Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 13 (1934)
- Issue
- 33 (16.8.1934)
- Date
- 1934-08-16
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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wenn ein Witz ins Waffer fällt, ein dramatischer Moment in Gemurmel und Gelächter untergeht. Tann muß der Regisseur schnell noch ändern, raffen, zufpitzen. Die Generalprobe ist die Zerreißprobe für Stück und Tarsteller. .Oft beginnt sie nach der Vorstellung, um elf Uhr nachts, und dauert bis zum anderen Morgen um fünf oder sechs Uhr .. * Premierentag! . Frühmorgens. Dr. Levie, der Verwaltung?« direltor. sitzt verzweifelt in seinem Büro. Kein Mensch ist da. Alles ist todmüde von der General« probe, die erst vor ein paar Stunden zu Ende ging. Die Schauspieler schlafen oder liegen irgendwo in der Sonne, um sich für den Abend zu starken. Aber Dr. Levies Telephon klingelt wie besessen. Jedes Mitglied des Kulturbundes möchte natürlich die Premiere sehen. Aber 17 000 Menschen können nicht an einem Abend das „Berliner Theater"' besuchen. Tie lieben Freunde rufen wegen Freikarten an. Unmöglich! Ter Kulturbund kann sie prinzipiell nicht gewähren. Inzwischen wird der Kar-' tensatz in die Urne getan, aus der die Plätze nachher ausgelost werden. Au diesem Tl>g arbeitet das ganze Haus fieberhaft, lautlos, intensiv. Es ist. als sei die Luft mit Elektrizität geladen, als könne ein winziger Funke irgendeine Explosion verursachen. Vielleicht kommen am Vormittag nochmals die Schauspieler zu einer Turchsprechprobe. Aber von mittags an ist das ganze Haus wie ausgestorben. Sechs Uhr nachmittags. Tie Darsteller kommen. Friseure, Garderobieren, technisches 'Personal füllt das -Haus. Unendlich langsam für den einen, rasend schnell für den anderen vergehen die. Minuten und Stunden. T-ann flainmen die Lichter auf. Au der Kasse erscheinen die ersten Besucher. Kleine Szenen spielen sich ab. Einmal hatte eine Dame hundert Fragen auf dem Herzen, die sie von dem Mädchen am Kassenschalter beantwortet haben wollte. „Und dann sogen Sie mir noch, Fräulein: wie heißt Ihr nächstes Stück?* — Das Mädchen an der Kasse, er« . bleichend: .Neugierige Frauen!" — Die Dame, vcrärgert: „Na, man wird doch noch fragen dürfen!" Endlich ertönt das dritte Klingelzeichen. Im Znschaueraum erlöschen die Lichter. Der Vorhang hebt sich. Premiere! * In diesem Haus wirken, arbeiten nur Juden. Nicht alle haben sich träumen lassen, daß sie einmal an diesem Platz stehen rvürden, den sie nun auszufüllen haben. Biele haben sich von Grund aus umgestellt, haben sich beschieden mit der neuen Existenzmöglichkeit. die ihnen geboten wurde. Da ist ein Bühnenarbeiter, der während seiner Tätigkeit im Theater des Kulturbundes seinen Doktor der Musikgeschichte summa eum Isucks gemacht hat. Da sind sechsuudzwcmzig Garderobieren und Logenschließe, rinnen, die sich einst auf ganz andere Berufe vorbereitet haben: Kindergärtnerinnen, Studentinnen, Stenotypistinnen. Eine Medizinerin ist darunter, die während eines Konzertes überraschend eine Probe ihres Könens abzulegen hatte: eine Besucherin erlitt einen Krampfanfall, der um ein Haar tödlich ausgegangen wäre; aber eine der Logenschließerin, neu trat plötzlich vor. nahm ihren Instrumenten« kästen, den sie zufällig dabei hatte, und gab der Kranken eine Injektion, die ihr das Leben rettete! Hier steht jeder seinen Mann, jeder tut seine Pflicht, ohne mit einem Schicksal zu hadern, das einst mehr versprach. Gemeinsames Erleben, gemeinsame Arbeit, gemeinsame Freude am Erfolg sind die drei Grundpfeiler des Werkes, das im Kulturbund geschasst wird. E. L. -MÄS unft MWÄtlMg'> Sen Seim:* Kulm Wir haben uns in den letzten Betrachtungen mit den körperlichen und gesundheitlichen Boraussetzungen der Umschichtung besaßt. Es bleibt noch eine Frage, die oft an mich gerichtet wird, zu ' beantworten: kann mau berusshinderude Körpermängel nicht rechtzeitig beheben? Im Einzelsalle wird hier der Arzt Auskunft erteilen. Wenn cs sich aber um allgemeine Körperschwnche, mangelnde Trainiertheit und ähnliches handelt, ist vorherige Abhilfe nicht nur möglich, sondern notwendig. -Ich habe es nie verstehen können, daß nicht als dringlichste Forderung an jeden Umj cf) x cf) t e r der sofortige aktive Eintritt in einen' Sportverein gestellt worden ist. Bon der ersten Meldung bei der Beratungsstelle bis zum Antritt einer Lehre vergehen kostbare. Wochen, die zur- Körperschulung wertvoll benutzt werden müssen. IHan sollte überhaupt jede weitere Beratung und Hilfe von diesen: selbstverständlichen Training abhängig machen; denn die vergeblich ausgewendeten Gelder für diejenigen, die aus Schwäche und Ungewohntheit körperlicher Arbeit „schlapp gemacht" haben, sind erheblich größer als eine Subventionierung jüdischer Turn- und Sportvereine für ein besonderes Umschichtungstraining! Solange dieser Jdealziistarid noch nicht erreicht ist, hat jeder Umschichter und auch jeder jugendliche Berussauwärter die Pflicht, die Initiative selbst zu ergreifen. Warum schreibe ich dies in einer Betrachtung über die Zusammenhänge von Seele und Umschichtung? Weil jede Hebung, jedes Erlernen auch rein körperlicher Tätigkeiten mit einem seelischen Geschehen verbunden ist. Jede Arbeit wird vom Willen regiert. Ist dieser Wille nicht geübt, wächst er nicht am Erfolge, so gelingt kein Werk. Jede Arbeit wird von Gefühlen begleitet, vom Verstand kontrolliert, ist mit seelischen Spannungen usw. verknüpft. Ties führt uns zur Betrachtung der Nolle, die Seele und Geist bei Umschichtung und Berufswahl spielen. Hier setzt die Arbeit des Psychologen ein, dessen Mitwirken bei der Berufsberatung auch durch Gesetz vom 12. Mai l‘jfl3 vorgcwhen ist. Gerade von der Erkenntnis der eigenen Psyche hängt der Erfolg jeder Lebensumstellung ab. Jeder muß wissen, welcher seelischen Belastung er sich aussetzen darf, welche geistig - seelischen Kräfte chm zur Verfügung stehen, und wieweit sich seine charakterlichen Grundlagen mit den Anforderungen eines neuen Berufes vertragen. Alle Kunde von der Außenwelt erhalten wir durch unsere Sinne, die bei allen Menschen — abgesehen von Erkrankungen oder angeborenen Fehlern — gleich gebaut sind. Dennoch können wir fast täglich feststellen, daß die gleichen Außenweltreize (Farbe, Licht. Klang, Temperatur usw.) auf die verschiedenen Menschen seelisch ganz unterschiedlich wirken. Wir haben es hier mit indivi- ') Lgl. „C.-V.-Zcitung" Nr. 27, 28, 29, 20, 31. dnellen psychischen Eigenarten zu tun, die sich im Berufsleben deutlich auswirken. Jeder Berus stellt bestimmte Anforderungen an seelische Eigenschaften und Funktionen, ohne deren Vorhandensein eine erfolgreiche Ausübung des Berufes nicht möglich ist. Einige Beispiele werden dies erläutern: die gleichzeitige Aufmerksamkeit auf vielerlei Vorgänge und Handgriffe beim Arbeiten an Maschinen ist wohl am bekanntesten. Schneider, Zeichner, Dekorateure usw. müssen unter anderem über ein besonderes seines Augenmaß verfügen, ferner über Formen- und Farbensinn. Zahlreiche Arbeiten in den derschiedensten Berufen müssen ausgeführt werden, ohne daß der Arbeiter seine Tätigkeit stets mit den Augen kontrollieren kann. Als Ersatz muß er einen besonders ausgeprägten Taft-, Bewegungs- und Zeitsinn haben. Wie sehr sich der Laie über den Anteil der einzelnen Sinnesfunktionen an einem Arbeitsvorgang täuschen kann, zeigen oft die psychvtechnischen Prüfungen, in 'denen dieselbe eiüfache Arbeit mit offenen und dann mit geschlossenen Augen ausgeführt wird. Kann der Prüfling mit geschlosserten Augen die Arbeit nicht ebensogut verrichten wie mit sehenden Augen, so ist ihm von Berufen abzuraten, deren Hauptarbeitssunktion ausschließlich auf Tast- und Bewegungssinn beruht (z. B. Arbeiten im Tunkelraum usw.). Ferner muß das seelische Verhalten zur Monotoniewirkung beachtet werden. Es gibt Leute, die ihr sehr bald unterliegen und mit fortschreitender Arbeitszeit immer mehr Fehler machen, während wieder andere selbst noch in der geistlosester Arbeit in bezug auf Zeitmaß und Bewegung einen Rhythmus verspüren, mit dem sie Mitschwingen und dadurch zu erstaunlich sicherer und guter Leistung kommen. Gerade dem bisherigen Geistesarbeiter bereitet die Ueberwindung der Eintönigkeit oft erhebliche Schwierigkeiten. Um so wichtiger ist gründliche und vielseitige Ausbildung, sowohl praktisch wie theoretisch. während kurzfristige Anlernung zum Spezialarbeiter, die nur einseitige und monotone Beschäftigung ermöglicht, unangebracht ist. Es sei hier aber auch gleich eingeschaltet, daß es Mittel und Wege genug gibt, die individuellen Anlagen und Eignungen jedes Berufsanwärters sestzustellen, auch teilweise durch Selbstbeobachtung zu erkennen. Darüber später mehr. Einzelne Mängel lassen sich auch durch zielbewußte Selbst- Übung beseitigen. Mau zeichne z. B. ein Quadrat von etwa 4 bis 5 Zentimeter Seitenlange zuerst mit offenen, dann mit geschlossenen Augen. Nach vielen Versuchen glückt dieses „Blindzeichnen". Innere Vorstellung und Witte lernen allmählich, die Hand zu leiten und auch ohne Kontrolle durch das Auge sichere Bewegungen auszusühren. Es besteht also kein Grund zum Pessimismus. (Fortsetzung folgt.) Im Wohnheim des Jüdischen Frauenbundes (Studentinnenheim), Berlin, sind noch einige Plätze frei, die mit voller Pension abgegeben werden. Anfragen erbeten an die Leiterin Jenny Abrahamsohn. Berlin N 24, Auguststraße 14/15. Telephon: D 2 Weidendamm 9171.) Zu dem in Nr. 29 von Dr. Friedrich B r o d * nitz gemachten Vorschlag einer besonderen Schulung für jüdische Journalisten, zu dem wir bereits Diskussionsbeiträge mehrerer Mitarbeiter veröffentlicht haben, macht Hermann Sin 8« hoimcr nachstehende beachtliche Aussührungen: . Ich habe mich mit dem Problem, wie aus einem 'deutschen Schriftsteller jüdischer Herkunft ein jüdischer Schriftsteller beutfdjcr Herkunft wird, sehr eingehend besaßt und es für meine Person auch praktisch zu lösen versucht. Zu den von Dr. Brodnitz gemachten Anregungen und Vorschlägen möchte ich leine Stellung nehmen, weilmir der Prozeß des ..Umlernens" wenig vder gar nicht liegt. Um so meh'r aber liegt nur — sonst wäre ich ja lein Jude — der Prozeß des Lernens, das bezeichnenderweise im jüdischen Nauru eine religiöse und rituale Bedeutung hat. Nun meine ich gewiß nicht, daß wir jüdischen Schriftsteller, die wir es uns bisher „weltlich" haben Wohlsein lassen, im geistlichen Gebiet ab und hinauf wandern sollen. Aber das Jüdisckie wird für den. der bereit ist. zu lernen, eine neue Welt, ein neuer weltlicher, ja Weltkomplex. Und er trügt uns an Lernbarem, au Lernstoff, so vieles und Buntes, einen solchen Neichtum au Gestalten und Situationen, an Psychologie und Eirt- Wicklung zu, daß sich daraus in ungezählten Wegen „der" Weg ins Jüdische von selbst und notwendig öffnet. Hier aber ist der Punkt, wo ich Herrn Brodnitz prinzipiell widersprechen muß — nämlich, wo er verlangt, wir jüdischen Schriftsteller sollten mrs vor allem mit dem jüdischer: Organisatiousweseu vertraut und zu diesem Zroeck eine Schulung drirchmacheu. Ich bin der Meinung, daß auf diesem Gebiet die bisherigen Mitarbeiter der jüdischen Presse ihre Pflicht 'getan und die sich darbietenden Ausgaben erfüllt haben. Ein Zuzug in dieie Gegend des jüdischen Schrifttums scheint mir nicht besonders erwünscht uird in bezug ans den Nutzen für die jüdische Sache äußerst problematisch zn sein. So leicht, meine ich. sollte man uns „neujüdischen" Schriftstellern den „Weg in die jüdische Zeitung" gar nicht machen. Sondern: rvir müssen, um in der jüdischen Oefsentlichkeit Gehör und Geltung zri finden, etwas Neues mitbringen, rrämlich unser „Lernen". Nicht das Lernen dessen, wie man sich (jüdisch) räuspert und wie mau (jüdisch) spuckt, sondern das Lernen dessen, was roirtlich jüdisch ist. An einem Beispiel erläutert: Solange ich nicht weiß und insbesondere nicht darznstellen weiß, roie es in den mittelalterlicheir Jahrhunderten den deutschen Juden ergarrgen ist nrrd wie sie sich dazu verhüllen haben, so lange habe ich weder das Neckst, noch die Möglichkeit, mich mit dem jüdisch-deutschen Schicksal des 20. Jahrhunderts anseinanderzusetzen. Warum und zuwelchem Er,de rnan Geschichte strrdiert, ist nicht mir bei Schiller nachznlesen. Warum aber vollends und zu welchem Ende die jüdischen Schriftsteller im heutigen Deutschland die Geschichte ihres Volkes studieren müssen. das ergibt sich nicht nur ans der allgemeinen Situation der deutschen Juden, sondern aus der' besondern der jüdischen Schriftsteller von heute. Das Ziel dieser Klasse von neuen Mitarbeitern an der jüdischen Presse wird nur von denen erreicht, die sich roirtlich rrnd wahrhaft „präparieren". Lesen, denken, lernen, erkennen — ein mühevoller Weg. ein Weg nicht für die Flinken ünd für die journalistischen Tarrsendsassas. sondern für die, welche mit ihrem eigenen Judentum auch das allgemeine erneuern und befruchten wollen. Sagen wir es offen: rvir haben bisher das Jüdische irr uns zn unwichtig genommen. Also ist es unsere Pflicht, es letzt so wichtig zu nehmen, wie wenn es etwas Ausschließliches wäre. Wir werden das Tentschsein irr uns nicht verraten, werrrr wir das Jüdisck)e in uns groß machen und als Größe des Charakters, der Bildung und der Anschauung erkennen und erstreben. Das lässt sich aber nicht durch „Schulung" erreichen, sondern durch die alte, ehrrvürdige. großartige jüdische Schule, die nicht bloß zufällig ihren Namen au? einem doppelten Sinn heraus hat. Tie jüdische Realpolitik ist bei der jüdischerr Presse irr erfahrenen Händen, auch für Nachwuchs ist gerviß gesorgt, wir neue,, jüdischen Schriftsteller körrnen also nur darin einen Weg in die jüdische Zeitung zu gehen beanspruchen, wenn wir rrenes Gepäck mit uns tragen. Woraus freilich für die jüdische Zeitung auch die Pflicht entsteht, sich neuen Stoffen zu öffnen. Also: auch die Mitarbeit an der jüdischen Presse muß. um die neuen Mitarbeiter zu rechtfertigen, eine Erneuerung des Judentums bedeuten, arrderusalls verdrängt die Zahl das Gewicht und-das Wichtigtun das Wichtigsein . . ." Zu dem gleichen Thema schreibt Theodor Simon (Wannsee) u. a.r „Dr. Brodnitz hat einen Lehrplan ansgearbeitet, was die angehenden Journalisten alles zn lernen haben. Ich fürchte, wenn die „Erziehungssubstrate" des Herrn Brodnitz das Zeugnis der „Schreibreife" bekommen, werden die letzten Neste eines frischen und wagemutigen jüdischeu Journalismus dahingeschwuuden sein, und wir werden in der jüdischen Presse so etwas erhalten wie das Lehrautomat unter Napoleon III. Bor mir liegt ein Prospekt „Die Ausbildung zum Journalisten und Schriftsteller durch den Fernunterricksts-Kursus der Deutschen Pressecentrale, gegr. Es ist alles schon dagewesen, und dieses Lehrinstitut erteilt sogar ein sehr reizvoll ansgesertigtes .Siploma". Aber ich. ich habe in Leben oviel Prüfungen überstanden midi trauen, sollte ich etwa noch meine' machen muhen . . . und was geschieht 1% sie nicht bestehe, bin ich dann ungeeignet für L? lernen und der Sinn für Aktualität "das g;,? spitzengesühl. zeitnahe zu schreiben, das lanr 7'. keinem Menschen berbringen. Tie Gedanlena2! , von Dr. Brodmh juib aber auch noch in l!! Weise nicht nnbedenklich, sie laufen letzten ^!- ans einen „nmnerus clausus" hinaus. jcr (._5 geschlagene Weg wäre der kürzeste, die VtS’ durch Monotonie ungenießbar zu machen und iir das Publikum wäre dies der Weg aus'der nibi scheu Zeitung. Nein, wie der Künstler sich sein Publikum .schasst, es sich zu seinen Anschammgen erzieht in bat auch der ^chrrststeller seine Gr.neuste Journalist seine Leser. Lassen Sie den jüdische,i Journalisten ihr bißchen Freiheit. Bollkomrnen beipflichten muß ich Herrn Bstd. nitz. rvenn er schreibt. ..Noch nie war es st antwortnngdvoll. wie heute, jüdischer JournM zu sein, das deutsche Judentum wird sich i» diesm Jahren seinen eigenen Lebensstil schassen oder ewird nickst weiter bestehen". Also. Sir. geben Gedanlenfreiheit! Und rvenn Sie ein übriges tim wollen: Sehen Sie zn. daß der junge Schrrstskelbr seine allgemeinen Kenntnisse errveiteru kaum daß er Wissen auf jedem Gebiete hat. daun wird er auch Gewissen und Vercrntwoctlichkcist. gefühl haben! Eine Jraucnschule staatlich genehmigt. Die private Waldschule Grunewald. Hage» straße 5c», Leitung Iran Toni Leßlcr. ' die Nesoririgyinnasial. und Lyzealtlassen für Jtnabcn und Äädckstn bis Untersekunda unterhält, hat jetzt vom Maatskomiuisiar der Hauptstadt Berlin die Genehmigung erhalten, der Anstalt eine Lbersnur in Form der Fr a uen schule anzugliedern. T«. mit ist für indische snnge Mäde1>en die ('liefe Zwischen der Lchnlansbildnng und dem Eintritt in Kindergärtnerinnen- und HortnermnenSeirnnnre und ähnliclze Institute ausgefüllt. Tie siraue» schule bietet neben der Weitersührmrg auf dem Gebiet der allgeureineu und sprachlickstn Bildung eine praktisch/: Einführung in hauswirtschriilich:. rindergärtnerische und sozialpädagogisehe Betiiii. Ter Beginn ist bereits für Anfang September feitgcsctzt. Hauswirtschaftlichcr Schulungskurses im Erholungsheim Lchnih bei Berlin. Tc: Verband Berlin des Jüdischen Frauenbundes e. A. eröffnet am 1. September 1934 einen Hauswirt, schastlichen Schulungskursus, der junge Mädchen jeden Alters und jeder Vorbildung ausnimmt und eine gründliche^ systematische Unterweisung in allen Zweigen der Hauswirtschaft vermitteln soll. Im einfachen Gemeinschaftsleben in jüdischer Ist» gebung soll den heutigen Erziehnngsaufgabeu entsprachen werden. Tie schöne Lage' des Heims am Wald und am See bietet ausgezeichnete Sport. Möglichkeiten. Arbeit und Erholung in frischer Lust sollen der Kräftigung des Körpers dienen. Als Praktische Unterrichtsfächer sind vorgesehen! Kochen (rituell), Hausarbeit. Waschen. Plätten. Nähen, Gartenarbeit, Wertarbeit, Gymnastik und Musik. Theoretischer Unterricht wird erteilt in Wirtschaftskunde und Erziehiingslehre. Außerdem werden Arbeitsgemeinschaften nach Wnnsti und Bedarf der Kursusteilnehmer eingerichtet. Ter Lehrgang soll die Befähigung zur Haushalst führnng und zur Wirtschaftsleitung von Heimen vermitteln. Auskunft erteilt: Erholungsheim Lehnitz b. Berlin, Viktoriastraße. Telephon: Dranienburg 2043 und die Geschäftsstelle des Borbandcs Berlin des Jüdischen Frauenbundes e. A. Berlin-Grunewald, Königsallee 11a. Telephon: 3 7 (Hochmeister) 3746. Fragebogen ausfüllenr Die Jüdische Gemeinde zn Berlin arbeitet seit Monaten an der Schaffung einer Mitgliederkartei. Zu diesem Zweck lag dem GernciirdeblatF vom 28. April 1934 ein Fragebogen bei. der jedoch pur von einem Teil der Gemeindeinitglieder ausgesüllt zurückgeschickt wurde. Tie Gemeinde brauch: die Kartei für die Wirtschaftshilfe, die Berussberatung und den Arbeitsnachweis. Sie braucht Hs zur Gewinnung einer Uebersicht über die Alters- Schichtung der Gemeiiidemitglieder, die von Bedeutung für pie Errichtung und Erhaltung von schulen, für den Ausbau der Jugendpflege nnö der Alters-Hilfe ist. Sie braucht sie für zahlre:^ weitere Verwaltungsausgaben. Sie braucht |ie. um Gemeindemitgliedern ans Wunsch einen Au-rwew über ihre Mitgliedschaft in der Gemeinde ZWgcvcn. Tie Gemeinde braucht die Kartei nicht für Lteuerzwecke, denn die Namen der steuerpflichtiger: meindemitglieder erfährt die Gemeinde stuckem-s von beit Finanzämtern. Darum kann jedes b»emeindemitglied unbedenklich den Fragebogen arwfüllen, der hier bei allen Dienststellen der ~e liner Jüdischen Gemeinde zu erhalten ilsh, muß ihn ausfüllen zur Erfüllung einer gegenüber der Gemeinde! ktvders Scdots nnd Internat (bisher: Erziehungsheim Florenz, Villa Elena, Jlaiano-Fiesole), in d. Sommermonaten am Meer. Prospekte unü Auskünfte durch die Leitung: Obcrreg.-Rat. Dr. Pelser, Dr. Morltr Goldstein, Forte de! Maral bei Vlaregglo, Via .Francesco Donati 19. Prlvalschule Pelteson Berlin W15, Pariser Str. 4 Oliva 1770 43rundschu!k!.atte8tlr.1.Knab.u. Mädchen qemolnsam. - Lvzca!klasH.YI-I f. MBdchen Aulnahmen iür Kinder aller Konfessionen- Städtische Technische I Lehranstalt Bodenbach | Technikumt t. Tschechoslowakei Abteilung Maschinen- und Autobaun Elektro- und Fernmeldetechnik Radiowesen / Heizung und LUItung Installationen/ Hochbau / Eisenbeton 2l/j -3 Jahre StucL je nach Vorbildg. Eintritt 1. September od 10. Februar Dnterricht8sprachedeutsch.Sostenlose Prospekte durch die Direktion. Referenzen erteilt die Kultusgemeinde Bodenbach Kult. Helm nimmt Paylngguestsauf Sprachkurse mit Dlplomabsohluss Beginn: September Mad.P.Saim PL Beau-Söjour 2 Private Waldschule Grunmaid HJki scli iclafu rag m £3®ilaEi€§ Landwirtschaft, verb. mit Käserei, sowie Gärtnerei wird grttndl. Ausb. gewährleistet Zuzahlung mon. 20 fl. T. da Joracj, Alphen b.Ide Rhljne, Kortsteoterweg 48. Malu. Zeichenunterricht Eugen Spiro | Wiederbeginn: 20.flugüst 1934 1 Reichestrasse 108, Charlottenburg 9, Tel.: Heerstr. J. 9. 0078. Kinderheim in Holland, in gesündester, waldreicher Gegend, D-Zugstatlon Berlin-Amsterdam, auch f. erholungsbedürftige u. nervöse Kinder. Günstigste Schulverhaltnisse. Dr. ysnx \i. Dr. Illlde Lovy-Suhl, Nervenarzt und Kinderärztin, Amcrsfoort,Heinsiuslaanl7. Tel. 1807. Grunewald, Am Itosoncrk. lfagenstr. 56. H 9 2551 Reformreaigymnasial- und Lycealki. für Knaben und Mädchen Frauenscliulo Genehmigt d. Verfügung v. 4. Juli 1934 Beginn: Anfang September. Daa 'Voralpine Knaben-Xustltut „FälSESJEGG“ ZlL3gE£DSi2(3 (Schweiz) erzieht in herrlicher Hfthenlar.dschaft (1000 M. U. M.) im Geiste woltbürgorliulior Humanität lebenstüchtige Söhne. Staat!. ISandels-ellpl. Abitur. — üioderue Sprachen. Individualisierung. Dnterrichls- Anzeisen gehören ln die C.-V.-ZeItunJ