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Central-Verein-Zeitung · 1935-02-14 · 7 (14.2.1935) · page 5

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Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
14 (1935)
Issue
7 (14.2.1935)
Date
1935-02-14
Page
– (sequence 5)
Language
German
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, . , ««4 Mimmvn Np. 7 1. BoSbSstt 14. Februar Nt'ÄMK M ßG.«SM« noch lange Jahre der gleichen unerschütterlichen Aufgeschlossenheit des Denkens und Handelns. I)r. llruno Weil. Ter 'Landesverband Rheinland-Westfalen bringt seinem Ehrenvorsitzenden zum 60. Geburtstage herzliche Wünsche und Grüße dar. Die drei Jahrzehnte Geschichte unseres Landesverbandes find eng verknüpft mit dem Namen Ernst Herzfeld. Die meisten unserer Freunde in den großen und kleinen Ortsgruppen, die sich am 14. Februar 1935 in ihren Gedanken mit Ernst Herzfcld verbunden fühlen, lverden an die Jahre des Aufbaues zurückdenken, da Ernst Herzfeld gemeinsam mit Max Abel, oft auch im Verein mit Ludwig Holländer, dem be- ' sonderen Freunde unseres Landesverbände«, von Ort zu Ort zog, um aufzurufen für die gemeinsame Sache, um jüdisches Gemeinschaftsleben zu erwecken und zu hüten. Was in unserem Bezirk an jüdischem Gcmeinschaftsorganismus. im C.-V. und auch außerhalb desselben, gewachsen ist, vcrdankt' sein Werden im besonderen Maße dem unermüdlichen Werben und dem durch besondere Energie ausgezeichneten, 'zugleich klugen und besonnenen Wirken unseres Freundes. Der Name Ernst Herzfcld bedeutet uns zugleich Vertrauen und Kraft für die gegenwärtige Arbeit, Führung und Richtschnur für den schwierigen Weg, den nur in Zukunft durch die außerordentlichen Probleme und Aufgaben, die uns in der neuen Zeit gestellt sind, zu suchen haben. Wenn Ernst Hcrzfeld auch seit 1928 den Vorsitz in unserem Landesverband uiedcrgelegt hat, um sich den ihm iin Präsidimn des E.-V. gestellten besonderen Aufgaben widmen zu können, so hat er mtd) als unser Ehrenvorsitzender seine Aktivität für unseren Verband nicht vermindert und an allen unseren Arbeiten stets Anteil genommen. Möge uns dieser treue Helfer und unentbehrliche Mentor noch lange Zeit von der. göttlichen Vorsehung in unverminderter Frische und Arbeitseuergie erhalten bleiben! David Krombach (Essen). MKiW m N. EW MzW-EW ..Der beste Mann im Rat" — das ist Ernst Herzfeld! Wenn ich, um meine Glückwünsche zu seinem 60. Geburtstag aus persönlicher Anschauung und Erinnerung zu formen, mich bemühe, ihn mir so ins Gedächtnis zu rufen, wie er am stärksten auf mich wirkt, so sehe ich immer wieder das eine Bild: in klarer, ruhiger, aber von innerer Leidenschaft getriebener Weise steht er am Nedncrpvdium, oder sitzt er mit uns am Beratungstisch und gibt auch dann, wenn er in Versammlungen spricht, Rat. Er zwingt seine Hörer mit scharfer Logik und zwingenden Beweisen, ihm in seinen Ergebnissen zu folgen. Niemals entsteht der Eindruck, als ob er dem Hörer etwas einreden wolle. Immer empfindet man, daß seine Rede in die Hörer eingeht. Von den beiden Wegen, die man beschreiten kann, um Menschen zu gewinnen.- über den Verstand ins Herz oder über daS Herz zum Verstand, hat er den ersten gewählt. Ernst Herzfeld hat „von der Pike an" dem E. V. gedient, lieber Ortsgruppen- und Landes- Verbandsleitung bis zur Bestellung als Stellvertreter des Vorsitzenden des E. V. ccktz Mitglied des C.-V.-Präsidiums. Für ihn ist der E. V. nicht etwa eine Art von Ersatzjudentum geworden, sondern er will durch den C. V. das deutsche Judentum lebensfester und gegenwartsficherer machen. In kameradschaftlicher Gesinnung und in herzlich dankbarer Verbundenheit grüße ich heute als Wortführer der C.-V.-Leitung und zahlloser Gesinnungsfreunde den Sechzigjährigen und wünsche ihm und uns für ihn In der „C.-V.-Zeirung" vom 10. Januar 1935 sprach ich „auf die Gefahr, anzuccken" aus: Die Fronten innerhalb unserer Gemeinden sind veraltet. Die seit Jahrzehnten führende Partei der Liberalen habe ihr Programm verwirklicht und damit ihre Daseinsberechtigung verloren. Der erwartete Widerspruch ist nicht ausgeblieben. Zwei verdiente Hauptvorstandsmitglieder des „C.-V." haben geantwortet. Heinrich Stern in der „C.-V.-Zeitung" und Willi Katzcnstein- Bielefeld in der „Jüdischen Allgemeinen Zeitung". Beide lehnen meine Auffassung restlos ab. Schwiege ich, so verlöre mein Vorstoß jeden Sinn. Die Streitfrage ist grundlegend; sie darf nicht versacken, nachdem sie einmal öffentlich angeschnitten ist. Und schließlich schätze ich die Opponenten und ihre jüdische Leistung zu hoch, um ihnen eine Antwort schuldig zu bleiben. I. Man muß zwischen l i b e r a l e m Judentum, und der liberalen. Gem c i n d c P a r t e i unterscheiden. Je klarer diese Abgrenzung gelingt, desto sicherer - wird Mißverständnissen vorgcbeugt. Wenn Heinrich Stern ausspricht, daß das liberale Judentum ihm Gewissens- und nicht Parteisache ist, daß es ihm „schlechthin Judentum" bedeutet, so stinnne ich uneingeschränkt zu. Und ebenso richtig ist, was Katzenstein sagt: Der religiöse Liberalismus als echte jüdische Haltung lebt und hat Zukunft. Der „Liberalismus" ist viel älter als der Name, den er gegenwärtig trägt. Und die mit diesem Wort gekennzeichnete geistige Haltung wird voraussichtlich nie aussterben. Vielleicht darf man sein Grundgesetz mit Goethe dahin fassen: „Was du ererbt von deinen Vätern hast, erwirb cs, um es zu besitzen." Mit dem blößen Antritt des Erbes ist es nicht getan. Wird cs nicht lebendig ausgenommen, bleibt die geistige, die seelische Aneignung aus. so muß die Entwertung folgen. Wer eine ererbte Thorcr . prächtig ausstattet, sie im schönsten Schrein aufbewahrt, ohne in sie hineinzusteigen, hat nichts gewonnen. Nur durch Eindringen kann Erbgut ausgenommen werden. II. Damit sind wir bei einem der Gegcnsatzpaare angelangt, von denen Baeck jüngst richtig feststellte, daß sie untrennbar zusammengehören, bei dem Gegensatz von Konservativismus und Liberalismus, von Ueberlieserung und Neugestaltung. Forscht man nach dem gegenwärtigen Stande dieses eivigen Ringens, so rechtfertigt sich die Feststellung: Mindestens in zwei Beziehungen' ist der Liberalismus weit über das Ziel hinausgeschossen. Durch zu einseitige Anerkennung des Individuums hat er — ungewollt — die Gesincinschaft gelockert, sie geradezu in Gefahr gebracht. Und er hat ferner die überlieferte Substanz, statt sie durch Erneuerung zu befruchten, verdünnt und damit entwertet. Die jüngste Hauptversammlung der religiös liberalen Vereinigung bestätigt das unwiderleglich. Sie bedeutet zugleich den Beginn der Selbstkorrektur. Man sieht ein, daß Fehler begangen sind. Und man bemüht sich, sie wieder gutzumachen. IH. Entscheidend ist in dieser Situation allein die Frage: Hat die liberale Gemeinde Partei, als organisierter Machtfaktor, noch Taseinsberrchti^ - gung? Durch das Bekenntnis zur liberalen Auschauung ist sie keineswegs entschieden. Parteien solcher Art sind kurzlebige Zweckgcbilde. Sie strebe:, bestimmte Ziele an, sic setzen sich für Gegenwart s sordecungcn ein, die sic in Programmen zusammenfasscn. Haben sie ihre Aufgabe gelöst. - oder wird sie nndurchsührbar, ist ihr Schicksal besiegelt. Sie sterben ab, auch wenn ihr Apparat noch sortklappert. Tie religiös liberale Partei cnistand. a'.'s die Orthodoxie unumschränkt Herrin der Gemeinden war. Sic setzte sich für eine Auflockerung der erstarrten Uebcrliescrnng ein. Sic forderte Anerkennung des fortschrittlichen Gedankens, Lebensraum für eine zcitbecinflußte jüdische Gemeinschaft. Mit dieser Forderung geü'ann sie -Anhang, Bedeutung und zunehmenden Einfluß. Mit ihr wurde sic der ausschlaggebende Faktor im . jüdischen Gemeindelebcn. Katzcnstein meint freilich: „Noch beherrscht in allen Fragen des jüdischen Rechts und in der offiziellen Anerkennung des Nitnalgesetzcs die konservative Richtung in strengster Observanz da» Feld." Allein dieser Behauptung muß ich nachdrücklichst widersprechen. Ich stehe seit drei Jahrzehnten im jüdischen Leben. Und doch ist mir nicht ein einziger Fall erinnerlich, in dem ein ernstlicher Streit über eine grundsätzliche Frage entstand. Daß die Orthodoxie beanspruchte, in ihrem Kreise nach der eigenen Fasson selig zu werden, steht gewiß nicht entgegen. Ihr das zn ' verweigern, wäre nicht liberal. Ten schlagendsten Beweis für die Stichhaltigkeit meines Widerspruchs liefert die Tatsache, daß bei allen Wahlen der letzten beiden Jahrzehnte derGegensatz orthodox-liberal e n i io c 1) c r keine odcreinerecht untergeordnete Rolle spielte. In Wirklichkeit wurden die Wahlkämpfe um die Gemeindestuben zwischen der liberalen und der Volkspartei ausgefochten. Und dabei ging es um alles andere eher als mn die liberale Weltanschanung. Deren grundsätzliche Berechtigung wurde von der Volkspartei in keiner Weise bestritten. Und weil dem so ist, verlor die liberale Partei immer mehr Anhänger. Uebrig blieb allein ein zahlenmäßig nicht großer Kreis von Offizieren, von Menschen, die ihr Pflichtgefühl dazu trieb, für die Gemeinschaft zn wirken, und die Parteiform, das von wenig Leben erfüllte, organisatorische Gerippe. So sieht die Wirklichkeit aus. Soweit es überhaupt noch Ortsgruppen gibt, sind sie lendenlahm. Nirgends ist frisches Leben, innerliche Anteilnahme an der Partei wahrnehmbar. Man halte mir nicht entgegen, die liberale Partei habe doch recht beträchtliche Wahlstimmen erlangt. Das ist richtig, aber nicht beweiskräftig. Wer weder zionistisch noch orthodox wählen wollte, mußte die liberale Liste hinnchmcn. Wahlenthaltung hätte die Bolkspartei gestärkt und ans Ruder gebracht. Die Liberalen hatten als die alleinigen Vertreter der d c u t s ch - j ü d i - schen — nicht orthodoxen — Richtung Erfolg. Wäre der C.-A. selbst oder unter seine Aegide eine Schwesterpartei als Wettbewerber ausgetreten, so hätte der Ausgang nicht zweifelhaft fein können. Nur durch weitgehende Perfonak- Union und Jdeenverbindung mit dem E. V. hat zur WlmiMwng im Aerliner Kulturbund In meinem ersten Bericht über „Jaakobs Traum" in der vorigen Nummer der „C.-V.-Zeitung" habe ich darauf hingewiesen, daß eine Aufführung dieses Stückes bei aller gegenwartsnahen Symbolkraft, bei allem leuchtenden Glanz der Sprache stets ein Problem bleiben wird. Diese Problematik' ist durch die Verbindung realer und irrealer Welten bedingt, die den Zuschauer in die Notwendigkeit versetzt, den Vorgängen ans der - Bühne mit seiner eigenen Phantasie zn Hrlfe zn kommen. Je weiter sie sich von der Erde entfernen, je mehr sie sich einem Bereich nähern, in dem alles Irdische dem sterblichen Auge entrückt ist, um so stärkere Ansprüche werden an unsere Jllusionsfähigkeit gestellt, und letzten Ende« blerbt immer ein Erdenrest zu tragen pemltch. Die Ausführbarkeit des zweiten Teiles „Faust rst oft em Gegenstand des Streites gewesen, tnsbesondere. weil das Mysterium deS fünften Aktes jcbc Erdennähe aufhebt; und, wenn man em Bersplel aus der modernen Dramatik heranziehen wrll. Gerhart Hauptmanns „Hannele" mußte sich den Vorwurf des Mystischen gefallen lassen, weck die Vcrbmdung von Wirklichkeit und Traum, von Diesseits und Jenseits in der Vorstellungskraft nicht restlos ausgeht. . . Mit ähnlichen Schwierigkeiten hat erneAufführung von „Jaakobs Traum" von früherem zn kämpfen. Die Kulturbundbühne versuchte, unter der Regie Fritz JesinerS. emen «g -ch zwischen den beide» Welten dadurch z H!L ' daß sie die mythisch-lllenschlichen Vorgangder drei ersten Bilder allmählich in d-e ^annn-sim überleitete: di- Vision selbst spielt- " ter einem Schleiervorhang "bder de g z üb-rw-ltlichcn Apparat wirklichk-ltsiern «1“)“ neu liest und von dem sich die «eM»« nnb der Engel durch besondere ' dämmerhast oder im grellen ^anz der ch ' werser. abhobem Im übrigen Prospkete »och Maschinen, »nd "enn auch m Lese. Hinsicht de» szenische» Jntentw»-., des Dichters nicht voll Genüge geschehen/könnte, so blieben in der mächtig aufgebauten Naturszenerie (Bühnenbild Heinz Condell) doch auch die atmosphärischen Einflüsse nicht ohne illusionsfördernde Wirkung. Auch die Darstellung war sichtlich bemüht, sowohl den menschlich-legendären wie beit geistig. - visionären Gehalt des Werkes ausznschöpfen. Walter Hertner spielte den Jaakob. Dieser außerordentlich begabte und ernste junge Schauspieler, dessen sprödes Naturell sich offenbar erst löst, wenn cs mit keinerlei Sentimentalitäten belastet ist, wächst an seinen Aufgaben zusehends empor. Sein Jaakob stieg zwar noch nicht zum Gipfel göttlicher Inspiration auf, und er ließ auch das Jubelnd-Jauchzende der Selbstgewißheit ver- ■ missen, die ihn gegen alle Gefahren der Erde schützt und ihn, trotz quälenden Zweifeln, seinem Gott immer näher bringt; aber es haftete ihm ein Ton schlichter, ahnend-nnbewußter, völlig unpathetischer Innigkeit an, der durch gewisse Mängel . des Sprechens (wie die Dehnung und Betonung ' belangloser Nebensilben) nur unwesentlich beeinträchtigt wurde. Sein Bruder Esau-Edom wurde von Herbert Grünbaum scharf ins Profil gerückt; allerdings wurde der Rolle nicht das Letzte abverlangt, der Ausbruch einer elementaren Leidenschaft, mit der sich der unbeherrschte Naturmensch, einer männlichen Penthesilea ähnlich, mit seiner Hundemeute dem verhaßten Bruder entgegenstürzt. Zwischen den beiden ungleichen Söhnen stand L i l l y K a n u als Mutter Rebekka. Frau Kann ist eine viel zu kluge und gewandte Schauspielerin, als daß sie irgendeine Rolle „derderben" könnte. Aber ihre Natur wurzelt ganz im Wirklichen, im Erdhaften; sie wäre eine ausgezeich. nete Stütze des Ensembles unter Otto Brahm gewesen. Als Rebekka verriet sie wohl den natürlichen Schmerz und die Angst der Mutter um den gefährdeten Lieblingssohlt; sie hatte jedoch kaum das heroische Ausmaß, mit dem sie, die Schwiegertochter Abrahams, die noch ihre List aus dein „Ruf der 9lhnen" herleitet, über ihre Umgebung hinauswächst. Treffend charakterisierte Gerda Klein-Weismanu den nur mühsam gedemütigten Stolz der einen der beiden Frauen Edoms. Ausgezeichnet auch, in der milden, menschlichen, ganz von innen heraus strahlenden Beleuchtung Sigmund N u n b e r g als der phönikische Sklave Jdnibaal, dem Jaakob nach vierzig Jahren Knechtschaft die Freiheit wiederschenkt. In doit überirdischen Bezirken konnten die vier Erzengel der Herren M a r t i n B r a n d t, Ernst Lenart, Bert hold Bernd, Werner Herr mann nicht viel mehr geben als lyrisch gesteigerte Worte. Eindringlicher und nicht ohne magisch treibende, suggestive Kraft sprach Fritz W i st e n den Samacl. ans Luzifers Geschlecht. Dagegen vermochte der helle Klang der Stimme des Quells (Mira R o s o w s k y) ebensowenig durchzudriugen wie die ehcrn-ruhige Verkündung des unsichtbaren Höchsten. Alles in allem: die Aufführung odh „Jaakobs Traum", obwohl sie letzte Wünsche unerfüllt ließ, darf dem Kulturbund als eine neue Tat angerechnet werden, weil sie uns, über die sinnlichen und allegorischen Eindrücke hinaus, in seelische Beziehung setzte zu einer Dichtung, die wie eine „Feuerfackel" über unserem Schicksal leuchtet und uns ans unsere eigene Bestimmung, aus die ungebrochenen Kräfte unseres religiösen, geschichtlichen und sittlichen Seins zurücksührt.- Dr. Hugo Lachmanski. MMes..MW" im KlMurkcriS Breslau Moliöres Komödie „Der Tartüsf" war ein so zeitgebundenes Stück, daß es bei seiner ersten Ausführung in.Paris (1664) einen Theaterskandal hervorrief und für Jahre vom Spielplan verschwinden mußte. Gutzkow hat in seinem „Urbild des Tartüsf" die Intrigen geschildert, mit denen - Moliöre bei der Aufführung zu kämpfen hatte. Wenn sich die Komödie trotzdem durch die Jahr- Hunderte aus dem Spielplan der Bühnen gehalten hat und heute'so frisch und aktuell wie je wirkt, so zeigt daS ihre ewige Bedeutung. Tartüsf dringtin die Familie des reichen Orgon ein, um unter der Maske dex Frömmig. feit die Tochter zu heiraten und die Gattin gleich- . zeitig zu — verführen. Durch die Gattin entlarvt, reißt er Organs Vermögen an sich und verleumdet ihn obendrein beim König, der allerdings im letzten Augenblick den Betrug Tortüsfs erkennt und ihn unschädlich macht. Tie Heuchler vom Schlage des Tartüsf und die gutgläubigen Organs werden nicht aussterben. Das gibt der Komödie den unvergänglichen Wert. Dazu kommt, daß nichts durch gekünstelte Situationskomik von außen hereingebracht ist. Alles entwickelt sich aus den menschlichen Charakteren heraus lebensvoll und lebensecht, so daß zwischen dem heiteren Komödienspiel der Ernst des Lebens durchblickt. Der Kulturkreis Breslau hat 'mit der Aufführung des „Tartüsf" (Erstattssührung am 9. Fe- »— U A faZ tfci» lu -**-*-** „ÄLL-WETTES" unser imprägnierter Loden-Mantel für Herren Reine Wolle mit Kamelhaar; leicht, luftdurchlässig, wasseirabstoßend, ein Loden-Mantel, durch Jahrzehnte erprobt und bewährt M. aber auch zu Math 19,50 22.— bis 46.50 für Damen u. Herren. Fux Kinder entsprach. billiget München C 2 ✓ Sendlingerstr&Se Cegr, 1871 i Fast 600 Angestellte und Ar bätet

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