Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 14 (1935)
- Issue
- 6 (7.2.1935)
- Date
- 1935-02-07
- Page
- – (sequence 20)
- Language
- German
- Belongs to
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ober städtischen Anstalten errechnen ließen, so ergabsich für das Schuljahr 1933 64 folgendes -ockd: Unter Hinzurechnung der drei jüdischen Philolvginnen in Oberschlesien waren im vorigen Schuljahr noch 6 jüdische Philologinueu cm Dienst, d. h. von insgesamt 3437 preußischen Philologi nnen 2 v. T. "Im Schuljahr 1934 35. das im April 1935 zu Ende geht, haben sich die Zahlen noch weiter verringert. Nach den Dieustalters- und Provinzlisten im neuen „Philologeu-Jahr-. buch 193-1 35" ist heute leine jüdische Philologin in gehobener Stellung (Direktorin und Oberstudieurätin) mehr im Dienst. Tätig sind noch 4 Stndienrätinnen (davon 2 Altdeamtninen. 1 in Oberschlesien und 1 Kriegermitwc), d. h. unter 1610 0,25 p. H.. ferner 3 Obcrschullchrerinnen (in diesem Schuljahr erstmalig im Philologeu-Jahrbuch erfaßt), d. h. unter 1809 0,17 v. H (davon 2 Altbeamtiuueu und 1 in Oberschlesien). Unter 1500 Asscssorinnen befindet sich keine Jüdin mehr. Im ganzen sind nach den nunmehr endgültigen Angaben 31 festangestellte und 44 nichtfcstauge-. stellte dem jüdischen Religionsbekenntnis angehörende jüdische Philologinnen ausgeschieden. Mithin beträgt der Anteil der jüdis ch e n L c h r e r i n n c n (PH ilologinnen und Oberschullehrerinnen) au nichtjüdischen öffentlichen höheren Schulen 7 unter 5020 Lehrerinnen an preußischen öffentlichen höheren Schulen überhaupt, das sind 0,14 v. £>. Berücksichtigt man noch, daß sich unter den im Schuljahr 1934 35 vorhandenen preußischen Studienresercndarinncn im Vorbereitungsdienst wohl keine jüdische Ref e r c n d a r i n befindet (genaue Unterlagen dafür liegen noch nicht vor), so ergibt sich nach Hinzunähme von insgesamt 876 preußischen Referendarinnen eine Summe von 5896, so daß der Anteil der jüdischen Lehrerinnen au öffentlichen höheren staatlichen oder städtischen (nichtjüdisihen) Schulen Preußens 1,2 v. T. oder 0,12 v. H. beträgt. Zusammeusassend läßt sich also folgendes feststeilen: Uitter 20 414 Lehrern an öffentlichen, höheren Schuleit Preußens befinden fidj 34 (gleich ' 1.7 v. T. oder 0,17 v. H.) Juden, unter 5896 Lehre rinnen an öficntlidjm höheren Schulen 7 (gleich 1.2 v. T. oder 0,12 v. H.). D e r j ü d i s ch e Ä n - teil an der Lehrerfchaft im staatlichen oder städtischen höheren Schulwesen Preußens beträgt, wenn mann 41 jüdische Lehrkräfte einer gesamtpreußischen Zahl von 26 310 gcgenüberstcllt, 1.6 v. T. oder 0,16 v. H. ten bleiben soll, so darf es meines Erachtens nicht zu weit getrieben werden. Sollte e3 nicht doch etwas zu viel sein, auf die Kosten für ein Paket nach Jerusalem oder ein Tclephougcspräch nach Tel-Arviv eiuzugeheu und sie sogar mit den verschwindend geringen Kosten für einen Luftpostbries zu vergleichen? Wieviele Schüler der Unterstufe wißen, was ein Tclephongespräch nach München oder Danzig kostet? Sieht mau von diesen Schönheitsfehlern ab. so kann das Büchlein in der Hand eines erfahrenen, für diese Dinge interessierten Lehrers ein durchaus brauchbares Werkzeug sein, um den Schülern dieangeschnittenen Probleme nähcrzubriugen und sie zu einer Weitcrbcschästiguug mit ihnen anzu» regen. 8. B. Dr. S. Kaleko: Hebräisch für Jedermann Das Buch stellt sich als eine verbesserte und erweiterte Zusammenfassung des in der. „Jüdischen ' Shmbfdjau' erschienenen „Hebräischen Fernunterrichts", Lehrgang A, vor. (Verlag „Jüdische, Rundschau".) Ganz sicher hat das, was jetzt als Buch vorliegt, in seiner Eigenschaft -md Form als zwangloser Zeitungs-Fernunterricht anregend und anspornend auf viele Leser gewirkt, die sich sd)werer dazu entschließen, ein straff gehaltenes Lehrbuch durd)zuarbeiteu. Unverkennbar und auch mit Erfolg bemüht sich das Bud), Praktisd)es zu bieten und praktisch zu wirken. UnS will scheinen. als ob den grammatischen Erläuterungen im Dergleidie mit dem Umsang der Texte unverhältnismäßig viel Platz eingcräumt wäre, zumal die vier sporadischen „Dikduk-Blätter" das Grammatische noch einmal in knapper Weise recht gut zusammenfassen. Sehr beachtenswert sind die vorangestellten „Lern-Anweisungen". M. Abraham. dW Fußball Handball Ergänzungsbeft für den Rechenunterricht in den jüdischen Schulen Deutschlands. Herausgegeben von Oberregierungsrat a. D. Dr. Erwin Rawicz. Max- Lichtwitz-Verlag (Berlin). Das Rechenheft verfolgt die Absicht, die Schüler und Schülerinnen zum Nachdenken über Umfang und Bedeutung des Judentums anzuregen und dafür au Hand von Rechenaufgaben Nichtwege aufzuweisen. Bon diesem Gesichtspunkte aus betrndjtct, enthält es eine große Anzahl durd)aus geeigneter Ausgaben, die für den Rechenunterricht als zusätzliches Unterrichtsmaterial in Frage kommen können. Natürlich ist cs, wie immer, Sache des Lehrers, eine richtige Auswahl zu treffen und vielleicht die Zahlen in ihrer Darstellung dem Alter der Klasse entsprechend, zu modifizieren. So wertvoll das statistische Material auch sein mag, das den Schülern geboten wird und das doch sicherlich zum Teil wenigstens im Gedächtnis haf¬ Eine ncueclidjc böse Niederlage mußte der vorjährige Neichsmcister des RjF, die BSG 33. von Hakvah Ib in Berlin hinnchmen. Wenn BSG auch mehrere Spieler ihrer ersten 2)lam>; fdjaft in letzter Zeit verloren hat, so ist doch das, was die Elf "am 3. Februar zeigte, alles andere als meisterlich. Audi Hakoah veruwd)te keineswegs zu überzeugen. Der ASG-Torsteher Schwarz war unbegreiflich unsicher und hätte mindestens 3 der 5 Tore gegen BSG verhüten müssen. DaS Spiel sah in der ersten Halbzeit nicht ungünstig für RjF aus. Kurz uad) der Pause brachte RathauS. der sich sein allzu harte? Spiel abgewöhueu müßte, die Blau-Weißen infolge eines Berteidigcrfehlcrs der BSG in Führung. Hakvah Id war auch an Schnelligkeit und Eifer dem BSGern klar überlegen und hatte den Sieg voll verdient. Einen Sieg, der auch ziemlich klar und dennoch ohne große Leistungen der siegreichen Mannschast entschieden wurde, stellte das 3 : 0 » Ergebnis von Hagibor In gegen JSK I in Berlin dar. Bereits zur Halbzeit stand daS Endergebnis fest, wobei man stets das Gefühl einer Ueberkombi- Nation beim Sieger hatte. JSK kämpfte sehr eifrig. Hagibor hatte seinen Besten in seinem Verteidiger Siugermann; bei JSK überragte Meise! in der Verteidigung seine Mitspieler. II. A. C. „Hakoah" im - RjF G e l s e n k i r ch e n I: Sportgruppe NjF M ü n st e r 4:1 (2 : 0). Erst in der zweiten Halbzeit mad)te sid) die spiele-- risd)e Neberlcgenheit der Sieger deutlid) bemerkbar. Bei Münster war die Abwehr zeittvcise sehr überlastet. Das Spiel wurde von der Gelsenkirdiener Läuferreihe gewonnen. Schiedsrichter' Golubier (Dortmund) leitete sehr umsichtig. Sportgruppe RjF Dortmund: „Hakoah" im RjF Gelsenkirchen I 3:6 (2:2). kltach der Pause wird Dortmund Ictcfjt überlegen und kann in Führung gehen. In kurzen Abständen werden vier Tore geschossen, die den Sieg sicherstellen. Gelsenkirchens Torwart und Verteidigung waren ziemlich sid)er, die Läuferreihe wie gewohnt gut. R, L. Am 27. Januar gelang cs dem JTSC 05, Berlin, die Niederlage der BSG 33, die diese vor einiger Zeit gegen den SC Baumwerder mit 3:10 einstecken mußte, in Reinickendorf wieder - gutzumachen. Mit nid)t weniger als 9 :2 zeigten sid) diesmal die JTSCer ihrem guten Gegner überlegen und boten eine stark verbesserte Leistung. Hervorragend der Sturm, der erstmalig wieder mit Dorfmann, dagegen ohne Mello antrat und sich durch geschickte Kombinationen durchzusetzen verstand. Bester Mann der Füuscrrcihe Model, der. gleich gut im Znsammcnspiel und im Sd)icßen, seiner Mauuschast eine große Stühe war. Baum- Werder hatte seinen besten Mann im Torsteher, der viele noä) so sd)ars und genau placierten Würfe durdi eleganteste Abwehrarbeit unschädlich mad)te. Ohne ihn wäre das Ergebnis sehr vielhöher geworden. Während die zweite JTSC-Mannsd)ast nach gleichwertigen Leistungen mit 2 :4 den kürzeren ziehen mußte und die Jugend gegen die „Dritte" BammverderS mit 4:0 gewinnen konnte, siegten die JTSC.Franen hod) mit 7 :0 gegen eine Mannschaft der Märkischen Wasserwanderer, die in keiner Spielphase an die Leistungen der JTSC- Elf hcranreichte. And) die BSG 83. die sid) die Abteilung Adlershof der TS-Groß-Berlin zum Gegner verpflid)tet hatte, kam zu einem hohen Erfolge. 8 :1 blieben die Adlcrshofer gesd)lagen. In den Berbandsspielen des 26. Januar gab es wenig interessante Begegnungen. Daß Bar Kochba in bester Besetzung den JBC Maccabi sd)lagen würde, war klar. Das 17:1- Resultat ist zwar etwas hod), doch muß man den Boxern den vierfad)en, durd) Krankheit vernrsad)ten Ersaß zugute halten. Nicht so glatt, wie erwartet kommt dagegen der 4:0-Sieg der 1. Frauenmannschaft des Bar Kochba gegen JTSC 05 II, die sich gegen die körperlid) kräftigeren Gegnerinnen erfolgreich zur Wehr setzen konnten. F. RjF Breslau I — TD Friesen Brokau II 5:5. Schon nad) 5 Minuten lag NjF in Führung. Eine Schwäd)eperiode der Frontbundleute nützen die Gegner aus, sie können das Halbzeitergebnis mit 4:8 zu ihren Gunsten gestalten. Nach der Pause gelingt es RjF bald den Ausgleid) zu erzwingen. Bor dem Hauptkamps standen sich die Jugend- Mannschaften beider Vereine gegenüber: die durd) Ersatz gesd)wäd)te RjF-Mannschast verlor 20 :1. H. Br. Schwimmen Am 26. Januar veranstaltete die Berliner Sport-Gemeiuschast 1933 aus Anlaß des einjährigen Bestehens ihrer Schwimmabteilung ein Schwimmfest. in dessen Nahmen auch die diesjährigen Klubmeisterschaften zum Austrag kamen. Es gab in dem abwechslungsreichen Programm eine große Anzahl guter Leistungen, die von dem red)t zahlreich ersd)ieneuen Publikum mit Begeisterung ausgenommen wurden. Von besonderem Interesse war der Start der noch vom letzten Schwimmfest her bekannten Studentenweltmeisieriu Lolo B a e r. die sid) in guter Form , befand und. ohne sid) auszugeben, im 200-Meter- Brustschwimmeu in 3.33,3 vor den BSG-erinneu Gerda Korn und der jungen Gisela Schneider den ersten Platz belegte. Ausgezeichnet war daneben and) die Leistung T i ch a u e r s , der im Herreubrustsd)wimmeu über 200 Dieter in der guten Zeit von 3.16,2 Klubmeister vor Edgar Lewin und ' Goldschmidt wurde. Klubmeister wurden des weiteren noch im Herrenrückenschwimmen der Olympiakandidat Bernd Mey sel (1.26,4) und Ernst Flörsheim in der Sprintstrecke über 40 Meter, in der er iiu 23.8 Meyfel und Heinz Lewin. den späteren Meister im HH-Meter-Kraul, zu schlagen vermod)te. Eine große Anzahl von Wettbewerben war auch den: Nachwuchs gewidmet, aus den die Schwimmabteiluug der BSG mit Recht stolz sein kann. Zum Schluß brachte daun ein Wasserballspiel noch einmal die Zuschauer in Stimmung. Nad) guten Leistungen beider Mannschaften, nad) denen die Aussichten der BSG auf den demnächst stattfindenden Neichsschwimmmcisteri'chastcu des R. j. F.-Sportbundes als sehr gut be-.eichnet werden müssen, gewann die ^.-Mannschaft mit 14 :6 Toren. F. Hockey . . In den Berliner Hockeyspielen überrascht die in den letzten Wochen stark zutage getretene Form- Verbesserung der JTSC-Mauuschafteu. Nachdem am 20. Januar die 1. Männermannschaft des JTSC trotz Ersatzes der ersten Vertretung des Teuuisklubs Bar Kochba mit 3:2 das Nachsehen geben konnte, gelang am 27. Januar den JTSC- Damen ein überraschender Erfolg gegen die Damen des Bar Kochba. Das Spiel endete torlos unentschieden und zeigte eine ausgezeichnete Abwehrleistung der JTSC-Hintermam,schast. F. Schwerathletik Die Schwerathlctikabteilung der Sportgruppe im RjF Breslau veranstaltete Wettkämpfe im Gewid)thcben. Jiu-Jitsu und Ringen. Am Anfang wurden Freiübungen und Kampfgcisfe im Ringen und Jiu-Jitsu gezeigt. Ten Abschluß bildeten Wettkämpfe im Ringen und Jiu-Jitsu. 8. Br. Der jüdische Ruderklub „Ivria", Berlin, begeht im Februar sein 25jähriges Bestehen. Der Deutsche Makkabikreis führt am 24. Februar im Stadtbad Wedding, Berlin, Gerichtsstraße 95. ein internationales Schwimmfest durch. Der dänisch-jüdische Ringkämpfer im Leichtgewicht. Abraham Kurland, der auf der ersten Makkabiab 1932 den Meistertitel errungen hat. wird auch auf der zweiten Makkabiah in diesem Jahre starten. (UM M V<h KgfÜ WtzW M, ß>MjSVGvWvi- °) E ,,' IJr.MJ Schulwork der Ado»» tsroal B«rlln\ REALGYMNASIUM OBERLYZEUM VOLKSSCHULE Einxi ia jüdische konsesslonlert« HANDELSSCHULE Kaufm. Abendkurse Anmeldungt Siegmundshof 11 13 Uhr. Telephon« Tiergarten 6913y lliupveroin Msclier Juden e.) VoüissdiuSe für Knaben und Siädchen Eröffnung: April 1935 Berlin W.15, Joaehlimthalor Strass« IB Anmeldungen nimmt entgegen die CfisMsslellB des Bildunoovereins deutscher Juden e.¥. Berlin N. 24, Johannisstr. 16 Fernruf« Dl Norden 5150 5xiq2sSttas$&wzQ&i Onhnlo für Modezeichnen, UulluliJSchneidern und Zuschnoldnn. Freiprospekt. Tages* u. Abendkurse. Sprachst.« Dienstag u. Freitag, 3*5 Uhr Wilmersdorf. Kaisorallee 173 Toi.: H 7 2049 9 Uhr morgens um) während der Sprechzeit. Private WaBdschulo Grunewald Leitung» Frau Toni Lossler Hegenstr. 54 PraMORSeS^§© H 9, 2551 Beginn de» neuen Lehrgangs Ostern 1935 Anmeldungen baldigst erboten Prlvatschulo Poitoson OerMn W lö, Pariser Str. 4 i 2 677C tGrund8chutkl.aUest(r.t.Kn&b.u.MBdchen Iemoinsam. - Lyzealklass.VI-1 f. MSdchen ufne.hmen <3r Kinder aller Konleesionen. 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