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Central-Verein-Zeitung · 1935-02-21 · 8 (21.2.1935) · page 5

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Nr. 8 1. Beiblatt 21. Februar wO O-brs 11. März wird sich die jüdische Jugend Jugend abgestellten Zionisten rä)er wenn es von Deuychlands der OeffenLlichleit durch Kundgebungen einem auf Erhaltung der Existenzen in Deutschlarrd und^Arbertssitzu ngen rn Berlin vorstellen. Dies ausgerichtetcn deutschen Juden bchandelt wird. Tamr Oefsentllchkeit gehende Ge. rum dürfte dieses Refemt einen der stärksten Bememschaftsveranstaltung nach der behördlichen lastnngspunkte der Tagung darstcllen. Wir hoffen' Ancrkennung^un November 1933. Die Bedeut. im Interesse bcr Tagung wie des Reichsausschusses, samkeit der Tagung liegt nicht nur in der Tat. daß Orbach die erforderliche Objektivität aufbringen k^'.daß ste von der autorisierten Spitzenstelle wird, um dieses Problem nicht parteiisch zu beder indischen Jugend ausgeht. >Lie beruht vor handeln, d. h. Palästina mit Herz und Verstand und allem darauf, daß das Generationenproblem. das Schicksal der Juden in Deutschland allenfalls;ener natürliche und erklärbare, aber niemals zu .mit dem Verstand, aber mit nur sehr kühlem Herzen, vermeidende. EiüwicklungZvorgang innerhalb jeder Dr. Paul Eppstein, der Vorsitzende des, Gesellschaft in der Mischen Gemeinschaft Deutsch. Verbandes der jüdischen Jugendvereine, will über lands besonderes Schwergewicht in sich trägt. das Freizeitproblem der jüdischen Jugend sprechen. Wie dm Sprecher der . inngen Menschen, von Eppstein bringt für das Referat aus seiner Tätig. eJL'\r eirllr ^ct. lm ®Grut deren feit als Leiter des Berliner jüdischen Lehrhauses grnrter Actl sich erst für ihn hcranbildct. ihr (in Gemeinschaft mit Dr. Fritz Bamberger) eine Leben gestalten wollen, wie sie die körperlichen Fülle von Voraussetzungen und Kenntnissen mit. und geistigen Kräfte in sich erkennen und wecken. Der Montag ist scheinbar nur praktisch-organidie sie für den Lebenskampf rüsten, wie sie vor - satorischen Fragen gewidmet. Dr. Bruno S o m« allem seelisch.willensmäßig ihre Lebensentschelmerfeld. der GeMstssührer des Rcichsausduiigen so vorberciten,^ daß sie nicht als persön. schufscs, behandelt..die Arbeit des ReichSausschusses licher Weg ins Dasein, sondern als ein aus Gemein- und Grundlinien der zukünftigen Arbeit", und schaftsdewiißtsein geprägter Entschluß wirken — twä Fritz Schwarzschild die „jüdische Jugend geht nicht nur die jimge Generation an. Dies ist in und die Organisation des deutschen Judentums", viel stärkerem Maße noch von deii Aelteren zu be- Die jüdischen Großorganisationen des deutschen achten, die nach ihren Entscheidungen und bereits Judentums sind an Schwarzschilds Untersuchungen in Positionen sind. Man muß wissen, für welche und Forderungen ans begreiflichen Gründen be- Menschen man die Zukunft vorbereitet, und man sonders interessiert; denn hinter seinem Thema muß wissen, wie sich die Kommenden ihre Zukunft verbirgt sich nichts anderes als die Frage der ben^n* Haltung und des Nachwuchses der Organisationen Die Tagung erhält ihren Auftakt durch eine im deutschen Judentum. An dieser Stelle ist schon Kundgebung am Vorabend, dem 9. März, bei der oft die Auffassung vertreten worden, daß es nicht Ileberparteilichkeit des Reichscmsschusscs durch Aufgabe der Jugendorganisationen sein darf, durch die Wahl der beiden Redner deutlich wird. Der „Aufstockung" von immer älteren Gruppen auf Zionist Dr. Haus Fricdeuthal und der die Bünde ihren Angehörigen die Entscheidung Führer des Bundes Deutsch-Jüdischer Jugend, über den Eintritt ins aktive und verantwortliche Heinz Keller mann, werden als Redner jüdische Leben abzunehmen oder hinanszuzögern. anftreten. .Frieden lhal wird über den ReichSaus. Der Sintt der Jugendbünde kann nur darin beschuß der jüdischen Jugend. Kcllerinann ülvr das stehen, die McnsclM für diese Entscheidung reif Generationenproblem sprechen. Die Arbeitstagung zu machen und vorzuberciten. Wir haben ferner beginnt am 10. März mit einem Referat von die Forderung erhoben, daß überall dort, wo über Dr. Friedrich D r o d n i tz, dem Vorsitzenden des die inneren Geschicke des deutschen Judentums ent. Reichsausschusses der jüdischen Ingen dverbünde, schieden wird, auch die Jüngeren mitentscheiden, über „Diaspora und Palästina." Das Thema hat sollen, um deren Schicksal es im eigentlichen Sinne einen solchen Spannungsgehalt, daß es wohl als geht. Das bedingt aber auch eine Bereitschaft dep Rahmenthema der gesamten Veranstaltung anzusehen Jüngeren, nicht nur von außen an den Dingen ist. Kritik zu üben, sondern in ihnen aufgeschlossen Seew Orbach. der Führer des Hechaluz. wird und verantwortungsbewußt mitzuarbeiten. Wir die „Berussfragen der jirdischen Jugend" behandeln. wünschen um der steten Entwicklung deS deutschen Wir werden seineAusführungenmitbesondererAuf. Judentums willen, daß sich der Tag zu einer Be» merksamkert entgegen nehmen, da dieses Problem kundung des Willens der jungen jüdischen Geneei nen völlig anderen Gehalt besitzt, wenn es von: ration in Deutschland gestaltet, bewußt Träger Gesichtspunkt des auf Ausrvanderung der jüdischen jüdischer Zukunftsarbeit zu sein. MS WM »!lll «SIMM Es ist das Gebiet, das Berthold Auerbach hervorgebracht hat — Schwarzwaldrand. Es gibt Judendörfer dort. Und die Leute verstehen sich, sie freuen sich der reizvollen Natur, sie sprechen das geruhsame Platt, das dahinplätschcrt. wie der Neckar, der friedsam und ohne Eile gen Osten hinplaudert. Hier geschieht etwas für die Juden, die seit Monaten nur von Sorgen und Diskussionen hören, sie sollen auch eiumal aufgclockert werden. Eine wohlmeiueude, rührige Leituug hat die Juden der kleinen Schwarzwaldstädte und Dörfer zusammengerufen. Das ist eine Tat, die die Großstadt nicht so leicht begreift. Schon den zentralen Ort zu finden, kostet Mühe und Ueberlegung. Man fand ihn in H a i g e r l o ch! . Nun suchen die Berliner und die anderen Großstädter mit etwas überlegenem Gesichtöausdruck das ihnen unbekannte „Nest" auf der Karte, finden cs vielleicht an der Bahnstrecke, die pon Stuttgart nach der Schlveiz leitet und auch da noch mit dem vielbewitzelten Kleinbähnlcin abseitig zu erreichen ist. — Aber, wie liegt daS Bergnest? Auf einem phantastischen Hügel, den nur künstlerischer Bausinn gewählt haben kann, jedes Haus schaut woanders hinab in die Tal- Windung. Auf der höchsten Rückenwölbung des HugelS ruht ein jüdisches Gasthaus, drum herum viel Häuser von fleißigen Leuten. Es ist ein Wüstersomstag. die Sonne hilft mit. Sie illuminiert das Tal. sie blitzt aus dem Flüßlem herauf und funkelt schalkhaft in die Beschaucraugen hinein. Mittags nach der Kasfcczeit sollen dre Leute Unterhaltung haben und es sind aus Stuttgart und weiterher Kräfte gekommen, die den Geplagten mal was anderes geben mögen, als A.agesnedanken und ZukunftSschattcn. „ . . Und . . . trotzdem es zunächst etwas kalt m dem Saal ist. der aus dem Felsen hockt und um den herum es winbet aus allen Richtungen, wird allmählich Stimmung und Temperatur eryoy . Ein geschickter Kabarettist Packt die Laune mit kecker Geste des Wortes und der Mrmrk. Er str kein Süddeutscher, er ist Oesterreicher, also viel wendiger, als wir schwerfälligeren Menschen... Er heizt das Stimmungsöfele mit Witzchen und dann soll die Kohle kommen, dre schwerer Er kriegt seine Aufgabe ftrtig. Was ttterarisch aussieht, jagt den Leuten ern brßchen Furcht ein. Musik mundet schon williger, aber ^willig ist die Saalwelle schließlich und Schwingung stellt sich ein. Was beabsichtigt ist. vollzieht sich. d>° Mg- Tagessalte glättet sich und die Stirnen werde» entrunzelt, nette Frauen lassen sich von dem Conferencier ein Paar Anzüglichkeiten ohne Groll in die Ohren plauschen und nehmen dann sogar den literarischen Mann an, der im Heimatdialekt jetzt Geschichten erzählt! — Die familiäre Kontaktbindung ist da und die 200 Weiblein und Männer helfen als Resonanzgcber dem „bunten Nachmittag" zrr einem rmrden Abschl'nß. Dann ist die Nacht über dem Bergdorf, rmd die Künstler wollen heim. Ein Arstobesitzcr nimmt sie gastlich auf. Zu Fünft werden wir in das Wägelc verfrachtet und dann zvttclt der Wagen bergab ins Tal. Erst versagt die Zündung, dann will sie schließlich doch und wir klettern am Kreuzweg nach Nordstetten hinauf, am Geburtshaus Berthold Auerbachs vorbei, bergab in8 Neckartal an die Schienenverbindung Berlin—Zürich, und wir dampfen nach kultureller Arbeit ein Stücklein der Riesenstadt zu — bleiben aber in Stuttgart, da8 vorerst „nur" Großstadt ist, noch hangen. ES ist immer eine Freude, so von oben her in Stuttgart anzulangen. Nachts funkelt aus dem Bassin der Stadt herauf ein lustiges Lichterensemblo, manchmal schnurgerade gerichtet, dann wieder kreuz und quer. ES gehört zur Beschaulichkeit des hier geborenen Gemüts, sich immer wieder an dem ganz simplen Lichtthcater freuen zu können. Und heute bringt man die Nachstimmung mit hierher, daß man.einigen hundert zugehörigen Menschen ein bißchen Freude brachte ... Alfred Auerbach. In einem Kammermusikabend des Kulturbundes Rhein-Main in Frankfurt a. M. brachten Hans Wilhelm Steinberg und Anni Steiger- Betz a k (Violine) die Sonate für Klavier und Violine op. 44 de3 vor wenigen Dionaten verstorbenen Frankfurter Komponisten und ehemaligen Konservatoriumsleiters Bernhard SekleS zur erfolgreichen Uraufführung. Es ist ein locker gehaltenes, keinem „Prinzip" verhaftetes Werk, dem seine leicht eingängliche, reizvoll behandelte Melodie ohne weiteres Freunde gewinnt. Daß sich die spielfreudig vermittelte Sonate zwischen einem Streichquartett von Brahms und Mozarts herrlichem Klarinettenquintett gut behaupten konnte, will gewiß viel heißen. Das Streichquartett des Kulturbundes (Hans Bassermann, Ernst Drucker, Richard Karp und Felix R. Mendelssohn) zeigte bei Brahms und Mozart ein gepflegtes und ausgeglichenes Zusammenspiel; Eduard H a r t o g S, ein junges Mitglied des Orchesters, blies den Klarinettenpart geschmackvoll und klangschön. — St. Jüdische Gestalten und ihre Zeit , Diese Aufsatzreihe will eine Art innere Geschichto des Judentums durch die Darstellung der tragenden jüdischen Gestalten und ihrer Zeit bilden. In dieser Aufsatzfolge, die von Moses bis Moses Mendelssohn reicht, soll sichtbar gemacht werden, wie sich die schöpferischen Kräfte jüdischer Menschen in den einzelnen Epochen in der Prägung jüdischen Schicksals ausgewirkt haben. Die Mitarbeiter sind: Dr. Fritz Bamberger, Dr. Bertha Badt-Strauss, Rabbiner Dr. Dienemann (Offenbach), Professor Dr. Ismar Elbogen, Rabbiner Dr. Eschclbacher (Düsseldorf), Dr. Ludwig Feuchtwanger (München), Dr. Fritz Friedlaender, Rabbiner Dr. Alexander Guttmann, Professor Dr. Isaak Heinemanix (Breslau), Dr. J. Meitlis, Dr. Kurt Pinthus, Dr. Hanna Reissner, Studienrat Dr. Bruno Strauss, Dr. Max Vogelstein, Rabbiner Dr. Max Wiener. Folgende Gestalten werden behandelt: Moses, David, Jesaja, Josia, Esra, Philo, Bar Kochba, Rabbi Jehuda Hanassi, Mar Samuel, Sadia, Maimonides, Jehuda ha Levi, Isaak Abarbenell, Raschi, Jossele von Rosbeim, Sefer Hassidim, Manasse ben Israel, Esther Liebmann, Isaak Aboab, Isaak Cerf Beer, Isaak Luria, Moses Mendelssohn. Die jüdischen Tonkünstler in Frankfurt a. M. haben sich neuerdings zu einer Arbeitsgemein, schuft znsammcngeschlvsscn. Diese beginnt sich jetzt im Kvnzertlebcn, in der Musikpädogogik und in volksbildncrischer Tätigkeit auszuwirken. In der ersten großen Veranstaltung nahm das Schaffen Frankfurter Tonsetzer breiten Raum ein. Willi Solomon steuerte einen buntfarbigen, rhythmisch schmisiigen Zyklus spanischer Lieder für Vokalquartett bei, in dem Benno Ziegler und Anneliese Bender die Führung hielten. Rosy Geiger - Kullmann interessierte mit melodisch-reizvollen, wohlgestalteten Klaviervariationen. „Mädchcnlieder" des Opernkomponisten Max Wolf legitimierten auch den Lyriker. Kammermusik boten in gepflegter Form Anni S teiger-Behak, Lilly Schwarz-Mayorhofer. die mit Theo Rainer und Rudolf D ö b l i n zügig Mendelssohns Klaviertrio D-moll spielte, und Alice R o s e n b a u m. Die Sängerinnen Alice B a e h r und Paula Levi ergänzten das (zu lang geratene) Programm bcrsallswürdig durch Arien von Händel und Gluck. Der Baritonist Ernst Wolfs singt Lyrisches und Dramatisches, Sakrales und Kabarettistisches in drei Sprachen: deutsch, italienisch und englisch mit warmem, elastischem Material, temperamentvoll und urmusikalisch, oft allerdings willkürlich. Außerdem begleitet er sich am Flügel selbst. Spürt der Sänger nicht die großen Gefahren, die in dieser an sich so imposanten Vielseitigkeit ruhen? A. H—e. Der Kulturbund Rhein-Main, Frankfurt a. M., hat mit einer szenischen Aufführung des „Festes beim Prinzen Orlowsky" (der Alfred Oppenheim mit einfachen Mitteln ein stimmungsvolles Bühnenbild schaffte) insofern Gutes bewirkt, als er viele Hunderte Menschen einmal von der Schwere des Alltags abbrachte und in eine frohere Welt entrückte und den Abend in den Dienst der Wohltätigkeit stellte. Für die gute Laune auf der Bühne sorgten vor allem Josef Plaut als scharmanter Eisenstein und lustiger Unterhalter und die sehr graziöse Franksurterin Edith Eimer als reizende Adele. Ihren EsardaS trug Erika Storm klangvoll vor; Lisbeth Düren, ein stimbegabter Orlowsky. Wilhelm G u t t m a n n, Berlin, und Benno Ziegler, Frankfurt a. M.. waren die sicheren Träger der übrigen Hauptrollen. Unter von Einlagen gefiel mit Recht ganz besonders der überaus anmutige Solotanz von Fräulein L e v y. Stuttgart. Der temperamentvolle musikalische Leiter Hans Wilhelm S t c i n b e r g, Leopold S a ch s c, Hamburg, als geschmackvoller Regisseur, und Grell Hauck, der die Gestaltung hübscher Tänze zu danken war, wurden zuletzt mit den Mitwirkenden hervorgerufen. — tt. Das Kulturbnndorchester' Rhein-Main unter Han8 Wilhelm S t e i n b e r g konzertierte wiederum in der Hauptsynagoge Mainz. Wenn auch Haydns „Sinfonie mit dem Paukenschlag" nicht den letzten Ansprüchen genügen wollte, so war dies bei Beethovens „Diolin-Konzert" und Schuberts „G-Dur-Sinfonie" durchaus der Fall. Solist war Ernst Drucker, dessen künstlerisches Spiel begeisterte. m—1 Vor vollbesetztem Saal spielte in Mannheim der Berliner Geiger Boris Schwarz. Zusammen mit der Pianistin Clara Golds ch m i d t, Mannheim, absolvierte er ein umfangreiches, wenn auch etwas buntes Programm, in dem er sich als Geiger von Format erwies. In Clara Goldschmidt hatte er eine zuverlässige Partnerin, die ihr Können auch in mehreren, beschwingt gebotenen, nur leider nicht frei aus dem Gedächtnis gespielten Chopin-Gaben dokumentierte. 80. ' Mit einem vorzüglich gewählten Programm bestritt der Jüdische Kämmerchor, Frankfnrt am Main, den siebenten Abend der Bildungdgemcinschast Darmstädier Juden. Unter der klugen und energischen Leitung seines Dirigenten Dr. N. E h r e n r e r ch erfreute er, namentlich in den A-cappeUs-Stücken durch hervorragende Reinheit der Intonation und rhythmische Prägnanz. Besonders interessant wirkten neben den klassischen und romantischen Werken drei palästinensische Hirtenweisen von Israel Drandmann. Stücke von reizvollster Harmonik, offenbar stark von russischer Musik beeinflußt, und die Volksweisen ohne Worte (Nignrum) für dreistimmigen Frauenchor und Klavier, gesetzt von Herbert Fromm, der auch geschmackvoll den Klavierpart der begleiteten Chöre ausführte. Ein starker Erfolg, der nicht zuletzt dem jüdischen Teil des Abends zu verdanken war. Oscar Kleinberg spielte das Violinkonzert von Mendelssohn frisch und ausdrucksvoll. Hermann S ch e Y brachte in der achten Veranstaltung Lieder und Gesänge von Mendelssohn, Schubert. Händel. Beethoven und Hugo Wolf. Er ist ein herrlicher Sänger und ein großer Künstler. Erna Mann war ihm eine mustergültige Begleiterin. In einem Sinfoniekonzert stellte sich in Dresden zum erstenmal das Berliner Kulturbundorchester unter der Leitung von Generalmusikdirektor Joseph Rosen stock vor und erweckte mit der herrlichen Wiedergabe des klassischen Programms eine außerordentliche Begeisterung. DerHöhepunkt war Schuberts große G-dur-Sinfonie. In einem Violinkonzert von Mozart konnte Konzertmeister Frey besonders seinen edlen Ton zeigen. Ein Gustav-Mahler-Abend — ebenfalls von der jüdischen Künstlerhilfe veranstaltet — wurde von einem Vortrag von Dr. Anneliese Landau (Berlin) cingeleitct, die sich als eine ernsthafte Musikhistorikcrin, feine Psychologin und zugleich ungewöhnlich gewandte Sprecherin in Dresden vorstellte. Zur Erläuterung ihrer Ausführungen über Leben und Werk dieses großen Sinfonikers gab Mahlers Neffe, Wolfgang Ros6, am Flügel entsprechende Beispiele: dann sang der Bariton Fritz Lechner (Berlin) den Zßklus „Lieder eines fahrenden Gesellen", besten tiefes Naturgefühl und schmerzliche Süße stärkste Eindrücke hinterließ. e.B. (Fortsetzung nächste Seite im Feuilletonieil) L Handbuch das fischen Wissens 400S«tt*fl, 250 Textabbildungen, 35 «t.ifarblge und 6 mehrfarbige Tafeln. Unter Mitwltkung JOdlicher Fachwissenschattier aller Richtungen. Hervorragend avsgestattet In * Ganzleinen M. 4.80 Zu derlei»«» durch d. Buchhandel u. PKILO-VEPiLüG DMD BUCUHilKDLUMG GmbH. 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