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Central-Verein-Zeitung · 1934-10-11 · 41 (11.10.1934) · page 6

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Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
13 (1934)
Issue
41 (11.10.1934)
Date
1934-10-11
Page
– (sequence 6)
Language
German
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jA wbs Vielt* Cm Auftakt ln SftmOrn — Der Landesverband Ostpreußen, hielt om.Sonn»^ lag. .7. Oltober, in Königsberg eine Landes ' verbondstagung ab. ans der 25 ostpreußische Ortsgruppen vertreten waren. Sanitätsrat Dr. Pollnow. der Vorsitzende des Landesverbandes, eröffnete die Tagung mit herzlichen Worten der Begrüßung und einem -warmen Auiruf an die Erschienenen, die hier gewonnenen Eindrücke ihren Freunden in den einzelnen Ortsgruppen weiterzugeben. Alsdann gab Tr. Angerthal einen skizzenhaften Ueberblick über Geschehnisse der letzten Zeit, die die ostpreußische E.-V.-Arbeit maßgebend bestimmt haben. Ter Syndikus des G.-V., Dr. Hans Reich» mann «Berlins nahm das Dort zu einem umsaüenden Reierat über die staatsrechtliche, kulturelle und wirtschaftliche Lage der deutschen Juden. Für den turturellrn Bereich erinnerte der Redner daran, daß trotz der vollzogenen Scheidung eine Kinderbewertung des indischen Bevölkerungsteil? im Zinn der Tttiamierung von verantwortsicher, Stellen nicht gewünscht werde. Auf wirtschaitlichem Gebiet, betonte der Vortragende, ist mit einer Eingliederung in die im Ausbau begr.in'enen Zwangsverbande zu rechnen. Tie Nichtlmien der Reichsrcgierung. zwischen Juden und Richtjuden in der Aürtichast keinen Unterschied zu inachen. sind unverändert geblieben und haben sich im wesentlichen durchgesetzt. Zu innerjüdischen Fragen übergehend, brandmarkte der Vortragende die leider noch immer zutage tretende ..menschlich)« Kleinlichkeit in einer Siluation von historischein Ausmaß". In ideologischer Einsicht wandte er sich gegen die unverantwörtlichen jüdischen Kreise, die die Niederlage der Emanzipationsbewegung geradezu triumphierend begrüßen. Tie Idee der Emanzipation sei lebendig und die Bereitschaft der Mehrzahl der deutschen Juden, sie zu leben, bestehe trotz allem fort. So bestehe ein echter Gegensatz nach wie vor zwischen nationalsiidischer und deutschsüdischer Auttassung. während die Teilnahme am Palästina-Ausbau die Geißer nicht zu scheiden brauche. Sv sehr der Palästina-Aufbau auch von E.-V.-Anhängern anerkannt und unterstützt wird, dürfen doch gerade die Gefahren nicht übersehen werden, die dein geistigen und religiösen Bestände des Judentums aus der F'ellachisierung und der Geringschätzung des Religiösen drohen. In. unseren eigenen Reihen mangelt noch vielfach die Bereitschaft zum persönlichem Einsatz, jedoch sind auch rühmliche Beispiele von Opsersreudigkeit und Verantwortung?- bewutztsein hervvrzuheben. Sodann ermunterte Tr. Rerchmann die Anwesenden zu einer Erweiterung des M'.tarbeiterkr-'n'k>s. um dadurch die Arbeit der ba'iptverantwortlichen Personen zu ent- ' lallen und gleichzeitig sruchtdar zu gestalten. Anschließend sprach dos Hauptvorstands- Mitglied des E.'-B.. Ernst Behrendt (Berlin), über dre Lage der deutschen Juden im Reich. Er hob beioiiders die seelischen Fähigkeiten hervor, die geeignet sind, das deii Juden auferlegtc Schicksal zu tragen. Täs Bekenntnis zu jüdischem Gemeinjchattsaetühi und zu jüdischer Elaubenstreuc kann 'uns über manches hinweghclsen und uns die Kraft -geben.' schwere Stunden zu überstehen. Tr. Angerthal erörterte kurz die Finanzlage des Landesverbandes, hob besonders an- 'erkennenswerte Leistungen hervor und forderte von der Mitgliedschaft gerade hier die Bewährung ihres jüdischen Zukuiütswillens. - Ten Rcl'eraten folgte eine kurze Aussprache. -n der einige praktische Fragen aus dem Wirtschasts- . und Berufsleben erörtert wurden. zugleichen, sondern sogar einen ansehnlichen Ueberschuß aus ihr herauszuwirtschasten. , Immer aber blieb Gmin der leidenschaftli'che Forscher, soweit die Umstände es erlaubten. stand er in regen: Verkehr mit europäischen wissenschaftlichen Instituten.. und selbst in kritischen Tagen, wenn es auf Leben und Tod ging, konnte er sich über eine neue, bisher unbekannte Katzenart oder ein biologisch interessantes Insekt kindlich freuen. Vielleicht haben jene Biographen recht, die behaupten, daß der Wissenschaftler Emin dem Kriegsmann zum Verhängnis geworden ist. Ein Erdteil gerät in Bewegung Gordon hatte gehofft, durch Monopolisier rstrrg des Glfenbeinhandels in staatlicher Hand .und durch strengste Unterdrückung des Sklavenhandels die Araber bändigen zu können. Hatte der in europäischer Denkart Befangene vielleicht verkannt, daß der Sklavenhandel zwingend mit der gegebenen soziologischen Struktur Afrikas verbunden war und nur mit der organischen Veränderung dieser Struktur, nicht aber ausschließlich mit Zwangsmaßnahmen gebrochen werden konnte? Jedes Volk hat seinen Glauben an einen Messias. Ein junger Araber stand auf, redete gegen die fremden Eindringlinge, fand raschen Zulauf, Gerüchte tauchten auf, hier und dort, er sei der verheißene Messias, der Mahdi. Fanatisierte Hausen überfielen Erenzsiedelungen der Sudanprovinz, machten die Besatzungen nieder. Unter anfänglicher Verkennung des Umfangs dieser Bewegung wurden Truppenteile gegen sie ausgeschickt: geschlagen. Beunruhigt stellte die Negierung den Mahdisten ein Heer von 16600 Mann unter Hicks Pascha entgegen, das bis auf den letzten Mann vernichtet 'wurde. Durch Erfolge belebt, schwoll die Erhebung lawinenartig an. Chartum siel. Gordon verlor sein Leben. Station aus Station. Provinz auf Provinz ging an die Ausrührer verloren. Und tief im Herzen Afrikas saß Emin. inzwischen zum Pascha ernannt, mit wenigen 1006 Mann Soldaten. Der Verlauf der Tagung hinterließ bei den Teilnehmern tiefen Eindruck. V * Am Abend des 7. Oktobers sprach Dr. Reich-. mann vor der Gemeinde B r a u n s b e r g. Unter dem Motto „Mit neuen Kräften ins neue Jahr" veranstaltete die Ortsgruppe Osten des Landesverbandes'Groß-Berlin' des Centralvereins am 9. Oktober eine Versammlung, die den Anstalt der Winterarbeit des Berliner Landesverbandes bildete. Ueber „Ten Weg der jüdischen Jugend" referierte Tr. R u d o l f H. H e i m a n n s o h n. Er führte.ans, welche Berufsgruppen des deutschen Judentums durch den Umschwung keine Zukunft hätten, und welche Berufe auch heute einer jüdischen Jugend den Weg in eine deutsch-jüdische Zukunft weisen könnten. Er betonte, daß bei der Berufswahl die manuellen Berufe zwar eine stärkere Rolle spielen müßten als üiiher. daß aber andererseits vor einer einseitigen Bcnrssumscl.ichtung dringend zu warnen sei. Tie geistige und seelische Erziehung der jüdischen Jugend habe in den Bünkm zu erfolgen, denen in heutiger Zeit eine erhöhte Bedeutung zukäme. Er forderte iu diesem Zusammenhang ein Verständnis dem alteren Generation für die Arbeit des Bundes Deutsch- Jüdischer Jugend. Zum Schluß richtete er einen Appell an das Solidarilätsgesühl der deutschen I irden. Zu den „Aufgaben und Problemen im deutschen Judentum" nahm D r. Friedrich B r o dn i tz Stellung. Er erinnerte an die tatkräftige Arbeit, die der C. V. bereits unmittelbar nach dem Umsturz geleistet habe, und die damals in der Schaffung einer juristisch-wirtschaftlichen Beratungsstelle und in der Mitbegründung des Zentralausschusses für Hilfe und Aufbau ihren Ausdruck gesunden habe. Seitdem sei es dem E. D. in stiller sachlicher Kleinarbeit gelungen, unzähligen Menscheu die Möglichkeit der weiteren beruflichen Betätigung in Deutschland zu geben. Der C. D. habe immer daraus verzichtet, seine Erfolge in phrasenhafter Form der Oeffentlichkeit zur Schau zu stellen. Tic tatsächliche Hilfeleistung sei ihm wichtiger gewesen, als das Herausruscn billiger Parolen. Tr. Brodnitz forderte die Verknüpfung des jüdischen Menschen mit dem Judentum und ging in diesem Zusammenhang aus die Notwendigkeit des jüdischen Schulwerkes ein. Tie Erkenntnis. daß das Gros der deutschen Juden, auch der jungen Generation, in Deutschland bleiben werde, verbiete es. von einer Liguidation des deutschen Judentums zu sprechen. Zum Schluß hob Tr. Brodnitz hervor, daß das Gruppenerlebnis. das heute in jeder Gemeinschaft testzustellen sei. auch die deutschen Juden dazu führen muß. sich wieder starker out ihre eigene Art zu besinnen. Ties sec auch dre. Voraussetzung für eine echte Beziehung zur jüdischen Umwelt. Tie Versammlung, die von gesanglichen Vorträgen der Frau Tora B e r n st e i n -B ö r n e r umrahmt war. fand unter den zahlreichen Zuhörern lebhaften Beifall. —etc. Der vsri Men geschen Tas Kölner Gemeindeülatt veröffentlicht in seiner September-Rumwer einen Ueberblick über das jüdische Parteiwesen. Labei führt es über bcn Eentral-Berein Teutschc-r Staatsbürger jüdischen Glaubens „dessen Ziele sowohl für die Gegenwart, wie auch für die Zukunft große Anziehungskraft haben" folgendes aus: „T^r C.-B. ist bekanntlich eine der ältesten und Nur dunkle Gerüchte drangen zu ihm; die Negierungsdampser von E-hartum blieben aus. Kaum kann ein Europäer die Wucht dieses Schicksals ermessen, als Weißer im Innern einer fremden und immer gefährlichen Welt von Europa abgeschnitten zu sein. Unter einer glühenden Sonne, unter fremdartigen Wesen, unter unberechenbar in allen Winkeln lauernden Gefahren. Jahre vergingen. Emin Pascha wußte nichts von dem grauenhaften Ende Gordvns und dem Verlust des Sudans. Wohl erschienen die Mahdisten auch an den Grenzen seiner Provinz, ein erster Ansturm aber wurde gebrochen und die revolutionäre Flut in eine andere Richtung getrieben. Emin Pascha war jetzt im wahrsten Sinne ein unumschränkter Herr und eine letzte Festung Europas im gärenden Sudan. Alarm! Die ägyptische Regierung gab den Sudan verloren. Dr. Eduard Schnitzer galt in Europa als hochachtbarer Mann der Wissenschaft. Ten Namen Emin Pascha hatte hier kaum jemand zu Gehör bekommen. . Da wurden Signale geblasen. Die Weltpresse machte mobil-, ein Märtyrer im Innern Afrikas! Rettet den weißen Mann, Herrscher eines fantastischen Reichs! Lebt Emin Pascha? Die Kolonialpolitiker spitzten die Ohren. Das große Wettrennen begann. Parole: Entsatz für Emin Pascha. Hilfskomitees schossen aus dem Boden. Eine gigantische Hilssexpedition unter Stanley wurde vom Stapel gelassen, nachdem kleinere Durchbruchsversuche gescheitert waren. Emin Pascha wußte von all dieser Betriebsamkeit nicht das geringste. Wohl hatte ex Hilferufe nach außen gesandt, die meisten jedoch verhallten ungestört in der afrikanischen Weite. Unter unbeschreiblichen Mühen und mit grauenhaften Verlusten erkämpfte sich Stanley von Westen her einen Weg. Von der Ostküste drängte mit unerhörtem,, nur diesem Mann größten jüdischen Organisationen. und' seine Arbeit in diesen Zeiten kann nicht genug gewürdigt werden. Auch er hat seine ganze Kraft in den Dienst der wirtschaftlichen Erhaltung und Aufrichtung gestellt, ohne damit eine Vereinigung zur Vertretung einseitiger wirtschaftlicher Interessen zu sein. Gerade das geistige Gut. das in ihm aufgespeichert liegt, gibt ihm seine Stärke und scheint ihm die Zukunft zu sichern, denn wenn er auch jahrzehntelang das Deutsch-Staatsbürgerliche vorangestellt hat. so repräsentiert er doch heute in ganz anderer Weise ein Judentum deutscher Herkunft und deutscher Zukunft. Er hat seinen Schwerpunkt auf den Gedanke«« jüdischer Verbundenheit gelegt und aus die Erhaltung und Festigung jüdischer Interessen. Scheint daher aus den ersten Blick auch ein g"wisscr Parallelismus seiner Bestrebungen mit denen des RjF zu bestehen, so ist doch in Wirklichkeit seine Richtung um ein gutes Quantum Judentum jüdischer, und weil alles Soldatische fehlt, wohl auch bürgerlicher und geistiger. Wir glauben, nicht fehl zu gehe,«, wenn wir einen Teil seiner Arbeit, vielleicht der« wichtigsten und unsichtbarsten, als aus weite Sicht eingestellt sehen, wie es seiner großen lleberlieferung entspricht. In neuester Zeit hat sich der E.-V. Jugendorganisationen mit rein kulturellen Zielen angeschlvsscn zur Verjüngung seines Gedankengutes. Diese Zukünstsarbeit wird lohnend für ihn sein/' Ul A«MS' Lin Nsrlrag von SLorcabbiner Sr. La?!rSaÄ, ASisna Das gesetzestrcue Judentum Deutschlands ist in Bewegung gekommen. 1 leberall machen sich Bestrebungen geltend, die aus eine Zusammcusassuug der zersplitterten orthodoren Kräfte hinzieleu. Ter ..Gründungsausschuß für eine Gesamtorganisativu der Lhorotreuen Juden in 'Deutschland" lud zu einem öffentlichen Vortragsabend ein. der am 7. Oktober in Berlin stattfand. Ter Besuch dieser Veranstaltung übertras alle Erwartungen. Ter Gartensaal des Logenhauses erwies sich als zu klein, und auch der große Saal, in den man übersiedelte, vermochte die Massen der Besucher kaum zu fassen. Im Mittelpunkt des Abends stand ein Vortrag von Oberrabbiner Tr. Earlebach (Altona), der über die Stellung des Rabbiners im deutschen Judentum sprach. 'Dieser Vortrag war mehr als ein Referat, er rvar ein Bekenntnis. Mit schonungsloser Offenheit uird bitterem Witz stellte Earleboch. der vorn konservativen Standpunkt aus sprach, fest, daß die Stellung des Rabbiners im d e u ts ch e n I u d e n t um heute o h n e j e d e Bedeutung sei. Einerseits gerate der Rabbiner. der das bezahlte Genüssen, aber doch das Gewissender Gemeinde sei. häuiig bei Verhandlungen mit den Geineindevorständen in seelischen Konflikt, und anderseits ständen die Gemeinden nicht hinter ih«n. Die Not des Judentums finde ihre Ursache im M a n g e l a n A ch tu n g v v r de m N a b b i ne r! Wenn, einmal ein Genie auf der Kanzel stehe, so werde ihm wohl Achtung entgogengebracht. aber Achtung vor dem Genie sei noch keine sittliche Leistung. Worauf es ankvinme. sei die Achtung vor der Aufgabe des Rabbiners, nämlich aus Thora und den Propheten seiner Gemeinde ins Gewissen zu reden. Ter Rabbiner müsse dann auch -die Autorität haben. den Streit zwischen jüdischen Familien, der eigentümlichem Ungestüm Dr. Earl Peters dem Herzen Afrikas entgegen. Genial hatte er die politischen Möglichkeiten der Aeguatorial-Provinz durchschaut, zu. lgngsam aber setzte er sich in den interessierten Kreisen Deutschlands durch, und nach fast zweijährigem Zeitverlust brachte er eine dürftig ausgerüstete Expedition aus die Beine, die durch Elan aus dem kürzeren, aber gefährlicheren Wege von Osten her den Tempoverlust auszugleichen versuchte. Einzigartiger Wettlauf mü dem Tode und dem Konkurrenten: Deutschland contra England! Stanley gewann das Rennen. Dämmerung Nach den ersten Meldungen vom Heranrücken weißer Männer rebellierten "Emin Paschas Truppen, fürchtend, daß ihr Gebieter sie im Stiche lassen würde. Jahrelang hatte sich Emin unter beispielloser Treue seiner schwarzen Soldaten heroisch behauptet. Als Stanley ankam, fand er Emin Pascha als den Gefangenen seiner eigenen Leute, die an ihrem Führer irre geworden waren. Er hatte einen Herrscher zu finden erwartet und fand einen Schiffbrüchigen, schwimmend auf einem grenzenlosen Ozean. Was Emin erbeten hatte, war Hilfe: Kleidüng, Waffen: nicht aber persönliche Rettung unter Opferung seiner Provinz. Die von Stanley mitgesührten Güter aber waren verloren, Beute räuberischer Stämme, und der Befreier von Mitteln ebenso entblößt wie der Befreite. Ein Gefangener der Situation ließ sich Emin schließlich von Stanley bewegen, ihn an die Ostküste zu begleiten. Ob freiwillig oder gezwuilgen, läßt sich heute kaum noch entscheiden. StanleyS politische Absichten waren im Grunde mißglückt, sein Prestige gebot, daß er wenigstens Emin Pascha mit sich „in die Freiheit" schleppte. Das Lndc In Deutsch-Ostafrika angekommcn. trat Emin Pascha in deutsche Dienste über. Offen- C V-Kalender Landesverband Groß-Berlin L..D..,Frauenn-ArbeitsgemeLnschaf» «w .„Die Geschichte der Iudcir tn Deutschland" unter 2eC* non Margarete Fried. Teilnahme kostenlos. Anmvlduiuen dis 15. Oktober an das Büro des C.-B., Landesverb?^ Groß-Berlin. W. 15 Emser Ltrahe 12 mit dem Wr>. wort: „Frauen-Arbertsgeincinschosl oder telephoniso, J 2 Oliva 8111. J H. Oktober, 1» Uhr 30 Mi».: Sotcl ..Koniq von Portugal" 2, Burasiroße K>: vimchot-Tora.Feicr der Ct Ortsaruppe öiordost und des Reuen vhnagogenvereF» -Al-arünunnsanivracke: De. «urf _ 6 i m o ni und L. Wolfsohn vom Thsojerverr^ „Rheingold". Landesverband Oberschlesieu 13. Oktober: Neiße. Nechisanwalt Dr. Lustig «SfomHO 13. Oktober: Äreujburg. Rechtsanwalt Schlesinger (Gleiwid). 1«. Oktober: Rosenbcrg.' Rechtsanwalt Schlesinge, (Gleiwitz). Landesverband Ostpreußen .11. Oktober. IV'.'i Uhr: Äönrqrberq. Rabbiner Dr. Manfred ö ro a t (c n f ( n (Berlin) „Prüfung und $«. Währung". Reue Snnagoge. 21. Oktober. 17 Uhr: Königsberg. Frauengrupve. Dr. Eva Bl r. i d) m fl n n ' 3 u u g ra 0 n n „Deutsch-Mischer Zukiniftswille". Gnnagogenstraßc 1X15. 23. Oktober: Tilsit. Dr. R e i ch m a n n . I u n g, 24. Oktober: Insterburg. Dr. (lva Reich mann - Iuna. Landesverband Niedcrschlcsten '27. Oktober. '20 Uhr: Breslau. Milyliederni'.rsamwliiva Redner: Iustizreit Dr. N r o d n i ß (Breslau), anwalt Lc. 23 c n (Breslau.) und Amtsgericht-mt Dr. G o l d s ch m i d t (Berlin). Großer t?s Lessing-Loga. 28. Oktober. K) Uhr: Breslau. Landesverbondsnersammlurz bei «chaal. Landesverband Nordwestdcutschland 28. Oktober. '2»'- Uhr: Aauiburg. Wemri31 fanic Beranftal. tung des 15.-33. und der Deutsch-Jüdischen, Jugend .^awbürg. Dr. Alfred H i r s ch b e r g (Berlin) und .sri?r fl cl 1 c : nt a nn (Berlin). Weißer Gaal des Curie. oftinals dos Gemcludelt'bcn zerreiße, von sic!) m,* zu schlichten, und es gäbe kein Gebiet jüdischen Lebens, das nicht durch rabchinijche Führung befruchtet werden könnte. Reine, unantastbare sittliche Persönlichkeiten gehörten aus die Kanzel, nicht Philosophen und packende Redner. Aber die Gemeinden nmßten, unter Ft'brunq der Intellektuellen, die gerade in letzter .Zeit im Gemeinde!eben versagt hätten, aus freiem Willen hinter den Rabbinern stehen. Heute habe der Rabbiner ein gebrochenes Rückgrat, und jungc. begabte Plenschen, die zum Judentum, zur Tkwni ständen, haben deshalb eine Scheu vor dem Raltl,!. nerberuf. so daß der Rabbinernachwuchs in Froge gestellt sei. Ter Vorwurf, daß die Rabbiner sich in theologischen Streitigkeiten verzehrten, sei ganz unberechtigt. Tie Rabbiner könnten sich nur de'helb nicht einigen, weil die Gemeinden rucht wollen, dcz sie sich einigen, llnd wenn der Rabbiner in vielen kleinen Tingen ständig nochgebend gegenüber, der Gemeinde seine Autorität verbrauche, wie könne man erwarten, daß - er sie bei Entscheidungen in großen Dingen in. die Waagschale werfen könne? Jedes Land habe die Rabbiner, die es sich forme, und gegenüber der dauernden Indifferenz erlahme auch die stärkste Kraft. Würde die Synagoge wieder Bethaus werden, wrd würden die Gemeinden willens sein, im Rabbiner ihren Führer und Lehrer zu sehen, so würde auch die >5escl)lossenheit der Gemeinden wiederhergestellt werden, die heute fehle. Im weiteren Verlaus des Ahends sprachen Alfred Marcus über das „religiöse Leben in Palästina" und Rabbiner Tr. B e r k 0 v i t s über „Jugend und Tradition^ Yfar. bar aber konnte er den Verlust seines Reiches nicht mehr verwinden. In einem rätfclbjaflon Zuste drangt er unter Nichtachtung der ihm erteilten Befehle — im Innern noch gnü souveräner Herr — erneut vor: dem Herzen Afrikas entgegen. Hoffte er seine Provinz neu ju erobern? Ein Rätsel unter vielen in Emins Leven. Unter fürchterlichen Umständen wurde er von Arabern aus Rache ermordet. Für die Geschichte ist er bereits tot seit der „Befreiung" durch die Stanleysche Expedition. Wurde nun dieser Mann in die Höhe schleudert als Spiel ball weltpolitischer Interoffen oder bahnte er sich einen Weg äüs eigenem Genie? Die Frage bleibt offen ... „Ein Tag für die jüdische Frau." Tw Künstlerhilse der jüdischen Gemeinde peranstairtt am T.renstag, Pen 16. Oktober, im Brüdervereine- Haus. Berlin. Kurfürstenstraße 115/116. — «lieber unter Leitung von Lucy Gelber und Hans Schapira — einen zweiten der jüdischen Freu gervidmeten Nachmittag, der auch diesmal ihren verschiedenen Interessen als Frau. Hausfrau und Miitter Rechnung tragen und ihr gleichzeitig einige frohe, unbeschwerte Stunden bereiten soll- Tie Teviso dieses Tages und der damit verbundenen Ausstellung lautet „Heim und K"ch^'- Eine großzügige, vlelseitige Ausstellung erster stidischer . Firmen wird, was cs auf dem Gebiete des modernen Heinis und Haushalts an Sehenswertem gibt, zur Schau stellen. Elst Oe st re ich er wird die Kunst der Küche vertreten und in Verbindung mit kleinen ..Plaudeveien am Kochherd" praktische Kochvvrsührungen leiten. Alice H a m in e r st e i n . die Leiterin dest privaten Koch- und Haushaltungsschnle der jüdischen Gemeinde, wird mit ihren Schülerinnen zeigen, wie man seinen Haushalt mit bescheidenen Nutteln sinn- und gesäimackvoll gestalten kann. Ten Nahmen der Veranstaltung bilden künstlerische Darbietungen von Jvsef Plaut. Hcdl Haas. Rita Atlosz, Herbert Zcrnik. Harry Hauptmann und dem Orchester Künstler hi fe unter Leitung von Berthvld Geldsch m i dt. - Alle Anfragen sind an die Kiinstlcr^ Hilfe, Charlottenburg ch Kantstraße 1<*>8, BGmarä 1066, zu richten. \ ' I; u 1

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