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Central-Verein-Zeitung · 1934-08-23 · 34 (23.8.1934) · page 5

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Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
13 (1934)
Issue
34 (23.8.1934)
Date
1934-08-23
Page
– (sequence 5)
Language
German
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Kr. y & O~0 ' V /a )) (;' tP' </■ u( <J ^§§^55E§§^ $fBZ$ : «&v lingen. be§ Tages verantwortlich zeichnet —, . symbolhaft möge diese Einheitlichkeit sein für das Leben der jüdischen Bünde überhaupt — ein Beweis für die Erträglichkeit gemeinsamer Front, gemeinsamen Wollens,- wie die sportliche Betätigung und Ertüchtigung unserer jüdischen Jugend an sich schon symbolhaft sei für die Frische und den Elan, mit denen diese vor neue 'Ausgaben gestellte Generation ihr Schicksal zu meistern gedenke. , im - $ߣgi ■ jfßvk&I Ü3& J Vom frühen Morgen ab Bewegung und Jetrieb auf dem von märkischen Kiefern umjiiiimlcit schmalen Weg, der vom Bahnhof Enmewald zum Sportplatz der jüdischen Geniciubc führt: sngendfrohes Treiben,'kindliche Eckillitcr. ans denen die Erwartung kommende Tinge leuchtet. fröhliche Stimmen von chmgcn und Atädchen, die ihre Eltern zur tfilc mahnen — „sonst fangen sie ohne uns an", Erwachsene, die auf ihre Art teilnehmcn: viele hatten am vergangenen Sonntag GHimnniiuiiiiinniiiiümiumiinmmmiimmimiriHnnniniiuHiini Sportfest im Bund Deutsch- Jüdischer Jugend Sonntag. 26. August, auf^d?;n Grunewald-Sportplatz. Einmarsch und Hauptkämpfe 14 Uhr 30 Min. Eintrittspreis für Nichtmitglieder 0.20 RM. Der Bund erwartet, dass die Eltern seiner Mitglieder und die Freunde seiner Arbeit vollzählig erscheinen onniiiniiiHiniiiiiniiiiiiiiiiHiiiiüiiimiinniniiiiiiiiniiiiiuiiiimirmm ta» Ttadtinnere verlassen, um am 1. Spvrtfeit des Aeichsausschusscs der jüdischen Jiigendverbättde aktiv oder Passiv, als Mitwirlende oder als Zuschauer, teilznnehmen, imd vor ihnen allen entrollte sich das gleiche jild festlicher Stimmung, ob sie nun, wie die Jünde selbst, bereits zu den Ausfcheidungskämpfen des Vonnittags, oder, wie die ncisten nicht unmittelbar Beteiligten, zu den m Nachmittag ab 3 Uhr angesetzten Hauptümpsen erschienen waren. wndelte es sich um eine der üblichen Er?rweranstaltungen, bei denen einzelne jüdHc Bünde der verschiedenen Richtungen in Wettstreit der Kräfte einander gegenüberliehen?? — Nein: erstes Tportfeft des Reichsausschusses ... „wird einen Gesamtüberblick über die körperliche Ertüchtigung öer jüdischen Jugend in kn Jugendbünden getot", heißt es in der Äuladung; und aus dem Programm sind nicht weniger als sechzehn im ^eichsausschuß organispiorisch znsammengesaßte Bünde verzeichnet lwoboi man wissen muß, tafi ferner von ihnen ein Tportbund ist, daß sic nl!e in erster Reihe geizige Erziehungsarbeit Msten), die mit einer Tiärke von insgesamt ciwa 3000, voran die Bahnen- und Wimpel- Eäger, allein eine stattbllie Kompagnie, ins ac!d des Sportplatzes tinmarschieren; — ein imponierender und für die Mehrzahl der Besucher. die hier zum cr- Rnmal einen Eindruck vorn äußerenUmfang des Mischen Jtigendlebens -nAcrlitt gewinnen, ganz üderr a sehen d er An blick. t;il0 Jungen und Mädchen aller jüdischen Richiungen messen einen Tag Mg nnf Aschenboden u.nb Aasen ihre körper- ^^011 ftriiftc, ohne daß c* andere Gegnerschafiett geben sollte, als die ^nrch die sportlichen Regeln bestimmten. In dieser auf dem Mbict des Sports hersiestcllten Einheitlichkeit Mischen Jugendstrebens und -erlebens liegt die Zedeutnng, der Inhalt Oks Festes. Symbochaft Mge es sein, so etwa führt der Vorsitzende des Eichsatlsschnsses, Dr. 'wedrich B r o d n i tz, der gemeinsam mit Dr. - -otimo Sommerfeld llltb Manfred Friedutn*ut für das schöne und ermutigcirde Ee- . Diese Einheitlichleit drohte allerdings einige Minuten gestört zu werden, als nämlich zionistische Bünde nach der Rede von - Tr. Brodnitz Plötzlich die ' Hatikwah nnstimmten. Leider setzte sich/ dieser Gesang sogar in Form eines Wettstreits der Bundes- Hhmnen auf der Tribüne fort. Der Leitung ■ gelang es allerdings, schnellstens wieder die Ordnung herzustellen. Aber es blieb eine etwas überhitzte Leidenschaftlichkeit auf den Tribünen ... Es kam an diesem Sonntag nicht so sehr aus hervorragende Einzelleistungen besonstellten Frage auf den Lippen: wozu denn Sport? Damit unser Kind von einem anderen geschlagen, „besiegt" werde? Damit es die Stärke des Gegners zu spüren bekomme?! Nein! Der Wettbewerb als solcher, der Endspurt, die Höchstleistung, sie sollen für den Durchschnitt der in den Bünden organisierten Jugend lediglich Anreiz sein, Mittel zttm 'Zweck des Sportes selbst, zum Zweck der Freude am Körpertraining, am MnskelsPiel, an der Gefügigkeit der törperlichen Kräfte. Alan hätte gewünscht, das; die Beteiligung der Eltern noch viel stärker gewesen wäre, als sic war. — Die Verständigung zwischen Eltern und Kindern, von der alteren Generation so oft vermißt, hätte nicht besser gefördert werden können, als auf diesem Sportfest. Sport — das ist nicht das letzte Jicl der bündischen Bestrebung — Sport macht, so sagte Dr. Brodnitz in der kurzen Ansprache, die er vor Beginn der Kämpfe hielt und in der er ehrend Luduüg T i e tz. des Gründers des ■ Reichsausschusses/gedachte, in der er den Vorsitzenden der Berliner jüdischen (Gemeinde, Di- „Finke",.das ist der Spitzname eines Zungen Mädchens — ein Name wird außerhalb der Ergebnisse nicht genannt, wir müßten hier sonst auch andere nennen, die weiter unten der Sportberichterstatter verzeichnet — aus dem Bund Deutsch-Jüdischer Jugend („Ring"). Trotz . . , rektor Stahl, begrüßte, 'Lport macht vollderer „Ehampwns an, es gab kern fportltches^vertig, schasst das Bewußtsein des Wertes. Ctartnm und sollte keines geben. Die von llllb 'm lirrtlul]t bic jMsch^ Jugend, die sich w h<w Tvi.fM,™ in ihren Werten so oft bedrängt fühlt) MN der „Reichsvertretung der Deutschen Juden vom „Preußischen Landesverband jüdischer Gemeinden", von der „Jüdischen Gemeinde Berlin", von der „Jüdischen Neformgemeinde Berlin", vom „Central-Verein" und der „E.- D.-Zeitung", von der „Jüdischen Rundschau", von ■ der „Zionistischen Vereinigung für Deutschland", von N. Israel, von Gebr. Grnmach und vom „Reichsansschnß der jüdischen Jugendverbände" gestifteten Ehrenpreise gingen nicht an Persvlten, sondern an Bünde, das individuelle Erlebnis entsprang dein Eintreten des einzelnen für eine größere Gesamtheit, der gegenüber er sich verantwortlich fühlte. So gab es kein „Ausstechen", keine „Konkurrenz" im üblen Sinn, sondern wirklichen Wettbewerb, in dem kein einziger überflüssig war. Ain stärksten empfanden dies vielleicht die nach Hunderten zählenden Zuschauer, die, einer anderen Zeit mit anderen 'Erziehungsidealen cntstannnend, wohl mit einer gewissen Zurückhaltung erschienen waren, mit jener von der älteren Generation noch immer so oft gesröhlich und jungen Willens zu bleiben. Nachhaltiger als alle sportlichen Einzelleistungen war deshalb der Eindruck: isport macht uusere jüdische Jugend fröhlich, sehr fröhlich, er läßt die Gesichter strahlen, er läßt die Sorge um eiue zulüustige Schicksalsgestaltung nicht an diese Menschen heran; so werdet? sie's. sehasseti — suhlt mau: und man sieht es aus der Haltung, mit der sie die Winipel ihrer Bünde vor sieh hertragen, während sie im Dauerlauf das Oval der Aschenbahn durcheilen, tuan hört es, lucnu von draußen die ermttnternden Zurufe erschallett: „Los. „Finke", los", schreien sie — und d>w ist gtit so. WIMi; r Herbrrt Sonnnifrl'!. .1 n>« Kikulcr und Dzubas, sämtlich Berlin V 'A , C ' Zeichnungen ton Dodo seines verhältnismäßig kurzen Bestehens kamr er sowohl in Einzelleisttntgen als auch in Ntannschaftsvorführnngett einige im Rahmen des Ganzen sehr achtbare Erfolge gegen bei weitem ältere zionistische Bünde erringen, die citte langjährige sportliche Tradition hittter sich haben. Und in der großen FrattenstafseL gelingt es ihm sogar — tvvran „Fittke" nicht ganz unschtildig ist — den schöuert W a n d e rvrei s der E. - V. - Z e i t u n g, „Schreiten^- des Rtädchen" von Elisabeth W v \ f f — für sich zu erobern. Vorher geht der vott der Nesormgcmeinde gestiftete Pokal an „Makkäbi Hazair", was allenthalbeit mit fröhlichem Gelächter und Beifall quittiert wird. Rtit ateutlosor Spanntmg ttud kameradsel)astlicher Teilnahme werden die großen Staffeln und die übrigen Wettkämpfe verfolgt, die hohes sportlicizes Niveau haben. Aber langsam beginnt es zu dunkeln, und eitt Tag geht zu Ende, der über die rein sportliche Bedeutung hinaus die sehr erfrischende Erkenntnis vermittelt, oder. ioo sie vorhanden ist. bestätigt tind vertieft, daß es tun die Herzett der jüdischeit Jugend Deutschlands wohl bestellt ist; wer will, kann den gesunden Schlag spüren. Der Reiehsatisschnß hat betviesen. daß eine kräftige Grundlage in den vergangenen Jahren des Ausbaues geschaffen worden ist: unsere Jungen tmd Mädchen ha beit in geschlosseneut Ansmarsch den Willen tutd die Ouatisikatiott knndgegeben. neben ihrer geistigen Schulung an der körperlichen Ectüchtignng 31t arbeiten. Nun können sie weiter trainieren. —mich. r* J C; - \ \ > O \VN <1 \ Ns EWZM§ Man kamt mit den ganz ausgezeichneten Leistungen, mit denen die etwa <!<"> ge. meldeten Jungen und Atädel in ihren hart umstrittenen Konkurrenzen am Sonntag anfwarteteit. vollauf zufrieden sein. - Bereits ain frühen Bormittag setztet: die Kämpfe in vollent llmfange ein. In den Treitämpsen, deren gena ne Ergebnisse infolge der Niesenbeteiligung bei Aedaktionsschüiß noch nicht endgültig errechnet waren, steift und] ei item ersten tteberblick doch sc!>on fest, das; sie zu einem ga:tz großen Erwlg für den Lund Tentseit- Jüdischer Jugend gewordeit sind. Aich! nur. daß Ii>c Rose (Jahrgang 17/ Ich,

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