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Central-Verein-Zeitung · 1934-12-28 · 52 (28.12.1934) · page 14

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Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
13 (1934)
Issue
52 (28.12.1934)
Date
1934-12-28
Page
– (sequence 14)
Language
German
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•JügjQrad gpieit Yfa©®t©r Linkte betrachten, bann werden wir auch ihre Bedeutung, ihren Ulufang und ihre Liefe er. kennen. Die Politischen Gegenwartsereignisse werden somit immer im Vordergründe des nationalpvlitischeu Unterrichts bleiben. -- Die Tageszeitungen mit ihren politischen, kulturellen, literarischen, wchrpolitischen und sportlichen Teilen geben wertvolle Anregungen. Dazu kommen Gedenkfeiern, Erinnerungen an Jahres, tage, die Geschichte deS Nationalsozialismus, der Mährer und sein deutsches Nettungswerk. die Ersassnng des deutschen Menschen unter dem Dreiklang „Boden, Rasse, Kultur". Reichsgesetze und deren Auswirkung auf Volk, Wirtschaft, Kultur nsw. Die Gegenwart ist so groß und so wertvoll, daß in der Hauptsache sie durch uns zur Jugend spricht und durch uns auf die Jugend wirkt. — Frank Rothschild und I. B. Levy: „Sabbatlicder für Schule und Haus." (I. Kauffmann Verlag, Frankfurt a. M.) Es entspricht einer inneren Rotiveudigkeit und zugleich einer Praktischen Forderung unserer Zeit, wenn gerade jetzt eine Sammlung von Sabbatliedern erscheint, die für den Gebrauch in Schule und Haus gedacht ist. Frank Roth« schild, der musikalische Bearbeiter, und I. B. Levy, der Redaktor des Textes, haben 14 in Nord- und Süddcutschland beliebte Gesänge, von denen verschiedene au-? dem Lstcu stammen, in einem handlichen Bändchen znsammcngefaßt. Reben Allbekannten, wie „Schir hammaalausr", da? in der traditionellen Melodie, außerdem in Verbindung mit der „Hatikwah" ausgezeichnet ist, stehen Lieder, die nur' in bestimmten Gegenden, so in Schleswig-Holstein und Baden, gebräuchlich sind. Die ansprechenden Weisen lassen sich einstimmig, chorisch, mit und ohne Begleitung des Klaviers wiedergeben, so daß alle Gegebenheiten in Schule und Familie berücksichtigt sind. Es wird der musikalisch und textlich einwandfrei gelnngenen Sammlung nicht schwer werden, sich Eingang zu verschaffen. A.H—c. In der Jüdischen Winterhilfe. Berlin X 24. Auguststraße 14/15. beginnt am Dienstag, 8. Januar IM.), abends 20 Uhr. wieder ein At u tte rs ch ulk n r s n s. Derselbe umfaßt: Theoretischen und praktischen Unterricht in >Läugling?- nnd Kleinkinderpflcge, Besprechung ~»tm lrrsichiiiigssragcn nnd wird von Kinderarzt und Schwester erteilt. Dauer de? Kursus sechs Doppelstunden einmal wöchentlich. Anmeldungen im Büro der Jüdischen Kinderhilfc, Auguststraße 14/15, 10 bis 12 llhr. Ein EJternvormsSteg dos Bundes in Bcdin Zwei Züge des Bundes Deutsch-Jüdischer Jugend, der 5. und 15., hatten ihre Elternschaft ans zwei von Ernst und Fröhlichkeit durchwehte Stunden zu sich geladen. Ein voller Saal und eine — wie man mir strahlend erzählte — ausnahmsweise wohlgefüllte Kasse waren der schlüssigc Beweis dafür, daß sich Eltern die Gelegenheit, vom Leben und Treiben ihrer Kinder im Bunde etwas zu erfahren, nicht leicht entgehen lassen. Zu Anfang sprach Wolfgang Salinger Worte, die Verständnis für die gesamte Bundes, arbcit forderten. Dann klangen Lieder auf, deutsche und hebräische Weisen und Cprechchörc, der eine, wirklichkeitsnahe und wirklichkeitsüberwindende, von einem der Jungen selbst geschrieben, der andere, beschwingte und bc« wogende, von Hilde Marx versaßt. Im Mittel. Punkt stand ein Theaterstück von dem fünfzehn, jährigen Jürgen Frankel vom 5. Zug, das in einer Folge lose aneinandergereihter Szenen „Die Makkabäer" zum Vorwurf nahm und ihr Schicksal sprachlich nicht uneben gestaltete. Die Darstellung war in den chvrischcn Gemeinschaftsleistungen oft überzeugender und bewegter als in den solistischen. Tie Kostüme hatte der Berliner Kulturbund gestellt. In sich geschlossener nnd abgerundeter als das Thcatcrspicl waren die Lieder- und Cprechchörc, mit denen der 15. Zug und Mädels vom 5. Zug unter Heinz Schneemann und 2t It.ee Abra h a m gute Leistungen zeigten. Heinz Schneemann unternahm auch eine Attacke auf die überraschten Eltern und hielt mit ihnen eine Singestnnde ab. Mit frohen und stolzen Mienen ging alles auseinander. Eltern sind schnell zufrieden, wenn sie ihre Sprößlinge ans einer Bühne agieren sehen. Auch der Schreiber dieses Berichtes hat, als es Beifall zu spenden galt, seine Hände nicht geschont. Er ging nicht unzufrieden nach Hans, aber keineswegs befriedigt. Er vermißte auf diesem Elternvormittag die letzte Hingabe aller an den Stoff, die letzte Konzentration und den letzten Ernst. Er sah mancherlei Zerfahrenheiten und unernste Kompromisse. Gerade weil er diesen Jungens und Mädels, sie wissen es, so nahe verbunden ist, will er das von dieser Stelle aus sagen; weil es ganz ehrlich ist, mehr als leeres Zeitungsschreibe, werden sie ihn verstehen. K.X.R. „CSub dor Jugend" spioit in der Tribüne Im „Club der Jugend" vereint der Leiter Heinz B e r e n d t jüdische junge Akenscheu ungeführ im Alter zwischen 6 nnd 19 Jahren. Bei einer Feier in der Berliner „Tribüne" betonte Heinz Bcrendt in der Begrüßungsansprache die völlige innerjndische Neutralität des C. d. I. und berichtete kurz von den neuen Arbeitsgemeinschaften, die sich während des laufenden Jahres bereits herausgebildet haben, und von der Arbeitsweise, die in jeder Hinsicht die schassende Arbeit und das kritische Urteil der Kinder selbst in Anspruch nehme; auch für diesen Tag war alles selbst geschaffen: Programm, Prolog, Bühnenbild und Einstudierungen. Das, was der Nachmittag bot, machte dem E. d. I. wirklich Ehre. Der Höhepunkt war das in diesem Jahr so gern ausgeführte Stück „Jomi ben Jogli", hier mit überraschend künstlerischen, wirkungsvollen Bühnenbildern und hervorragenden schauspielerischen Leistungen — würdig der Bühne eines richtigen Theaters. In dem bunten ersten Teil des Programms fielen ganz besonders die Zwillinge W. auf die bei dem Singen von Hcimabcndliedern in wundervollen Stimmen äußerste Musikalität bewiesen. In den Liedern des noch ganz jungen Chors machte sich eine gute Disziplin bemerkbar. Schön spielte Gerd O. mit Heinz B. am Flügel das Ccllokonzert von Goltermann. Unter den Rezitationen war besonders nett der von Fritzpcter F. selbstverfaßte Prolog, dem der muntere, lautenbegleitete Einmarsch des C. d. I. gefolgt war. So sehr erfreulich das alles ist: die selbstverfaßte Zeitung — die gut gelungenen Vorführungen — es liegt eine Gefahr darin: der C. d. I. wird darauf zu achten haben, daß seine Mit- Glieder nicht über Sprach- und Tanzstunden, über Sport und Sommerhaus auf Bornholm und einem, wenn auch ganz natürlichen, so doch jeweils persönlichen Geltungsdrang den Ernst des Geistes, der sie vereinte, und die Bitter« Schwere der Zeit vergessen. Es ist zu hoffen, daß eine gesunde und wirklichkeitsnahe Einstellung der Leitung diese Gefahr auszuschalten wissen wird. H. M. Elternabend der FamiEionsdiulQ f.ToWek—Oolsnor Frau Motte? hatte Eltern und Kinder ihrer Familienschule in Berlin zu einer kleinen Feier in ihren Privatraumen eingeladen. In echt kindlicher Natürlichkeit und Unbefangenheit wurden Gcdichtchcn vorgclesen, kleiiw Szenen gebracht und gesungen. Ein kleines Spiel aus dem Alltag, in englischer Sprache, beschloß die Vorführungen; habet fiel besonders die sehr gute Aussprache der Kinder auf, die erst seit einigen Wochen Englisch lernen. Ter schönste Tank für die Leitung waren die Händedrücke der beglückten Eltern von Kindern, deren Ausbildung Frau Mottet sich in liebevoller, individueller Weise annimmt: die kleine Teilnehmerzahl der einzelnen Gruppen erleichtert und intensiviert den Unterricht der teilweise etwas schwächlichen Kinder, die nach dieser Vorschule, leicht und gut vorbereitet, den Anschluß an die höheren Schulen gewinnen. U. )l. Das EltcrnhilfSwerk für die jüdische Jugend E. V. in Berlin-Charlottcnburg. Kantstraße 158 (E. H. W.), veranstaltet am 27. Januar 1985, abends 8 Uhr, in den Räumen des Brüdervercins, Kurfürstenstraße, einen Kleinkunstabend unter dent Titel: „Wir werben — wir helfen." Es wirken mit: Ehor des Club der Jugend (C.T.J), Kinderorchester. Dirigent Heinz Brün, Jugendliche des 'E.H.W.-Kreiscs (Werbestück: „Indische Jugend 1984", Regie Heinz Bcrendt). Künstlerischer Teil: Jlla Felicia (Tänze, Musik von Debnssy, Dtussorgsly, Albeniz und Brahms). Agnes Lenbach (Lieder), Josef Plaut, Gerd Hecrnstadt (Cello), Geschwister Weiß (Sologesänge). Wir machen unsere Leser auf diese Veranstaltung aufmerksam und empfehlen auch unsererseits wärmsteus die Unterstützung dieses hilfreichen Werkes. Ter Gesamterlös kommt ausschließlich notleidenden jüdischeu Schulkindern und Jugendlichen in der Berufsausbildung zugute. äw« iiüPE0ra.ua.,issta Vertretung für Berlin: Charlottenburg, Fasanenstr. 18. Fernspr. J1, Bismarck2303 wm ti V SOMgÄFATOT anlässlich der Eröffnung d**r ersten jüdischen Palästina - Ltnie D. 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Rh., Hohestroßo 115 Wupportnl-Elfc8rfcld,Herzogstr.36 Zentrale» Ofambach a. JA. r: Das Dezemberheft ■Mt bringt: Manfred Swarscnsky, Tom Rocht der Wen Seren / E. Travers Herford, AntlUo Soll« werke der Kultiir / Alexander Aitmann. Die religiöse Welt den Mittelalter* / Leo I-Iirsch, An dor Grcnzo (Forts.) / Lothar Bauer,. Sclilclisal ln Zahlen / Werner Cahnmann, Juden in den deutschen Landschafton /. Otto Neuburger, Rand nun ein Lexikon / Pressesclmn / Buclibesprochungen / Glossen (a.*. Eino Erinnerung an J. P. Hebels Biblische Erzählungon). .n—iu.■ ■■ Einzelheit 1.—M., Jahresabonnement »2 — » . ■ Philo'Verlag und SeaeEabaradSsegsg Sä Berlin W. 15, Pariser Strasse 44. 'isWte\ erscheint die erste Ausgabe derC.-V.- Zoltung am Freitag, den? 4. Jasitsar 1935 Anzeigenschluss: Donnerstag, den 3.Jan.,10U. vorm.- RQ'üTH^r-nr^f^n iüliüiLüL^ySlO Intornctionaio Spedition Gegründet 1876 BERLIN NW40, LüneburgerStraßo22 / Telefon: C5 Hansa6641 Transporte isder Art usdi alten Ridifiangen Auskünfte unverbindlich und kostunlos üUliüL3S> ü UUj €sfdb KuFffBäraSendaciim <». d.j. g.) Kurfürstendamm 70 Ecke Wilmersdorfer Straße Tischbestellungcn rechtzeitig erbeten. TeL: Bleibtreu2228 Kapelle illlclm Nmytschck Cafia UJCnOandaeSx — Kurfiir.stoudnnuii .‘II Grosso SiS^osftesrfQior Eintritt frei — Kein Gedeckzwang— Kein Weinzwang Tanz ln allen Rh innen. Die sensationellen Kapellen Dr. Franz von KOblös und Snsclia Dickstein spielen. jiiiiiiniuiiiiiiiiiiiiiiiiiiiniiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiL E Veranstaltungen a 1 I e r Art E propagieren Sie mit Erfolg 1 * n in der C.-V.- Zeitung §j ^lllllllllllllillllllllllllllülllllllllllllllllllllllirr , MÄMtzsimis"! 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