Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 14 (1935)
- Issue
- 1 (4.1.1935)
- Date
- 1935-01-04
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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Seit- 75-Jahren dis Weltmarke Atlctr»v»>rkSiif«*r «wf ollor» Plätxrn Ionit für meine Person sagen. t*af? ich außer drei Fimilicu, die vor etwa fünf bi4 sechs Jahren * omiiiflni, tJi'ciii zn pflanzen, niemand gesehen l'ade, der seine Etmtra renladel gestalten sonnte, vtwas anders-:, ist e:-. weit» einer liier in der '.'iahe der Hauvtiladt. wo er jeden Tag Absatz. Möglichkeiten hat. eine Hühner farm aufbaut. Da. mit tonnte er sich eine Existenz silstcrn. was man speziell non der .Kolonie Jiidcpciidcucia. wo ich . war und wohin die meisten Deutschen Unverstände lichcrwcift gehen, itidjt sagen sann. Sie liegt non dem nädistcn h'isendal,nplatz iBillarical zwölf Stunden mit dein Ochsciisiilirwerk oder drei bis ui er tlkcitstnudeu ad. (r* uerlehrt auch ein Lastanto von Bitlarica nah, dorten, allerdings unregelmäßig. und wenn es regnet, kann es wochenlang nihil fahren. Die Wirlfthaitsvcrhällnissc im allgemeinen sind liier sehr günstig. Die Artikel, die im Van de erzeugt werden -- und säst alle Lebensmittel werden hier erzeugt — sind enorm billig. Das Kilogramm Fleisch kostet inomentan etwa z Pesos, das heißt nach deutscher Währung um. gerechnet etioa 6 Pfennige, dun gutes Huhn kostet etioa td Pesos gleich -'<> Pfciiiiige. Das Diitzend Eier kostet 10 Peso«, also 15 Pfennige. Der Liter Ptilch lostet meines Bissens 4 Pesos, also 5 Psenilige. Eine Tasse Kassee im beiten Restaurant tostet 4 Pesos. Zigaretten, gute Mittelklasse, die einer deutschen 5-Pfennig-Zigarcttc entspricht, tostet das Paket (10 Stint) 4.7. Pesos. Es ist alles so enorm billig, daß ein Mann, der mit ctwaS .Kapital hierher kommt, leben kann, ohne zu arbeiten. Für Aerzte dürfte eS ancl, nicht allzu schwer sein.' hier uiiterziikommen. Sie können zwar erst nach einer gewissen Zeit in Spanisch ein Dramen machen, aber bis dahin können sie sich mit hiesigen Aerzten zuiammentirn und offiziell als Assistenzärzte arbeiten. i ne anständige Wäschciabrik. die billige Herren- und Taiiicnwäsche herftellt. ist hier noch 'nicht vorhanden und wurde zwei bis drei Leute ernähren. Eine Fabrikation von gallz billigen Damcnt Widern nnd Schlafröeken wäre hier sehr gut anfznzicheii. da ums ähnliches nicht vorhan. den ist. Ansterdeln würde eine Knopffabrikation lehr rentabel fein, da die Hörner, ans denen solche fabriziert toerden. hier wcggeworfcn werden und man sie zu Tausenden in den großen Fleisch, konservensabriken lLiebig). die täglich einige hundert Stuck Vieh schlachten, ganz billig bekommen könnte. Sie sel,e» also, daß das Land noch eine große Zulm'sl hat. ■ Mo de Janeiro, st:'.. September 1904. Bon den hier angelommenen Leuten — und es nnd derer nicht wenige — haben wohl die meisteil Arbeit und Brot gefunden. Am härtesten kämpfen wohl die geistigen Berufe, Acrzte. Anwälie usw.. die zufolge neuer Negiermigserlasse an der Ausübung ihrer Berufe verhindert werden und deren Umschichtung lind Eingliederung in geschäftliche Unternehmen Zeit und Geduld erfordern. Die praktischen Berufe haben — soweit cs frei) um arbeitsfrendige und willige Menschen handelt. ihre Tätigkeit anfgcnommen und berdienen vorerst das zum'. Leben Notwendige. Die Angckommenen haben schon zwei-Vereine gegrüudet. die für die Nachgekomnlenell nicht gailz ersvlglos arbeiten nlld die aktive Tätigkeit hier ansässiger. alteingcfülirtcr jüdischer Finnen lind Privater ergänzen. Unter denl Gesietitswinkel der allgemeinen Weltkrise betrachtet, dürste die neue Kolonie in Rio. Sao Paulo und in SantoS wohl mit ihrem Los zufrieden sein, obgleich cs nicht au Nörglern und Miesmachern unter den Eintvanderern fehlt, denn ein Teil der Menschen ist ut dem Wahn hierher gekomrnen. daß sie in schnellster Zeit reich werden und das Land verlassen könlien. Die jllligen Leute, d. h. die uilverlieirateten, sind laut Emigrationsgesetz seit Anfang d. I. mit drei Kontos de Reis (etwa 550 NM) zuzüglich freier Reise bierhcrgekommen. Bei sparsamer Lebensweise kann man mit dieser Summe ein Jahr leben. Sao Paulo (Brasilien), 15. Oktober 1904. Von de»l südamerikariischen Ländern ist es wohl in Brasilien am besten. Aber auch hier ist Wann und wo finden Sie Rat? Agrippinabans, Brrilo .Strass. 02—P8. UI. Stock. Zimmer 7ß bis 78. Montag bis Freitag .10—17. Flir. Im Büro von ncehmniivalt Karl brtnenstein. Wilhelm- <■lraj.se -Jf». Uhr am 5. und 22. .Tnntiar. la der Wohnung von Paul Hirsch, Kaiser - \\ ilhelm - Ring 27. I. l.V.j—Ifi.M Uhr am 15. und 2?. Januar. Im Büro von Borhlsaiuvalt Pr. Voremberg. Sinu-onslr. 12. II. 11 . Uhr am 16. und 20. Januar. der Goldrausch geschwunden, geblieben ist die nackte Wirklichkeit der Arbeit. Arbeiten muß ein jeder, um fein Brot zu verdienen, geschenkt wird nichts, der Existenzkampf ist hart und wer ihm nicht gewachsen ist. bleibt erbarmungslos auf der Strecke. Ans diesem Grunde sollen nur arbeitsfreudige und jede Tätigkeit aufnchmendc Menschcn nach Brasilien kommen, gefeit gegen die Rot nnd Entbehrung, durchdrungen mit dem Gefühl de? Sichdurchletzenwollens um jeden Preis. Wir sehen, daß die vor einem Jahr angekommenen, d. h. die jungen Menschen, ohne Geld cs weiter gebracht haben, als diejeuigeil. die den Lebensunterhalt für eine Zeit mit sich führten und zwar aus dem Grunde, weil bei jenem die eiserne Notwendigkeit des Verdieuenmüssens zutage trat, bei d-escu jedoch erst das Geld zur Neige gehen muß. um sic auf den Stand der erstcren zu bringen. Im allgemeinen jedoch kennen die Zungen Menschen den Werl des Geldes in der Zeitder Not und zum Lobe des größten Teiles muß gesagt werden, daß alle ihr Bestes geben, um eine lohnende Beschäftigung zu finden. . . . Das Land braucht besonders Handwerker und Gewerbetreibende. Die Konjunktur für solche' ist sehr günstig, weil Brasilien prosperiert, und Schneider. Schuhmacher, Klempner. Mechaniker, Schlosser, Tischler. Dreher. Wurstmacher sehr gesucht werden. Mit 1000 NM können sie sich selbständig machen. Im Betrieb, wo ich arbeite, können noch Papiermacher und Maschinensührcr angestellt werden. Rio de Janeiro, kst November 1934. . - . Es kommen hier weiter Einwanderer. Die vielen Kaufleute, die darunter sind, ebenso^ die Akademiker und .Hand'oerker. sind mir teiliveise »nterznbringen. Mein Sohn und ich geben ' niis Mühe, die Leute zu Mmum, aber die jungen Leute speziell lovtlen zu hoch hinaus, vergeuden ihr Geld, und das Ende brauche ich Ihnen nicht zu fchildcrir. Wenn die jungen Leute dort bereits die portugiesische Sprache erlernen würden und die Arbeit, die sie nachgcnnesen bekommen, auch machen, dann lassen sie sich schnell nnterbringen. meint auch zunächst für weniger Gehalt . . . Sao Paulo, stst. Oktober 190t. Es ist »ns gclnngen. uns eine bescheidene Eristenz zn schaffen. Meine Frau nnd ich haben enorm viel zn tun nnd eine Arbeitszeit ohne Grenzen, sind aber sehr froh darüber und hoffen, daß es so bleiben und immer besser loerden loird. Es dürfte Sie geiviß interessieren, daß in Sao Paulo eine Bereinigung dentschsprechender Juden gegründet lourde. die Soriedade lsraelila Paulosla. Sie gibt eine Zeitung heraus und will ein Zentrum für Klittur und Unterhaltung sei». Außerdem solle diese Vereinigung dazu da sein, die vorhandenen Unterschiede zwischen Ost- und deutschen Juden auszugleichen. Unser Junge ist nun auch schon einige Wochen hier. Er lernt bei einem Juwelier .. < Tagung des ReichÄMbaiidrs der jMKrn Lehrervereine und des jüMen Lrhrerverbandrs fa Beruhen Am 25. Dezember 1904 fand im Logenhans zu Berlin eine Sitzung der Vorstände und Ausschüße des „Reichsverbandes der jüdischen'Lehrervereine" und des „Jüdischen Lehrerverbandes in Preußen" statt. Nach zweijähriger Pause waren znm ersten Male wieder die Vertreter aller deutschen jüdischen Lehrervereine und der preußischen Provinzialvcrbändc erschienen. Die umsaugreiche Tagesordming brachte neben den üblichen geschäftlichen und organisatorischen Punkten Berichte und Aussprachen über alle wichtigen Fragen der jüdischen Schule und der Lehrerschaft in der Gegenwart. Die Besprechung über die Ausbildung von Lehrern gipfelte in einer Resolution, in der in Anbetracht des in wenigen Jahren zu erwartenden rapiden Schüterrückganges die Drosselung der Ansbildung auf ein Mindestmaß dringend gefordert wird. Eingehende Behandlung fanden die fragen der Lchrersortbildnng und der wirtschaftlichen Lage der Lehrerschaft. Zn beiden Punkten wurden Entschließungen gefaßt und ,Forderungen gestellt. In die eigentliche Schularbeit führte ein Vortrag über „Unterrichtsproblcmc in der jüdischen Schule", der zur Annahme von Richtlinicu über die Schaffung von jüdischen Lesebogen als Ergänznng der allgemeinen Lehrmittel verlangen. Schließlich fanden V o r st a n d s w a h l e n statt. .Sie brachten neben der Wiederwahl des bisherigen Vorsitzenden beider Verbände. Rektor. Tr. H. Stern (Berlin), nnd des Meilen Vorsitzenden, Tr. B a m b e r g e r (Nürnberg). einige Veränderungen: znm Geschäftsführer wurde an Stelle des zurückgetretenen Lehrers Abraham (Berlin) Schul, leiter R e s ch k e (Berlin) geivählt. An die Stelle des früheren Verbandsredakteurs Steinhardt (Magdeburg) trat der interimistische Schriftleiter Tr. Braun (Köln). Lehrer Steinhardt, jetzt. Ems, wurde anläßlich seines 70. Geburtstages z»m Ehrenvorsitzenden des „Jüdischen Lehrerverbandes in Preußen" ernannt. Vorsitzender des Hilfsaiisschusses wurde S. Silberberg.Berlin- Zchlendorf-West. Lcssingstraße 23. C.-V.-Kalender ■ Landesverband Pommern 3. Januar: Stettin, 20 Uhr 20 JRin.t jT'r. Bruno.Well ('Berlin); ..".>Iec1,ciilcl,asI und ‘Äusblid." onnaßogc, <5iiigaiip Noscuqarlcu 0/10. Landesverband Groß-Berlin 7. Januar, 20 llhr 15 Mln.: -clinubend. Mnrqarete j et t b , Gerhard 'J! c u nt a tt n ..stNUnsche Ellern — Illhifchc Jugend." Bei Dr. Fritz Hirfchfeld, Berlin 0 112, grau! fuvtoc '-2111 cc 5». 50. Januar. 20 Uhe 2-'» Min.: Orl-'.p. :i; t'e We't^eiisee: .Vos' traüoabeud. Lkaraarete Erich: „B>ic erlebt die brutffhr 9 üb tu iljrr Seit?"' Dr. JPirl gitliii-:- 'Bien'- >'c r : ..Deutsch iilbjsm,- Ottnettö -- fein. »Itd hier." - ulestmiroiu Nerliner Hnj. chN-itzensee. 1'a,uth<i,m1,rufic t. 14. San^nt;: Ortsgruppe Potsdam: 'Pr. Als red Hirschd c i: g : „Der 19e,i in das neue Jahr." Lyuagogr. Landesverband Mitteldeutschland 10. Januar: Dresden. 20 Uhr 15 Min.: Dr. Maremrete E d e I b c i m IBerlti,».- „chie öft'etttliche Meinung im denischen Iudeuium." 1rralerntta<i.i.'t'ge. Landcsberband Hessen-Nassau und Hessen «. Januar: Wetzlar: 15 Uhr: 'Peziek-.ioatma. De. Wnlfflot'0 6. ‘II a tt b o r f | ('5rnutiurt a. M.,: „Dir -hufbmiarbelt des E.-B." tt'mftljauo zum 'Riesen, cMtilgasle. Landesverband Rheinland (Linksrhein) 8. Januar: Geilenkirchen, 15 Uhr:? r. Hans Jacob i. INcUiO: „Eur unseret: Bebeiis- und Lebensroum in Deulschlono. Für demsd).jüdische Ztikunst." Synagoge. Landesverband Rheinland-Westfalen 8. Zonnar: Kaldenkirchen: Be^irkstatinnq. Dr. Plaut. ». Januar: Leverkusen-Wiesdorf: 'Bezirksiagtrng. Dr. Plaut. Landesverband Baden 5. Januar: Mannheim, 20 Uhr .20 Min.: Dr. fluhelf € a I 1 nt a n ii (Obin): „Der iilbiidjc Mensch iit der Problemalik unserer Zeit." .Uolpinqhous II 1. IU 10, 8. Januar: Barlsruhe. 20 Uhr 20 Min.: Dr. Rudoli <5 a I l nt a n n (itbin): „Der jüdische Mensch in der Problematik unserer Zeit." Miutzsaal. Elirukigrn für Fuflizral Arthur Wchmami, ©Icißifc Die Gleiwißer Shnagogengcmeinde beging in festlicher Weise den 70. Geburtstag ihres Vorsitzenden, Justizrats Arthur -st o ch n: a n n , dessen Persönlichkeit und vielseitiges Wirken wir be. - rcits in Nr» 51 der „E.-V.-Zeitung" vom 20. De-. Zembcr würdigten. Im Rahmen des Sabbatgottesdienstes fand die religiöse ^eicr und am Tage darauf im Gemeindesitzungssaal ein ,Tcstakt statt. ES sprachen für den Gcmcindevorstand Rechtsamvalt Tr. Ernst .stöhn, für die Repräsentantenversammlung Sailitätsrat Tr. Schle.- singer, für die Jugend nnd die Seelsorger Rabbiner Dr. Ochs, für die Reichsvcrtretimg . der ^deutschen Juden Rechtsanwalt Tr. Julius L. S c l i g s o h n , Berlin, für den Preußisclicn Laudesvervand jüdisdier Gemeinden stammergerichtsrat Leo W o! f f. Berlin, für den E. e n t r a l. Verein Justizrat Skalier, Bciithen. für den ■ Oberschlesifchen Snuagogengemerndenverband Apotheker .stunz. Benthcn, für den Rabvinerver-. band in Obcrschlesien nnd den Aktionsausschuß für jüdische Minderheilsfragen Rabbiner Prw' fessor Dr. Golinski. Benthen.-für die Be-' amten der Gleiwitzer Shnagogen-Gemeinde" Oberkantor Richard E o h n . für den Provinzial-- verband der niederschlesischen Shnagogengemein.. den Obermagiftratsrat n. D. Guttmann. Breslau. Im Verlauf der Ansprachen wurde die Errichtung einer „Justizrat Arthur Kochmann- Stiftung" bekanntgegeben. Justizrat K o ch m a n n' dankte mit bewegten Worten und gedaäste seiner Vorgänger in der Gemeindeverwaltung. Isidor «chestelowitz ist, wie uns nntgeteilt wird, nicht in Sondcrshausen. sondern in Sanderslebcn geboren. I<in1n«rlieii] Köln in sehr wirkungsvollen Arien von Meyerbeer und. in Liedern von Tvrlir. Mcndelssohn-Bartholdy voll zur Geltung, unterstützt durch die anschmiegsame .st lavierbcgleitnng von Iran A n s ch e l - H o f. st e i n. E- B. Eltemnik Im 0. Abend des hiesigen .stultnrausschnsses sprach Dr. Artl)nr E l o e s s e r (Berlin) über „Jüdisches Lcbcnsgefühl in Palästina". Plaucn Zu einem Heiteren Abend hatte der Ausschuß für .stnnstvilege eingeladeu. Alfons Fink. Berlin, gelang eS schnell, .stvntakt mit'dem Publiknm zn 'finden. Jhm^stand mit „Chansons aus vergangenen Tagen" Drude G a s s e n b e i m c x, - Planen, zur Seite, die, sich selbst begleitend, mit EHarme' und gewohnter Gewandtheit mit manch -item Bekannten B'stederseheu feiern ließ. Irma S t e i n b e r g fand besonders mit ansgcfeilten .sturzgeschichten reichen Beifall. Somburg An Stelle der abgesagten stabarettveranstal. tung der „Rosenroten Brille" bot die Jüdische Gesellschaft für .stunst und Wissenschaft „Heitere Arien nnd Duette". Ilse Pola und Paul Schwarz, Hamburg, und Emil Fischer. Bstimar. inachten den Abend mit geschmackvoll znsammengestettten Btelodicn von Rtozart, Sinetana. Cffcn(md), N,iHöcker lt. a. zu einem unbeschwerten Geiinst. Bernard A b r a m o w i t s ch am Flügel lvar den Sängern ein feinsinniger Begleiter. Das Haus lvar erschreckend leer. Ldf. BcaiiMiveig Die dritte Veranstaltung des 5lulturkreiscs H'<u ein .stämmermusilabend, der von Dr. Berg m*a n n, Ludivig H ohne m a n n, Dr. Dachau und Ilse Spanj er-Herford mit klassischen Werkcm und Stücken von Brllch nnd Joachim bestritten wurde. Die Darbietungen vertehiten ihre tiefe Wirkung auf die Zuhörer nicht. Es verdient hervorgehoben zn lverden, daß Frau Ilse Spanier.Hcrford durch ihre feinsinnige Begleitung und durch reise Technik und zarten Ansthlag. Herr Tr. Bergmann durch seine schöne ^vngebung überraschenden Eindruck erzielten, «v gestaltete sich der Abend zu einer erhebenden Feierstunde. . . Eisenach In einem Shnayogcnkonzert spielte Boris Schwarz. Berlin, Eorelli, Bach. Bruch, Ernest Bloch u. a. und bot damit ein ernstes, an das Musikverständnis des Publikums erhebliche Anforderungen stellendes Programm. Am Klavier begleitete Margarete Dt o s c s mit ausgezcichiietem Verständnis. Ihr picmistischos .stönnen zeigte sie besonders in Klavicr-Soli von Chopin. Köln Mit HindemithS musikalischem^Bühncnspiel für Kinder „Wir bauen eine Stadt" trat die Jüdische Kunstgemeinschaft erstmalig vor die große Lcssentlichkeit. Das 1900 entstandene Werk, eine Art Rahinenspiel, ist von Salo L e w e r t o f f durch zusätzliche Gesangstexte, eine Anzahl Sprech. szeuen und eine verbindende Ansage in eine neue, wirkungsvolle ,Form gebracht nwrden. Ntanche reizvollen Einfälle gaben dem Stück, das ursprünglich nur aus einigen, von Robert Seitz geschrie- Venen Szenen bestand, eine jüdische Note. Es war ein glücklicher Gedanke, dies herzerquickende Kinderspiel gerade im Ehannkkamvnat aufzuführeu. Die eingängiger. Dtelodien. vom Kinderohr und Kindergeist trotz nicht alltäglicher Stimmführung mit verblüfftnder Leichtigkeit aufgenommen, beweisen, wie stark das Einsühlnngsvcrmö. gen des Komponisten in die Enipfiudnugswelt der Kinder ist. Unter der verständnisvollen, straffen Leitung von Kapellmeister Kurt H e i n e m a n n spielte daS Ordiester mit Schtvung. und die jugendlichen Solisten und Choristen sangen, daß es eine Lust war. Aue sehr der Regisseur des?lbends. Salo Lewertoff. der besonderen Eigenart der Kinder beizukommen verstand, bewies der flotte Verlauf der Handlung; die kleinen Sänger und Sprecher entpnppicn sich als köstliche Schau« spieler. Grete Keller verriet durch ihre choreographische Leitung großes Können. Hilde H i r s ch - S t e r n sorgte durch sportliche Dar« lnetungen ihrer Tnrngruppe für Abtvechslung. Berta Sander entwarf die Kostüme, Betty Markus begleitete die Tänze am Klavier. Die Dekorationen wurden in den Kursen einer Kölner Künstlerin von Kindern anaesertigt. Dr. Elfe Thalheim er, deren Initiative diese Aussiihrnng zu verdanken ist, konnte sich als Gesamtleite« - rin im Kreise aller Mrarbeitcr für den wohl'. . verdienten, reichen Beifall bedanken. Zu Beginn . des Abends hörte man Hahdus Kinder-Sinfonie '»» umi, |L.||Ujlll ^IU'UI(UL'W VUILIJ AJ\ der „Jawne" unter Julius Goldberg. Zugunsten der jüdischen Kriegsopfer veran stattete die Kölner Ortsgruppe des R. j. F. tut dem Frankfurter Kulturbund-Orchester unter.Lei tung von Hans Wilhelm Stcinbcrg ein Kon zert „Heitere Munk". Man hörte Mendelssohn in übermütiger Schaffenssanne entstandene „Musi zn Shakespeares Sommernachtstraum". Proiesso Hans Bmssermann spielte tempcramontvol und musikalisch, abgesehen von kleinen tonliche Nnebcnheiieu, Stücke von Sains-Saens und vo^ Dvorak. Steinberg zeigte sich auch als ganz bc sonders begabter Interpret von Walzerun Opercttenmusik. Die angeregten Hörer erzwar gen durch stürmischen Beifall nocks eine Zugabt Arthur Holde (Frankfurt a. M.) sprach ir Nahmen der Vereinigung Jüdisches Lehrhaus m großer Sachkenntnis und tiefem Eindringen in di Materie über das jüdische Volkslied. Oberkante Hermann I. Fleifchmann (Köln) war da: seines psychologischen Verständnisses für da ' ^.escn indischer Musik der berufene, mit alle stimmlichen Vorzügen begüterte Interpret de von Holde angeführten Beispiele. —yo— Karlsruhe Die musikalische Dezemberveranstaltuna sa das frankfurter Klavierductt Alice Rosen bäum und Dr. Willy Salomon foivie d Karlsruher Sängerin Ine Marr als Mi tvtrkende. Es gab ein gewähltes und kultiviert, Programm, bei dem nur die zeitgenössische Mus cüua» schlecht wegkam. um deren Pflege ma holcke besonders bemüht sein sollte. Aber di ^0N Ine Marx feierte auch i der MoMt-Arie „Ch io ini scordi di to" ve oh?1 ufrtSS' ^n-zige gegenwärtige Mei em Klavwrstiick von Rvsy Geiger - Kullman wurde imt großer Freude aufgeuvnunen. T Veraustaltung war nicht so gut besucht, wie sie verdient hätte. Vermutlich war daran die Uebe fülle' der Ehanukkafeiern schuld. n. brackite Jüdische Geschichte und Literat machte Ilse I n t r a t o r - D a v t d s o h n Berli „Moderne Meister zu Gehör Die Sttfo^, stellung des anspruchsvollen Programms zeugt v, gutem Geschmack dieser Künstlerin. „Das E ter Lotte Leonard wurde von Bruno Walter als Solistin für die Haendel-Feier im Eoncertgebouw in Amsterdam verpflichtet. Hertha Glücksmann (Breslau), die in bculetzten Monaten an zahlreichen jüdisch-kuttnrellen Veranstaltungen in Deutschland mitwirktc. hat kürzlich ihre zweite diesjährige Konzerttournce durch England, während der sie it. a. auch mit großem Erfolg bei einer Veranstaltung des Londoner Deutschen Clubs im Hydc.Park.Hotcl auftrat, beendet. Tic Leistungen der Sängerin werden von der englischen Kritik äußerst lobend hervorgehoben. Im Januar absolviert Frau Glücksmann eine Konzert-Tournee in Holland. Für den 20. Januar ist ein Konzert im Haag angesetzt. Edith Herrnstadt-Oettingen, Berlin, rezilierte vor einiger Zeit mit großem Erfolg im Jüdischen Vortragsvcrband für Erwachsenckibilbmig in Bochum, der damit seine Wintcrarbcit crössncte. Auch in Pforzheim. Konstanz und Leipzig fanden überfüllte und ebenso beifällig aufgeuommene Rezitationsabcndc der bekannten Vvrtragskünstlcriu statt. Tela Lipinskoja, deren ausgezeichnete Darbictungen an dieser Stelle schon ausführlich betrachtet und gewürdigt worden sind, fand auch bei ihrem Auftreten in Hannover und Hrldesheim stärksten Beifall. Meinhart Maur las in W a t t e n s ch c i d vor einer dankbaren Hörerschaft jüdische Dichtnngen.. Mit ebenso starker Wirkung rezitierte er in Li p p« st a d t i. W. Der Sänger und Pianist Ernst Wolfs (F ran si furt a. M.) hatte ans einer Konzertreise durch England große Erfolge. Er sang in London, Olsord, Horley, Henley, Brighton, Hertford und im Londoner Rundfunk. Leo Kopf, vcr Dirigent der Samsvil.Ansfi',l,rin!,l in der ^tcucn Synagoge, legt Wert aus die Jeft' stellung, daß die Orgel in der Ausführnng keinc ausfallenden Orchesterstinnnen zN registrieren hatte, die beiden Flöten im Trauermarsch wurden von Alitgliedcrn der Lrchestervereinigung geblasen. Hermanneschey.Lie-erobend. Am Montag, stl. Januar, gibt Hermann Schcy einen Zgenen Lieder-, abend im Logen haus. Klelststraßc. stl. Tos Progranun cntl,ält ansgetvählte Lieder von Swiibcrt. 'Kwlf und Mahler kÄieder eines fahrenden Gesellen!. Die Bealeitung hat Gencralmusikdirektor' Joses ^vj.en stock übernommen, - t