Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 13 (1934)
- Issue
- 34 (23.8.1934)
- Date
- 1934-08-23
- Page
- – (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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MHe mb Umschichtung*) Den Seinrlch Kuhn (Fortsetzung) In drei Richtungen wirken sich die geistig-seefischen Anlagen für das Berufsleben aus: im Ar« Leirsverständnis, in der Arbeitsverrichtung und im Arbeitscharaktcr. — Es gehört eine andere Quali. Lät und ein anderer Grad des Erfassens und Der» stchens zum Lau eines optischen Apparates als zum Veredeln eines Tbstbaumes. Jenes erfordert mathematisch-konstruktives Begreifen, dieses Einfühlen in biologisch. naturhafte Zusammenhänge. Auch innerhalb eines Berufes gibt cs verschiedene Etufcn des Verstehens: Tas Tenken des Leiters einer Baumschule, der sich mit Veredelungen befaßt, ist wesentlich verschieden von dem des Gehilfen Tiefer braucht nur die genaue Kenntnis der aus« zuführenden Arbeit und seines Gerätes, während der leitende Gärtner außer der Kenntnis der geeigneten Lorten auch ihre Wachstumsbedingungen nsw. genau beherrschen muß. Tabei handelt es sich nicht nur um erlernbare Kenntnisse, sondern um durchaus verschiedene geistige Tätigkeiten. Ter eine beobachtet die Entwicklung der Pflanzung und vcrgleicht sie mit bisherigen Erfahrungen, der andere leitet ans Beobachtung. Erfahrung und Vergleich feine praktischen Maßnahmen und Anordnungen ab. Es liegt hier derselbe Unterschied geistiger Arbeit vor. den wir alle schon ans der Lchulbank kennen lernten. Eine mathematische Formel auswendig lernen und schematisch aiuvenden ist etwas anderes als sic ableiten können oder wissen, welche Formel in eine komplizierte Rechnung eingesetzt ') Dergl. „L.-D.-Zertung" Nr. 27, 28, 29, 30, 31, 33. werden muß. Lo gibt es in jedem Berus und. für jede Stellung innerhalb eines Berufes Unterschiede des allgemeinen und Fachwissens, deren Form geistrger Verarbeitung anlagemäßig bedingt ist. Diese Anlage vor dem Entschluß der Berufswohl richtig einzuschätzen, ist die allerwichtigste Vorbedingung für den Erfolg im künftigen Berus, und von diesem Erfolg hängt die soziale Umschichti:..g der deutschen Juden ab. Nicht darauf kommt es an, daß eine größere Anzahl Juden in Berufen untergebracht wird, in denen sie bisher wenig vertreten waren, sondern das Ziel ist, Menschen in Bahnen zu lenken, in denen sie sich als in ihrem eigenen Lebenselemente frei. bewegen und auswirken können. Mer ständig mit den Nöten seiner Berufsarbeit zu kämpfen hat. verfügt nicht über die freien Kräfte, die für die Mitarbeit an einer neuen Lebensgestaltnng der deutschen Juden erforderlich sind. Es geht hier nicht ' um die egoistischen Ziele des Einzelnen; Anlagenentsaltung im Beruf ist eine allgemeine, soziale Angelegenheit! Darum muß auch der Anlagenbewcrtung und -ersorschung weit größere Aufmerksamkeit und Mühe zugewendet werden, als dies bisher geschehen ist. Solange Menschen im gesicherten Lcbensraum leben, spielen ihre ' Fähigkeiten und Eigenschaften eine unbeachtete Rolle; erst wenn die sicheren Daseinsbedingungen ins Schwanken geraten, und wenn dann die -öilse von außen her nicht kommt, besinnt ficf) der Mensch auf die Kräfte und Fähigkeiten in sich selbst. Tas ist der Umbruch zur neuen Lebensgestaltung! Tie erschütternden Worte: „Helfen Sie mir suchen, wozu ich geeignet bin. Ich fühle mich so talentlos und ungeschickt!" gehören zu dem Tragischsten, was der Berater in diesen Tagen immer wieder hört. Es erfüllt aber auch mit großer . Hoffnung und Zuversicht, feststellen zu können, daß in. den weitaus meiftcn Fällen irgendwelche Ablagen und Eignungen bald gefunden werden die eine Berüssaussicht bieten. . Aber, die meisten. Rat- ' suchenden hätten sich dieses Bangen und Verzagen ersparen können, wenn sie sich selbst nur etwas er- ' forscht hätten; denn es ist gar uidjt so schwer, für seine eigenen Anlagen' Himveise ails deni Leben zu finden. V.-wude-s aber .-en MU-rr. d-um nicht.oft genug eilige: ragt werden, obashten. 'JJk-vf: enot mach?'.!, weniger wa-.- bastei't.- a'« d ' j ■' ’ er dech noch . Irniivt. Tut er re;:;i Werbungen, oder reich strulliousdoukaue.ch ■! , oder noch, Vorl-'g'.-/ :r fetten des Modegch od. ab, :v."il er dau:i! nick, größere Frena-e n nhi vollendeten l'-egenk^'n- oder mit Frennd.-/ führtet'? Tr- F eage. fchluß <! i Ni. tungen, die U'UN '"i-u flügcu >U i i, oder sich viU Notizen cvlhal!:"! wer- Auch de. 1 ' rufsrvechfe! ne>,!. -r weisen dei o .' ch " Iugend-eit . l 1 und I.'chendzei und w.genutzt > - o> icktiv zu be- _ lv i e sie cs ,ch;e jeder Junge * i i. deshalb ist > v > d. Tie Frage - chatcrial und -.t ’! 'schenkte Konc , ■’nen Plänen . i e Schlvierig- . .n oereinfachend erlebt er die ' ' oder am > s' - sich allein :un Fug rer oder Ge- > i die Aust sie Beobach- - > '' oeiten. Aus- * ... '.rrufsberater f können. Tiefe s einem Bern ie".:r r erhaltens- ' ' cins seiner t -n >uf Schnl- ''nbekannte bewupt werden lassen. Foto-Dunst Arno hiloFr Carl Fachs, Vorsitzender der Friedhofskommission der Berliner Jüdischen Gemeinde, u.' irdc am 20. August sechzig Jahre alt Die Israelitische Union c. P., '«nlin >->, Cranicnbitvflct Ttr. 4n tl, hielt liirhiw eine standssihuog ad. in der u. a. über die .Uinder- Verschickung und über die erfreuliche Enlwidl'nig der Poliklinik berichtet wurde. Für die Tuititüm! konnten die Professoren Tr. M. Aosenberg > Tr. F. Blumenthal (-vautleidench Tr. (>. Pirndaiiii! (Nervenleiden), Dr. Plamlok (siahuleiden) und ad 1. September Professor Tr. Srephan Engel «3aua: lings- und Kinderkrankheiten) gewonnen werden. y U iy o )? IftThTPV i€>M (Sr ti/LMLI iS/ hsLlÜ PflTS1 IlbüUL: MVA m igL0tllB.il OerIin,£aiSaiint!oiZool'tK,fä: ^Tel.: Bism.8100-15. Zimmer y.M.3,-an^ Pension SSe5n2hal B«rl.-Char!ottenb., Bismarckstrasse 102 (U-Bahnhof). Toi. C 1 Steinpl. 1273. .■Somfortz. m. Bad 2.50 Mk. Doppclz. 6.— ilk. an. Dauerpons. 11Ü—265.— 21k. Ehepaare 220.— Mk. an.;rr,u Pension Heitmann TUotzjstr. 82, dpt. B. 4, Bavaria 0833. Komfort, Zimmer 2—, Doppelz. 4.50 m. gut. re.ichl. Verpfleg. 100 Mk. an. EräoJüng u. Dauerpension tig!. ab M. 3.50, Bed. 10%. Beste Aufnahme. Parkgarten, Wald, Liegehalle, W. C., eigen. Tennispl.. Diatk. Frau Sanltiitsrat MIICS1KLET Gross-Kreutz Bahn Berlin-Potsdam Anruf 205 SahEtoriun! LichtsrfaMs Inh. Fr. Juüb Gctdstein. Klinische Kuranstalt, Erholungs-u. Dauerheim. Jede Diät, niedrige Preise, Pauschalkuren. Grosser Park. Dr. Kurt Mendel, Dr. Martin Kuttner, Eerlin-Lichterfelde-Ost, Jungfernstieg 14. 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