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Central-Verein-Zeitung · 1934-11-01 · 44 (1.11.1934) · page 6

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Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
13 (1934)
Issue
44 (1.11.1934)
Date
1934-11-01
Page
– (sequence 6)
Language
German
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Wann und wo finden Sie Rat? JLinksrlieln Köln Agripplnnhnu«. Breite Strasse 92-98. III, Z. 75-78. Telephon: 227 363. Montag bis Freitag, 10-13 Uhr. Aachen im Büro von Rechtsanwalt Karl Löwenstein. Wilhelmstrasse 25, 16—1814 Uhr am 30. 10., 13. 11. und 27. 11. Kohlen» RI e*sen-X as*au und JIcNüten Frankfurt a. Ä. in der Wohnungvon Paul Hirsch. Kaiser - Wilhelm - Ring 37. I, lSVar-lHi-i Uhr, am 23. 10., 6. II. und 20. 11. Stejnweg 9, Zimmer 22. Montag. Mittwoch und Freitag, 11—13 Uhr, sonst nach vorheriger Anmeldung. Daraus folgt, daß die stärkste Abwanderung aus den großstädtischen Zentren für einige Städte des NuHrgebietcs und neben Altona für die ostpreußische Hauptstadt Königsberg festznstellen ist. Tie Zahlen dieser Städte sind hier durch die jüdische Binnenwanderung von der kleinen zur großen jüdischen (Gemeinde osscnbar am wenigsten gemildert worden. Wenn für die meisten Städte des Rheinlandcs und Oberschlesiens die jüdischen Abwandernngszahlen relativ am kleinsten sind, so hat dies seinen Wnmb wohl u. a. darin, das; hier der Abgang durch Abwanderung außerhalb Deutschlands durch eine gewisse Zuwanderung aus der näheren oder etwas weiteren Umgebung kompensiert worden ist. Diese Feststellungen treffen zunächst nur die preußischen Gebietsteile des Reiches. Irs ist nnznnehmcn, das; auch in einigen süddeutschen Großstädten wie Stuttgart, Mannheim und Karlsruhe der Abnahmeprozentsaß unter dem Durchschnitt liegt. — Soweit die bisher veröffentlichten Ergebnisse der amtlichen Kvnfessimisstati'stik. Im Interesse möglidift weitgehender Erlenntnisse wäre es zu nn'inschen, daß sich die amtliche Reichsstatistik nicht ans die bisher vcrösfcntlichtcn Ergebnisse beschränkt, sondern daß sie, soweit es auf Grund des Urmaterials möglich ist. weitere Merkmale, insbesondere das Alter, den Familienstand, den Berus ustv., mit den Konsesnonsmerkmalen kombiniert veröffentlicht, um hieraus weitere massenmäßige Erkenntnisse schöpfen zu können, die als Grundlage zur Behandlung der jüdisci)en Probleme in Deutschland zw gelten vermögen. Selbstverständlich müssen' die Ziele einer jüdischen Statistik noch weiter gesteckt werden. als sie aus der reichsamtlichen Statistik heraus selbst im günstigsten Falle zu befriedigen wären. Als vor ungefähr einer Generation in Deutschland die Frage einer jüdischen Statistik erstmals austauchte — in einer Zeit, wo es zentrale jüdische Organisationen noch nicht gab — wurden durch Initiative lind Energie einiger Weniger — ich nenne Tr. Alfred Rassig, Tr. A. Rnppin und seinen' Mitarbeiter Tr. Jakob Thon — zunächst der „Verein für Statistik der Inden* und dann das „Büro für Statistik der Juden* ('1904) geschaffen. Heute täte es not, hier zielbewusst wei'.erztibaueu und eine systematische Untersuchung aller jüdischen Probleme auf massenmüßiger, exakt-statistischer Grundlage in die Wege zu leiten, ein Ziel, das um so leichter zu erreichen ist, als heute eine starke, zentrale Vertretung der Juden in Deutschland besteht, zu deren Ausgabenkreis auch eine sachniännische Bearbeitung der brennenden jüdisch-statistischen Fragen gehört. Der Unterbau ist durch die amtliche Statistik gegeben, weiterbauen ist nunmehr Sache von uns Juden. ' Dr. e. k—er. Ams der C.- W.-WenregjmmgB, (Fortsetzung aus Hauptblatt S. 2) Aus der Breslauer' LändesVerLarkdsversammlung ging Amtsgerichtsrat ' i. R. " Dr. Goldschmidt von der großen geschichtkichen'Bedeütung Schlesiens und Breslaus für 'Preußen und' Deutschland und für das deutsche Judentum aus. Zur Frage der bernflrchen Gliederung 'und der Umschichtung der deutschen Juden warnte. der Redner vor übertriebenen Parolen. Rach einem Lied der deutsch-jüdischen Jugend schloß Rechtsanwalt 'Dr. Brh unter' stürmischem Beifall die Versammlung. Am Nachmittag des Vortages hatte aus Einladuug des G.-V. in Breslau eine Aerzteversammlung stattgefunden, die unter Leitung des Landesverbands-Syndikus Dr. Breitbarth stand. 160 Aerzte aus Breslau und der Provinz nahnien an der Veranstaltung teil, in der Amtsgerichtsrat i. N. Tr. G o l d s ch m i d t über die Grundsätze des neuen Aerzterechts, insbesondere der neuen Zulassungsordnung berichtete. Am nächsten Vormittag fand die Tagung des Landesverbandes Niederschlesien des C.-V. statt, zu der fast alle Ortsgruppen der Provinz Vertreter entsandt hatten. Ter Vorsitzende des Landesverbandes, Rechtsanwalt Tr. Ary, leitete die Versammlung. Dr. B r e i t b a r t h berichtete über die Arbeit der letzten Monate. Dann sprachen Iustizrat Tr. B r o d n i tz und Amtsgerichtsrat i. R. Dr. G o l d s ch m i d t. An der Tagung nahm auch Rechtsanwalt Dr. Kehr (Kaiserslautern) teil, der siel) auf einer Vortragsrcise in Schlesien befand. Schw. SLrrfchlchen Ter Landesverband Oberschlesien eröffnete seine Winterarbeit mit Versammlungen in Hindenburg, Wuthcn. Opsieln, Gleiwitz und Ratibvr, zu denen alle Gemeinderuitglieder geladen, und die mit Ausuahine der letztgenannten 'außerordentlich gut besucht waren. Besonders' erfreulich war auch die au einigen Orten geleistete Mitarbeit des Bundes Deutsch-Jüdischer Jugend. Als Redner hatte sich daS Mitglied des Hauptvorstandes, Rechtsauwatt Dr. Kehr aus Kaiserslautern, zur Verfügung gestellt. Er verstand es, schon nach wenigen Worten den Weg zn den Herzen seiner Zuhörer zu finden. Seine Ausführungen wurden mit dem größten Interesse undstürmischem Beisalb entgegengenommen. . Ueberall wurde die Wärme, mit der der Redner objektiv und sachlich, nüchtern und doch begeisternd sein Thema: „Erhaltung und Gestaltung des deutschen Judentums* behandelte, mit großer Zustimmung empfunden, lieber die flüchtigen Stunden hinaus hat der Redner die Mensctjen stark beeindruckt und vielen die innere Sicherheit für ihren Weg gegeben. Am 10. Oktober sprach Rechtsanwalt Schlesinger in Kreuzburg und am folgenden Tage in Rosenberg über „Tie Blutbeschuldignng und ihre Widerlegung*. In beiden Versammlungen, zu denen alle Gemeiudemitglicdcr geladen waren, ivnßte der Redner seine Zuhörer durch die interessante Art der -Wissensvermittlung bis zum Schluß zu fesseln. Den Vorträgen gingen an beiden Stellen Worte des Gedenkens für den verstorbenen Rabbiner Tr. Gold m a n n voraus, der sich um den obcrschlesischen Landesverband besonders verdient gemacht und zahlreiche seiner Ortsgruppen während seiner Amtszeit in Oppeln gegründet hatte. örssrn-Nassau und Alien Ter Landesverband Hessen-Nassau und Hessen veranstaltete am 28. Oktober in Wiesbaden eine Landesverbandsversammlung, welche von über lOODelegierten ans allen Teilen des Bezirks, vor allem aus den Landgemeinden Oberhessens, besucht war. Im Nüttelpunkt der Tagung stand ein zweistündiges Referat des Syndikus der Berliner Hauptgeschäftsstelle des Gentral-Vereins, Dr. Hans R e i ch m a n n. der über die Arbeit des Gentral-Vereins zunächst durch Tarstelluiig. der verschiedenen Arbeitsgebiete der juristisch-wirtschaftlichen Betreuung der deutschen Juden den Freunden aus dem Land Einblick verschaffte in die unzähligen Wirtschasts. und Arbeitsgebiete des Central-Bereins. Vorher sprach der Syndikus des Landesverbandes, Dr. Wolfgang S. M a tz d v r f f. Franlsnrt a. M. Er berichtete über verschiedene Fragen, ivelche gerade im Hessenlande jüdische Bürger beivegen, und betonte, daß die Beratungsstelle des E.-B. in Frankfurt seit Beginn des Jahres über 1500. Besucher beraten habe. In der Aussprache fand sich Gelegenheit, auch einzelne Fragen, insbesondere der geistigen Durchdringung der deutschen Inden sowie der Situation des Landjudentums zu erörtern. Tie Versammlung schloß nach Wiederwahl und Ergänzung des Vorstandes unter Führung des langjährigen beivährten Vorsitzenden, Tr. Max Mainzer, Frankfurt a. M., mit einer Entschließung, die der Leitung dcs G--V. das vollste Vertrauen ansspricht. Die Ortsgruppe Frankfurt a. M. veranstaltete am 21. Oktober im Vereiushaus in Frankfurt a. M. eine Gemeindeversammlung, bei welcher Tr. Hans Reichmann-, Berlin, sprach und in eindringlichen Darlegungen über die praktische Arbeit, die Haltung und die Aufgaben de?. G.-V. als einer deutsch-jüdischen Bewegung referierte. Am 20. Oktober batte der Eentral-Verein nach Frankfurt a. M. jüdische, im Wirtschaftsleben stehende Persönlichkeiten geladen, um ihnen durch Tr. Hans R e i ch m a u n . Berlin, einen eingehenden Bericht über die verschied-eueu, gerade in der Wirtschaft nach den geltenden Gesetzen maßgebenden Gesichtspunkte dnrlegen zu lassen. Am 22. 'Oktober fand eine Versammlung der jüdischen Handelsvertreter statt, ivelche von Berufskollegen aus Frankfurt a. All und den Rachbargemeiuden sehr stark besucht nun-. Das Hauptrescrat hielt Dipl. Kaufmann Artur Juliusburg (Berlin) über „Verussprobleme für den jüdischen Handelsvertreter''. Dr. Wolsgang S. M a tz d o r f s sprach über die Arbeit des Eentral- BereinS für die Eristenzerhaltnng der deutschen Inden, und die Versammlung, die unter Leitung von Otto K a u f m a n u lFrankfurt ft. M.) stand, brachte einmütig den Willen -nur Ausdruck, in jüdischer Solidarität auch für diese Verufsgruppe im Nahmen der gesetzlichen Möglichkeiten zu arbeiten. KsröNeWeutichlMö - Als Auftakt zur Wiuternrbeit im Landesverband. Rordivestdeutschlaud veranstaltete die Ortsgruppe Hamburg-Altona des Gentral-Vereins mit dem Bund Deutsch-Jüdischer Jugend Hamburg am 25. Oktober eine gemeinsame. Kundgebung. Nach einleitenden. Worten des Vorsitzenden dcs Landesverbandes Rvrdwestdeiitsehland, Rechtsanivalts Rudolf Lamsoir, ergriff der Leiter des Bundes Dentsch-Iüdischer Jugend Hamburg, Alfons Jacvbsohn, das Wort, um auf die fruchtbare und vielfache Zusammenarbeit von G.-V. und Bund hinzuweisen. Er dankte der Ortsgruppe Hamburg-Altona für die mannigfache ideelle und materielle Unterstützung. Tie beiden Referenten des Abends, Dr. Alfred H i r s ch b e r g, Syndikus der Gentral-Vereins Berlin, und Heinz Kellerm a u u, der Bnndesleiter des Bundes Deutsch. Jüdischer Jugend, Berlin, nahmen in großaugelegten und abgerundeten Ausführungen zu den deutsch-jüdischen Lebensfragen Stellung. die Einsamkeit des Alterns, zu dem der robustere, gesundere Fichtner sich erst mühsam durchringt. Und die überlegene Entscheidung, des jungen Felix, der nach den Gesetzen der Menschlichkeit und nicht nach den Gesetzen dcs Blutes leben - will, deshalb bei dem Mann. bleibt, der ihn als Sohn geliebt und erzogen hat und sich fremd fühlt dem, dessen Sohn er wirklich ist. Eine starke schauspielerische Leistung bot Fränkek-Froon als Professor Wegrath, als der gute, kluge Mensch, der seine Grenzen kennt und ohne falsche» Ehrgeiz seinen Weg geht. Als Frau Wegrath sahen wir Anna Barbara Sachse, die der leidenden und in Konflikten sterbenden Frau und Mutter Entschieden Profil gab. Viel Eigenes konnte Leni Stein borg in die Gestaltung ihrer Rolle, der Johanna Wegrath, geben. Sie ivar mehr liebendes Mädchen als somnabules. Ihre ursprüngliche schauspielerische Begabung' hat sie vor mancher in der Rolle liegenden Gefahr bewahrt. Als ^Felix Wegrath sahen wir den jungen Heinz Friedeberg. Er bot eine schauspielerische Leistung, deren Temprament, Zucht, Kraft und Einsachheit^gleicherweise überzeugten. .Hans Hinr i ch s Lala stand dazu in schöner ausgewogener Beziehung: die bedeutende Leistung eines impulsiven. aber beherrschten, eines denkenden, aber nicht routinierten -Schauspielers. Er hatte dem Einsomen, den' er zu verkörpern hatte, und dessen Theorie von der Einsamkeit, einen fast schmerzhaft körperlichen Raum auf der Bühne geschaffen — und das ist wohl Letztes, was für diese Rolle gefordert werden kann. Sein Gegenspieler, der Maler Fichtner, wurde von Willy Buschhofs dargestellt, kräftig, lebensvoll, doch zu sehr in die Sphäre dcs verkommenen Genies gerückt. Bleibt noch zu erwähnen die von Fried! Münzer überlegen dargestellte Schauspielerin Irene Herms. d-.c die Ausführung um sehr viel Grazie, Heiterkeit und starke, menschliche Töne bereicherte. Rolf Feldhetm gab zuverlässig den guten Arzt und H-reund Tr. Renmann. jOlnn wünscht^der Ausführung in den von Köln aus bespielten Städten den guten Kölner Erfolg. Lotto Siegel. Ksrmrte und ZorteßA!m Srcslnu Ter Küustlerkreis (Interesscngemeiuschaft Breslauer jüdischer Künstler) begann' mit einem Werbeabend seine Arbeill Lotte Lauser hatte in Arien von Mozart und Donizetti und im „Frühlingsstimmen"-Walzer von Johann Strauß mit ihrem Koloratursopran, der zeitweise in der Höhe nicht die Fülle ihrer Miitellage erreicht, starken Erfolg. Leopold Alexander sang Arien aus „Judas Ätaccabäns* und den „Jahreszeiten* und zwei Locwe-Balladen. Es wäre für den Künstler, der sich durch ein volles, sympathisches Organ auszeichnet, vorteilhafter gewesen, auswendig zu singen, um dadurch, von allem Aeußeren befreit, für die Arien die Möglichkeit stärkerer innerer Gestaltuugskraft zu haben. Seinem Vortrag kamen daher die Loewe-Balladeu mehr entgegen, mit Leuen er einen nachhaltigen Eindruck hinterließ. Die Pianistin Lotte Schocps-Rvgosinski zeigte mit einer Chopin-Polonaise und Schuberts Impromptu, op. 142, Rr. 4, ihr Können. Ter sonst überzeugende künstlerische Ausdruck ihres Spiels, dem ihre Technik hervorragend diente, könnte durch bedachteren Pedalgebrauch eine größere Klarheit erfahren. Mit Elise Szephasy (Violine) und Mirjam Lew in (Cello) spielte sie dann das Trio „Variationen über eine Wiener Heurigenmelodie* von Hans GLl: dank des kongenialen Zusammenspiels, dem jedes Instrument das Beste gab, ein erfolgreiches Musizieren. Lotte Rosenüaum-Schwarz brachte zwei Balladen von Münchhausen. Tie Geschichte von Rahab, der Jerichonitin, erzählte sie mit der ihr eigenen Ausdruckskraft. Köstlich heiter gab sie dann lustige Kleinigkeiten von Wilhelm Busch. Siegfried Bruck, Ehrenmitglied der früheren Vereinigten Theater und Senior der Breslauer Schauspieler, ümriß einleitend Weg und Ziel des Künstlerkreises: echte Kunst jeder Art soll unter Ausschluß alles Unfertigen geboten werden, dazu gehören auch Kabarett-, Theater- und Abende jüdischer Kunst. Wir ■ begrüßen freudig die Pläne des Künstlerkreises, dem alle jüdischen Künstler Breslaus, vom ältesten bis zum längsten, angehören. Ter Kulturkreis gab seinem geplanten Zyklus „Jüdische Dichter der Gegenwart* mit einem Bmlik-Abend einen verheißungsvollen Auftakt. Seminardozent Dr. Speyer zeichnete das Bild . des Heimgegangenen Dichters plastisch und voll innerer Anteilnahme. Ter Eindruck des Abends wurde durch den Vortrag von Dichtungen Bialiks verstärkt. Ruth Hennig sang, von Werner - Sander begleitet, mit warmer Stimme einige Lieder, darunter das erste Lied des Dichters „An den Vogel*. - Lotte R o s e n b a u m - S ch w a r z sprach hebräisch und deutsch das ergreifende „Nach meinem Tode* und andere Gedichte fesselnd und voll seelischer Ausdruckskraft. Fritz Grabow sky rezitierte machtvoll und ohne zuviel Pathos das Gedicht „Denen, die sich dem Volke weihen*. Tie Freie Jüdische Volkshochschule eröffnete ihr 31. Halbsemester mit einem Vortragsabend. Ter Vorsitzende, Semiuardvzent Dr. Lewkowitz. hob die Bedeutung der jüdischen Volkshochschule für die Vermittlung jüdischen Knlturgutt'S hervor. Otto Bernstein, Dresden, rezitierte aus Werken von Buber, Perez, Scholem Alechem und aus Thomas Rlanns „Die Geschichten Iaacobs* mit künstlerisch vollendeter Gestaltungskraft, die gerade durch die schlichte Unmittelbarkeit seiner Sprache die Hörer besonders ergriff. Die Toynbeehalle der Sozialen Gruppe nahm in ihren wesentlich größeren neuen Räumen die Tätigkeit des Winterhalbjahres aus. Gemeinderabbiuer Dr. Hoffmanu wies auf die Entwicklung und die humanitären Zwecke der Toynbcehalle hin. In die künstlerischen Darbietungen teilten sich ein Toppelqunrtott des Chors der Neuen Synagoge unter Heinrich Markt, Frau Hecker, die das Solo einer Hymne von Lewandowskr mit Reinheit und Größe sang, Frau Dr. L a 8 k e r (Violine), Erich Schäfser (Klavier) und Hans Simon (Cello); letztere brachten in schönem Zusammenspiel Haydns Klaviertrio Nr. 1 wirksam zu Gehör. Selm. Mannheim -“**“**o fl“ twict uiu|uuu|u Feierstunde geladen. Nach eurer von der Jnstr mentalgemeinschast unter Mar Sinzheimt klangschön gebotenen Spiclmuslk Scarlattis u nach Begrnßungswvrten des Vorsitzenden, Rech! anwalt Dr Hecht, sprach Musikdirektor Ka Adler, -der Leiter der Stuttgarter Jüdisch Kunstgemeinichast. Glanzvolle künstlerische Vera staltungen seien nicht entscheidend, sondern n mußten versuchen, zu einer wirklichen Eemeinsch zu kommen. Wie sich Adler das Singen denkt. , lebte man freudig mit. Er begann mit einc emfaajtm altenglischeii Kanon „Fanget an u!!!!!!«>?!*’rwJW' chdem er ohne Jnstrumei und Notenblatt die Weise vorsang. Wie er es v( stand, ötc Anwesenden, jung und alt, zum M )mgen zu beivegen, das ist sein Geheimnis sei unfeierliche, schlicht - humorvolle Art. Wie ■ O-IitQC waren die Stunden vergangen. Tie Ausführungen wurden durch Lieder der Jün, gerengruppe des Bundes harmonisch umrahmt, MttrldeuWand In M ü h l h a n s e n/Thür. (Regierungsbezirk Magdeburg) sprach der Syndikus des Landesverbandes Mitteldeutschland, Kurt Sabatzky sLeip.' zig), in der dortigen Synagoge nkr dos Thema: „Dcutsch - jüdische Wege*. Am Abend daran fand ein Vortrag in Barch seld/Thür. (Regierungsbezirk Kassel), statt. Weiterhin fanden in letzter Zeit Vorträge und Vorstandssitzungen in Dresden, Sandersleben-Colte. Chemnitz, Weißenseis, -Quedlinburg,. Halberstadl. Tangermünde. Genthiu, Delitzsch, Wittenberg. Schönebeck und Pirna statt. Ans Einladung der Leipziger Frauengruppe des Eentralvereins sprach am 25. Oktober Tr. Margarete Edelheim (Berlin), über „Tie öffentliche Mj. nung im dentsckren Judentum*. Zu^Beginn der Versammlung, die von Männern. Frauen mtb Jugendlichen in großer Zahl besucht war. gedachte die Vorsitzende. Hertha Sabatzky, in würdigen Worten Felix Goldmanns. Der Vortrog der Schrift. Ieiterin der ^..E.-B.-Zeitung* führte die Hörer in ein Gebiet ein, das ihnen neue Gesichlspnukte für die Erkenntnis unserer Situation erschloß. Wreußen Am Atontag. 22. Oktober, konnte die Frauen, gruppe des E.-V. in ö n i g s b e r g i. P r. wieder mit der regelmäßigen Winterarbeit beginnen. Vor den zahlreichen Gästen und AUtgliedcrn, die sich im neuen Versanuulnngshaus 3u_ einer Decstuude vereinigten, sprach Tr. Eva R e i ch m n n u. Jung m a n u über „Deutsch.jüdischen Zukunslswillen*. Eine große Reihe der uns so jtark bewegenden GegemvartS- und Ztckunstsfragen wurden von der Rednerin gestellt und beantwortet. Ihr von hohem Ethos und fühlbarer Wärme getragener Vortrag schlug alle Znhörerinnen in seinen Bann. Am 2:1. Oktober sprach Dr. Eva Reich, m a u u I u n g m nun in Tilsit vor Alitgliedern und Gästen über das Thema: „Trotz allem: deutsches Judentum*. Vor dem eindrucksvollen, mit gespannter Ausmerlsamleit eutgegeugcnommenen Vortrag gab der Vorsitzende Dr. Schönseld einen Reclienschastsbericht über die Tätigkeit der Ortsgruppe im letzten Jahr sowie für das Winterprogramm. Am 24. Oktober sprach Dr. Eva Reichmann. Jung m a n n in I n st e r b n r g über: „Tenlsch. jüdischer Znl'nnstsnülle". Die Veranstaltung, die von der Frauengruppe des E.-V. attsgiug, war gut besucht und trug dazu bei, den Willen zn einer Zukunft jüdischer Menschen auf deutschem Boden zu stürkm, Am 20. Oktober sprach Dr. H e i m a n s o h n in Guben über das Thema „Deutsch-südischer Zukunft?, wille". Ter Redner betonte vor allem die Notwendig, feit deS Zusammenhalten-:' des dentstchen IndentinnS in heutiger Zeit und den. Willen desselben, ans deutscher Erde weiterhin seine Pflicht zu tum Ter warmherzige Appell dcs Redners an das Gemein. sckpslSgcsühl der Zuhörer fand reichen Beifall. — An der Diskussion beteiligte sieh außer dem Vorsitzenden Dr. Panl Cohn besonders der Geiuciube-- lehrer Tr.- V v o s. CV - Kalender Landesverband Grost-Bcrlin 4. November, 16 Uhr 30 Min.: Gruppe Oftcn: tönrät ffraucntunfaßcbitna: „Wie erlebt die deutsche Jiiba ihre Seit." M a r ö a c c t c '»rieb. Slnbetcli: Camilla 6 p i r c, .Sjatto B a e r. 6pred). und Gesänged)or des 10. Zuges des Bundes Teuhch-Iüdischer Jugend, töotcl „ÄÖuici von Porluiial", iöurgurane Ui. ' 5. November, 20 Uhr: Kuudqedung. „Necheuschast ur.d Ausblick." Dr. Bruno -lü e i 1. Gesang -tzaula 2 i n b* b c r Q. Am Flilgel: napcllmctfter Berthold tSolfi* s ch m i d t. „Beachtsäle aut Nicirchenbninueu", M Friedrichshain 20-32. . . 8. November, 20 Uhr 30 Min.: Frauenarbeiisgometiuchr''. Westen: Zweiter Vortrag: i'ttargarete Fried, vogcitbaus, Üleiststraste 10. , 7. November, 20 Ahr 30 Min.: Fraueuarbeitsgemeiulche!'- Osten: Zweiter Vortrag: Margarete Fried. „nönig von Portugal", Vurgstrajze 16. Laudesvcrband Brandenburg 10. November: Äüstrin: Dr. Rudolf H. Hc imansohtU „Jüdischer ZukunstswiNe." . . 11. Slovember: ttaudsberg a. d. A.r Dr. Rudols H. p c i» tu a tt f ü h u. Landesverband Niederschlefien 8. November, 20 Ahr: Ortsgruppe Drieg: (stcmeindkvkrsaminlung. Dr. Breitbarth (Breslau): deutsd)-iilc>isd)e Zutuns t." Landesverband Hessen-Nassau und Hessen 10. Novcmdcr, 17 Ahr: Kassel: Fugendversammlinig. ßi'!'- Alfred Hirsch dcrg (Berlin'): „Vom Zugendlano -um Lebensraunt." Id. November, 20 Uhr 30 Min.: Kassel: tsxmeindeoersawwlu»g. Dr. Alfred H i r s ch b e r g (Berlin): t>!ichtu->S nehmen." Murhardsäle. 11. November, 15 Uhr: Kassel. Bezirkstagung. unsereit Arbeits- und Lcbcnsranm." Dr. Astreo Hirschberg (Berlin), Dr. Wolsgang S. darf (Frankfurt «. M.). Giuneindehaus, UWiic Nosenstrahe 22, II, Landesverband Pommern 4. November, 16 Ahr: Echivelbein: Rabbiner Dr. Karl N o s e u t f) a l (Berlin), Otto Miche 1 soh -r (Stettin). i. November, 20 Ahr 15 Min.: Bad Polzin: Rabbn^ Dr. Karl Äiosenthal (Berlin), Otto Michels o h n (Stettin). 10. November, 20 Uhr 30 Min.: Stettin: Aerztetagung, Friedrid).Carl.Straße 3. Amtsgerichtsrat i. Fritz (5 o 1 b f d) m i b t (Berlin). . 11. November, lu Ahr: Stettin: Landesoerband-tagun«. ,'Ftir unseren Arbeitsnnd Lebensranm! Für dentmtz jüdische Zukunst!" Dr. Hans Reichmann (Berlu'l. Landesverband Mitteldeutschland 1. November: Aschersleben. „Existenzerhaltung der deub schen Juden." Kurt S a d a tz 11) (Leipzig), 0^"»- P e tz o n (Magdeburg). . „ f T 8. November, 20 Ahr 30 Min.: Chemnitz, cöemeuidcsac", Mutschmannstraße: „Für unseren Arbeitsuitd Levens rauml Für deutfch-iüdische Zukunft!" Amtsgerichts rat i. R. Dr. Fritz D o 1 d s ch m i d t (Berlin). 7. November, 20 Adr 30 Min.: Leipzig. Felix-Äoldmarirt- Heim, SIsterstraße 7: „Für .unseren Arbeitsu"» Lebensrauml Für deutsch.jüdische Zukunst!" gerichtsrat i. R. Dr. Fritz G o 1 d s ch m i d t (SJcuw- Landesverband Nordwestdeutschland 8. November, 20 Uhr 30 Min.: Hamburger Frauengruppe' Dr. Margarete Edelheim (Berlin): «S» . vche Meinung im. deutschen Judentum." vavr. Rreffer-Saal, Oberstraße -120.

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