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Central-Verein-Zeitung · 1934-12-06 · 49 (6.12.1934) · page 15

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Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
13 (1934)
Issue
49 (6.12.1934)
Date
1934-12-06
Page
– (sequence 15)
Language
German
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SVWM M Mts® m SÄ md fei m® Scclin Dis Zweite H-Uslonzert bei HanS San — Heitere SDhiftf um 1800 war das Motto — wurde wieder durch einen kurzen Vortrag von $]?• Cmfat«®utin5ttnn eingeleitet. Ohne in' allen Punkten mit ihm einer Meinung zu sein, muß man Guttmann bestätigen, daß er auch diesmal mit wenigen Worten sehr klar und oft amüsant dm verschiedenen Ausdrucksformen des Humorvollen voneinander abgrenzen konnte. Der Veranstalter der Konzerte, der Pianist Hans B a e r fand den rechten Ton für die geschmeidige Eleganz Webers, für die immer von Wehmut überschattete Heiterkeit Mozarts, für Haydns dicsseitsfrohcs v-ckur-Konzert, bei dem er auch den leicht ungarischen Einschlag im Schlußsatz pointiert herausbrachte: diese virtuose Musik liegt der instinktsicheren Virtuosität Baers, und so kamen Leistungen von sehr gutem Niveau zu. stände. Beim Vierhändigspiel und bei der Be. glcitung des Konzerts am zweiten Klavier half ihm Helene La ch m a n s k i - S ch a u l, die auch mit einigen selbstbegleiteten Liedern ein dankbares Publikum fand. Mit einem Rondo von Weber €.-17.-Lgs g 7 trinken nur den Kaffee, Teo, Kakao der Camajo Kaffee GrsOräsSerei Bremen Vertreter werden noch eingestellt gab Hellmuth Spittel. Mitglied des Kulturbundorchesters, eine Probe seiner technischen Fcrtigkeiten auf der Klarinette. L. A. Im Rahmen des Tages für die jüdische Frau, den die K ü n st l e r h i l f e der Jüdischen (Jemeinde in der vorigen Woche, wie wir bereits in der letzten Nummer berichteten, im Berliner Brüderverein veranstaltete, fand ein Gesellschaft«, abend zugunsten des Winterhilsswerks des deutscheu Volkes statt. Künstler mit großem Namen wirkten neben dem Orchester der Künstlerhilfe, das unter Leitung von Fritz W a l l e n b e r g für seine Darbietungen reichen Beifall fand, mit. Rita AtlasZ. Else D u b l o n , Annemarie Hase, Paula Lindberg. Eamilla S p i r a , Gottfried Zeelander, Boris K r v y t, Map M a n s . selb. Bruno E i s n e r , Alfons Fink. Egon I a c. o b s o h n. Es wurde viel gelacht und viel geklatscht, was den Kritiker aber nicht darüber hinwcgtäuschen darf, daß das Niveau der Leistungen recht ungleich war. Es gab 'da auch einen Kindernachmittag mit einer Kinderrevue von Lucie Gelber „Heut' ist Mittwoch": nach Schluß dieser Veranstaltung gab cs eine Menge Kinder, die immer wieder baten: „Ach, Mutti/die sollen das alles nochmal machen!" Bei einer Veranstaltung für Kinder ist deren Kritik maßgebend. In diesem Fall hatten sie bestimmt Recht; diese Bilderfolge mischte in einer freudigen, den Kindern zugänglichen Weise in das Spiel aus dem Alltag schon ein wenig von dem Ernst des Lebens, den das jüdische Kind von heute früh zu erfassen lernen muß. Außerdem waren die kleinen Schauspieler und Musikanten eine reine Freude, weil sie ganz unbefangen und oft sehr talentiert ihre Rollen gaben und in erstaunlicher Weise den Kontakt zwischen sich und dem Publikum herzustellen wußten. II. M. KönMerg Als erste Veranstaltung des Kulturbundes deutscher Juden. Zweigstelle Ostpreußen, hörten wir im Oktober das Rose-Trio. Die jungen Künstler Wolfgang Rose. Leo R o st a l und Intrator überraschten mit ihrem Zusammenspiel und ihrer Einfühlung in das Werk. Durch die saubere Sachlichkeit des Vortrags klang lebendiges musikalisches Empfinden hindurch. Ter Cellist Rostal kam mit einigen Soli zu Gehör. Besonders' gefiel die fesselnde rhythmische Wiedergäbe des spanischen Tanzes von Granados. Im November gelang es dem Kulturbund. Tela L i p i n s k a j a zu gewinnen, deren hervorragende Kunst in diesen Blättern bereits ausführlich gewürdigt worden ist. Die Synagogengemeinde Königsberg veranstaltet seit längerer Zeit E e m e i n d e a b e n d e mit Vorträgen, die von musikalischen Darbietungen umrahmt werden. Einen Höhepunkt bildete der Dortrag von Gemcinderabbiner Dr. Reinhold Lew in über „Vernunft und Gefühl in der jüdischen Glaubensgeschichte". Ter musikalische Teil wurde durch Gcigensoli von Dr. Kadis ch und Gesangsvorträge von Käthe Kall mann und Kantor Tr. Pik bestritten. Die oft ^reckst schwierige Orgelbegleitung lag in den Händen von Heinz Jacob us. der mit ausgezeichneten Solovorträgcn den Gcmeindeabcnd eröffnete und schloß. vr. M. A. LMrUalen uns Slosftönrßs&fcte Ter Kulturbund deutscher Juden für Ostwest, falcn und angrenzende Gebiete begann seine Lotigkeit mit einem gelungenen Vortrag von Intendant Tr Kurt Singer, Berlin, über Händel« ,,^uoa« Makkabäus". Als zweite Veranstaltung folgte m den Orten B i e! e f e l d . D e t m o l d . G u t er sloh, Herford, Osnabrück und Soest ein Eesangsabend des Barrtons Wilhelln G u t t - m a n n. Berlin, den Erna K l e in .Berlin am Flügel in künstlerisch vollendeter Weise begleitete. Guttmann brachte eine glücklich gewählte aus Oratorien. Liedern und Opern-Arren Zii Gehör. Er verstand es, mit seiner kultivierten. moyulationsfähigen Stimme und seiner großen Vortragskunst, zartester Stimmung wie mitreißender Wucht wirkungsvoll Ansdruck 31t geben. <vn Rostock Schwerin. Güstr 0 w und Lübeck fanden Ende Oktober, veranstaltet vom MturtJb bcuffdjer 3»*». &jirt Ä Fußball Der 18. November stand in Berlin im Zeichen der Ueberraschungsresultate. So vermochte der bis auf seinen Läufer Neumann in erster Besetzung antretende Favorit Hakoah Ia gegen den Neuling JLK. der sich durch mehrere gute Neuerwerbungen verstärkt hat, nur-denkbar knapp mit 2:1 (1:0s zu gewinnen. Dabei lag ein Sieg des ISK in greifbarer Nähe, doch verdarb die verständliche Ausregung der Stürmer kurz vor Schluß zwei Groß» chancen. Besonderes Lob verdienen die Torsteher beider Mannschaften, die selbst bei schwersten Schüssen ausgezeichnet reagierten. JSK's Erfolg resultierte aus einem Elsmeterball, die Tore für Hakoah entsprangen guten Kombinationszügen des gesamten Sturms. Die eindrucksvollste Leistung boten aber entschieden die beiden Hintermannschaften. Ziemlich formgemäß und dennoch nicht eindrucksvoll vermochte sich B«G 33 I gegen Hagibor Id mit 4:1 (3:0) durchzusetzen. Wenn man auch die zahlreichen Ersatzleute der BSG berücksichtigt, so konnte doch im Grunde nur die Leistung von Hilkowitz, Hitz und Hirsch sowie des Torhüters gefallen. Alle übrigen spielten zwar eifrig, dbcj; ohne die noch vor wenigen Wochen gewohnte große Linie. BSG erscheint durch die letzten Mißerfolge etwas aus dem Tritt gekommen, wofür bei der diesjährigen Situation der Meisterschaft, die sich an jedem Sonntag ändern kann, nicht der mindeste Grund vorliegll Hagibor spielte sehr eifrig, war aber technisch nicht weit genug, um den Sieg des B.S. G. zu verhindern. Eine ganz große Leistung bot Steiniger zunächst als Verteidiger und später als Stürmer. Er konnte auch das Ehrentor Hagibors schießen, doch scheint sein Spiel durch manche unnötige Derbheit zu leiden. Eine weitere große Sensation stellt das 2:2- Unentschieden dar, das Hakoah Ib der guten Hagibor Ia abtrotzen konnte? Zwar kann Hagibor als Entschuldigung anführen, daß genau wie bei BSG mehrere der Vesten verletzt sind, doch kann das den Triumph der Hakoah nicht schmälern, die glänzend spielte und in erster Linie ihrem Tormann Fleischer, der neben anderen Großtaten einen gut geschossenen Elfmeter sicher hielt, diesen Erfolg zu danken hatte. Durch diese Resultate ist Hakoah In allein an die Spitze der Tabelle gerückt. Weitere Resultate: BSG 33 II—Hagibor II l 3 : t: BSG 33 IV—-Hakoah Alte Herren 2 .2 (!!); BSG. Jugend A—»SW. Jugend B 4 : 0; Hakoah II — JSK II 4 :2; Hagibor V —JSK III 4 : 1; Hakoah HI—Hagibor II 11:0; Hagibor, Zugend B— Hakoah, Zugend A 4:2. Tie wichtigste Tatsache der Verbandsspiele vom 25. November in Berlin war die neuerliche Niederlage von BSG I gegen Hakoah IK, wodurch BSG in diesem Jahr für die Berliner Fußballmeisterschaft nicht mehr in Betracht kommen dürfte. Der Sturm spielte zwar zeitweise ganz überlegen, doch gelang es nicht, die sich bietenden Torchancen auszuwerten. Obendrein schoß Hilkowitz, sonst BSG's Bester, einen Elfmeterball dem großartigen Hakvah-Torsteher Fleischer in die Arme, während auf der anderen Seite Jsenheim die gleiche Großchance nicht verpaßte und unmittelbar vor dem Abpfiff einen Elfmeter für Hakoah zum siegbringenden Tor verwandelte. Bei BSG herrscht zuviel Unruhe der einzelnen Spieler in der Mannschaft, was nur dazu führen muß, daß über dem Zwischenreden das Kämpfen vergessen wird. Zm Kampf um die Tabellenführung standen sich Hagibor Ia und Hakoah Ia gegenüber und trennten sich nach spannendem, fairem Kampf, der von beiden Mannschaften mit letztem Einsatz geführt wurde, unentschieden mit 2 :2. Hakoah war während des größten Teils der Spielzeit die überlegene Elf, doch wehrte sich Hagibor mit ungeheurem Kampfgeist, so daß das unentschiedene Ergebnis beiden Leistungen am besten gerecht wird. Für Hakoah erzielte Czupper beide Treffer, für Hagibor skorten Wind und Gerson. Ein besonderes Lob verdienen Hagibors Torhüter und beide Verteidiger. Fenchel zeigte als Solistin und Begleiterin gutes musikalisches Können. In Schwerin sprach der Leiter des Kulturbundes deutscher Juden, Bezirk Mccklenburg-Lübeck. Wilhelm L e v y, Worte der Begrüßung. Die Veranstaltungen waren für die Teilnehmer Feierstunden. Bremen Die Gemeinde eröffnete den Zyklus ihrer diesjährigen Vortragsabende mit einer kammermusikalisck)en Veranstaltung, bestritten von Herta Kahn (Violine), Ilse P 0 l a (Gesang) und Edvard M 0 r i (Klavier). . Herta Kahn ist eine hochbegabte, reife Künstlerin, die technische Schwicrigleiten nicht kennt, für die Technik nur die selbstverständliche Voraussetzung zur völligen inhaltlichen Ausschöpfung und persönlichen Ausdeutung. eines Tonwerkes ist. Sie spielte Werke von Tartini, Bloch. Vieuxtemps und Moritz. Ilse Pola erfreute durch einen klaren, schlackenfrcien Sopran. Diese vornehme, ruhige, ausgezeichnet tragende Stimme, die sich durch eine breite Tonskala und , ein beglückendes Piano in der Höhe besonders auszeichnet, wußte musikalisch anspruchsvolle Lieder von Mahler und de Haas in abgeklärter, künstlerischer Reife eindrucksvoll darzustellen. Am Klavier waltete Moritz mit Sorgfalt und Umsicht. Ein Begleiter, wie man ihn nur jedem Solisten wünschen möchte. W. C. Mn Die Mistm Ruth Kisch.Arndt und der Pianist Michael Wittels waren die Ausführen, den eines Konzertes, das die jüdischen Kölner Aerzte zugunsten ihrer notleidenden Kollegen veranstalteten. Die Sängerin brachte, von tiefem Erleben durchdrungen, vier ernste Gesänge op. 121 von Brahms mit der ganzen Leuchtkraft ihres in allen Registern ausgeglichenen Alts, außerdem, dynamisch aufs feinste abgestimmt. Werke von Hugo Wolf. In Willi L ö w e n st e i n hatte sie einen mitgestaltenden, sich ihrer persönlichen Erwähnenswert ist der 3:0-Sieg. den BSG II gegen Hagibor II erzielen konnte, auch der Sieg der DSG-Jngend Ia gegen die starke Hakoah- Jugend Ib mit 4: 2 spricht eine erfreuliche Sprache für den Nachwuchs der BSG. Sonstige R c s u l t a.t c : ».©.©. Schüler I— Hakoah Schüler III 9:0; B. S. G. Zug. II—Hakoah Zug. Ha 2 : 3; L. S. E. 111—Hakoah ll 0 : 8; Z. T. S. C. 05—Hakoah IV 0:1; Hakoah «chüler II—Hagibor Schüler I 8:2 (!!). H.A.C. Die 1. Mannschaft de? Turn- und Sportvereins „Schild" -Frankfurt a. M. hatte die gleiche des Jüdischen Jugendbundes Hanau zu Gast. Beide Mannschaften fanden sich von Beginn an gut zurecht. Es bot sich den zahlreichen Zuschauern em offenes, von ^prächtigen Einzel- und Gesamtleistungen durchsetztes Feldspiel. Mehrmals kommt der „Schild"sturm in gefährliche Nähe des Hanauer Tores. Der Mittelstürmer Seligmann (Olympiateilnehmer im Schwergewicht) versucht einige Male seine gefährlichen Schüsse anznbringen. Erst in der 30. Minute fiel aus einem kurzen Gedränge das erste Tor für „Schild". In der 40. Minute führt eine Ecke zum zweiten Erfolg. Die wuchtigen, aber wenig berechneten Vorstöße der Hanauer scheitern an der guten „iLchild"-Verteidigung. Halbzeit: 2:0 für „Schild". In der zweiten Hälfte zeigen die „Schild"-Leute eine leichte Ermüdung, wogegen ihre Gegner ein unvermindert scharfes Tempo vorlegen. Erst fünf Minuten vor Schluß kann Hanau durch Flanke von rechts den wohlverdienten und einzigsten Gegentreffer erzielen. Ergebnis: 2:1 (2 :0) für „Schild". — Weitere Resultate: „Schild" II—JJB Hanau II 8:0; JJB Hanau Schüler—„Schild" Schüler 0 : 5. (-> üdwe st deutsche Fußballergeb nisse vom 18. November: Jüdischer Turn- und Sportverein Ossenbach a. M. I—„Schild". Frankfurt a. At. 11:5 (0 : 2); Aschasfenburg I—Bar Kochba, Frankfurt a. M.» I 5 :4; „Schild", Ia— R. j. F., Gießen. I 5 : 3 (4 :2); „Schild". In—Bar Kochba, Fricdberg, I 5:0 (2 : 0) — Borsonntag: Bar Kochba, Frankfurt a. Bl., I. Jugend—„Schild". I. Jugend 0 : 2 (0 : 0); Jüdischer Turncrbund Frankfurt a. '.!>!. I, Schüler—..Schild", I. Schüler 2 : 2 (2 : Ist Jüdischer Turncrdund Frankfurt a. M.. II. Schüler—„Schild", ll. Schüler 0:2 (0 : 1); „Schild", AIte Herren—Bar Kochba. Mannheim. Alte Herren 1:1 (1 : Ist Bar Kochba. Friedbcrg I—Jüdischer Jngendbund, Langenselbold. 10:1 (0 :1); Bar Kochba, Friedberg. Il—Jüdischer Jugendbund. Langenselbold. II 0 :1 (0 :1).?!,. F. Stuttgart. Ergebnisse vom 18. 'November: RjF I Stuttgart—JJB I Heidelberg 6:2 (3 : Ost RjF AH Stuttgart—RjF AH Mannheim 8:0 (4 : 0). Handball Der JTSC 05 Berlin hatte sich am 2. Dezember für seine ersten beiden Frauen- und Ntänncr-Handballmannschasten den NSC Cimbria zum Gegner verpflichtet. Von den vier ausgetragenen Spielen verlor der JTSE 05 überraschend drei; allein der ersten Frauenmannschaft war es Vorbehalten, gegen den als recht spielstark bekannten Gegner in schönem Stil mit 7 :4 Toren den einzigen Sieg für den JTSE 05 zu erzielen. Diese Niederlagen geben zu denken; denn sie beweisen. daß die JTSE-Handballer infolge zu leichter Gegnerschaft im jüdischen Sport schweren Spielen nicht mehr ganz gewachsen sind. Vom Spiel der ersten Männer Mannschaft selbst ist zu berichten, daß im Gegensatz zu dem glänzend aufeinander eingespielten Sturm der Cimbria-Leute der JTSC-Angriff völlig versagte. Die gute Verteidigung der Gäste hatte ihm bald allen Schneid, alles Kombinations- und Schußvermögcn abgekauft. Der JTSC-Sturm konnte sich zu keiner Leistung aufrasfcn und erzielte trotz bester Torchancen nur einen Treffer, dem die Cimbria- Stürmer in den letzten fünf Minuten weitere zwei Tore folgen ließen. Verdientes Endergebnis: 6:2 für Cimbria. — Die Frauen gewannen mit 7 :4 Toren durch eine gute Gesamtleistung, aus der noch der Jnnensturm besonders hervorragte. Vera Goldwasser, deren Schnelligkeit die gegnerische Deckung allzuoft frappierte, wurde von Fräulein Henoch und Fräulein Dr. Joßinann derart gut ins Spiel gebracht und mit genauesten Vorlagen gefüttert, daß es ihr nicht schwerfiel, alle sieben Tore für ihre Mannschaft zu erzielen. —Auch, die beiden zweiten Mannschaften konnten zu keinem Erfolge kommen. Die'Männer verloren mrt 2 : nachdem es bei Halbzeit noch 1:1 gestanden hatte, und die Frauen gingen glatt mit 0: 6 ein. _ In einem weiteren Gesellschaftsspiel trafen sich Mannschaften des BRE Triton und des Frarckfurter Ruder-Vereins von 1923, Frankfurt a. d. O. Die routinierten Berliner gewannen mit 7:4 (1:4)- Bei den V 6r b an d s sp i el en am 25. November in Berlin gelang es der ersten JTSC- Mannschaft, gegen den JVC Maccabi einen Mammut sieg von 19 :1 zu erringen, der bei klarer lleberlegenheit von den schuß- und spielfreudigen JTSC.-Äürmern in gleichmäßigen Abständen erzielt wurde. Der Tormann konnte allein neun Tore aus sein Konto bringen. 'Auch der Bar Kochba gewann überlegen mit 11:3, hatte jedoch in der ersten Spielhälfte heftig zu kämpfen, che der Widerstand der stark verbesserten Tritoncn gebrochen war. Ein interessantes Spiel lieferten sich die zweite Mannschaft des JTSC 05, die durch drei Spieler der „Ersten" verstärkt war. und die erste Mannschaft der BSG 33. Nach gleichwertigen: Spielverlauf gewannen die JTSCer mit 3:2 Toren, nachdem sie kurz vor Schluß noch mit I : 2 im Rückstand gelegen hatten. Ein überraschendes Ergebnis zeitigte das Gesellschaftsspiel zwischen zwei kombinierten Frauenmannschaften der BSG 33 nnd des Bar Kochba. Die Bar-Kochbanerinncn, die zmn größten Feil der ersten Mminschast angehören, mußten sich nach glänzender Leistung der jungen BSG-Mannschast iiiid regulärem Spielverlauf mit 2 :3 Toren geschlagen bekennen. ' F. Süd n»e stdeutsche Ergebnisse vom 18. November: „Schild". Frankfurt a. M., I—Jüdisc'aer Jugendbund Ossenbach I 7:1 (2:1): „Schild" II-- Jüdischer Jugendbund Ossenbach II 6 : 1 (3 :1); Bar Kochba, Frankfurt a. I—R. j. F. Wiesbaden I 7:4. — Damen: „Schild" A—N. j. F. Wiesbaden I 16:1 (!) : Ost „Swild" B—Jüdischer Jugendbund Ossenbach I 4 : 4 (2 :'l). — Süd w c stdcntsche Ergebnisse vcnn 25. Naveniber: JJB Kan an! — „Schild" I 1:15; JJB Hanau, Damen, 1—„Schild"^ Dauien. 1 0 : 3. Hockey Samen: „Schild", Frankfurt a.?.!>., I—R. j. F. Mannheim I 7:0 (1 : Ost Tie Spiele standen durchweg auf beachtenswerter Höhe. Die Schiedsric'gter leiteten gut, das l'-nblikuin verhielt sic!) sehr diszivliniert. SchkDtKt'NeN Das erste jüdische reichsossene Schunmmfest in Wiesbaden ivar ein Bombenerfolg: 14 Vereine mit weit über 100 Schwimmern und Schwimme-- rinnen waren am Start, die große Schwimmhalle des städtischen Viltoriabades tear anSverlanft. Ntan ivar mit einer herzerfrischenden Begeistcrirng bei der Sache, die besonders von den Frankfurter. Bar-Kochba-Leuten und den Riainzern vom RjF zur Schau getragen ivurde. Stürinischcr Beifall lohnte Sieger und Placierte. Die Organisation klappte bestens, wenn man bedenkt, daß cs das erste jüdische Schivrmmfest in Wiesbaden war. Man sah hervorragenden Sport: waren dock) in Kaufmann (Köln) und Bteisel (Berlin, und bei den Damen Gntmann (Btünchen, süddeutsche Meisterin) und Lvlo Baer (Frankfurt am Main, akadernischc Weltmeisterin), Anwärter der deutschen Olympiamannschaft am Start. Wundervoll und spannend waren die Rennen: Herrenbrust, Herrew-Lagenstaffel (durch Handschlag entschieden). Damenbrust- und Dameu- Lagenstasscl, die mir um Cekundeubruchtcile entschieden wurden. Besonderen Beifall fand das von „Schild" (Frankfurt a. M.) ansgcführte, hervorragend cinstndierte Figurenlegen (Lolo Baerl). Auch die Wasserballfpiele, von den Rtannschasten Köln, Berlin—Frankfurt kombiniert nnd Stuttgart—Mannheim—Mainz—Wiesbaden kombiniert vorgeführt, fanden restlosen Beifall. Köln spielte gegcn Berlin—Frankfurt 1:1. Die Berlin- Frankfurter gewannen in verkürzter Spielzeit gegen die andere Kombination 3 : 0. Auch das erste Spiel dauerte nur zweimal dreieinhalb Minuten. K. U. Tie Ski-Abteilung deö JTSC 03 Berlin hat ihre Arbeit ausgenommen. Nähere Auskunft erteilt Knrt Frankenstein, Große Frankfurter Str. 89 (E 9 (5100). Note stilvoll unpassenden Begleiter. Michael Wittels, zeigte sein Können in I. S. Bachs . Chaconne d-moll, jenem gewaltigen musikalischen Bauwerk, das ursprünglich für Violine komponiert, von Busoni für Klavier bearbeitet wurde. Der Pianist spielte ferner Werke von Chopin. Der starke Beifall des Publikums war für die Vortragenden die Anregung zu mehreren Zugaben. —vo— Vor dem Schwesternbund der Rheinlandloge und Kölner Ortsgruppe des Jüdischen Frauenbundcs sprach Julius Goldberg über das hebräische Volkslied der Gegenwart, über die Entstehung des Volksliedes im allgemeinen und die Gründe, die den Nkenschen dazu bringen, zu singen. Das hebräische Volkslied habe zwei Ursprünge: die äußere Bewegung, kultische Tänze und neuerdings den Rhythmus der Maschinen, der Motoren, oder die innere, die seelische. Der Vortragende machte auf di? typischen Merkmale des hebräischen Liedes aufmerksam. Ein eigentlicher Stil für das Volkslied sei noch nicht vorhanden. Die jüdische Volksliedmusik, eben im Entstehen begriffen, zeige im Gegensatz zum Althergebrachten, der einstimmigen Linie. Freude an Polyphonie (Kanon). Verschiedene Chöre, gesungen von Knaben und Dkädchen, Schülern der Jüdischen höheren Lehranstalt „I a w n e", ein Blockflötenduo, ein vierhändiger Vortrag und vor allem die künstlerisch hochwertig gebrachten Tenorsoli von Dr. Josef Carlebach waren die beredten Beispiele der interessanten Ausführungen Julius Goldbergs. In der Synagoge spielte — zum erstenmal außerhalb Frankfurts — vor zahlreichem Publikum das Streichquartett des Kulturbundes deutscher Juden Rhein-Main. Hans B a s s e r m a n n. Ernst Drucker, Richard'Kerp und Felix R. Mcndelsohn sind Meister ihres Fachs. In schönstem Zusammenspiel hörte man Haydn, Beethoven und Mendelssohn, echte Kunst, vollendet vorgctragen. §la!n) Cs waren erlesene Genüsse, die im November im Sonaten-, svwie beim Kammermusikabend der Mainzer jüdischen Triovereinigung geboten wurden. Waren es hier Stephan F r e n k e l (Violine) und Hans Wilhelm Steinberg (Klavier), so waren es dort Paula A b r a h a m (Klavier), Theo Rainer (Violine) nnd Dr. Paul Frank (Violincello). die ein vollbesetztes Hans durch ihre Kunst begeistern konnten. Zwar hätten wir im Sonatenabend hier nnd da etwas größere Zurückhaltung des Pianisten gewünscht, es war icdoch eine Freude, dein sauberen Spiel der beiden Künstler, die Sonaten von Beethoven, Toch und Schumann darboten, zu lauschen. Rtit beachtenswerter Disziplin konzertierte die Triovcreinigung. ' Die einheimische Panistin Paula Abraham brillierte durch ihr technisch nnd künstlerisch vollendetes Spiel. Theo Rainer bestand seine Feuerprobe ausgezeichner, und Dr. Paul Frank fügte sich wie immer gut ein. Als Vortragskünstler großen Formats stellte sich Otto Bernstein (Dresden) vor. Ob er Ernstes oder Heiteres rezitierte, immer verstand er es. das atemlos lauschende Publikum in seinen Bann zu ziehen. Bei der „Eröffnungsstunde" des diesjährigen Dildnngswerls sprach Rabbiner Dr. S. L e v i über das Thema „Was ist Bildung?" In sehr instruktiver Weise legte er dar. wie sich der Bildungsbegriff in den letzten Jahrhunderten gewandelt hat und wie man ihn heute sieht. m—1. Ernst Ewald Gebert, seit voriger Saison als ständiger Gastdirigent am holländischen Nundfnnk tätig, wurde eingeladen, im Dezember ein Sinsoniekonzert des Aesiden^orchesters inr Haag zu dirigieren, das durch Radio übertragen wird. Glas, Porzellan Alfred Schaeffer **,!»«.«*>

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