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Central-Verein-Zeitung · 1935-01-24 · 4 (24.1.1935) · page 5

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Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
14 (1935)
Issue
4 (24.1.1935)
Date
1935-01-24
Page
– (sequence 5)
Language
German
Belongs to
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Nr. 4 1« Boiblc«) 24. 3anuor 119 ii# „119 Kilometer" steht auf der Fahrkarte, die du m der Tasche trägst, aber der Schnellzug, der einer: diese Strecke fahren soll, trägt die Aufschriften „Noma. Ventimiglia, Marseille" und es ist verlockend genug, sich auszumalen, daß du jetzt alles im Stich liehest und dich nicht wieder von deiner Bank erheben würdest, als bis der südliche Riviera'Himmel vor dir aufleuchtete. Wir sind ja überlegt genug, uns keine Illusionen mehr zu machen, und zudem betritt eben der Schaffner das Abteil und stellt fest, daß der Schnellzug an dem kleinen Ort. zu dem du willst, gar nicht hält, so daß du schon an der nächsten Haltestelle in einen Lvkalzug umsteigen mußt. Es liegt übrigens gar nichts Besonderes vor, ganz Alltägliches eigentlich, das sich heute in unzähligen Bariationcn wiederholt: eine jüdische Gemeinschaft in einer ganz kleinen Stadt hat um einen Vortrag zu einem bestimmten Thema gebeten, und da die Erfüllung solcher Bitte nur selbstverständliche Pflicht ist, hat man um sechs Uhr die Berufsarbeit beiseite gelegt, um dieser anderen Aufgabe nachzukommen. Am anderen Morgen freilich verlangt dich der Berus wieder, so daß du noch in der Nacht zurücklchren mußt, aber was macht denn eine solche Nacht aus? Andere haben größere Opfer gebracht. 110 Kilometer — das ist keine lange Strecke und dennoch viel Naum. Denn wie man den Eerucindesaal der kleinen Gemeinde betritt, spürt mau deutlich, daß man hier in einer ganz anderen Umgebung ist als derjenigen, ans der man kommt. Das ist gefährlich, und es ist anregend, und wie du hier rnit siebzig Menschen in einem Raum bist, von denen du einen großen Teil als gleichgültig oder feindlich der Idee gegenüber weißt, um derctwillen bu hier stehst, ahnst du, das; ganz andere Dinge hier wichtig und entscheidend sind als dort, wo du sonst bist. Und du kämpfst um diese Menschen, um ihre Gesichter, ihre Herzen und ihre Hirne. Aber so gewiß es auch ist. daß nicht nur ihre Sprache anders ist als die deine — wo du vor so kurzer Zeit noch warst, erklingt die Weiche und freundliche Mundart oberrheinischen Landes, hier das härtere Allemannische, auch aus jüdischem Munde —, auch ihr Denken, selbst ihr Fühlen ist anders, und doch weißt du dich in enger Dcrknüpftheit zu ihnen allen Du studierst die ganz fremden Gesichter und erkennst staunend: wohl haben andere Ereignisse und Geschehnisse, auch andere Eindrücke hier ihre Spuren hintcrlassen als bei dir. aber was sie hinoingeschrieben haben, ist ja im Grunde doch das Gleiche, das Ewige des Judentums. Referat, Diskussion. kleine Unterhaltung Bet einer Tasse Kaffee — wie schnell geht das alles vorüber. Aber immer deutlicher wird das Gefühl der Zusammengehörigkeit, und als der Zug zur Rückfahrt eintrifsr. will es dir scheinen, als nähmest du von einer Heimat - Abschied. Die Bahn allerdings bringt dich wieder nicht ganz bis zum Ziel, sondern nur bis zu jener Stadt, in der du auf dem Hinweg umsteigen mußtest. Aber es kommt so. daß kein Schnellzug zum Anschluß da ist, der nächste überhaupt erst in zwer Stunden zu erwarten ist. Hinaus aus dem Bahnhof also und in die Stadt hinein! Sie ist um diese Zeit völlig menschenleer, kaum einen einzelnen sieht man auf der Straße. Es ist wunderbar, eben so durch fremde und leere Straßen zu laufen, aber mehr zufällig als aus Ortssinn konmit man zur Synagoge. Das ist kein Prunk- ^»au, aber andächtig bleibt man stehen, denn es ist ja heilige und stolze Erinnerung: in diesem Haus hat dein Großvater gewirkt und geschafft/ Und du fühlst dich wieder an jene Ahnenkette an-' geschlossen, die jüdischen Menschen von jeher Stärke verliehen hat. Ist es Einbildung oder Phantasie, daß du glaubst, aus den wenigen Minuten, die du hier standest, neue Kraft gewonnen zu haben? Es mag schon so sein. Und wie du dann weitergchst, weißt du: daß ein Stück vom Leben dieser Stadt auch dein Eigentum ist, unverlierbar. Das ist dann auch noch mit dir, als du wieder im Schnellzug sitzest, im internationalen Wagen, der von der Schweiz nach Amsterdam fährt. Es verläßt dich auch nicht, wenn du wieder in deiner Stube bist, um wenigstens noch ein paar Stunden Schlaf zu haben, weil ja die Arbeit am nächsten Morgen so intensiv wie sonst ihr Recht verlangt. Von einer nur kleinen Reise bist du heimgekehrt, und doch hast du in den zweimal 119 Kilometern so viel gelernt.. Laus Samter, , das Verständnis der Eltern für die bündische Arbeit zu erwecken. In der Aussprache kam die Zustimmung der Versammelten zur Haltung des C.-V. in den Jahren seit dem Umbruch und zu seiner praktischen Arbeit zum Ausdruck. Ebenso wurde die Entschlossenheit anerkannt, mit der die deutsch-jüdische Jugend ihr Schicksal zu meistern sucht. AraiLMurg Am 20. Januar sprach in einer Gemeinde- Veranstaltung in Fürstenwalde a. d. Spree Dr. Rudolf H. Heimansohn (Berlin) über „Deutsch-jüdischer Zukunftswille". Die - Veranstaltung, die in der Synagoge stattsand, war außerordentlich stark besucht. Sie war von musikalischen Darbietungen umrahmt. In der Fraucngruppe Leipzig sprach der Syndikus des Landesverbandes Mitteldeutschland, Kurt S a b a tz k y. über „Probleme' der Zeit." Der Vortrag, an den sich eine rege Fragestellung anschlvß, fand lebhaftes Interesse. MWElMd Die Ortsgruppe Bautzen hatte zu einem Vortragsabend erngcladen, bei dem Kurt S a b a tz k y über das Thema „Jüdische Aufgaben in deutschen Landen" sprach. Der Saal im Kolpinghaus konnte die Erschienenen, unter denen sich auch eine Reihe' von Freunden aus der Umgebung befand, nicht fassen, so daß im letzten Augenblick ein größerer Saal genommen werden mußte. Der Vortragsabend, der unter Leitung von Fabrikbesitzer Curt A l t m a n n stattfand, bewies, daß die jüdischen Grenzbewohner von Westsachsen treu zum C.-V.- Gedanken stehen. Weiterhin wurden die Ortsgruppen Zittau und Löbau vom Landesverbands-Syndikus besucht. - VM ZE GMMM 8m Atelier bei Eduard Einschlag Der Maler und ' Radierer Eduard Einschlag (Leipzig) zeigte uns in seinem Atelier im Nikisch-Haus, auch Märchenhaus genannt, das soeben fertiggestellte und der Leipziger jüdischen Gemeinde gestiftete Felix-Goldmann-Bild. Ein- C.-V.-Kzlesude? Landesverband Mitteldeutschland 2fc Scm-ar, 20 Uhr: Leipzig: ffcl«- Goldmann- Gedächtnisfeier. Ansprachen: Just:,rat Dr. Juirus Drodnitz (Berlin), Dr. Alfred Herfchderg (De.lni). Gesang: Ennl Fischer (Wemiar). Orgel. Al.red Simon (Leipzig). Synagoge Gottschedstcaße. 27. Januar, II Ahr: Leipzig: . Dclegiertcutagn-g des Landesverbandes. Jufturat Dr. Justus Brodnitz (Berlin), Dr. Alfred Hirschbcrg (Berlin). „Die Lage der Juden im Reich." Landgerrchtsrar i. R. Dr. Kurt Cohn und Syndikus Kurt Gabatzly: „Die Lage der Juden in Mitteldeutschland." Landesverband Groß-Berlin M. Januar, 20 Ahr 00 Min.: L.-B.-Frauenarbeitsgemeinschaft. Margarete Fried: „Die deutschen Juden zur Martin Luthers." Logcnhaus, Kleissstraße 10. 28. Januar, 20 Ahr 15 Min.: Ortsgruppe Osten: *2 Vortragsabend. Rabbiner Dr. Manfred Emar- 4 fcnfti), Dr. Goa Ncichmann-Junginann: „Deutscher Jude . . . wohin?" Concordia-Eäle, Andrcas- J straße 64. 30. Januar, 21 Ahr: Mitgliederversammlung. Adolf Rubinstcin, Philipp Bccler. Hotel „König von Portugal", Durgstraße 16. 31. Januar, 20 Ahr 30 Min.: E.-V.-Frauenarbeitsgemeinschaft. Margarete Fried: „Die deutschen Juden zurzeit Moses-Mendelssohns." Logcnhaus, Kleiststraße 10. Landesverband Öberschlcsien 2g. Januar. 20 Uhr: Oppeln: David Behrendt (Dcutheu): „Gedenken über die Zukunft der deutschen Juden. Loge, Rosenberger Straße 13. 2«. Januar, 20 Ahr 30 Min.: Dcuthen: Stud..Rcf. Felix David: „Was verlangt die heutige Zeit vom Mischen. Elternhaus?" Gesang: Oberkantor Przysucher. Loge, Schießhausstraßc 6. 28. Januar, 20 Ahr 30 Min.: Gleiwitz: Hauptoerfamnklung. Loge, NiederwaUstraße. 29. Januar, 20 Ahr: Neustadt: Dr. Alexander Adler Neiße): „Der Weg der deutschen Juden." Hotel „Goldenes Kreuz". St. Januar, 20 Ahr: Neiße: Dr. Alexander Adler: „Der Weg der deutschen Juden." Gemeindehaus. Landesverband Niederschlesien E. Februar, 20 Uhr: Landcshut: Kurt Schwerin: „Ein Jahrhundert Emanzipation." , Landesverband Nordwestdeutschland 27. Januar, 16 Ahr: Oldenburg: Dr. M. Eichholz (Hamburg): „Sinn der Geschichte." Ecmenrdehaus. Landesverband Rheinland-Westfalen 27. Januar, 18 Uhr: Lippstadt: Dr. Ernst Plaut:, Bezirksversammlung. 31. Januar, 20 Ahr 30 Min.: Plettenberg: Dr. Ernst Plaut, Gemeindeversammlung. St. Januar, 20 Ahr 30 Min.: Neuß: Dr. Kurt Stcinberg, Gemeindeversammlung. Landesverband Rheinland (Linksrheinisch) 29. Januar, 20 Ahr 30 Min.: Koblenz: Dr. Eahen (Köln), Assessor Richard Selo (Düsseldorf): „Die Gefahren einer falschen Berufsausbildung und Berufsumschich. tung." „Eine Warnung an jüdische Eltern und Jugendliche." Gemcindcsaal, Florinsmärkt 11. Landesverband Baden 28. Januar, 20 Ahr 30 Min.: Baden-Baden: Professor Dr. Flchinger: „Die Mischen Namen." Hotel Tannhäuser. Landesverband Ostpreußen 22. Januar: Königsberg, 20 Ahr 15 Min.: Mitgliederversammlung. Syndikus Dr. Max Angcrthal: „Aus unserer Arbeit für dcutsch-jüdischcn Lcbensraum." Synagogenstraße 14/15. Jlna® qHcmt (Dm- MMW MS MWW Tagung und ÄerssmmtLnge!! des L-B.-NordLeHdevifÄIand Als Auftakt der Tagung des Landesverbandes Rordwestdeutschlaud des C.-V. veranstaltete die Ortsgruppe Hamburg-Altona am 19. Januar 1935 im Gabriel-Riesser-Saal eine glänzend verlaufene Wirtschaftlerbesprechung. Außer den fast vollzählig erschienenen Repräsentanten der Groß- Hamburger Unternehmungen des Handels und der Wirtschaft, die in jüdischen Händen sind, waren auch Vertreter der auswärtigen Ortsgruppen in bemerkenswerter Zahl anwesend. Nach kurzen Worten des Vorsitzenden der Ortsgruppe Hamburg-Alwna, Rechtsanwalts Rudolf Samson, ergriff zunächst Justizrat Dr. B r o d n i h das Wort, um eindrucksvoll auf die schwierige Situation der deutschen Juden hinzuweisen und in würdiger Form an die Einsatzbereitschaft aller Erschienenen zu appellieren. Nachdem Regieruugsdircktor i. N. Kurt Friedländer. Sachbearbeiter in der Hauptschriststelle des C.-V., zunächst über Spezialfrageu, insbesondere des Arbeits- und Sozialrechts referiert hatte, ergriff Dr. Alfred H i r s ch b e r g das Wort zu dem Hauptreferat des Abends: „Die Arbeit des C.-V. zur Wirtschafts. Gestaltung der deutschen Juden." Stürmischer Beifall belohnte den Redner für seine inhaltreichen und klar umrissenen Ausführungen. Die anschließende lebhafte Aussprache unterrichtete die Leitung des C.-V. über die Wünsche und Sorgen der Anwesenden urch gab Hinweise für die künftige Arbeit. . Nachdem bereits vor längerer Zeit der Bezirk Hannover für den südlichen Teil des Landesverbandes Nordwcstdcutschland des Centralverems eine von etwa 30 vorzugsweise Hannoverschen Ortsgruppen besuchte Tagung durchgesührt hatte, veranstaltete der Landesverband Nordwestdeutschland am 20. Januar im Gabriel-Riesser-Saal die Jahresversammlung für den gesamten Landesverband. Ueber 35 Ortsgruppen der näheren und weiteren Umgebung waren dem Ruf des Centta - Vereins gefolgt. Aüch Mitglieder des erweiterten Vorstandes der Hamburger Ortsgruppe waren zahlreich erschienen. Die Sitzung stand unter der Leitung von Rechtsanwalt Rudolf Samson; m den Vor- Mittagsstunden ergriffen Justizrat nitz, Dr. Alfred Hirschberg und Dr.^Wer-. ner Grünsseid das Wort zu inngehenden grundsätzlichen Ausführungen über die von Leitung, der H-uptgeschLst-Sstelle u*m Betbanb Nordwestdeutschlun» des 6.-®. ziel- und verantwortungsbewußte Arbeit.- D starke Beifall bewies, dast auch der La->d^-nd. Nardwestdeutschland -gefchlofsen hinter der Vereins führung stkHt. . : Das anschließende Mittagessen vereinte etwa 70 Personen zu einem harmonischen Zuscrmmen- .sein und gab Gelegenheit, sich näher kennen zu lernen. Der zweite Teil der Landesverbandstagung, der unter der Leitung von Rudolf Herzb e r g (Hannover) stand, war der Aussprache gewidmet. Die machtvolle Tagung war ein deutliches Zeichen für die innere Kraft und Geschlossenheit des Centralvereins. Im überfüllten Versammlungssaale des Gewerbehauses Bremen sprach am 21. Januar Dr. Alfred Hirschberg über „Idee und Arbeit im deutschen Judentum". Sein Referat war eine Darstellung der Grenzen, die innerhalb der jüdischen Arbeit von den Vertretern verschiedenartiger Weltanschauungen zu respektierei sind, und der Gemeinsamkeiten, in denen zusammensassendes Wirken notwendig sei. Referat und — nach schriftlicher Fragestellung — Schlußwort fanden starken und anhaltenden Beifall. Am 16. Januar sprachen im Jüdischen Lehrlingsheim Pankow in einer überfüllten Aersamm« lung, die von Direktor Israel geleitet wurde, Dr. Berthold Weinberg und Adolf Rubinst e i n von der Hauptgeschäftsstelle des C. V. Die ' Ausführungen Dr. Weinbergs gipfelten in dein Bekenntnis, daß die Arbeit des C. V. nicht nur auf die Erhaltung des gegenwärtigen Bestandes, sondern vor allem auf die Zukunft des deutschen Judentums gerichtet sei. Rubinstein erörterte im einzelnen die Gesichtspunkte und Möglichkeiten, die für die wirtschaftliche Existenz und die Berufswahl der deutschen Juden unter den heutigen Verhältnissen in Betracht kommen. Beide Reden, die von musikalischen Darbietungen umrahmt waren, wurden mit stärkstem Beifall ausgenommen. Im Nahmen der Frauenarbeitsgemeinschaft Groß-Berlin sprach Dr. Erna Goldschmidt am 17. Januar über „Frauenlcben in fernen Ländern". Die.Ausführungen, die im wesentlichen das Recht der Frauen gegenüber dem Manne abgrenzten, fanden großen Beifall. Die Ortsgruppe Osten veranstaltete in den Räumen von Dr. Fritz H i r s ch f e l d einen Heimabend über das Thema: „Jüdische Eltern — jüdische Jugend!" Gerhard Ncumann sprach über den Weg des Bundes Deutsch-jüdischer Ingend. Margarete Fried berichtete von den Sorgen der Eltern. Sie warnte vor allzugroßer Einseitigkeit in der Berufspolitik und unterstrich die- - Bedeutung der kaufmännischen Berufsausbildung Der Slbend gewann dem C.-V. neue Freunde.- -- ' In'.den Räumen von Hans H. Koch*' - .mann fand am 21. Januar ein stark besuchter- Heimabend der Ortsgruppe Charlottenburg statte Ämtsgerichtsrat a. D. Dr..Fritz Goldschmidt gab anhand von Beispielen aus. der prakMen. ■ Lrbeit einen umfasienden Berichter die Sgtj-; feit des C.-V. Norbert Wollbeim berichtete, über den Weg des Bundes Deutsck.Jüdrscher Ju- Amds Hr-Suchen und gingen, und bemühte m schlags besondere Begabung liegt im Porträt, und so ist es nicht erstaunlich, daß man auch beim Anblick dieses Goldmann-Bildes tief erschüttert ist. Der Maler gibt den inneren Seelenzustand des Dargestellten wieder; lebendig wirkt das Auge, wirkt die hohe kluge Stirn, und der ironische Zug um den Mund spiegelt den Sarkasrnus, der Goldmann innewohnte, wider. Bei diesem Atelierbesuch sah man das Schassen und die Größe von Eduard Einschlag, der in Leipzig,-stn München bei Peter Halm, und Berlin als.Meisterschüler von Professor Karl Köpping studierte. In München wurde Einschlag mit der Silbernen Medaille ausgezeichnet, in Berlin war er Mitarbeiter am Kaiscr-Friedrich-Museum; es entstanden Radierungen nach Rembrandt, Degas und K l i n g e r. In den Kabinetten von Leipzig, München und Berlin findet mau. Originalradierungen von Einschlag, seit 1913 trat er als Maler hervor, wurde Leiter der Leipziger Kunstausstellung. Vorsitzender des Leipziger Künstlerbundes; auf der Leipziger „Bugra" erhielt er 1914 die goldene Staatsmedaille, und auch auf internationalen Ausstellungen, so in Venedig 1914, Deutscher Künstlerbund — Dresden 1927 war Einschlag vertreten. Viele Porträts, die Einschlag gemalt hat, befinden sich im staatlichen und privaten Besitz, darunter Porträts der Philosophen Vollelt und Driesch, von Professor Kroker, Geheimrat Sudhoff, dem Gründer des medizinischen Geschichtsinstituts der Welt, von Geheimrat Adler, Professor Bettmann u. a. m. Auf der Ausstellung in Dresden wurde das Porträt „Der Blinde" als eines der besten ausgezeichnet; „Mann mit Maske" war auf der internationalen Ausstellung vertreten.' Doch auch auf Keine Jüdische Zeitschrift kann von sich sagen, daß sie alle Jüdischen Kreise Berlins erfaßt JÄ_muß aber wissen, daß die C-V.-Zeitung die größte gehören Familien-, Geschäfts-und JcdSiAuflage aller Jüdischen Zeitungen Deutschlands hat L/CSflOlP Kleine Anzeigen vor allem ln die II!i!l!(III!IIlliillil!!I!llllllil!IIliillil[lliIili!lll!!i!!ll!li!lII!!l!l!ll!IiIlllI]Uin!n!!l{lilini]iniilllll C.-V.« Z E ITU N G ttäp&m**** \

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