der erlassenen Bestimmungen zu handeln. Auch die Bestimmung, die für Verträge bis zum 19. Dezember es znläßt. in gen'issen Fällen die Lieferung hinauszuschieben und neue Angebote zu machen, - iü nicht dahin zu verstehen, daß die hierfür erforderlichen Voraussetzungen in jedem Fall gegeben sind . . . Es ist unter allen Umständen zu verlangen. daß ein jeder n o ch m e h r a l ü b i § - her seine Pflicht tut. daß die einzelnen Gruppen eng miteinander Zusammenarbeiten und innerhalb der Gruppen selbst schärfstens Vorsorge dagegen getroffen wird, daß der einzelne dem Geist. Sinn und Zweck der geltenden Bcstimmungen und denk, worauf es ankonnnt. nicht zuwiderhandelt. Eine Neufassung der Bestimmungen, die auch die vorstehend mnrissencn Gesichtspunkte berücksichtigen wird, ist in aller Kürze zu erwarten." *' Der Neichskommissar für Preisuberwachimg hat in einem Schreiben an die Sächsische Industrie- und Handelskammer zur Frage der L e x t i l v o r v e r k ä u f e Stellung genommen. In diesem Schreiben heißt cs nach der Tagespresse: „Es trifft nicht zu. daß die RrchtUruen über die Preiserrechnung und den Beschwerde weg innerhalb der Textilwirtschaft vmn 21. Dezember 1934 Vorverkäufe in jedem Fall untersagen. Es heißt vielmehr, daß Vorverkäufe nicht ohne entsprechende Rückdcckung erfolgen dürfen, und daß neue Mschlüsse nur soweit vereinbar werden dürfen, als sich ihre Erfüllung nach pslichtmäßiger und verantwortungsbewußter Prüfung mit Sicherheit erwarten läßt. Gerade die beanstandete Bestimmung ist auf Wunsch der Texulwlrtschaftsvertreter ausgenommen. Ich kann daher nicht annehmen» daß gegen die praktische Durchführung dieser Anordnung Bedenken bestehen können. Die Bestimmungen sollen verhüten, daß Abschlüsse ins Blaue hinein getätigt und nachher die Abnehmer in Stich gelassen werden. Auch in nvrrnalen Zeiten hat der Kaufmann wohl kaum Abschlüsse getätigt, ohne vorher im großen und ganzen sich klar darüber zu sein, welche Materialien er hierfür benötigt und wo er sic herbckommt. Gerade unter den heutigen Verhältnissen muß von dem Verkäufer verlangt werden, daß er wenigstens pskichtmäßig und verantwortungsbewußt Prüft, ob und ivelche Ab-, schlüsse im Material zur Deckung der von ihmerwarteten Aufträge für.ihn möglich sein.werden. 'Hat er diese Frage pslichtmäßrg und, verant- ' wortungsbewußt geprüft,.und unter den gleichen Voraussetzungen Zusagen von seinen Lieferanten erhalten, so hat er den Anforderungen der Richtlinien genügt..." des VroWM' Innerhalb des deutschen Großhandels mar, wie die Forschnngsstelle für den Handel beim RKW nach der Tagcspresse mittcilt, die Umsatz e n t w r ck l u n g 1934 iin ganzen recht ■ g i't n st i g. Die kleinen Umsatzste,gerungen von'. 1933 hätten sich 1934 verstärkt, oft anscheinend mehr, als es der verbesserten Geschäftslage der belieferten Einzelhandels- und Handwcrkszweige entspräche Der Nah rnngs mitte lgroßhandcl konnte 1904 seine Umsätze um ein Achtel steigern, und hat das Niveau von 1930 überschritten. Mit Ausnahme der Znckerpreisc liegen dabei aber die Lebensmittclprcise unter dem Stand von 1930. Beim S ü ß w a r e n großhandel betrug die Umsatzsteigcrung 15 bis 20 Pro- ..zent, sein Absatz liegt ein Achtel unter 1930. Ans dem T e x t i l großhandel liegt kein vollständiges Zahlenmaterial .vor. Hcrrenstosfe konnten 1934 durch eine Umsatzsteigerung von 75 bis 80 Prozent die Umsatzverluste der früheren Jahre wieder ’ anfholen. Die Umsätze liegen 5 Prozent über 1930,. mengenmäßig sogar noch mehr. Im Kurzwarcn großhandel betrug die Steigerung gegenüber dem Vorjahr 10 Prozent, der Abstand gegenüber 1900 beträgt aber noch säst ein Fünftel. Einen zwanzigprozentigen UmsatzzuwachK zeigt der Eisenwaren großhandel, während die Einkaufsgeiiossenschasten des Hausrathandels noch Rückgänge zu verzeichnen hatten. Ihre Umsätze blieben nnmer noch mehr als ein Drittel hinter < 1930 zurück. Die Umsätze des Baustoff- Handels waren 1934 um 70 Prozent höher als 1933. Er zeigt die weitaus stärkste Umsatzznnahma Am ungünstigsten war die Umsatzentwicklung dos Lederhandels mit nur 2 Prozent Steigerung. Hier bleiben die Umsätze noch rund 35 Prozent, hinter 1930 zurück. Eugcn Landaus letzter Weg Hunderte von Menschen hatten sich am 21. Fe- - bruar auf dem alten jüdischen Friedhof in Berlin an der Schönhauser Allee versammelt, um Abschied von Engen Landau zu nehmen. Man sah : Vertreter fast aller jüdischen Organisationen; auch viele Unternehmungen, denen der Verstorbeite während langer Jahre Berater und Helfer wrrrde. hatten ihre Vertreter entsandt^' Ein Berg von Kranzspenden bedeckte den Sarg, die Widmungen und' Schleifen zeugten noch einmal von der Arbeit und dem Wirken d.es Verstorbenen, vor allem im Dienste der deutschen Wirtschaft. Rabbiner Warschauer sprach von der ausrechten Gestalt des Dahingegangenen, von seiner nie erlahmenden Arbeitskraft und Arbeitslust, von seiner Liebe zu Deutschtum und Judentum und schließlich vor allem von den Werkender^ ' Wohltätigkeit und der Nächstenliebe,, die das deutsche Judentum Eugen Landau verdankt. Orgelspiel und Gesang umrahmten die herzlichen Worte, und dann wurde der Sarg. durch, das Spalier einer sich ehrfürchtig verneigenden Menge zum Erbbegräbnis getragen. Dumpf-klangen-die Schollen als letzter Abschiedsgruß an einen Menscheu, dessen Leben im Dienste der Wirtschaft und der Wohltätigkeit gestanden hat. ‘ ,. - Ambulanter Mel mit NakrunÄmilleln Wie das amtliche Organ der Wirtschastsgruvve Ambulantes Gewerbe, die „RAGD.-Zcituug" vom 23. Februar 1935 mittcilt. ist zwischen dem Reichsnährstand und der Wirtschaftsgruppe Ambulantes Gewerbe ein Abkommen geschlossen worden, nach dem auch sämtliche nährstandpflichtigen ambn- . lauten Gewerbetreibenden sich ausschließlich bei der Wirtschaftsgruppe Ambulantes Gewerbe zu melden haben. Eine besondere Mcldegebühr für ambulante Händler mit Nahrungsmitteln wird nicht ' erhoben. Dagegen sind sie gemäß der dritten Bcitragsordnung des Reichsnährstandes vom 20. Dezember 1934 beitragspflichtig. Die Beiträge sind von den Amtsstellen der Wirtschaftsgrnppe Ambulantes- Gewerbe cinznzichen. Die Beitragspslicht besteht auch für diejenigen nährstandpflichtigeu ambulanten Händler, die ilircfc Anmeldepflicht zum Reichsnährstand bis zum 30. September 1934 bereits entsprochen haben. Die Betreuung der dein Reichsnährstand zugehörigen Händler erfolgt in gleicher Weise wie die der anderen ausschließlich durch die Wirtschaftsgrnppe Ambulantes Gewerbe. Fragen der Markt- und Preispolitik werden für die Nährstandpflichtigen ausschließlich durch den Reichsnährstand bearbeitet. Obst- und EemüteverwerlungAndultrle Innerhalb der wirtschaftlichen Bereinigung der. deutschen Obst- und Gcmnscverwertnngsindustrie ist eine eigene Abteilung „Zitronat" für diejenigen Betriebe, die kandierte Früchte und Zitronatsrüchte aller Art Herstellen, errichtet worden. Berliner DeLenmörkte . Ans Antrag de8 Oberbürgermeisters der Stadt Berlin gibt der Polizeipräsident mit Datum vorn 31. Januar 1905 ein Verzeichnis derjenigen Waren bekannt, die auf Berliner Wochcnmarlten gehandelt werden dürfen. Das sind neben Back- . waren und Genußmitteln Erzeugnisse der Land-, ° Garten- Und Forstwirtschaft. Stoffreste. Kurz, waren, Stoffschühe, Parrtoffeln, Eebrauchsschürzeu, Leinen- und Weißwaren. Strumpfwaren. Schnitt- , waren, Garne usw. «Ms «s der §8irU)Ät . Ter Reichsarbeitsminister hat, wie wir der Tagesprcsse entnehrnen. bestiinrnt. d»rß mitPenr Tage.,; * bei: Rückgliederung der Star aus dem Saarland ' und dem bayerischen Landcsteil Pfalz das Wirt'- - schastsgebiet des Treuhärtders der Arbeit Saarland-Psalz gebildet wird. Mit dein gleiä)en Tage scheidet der bayerische Landcsteil Pfalz aus dem Wir schastsgebiet des Treuhänders - der Arbeit Bayern aus. Als Sitz des Treuhänders der Arbeit für daZ Wirtschaftsgebiet Sgarlaiad-Pfalz , wird Saarbrücken bestimmt. ' * Wie das HlcickMuanzministcrimn mitteilt, ist die Frist für die Abgabe der Steuercrklär u n g e n für die Veranlagung zur Eiukoiumen- - stcuer.Körperschastssteuer und Umsatzsteuer für das Kalenderjahr 1934 und für die Abgeabe der Vormögenssteuercrklärungen bis zum 15. März 1935 verlängert worden. Eine gfeidjc Verfügung hat der preußische Finanzminister für die Aufgabe der Gewcrbesteucrerklärrlng erlassen. * Eine Vcrsicherungsgemcinschast deutscher Versicherungsllnternehmeir bietet den deutschen Wirts ch a f t s t r c u h ä n d e r n die Möglichkeit. . sich gegen die gesetzliche Haftung aus ihrer Berufstütigkeit 'in Deutschland zu versichern. ' * Tic zentral festgesetzten Großhandels- »reife für (Ster, die gesetzliche Geltung nur für den Umsatz zwischen den einzelnen Eicrwirtschaftsbezirken haben, sind — wie die Tagespreise meldet — um 1 Rpf. herabgesetzt wvrderi. Ebenso sind die Notierungen für Auslandseicr um 1 bis VA Rpf. gesenkt worden. * Heber den Handel mit Industric - un d Braugerste sind jetzt genaue Richtlrnien erlaßen worden, nachdem der Handel mit diesen Produkten seit dem 7. Februar von einer besonderen Genehmigung des zuständigen Gctrcidewirtschaftsverbandcs abhängig ist. * Wie die Tagespresse meldet, hat der Reichskommissar für Preisülvrwachung eine Neuregelung der Konserven preise zurückgestellt und destür bestimmt, daß die dRindcstpreise mit folgender Wirkung, in Kraft -bleiben: für Gemüsekouscrven . bis zum 1. Juni 1935. für sterilisierte Frischgurken bis zum 15. Juli 1935, für Zitronat und Orangeade bis zum 1. Dezember 1905. * Nach einer Ariordnung der R e i ch s st e l l e für Tiere und tierische Erzeugnissc beträgt geführte Marktordnung nicht zu gefährden, hat der Reichswirtschaflsmrnister. wie die Tagespreise meldet, einen Zusammenschluß aster^ Isolierslascherüierstcllcc angcordiwt und die Errichtung neuer solvie die Enveiternng bestehender Unterru'himmgen verboien. Ferner ist untersagt, in Betrieben, die länger als 12 Monate stilliegen, die Herstellung von Isvlierflaschcn wiederausznnch-' men. Zur Sicherung der Ntarktordnung wurde weiter die Aushebung der Vorabschlüsse zu Uuterprcisen augeorduet. ¥ Der Reichskominissar für Preisüberwachung hat die mit der Preisüberwachung beauftragten Behörden, ermächtigt, Höchstpreise für Z i e g c l c i e r z e n g n i s s e sestzusetzen. In einer Versammlllng der Ortsgruppe Halöerstadt ' iin Oicichsverbaud der deutschen. Schuhhändler wurde, lvie die Tägespressc rnelde.t, der Forderung Ausdruck gegeben, daß, solange das Durcliichuittseinkoinmeu in Deiitschland noch gering sei, die S ch u h i u d u st r i e von einem übereilt schnellen M o d c w e ch s e l A b <* stand n e h m c n m ü s s e. Zn schneller Mode^ Wechsel bedinge ein großes Aiarensortiment und erfordere soviel Kapital, .loic cs den meisten . Schuhhändlcru nicht zur Verfügung stehe. Es bleibe al'ch zuviel Saisonware ans Lager, alles Belastungen, die man zu vermeiden anstrcben nulssc. Der Rcichsverbarid der deutschen Schuhhändler hat Halberstadt für dev 23. und 24. Juni zu seinem diesjährigen Tagrmgsort gelvählt. Zn bm Gesetz über d a s K r e d i t w e s e n ist eine Durchfnhrnngsverordnnng erlassen worden. die, wie die Tagespreise meldet, vor allem wieder Rnhmenvorschriftcn ausstellt, während die wichtigeren, materiellen Bestimmnugen vom Rcichstvnunksfar und dein Aufsichtsrat erst noch zu treffen seien. Die neue Verordrumg beschäftigt sich mit den Fragen der Geschäftserlaubuis und -untersagnnb. nrit den verschiedenen Anzeige- Pflichten, mit der Frist, in der verhinderte oder aluvesende Geschäftsleiter ihre Zustimmung zu den im Gesetz der Zustimmung aller Geschäftsleiter unterworfenen Krediten zu geben haben, mit der Einreichnngsfrist für die Monatsausweise und mit cüitgeit anderen Einzclsragen. Für Verlängerungsgenehmigungen stellt sich die Gebühr aus 0,1 Prozent. * Ter ReichSbeaustragte der Ueberwachungs- stelle für iurdustrstelle Fettversorgung hat, wie gemeldet wird, durch eine neue Anordnung 8 den tz 1 der Anordnung 4 (Lagerhaltung) neu gefaßt.' Anlaß zui dieser Neufassung bildeten Mißvcrständmsie über, dqn Umfang der. Lagerhältungsordnuna und ihre Anwendoarkeit auf bestimmte Oele uno Fette. . . ' Um die von der 'J-s o l i e r f l a s ch e n i n d u - strie. für den In-:und Auslandsmarkt durch- BMSaköMtt Die Reichsinnung des graphischen Hanbwerts erläßt, lvie den Tageszeitungen zu erltnehmen ist. in der Fachpresse eine Bekanntmachung, in der mitgeteilr. wird, daß auch diejenigeir Handwerksbetriebe des Buchdruckg e w e r b e s . die mit einem Verlag verb u nöcit seien, den Bestimmungen über die Eintragimg. in die Handwcrksrollc und über die Zugehörigkeit ' zur Pflichtinnung unterlägen. Wemr die Rcichsprefsekammer einzelnen Firmen angedrvht halie, daß ihre Zugehörigkeit als Drucker zu deu Imumgen des graphischst Handwerks als verlegerische llnzuverlässigkeit ausgelegt rverden würde und das Verbot der Bcrufsansübung als Verleger zur Folge haben könnte, ja sei dazu festzustellen, daß nach der Dritten Durch" sühruugsverordmmg bei fehlender Eintragung in die Handwerksrollc die Möglichkeit zur »Führung eines handwerklichen Trrlckbetriebes nicht gegeben sei. In der amtlichen Bekanntmachung der Reichskultnrkammer vom 20. Juni 1934 und ebenso in der ihr zirgrunde liegenden erschöpfenden Vereinbarung sei von einem Verbot der Zugehörigkeit zu den Organisationen der gewerblichen Wirtschaft, zu denen auch die Innungen gehörten, nicht die Rede. Es dürfe daher in Zukunft keine Innlingspflichtigen geben, die unter Berufung auf die Zuordnung der Reichsprefsckammer die Mitarbeit in. den Buch- und .Stcindrncker.Innungcn und die Zahlung der Beiträge ablehnten. * Im Interesse der Einheitlichkeit der Beurteilung des „gerechten Preises" im E h r e n g e r i ch t s v c r f a h r e n hat der Deutsche Haadwerls- und Gewerbckammertag an die Barsitzendcn der Handwerks- und Gewecbekammcrn^ein Rundschreiben gerichtet, in dem es nach der Tagcspresse heißt, daß in gewissen Streckfällen vor den handwerklichen Ehrengerichten bet der Beurteilung des unlauteren Verhaltens und des unlauteren Wettbewerbs die Fragen der Beurteilung des „gerechten Preises", die Fest>tel- Umg ob Preisschleuderei gegeben und damit der Tatbestand des unlauteren Verhaltens erfüllt sei. eine' besondere Rolle spielen würden. Es erscheine unerwünscht, daß die Rechtsprechung der Ehrengerichte sich in Gegensatz zur Preisgestaltung der Preisüberwachungsstellen setze. Zur Vermeidung derartiger Gegensätze würden die Vor, sitzenden der Kammern ersucht, im vorbereitendeir Verfahren, bevor also ein Derfahrcu wegen Preisschleuderei anhängig gemacht lverde, ein Gutachten der Bezirkspreisübcrlvachuugsstelle einzltyolcn. * Ter Neichsstand des Deutschen Handlverks hat in Leipzig eine A u s f u h r f ö r d e r u n g * ■ ftellc errichtet. Sie soll, wie den Zeitungen zu entnehmen ist. die Ans!,ahme geschäftlicher Verbindungen teils mittelbar, teils rrnmittelbar sördern, aber selbst keine Geschäfte abschließeri. Sic wirkt eng mit dem Leipziger Mesieamt zusammen.' Vor-der Wirtschaftskrise seien jährlich für 50 Millioitcn Marl handwerkliche Erzeugnisse ausgeführt worden. Der Veredelungsverkehr (Kürschner. Steinschmuck) sei hierbei mit eingeschlossen. Diese Ausfuhr habe zwar in den letzten Jahren stark gelitten, tonne, äbet wieder gesteigert werden. der fiuta Ukört Magister MQnchan VII

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