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Central-Verein-Zeitung · 1934-12-28 · 52 (28.12.1934) · page 5

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Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
13 (1934)
Issue
52 (28.12.1934)
Date
1934-12-28
Page
– (sequence 5)
Language
German
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Nr. 52 1. Beiblatt Festlich und ernst nannte Louis Wolfs diesen 2ag, an dem der Verein selbstständiger Handwerker jüdischen Glaubens e. B. zu Berlin fein vierzigjähriges Bestehen feierte und er selbst sein fünf. nndzwanzigjährigeS Jubiläum al* Vorsitzender beging, Es war kein Tag des Ernten-?, sondern ein Tag des 'Rubens von stiller, steter Arbeit. Vierzig Jahre hindurch haben die Männer dieser Trganifation gekämpft, und heute erst ist ihre >Ttu:tLc gekommen. Tas deutsche Judentum, dessen Gesicht dem allgemeinen Leben zugcwandt war. ging an ihnen und ihrem Werke fast achtlos vor. bei. bis die Geschichte das nachholte, was zwei Generationen verabsäumt hatten. Venn in der würdig geschmückten Synagoge Prinzregentenstraße. von deren Rückwand das einprägsame Zeichen der jüdischen Handwerker sich abhob. die Vertreter der zentralen jüdischen .siörperick,asten und Insittttutionen dem Verein ilirc Glückwünsche brachten, io war dies nur ein äußeres Zeichen für eine innere Wandlung. Es war die Sichtbarmachung einer Schicht unvekannter deutscher Juden. die in der Stille. fernab dem Zcitgetriebe und dem großen Weltlhcater. wurden, was sie und: ehrbare Handwerker, in denen sich deutsche Werktreue und jüdische Bennnttchkeit unlöslich verbunden haben, ein Typus im besten Sinn assimiliertcr Juden. Unter den klängen einer Häudcl'chcu Sonate wurde das blaue Banner des Vereins hereinge» tragen. Zunge Menschen, die den Berussweg des Handwerkers gehen wollen. Lehrlinge jüdischer Mehrer, nahrnen vor der.ganze! Anstellung. Tann begrüßte S. P ci '' achoivitz die Erschienenen und überbrachte Louis Wolfs zu seinem Jubiläum. das zugleich ein Zeit der ganzen jüdischen Handwerkcrichast sei. die Elückinünichc des Vereins. Zn einer großangetegten Festrede gab dann der Zubilar c?»cdiPitfd>ifr über die Arb-ert. die die Organisation der Berliner jüdischen -Handwerker uruor seiner Führung geleistet hat. Auf den Fundamenten dieser Arbeit, so führte or aus. erbebt sich heute der Lebensraum der deutschen Fichen. Lange Zeit hindurch wußte da-, deuriche Judentum . nicht, daß es iu seiner Mitte einen Handwerkerüand barg. Heute weiß es. daß feine ärmsten Söhne oft feine treuesten waren. und es erkenrck die Morwendigkeit. feinen Handwerkerstand zu schützen und zu stützen. Eine Ilnuvertung der sozialen Werte vollzieht sich, die sich bewußt ist, daß die Handwerk» i'che Gestaltung der Materie .zugleich eine geistige Leistung darstellt, und die darum mit überkomme» neu gesellschaftlichen Vorurteilen bricht. Ter Handwerker isi der stille Held der Arbeit, ein Frontseldat des Friedens. Er glaubt au sein Recht, aus dem Boden dieses Landes zu leben, auf dem feine Vater arbeiteten und starben. Weil er sich im Besitz der geistigen Werte des Judentums weiß, bedeutet ihm die Hinwendung zum Handwerk keinen Abstieg in die soziale Tictc. Zn der Gesundung der jüdischen Beruisstruktur in Tcutschland sieht er das Mittel, eine zweite Emanzipation eiuzuleiten. die die Schäden der ersten vermeidet. Weil der Umbau der sozialen Gliederung der deutschen Inden Fachkunde und Verantwortung erfordert, haben es die jüdischen Handiverker begrüßt, als die Reichs-Vertretung der deutschen Znden zur Bearbeitung aller einschlägigen Fragen einen Handivcrkerausschuß einsetzte. Hinwendung zum Handwerk, das ist eine Parole, die richtig verstanden werden muß. und die nur srucksthu' ist, wenn sie sich in den Bchncn einer natürlichen Entwicklung vollzieht. Vor dem unsystematischen. fluchtartigen Eindringen in den Handwerkerstand ist dringend zu warnen. Turch scharfe Be- -rüfsauskese muß es erreicht werden, daß die Zugend. die heute bereit ist für das Handwerk, eine echte Berusstradition schosst und sortsetzt. Ter Typ des jüdischen Handwerkers ist nicht der Zenseitsmem'ch mit gebeugten' 3tiicfrii, sondern der Gegenwartsmensch, in dem sich geistige unü bandwerklicheArbeit synthetisch verbinden. — Willielm V>' a r e n s. der Vorsitzende des Zentralverbandes der jüdischen Handwerker Tcutschlands, beglückwünschte sodgnn den Berliner Verein zu seinen: Zubilänm und übergab seinem Vorsitzenden ein Erinnerungsbuch, in dem Reden und Schriften aus dem Ramps für das jüdische Handwerk gesammelt sind. (viitc lange Reihe von Rednern schloß sich an. Für die Brudervereinc aus dem Reich sprach Paul G o l d m a n n sHaimovcrt. der die Verluindeuhcit aller jüdischen Handwerker zum Ausdruck brachte. Tann nahmen Vertreter sämtlicher jüdischen amtlichen Stellen und der großen weltanschaulichen und sozialen Organisationen das Wort. Tie Wünsche der Reichsvcrtrctung der deutschen Inden des Preußischen Landesverbandes jüdischer Ge» meinden und des Vorstandes der Berliner jüdischen Gemeinde überbrachte .siammergerichlsrat o.T.Leo Wolfs: für den Eentralverein sprach Tr. E. lke lcs und brachte dessen Verbundenheit mit dem jüdischen Handwerl zum Ausdruck. Im Namen des Allgemeinen Rabbinerverbandes und des Berliner .Kollegiums überbrachte Rabbiner Tr. Mar Wiener, namens der Berliner Reprä.sentantenversammlung Rechtsanwalt Heinrich Stern, des Zentralausschusses für Hilie und Ausbau, der Zentralwohliahrtsttelle. der Zentralstelle für jüdische Wirtschaftshilfe und des Reichsausschusses der jüdischen Iugendverbände Georg Lublinsky Glückwünsche. Tie Feier, die den Erichienenen ein eindrucksvolles Bild von der Arbeit und vom Werden des jüdischen Handwerkerstandes gab. wurde von musikalischen Darbietungen umrahmt. Ter Chor der Synagoge Prinzregentenstraße sang unter Leitung von Leo Kopf drei Psalmen. Als Solist zeigte S verkanten: Julius P e i s s a ch o w i t s ch seine Kunst, an der Lrgel saß Hermann .Schwarz. K. J. R. Aus einem Briese Leo Tolllvi's Tie körperliche Arbeit ist Pflicht und Glück für alle. Tie Geistesarbeit bildet eine Ausnahme, sic wird nur für die zn Pflicht und Glück, die dazu Zum NoiMMAbend Itt Berliner ftüniüecßilfc Wsrtrßgk disMrrMMrkMg? Als zweite große Kmiftgenosfenschast sozusagen hat sich "in Berlin in den letzten Monaten neben dein Kultiirdiuid..die Künstler» hilie der Berliner Indischen Gemeinde" etabliert. Aus dern Bestreben heraus, brotlosen Künstlern zu helfen, sind teils ernsthafte Konzerte, teils kabarettwäßige Darbietungen entstanden. Scharte Beobachter haben herausgesunden. daß nicht alles, was unter dern Rainen der Künstlerhilfe öffentlich gestartet wird, wirtlich auch von der Künstlerhilfe gemacht wird. Es gebe da feine Unterschiede: Reben den Veranstaltungen der Künstlerhilfe selbst, gebe es solche, die nur ..unter dem Protektorat der Künstlerhilfe" stehen. Man kann von dein Publikuur nicht verlangen. daß cs diese seinen lünerschiede beobachtet. die eine geschätzte Bürokratie offenbar eingef'ülwt hat. 'um sich gelegentlich der Verantwortung zu entziehen. Venn einmal die Künstlerhilfe in der Ankündigung genannt Nt. dann kann auch nur die Künstlerhilfe verantwortlich sein, und die Testeritlichleit^gelst dann nur noch die zweite wichtigere Frage etwas an: wer zeichnet für ö i ei e K ü n st l c r h i l f e v c r a n t w o r t l r ch k Was für Menschen bilden diese Künstlerhtlfek Wo'haben sich diese Menschen in ihrem bisherigen Leben die Legitiination erworben, in dieser Zeit äußerster Erponicrtheit des deutschen Judentums künstlerische oder fulturcllc Veranstaltungen einstudieren und der Veisentlichkeit darbieten zu dürren, die das deutsche Judentum nach außen hin rcpraienlicren sollen § Diese Fragen zu stellen, berechtigt nicht mir sondern verpflichtet den verantworlung-.'- vollen Berichterstatter die Vorführung der ..Familicnbiographic in Wori und Büd. Wie Rothschilds" im Berliner Brüdervereiusbaiis am Abend des ersten Weihnachtsfeiertages. lieber die mehr, oder weriiger künstlerischen Leistungen, die dabei von Trägern bekannter Ramen zur Schau gestellt wurden, soll hier nicht geredet werden, svitdern von der Gesa m t v e r a n st a k t u n g. Rur das eine fei gesagt, daß die Einzelleistungen keineswegs so hochklassig waren, mn Taktlosigkeiten vergessen machen zu können. Ta wird also in Wort und Bild, das heißt in einem Vortrag von Egon Jacobs oh n, unterbrochen durch Lichtbilder. Tanz, Gesang. Rezitation, das Leben der Rothschilds dargestellt. Rillst etwa ihr kulturelles Wirken, nicht etwa ihr Eintreten für das Ansehen des Judentums durch ihre Leistung, nicht ctiva das Bild der jjidischeu Familie, wie wir sie einst in den „5 Frankfurtern" so liebgewaitnen — sondern lediglich der finanzielle Airsstieg des Hauses: in Zahlen, in Statistik, in Kriegsrüstimg. in Börsenmanöveru — es drängen sich einem als Zuschauer eine Fülle judenscindlicher Schlagworte als Motto für einzetnc Lichtbilder'. Bortragsapschnitte, Tänze und Gesänge auf. . . Taß die Anpänglichteit der Söhne an die Mutter in einem Liede gefeiert wird — in dem „les nH’ftires" natürlich nicht vergessen werden —, daß die Bescheidenheit der Gudula gelegentlich erwähnt und auch der Wohltätigkeit des Meier Amschel in vcrstaiibten Witzen gedacht uürd —. utitdert den Gesamteindruck nicht. Aiich diese Witze und Lieder sind zum Teil mit peinlichem Ungcschick ausgesucht. Und was sagt mau. wenn die Worte des Eonferenciers: „die Rothschilds nehmen aiich überall an gesellschaftlicher Gcltiing zii", durch den Tanz eines Tandy mit E s e l 's m a s k e charakterisiert werden .. .? Taß Teile des Pubkikluns stark Beifall klatschten, spricht nicht für die Darbietung, sondern nur gegen daS Pnblikmn. Uns bleibt nur die Frage: Wer trägt die Verantwortung 5 Kontrolliert. niemand vorher die Programmgestaltung solcher Vorstelluu- WMe Allcnsteirr (Tstprevtzen) Jüdische Beratungsstelle für Hilfe und Airsbau. Bisrnarckstraße 4. Aschaffenburg Geschäftsstelle der Israelitischen Kuitusverwoltung, Treibgasie 2ö. Berlin Arbeiisgcmeinichaft der jübifdirit Arbeitsnaäiweise. Rosenstraßc 2—4/.Lindenstraße 48—ätz. Breslau. Arbeitsnachweis jüdischer Organisationen Schlesiens. Lchweidnitzer Ttadtgrabeu ,Chemnitz Sozial,insimuß der Iüd. Wohtsayrtöpilege. z. Hd. der Frau Rosa Brod, Ulmenstraße 6. Dortmund Jüdische Beratungsstelle für Berufswahl und Arbeitsnachweis. Saarbrücker Straße 3. Dresden Indische Gemeinde. Zeugyausstraßc 3. Frankfurt am Main Berinsberatinig und Arbeitsnachweis für Juden e. V.. Hans-Haudwerk-Straße 3ü. Frankfurt am Main llnentgettticher Arbeitsnachweis und Berufsberatung der weibl. Fürsorge e.V. iür Frauen und Alädchcn. Hans-Handwerk-Ltraße 3. Jüdische Gemeinde. TchiUhvs 6. Hamburg Jüdische Berus-beratungssielle. Iohnsallee 54. berufen sind. Tie Berufung kann nur erkannt und und trotzdeut au deu stunden seiner Rübe und Wohlbeiinden. das der Gelehrte oder Künstler bringt, inu seiner Beruiuna zu solgetr. Ein Mensch, der fortgesetzt seine Psiickü erfüllt: die Pflicht, sein Leben durch die Arbeit seiner Hände ztl eryattcn — und troßdem an den Etimden seiner Ruye und seines Tchlaüs etznas abspart, nm in der geistioeir Spyäre zu denken uitd zu schassen, beweist seine Be» Es muß mehr getm toetten c*in i/eser fchreivi uns: „R'acki intwer ist ein großer Teil jüdischer Mensckien vyuc Arbeit. Rockt immer warten junge Kräfte auf freie Ttelten. um das bedrückende Leben, ntine Erwerb und Tätigkeit zu sein, zn beenden. Iyueit vsird nur zum Teil geyolten. Tie jüdisckten Arbettsnachweise bemüyen fid) redlich. Abliilie zu scha'ien. Tie R,ög!ichkeit. stellen zu vergeben, scheitert jedoch an der zu gcrittgen Zahl gemeldeter freier'Arbcitsvlätze. lknd bterin zeigt sich allzu ml tnangelndes Pflichtbcwußtsein jüdischer Firmen, die sicki bei Vakanzen kaunr der siädischen 'Arvcitsnachmeise bedienen, gesckiweige demr sich beinüben. den eineu oder anderen Stel^ lungslosen zusätzlich einzustellen, obwohl ihr Be^ trieb eilte geringe Mehrbelastung aut sich nchnten känicke. . . . Es muß hier ausdrücklich hervor-- geboben werden, daß von deir süditckieit Svitzen-- organisalioiten in der Frage der llnterbringung jüdischer Untätiger nicht g c n u g geickiehen iü .. Fülireltde Männer des dentsckien Iudentuins müßten sich, gestützt aut' ihre Autorität und Wertschätzung. persönlich dafür c i ns c tz c n, freie S t e l I e n z u f di o f f c u! Tie tttüßten. menn auch ein solches Vorgehen viel tz>iühe und Arbeit erfordert, mit den jüdischeit Inhabern zalsireickter Fabriken. Eesckiäitc ttnd anderer tlnterne>ummgen verhandeln und diese bewegen, sich auch der jüdischen Arveitsitachweise zu bedienen . . . Jatitisn“ in brr MM GMgM ErßMMg dss §Msl-MMs Votr den großen, biblticheit Tratorien Handels ist der .Satnson" heitre in England, wo sich durch ztvei Zalirhunderkc der Kultus imt den irttchtbartteu der großen deiiu'cheit Kowponineit zu einent wahren tz,alionallt!llus erweiterte, rieben dem ,.A,esüas" das beliebteste und populärste. Tas Rieieiv.vert. das zuiammeu mil dent ..Meinas" in der unglaublich Ntrzeo. steil von neun Wochen begonnen und vollendet vourde. ragt schon diircki die edle Tichlllng hervor, die nach Miltvns ..crantson Agonisies" von Handels literarischem Betreuer tzcewburgh Hamilton geschmackvoll ciltgcrickstet wttrde. und die der außerordentlichen Eyarakteri»- sierunaslunsi Handels die großteit Äoglichteiren gab. Wenn natürlich airck, die dramatisch gehaltvollen Ehore und Isier besonders die genialen ansgearbeiteten -tzvittrane zwilchen dent Ehor der ^Israeliten und dein der heidnischen Philsner deu Tckpverpuntt des Werkes lsildeit.!o sind dock> kaum irt einer anderen Häadelickten Toudichning die eirtzelnen lsharaklere ancii der Rebeitiignreit in derartiger Lebenssülle ausgeprägt tvie int äantsvn. Taß gerade er als Auftakt zitr Feier des °_''>0. Geburtstages Händels im Februar getvählt wurde, tntd daß das jüdische A'usiklebeir überhaupt das Gedenkjahr einleitete. isi in Iiohem A.'aße dankenswert. deint gerade heute tmiß Handels maftestätische Gestaltung der biblischen Tzeaeu dein Zndentunr von besonderer Bedeutung tritt. Tie Ansnihrung. die von Leo .tzopf mit der jüdischen hhor- und Lrchcslervcrcinignng einstndiert worden war, siand nun allerdings unter keinem glücklichen Llcrn. R'ackrdem sie schon einmal wegen einer Erkrankung ans vierzehn Tage halte verlegt werden müssen, fehlte ihr schließlich, wie sich für die wohl annähernd 2E Zuhörer erst int Laufe des Abends crunes, der Träger der Baßpartie, der einen mächtigen Pfeiler des Gesamt-' tverks. nämlich den Riesen Haravha, der zu Händets vollendetsten Eharaktersiguren gehört, zu gestalten hatte. Tic scknvcren nnd mächtigen Baßarien sind im Samson noch dazu von besonderer Bedeutung, da sic das notwendige Gegcgewicht gegen die ntehrfacheu lyrisch-elegischen Arien geben müssen. Tas Einspringen des lyrischen Baritons, der Samsons Vater R.'anoak zu singen hatte, konnte natürlich feilt Ersatz fein, obwohl Julius P c i s s achow i t s ch die vuiuvuijji ( , Jüdischer Arbeitsnachweis, Cr. Bäckernraße d. Hannover Jüdischer Stellen- und?lrbeitsnachu'eis. Lange Laube 46. Köln . Jüdischer Arbeitsnachweis, Rubensstraße 3s. Königsberg (Preußen) Stellenbennitriung des jüd. Frauenbundes. Brahinsttraßc 5. Königsberg (Preußen) Frau Arnsdorfs. Vordere Roßgartenstraße 1. Mannheim Wohlfahrts« und Jugendamt der israelitischen Gemeinde Abteilung Arbeitsnachweis. MAI'-'. Mannheim Unentgeltliche Slclleiivermittlung und Berufs beratung für isr. Frauen u. Pkädchen. <Z4.1ck. München Iüd. Arbeitsnachweis, Herzvg-MarStr. 5. I. Stettin Arbeitsnachweis des Provinzial-Yierbandes des jüdischen Frauenbundes für Pommern, z. Hd. von Frau Therese Hirsch. Falkenwalder Straße iM. Jüdische Gemeinde Stettin, z. Hd. von Herrn Bohrmann. Rosengarten l'YI", stur männliche Personen >. Stuttgart Jüdische Zeittrolitellc für Berufsberatung und Arbeitsnachweis. Hospitalstraße 36. Tilsit .sioüenloier Arbeitsnachweis des iiraeltttschev Fraueuvereins. Hohe Straße tzi. Wuppertal-Elberfeld Jüdischer Wohlsahrtsverband. Ableitung . Arbeitsnachweise. Genügsantkeitstraße 7. Gerade die Aufnahme in kam'männische und industrielle Betriebe kamt den jüdischen Arbeckslosemnarkt erheblich eritlasten. Zn kannnännischeit Berufen können neben iacküich Vorgebildeken auch Akademiker, vorwiegend jüngere -ürasie. besonders die aus dem jnrisiischen Tätigkeitsbereick, Ans^ geschiedenen, llnterkonuüen finden . . I)r. UZN GGMchM Eine Fülle beacksienswerter soziatwisienschasilichcr Tarstellimgen wie für die Praris beltiininter tvertvoller Blaleriallen iit in de,, nencsien PerösicnNichmtgen der Z.entraNvohlsahrtcstelle der deutschen Juden zusainmengetragen. In den beiden letzten Heften der Zeittckfritt „Jüdische W o h l i a h r t s v s > e g e u n d Sozialpolitik" nimmt der frühere Privat dozent für Sozialhygiene. Tr. Genrg Wo-lsf. zur Frage der biologischen Zulunsi der Juden Steilmm. Tr. Alfred Marcus, belannt durch jein Buch über „Tic wirtschaftliche strise des deutschen Juden", untersuch! die Lage des indusiriellen und gewerblichen Sektors der palästinennschen Wirt jchast. Ans der Praris der indischen Torkel,ns• kaffen berichtet Tr. Ludung Bapner. indein er die wirtfck,astlickfe und soziale ^tr.nktur der jiidischeu Tarlehnsnehmer analysiert und die sich daraus für die Geickfästspoiitik der Tarlehnstaiien ergaben den Folgerungen sesistellt. Tr. Georg L n b i n t k i bringt zwei allgeineiucre Beiträge, einen über ..Re form und Lasienansgleich der Gemeinde und Sozial- Verwaltung" nnd einen yveiten über die ..Entwicklung der deutsck,cn Sozialarbeit." Tr. Paul Epp sietit macht grundsittzlick,e Benterknngen ymt Thema „Bern' und Ehrenamt in der jüdiiichen Sozialarbeit". Genannt seien ferner die Arbeiien von Tr. Plar F. R, i ck, e I ül'er „Gegenn'art:- fragen der Alter-'-fürsorge". Frill WGltelsl, ö s e r über das Gesetz >'>ber llleinrentnerlsilfe. Tr. plötzlich gesiebte unmögliche Aufgabe w'l feinem musik,tliichc-n Empfinden zu tönen suchte. Ant der Smtze nack, einein ausreichenden Tenor ist man von Riga mit Recht >nieder näher nach Berlin zurückgeke.hrt. Israel Alter, .tzantnr der Synagoge in Hannover, fang den Saminn. Tte gewaltige Stimme, die vor melireren Ialiren dem damals '_'äjä!,rigen nackigeiagl nnirde. besitzt er nicktz mel,r. aber einen toeickfen. tlangschnwnt Tenor, der tick, mil den genchlsiiefen Vtrini. nie Händel telbit nack, feiner eigenen i^rblindnng immer tvteder ericknülterten. i'elir gut abiand. n!,ne aber in den drainatiisih erregten Reziialinen nnd besonders in dem Tne.si nnt Talila das lier'sifckie Pkomcnt nach Gebühr zu betonen. Tie Talsick :n>rr Hilda Lind, mit einem großen Sopran, der die erheblichen technischen Schwierigkeiten seiner Arien sauber austührte. vielleicht jedoch die sinnliche llllirkung des Tanzliedes mit dein Eüiochor nicht ganz erschöpfte. Paula Lindberg sang die Altstimme des M ikah. die große Sängerin trJimn nicht zum bellen disponiert, deunock, ersilllte :>e die tchnterzklagenden ernsten Gesänge des Freundes des Helden mit dem tiefen An---druck. denen ihre schöne Stimme fällig isi. Prachtvoll gesungen io-tr das Largo in der großen Arie des 'v.'annalt. den Julius P e i i s a ck, » >n i t? ck, ,'e!,r fein ckiarakteri iierte. auch die rührende .Herzkichkeir des ..Weil ick, noch sei,', braucht er kein Licht" gelang nberzen. gevd. Tie l^rühmie Arie mit der holwn'Trontpew „Stimusi an. il,v Seran-Him". die zur Ausiütu'-.m.g zinei Virtuosen großei: Formats erfordert, wurde non Alice Hannes im Teckmisck,en dnrck aus anuelnnbar gesungen, die virtuose Trompete ,vat: allerdings gar nicht norlianden. und darnit sind wir beini sieten wunden Punkt, dem Lrchester. nngelangt, das den inächrigen Anforderungen Handels in teitier Weise genügen konnte. Es nniß do,y aber erreicht werden können, daß dnrck, eingehende Schulung unter benvährker Leitung wenigstens di^ grollen Schnitzer int Hol; und Blech beseitigt werden. denn bisher kann leider nnck, kein Fori schritt verzeiäytet werden, und ohne diesen kann es nicht in dieser Art ,veilergehen. .Tie kontrastierenden Ehörc umreit von P o p s. abgesehen von leichten Unsanberkeiten. ivirtiam' gegeneinandergestellt ivorden. Händelichc Bllicksi wurde lvsonders in den beiden letzten Teilen erreicht. Ludwig A l t m n n n an der L rgel lialie viel ansuterlsantkeitersorderndc Arbeit, da er aitßcr seinem Satz noch ausfallende Trchestersiimmcn zu registrieren halte, znnt Beispiel die Flöten

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