Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 14 (1935)
- Issue
- 7 (14.2.1935)
- Date
- 1935-02-14
- Page
- – (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
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Mß ««Bf Ä'WZhUAZD Im Nahmen der Palästina-Wocho der Ver. Irner Lwnrstischen Vereinigung fand am Sonntag. ^Jobruar, in der Philharmonie eine Vorniittagskundgebung statt, auf der Dr. Georg Landauer imd Dtartin Buber über „Größe und Gefahr der Stunde" sprachen. . Nachdein Dr. Landauer im wesentlichen die wrrtschaftlrche Seite der Hule-Konzesiion behandelt hatte, über die wir bereits berichtet haben stellte Martin Buber die Teilfrage mitten hinein' m dw geistige Problematik des Palästinaaufbaus Er knüpfte an ein Wort an, mit dem Hermann Eohen einmal den Zionismus charakterisierte Die Kerls wollen glücklich werden." Hierbei ist auf die Zielstrebigkeit, d. h. auf das „Werden", der Ton zu egen.^ DaS Palästinawcrk ist ein einzigartiges Unterfangen, das eine Verwirklichung der verschiedenartigsten Ideen darstcllt. tzs ist eine kolonisatorische Idee bei deren . Realisierung aber — wie Buber nachdrücklich betonte — dafür gesorgt werden muß, daß die Opfer. die jede Kolonisation notwendig macht, nicht zu groß werden. Als politische Idee hat das Palästrna-Werk zu beweisen, daß die Wunsche des einzelnen den Notwendigkeiten der Gemeinschaft untergeordnet werden, In diesem Zusammenhang waiidte sich Buber scharf gegen gemeinschaftsschadigende Bodenspekulationen. Drc wirtschaftliche Struktur Palästinas hat che verschiedensten formen jüdischen Gemein, schaftslebens hervorgebracht; notwendig ist. daß die einzelnen Gemeinschaften zu einer großen Gemeinschaft zusammenwachsen und daß die Art. der Auseinandersetzung zwischen den einzelnen politischen Gruppen und Strömungen nicht zu einer Vergiftung des jüdischen Lebens in Palästina fuhrt. Als soziale Idee verlangt der Palästina- Ausbau. daß unter den Grundgesetzen der Gerechtigkeit gearbeitet wird. Die Krönung deS Werkes aber liegt in der Verwirklichung der kulturellen Idee. So wichtig die Wiederbelebung der hebräischen Sprache ist. so kommt es d?-ch im entscheidenden darauf, an. was in dieser Sprache gesagt wird. Es gilt. Menschen zu erziehen, die um das Geheimnis Israels wissen. Die Religion muß das Ganze tun, auch das Politische dnrchdringen. Die Feier wurde künstlerisch umrahmt durch Vorträge von Meinhart Maur und durch einige hebräische Lieder eines gemischten Chors zionisti. scher Iugendgrnppen unter der Leitung von Chcmja W i n a w e r. w. R. Auf einer zweiten Veranstaltung der Palästinawoche sprach Dr. Georg Landauer am 5. Februar über „Selbsthilfe und Solidarität". Er zeigte zunächst das Verhältnis der deutschen Palästina-Wanderung zur Gcsamtemigration, behandelte die Fragen der Einordnung deutscher Juden in Palästina und forderte Unterstützung des AusbauS. der für das deutsche Judentum auch in Zukunft von größter Bedeutung sein würde. Seit Th. Herzls Roman „Alt-Neuland" ist kein - Versuch mehr unternommen worden, ein.Zu-., kunftsbild Palästinas visionär zu gestalten. Es-- ist darum verdienstvoll, daß Dr. Michael Traub sich in einem Bortrag über „Die Zukunft Erez Israels — Palästina 1900—1935—1950" bemühte. Rechenschaft darüber abznlcgcn, welche Konscquenzen das Palästina von morgen für die .Inden der Welt haben wird. Wer heute nach Palästina kommt, sieht das Land mit den Perspektiven seiner Alijah. Ihm ist Tel-Awiw, das Straßennetz, das Elcktrizitätswerk eine Selbstverständlichkeit, daß über 300 000 Inden im Lande leben, eine einfache Tat. suche. Wie sah dies alles aber vor 30 Jahren aus? Das Land war arm. konnte seine Bevölkerung kaum ernähren, der Boden gehörte einigen reichen Effendis. für Juden war es ein Altersheim, in dem inan von der „Chalukah" lebte. Ganze 3500 Juden lebten in den landwirtschaftlichen Kolonien. 65 000 im Lande überhaupt — davon 50 000 ans dem alten Iischuw. Da-s Emek war ein Sumpf und Tel-Awiw ein Sandhaufen, die Orangenzone Oedland. Herzls Zukunftsbild in „Att'Nenland" blieb Vision bis 1920. In den 15 Jahren, seitdem ist diese Vision Wirklichkeit geworden. Heute ist Haifa der Zulunftshafcn dcS nahen Orieiits, über 300 000 Juden (26 Prozent der Bevölkerung') leben im Lande, die Industrie ernährt 60 000 Menschen, die Prosperity hat einen iinqehueren Optimismus zur Folge gehabt. Mer dieser Taumel der Prosperity genügt nicht., Man muß, ohne Phantasien, auf Grund des Tatsacheninaterials. sich vergegenwärtigen, was 1950 m Palästina sein wird. Die Bcvölkeriing wird durch Einwanderung und natürliche Vermehrung auf 1 100 000 Juden angewachsen sein, die etwa 42 Prozent der Bevölkerung bilden, an Produktion und steuern aber der wichtigste Teil des Landes sind. Bas Hulc-Gebict ist besiedelt und der Strom jüdischer Menschen ergießt sich in das menschenarme Gebiet Transjordaniens imd SüdsyrrenS. Der heute sich bemerkbar machenden Urbanisierung ist so und diwch die Durchsetzung der Forderung nach hundertprozentiger jüdischer Arbeit begegne worden. Drei Kraftwerke bcstehcn^die Bromsalze des Toten Meeres finben ru der .ttarbeumdustrie Verwendung, die Konfektion Palästinas hat ihren Platz als Belieferer der bO-Millionen-Bevolkeru. g des arabischen Hinterlandes erobert, und auch das arabische Problem ist gelöst. Denn drv Huden werdcii erkannt haben, daß die Euö^nder: j e ) Konjnnlturpartncr, die Araber aber mit ihnen aus Leben und' Tod' verbunden sind, Fahrend' die Araber, was sich heute schon anzeigt, eingesehen haben, daß der Jude ihnen lischt Elend, sondern Aufschwung bringt. Und diese friedliche Bereinrgnng zweier Völker des nahen Orients wird ungeahnte Folgen haben. Die hebräische Sprache ist die Landessprache, denn einige 100 000 Kinder haben jüdische Schulen besucht und von ihnen die Eltern gelernt. Jüdische Bücher gehen von Pa. Juristisch-wirtschaftliche Beratungsstelle Hannover des C.-V. Sprechstunde: 22. Februar 1935 11—13 und 14-16 Uhr, Georgstr. 14 löstina hinaus in die Welt, in der immer noch 15 Millionen Juden leben, und Sprache und Lite» rntur siiid ein Bindeglied der Juden in der Welt geworden. In der Welt ist die Judenfrage geblieben. Aber unzählige Fäden verbinden die Juden der Welt mit Palästina. Dieses Zukunftsbild ist gewiß und namentlich in einzelnen Teilen reichlich optimistisch, wenn mich nicht eben unmöglich. Uns schien es. als wäre weniger mehr gewesen. Ein Weniger an wirtschaftlichem Erfolg in der Ausmalung der Zukunft und dafür ein Mehr an verantwortlicher jüdischer Gebundenheit; ein Weniger an Freiheit für eine Entwicklung, deren Ziel doch fest in den Urgründen des Judentums verankert sein sollte, und dafür ein Mehr an Pflichtbewusstsein, daß das Judentum nicht verflacht und gänzlich verweltlicht, sondern daß im Jahre I960 die unS ollen gemeinsame Idee eines wesenscchten Judentums in allen Lagern der Verwirklichung näher Drückt ist. War. Wie amtlich bclanntgegeben wird, sind im ^Monat Dezember 1934 4120 Inden nach Palästina ik cingcwandcrt. In dieser Zahl sind 267 Touristen inbegriffen, denen die Erlaubnis zu dauernder Niederlassung erteilt wurde. 295 Einwanderer gehörten der Kategorie A an. für die ein Vorzeigegcld von mindestens 1000 Pfund vorgeschrieben ist. * In einem scharfen Artikel des „N u f* (Nr. 23) wendet sich Dr. Maximilian Landau gegen den Erwerb der Hulc-Konzession. Er bcmißt den für jüdische Siedlungen verbleibenden Boden mit auf 25- bis 30 000 Dnnam und weist daraus hin, daß nach Erklärungen des High Commissoncrs die Drainierungskostcn auf 1 Million Pfund kommen würden. Die Zahl der anzusicdelnden Familien werde, solle das Gebiet nicht in lantcr existenzunfähige Zwergwirtschaften aufgctcilt werden, die von offizieller Seite gegebene Ziffer von 2000 Wohl kaum ereichcn. Man werde froh sein können, wenn cs 1500 werden. „Wäre eS nicht möglich gewesen, 1500 Familien mit geringeren Kosten - und in einem erheblich kürzeren Zeitraum anzusiedeln? Wir hätten uns ja immer noch vor- .behalten können, sobald aller verfügbarer gute Boden im Lande erschöpft sein würde, auf die Sache zurückzugreifen." Landau spricht ferner die Vermutung aus, daß die Konzession gegen Zu-. gcständnisse von jüdischer Seite erteilt worden sei und daß sich die Regierung möglicherweise bereit erklärt habe, als Gegenleistung ihren Widerstand gegen die Errichtung eines „Gesetzgebenden Rates" aufzugeben. Schließlich wirft Lauda,r die Frage auf. warum nicht die Palästina-Regierung den. Teil des Hule-Gcüiets, der staatliches Eigentum sei (etwa 55 000 Dnnam) selbst von Staats wegen entsumpfen lasse, da doch das unkultivierte Gebiet für die dort bereits wohnende Bevölkerung^ eine schwerste gesundheitliche Gefährdung bedeute. Landau schließt seine Ausführungen mit Vorwürfen gegen die Politik der Exekutive. ElneNiÄtWn über Sen Zionismus Die Nichte und Biographin Lord Balfours. Mrs. Dngdalc, sprach auf einem Vortragsabend der Londoner Völkerbundsliga über „Die Znknnft der Juden", ck gab einen Ueberblick über die jüdische Entwicklung in Ost- und Mitteleuropa und verweiite besonders bei dem Verfall der großen jüdischen Zentren, unter denen sie die russische Massensiedlung und die deutschsprachigen Länder mit ihren wissenschaftlichen Höchstleistungcn begriff. Angesichts dieser Lage der Diaspora, die auch durch das neue amerikanische Zentrum infolge dessen mutmaßlicher kultureller Unfruchtbarkeit' nicht hoffnungsreicher werde, gebe es nur eine Zuversicht für die Erhaltung der jüdischen Lebenskraft: Palästina. Die Erwartungen. die Lord Balfour mit der Errichtung der nationalen Heimstätte verknüpft habe, seien bisher nicht enttäuscht worden. Schon mache sich die Rückwirkung Palästinas auf die Juden der Welt in günstiger Weise bemerkbar und c8 sei zu hoffen, daß noch große Leistungen von dort ihren Ausgang nehmen. Die Ausführungen der Rednerin waren von einer bemerkenswerten Sachkenntnis und einer überaus erfreulichen Grundgesinnuna in bezug auf die Sicherung jüdischer Zukunft getragen. Im einzelnen zeugen sie von derjenigen unzulässigen Einseitigkeit rn der Abwägung der Chancen zwischen der Diaspora und Palästina und zwischen Emanzipation und' Dissimilation, der Nichtjuden bei der Betrachtung jüdischer Problcme so leicht erliegen. Am 9. und 10. Februar versammelte der KC seine Mitglieder zu einer Tagung in Berlin. Den Auftakt bildete ein Begrüßungsabend, auf dem Dr. Ludwig Holländer und Dr. Erich Stern zu mehr als 600 Erschienenen sprachen. Es war nicht, wie früher, ein Kommers mit Festgepränge und Kncipgesang, man vermied jede dcn Ernst der Zeit verletzende Aufmachung — man war, bei aller gebotenen Zurückhaltung, froh und angeregt beisammen. Jungsein ist keine Frage des Lebensalters, sondern der inneren Haltung! Dieser Grundton durchklang alle Erörterungen der Tagung, in deren Mittelpunkt zwei groß, angelegte Referate vowDr. Ludwig Holländer und Dr. Bruno >8 e i l standen. Ludwig Holländer zeichnete die Situation der KC. Er wies auf die wirtschaftlichen Bcränderungen hin. die gerade in den Kreisen des KC fühlbar gewesen sind und 10 bis 15 Prozent seiner Mitglieder zur Auswanderung genötigt haben. Es zeige sich aber dabei, daß wirtsckjastliche Um. schichtung nicht mit weltanschaulicher Umschich. tung parallel gehen müsse, denn die äußere Tren. nung vom Hermatlanüe habe auch bei den Auswanderern des KC nicht zu einer inneren Los. lösung geführt, wie aus unzähligen Briefen in oft erschütternder Form hervorgehc. Ludwig Holländer forderte daher mit Recht bundcsbrüderliches Verständnis für alle, die jemals zum Bunde gehörten, gleichgültig, in welche räumliche Ferne sie auch der Lebenskampf verschlagen habe. Das Prinzip der unbedingten Hilfsbereitschaft sei allen KCern ernste Pflicht, ferner müsse ein in. tensibes Studium der jüdischen Geschichte verlangt werden, denn hierin liegen die beiden Kraftquellen der jüdischen Erneuerung. Bruno Weil umriß die Bedeutung, die der KC früher als akademischer Führer der deutschjüdischen Jugend gehabt habe. Heute, nachdem auf akademischem Boden kein Tätigkeitsraum mehr ist. bestehe diese Führerrolle im vergrößer. ten Nahmen fort, heute müsse der KC-Geist. der ein echter Pioniergeist gewesen sei. erst recht der gesamten jüdischen Jugend vorgelcbt werden. Hieraus sonne aus der anschließenden Debatte war eine Antwort auf die von Holländer auf. geworfene Frage zu entnehmen, ob die KC- Tendenz weitcroestehc. Sie besteht deshalb weiter, weil sie in ihrem Kern nichts anderes als den dcutschjüdischen Behauptungswillen bedeutet. Tie deutsche Judcnheit, deren Gesamtproblem nur in Deutschland gelöst werden kann, braucht Männer, die auch unter veränderten Lebensbedingungen den jüdischen Lebenswillen tatkräftig bejahen. Das ist die große Chance des KC, daß er. über die Formwandlung seiner einstigen Spezialarbeit hinaus, sich zum bleibenden Wesen des deutschjüdischen Seins überhaupt bekennt. In dieser Forderung waren alle Redner der Debatte, an der sich u. a. Dr. Max Mainzer (Frankfurt a. M.) und Dr. D. K r o m b a ch (Essen) beteiligten, einig. Daraus ergibt sich zugleich, daß die zweite Frage Holländers, ob der KC ein Freundschaftsound sein solle, mitbejaht ist, und daß sie keine Abschwächung der Frage nach der KC-Tendenz bedeutet. Die KC-Tendenz. der ungebrochene deutschjüdischc Lebenswille, ist nur dann aufrechtzuerhalten, wenn das Erlebnis einer echten Gemeinschaft zur Antriebskraft wird. Ter Geist dieser Gemeinschaft lag über der ganzen Tagung und wurde zum Mahnmal für die Weiterarbeit des KC und des gesamten deutschen Judentums. dem der KC von jeher ein starkes Führer, korps gestellt har. So wird das Fazit des diesjährigen KC-Tages auch in die gesamte deutsche Judcnheit Eingang finden; es gipfelt in drei großen Erkenntnissen: Verständnis für jeden, der ehrlich mit den Zcitproblemen ringt und neue Wege sucht — grundsätzliches Festhalten an dem Willen jüdischer Einordnung in Deutschland — Inangriffnahme dieser Arbeit in dem Geist unbedingter Solidarität. Der KC-Tag wählte seinen Geschästssührendcn Ausschuß neu. Der alte Vorstand wurde mit geringen Veränderungen wiederernannt: an der Spitze stehen nach wie vor Dr. Ludwig Holländer. Dr. Hermann Berlak. Dr. Erich Stern. Dr. Rudolf Heiniansohn. Kultur. Neben anderen Punkten der Tagesord- ' nung. die stch mit eherechtlichen und Schächtf''agen befaßten, wurde beschlossen, in enger Fühlungnähme mit Führern der Jugend in kürzester Fcist dem Vorstand ausgearbeilcte Vorschläge zu unter-. breiten, um dem immer stärker werdenden Berlangen der Jugend nach Wahrung bestimmter religiöser Gebote und Bräuche entgegenzukommen. * Dieser Tage fand in der liberalen Synagoge in St. Johns Wood Road eine Beratung des Borstandcs des Weltvcrbandcs für religiös-libinalcs Judentum statt. Eine Anzahl von Delegierten schilderte die Entwicklung des religiösen Liberalismus in Deutschland. Oesterreich. Ungarn, Holland, Australien und Südafrika. Eine besondere Aktivität entfalte die Gruppe in Budapest, die von etwa 300 Personen, unter ihnen zahlreichen Intellektuellen und einflußreiche Persönlichkeiten, tatkräftig gefördert werde. Er wurde angeregt, am 7. April in allen angeschlossencn Verbänden einen Jugendtag abzuhalten. An diesem Tage soll in allen Orten, wo eine religiös-liberale Jugendgruppe besteht, ein Gottesdienst abgehalten werden, dem am Nachmittag eine Konferenz mit Vorträgen folgen soll. Aus Len Fomrlien Sally Moses (Reetz N.-M.) vollendet am 17. Februar in körperlicher und geistiger Frische sein 90. Lebensjahr. Er hat als aktiver Soldat die Feldzüge 1866 und 1870/71 mitgemacht. Am Weltkrieg nahmen zu gleicher Zeit fünf Söhne teil, von denen der jüngste bei dcn Kämpfen um Verdun dcn Heldentod fand. — Amtsrat Salo Hcpner (Bziunkau. bei Guttentag O/S.1 beging feinen 70. Geburtstag. — Isaak Dlann (Schisscrstadt/VfalI wurde am 1t. Februar 90 Jahre alt. — Albert E i s e n st ä d t feierte am 14. Februar seinen 70. Geburtstag. — Hermann Dlumenthal (Zoppot) wird am 19. Februar 75 Jahre alt. In seiner Geöurtsstadt Lcnitcnburg Wpr. war er bis zur Abtretung an Polen viele Jahre erster Vorsitzender der Svnagogcngemeindc sowie der letzte deutsche Stadtveroronctenvorstehcr. In Zoppot nimmt er am Gcmcindelcben regen Anteil. — Joseph Schüftan (Brieg. Bcz. Breslau), Vorstandsmitglied der Synagogcngemcinde. feiert am 19. Februar seinen 75. Geburtstag. — David Schvcp 8 (Brieg). Vorstandsmitglied der Synagvgcngcmcindc. begeht am 24. Februar seinen 70. Geburtstag, -t Salomon W r» l s f und Frau Lina gcb. Metzer (Linoig/Rhcin) feierten am 1l. Februar ihre goldene Hochzeit. — Albert Lew i.n (Lüdenscheid), Vorsteher der Repräscntantenversammlung und Vorsitzender der Ortsgruppe des E.-D.. ist am 10. Februar im 60. Lebensjahr plötzlich gestorben. Tr. Richard Weigert (Breslau) 60 Jahre. Am 18. Februar vollendet Dr. Richard Weigert sein 60. Lebensjahr. Weite Kreise seiner Heimatstadt und darüber hinaus der Provinz Schlesien schätzet! und ehren den oft bewährten Arzt und Helfer. Als Stabsarzt in vorderster Front im Kriege erprobt, als Leiter der städtischen Milchküche in der Säuglingssürsorge der Stadtgcmeinde Breslau unzähligcn Kindern ein fürsorglicher Berater, genießt der immer hilfsbereite Mann großes > Ansehen und Vertrauen. Sanitätürat Dr. Frankenstein, der langjährige frühere Vorsitzende der Stzuagogcngemelnde Magde- - bürg, ist im 72. Lebensjahr verschieden. Der Verewigte. der in starkem Maße an dcn Bestrebungen dcS C.-D. tcilgcnommen hat. hat sich um das Magde-' burgcr Gemeindelebcn große Verdienste erworben. Ehrung für Hauptlehrer S. Müller. Aus Anlaß seines 70. Geburtstages wurde Hauptlchrer a. D. Samuel Müller in Heidelberg vom O b e r r a t derJsraeliten Badens die von Benno Elkan angcfertigte Plakette verliehen, die von dieser Behörde zur Erinnerung an ihr I25jähriges Bestehen gektikiet worden war und als höchste Auszeichnung, die sie zu vergeben hat. besonders verdienten Persönlichkeiten zugeeignet wird. Am 10. Februar fand in Schivelbein die feierliche Einführung des Rabbiners Richter aus Hirschberg in das Amt des Bezirksrabbiners für einen großen Teil der Gemeinden Hinterpommerns statt. Nach kurzer Begrüßungsansprache des Borsitzenden der Gemeinde Schivelbein, Dr. M e y e r s o h n. führte Rabbiner Dr. Galliner namens des preußischen Landesverbandes jüdischer Gemeinden den Bezirksrabbiner in sein hohes und verantwortungsvolles Amt ein. Die Vereinigung der liberalen Rabbiner , Deutschlands veröffentlicht ein Protokoll über ihre erweiterte Aorstandssitzung. die am 21. Januar in Berlin stattfand und bei der die Rabbiner Sel i g m a n n (Frankfurt a. 90!.), Blumenthal (Berlin), Dienemann (Osfenbach a. MI, G a l l i n e r (Charlottenburg). Italiener (Hamburg). Salomonski (Berlin), Vogelst e i n (Breslau). Wiener (Berlin). Wolf (Dresden) und als Gäste Appel (Dortmund). Kantorowskh (Berlin), Samuel (Berlin), Sänger (Breslau) und Max Vogel stein (Berlin) anwesend waren. Nach eingehender Aussprache wurde beschlosien, eine Hauptversammlung der Vereinigung anläßlich der für den 8. April 1935 vorgesehenen Hauptversammlung des Allgemeinen Rabbiner- Verbandes zu veranstalten. Im Mittelpunkt soll eine Festsitzung stehen, für die zwei wisienschaft. liche Referate ins Ailge gefaßt werden; das eine soll die Stellung des Rambcun zu einem religiösen Spezialproblem halachischer oder religionsphilosophischer Art behandeln, das andere die Wirkung des Rambam auf die jüdische und allgemeine tkooSVWiAS» Breslau: 17. Februar. 11 Ubr: Jüdischer Musikvcrein. 8. Abonncmentskonzert. Ruth Arndt-Nisch (Alt). Lotte Echocps- Aogosiniki (Flügel),, Irene Weißenberg (Klavier). Liebich-Theater. ' Frankfurt a. M.: 17. Februar: Die jübischcn Tonkünstler Frankfurts. „Jugend musiziert." Großer Saal des Dereinshausk» Eschcrshcimer Landstraße 27. Rhein-Ruhr: Jüdischer Kulturbund. Del« Livlnskaja: 14. und IS. Februar, 20 Uhr 15 Min.: Köln: W«iß«u Saal der Bürgcrges. 15. und 17. Febrvar. 20 Uhr SO Mi«.: Essen: Jugendheim. 18. Februar, 20 Uhr 30 Ri-.: «reseld: Etadthallc,- ^.hcatcrsaal. 20. Februar, 20 Uhr 38 Mi«.: Duisburg: Theodor Lauter- Etrcichquartctt des Kulturbunds Rhein—Main: 14. Februar, 20 Uhr SS Mi«.: Duksburg: Theodor Lauter. 15. Februar, 20 Uhr 38 Mi«.: Selsenkirche«: Loge. 1». Februar, 20 Uhr 30 Min.: Aache«: Etädt. «onzerthailS, 20. Februar, 20 Uhr 38 Mi«.: Dortmund: Snnaaoge. 21. Februar: 20 Uht 30 Mi«.: Esten: Jugendheim. 23. Februar, 28 Uhr 38 Mi«.; Wuppertal: Stadthalle^ Gelber Saal. '■jj iJ\j! L. Privat-Ssä^teEtßirsle&l iflr alle Klassen. Nach dem Flau "vr höheren Schalen. Enprllscb. Fronzostncb für Kinder und Erwachsene. Mario Kntmoweky. Berlin-ChnrlDg.. Sybolstr. VS. Tel 01 8<S4. «CWMOT.lfißQ» (Schwoll) ■Wirksame Jabres-Spczlal-Sohnell* anä Biplomkarse L Franx. 20Jäbrisr. Erfahr?- HauRb<unK?6ch. Handelpffichor.Kunst- Kcworbe. Musik. Ernst*. \ortnI*. En- Aberbietb., wandenr. Ufte direkt am Soe. Sport. Ca.lOa-Mk. monatl. fra-lnbe^. 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