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Central-Verein-Zeitung · 1935-01-31 · 5 (31.1.1935) · page 5

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Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
14 (1935)
Issue
5 (31.1.1935)
Date
1935-01-31
Page
– (sequence 5)
Language
German
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Nr. 5 1. Beiblatt 31. Januar Der Tor aachreib er, Gemälde von Professor. Erich Wolfsfeld. rhol. Herbert Sonncnfcli (Berlin) seiner Welt liegen, sind sc» weit von ihm fort, so legcnes Lächeln für sie übrig hat. sehr entfernt, daß er nur mehr ein leises und über- RudoII Mehiitz. Mitten in der Weltstadt Berlin, mitten unter den 3150 OOO Juden dieser Stadt, die — trotz mancher Einseitigkeit — die verschiedensten Berufe misübcn. lebt ein Mann, der ein ganz mittclaltcr-- licheS Handwerk betreibt, der seine Tätigkeit noch ganz so nusübt, wie man sie einst vor vielen hundert vor tausend Jahren ausgeübt hat. Wir meinen den Sofcr, den Niann. der die Sefer Thora abfdircibt — wir meinen den Thoraschrcibcr von Berlin, denn es gibt in ganz Berlin — und viel, leieiit in ganz Deutschland — nur diesen einen Manu, der berufsmäßig Thorarollen schreibt. Bon dem großen Platz mit seinen jagenden Autos. seinen riesigen Hochhausblocks, seinein drei, stückigen Bahnhof unter der Erde sind cS nur wenige Minuten bis zu jenem grauen, häßlichen Mietshaus, an dessen Eingang ein kleines Schild in hebräischen Buchstaben img anzeigt, daß hier der Sofer wohnt. lieber eine wendclige ausgel’hot. Herbert Sonncnfcld (Berlin) tretene knarrende Holzstiege gelangt man hinauf in die Wohnung deck Thoraschreibcrs. Soferim sind niemals wohlhabend gewesen. Tie spärlichen bescheidenen Möbelstücke dieses Raumes beweisen, daß auch — oder erst recht — in unserer Zeit das Schreiben der Thora zwar eine fromme, aber nicht sehr einträgliche Beschäftigung ist. Inmitten des Zimmers sitzt an seinem Arbeitstisch der Thoraschreibcr mit seinem langen dunkelweißen Bart. Bor sich hat er gerade eine Thorarolle ausgebreitet. In seiner Hand, die sehr schmal und zart ist, hält er den Gänsekiel, taucht ihn ein in die Tinte und malt einen Buchstaben auf das Pergament. „Ta war nämlich ein Fehlers erklärt er, als er unseren fragenden Blick sieht, „beim Vorlesen hat man cs gemerkt. Ich habe nun eben das Aleph ausradiert und an seine Stelle ein Ajin gesetzt." „Haben Sie diese Thorarolle hier selbst geschrieben?" „Nein — diese nicht. Ich habe ja l)eute über- Haupt nicht mehr viel zu schreiben. In dicsenr Jahre habe ich noch gar keine Thora geschrieben. Nur kleine Ausbesserungen, Nachziehen undeutlich gewordener Buchstaben und ähnliches. Wenn heute wirklich mal in einer Synagoge eine Thorarolle unbrauchbar wird. dann gibt es immer noch genügend andere, die man gebrauchen kann. Aber eine neue wird nur sehr selten bestellt." „Tas ist wohl auch sehr teuer?" „Wenn ich eine Thora schreibe, so kostet das 1200 Mark. Das hört sich vielleicht im ersten klugenblick viel an. Aber ich brauche, da meine Augen heute nicht mehr so gut sind, immerhin fast ein nnuzes Jahr, bis ich eine Thorarolle geschrieben habe. Und die Mnterinlkostcn sind ja auch recht bedeutend. tV) Pergamentbogen werden für eine Thorarolle gebraucht." „Und wieviel Rollen haben Sie bisher schon geschrieben?" „Etwa 05." „Da können Sie doch sicher vieles bald auswendig?" „Ja — aber nichts darf auslvcndig geschrieben werden. Ta sind ganz genau alle Regeln und Borschriftcn zu beachten. Jeder Pergaincntbogcn muß zunächst — durch Einrißen — senkrechte und waagerechte Linien bekommen; dann erst wird darauf der Text geschrieben — und zwar mit Tinte, für deren Zusammensetzung ebenfalls lvstimmtc Borschriftcn bestehen. Tie Tinte fertige ich mir selbst an. Der Text muß nun genau nach einer Vorlage abgeschrieben werden. Auch die Anordnung und Einteilung auf den Zeilen und Spalten jedes einzelnen Bogens ist genau geregelt. So gleicht eine Thora völlig der anderen. Zum Schluß wird noch einmal Korrektur gelesen. Und dann soll eigentlich kein Fehler mehr darin sein. Trotzdem kann es natürlich mal geschehen; dann muß er aber ‘ sofort.verbessert werden." So wird die Thora heute noch mit dem gleichen Text und in der gleichen Weise niedergeschrieben wie vor Jahrtausenden, lieber alles Geschehen undüber alle Ereignisse der Zeiten himveg hat sich die Lehre, die Israel einst am Sinai empfangen hat. in ihrer ursprünglichen Form unverändert erhalten. So wenig sich am Text selbst geändert hat. so wenig auch an der Art der Niederschrift. Diese Tatsache ist es wohl auch, die uns veranlaßt zu meinen, ein Bild aus vergangenen Jahrhunderten fei plvtzllch lebendig geworden, wie wir dem Thoraschreiber bei seiner Arbeit zuschauen. So wie dieser Mann hier an seinem Tisch vor der Thorarolle sitzt, so haben die Thoraschreibcr vieler vergangener Generationen an ihrem Tisch vor der Thorarolle gesessen. Tie Thora ist die gleiche — und e8 scheint dieser Raum hier auch der gleiche zu sein wie der irgendeines anderen Sofer vor vielen hundert Jahren. Ja. cs scheint fast, als lebe sogar dieser Thoraschreiber selbst hier gar nicht in unserer Zeit, in dem ruhelosen zwanzigsten Jahrhundert. Er lebt — so scheiill cs — ganz eingesponnen in seinem Beruf; er hat die Thora nicht nur dreißigmal abgeschrieben. er hat sie ebenso oft ganz in'sich ausgenommen — sie ist ihm zum Lebensinhalt geworden, nur in ihrer Welt lebt er. Und alle Dinge, die außerhalb dieses seines Lebensinhaltes, dieser ÄLUÜQ M<2]j* (Crn‘ L.-Ä.-ZM in Leipzig FeHx-GoILmaim>8eLöldtiMc!cr und MMcidciMe Landksverbandstagung Zu einer Gedächtnisfeier für seinen dahingegangeuen Laudesverbandsvorsitzenden. Rabbiner Dr. Felix Gold m a n n. hatten der Landesverband Mitteldeutschland und Ortsgruppe Leipzig des (5.-B. die Leipziger Gemcindeangchörigen wie die auSivärtigen Delegierten in die feierlich geschmückte Cpnagvge Gvttschedstraßc eingeladen. Die Feier, die unter Teilnahme aller Schichten und Kreise der Gemeinde stattfand, hintcrließ einen nachhaltigen tiefen Eindruck. Weit über 1000 Menschen, unter ihnen die Familie des Bcrewigtcn und führende Persönlichkeiten deS Leipziger jüdischen Lebens aller Richtungen, füllten die große Synagoge, um noch einmal des dahingegangenen Seelsorgers und E.-D.-Führers zu gedenken. Den Altar umstanden die deutsch.jüdifche Jugend in Tracht und Wimpel sowie Chargierte deS Alt-Herrenverbandes der K.E.-Verbindnng Saxo-Bavaria in Couloeur. Nach dem Largo (v-moll aus op. 10 Nr. 3) von Beethoven, von Alfred Simon, dem Organisten der Synagoge gespielt, singt Emil Fischer (Weimar), einer der persönlichen Freunde deS Verewigten. „Ich wandte mich und sähe an" aus den vie'- ernsten Gesängen von Brahms. Der Vorsitzende des E.-V. Justizrat B r o § - nitz ergreift das Wort, um ein Bild vom Menschen Felix Goldmann zu zeichnen. Bei stärkster und hingebungsvollster Erfüllung seiner seclsorgerischcn Pflichten sei wohl kaum ein Tag im Leben Felix. Goldmanns vergangen, an dem er nicht auch im Dienst unserer Sache gearbeitet habe. Wenn man auf das Leben von Felix Goldmann blicke, so ergebe sich auch nach strengsten Maßstäben ein Bild von schöner Klarheit. Ol, er im Gvtteshause predigte, ob er im engsten Freundeskreis diskutierte, er sei immer derselbe Mann gewesen. Er habe die schönste Tugend bcseiseu, die man unter uvS Juden finden kann: eine bis ins alleräußerste gehende Liebe zur Wahrheit, ein Eintreten für seine Gedanken mit allen Kräften, mit ganzem Herzen und mit ganzer Seele. Er sei ein Träger der alten Propheten und doch ein ganz moderner Mensch gewesen, ein Arensch, der, weil er dauernd mit sich rang, Verständnis gehabt habe für jeden gleicher Haltung. Darum habe Felix Goldmann die Eigenschaft gehabt. auch den Gegner zu verstehen und zu würdigen. Der Redner begrüßte die Felix-Goldmann-Stiftung zur Erinnerung an den Toten zur Unterstützung armer Waisenkinder. „Wir wollen uns den Trost bereiten", so schloß Justizrat Brodnitz, „daß wenn wir zurnckdenlen an Felix Goldmann, wir uns sagen dürfen, Felix Gold» mann, du lebst!" Nach den Worten von Justizrat Dr. Brodnch hielt Syndikus Dr. Alfred H i r s ch b e r g das Wort eine Würdigung der geistigen Leistung von Felix Goldmann. „Tank und Gedenken bedürfen einer Rechtfertigung. Verdient cs der Tote, daß über sein Grab hinaus sein geistiges Schassen vorbildlich sei? Tas Leben des Menschen Felix Goldmann ist in feinen Werken über- M MAöMMW mm ein Meemch M LemnsiÄunM Die Reich svcrtretung der deutschen Juden teilt mit: Die Reichsvcrtretung hat sich an die Schriftlcitungen und Berlage der 'jüdischen Zeitungen, Zeitschriften und Gemcindcblättcr gewandt und hat ihnen eine Reihe von Vorschlägen betreffend die Ankündigung und Berichterstattung über Veranstaltungen gemacht. Es soll in Zukunft nur noch über künstlerisch, geistig oder organisatorisch bedeutsame Veranstaltungen berichtet werden. Gleichzeitig ist die Reichs-Vertretung an die Vorstände der Organisationen sowie an die Verwaltungen der Gemeinden herangetrcten und hat sic ersucht, sich in der Planung eigener Veranstaltilngcn größtmögliche 'Zurückhaltung ansznerlcgen. Zahl. Form und Inhalt der jüdischen Veranstaltnngen müssen durch die Rücksicht auf die Gesamtheit des deutschen Judentums bestimmt werden. Tie jüdischen Veranstaltungen müssen ein Spiegelbild der Lage und Haltung der deutschen Juden sein. JBftM KMMö" im iMSrn Kullurbund Mein-Nichr StL'fcS Stück. büS dm Respekt vor dem lebe». \ und leidenden Menschen predigt. hat nichts Gehalt verloren dadurch, daß wir in emer it stehen, die den Menschen mehr nach biolochen Gesetzen werten. Vielleicht wirkt es sogar stark und eindringlich aus den unserem Heute gegengese^ten Strömungen seiner Entstehungsiche. Wenn wir irgendwo dem Stück gcgcnnver e Distanz empfingen so hat sie nichts nut dem :rk. das ein Kunstwerk bleivt, zu tun. Sw aus der Tatsache, daß Gerhart Hauptmn das Publikum in die Probleme deZ. Dwnxnlebens hineinzog und klarmachte, daß man id wissen und bekennen dürfe. Seit dieser Zen über uns so viel verbindend und ^rbiirdlrm hweres dahingcgangen. daß wir manches Wort gern gesprochen hören — es sck-emt sentnnen ' weil wir seinen Ersahrungsgehalt gelebt Diese eventuelle Möglichkeit der Distanz zu mancher Kramer-Szene ist für den ernsthaften Theaterbesucher in der Kölner Vorstellung ausgeschaltct, und zwar durch die Aufführung. Was an Durchdringung der Rolle des Michael Kramer geleistet werden kann, ist durch die Darstellung Hans Hi n rich8 wohl absolut geschehen. Kein Zug des alten Kramer geht verloren, er steht da,; knorrig, sicher durch den Segen der Arbeit, gerecht ' und wahrhaft, zweifelnd und verletzlich, aber auch gradlinig im Privaten. Der Versuch, den Schluß vom Materialismus weg ins Mystische zu spielen, hob nicht nur die Wirkung, sondern auch den tiefsten positiven Gehalt des Stückes. Rolf W. F e l d h c i m war als Sohn Arnold ein ausgezeichneter Partner. Er hatte den griinmigen Humor und die Selbstvcrhöhnung aller klugen und schwachen verlorenen Menschen lute den natürlichen Schrei der tief actrosseneu Kreatnr und baute die Vielfalt in Geste und Ton zu einer einheitlichen Leistung znsam- , me». Seine Schwester Michaline, nüchtern, ernst, in der Realität lel>eud, Herz und Gefühl in herber Disziplin, wurde durch Fried! Münzer erschütternd lebendig. Die eigene Art dieser Schauspielerin wiederholt sich nie. sic ist mit;eder Rolle neu und anders, was für den Bühnenkünstler die notwendige, aber so seltene Boranssetznng ist. So verdankt man ihr. bei der Stille der Rolle und aller Gehaltenheit der Form, stärkste Eindrücke des Zllnmds. Als Liese Bäntsch sah man Franziska Goldmann, die die Mischung von Frechheit und Harmlosigkeit durchaus traf.. Frau Berger gab die Rolle der Mutter, die ratlose Wärme, die Frau Kramer charakterisiert. Hugo Schuster war ein sympathischer Lachmann, sicher und geschmackvoll im Spiel. Seine Frau wurde von Leni Steinberg frisch gezeichnet. ' In kleineren Episodenrollen waren die Herren .Friedeberg, Koninski. Rutkowskc und Löhnen gut am Platze. Die Inszenierung lag in den Händen des bewährten Frankel- F r o o n. __ ' Ll S* Die frühere Opern, und Konzerisängerm Car, lotta Cambiati starb am 19. Januar in Berlm im 65. Lebensjahr. Ausgebildet in Wien von Geiringer, debütierte sie in Berlin als Hedwig m der Weinbergerschen Operette „Die Ulanen ,und - wirkte als Opernsoubrette an den Theatern Graz, Esten und Elberfeld. Sie studierte dann in Berlin bei Frau -Nicklaß-Kempner Koloraturen. Nach ihrer Verheiratung trat sie nur noch als Konzertsängerin auf. Gern stellte sie ihre Kunst für charitative Zwecke zur Verfügung. Konzerte mb -Mtröge in Berlin und im SM In einem Knlturbundoortrog in Berlin gab N. E h r c n r c i ch einen Ueberblick über Vergangenheit und Geschichte der Svnagogalmusik und zeigte, geschickt zusammensassend, die Wechselfettigen Beziehungen zwischen unserer religiösjüdischen Musik und der Kunst der Uniwelt aus. 'Aus dem reichlich vorliegenden Schallplattenmaterial wurde eine Auswahl gebracht, die den Einfluß der alten Tempelmusik auf den gregorianischen Ehoral, den des italienischen Stils, auf spätere Rezitatttmssormen im Osten deutlich crkenueu ließ. Der höchst diszipliniert singende Männerchor von Ehcmja W iitaiuer brachte zwei Stücke auS dem Repertoire feines letzten Konzerts. HannS I o h n ergänzte das Programm durch einige kantvrale Gesänge, die er durch die Intensität seines Vortrags, der die Grenzen des Geschmackvollen und Kultivierten aber nie überschreitet, sehr eindrucksstark gestaltete. Der Orgelbegleitung ließ Organist Hermann Schwarz eine sorgsam abgetönte Registrierung zuteil werden. Ein Hauskonzert bei Dr. Moses bot ein nicht gerade originelles, aber doch wirksam und überlegt znsammengestelltes Programm Hede Türk,' an diesem Abend besonders gut disponiert, berührte durch die Schlichtheit und Wahrhaftigkeit ihrer innerlich durchlebten Liedgestaltung ungemein sympathisch. Bei Duetten von Mendelssohn unb Haydn hatte sie in Toni D a s e n (Alt) eine Partnerin, die sich ihr in Stimme und Ausdruck sehr glücklich anpaßte. Auch als Solistin zeigte die Altistin beachtenswerte stimmliche Qualitäten. Wenn die Höhe der Mittellage noch stärker angeglichen wird, der Uebergang sich reibungsloser vollzieht, der Atem gelegentlich bester gestützt und die Bereitschaft zu einen! intensiperen Ausdruck noch wesentlich gesteigert wird, dann sind bei dieser Sängerin besonders erfreuliche Er-., gebniste zu erwarten. Dr. Willy Aron begleitete mit zu trockenem Anschlag, ging aber den- Nuancen, der Solisten mit Geschick nach. Die Wiedergabe von Schuberts IZ-dur-Trio — gespielt von Berthold Goldschmidt (Klavier), Charlotte N o | c n (Violine), Fritz Walle uberg (Cello) — erhielt ihre Impulse vom Pianisten, der dem Ganzen eine plastisch gegliederte, rhythmisch stark akzentuierte Linie gab. L. A. Zehn junge jüdische .Künstler, noch sehr im Anfang ihres Könnens, und aus allen Gebieten der Kunst von der großen Oper bis zum Variete, haben sich zu einem Ensemble zusammengetan und versuchen sich mit einem leichtbeschwingten Epiclgemisch vom Sketsch bis zur Operngroteske, einer Art Phantasie über „Hofsmanns Erzählungen", das manchmal toll und manchmal banal ist, aber immer harmlos-heiter, im ehemaligen Logenhans,. Joachimsthalcr Straße, in Berlin. Am besten gelingen die Chansons von Gerti K u t h a n, die Musik von Kurt H e r - w e g ist schinissig, aber auch die anderen, Bianca E k z h o l z, Ruth M a n d u S, Margrit R o s n e r, Leo H u t h , yiolf K ainz, Martin R o s e n , Heinrich K orn und Paul Lichteustern geben sich Mühe und haben bei dem bcifallstüchtigen Publikum Erfolg. K. J. R. Das Kultnrbnndguartett Rhein-Main mit Professor Hans B a s s c r m a n n, Ernst Drucker, Richard K o r p und Professor Robert Mendelssohn musizierte in vorbildlicher Form in einem Kammermusikabend in Mainz. Neben dem Streichquartett in G-dur von Haydn und dem in A-clur von H. Eül war es vor allem das lü-moll-Ttreichquartett von Beethoven, das den Zuhörern zu einem besonderen Kunstgenuß wurde. Hermann S ch c y, Berlin, wurde wieder wie im vorigen Jahre in einem Liederabend stark gefeiert. Wir hörten Lieder von Beethoven, Schubert, Mahler und Hugo Wolf. m—1. Das Münchener Iüdisch-e Vokalauartett — Sonja Ziegler (Sopran), Emma Färber (Alt). Walter Nies (Baß), Dr. Paul Kuhn (Tenor) — konzertierte in Karlsruhe. Auf deni Programm standen deutsche Lieder, Duette und Quartette sowie jiddische Volkslieder. Die musikalische Begleitung hatte der Münchener Synagogenchoxdirektor Dr. Josef Ziegler. Der Eindruck, den der Abend vermittelte, war nicht ganz einheitlich. Man spürte den Dienst am Werk und die ernste Bemühung, die darangesetzt war, aber es fehlte' einem die Begnadetheit, von der etwas in jedem Sänger sein muß. Und gerade, wenn man sah, wie soviel

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