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Central-Verein-Zeitung · 1934-11-29 · 48 (29.11.1934) · page 9

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Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
13 (1934)
Issue
48 (29.11.1934)
Date
1934-11-29
Page
– (sequence 9)
Language
German
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C-V.-Zfg. Nr. 48 2. Beiblatt iTHiik 1 ‘ 1 iW 29. Novbr. 1934 Julius ZchWMZ es sind nui; wenige Tage her. daß man Julius schwarz nach langem Krankenlager wieder an der Börse begrüßen konnte. Und nun hat der Tod den nur knapp 53jährigen plötzlich hinweggerissen. Wohl wußte man von seinem schweren Leiden, und immer seltener sah man ihn im Büro i'»d an der Börse, aber kein Außenstehender fonntc ahnen, daß dieser noch verhältnismäßig' junge, stets aktive Mann uns so schnell für immer ocriasscn würde. Julius schwarz war eine in der deutschen Bank- und B ö r s e n w e I t. und vor allem t,m Berliner Platz, bekannte und beliebte Persönlichkeit. Nachdem er. der aus dem Rheinland flammte. Prokurist bei dem Bankhause Engels in Tiiiieldors und damit vor allem dem Kuxenge, sä,äil eng verbunden war, kam er später nach Berlin, zunächst als Prokurist der Firma Alexander Loewenherz Nachf. Im Jahre 1910 gründete er gemeinsam mit Jakob Goldschmidt die Bankfirina S ch iv a r z , G o 1 d s ch m i d t & Co. Mit chrkob Goldschmidt blieben er und sein Haus auch immer eng verbunden: die Firma wurde schließlich — als Goldschmidt zur Danatbank gekommen war — Kvmmandite dieser Großbank. Mit ihr machte schwarz. Goldschmidt & Co. den Ausstieg mit. mit ihr blieb die Firma auch im Niedergang verbunden, sie hörte im Jahre 1932 im Iusammcuhang mit der Abwicklung der Danatl'auk aus zu bestehen. Julius schwarz trat dann als Mitinhaber in das Bankhaus E. I. Meyer. Berlin, ein. auf das er auch den Rest des der Firma schwarz. Goldschmidt & Co. verbliebenen Geschäfts überleitete. Tic Firma -schwarz. Goldschmidt & Co. hatte dank der Aktivität ihrer Inhaber und dank ihrer späteren engen Verbindung mit der Danatvank einige Zeit eine große Bedeutung im Effekten- und Konsortialgeschäst, dem sie sich mehr als viele andere Privatbanken widmete. Dies kam auch darin zum Ausdruck, daß Julius Schwarz neben seiner Zugehörigkeit zu manchen Aufsichtsräten während mehrerer Jahre stellvertretender Vorsitzender des Berliner Börse n v o r st a n d e s war, und daß er während der langen Krankheit deS damaligen Vorsitzenden, des Bankiers Pohl, die Geschäfte des Vorsitzenden verantwortlich und repräsentativ führte. In dieser Zeit hatte er sich auch intensiv mit dem damals vorliegenden Plänen zur Börsenreform beschäftigt und sie nach seinen Kräften gefördert. Ein besonderer Fachmann war Julius schwarz auf dem Gebiet der sogenannten „unnotierten Wertpapiere" und auch nach seinem Ausscheiden aus dem Börscnvorstand war er als Mitglied der zuständigen Kommission noch maßgebend bei der Kontrolle dieses Nlarktes an der Börse. IuliuS schwarz hatte in allen Kreisen, mit denen er in Berührung kam, einen guten Namen. Bei seinen Berufskollegen, die er inmanchen Organisationen und Verbänden vertrat, war er beliebt. ob seiner Zugänglichkeit, seiner Liebenswürdigkeit und seiner Hilfsbereitschaft, die auch vor zeitlichen und materiellen Opfern nicht Halt machte. In übergeordneten Stellen schätzte man ihn als gründlichen Kenner aller technischen und organisatorischen Fragen des Bank- und Börsengeschäfts, dessen Rat man stets gerne einholte. H. W-l Zentralverbandes jüdischer Handwerker Deutschlands folgend, hat die Reichsvertretung unter Würdigung der Bedeutung, die gerade in der heutigen Zeit das Handwerk für die jüdische Gesamtheitgewonnen hat, einen besonderen Ausschuß zur Behandlung aller mit dem Handwerk zusammenhängenden Fragen eingesetzt. Den Vorsitz führt' das Mitglied des PräsidialausschusseS der Reichsvcrtretung. Rechtsanwalt Dr. Rudolf Eallmann (Köln), den stellvertretenden Vorsitz der Vorsitzende des Vereins selbständiger Handwerker jüdischen Glaubens, Louis Wolfs. Srarbritmig drr ßmidwerksfragen dMS die MrWrttrettmg Die Reichsvertretung der deutschen Juden teilt mit: Einer Anregung des Eine Erklärung beS BreMommlssarS Zur Frage der Preisbindungen in der Wirtschaft veröffentlicht die Tagespreise eine Erklärung des ReichskommissarS für Preisüberwachung. In ihr heißt es, daß der Reichskommissar eine seiner wichtigsten Aufgaben darin erblicke, die Wirtschaft von solchen Bindungen zu befreien, die der Entwicklung und Verwertung der Gaben und Fähigkeiten des Menschen entgegenstehen. Es verstehe sich von selbst, daß er hierbei nicht einen zügellosen Wettbewerb, dem jedeS Mittel recht sei. den Weg freimachen wolle. Ebenso selbstverständlich sei cS. daß viele Bindungen der landwirlschatslichen und industriellen Urproduktion und auch manche andere alS nationalwirtschaftlich notwendig anzuerkcnnen seien. Wenn er auf Gebieten der Erzeugung und deS Handels Bindüngen, die er auf Grund seiner Erfahrung und Prüfungs als volkswirtschaftlich überflüssig und schädlich ansehe, aushebe oder lockere, so würden die notwendigen wirtschaftlichen Sicherheiten geschaffen werden. In der HLotzeit der NachkriegSjahre hätten sich unleugbar vielfach Formen und Methoden des Wettbewerb? entwickelt, die mit Berussehre und geschäftlichen Anstand unvereinbar seien. Preisunterbietungen, die nicht zu Lasten des eigenen, sondern fremden Risikos erfolgen, seien das, was man liberalistisch nennen könnte. Die Möglichkeiten auf Kosten Dritter (Staat. Gefolgschaft) und Geldgeber mit Preisen zu schleudern, gelte es scharf zu beschneiden. Hierin sowie in der Ueberwachung einer der Kaufkraftlage richtig angepaßten Qualitätshaltung sehe er heute die wichtigste Aufgabe der sachlichen Selbstverwaltung, nicht aber in der Festlegung und Verteidigung eines starren Preissystems. Die hierzu nötigen Voraussetzungen seien im folgenden gegeben.: Es müsse die Sicherheit gegeben sein, daß jeder Wettbewerber unter allen Umständen seine Verpflichtungeu gegen den Staat und gegen seine Gefolgschaft erfülle, um überhaupt aus die Dauer im Geschäft bleiben zu dürfen.. Hierzu werde den Verbänden, deren Preisbindungen ausgehoben oder die die Aushebung freiwillig beantragt hätten, das Recht gegeben, bei den zuständigen Stellen der Finanzverwaltung jederzeit Erkundigungen einzuzichen und die Kalkulation solcher BerusSgenossen. die ihren Verpflichtungen nicht Nachkommen, durch eine neutrale Stelle genau nachprüfcn zu lassen. Es rverde mit allen Mitteln darauf hingcwirkt werden, daß künftig von den Möglichkeiten, welche die Vorschriften des Gesetze? gegen den unlauteren Wettbewerb und der Kmrkursordnung böten, in wirksamster Weise zur Bekämpfung gemeinschädlicher Preisschleuderei Gebrauch gemacht werde. Wer in seiner Preisgestaltung unredlich war, werde in Zukunft keine Atöglichkeit haben, sich die Vorteile eines Vergleichsverfahrens zunutze zu machen. Nötigenfalls werde auch eine Verschärfung der geltenden Strafbestimmungen in dem Sinne erfolgen, daß die , einer Zahlungseinstellung vorhergegangene rückstchtssose Preisunterbietung, die zur Verschleude-, LßäfbT&MnxkPOß nooodl (BcKasszMkm c _ ULUJ 1 R 'ßacäO®.' Großhandlung lirfrrt Volksempfänger UDd sämtliche anderen Typen. Verkant nur an zugelassene Händler nach Wirufa - Bedingungen. J. LewSn L Co. G. na. b. E3. Berlin-Charlottenhurg-, Kuno-Fischer-Strasse 14. Tel. J 3. Wcstend 4458. r g Veit'WoMf&iart 1 Baum woll waren u. Waschefabrik FRANKFURT &. M. Heinr. Glaser Nach?« G.m.b.H. ULM-DONAU KunsiwoII-, KunstbaumwoIIfabrik Hadern-Sortieransialt 1 Brüder Dannhauser 1 | ULM || Wäscheu. Schürzenfabrik Je ^!!l!!!ll!ll!ll!I!!!in:i!!]l!!IIN!II!!!l!!!l![!!IIIII!!!!III!!III!II!!!!!ll!ll!l!llllF Hausschuhe sind I weltbekannt! 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