Seite der Jugend
- Journal
- Seite der Jugend
- Volume
- 1934
- Issue
- 16 (11.10.1934)
- Date
- 1934-10-11
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
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2. Beiblatt der C.-V.-Ztg. Nummer 41 Nummer 16 11. Oktober » ■934 BLÄTTER. DES BUNDES DEUTSCH-JÖDISC-HER TUGEND - BEILAGE DER. C.V.-ZE Der Bund ha5 der „ScESe der Äugend“ die ^erpffSichfiung aufferiegfi, ESichfi« HnlenarbeSS zu BcIsScn. En den Aussprachen, die in den worangegangenen Hummern s2a22ge!?undan haben, haben sich Jlunge Menschen darum bemfiähß, zu den aufgeworfenen Fragen AbschSücsscndes zu sagen, so gu2 es mSgOSch war-!n Zukunft werden wir nun d!c t?cran5wor6S3chen Führer des Bundes an der Spifise des B2aS5cs das TlforS nehmen Sassen. Ehre Ausführungen haben ideoEo» gische Verbir.diich:cc38 für dEe Ein Bund BeuSscSa-JQdSscher Äugend zusammengeschiossene QemeSnschofS. ¥ Zu der heute gestellten Frage äussert sich im Folgenden ISruno Sommerfeld« der zusammen mit Martin: Sobotker _ im Sozialamt des Bundes verantwortliche Arbeit leistet. Er bemüht sich darum, für das soziale Programm, das der Bund in den nächsten Monaten zu entwickeln haben wird, die geistigen Grundlagen zu schaffen, ein Versuch, der von der nur auf das Allgemeine und verschwommen Ideelle gerichteten Jugendbewegung bisher noch kaum unternommen worden ist. Seine Ausführungen geben die Richtung an, in der das soeben reorganisierte Sozialamt seine Tätigkeit entfalten wird. I. Hätte man die Vorkämpfer der deutschen Jugendbewegung, etwa die Führer des „Wandervogel“, nach den sozialen Aufgaben ihres Bundes gefragt, so hätten sie die Achseln gezuckt. Befreiung des Einzelmenschen von jeder Konvention war ihre Losung, eine darüber hinausgehende Zwecksetzung war ihnen fremd. Und auch heute gibt es — freilich seltener — Jugendführer, die in ihrer jugendbewegten Haltung als. „ewige Wandervögel“ über der geistigen Sinndeutung des Lebens die Fragen praktischer Lebensgestaltung vergessen. Aber im allgemeinen hat doch die Veränderung des sozialen Wertbildes nach dem Kriege zugleich die Zielsetzungen der Jugendbewegung gewandelt. Dem wirkungslos verhallten Protest gegen die unwahrhaftige Lebensführung der Alten folgte der Gestaltungswille zur realen Eingliederung des einzelnen in die Gesellschaft. Die Bünde stellten sich festumn'ssene Aufgaben, wofür Politik, Kultur und Wirtschaft die Arbeitsgebiete abgaben. Dem notwendigen Abbruch folgte der Aufbau. . II. Unser Bund hat viel abzubrechen, bevor er aufbauen kann. Wir müssen die uns von der älteren Generation eingeimpften sozialen Wertvorstellungen in uns austilgen, denn ein ungewöhnliches Geschichtsereignis hat unser gesellschaftliches Dasein von Grund auf verändert. Die sozialen Aufgaben des Bundes erschöpfen sich nicht in der Kernfrage: Beruf, vielmehr ist darunter die gesellschaftliche Erneuerung (oder richtiger: Formung) der in Deutschland verbleibenden Juden zu verstehen. Absichtlich wmrde das Wort „jüdische Gemeinschaft“ vermieden, denn vorläufig beherrschen noch die Gruppenbesonderungen das Feld, sodass wir höchstens von einer „Notgemeinsebaft deutscher Juden“ sprechen können. Aus dieser Lage erwächst dem Bund eine 'Aufgabe von jüdisch-geschichtlichem Ausmass. Unsere Menschen müssen so erzogen werden, dass sich ihnen das äussere „So leben müssen“ in ein inneres „So leben wollen“ verwandelt. Ein Typus jüdischer Menschen muss herangobildot werden, dessen geistige Anschauung und dessen Lebensstil der deulschjüdischen Gemeinschaft eine einheitliche geistige Gestalt verleiht. Die Aelteren unter uns werden Uebergangsgeneration sein und bleiben, ihre herkömmlichen Anschauungen und Lebensgewohnheiten werden nur schrittweise geändert werden können. An unseren Jüngeren wird sich der Erziehungsprozess voll auswirken. III. Die dringendste soziale Aufgabe ist die wirtschaftliche Eingliederung unserer Menschen in den deutschen Wirtschaftsraum. Nicht, dass der Hund den berufenen jüdischen und amtlichen Stellen die Arbeitsvermittlung abnehmen sollte, öas darf er nicht einmal; aber die geistige und praktische Schulung für den Berufswechsel, die .Vorbereitung der Berufswahl, die gemeinsame Ausübung des Berufs müssen in das Aufgabengebiet des Bundes einbezogen werden. Für das Bestehen des Bundes ist es von der grössten Bedeutung, dass seine Mitglieder ihren Platz im Wirtschaftsleben ausfüllen. Die Untätigkeit, die Versagung des elementarsten Rechtes: des Rechtes auf Arbeit, lähmt geistig gerade die Arbeitsfreudigsten, die Kräftigsten, die „Kerle“ ■unter uns. Dieser Rückwirkung kann nur vorübergehend durch intensive Arbeit im Bunde begegnet werden. Allgemeine Richtlinien las- *>on sich für solche Fälle nicht aufstellen, zu vcrscbieden ist Herkunft und Ausbildung der berufslosen Aelteren in unserem Bunde. Viele '0n ihnen haben sang- und klanglos „umgeschioliiei“. Keine Statistik führt sie, keine Hachscharahstelle sah sie. Die Studienbank, das Arzt- oder Gerichtszimmer wurde mit dem Geschäftslokal, dem Fabrikplatz, der Reparaturwerkstatt, dem Gutshof vertauscht. Iin Verhältnis zu den zionistischen Bünden spielt die Berufsumschichtung bei uns keine überragende Rolle. Die meisten von uns haben noch ihren Erwerb, und es wäre vom Standpunkt der Gesamtheit wie des einzelnen aus unvernünftig, einen festen Arbeitsplatz gegen eine unsichere Chance zu tauschen. Abgesehen davon ist die Devise „Berufsumschichtung“ vom Bund nicht ohne Vorbehalt zu befolgen. Wie der Hechaluz die Berufspolitik nach den Bedürfnissen des palästinensischen Arbeitsmarktes ausrichtet, so muss der Bund für die Berufszuführung seiner Mitglieder die Gesetze des deutschen Wirtschafts märkte6 zur Richtschnur nehmen. . Die gegenwärtige berufsethische Höherbewertung der landwirtschaftlichen und handwerklichen Berufe darf nicht dazu führen, dass die kaufmännischen Berufe — die noch für lange Zeit das wirtschaftliche Rückgrat des deutschen Judentums bleiben werden — keinen Nachwuchs erhalten. Innerhalb 'dieser Grenzen ist vom Bund die Angleichung an die Berufsstruktur der Umwelt anzustreben. Die in letzter Zeit aufgeworfene Frage, ob die sogenannte „Normalisierung“ der Berufe, vom Jüdischen her gesehen, erstrebenswert ist, ist zu bejahen. Es lässt sich kein Satz der jüdischen Glaubenslehre anführen, der dagegen spräche. Im Gegenteil, unsere jüdischen Sozialgesetze haben auf ein beruflich normal strukturiertes Volk Bezug. Der Bund muss ßich dafür einsetzen, dass alle, die Handwerker oder Facharbeiter werden wollen, eine Vollausbildung erhalten. Eine Vorbereitung nach Art der Hachscharah ist im Hinblick auf den hochqualifizierten deutschen Handwerker und Spezialarbeiter völlig ■unzureichend. Das jüdische Handwerk und die Industrie ist für junge Kräfte noch aufnahmefähig, da viele der jetzt in Ausbildung Befindlichen Auswanderungsabsicht haben. Zu landwirtschaftlicher oder gärtnerischer Ausbildung kann nur in vereinzelten Fällen geraten werden. Die Propagierung der Umschichtung für diese Berufe verbietet sich aus gesetzlichen und tatsächlichen Gründen. Eine Gruppe des Bundes von. über ‘20 Jungen und Mädchen schichtet gegenwärtig im Land werk Neuendorf um. Sie haben die feste Absicht, sich in Deutschland landwirtschaftlich oder gärtnerisch zu betätigen. Der Bund müsste mit dieser Pioniertruppe den Versuch einer Genosscnschaftssiedlung auf jüdischem Grundbesitz wagen. Der Versuch der älteren Generation, die Siedlung Gross-Gaglow bei Kottbus, ist geglückt. Die Siedler einzeln anzusetzen, empfiehlt eich nicht. Gemeinsam können sie eher die gewaltige körperliche und geistige Belastungsprobe, die die Umstellung bedeutet, ertragen. Auf sich gestellt, verliert der einzelne leicht die Kraft zum Durchhalten und den Zusammenhang mit der Gemeinschaft. Der Bund müsste darüber hinaus in Verbindung mit den zuständigen Stellen das Landjahr und den freiwilligen 'Arbeitsdienst durchzuführen versuchen. Im Zusammenhang mit dem Gesetz zum Austausch von Arbeitsplätzen erscheint diese Aufgabe besonders dringlich. Irgendwo muss ein Abfluss für die aus dem (Erwerbsprozess ausgeschalteten, jungen Menschen gefunden werden. Daran ist die=nicht jüdische wie die jüdische Allgemeinheit in gleicher Weise interessiert. IV. Unsere Jüngeren haben es leichter als wir. Sie brauchen keine berufliche Umstellung vorzunehmen. Dass die Berufswahl unter Gesichtspunkten erfolgt, die den Erfordernissen der Gesamtheit wie der Neigung und Anlage des einzelnen Rechnung tragen, ist die schwerste Sozialaufgabe des Bundes. .Wir müssen dafür sorgen, dass die Bündischen in ihren Beruf hineinwachsen. Unsere Jungen und Mädchen müssen frühzeitig mit Stoff und Werkzeug vertraut werden. Dabei soll nicht die eigenbrötlerische Art der Bastelei gewählt, sondern durch Herstellung und Reparatur von Gebrauchsgegenständen die handwerkliche Fähigkeit geweckt werden. In München ist vom Bund mit Erfolg eine Schreinerwerkstatt in Betrieb genommen worden, Mitglieder der Danziger Ortsgruppe haben ihr Jugendheim selbsttätig ein-, gerichtet. In Berlin arbeiten unsere Menschen mit Feuereifer in den „Vorlehrekursen“ mit. Die Ortsgruppe Köln richtet jetzt eine Schreiner¬ und Schneiderwerkstatt ein. In diesen Werkstätten können Unbemittelten Gebrauchsgegenstände hergestellt oder repariert werden, dadurch wird ein Stück praktischer Sozialarbeit in Angriff genommen. Darüber hinaus werden die Jungen und Mädel schon während ihrer Schulzeit für einen körperlichen Beruf vorbereitet. Diese Erziehungsarbeit darf nicht dadurch um ihre Früchte gebracht werden, dass die Eltern ihre Kinder aus berufsfremden Beweggründen in irgendeinen Beruf stecken. Der Zufall, die Protektion, die unüberlegte Entscheidung müssen zugunsten einer planmässigen Berufszuführung ausgcschaltet werden. Zu diesem Zwecke wird das Sozialamt des Blindes eitie Kartei zusannnenstellen, aus der sich ergibt, wann ein Mitglied die Schule verlässt. Soziale Arbeit und Jugendbewegung — das ist eine in Fragestellung und Zielsetzung gleich schwierige Aufgabe. Nicht nur, dass die Struktur der sozialen Verhältnisse und damit die Voraussetzungen der praktischen Arbeit sich fortlaufend und mitunter — wie im vergangenen Jahr — grundlegend verändern: auch die Problematik als solche ist noch kaum endgültig festgestellt. Bislang schien es immer so, als ob soziale Arbeit lediglich als soziale Fürsorge im althergebrachten Sinne aufzufassen sei. Und so gab es nicht unbeträchtliche Stimmen innerhalb der Jugendbewegung, die meinten, man müsse so etwas wie Arbeitsschaffung, Wohlfahrtsunterstützung, Sammlungen und ähnliche Aktionen veranstalten. Aber herausgekommen ist bei diesen Dingen herzlich wenig, und das konnte wohl nicht anders sein, weil schon die Aufgabe falsch gestellt war. All das wird von berufeneren Stellen geleistet. Hier hat der Bund nur als eine Organisation von vielen mitzuhelfen. Die besondere Aufgabe des Bundes liegt auf einem anderen Gebiet. Früher hiess: sozial handeln und denken, wirtschaftliche Niveauunterschiede, wo sie bestanden, auszugleichen und so das Verhältnis der einzelnen jungen Menschen zueinander in eine Harmonie zu bringen. Heute sind wir alle mehr oder minder auf eine niedere soziale Stufe gerückt. (Hierbei taucht das Problem auf, ob wir Juden eine eigentliche „Proletarisierung“ durchmachen, was im allgemeinen angenommen wird und trotzdem einer ernsthaften Untersuchung erst unterzogen werden müsste!) Die Niveauunterschiede zwischen den Menschen sind in sozialer Hinsicht verwischt und verschwommen und damit illusorisch. Es gilt vielmehr, erst einmal eine Harmonie in jeden einzelnen zu bringen, der an sich erfahren musste, wie Beruf und Berufung den Zusammenhang miteinander verloren, und der dieses Auseinanderwann es den Beruf verliert oder wechselt usw. Es werden Elternabende veranstaltet werden, an denen Berufsberater und sonstige Sozialarbeiter sowie unsere Gruppenführer praktische Vorschläge für die Berufswahl machen sollen. Der Bund muss die Menschen zu einer Sozialgesinnung erziehen, die sie den Beruf nicht als blosse Erwerbsquelle betrachten lässt. Dm- Beruf muss für den einzelnen wie für die Gesamtheit Wertmesser für die gesellschaftliche Nützlichkeit des Berufstätigen sein. So gesehen, ist die geistige und körperliche Berufsvorbereitung ein Herzstück unserer bündischen Erziehung. V. Die vorstellenden Ausführungen sollten nur einen Ausschnitt aus dem sozialen Aufgabengebiet des Bundes bringen. Der Lösung dieser Aufgaben sind Grenzen gesetzt, die wir nichi überschreiten können. Dieser Tatsache muss man eingedenk sein, um nicht politische und wirtschaftliche mit geistigen Gegebenheiten zu. vermengen. Unsere Auffassung vom Wesen de? Judentums und der geschichtlichen Sinnhaftigkeit unserer deutschjüdischen Existenz bleibt geistig auch dann begründet, wenn uns die wirtschaftliche Eingliederung misslingen sollte. In diesem Sinne kann auch der Auswanderer der deutschjüdischen Idee treu bleiben. Wir. die wir hier bleiben wollen, werden mit der ganzen Einsatzbereitschaft der Jugend die sozialen Aufgaben zu bewältigen versuchen. An der Art der Lösung wird sich zeigen, ob d^- Bund aus seiner geistigen Selbstgenügsamk^ ' heraustritt und gestaltend in die Wirkiichk'v'. des deutschen Judentums eingreift. fallen von Wollen und Können nicht leicht verwinden kann.. Die seelische Verkrampfung, di*» aus solchen Erlebnissen oftmals folgt, muss der Bund verhindern. Hier ist seine eigentliche Aufgabe. Es gilt, den Wert der Arbeit in ein richtiges Verhältnis zum Leben zu bringen, und dem einzelnen zu sagen, dass der Inhalt seiner Arbeit nicht mehr letztes Lebensziel, sondern nur als Arbeit an sich in einen grösseren Zusammenhang zu stellen ist. Das Problem der Freizeit ist nicht mehr nebensächlich. Nach der Arbeit will man sich nicht nur erfrischen und erholen, sondern hier wird für manchem erst das Leben beginnen. Seine Interessen also auf Gebiete zu ziehen, die eine ganze lange Linie aufweisen, mit deren Beschäftigung eine Aufgabe für die Zukunft, ein sittlicher Lebenszweck und eine Lebensbefriedigung hervorbricht, das sind Gesichtspunkte, die wir heute für die Erziehungsarbeit des Bundes beachten müssen. Aus eigenen Erfahrungen haben wir gelernt, dass die Berufsumschichtung ein seelisches Experiment ist, das nur bei manchen, ja sicher bei den wenigsten gelingen wird, wenn wir nicht beizeiten unser Augenmerk auf diese abstrakten, aber leider lebenswahren und wirklichen Fragen richten. Die Beschäftigung und das Leben mit Dingen ausserhalb der Broterwerbsarbeit kann sogar insoweit sozial schöpferisch werden; als vielleicht der eine oder andere auf einen Gedanken kommen mag, was man wohl für einen Beruf sich noch selbst schaffen und ausbauen könnte, ohne in die so ausgetretenen Bahnen der wenigen und sehr gezählten Berufsmöglichkeiten zu geraten. Dies alles sind lediglich nur Andeutungen. Wie sie auszugestalten sind, dazu sollen Gruppenleiter und Aeltere ihr Bestes geben. Hier liegt die wahrhaft soziale Aufgabe zur Bewältigung unseres heutigen jüdischen Schicksals. Von einer anderen Seite, von 'der so oft ausgesprochenen Forderung nach sinnvoller Lebensgestaltung her nähert sich liOnny Stroh iaberg (Berlin) den sozialen Fragen. Die Ergebnisse, zu denen sie kommt, bringt sie in Zusammenhang mit der Frage der Mädchenerziehung, die damit auf dem Forum des Bundes wohl zum ersten Mal mit vollem Nachdruck zur Diskussion gestellt wird. ürziebung zu mensdaSSeber BewSbrung Der Bund, die Gemeinschaft einer Generation, die den Willen zu einer deutschjüdischen Zukunft aus neuem, eigenem Erleben in sich trägt, wird die Kraft seiner Idee vor den Fragen der Wirklichkeit am stärksten unter Beweis zu stellen haben. Er ist Bildungsstätte, er vollbringt ein Erziehungswerk, aber er wird letztlich versagen, wenn er nicht in die soziale und wirtschaftliche Not dieser Zeit hinein ein entscheidendes Wort zu sprechen vermag, wenn er nicht seine geistige Arbeit ausrichtet an den Notwendigkeiten des praktischen Lebens. Kurzum: seine Aufgaben erschöpfen sich nicht darin, durch Heimabend und Fahrt das Zusammengehörigkeitsgefühl und den Gemeinschaftssinn zu stärken, das Allgemeinwissen und das Wissen um jüdische Dinge zu mehren; sondern die grosse, entscheidende Aufgabe lautet: die Jungens und Mädels, die er umfasst, müssen zu vollwertigen Menschen erzogen werden, die ihren Platz "im * Die Beiträge zu der Aussprache über die sozialen Fragen der Bundesarbeit haben sich im wesentlichen mit der erzieherischen und seelischen Seite des Problems befasst. Wir bringen zunächst eine Aeusserung von KrSka IJhvenstaimn (Berlin), die die soziale Aufgabe des Bundes auf dem Gebiet der Freizeitgestaltung für entscheidend hält. Leben neben der Arbeite