Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 13 (1934)
- Issue
- 50 (13.12.1934)
- Date
- 1934-12-13
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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A ©eff® Sott Senrictie Fürch In ben Annalen jübifdirr Fürsvrgearbeit rmrtntt ,yranffjirt einen Ehrenplatz ein. den e4> nud] heute noch behauptet. Diele Fürsorgearbeit war produktiv. Sie begnügte sich nicht mit Almvsen. nicht mit der Betreuung der Alten und Kronlen. nicht mit vorübergehendem Helfertum. sondern >re baute aus und schni Suchei:den neue Wirkungskreise und Lebensmöglichkeiten. Weit über die Grenzen der Ortsgemeinde hin. nu« wurde die Frankfurter Sozialorbeit beispielgebend für Art und Ausbau der produktiven Für. sorge, und zu Anfang unsere« Jahrhundert« nahm von hier die ..Weibliche Fürsorge", au« der nachmal« der „Jüdische Frauenbund" wurde, ihren Ausgang. in« Leben gerufen von Bertha Pappe n h e i m. einer der edelsten Repräsentantinnen zeitgenössischen Judentum«. An dieser Stelle soll aber von all diesen zum '^eÜ wohlbekannten Dingen nicht weiter die Rede 'ein. Wobl aber von dem, was Juden zu den 'ür die konfessionelle Allgeineiiiheit bestimmten Einrichttmgen der Wissenschaft«- und Wohlfahrt«- pilege beigetragen haben. Dieser Beitrag konnte sich naturgemäß erst nach der Emanzipation voll entsaiteir. Um so erstaunlicher ist die Fülle dessen, loa«, Mischer Gemeinschaftssinn und ' jüdische Opierivilligkeit in diesem verhältnismäßig kurzen Zeitraum für die Allgemeinheit getan haben. Da ist die seht Woligang-Gvethe-Universität geiiannte Frankiurter Hodn'chule. für derer: im Jahre 1912 erfolgte Gründling sich mit allen Kräften Inden eingesetzt haben. Juden haben so manche WÜJinit Goldmark für sie gestiftet und zur Schaffung und Auirechterhaltung lnissenschaislicher Instiiniionen beigesteuert, die als Pflanz- und Pslegestätten wissensdraitlicher Forschung den Ruhm der siingen Universität über die ganze Welt getrogen haben. l'Es stf frier nur an da« Georg-Speyer-Häu«. da«. Ehrlfch-Instttut und ähnliche« mehr erinnert.'» Aber auch vor Gründung der Universität waren durch jüdische Stiftungen Hospitäler. Pvliklincken, und, das 1892 zur Behandlung unbemittelter, keiner Krankenkasse zugehöriger Zahn- und Mundkranker von Carl Mover von Rothschild thä Lever: geruiene Carolinum geschaffen worden. Der Jüdin Anno Edinger verdankt da«! erste Fronkfirrter Luftbad seine Enisie.hunch Die Kinder der jüdischen Fomi.lie Flesch schufen die ,.Haus pflege", die später ihren Siegeszug durch ganz Deutschland antreten und unendlich viel zur Aufrechterhaltung de«' Haushalt« während Erkrankung, Wochenbett oder Abwesenheit der -Hausfrau beitragen sollte. Eine Jüdin darf auch dev Ruhm für sich in Anspruch nehmen, schon im. Oktober 3914 die erste .Kriegeküche in ganz 'Deutschland gegründet und außerdem angeregt und durchgesetzt zu haben, daß die Kriegsteilnehtner und ihre Familien durch Beiträge der Unternehmerschaft auf der einen, der Kriegsfürsorge auf der anderen Seite bei den Krankenkassen weiter versichert blieben. Eine Maßnahme, durch die die Betreuung der Familien ebenso wie die Aufrecht» erhaltung der Leistungsfähigkeit der Kaffen gesichert wurde. Auch Wöchnerinnen- und Säuglingsheime wurden mit jüdischem Geld in* Leben gerufen. Der Speyer-Fonds gewährte Unterstützungen an unheilbare Kranke, vor allem Schwindsüchtige. Die für die Pflege und Ausbildung Schwachsinniger bestimmte Idiotenanstalt Idstein erfreute sich besonder« großer Zuwendungen von Charles Hal lgarten, de* ans allen Gebieten südischer und interkonfessioneller Fürsorge rühmlichst bekannten Frankfurter Philanthropen. Mit seinem Adamen sind zwei andere Frankfiirter. Einrichtungen von weittragender allgemeiner Bedeutung eng verknüpft. Eine von ihnen ist die von Karl Flesch. dem genialen Sozial- Praktiker gegründete „Aktienhaugesellschait für kleine Wohnungen": bekanntlieh ist die sachgemäße Lösung der Wohnfrage das zentrale Problem einer gesimdeu Sozial' und Fürsorgepolitik. Bon dieser Erkenntnis ausgehend und angesichts der. damals schon vorhandenen Wohnungsnot der kinderreichen Unbemittelten, wurde durch Hallgarten. Spever und Becker im Jahre 3890 die Aktienbaugesellschaft gegründet. Unter den drei Gründern waren also zwei Juden. Im ehrenamtlichen Vorstand saßen neben dem .Architekten Na den stein die Juden Flesch und 31 h l f e I b e r. Nicht zuletzt < Uhlfelder war es zu danken, daß . die Mieten der nur an Kinderreiche abgegebenen Wohnungen 40 Prozent und mehr'unter dem Durchschnitt . der für die gleiche Wohnungskategorie gezahlten ortsüblichen Mieten bleiben konnten. Auwend,mgen des Juden Georg Speyer erhöhten da* 60", 000 Mark betragende Gründlingskapital um 100 000 Mark. Im Jahre 3910 wurde der Gefellschaft aus dem Georg-und.Franziska-Spe.ver- FondS eine Hypothek von 480 (»00 Mark bewilligt, deren ..Kapitalbetrag der Wohnnngsfürforge. deren Zinsen von Ö?i Prozent gemeinnützigen Zwecken" dienstbar gemacht wurde. 3914 erhielt die WohnungSgesellschaft aus der südischen Ceeile- und-Guslav-Schmey Stiftung 230 000 Mark. Die als Wohiiungsergänzlingen aufgezogenen Vereins- Häuser, die neben dei, Geselligkeit«-, Vortragsrälnnel, lind Bibliolhekeli. jeweils ar, Kindergärten und Hörle, Kripven. HaushaltungSschulen. BolkSküchen usw. Unterkiinst und Unterstützung gewährten, verdankten in der Haiiptsache den Juden Werthein,. Speyer usw. ihre Entstehung. Eine andere eigenartige und beispielgebende Einrichtiing lau« ihr wurde nachmals der Deutsche Verein für öffentliche und private Fürsorge» »var die..Zentrale für vrivate Fürsorge". Sie hatte sich zum Ziel gesetzt, in die 'Anarchie der WohltätigkeitSübung Svstem. Uebersichtlichkeit und Verantwortlichkeit zu bringen und an Stelle deS 'Almosens die ausbauende Eristeuzhilfe zu setzen. Sie hat diese Ausgabe in vorbildlicher*Weise erfülli, als eine Kontrolleinrichtung, die aus den: Vielerlei und Nebeneinander iürforgerischer Institutionen ein organisch durchgebildetes Ganze machte. .Der Gründer der Zentrale war der Jude Wilhelm M ertön, der and» die Gesellschoit für Wohlfalirtseiuriehiungen. da« Institut für Gemeimvohl, ins Leben gerufen hat und an allen führenden wissenschaftlichen Einrichttmgen der Stadt in hervorragender Weise beteiligt war. Neben Mertvn ist H a l l g a r t e n als Gründer zu nennen, aiißerden: LueiuS, der später an der I. G. Farbenindiistrie beteiligt war. Hallgarten, .der ein eigenes WohlsahrtSbürv unterhielt und C.-V.-Katender Landesverband Groß-Berlin 1«. Dezcmbcr. 11 Uhr: Ortsgruppe «oömeftei,; ,.5üe ««• fctcu Arbcits. und Lebensrauin! deutsch.Mische Ouhmft!" Dr. brutto Glaserstld, Versitzender des i-andesverdandes Hreß-Vertiir des C.-B.. Dr. Weinberg, Nordert Wollheim (Bund Deursch-Illdlschei guaend). Toni Dosen (Gelang sir,tz WoZenderg lCeUo), De Willn Acair (.-ariironiuin). DUK.'pLlaY flffi -1, Vundk'srLrt^ufc'r ö. 17. Dezember, 20 Uhr 1.'. Min.: Ortsanippe -Zriedenau.Qtea. lin. efiivjrmcl bin De>i>", „De-, fabulier,'de Ferael , Maraarete gried ..S'rgenniarlsirngen der yldnchen groll". NoN'aiu. äried»n,ou. vnoßer Veremssoal, Nbein- Cctc tiauterstrasie. Landesverband Hessen-Nassau und Hessen ir. Dezember, Uhr 3» Min.: Heidenberqen Oberhrffe». >k>emci„deversoimnlu,ig. Dr. Wolfgoug Motzdori (Zronfrurt M.): ,',Der Weg der deulschcn Juden.' Landesverband Nardwestdeutschkand 1». Dezember, 2N Uhr TIO Mi».: Hameln: Gemeindenersonnnlung. Dr. Werner lprunsfeld uSomdurgs: „Für „„seren Sirvetl«- und Lebensraum! Für deuisch-südyche Zulnrist!" vnnognge. Landesverband Oberschlesten 1«. Dezember, 1l Uhr: stleiwitz: Versommlung der jiihischen Hondel->verlre>er aus den, 'Zudustriedezirk. Lchle> singer «ihlein'itz,: LötigteNüberiew Dr. gokedninitz lVeuihcn): Aligemeiner Bericht. Füdischea Vereinshaus, Wilhelnl-snlotz t-i. Landesverband Linksrhein 1«. Dezember. 2» Uhr: Linnich: Dr. Hans Iocodi lKnln'»: „Für unseren Ärdcit-,- und Lebcne-raum! Für deinschjüdische Fiikiinfi!". Synagoge. Suriililch-KirWasllicke LcratimsSilelle Sannover Die nächste Spreehstunde findet am 37. De-- zember in der Zeit von 31 bis 10 Uhr und 14 bis 16 Uhr im Büro des Eentral-Berein«. Georgftraße 34. statt. ohne Ansehen der Konfession (neben seiner au«- ^edehittei: rein südiseljeirWirksamkeit.» auf Grund genauester Prüfung zu helfen und so zu Helsen »nutzte, daß aus zerbroehenen neue Eriftenzen wurden. In: Jahre 3901 »varer: von 8t zahlende»: Mitgliedern der Zentrale 40 Juden, In: Iai>re 1904/00 waren es 59 von 115. An dem »vgenannten Dotatioi:«konto zur Deckung außerordentlicher Au«g<rben »varen Juden übera»»« stark beteiligt. So kamen im Jahr 1906 von 3220 Mark auf diese? Konto zu setzender Eingänge 3350 Mark!!!I!lIII!Il!IIlIII!!II!III!!IIII!!IIiIIIIIII!!IIIIIIII!I>!IIIIIlIIIIIIIIIII!III!IlII!I!lIlIIIIIIII!l!IllI!IIIII!!!!I!II!>II!I>IIIIlI!IIII!IIII!tIlII!II!!II!Il!lI»II!IlIIlIIIHIII„lllIIlI»IlII>»IIIIII>!IIIIllIl!IIIIIIIIIIIIIII!!!IlIII!IIIlIIIIIlIII!!IllIIll!lIlIIIII!l!II„!,llII3 }\ Hang Honten Walter Goldmann Emil Fischer Die Hauptdarsteller der Dresdener Qffenhack-Aufführtmg Bella Erdetes Phot, Gstiift Joras (I>rr*<i?v) ii-USr’tyi Franklurt a. M. Die sungen. für die Oper vorgebildeten Gesangskräite iuchen aus dem Konzertpodium Ersatz für den in Frankfurt fehlenden szenischen Rahmen. An einem Opern- und Os^rettenabend gewannen die Sopranistinnen Bettina Feitler und Lilly Langen Svmpathien durch anmutig und musikalisch gesungene Arien unchDuette. Ihr Partner »oar der lyrische Denor Rolf Lander, der seine gepflegten Stimmittel geschmackvoll einzusetzen versteht. Da« künstlerische Relief des Abends wurde durd) Tanzszenen von Grell H a u ck erhöht. Am Flügel: Willn Salomo n und Lene Morg e n,t e c n - L o r ch. H—e.. Der Kulturbund deulscher Iuge»,d Rhein-Main veranstaltete im Rahmei: der gen,einsam mit der Frankfurter Bne B'riß-Loge durchgeführten Ebauukka-Kunstschau am crflen 6Panukkatage eine Auffnhrnug der Mariouettenbuhne von 2klfons R o s e n b e r g aus Münäien. Es wurde mit geschmackvollen. künstlerisch hochwertigen Holzgeschnitzten Marioi:ettei: das Spiel vom Golem aufgeführt. r . . Der erste Kammermustkabend. der gan^ von dem neugebildeten Kulturbund-Quartett R h e i n - Muin (HanS SB ß f f e t m a nn .Ernst Drucker, Richard K a r p , Felix R. Me n - d e l« s o h n» bestritten rvurde, gab ein günstiges Bild vom Zufommenipiel der sungen Vereinigung. Es wird schön und flüssig musiziert; d:e einzelnen Instrumente drängen sieh nicht vor^ im Gege»tte:l dürfte der ausgezeichnete Cellist (Profestor Rcendelssvhn) ruhig ettoa« mehr Ton geben. Auch cm Cucrtctt unseres Zeitgcnoiser: Han« Gal ("p. 6-,. niachte in seiner, herteren Grundhal ung den zahlreieher: Hörern viel Freude, die :n Yer^- l'chein Beifall ihren 'Ausdruck fand. In freier erhobener Stimmung verließ man das zweite Ord)esterkvnzert des Kultiirbundes Rhein.'Main, den: die heitere, beglucke»:de Skote das Gepräge gab Ten Hanptertolg hatte ,rci:x Aren- »-lri-hn. der «omponilt. mit .»«'"« A-dur. •v.anS aSUflch« * t e 1 nb c 19 btttS'«*« mit Freude und;nr Freude und fand, bei allen Gruppen seines Orchesters, auch den wesentlich verbesserten Bläsern. ausgeze:chr:ete Gesvlgschgst. Eine nrvderne Komposition/ ^.ar:us Mithauds 3920 friH 1923 geschriebene „Serenade", ein launige«, freckies Stück, festelnd auch durch seine hübsche'Koloristik, eröffnete. virtuos bermittelt, den Abend. Zwischendurch kam ein Felix Robert Mendelssohn unserer Tage, der Solo-Cellist des Kulturbundes-Orchester«. " zu Gehör, der das schönste Konzert seines Instrumentes, das Haydnsche. in »varme.r vornehmer Tongebung und mit griffiger Technik spielte, ohne ' allerdings die souveräne Wiedergabe gerade dieses Werkes durch Casals und Feuermann vergessen zu lassen. —tt. ¥ Ein Chorkonzert unter der Ltttuug von May Reumann machte eine große und interessierte Hörerschaft mit älteren u»:d neuen synagogalen llLerken bekannt, von denen die meisten als an- . sprechende Gebrauchsmusik für die Zwecke des ' Gottesdienstes in Betracht kommen. Der Gegensatz un Stimmungsgehalt und Melodieführung ziöischen west..und ostenrvpäischer Knltnuisik rvurde offenbar durck» Arbeiten von Neumann. Kirschner. Naumbvurg und solche von Rvseiiblüth. Numsehinsk») und Radel. Zu den charaktervollsten Belegen ostjüdische,: re.ligwsen Gesangs zählte Runischinskys „Schaur", dessen Solopart wirksam vom Klangkörper der Meschorrawirn gestützt rvurde. Für die dem Geist westlicher Tonkunst verhafteten Sologesänge trat Kammersänger Bemw Z r e g l e r mit edler Tongebung und plastischer Gestaltung ein. Im Chasonns des Ostens bewabrte sich der Bassist Heinrich Born ft ein als stilkundiger. stimmlich gut fundierter Interpret. Der aus Knaben und Männern bestehende, von Mar Neumann straff geleitete Chvrgesang mit kräftigster Tongebung. Dr. Willy S a l o m o n und Btax F i r n b e r g fügten sich an Flügel und Harmonium elastisch ein. Konzerte auf zwei Klavieren gehören zu den Seltenheiten, rucht zun: wenigsten du.rch d,e Tatsache, daß die Originalliteratur für diese Besetzung nur'.gering ist. lim so begrüßenswerter sind '.llovitlitei:. wie sie der von Alice Rosenbaun: und Willy Salon: on veranstaltete. Abend bvt. Ein ursprünglich für großes Orchester angelegte«, in dieser Form: bereits erfol«greich aufgeführtes Bariationenwerk über ein eigenes Thema von Rosy Geiger-Kullniam: interessiert anch in der neuen Fassung für zwei Klaviere durch lebendigen Puls und satztechnisches Geschick. Daß Brahms als Lehrmciftcr erkennbar ist, beeinträchtigt nicht das Bild dieser klangschönen und wirkungsvollen Arbeit. Die Walzer von Willy Salomo,: verbinden graziöse Melodik'mit harmonischen Feilihtiten, verschiedentlich beeinflußt vom Geist des ..Rosenkavaliers". Beide Werke fanden ein sehr freundliches Echo. Die hohe Linie des Abends wurde auch in der gemeinsamen Wiedergabe der Passacaglia von Kaun und der Havdn-Bariationen von "Brahms gehalten. In Stücken von Schubert und Weber bewährte sich 'Alice Rosenbaum als gewandte, musikalisch gut fundierte Interpretin. A. H—e. Meln-Nuhr Als erste Dezemberveranstaltung brachte der Jüdische Kulturbund Rhein-Ruhr einen bunten ■ Abend „C.hamckka. mit jungen Künstlern". Der Pianist Werner S d» ü l e r" spielte mit Eleganz ein Scherzo von Chopin und wirkungsvolle Paraphrasen über siddisdre Volkslieder von Wolfsohn. Hanna Loewer: lieh ihren prächtigen Alt Gesängen von Dvorak und Arien von Saint- Saöns. Ganz besonders interessierte die vackende Darstellung des Melodramas Rabbi Löw von Kaoli-Leitstner dnrds den hochbegabter: Heinz F r i e d e b e r g. Eine lleberraschung besonderer 'Art waren die bezaubernd vorgetragenen Chansons der pikanten Cva B o eh m. scharmant begleitet von Dr. Heinrich Lev in ge r. der aud» die Ansage des tztt'ends übernommen hatte. Die übrigen Mitwirkerrden unterstützte Werner Schüler am Flügel mit gewohnter Routine. Wie nidrt anders zu e.r>vactei: war. fand -die Veranstaltung in Köln, A a ch e n . E f s e n. G e l se n k i r eh e n , Krefeld. Recklinghausen und Wuppertal ungeteilten Beifall.' —vo— Angena. Rh. Einen erlesenen Kunstgenuß brachten uns drei Frankfurter Künstler. Bettina Feitler,/ die Händel. Bach und Schubert sang, oerlügt über einen wohlklingenden und weichen Sopran und eine beseelte Ausdrucksgabe. In fünf südiid)en Bvlksliedern vor: Herbert Fromm zeigte sie. wie sie sich aud) in diese Welt musikalischer Formprägung eingelebt hat. Theo Na tu er ist ein Geiger voi: Format. Er spielte Stücke von Bach. Kirman u»ib Ernst Bloch technisch sauber mit schönem/ rvarmen: Ton. 'Als feiiisiuniger Beglettcr wirkte Kapellmeister Herbert .Fromm (Frankfurt- Bingen), der. Konrponist der neuester: jüdischen Volkslieder, in denen er sich erneut als starke kompositorische Begabung erwies. Kassel Im dritten Kulturbundkonzert hörte man Fritz Lech n er. Berlin tGesang'». und Kurt Havelland. Breslau <K1ovier>. Lechner mit seinem klangvollen Bariton verfügt über vornehme Stimmkultur und Vvrtrogstechnik. Ernen veritälürnisvollen Begleiter fand er in Kurl Havelland, der außerdem Beethovens Sonate 3^-äur. r>p. 01a (I«s Adieux), mit weichem Am schlag und brillanter Ted)nil zu Gehör brachte. F. Eicken Oberkanlor Ranmow . Fleischmann. Frankfurt a. Nt., vermittelte in eindrucksvollster Wette Teile aus Mendelssohn« „Elias" unter Mitwirkung von Lore M i ch a 0 l i s - S a r: d e r lSoprans. Ianko Kaufmann (Baßst Paula Levi lAU». Leni Loridi - M o r g e n st e r n lKlavier). Sophie Selig mann lSpredierin des verbindenden Textes». Den Frankfurter Künstlern schlossen sich in roürdiger Weise einlreimisdie Kräfte an: Kantor G t u « ni a n n (Tenors und Fränz: Zwar:g «Rtezzowprnn>. Eine irr,vergoß- I>d;e Feierstunde voll tiefen Erleben«. Sbcmnik Der Kulturausschuß der <5emeinde ließ am 37. Oktober Ludivig Hardt Dichtungen von Perez. Sdrolaum Alcchem. Ignatz v'ohn, Beer-Hofmann sowie Thomas 'Mann sprechen. Das Rene Streichquartett. Berlin: Rudolf Meyer. Hans P r a g e r. Hildegard S t e i n i tz . Hermann Weil spielte am 27. Oktober "Mendelssohn, Brahms und Dvorak, am 20. Oktober 'Mozart. Beethoven und Schubert nebst eine: Zugabe' von Dvorak. An: 3 3. 'Novernber sprach Rabbiner .Dr. Manfred.S w a r s e n s k y, Berlir». über „Die religiöse Haltung der Gegemnart". An: «3. Dezember saug Susanne Steiii. Berlin, begleitet von der Chenntttzer Pianistin Hilde C o h n .'G or v d i s k i. Mendelssohn. Dvorak. Schubert. Brahms und Saint-Saöns. Alle Veranstaltungen, besonders die musikalischen, hatten den größten äußeren und inneren Erfolg. Vlaucn Im November ließ ein Ausschuß für Kunstpflege Irma S t e i n b e r g . Plauen, die minder Märchen der Weltliteratur"erleben Es war eine Freude, die blitzender: Augen und die Ausreoun'g