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Central-Verein-Zeitung · 1934-10-25 · 43 (25.10.1934) · page 5

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Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
13 (1934)
Issue
43 (25.10.1934)
Date
1934-10-25
Page
– (sequence 5)
Language
German
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r 4ar-/ 4""V -s ';nq!'—n Nr. 43 | ^oWZiULiüillliJLlvI; ßeibia» I ZMMM PAoi. Herbert Scnnenfcld Helden~Friedhof in Berlin-Weissensee Zum Tag der deutschen Kriegsgräberfürsorge Die toten Soldaten schlafen gut. Sie liegen geborgen in Gottes Hut. Zu jedes Häuplen steht ein Stein, Die ganze Erde hüllt sie dn. Die toten Soldaten schlafen nur; Durch uns geht ihies Lebens Spur.- Wir vergessen die toten Soldaten nicht. Wir zünden im Herzen ein JahrzätlichU WMß MOMZ He r Welche Not bei einem großen Teil der jüdi-! schm Bevölkerung heule herrscht, ist bekannt. Ten- [ : nrd) Mt vielleicht manchem, der der Not noch nicht Äuge in Auge gegenüberstand. der Begriff f ihre: fürchterlichen Ausmaße. Erschütternde Kenntl nine vermittelt ein Besuch in der Kleiderkammer : fr* Jüdischen Wohlfahrts» und Jugendamtes. f Hier lebt die Unmittelbarkeit des schlimmsten - - bimds. Im Warteranm sitzen, dichtgedrängt, Ltun° f. den um Stunden, die Acrmsten der armen Juden, s' Gleiche, ausgemergelte Gesichter. ,Hier warten sie. ch bis einer nach deur anderen aufgcrnfen wird, um;c-irt Wäfel)e. oder Kleidungsstück, ein Paar Schuhe ch oder ein Stück Möbel in Empfang zu nehmen. Für . sie gibt es nicht mehr viele Wege wie diesen zur b .gleiderkammer, von dem sie wissen, daß er sie doch I einer Hilfe, sei sie auch noch so bescheiden, znführt. Tiefe Stätte, an der die Not selbst mit abgematz ■ gcrten Händen wartend sitzt, ist zugleich eine Stätte | d:>r unmittelbaren Wohltat. Der lange, oft nicht f nnbeschverliche Weg an den Schaltern der Behörde vorbei ist beendet; hier wird nur noch gegeben und empfangen. Ter Anweisungsschein, den jeder Petent mitbringt, wird hier einem Zahlungsmittel gleich-? geachtet; die Leute werden nicht beschenkt, sondern bedient — eine der jüdischen Menschenliebe entsprechende Art des Wohltuns, die bemüht ist, die Freude des Empfangenden frei von dem Gefühl der Temütigung und Scham zu erhalten. Jeder wird sür sich allein freundlich bedient — es wird beraten, probiert, ausgewählt — jeder Raum und jedes Lager ist in übersichtlicher Ordnung gehalten -- ganz wie in einem GesclM. Und hier, wie in einen: Geschäft auch, koinrnt es natürlich vor, daß einem Wunsche nicht entsprochen werden kann. Bon hier ab läßt sich der Vergleich nicht weiteriühren. Ein Geschäft wird in der Regel fähig sein, die Lücken in seinem Lager durch Neuanschaffungen auszufüllen. Anders ist es bei der Kleiderkmnmer. Wohl werden, soweit es in: Bereich der finanziellen Möglichkeiten liegt, durch Ankäufe neuen Materials die Bestände in allen Abteilungen ergänzt — aber der übergroßen Zahl der Bedürftigen stehen die b.eute so unglaublich stark beanspruchten Mittel der Mischen Wohlfahrt als viel zu kleine Macht gegenüber. Hier kann immer wieder nur eines helfen: Spenden. Spenden! Zahlen sprechen am deutlichsten für die bittere Notwendigkeit: Bon den 100 000 Juden Berlins sind 20 000 Bedürftige; von diesen wieder sind es 10 000 bis io 000, die, größtenteils öfter als einmal, im Jahre in die Kleiderkammer kommen. Es ergibt sich so ein Durchschnittsbesuch von etwa 200 Petenten am Tag, jährlich also — nach Abrechnung der Feiertage und Sonntage — die Zahl von 45 000 Besuchen. 50 bis 60 Prozent der Petenten können beim ersten Erscheinen versorgt werden. Eine straffe Organisation ist nötig, um die umfangreiche Arbeit auf der allein möglichen Basis von einer mit Herzlichkeit verbundenen Sachlichkeit zu regeln. Tie Spenden, von den Spendern selbst telephonisch oder schriftlich angemeldet, werden abgeholt und genau verbucht. Bor ihrer Einordnung in die jeweiligen Läger müssen die eingelieferten Sachen sorgfältig geprüft werden. Manches ist sofort verwendbar — vieles muß zur Reparatur gegeben werden, die wieder jüdischen Arbeitern zu Hause und in den eigenen Werkstätten der Klciderkammer ein wenig Verdienst gibt — aber etwa 50 Prozent der Eingänge sind leider vollständig unbrauchbar. Hier liegt es an den Spendern, sich den Satz der Wohlfahrtsleitung klarzumachen: „Für die Armen muß Gutes gegeben werden" und dort Verständnis zu haben, wo Spenden wegen Unbrauchbarkeit zurückgerviesen werden müssen. Für eine noch einigermaßen wohlhabende Frau z. B. ist ein Kleid, das sie weggibt, eines von 'mehreren; für die Arme, die es bekonuncn soll, ist es das Kleid, für das sie einen langen Weg durch die Aemter zu gehen, einem Pfleger viele prüfende Fragen zu beantworten und manche Stunden zu warten hatte! Außerdem verursacht man den Helfern in dieser großen Arbeit nur unnötige Zeit' und Geldverschwendung durch Tinge, die nicht mehr verwendbar sind. Ties gilt gleicherweise für Kleidungsstücke wie für Möbel. Tie gesellschaftliche Struktur des Kreises der Spender hat sich im Lauf des letzten Jahres verschoben, ebenso die des Kreises der Empfänger. Tori sind Menschen für das Hilfswerk neu gewonnen worden, die früher dem Judentum und auch feiner sozialen Arbeit ganz ferngestanden hatten — hier sind, nach einer ziemlich starken Abwanderung gerade aus den ärmsten Schichten, Leute aus dem früheren Mittelstand von der Zeit zu der Menge der Bedürftigen geschart worden. Tabei ist das zahlenmäßige Verhältnis ungefähr gleich geblieben. Und trotzdem kann man feststellen, daß die Gebesreudigkeit im allgemeinen zugenommen hat: allerdings ist die Qualität der gespendeten Sachen, wie ja leicht erklärlich, ebenfalls unter den: Truck der Verhältnisse gesunken. Keine lauten Worte werben für die hilfreiche Tat an den Glaubensgenossen, bei denen die Sorge um ein Stück Brot längst alles andere Interesse ausgeschaltet hat. Es gilt nur, sich dies zu überlegen: es ist keine Selbstverständlichkeit, daß man Kleidüng und warme Zinnner hat; aus allen sieben Bezirken, in die die Gemeinde die jüdische Bevölkerung Berlins aufteilt, konuuen Bedürftige in die Kleiderkammer — aber in allen diesen sieben Bezirken wohnen immer noch Menschen, die das Elend lindern können. jeder nach seiner Kraft. Und man muß sich in den hohen, verpflichtenden Sinn des schönsten Wortes der jüdischen Religion versenken, der Worte „Zedakah" und „Mizwah". Und man muß erfahren, daß bereits jetzt, zu Beginn des Winters, sich die Vorräte der Kleidcrkannner unter dem großen Ansturm der Gesuche zu lichten beginnen — dann ist leine weitere Werbung nötig. Hi'cke Marx. * Kleiderkammer des Wohlfahrtsamtes der Jüdischen Gemeinde, Berlin, X öS, Ehorincr Straße 26. Fernsprecher: v 4 Humboldt 0789. Die Jüdische Volkshochschule c. V. wurde, um den großen Aufgaben gerecht zu werden, die die jüdische Erwachsenenbildung heute zu leisten hat. in ein Jüdisches Lehrhaus umgewandelt. Es soll nicht nur die jüdischen Stoffe, sondern auch die Gebiete des allgemeinen Wissens und -der allgemeinen Bildung, die den Inden jetzt nur schwer zugänglich sind, dein jüdischen Erwachsenen nahe' bringen. Selbstverständlich wird die Behandlung auch dieses allgemeinen Bildnngsstosfes vom jüdischen Blickpunkt aus gesehen. Das Jüdische Lehrhans, das unter Leitung von Tr. Paul Eppstein und Tr. Fritz Bambcrger steht, wird am 1. November mit einer Eröfsnnugsfeier sich dem Publikum vorstcllen. Leo Baeck wird mit einem Bortrag „Geschichte und Gegenwart" die sogenannte Tounerstag-Bortragsreihe einleiten, die allen Hörern unentgeltlich geboten wird. Sie führt in die Grundlegung der jüdischen Geschichte ein und zeigt den geschichtlichen Weg und die gegenwärtige Aufgabe des Judentums. Abgesehen von dieser Vortragsreihe ist das Lehrhans, seinem Namen ent« sprechend, von der reinen Vortragstätigkeit zur intensiven Arbeitsmethode der A r b e i t s - g e m e i n s ch a s t übergegangen. bei der der Hörer aktiv mitzuwirken hat. Auch das in der Dvnneri'- tag'Bvrtragsreihe Gehörte wird in einer solchen Arbeitsgemeinschaft an den vortragsfreien Donnerstagen intensiv bearbeitet. Tie Ärbcitsgemein- Gmss-E etrimes11 Zwei Kundgebungen: Br. DWM üill: „RECHEN¬ SCHAFT UND AUSBLICK" Gesang: PAULA UNDBERG/Am Flügel: Kapeümstr.BERTHOLD GOLDSCHMIDT am 30. Oktober und 5. November (Nähere* Anzeigenteil) f AMMW HMW-KUÄW r $üüfili@£ in Der Breslauer Verein Jüdisches Museum hat i unter dem Protektorat des Kulturkreises, der dem Berliner Kulturbund angeglicdert ist. eine Ausstelb limg deutsch-jüdischer Künstler veranstaltet, die nur I Mitgliedern der Synagogengemeinde zugänglich ist. \ In dantenswerter Weise hat der Vorstand des Jüdij ichen Waisenhauses die Räume zur Verfügung gestell:. Tie Ausstellung will einen Querschnitt des b deutsch-jüdischen künstlerischen Schaffens geben, kein Programm und keine Tcmonstration; alle 7 -Dichtungen kommen zu Worte, entscheidend war der j Gesichtspunkt der Qualität. Wenn trotzdem die £ Ausstellung einen einheitlichen ' Charakter hat. B keine großen Anforderungen an Aufnahmefähig-!ß kc.it und Umstcllungsvermögen stellt, so kann man p — mit aller Vorsicht — einen Rückschluß aus das b Schassen der jüdischen Künstler ziehen. Es fehlen -j die extremen Richtungen, nämlich einerseits die b rein intellektuelle Neigung, die natürliche Erch scheinung auf rein abstrakte Gebilde zurückzu- 1 sühren. andererseits fehlt die sozusagen mnsika-! ' l'sche Eestaltungsart, die die Naturgegcbenheit nur zum Ausgangspunkt für nngegenständliche i Formen- und Farbenspiele nimmt. Offenbar i linden diese stark abstrakt-intellektuellen und nrusikalischen Begabungen, die an sich bei den i Juden häufig vertreten sind, eine glückliche, recht-; ‘ Mi ge Abbiegung in eine ihnen gemäßere ^chasfenssphäre. Aus dieser vereinzelten Beobch nchtung sollen aber durchaus keine Schlüsse auf eine stammesmäßige Eigenart der jüdischen Kunst [."* gezogen werden. Die Frage nach dieser Eigenart b äu stellen ist durchaus berechtigt und naheliegend, ■; heute mehr denn je. Aber der Kunsthistoriker ist bi weist der Letzte, der diese Frage stellt. Er weiß, wie schwer es ist, volksmäßige Eigenart in forwaler Beziehung — und nur auf diese kommt ch 1* ihm an — nachzuweisen, und zwar um so!\ schwerer, je näher die Kunst der Gegenwart steht, ^zu kommt, daß die Generation von jüdischen Künstlern, die heute ausstellungsreife Werke schaffen, alle Segnungen einer internationalen guten Schulung genossen haben und daher noch keine volkliche jüdische Kunst schaffen können. Was zunächst so auszusehen scheint, erwächst immer nur aus dem Thema oder dem Menschentyp, nicht ans der Form. Daß die gewaltigen seelischen Erschütterungen des heutigen Juden sich irgendwann und irgendwie in der Kunst auswirken werden, muß man annehmen; denn echte Kunst schöpft aus dem Innersten und Unbewußten — aber auf langem Wege. Ebenso nahe liegt es, die Frage nach der zukünftigen Entwicklung einer religiösen jüdischen Kunst'aufzurollcn. Es ist kaum angängig, dieses Problem von dem allgemeinen Problem einer religiösen Kunst zu lösen, das in der Lust liegt. Es ist sicher, daß die stärkere Verankerung des Juden im Religiösen nach bildkünstlerischcr Aeußerung drängen wird. Aber ob unsere bildende Kunst, die so völlig an Freiheit und Autonomie gewohnt ist, überhaupt imstande sein wird, sich als Dienerin der Religion zu fühlen, -sich ihr so unterzuordnen, wie es in den Zeiten großer religiöser Kunst der Fall war, muß als Frage ossengelassen werden. Jedenfalls kann man von dieser Ausstellung, die einen Rückblick auf eine abgeschlossene Epoche gibt, Znkunstskeime dieser Art nicht erwarten. Die deutsch-jüdischen Künstler haben die allgemeine Entwicklung der Kunst der letzten Jahrzehnte mitgemacht, in tr achtbarem wechselseitigein Geben und Rehmen; man greift daher am besten auf die gebräuchlichen, nivelliererwen Sck)lagworte zurück. Den Impressionismus — er ist durä)ans nicht naturnachahmend, sondern selbstherrlich.schöpferisch wie jede wirkliche Kunst — vertritt L i e b e r m a n n in Porträt und Landschaft, unantastbar ehrwürdig und doch zeitgemäß, weil jenseits der Mode; sein Jugendgenosse Lcsser Ury zeigt in zwei Bildern seine charmanteste Seite,, die koloristische Feinfühligkeit. Aehnliche Wege geht Julie Wolfthorn. sehr reizvoll ins Weiblich-Geschmackvolle transponiert, die Breslauerin Charlotte Köbner in einem technisch sicheren, stark erlebten Waldöilde. Paula Neu selb mit gefälliger Komposition, Leo Michelsou mit einem kräftiger angefaßten Blumenstück. Zwei kleine Bildchen des früh vcrstorbenen Alfred G r ä tz e r fesseln durch gefühlvolle Zeichnung und gestnlteriscl>e Koloristik. Daß Impressionismus und Expressionismus keine in sich abgeschlossenen Phasen sind, zeigen auch hier die vielen Uebergangserscheimmgen. Eugen Spiro, der geborene Breslauer, der von früh an durch seine glückliche Sicherheit in Technik und Geschmack hcrvortrat, steht in einer gewitterschwülen Provencelandschast nicht weit von dem Breslauer A s ch - h e i m. der auch eine Provencelandschaft malt, trotzdem der erheblich jüngere Aschheim einen ganz anderen Ansgang genommen hat. Er war der typische Expressionist mit dem ungestümen Temperament und ist durch unermüdliche Selbstzucht zu formaler Bändigung und schönheitlichem Klang gekoinmen, ohne an Innerlichkeit und Wärme zu verlieren. Zweifellos ist Aschheim der stärkste und zuknnftsverheißendste der jüngeren Künstler. Er hat auch die heute nicht häufige Spannkraft. um bei der lebendigen Füllung einer großen Fläck>e durchzuhalten. Sehr frisch und gewandt in der Ausnützung der spezifischen Aquarellwirknng und ausdrucksstark als Zeichner zeigt sich Willy Braun. Kon vereint in vorteilhafter Weise Malcrfrende am äußeren Schein und Sinn für Tektonik. Mil typisch weiblicher Grazie holt Paula G r ü n f e l d aparte Formen- und Farbcnreizo ans den Dingen; in einem großzügig gebauten Stilleben beweist sie, daß die spielerische Note bei ihr bewußte Beschränkung ist. Margot Abraham geht andere Wege, um zu dekorativer Wirkung zu gelangen. — Eine gewisse Zusammengehörigkeit haben die Künstler, die französische Schulung genossen haben: neben dem schon erwähnten Spiro steht Rudolf Lewy, der mit ganz rmkonventionelleii Farbwerten feine Stilleben und Landschaften baut und babei zu einem lyrischen Klang kommt. Dann ist es z. T. eine jüngere Generation von Ostjuden die entscheidend westlich beeinflußt worden sind. Chagalls „Frau mit Btnmenstrauß" ist charakteristisch sür die souveräne Art. mit der er in seinen Bildern Visionäres und Reales mischt: die Erscheinng der Frau erhebt sich über einer ganz wirklichkeitsnahen Landswa't: unvergleichlich schön ist die Koloristik, die alle Nuancen vom Prüfenden zum Zarten durchläuft uud meistert.' Bei Manä Katz zeigt sich noch deutlich das Ungebrochene. Ursprüngliche des Ostjuden, stärker als bei Steinhardt, der gleich ihm eine Torsstraße malt. Die Heimatseindrücke gehen Manö Katz nach, wie das sehrmalerisch gegebene Ghettobild beweist. Bei Bl e n k e s zeigt sich die ungeheure Spannung, der Expressionismus im guten Sinne, den es immer gegeben hat. In gleicher Weise stark inspiriert iit der „Saul" von Arno R a d e l und ein Kopf von M e i d ii e r. Feig! überzeugt durch eine starke Begabung und eine wohltuend abgerundete geklärte Leistung sind Batos „Weiße Ochsen". Am weitesten in dieser Richtung der Bindung der einzelnen Elemente zugunsten eines einheitlick)en Bildbaus geht Martin Bloch, der bezeichnenderweise sein Stilleben „Früchte im Rund" nennt. Die glcickic Tendenz zur Klärung der Tektonik zeigt Kars in einoni sehr geglückten Franenbild und Jankel Adler, der allerdings mit einem allzu kargen Stilleben nicht ausreichend charakterisiert wird. Nachdem so die Grundlinien skizziert sind, bleibt übrig die intimen Reize, besonders der Graphik, anszusuchen, die sorgfältig und vielseitig znsaimnengeslellt ist. Allan hat auch große Ahnen herangczogen: eine bestechend schönlinige Zeichnung von B ende m a n n und in Ueberschreitung des eigentlichen Themas Blätter von Israels und. eine inonumentale Zeichnung von Pissarro. Ucberwiegend Heimatkunst zeigt ein Raum: eine sicher erfaßte Breslauer Stadtlandschaft von Gertrud W e r t h e r ist zu erwähnen; die Radiel-nngen von Laboschin zeigen einen Kenner und Liebhaber Breslauer Schönheiten, lange Moor Breslau als Kunststadt entdeckt wurde. Plastik ist spärlich vertreten. Starken Anklang findet ein Portcätkopf von Elisabeth Wolf, von großer Lebendigkeit, klarem Ban und starker Fvrmkraft. Auf der gleichen klassischen Linie bewegt sich ein edler fchönliniger weiblicher Torso der Künstlerin. Herber, aber auch flüssig und eingängig ist die Plastik von R o s e n b e r g - F l e ck und eine erstaunliche Sicherheit in der Erfassung und Gestaltung der plastischen Werte zeigt der noch sehr junge Walter Sonn. i

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