Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 13 (1934)
- Issue
- 32 (9.8.1934)
- Date
- 1934-08-09
- Page
- – (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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■ f C-V.-Ztg. Nummer \v- A; Es ist an dieser Stelle (in Nr. 31 der „C. D.- Zeitung" vom 2. August) in einer Darstellung über das Lesen des deutschen Außenhandels schon nach' gewiesen worden, daß die schvierige Lage des Erportes gar nicht eine besondere deutsche Erscheinung ist — am allerwenigsten durch einen von jüdischer 3citc ausgelösten Boykott hervorgerufen —, sondern nur eine Teilerscheinung innerhalb der internationalen Außenhandclskrise. Wie entscheidend diese Krise im Gegensatz zu früheren den Charakter einer Strukturänderung der Weltwirtschaft angenommen Hot, ergibt sich bei näherer Untersuchung der gegemvärtigen Situation wie auch der Tendenzen, die bei den Versuchen ihrer Ueber- Windung sichtbar werden. In einer Sondcrdarstellimg über die Wirtschaftslage der Welt im Frühjahr 1934 hat das statistische Reichsamt hervorgehoben, daß im Gegensatz zu früheren Uoniunkturablänsen der in einem größeren Teil der Industrieländer sich binnenwirtschaftlich durchsetzende Aufschivung nicht von einer Steigerung des Außenhandels ansgelöst oder begleitet wird. Ter Welthandel ist weit hinter der Uinsatztätigkeit auf den Binnenmärkten zurückgeblieben. Ter iifternationale Warenhandel liegt iin ersten Biertelsahr nur 3'/- Prozent höher als im gleichen Zeitabschnitt 1933 und etwa 2 v. H. niedriger als im ersten Biertelsahr 1933. Während B. in England die industrielle Produktion schon ungefähr den Stand von 1929 erreicht hat — dein Jahr des eben beginnenden Abstiegs in die große Krise —, liegt die Ausfuhr mengenmäßig noch etwa ein Trittel unter 192g. Für Teutschland ergibt sich für das erste Halbjahr 1034 eine Zunahme der industriellen Produktion von etiva 29 Prozent und eine Aussuhrnnndcning von 12 Prozent gegenüber denf Vorjahr iunter Ausschaltung der Preisverändernngen beträgt der Rückgang etioa 3 Prozent). Zfim erstenmal also tfnfft deutlich die „Schere" zwischen Binnennrid Außenkonsunltur. Das heißt aber natürlich nicht, daß sich ein Umbruch zur binnenwirtschaftlichen Selbstgenügsamkeit. zur ..Autarkie" entwickelt. im Gegenteil. die Notwendigkeit Zf! einer Gesundung des Welthandels zu gelangen. iit kaum jemals so deutlich überall ausgesprochen worden wie gerade seht. Tamit seht sich der Mampf um den Anteil an dem Welthandel also ungeschtvächt fort, und zwar vollzieht er sich unter gleichzeitigen Versuchen, neue handelspolitische Formen für die Austeilung des Welthandels in Interessengebiete zu findcu. Tazu gehört die Abkehr von dem bisherigen Prinzip der sogenannten Meistbegünstigung, seine Ersetzung durch Gegenseitigkcitsverträge. die einzelne Länder untereinander abschließen, und weiter die Tendenz zu E r o ßra um b i ld u n ge n der Wirtschaft. Hierbei handelt es sich in der Tendenz um wirtschartspolitischen Zusammenschluß Pon Ländern und Wandergruppen, und es ist begreiflich, daß diese Forderung vor allem von Ländern ausgesprochen wird, die drirch die historischen Unuvälzungen. die der 'Weltkrieg herbeigeführt hatte, besonders benachteiligt wurden. 5n wurde deutscherseits dieser Gedanke im vorigen Jahr vorn Staatssekretär Posse entwickelt, dann von Tr. von Renteln, dem Präsidialmitglied der deutschen Grnppe der Internationalen Handelskammer auf einer Sitzung deS Verwaltungsrates dieser Körperschaft in Paris; auch Herr von Papen hat. in einem Interview im „Pester Lloyd" auf die "Notwendigkeit der Schaffung eines mitteleuropäischen Wirtschaftsraumes hingewiesen. Solche Ueberlegungen sind natürlich keineswegs rein akademische Forderungen, sondern sie bestätigen nur einen Prozeß, der sich praktisch schon längst entwickelt hat. Typische Beispiele hierfür sind einmal die italienische Tvnauraumpolitik. Frankreichs Bemühungen um die Kleine Entente, die japanische Ehmapolitik, wobei das letzte Beispiel zeigt, wie die Durchsetzung solcher Bestrebungen u. 11. in das Fahrwasser einer rücksichtslos durchgcsetzten Machtpolitil Hineingleiten. Dieses machtpolitische Moment zeigt sich auch weiter, wenn man diese handelspolitischen Tendenzen neuer Großraumbildungen nach ihren Beziehungen zu den schon bestehenden Großraumbildungen bctrachtet, so zum britischen Empire und den Vereinigten Staaten von Amerika. Es ist ja keineswegs so, daß diese großen Wirtschaftskomplere saturiert wären, auch sie suchen ständig nach bestimmten Nichtungen, weltwirtschaftlich weiter vorzustoßen. So UTA nicht nur im Nahmen des gesamten amerikanischen Kontinentes, sondern auch besonders nach den asiatischen Märkten. England bemüht sich, die Länder des „Sterlingklubs". also jene Länder, die ihre Währung parallel zu den Bewegungen des Pfundes halten, zu engerer wirtschaftlicher Verflechtung hcranznziehen, so daß man, wie der österreichische Vertreter in der Inter» nationalen Handelskammer, Richard Riedl, kürzlich im Weltwirtschaftlichen Archiv erwähnte, bereits von einem „Empire A" und einem ..Empire R“ spricht. Empire A — das ist Großbritannien mit seinen Dominions und Kolonien, Empire R umschließt außerdem die Länder einer neuen Blockbildung. Diese Erweiternngsbestrebnngcn sind zudein Ausdruck dafür, daß in den schon norhandenen Großranmivirtschastcn gegensätzliche Interessen vorhanden sind, die zu einen! Ausgleich drängen bzw. kompensiert werden sollen. So hat ja auch das Empire A genügend wunde Stellen. Einmal die enge wirtschaftliche Interessenverbindnng zwischen Kanada und UTA: daint sehen wir, usic.einerseits der japanische Erportvorstvs; Zinn unbegneinen Gegner für England wird, das aber dagegen keines- Wegs die volle Schwerkraft feines Imperium« einsetzen kann — mit Rücksicht auf Australien und Indien, die wichtige Lieferanten für Japan in Wolle und Baumwolle sind. Die Linien der deutschen Handelspolitik im Sinne einer Großrmnnwirtschast führen geopolitisch einmal nach den skandinavischen Märkten — auf die in diesen! Zusammenhang Posse hingewiescn hatte — dann in der Richtung auf den europäischen Südosten und seinen Agrarländern. Das kam auch in den offiziellen Wirtschaftsverhandlungen mit Ungarn znm Ausdruck, wo deutscherseits auf die Zweckmäßigkeit eiuer Umstellung der dortigen Landwirtschaft von der Brotfrucht auf Oelsaaten hingewicsen wurde. Iiu ersteren Fall begegnet Deutschland dabei den besonderen Bemühungen Englands um die Ostseeländer, im Südoften finden wir daS vielverstrickte Feld der italienischen und französischen Ballanpolitik. Auch auf der: anderen uns nahe liegenden Feldern des Ausfuhrhandels, nnc Holland und die Schiveiz — um mir einige zu nennen —. treffen wir ans konkurrierende Interessen der anderen industriellen Länder — konnte doch sogar Japan Röhren nach Holland absetzen, dein Lande, das mfmittelbar der großen deutschen Röhrenindustrie vorgelagert ist! So muß .sich der neue Aufschwung der Welt- Wirtschaft seine Formen erst suchen, denn ein großer Teil der alten Wege ist heute — infolge der Industrialisierung rein oder doch überwiegend agrarwirtschaftlich orientierter Länder, die in früheren Zeiten immer das Auffangreservoir für die Exporte der hochindnstriellen Länder gewesen waren, so Rußland und'die großen asiatischen Räume — verschlossen. Hier liegen die entscheidenden Probleme des Außenhandels. 8. 8. Ars der OrgllMkisn brr WtsHaft Ter Ausbau der Organisation der deutschen Wirtschaft ist im wesentlichen vollendet. Sämtliche fachlichen und Bezirks-Führer der Wirtsck)aftsorganifation sind auf den 1 0. A u g u st 1924 zu ciiicr Arbeitstagung nach Berlin geladen worden, um auf den Führer und Reichskanzler Adolf Hitler verpflichtet und in ihr Aufgabengebiet eingcführt zu werdel!. Um den Willen zu engster Verbundenheit mit der Bewegung bei der Durchführung eines nationalsozialistischen Ausbaues der oemschen Wirtschaft besonders znm Ausdruck zu bringen, sind auch die Gauleiter der NSDAP und maßgebende Führer der Deutschen Arbeitsfront als Gäste geladen. Mallhlnenbau Der Führer der Hauptgrnppe II der Organisation der deutschen Wirtschaft. Staatsrat Blohm, Hamburg, hat die Untergliederung „W irisch a f t s g r u p p e Maschinenbau" als die zuständige WirtsckMsgruppe für diejenigen Unterrtrlimer und Unternehmungen anerkannt, die im stehenden Gewerbe in einem Fabrikationsbetrieb die in einer ausführlichen Liste zusanuueugestellten Waren Herstellen. Tie Anmeldung hat bis zum 2 0. August zu erfolgen. Unternehmer und Unternehlnungcn. die außerdem cincu Handwerklichen Reben betrieb unterhalten, melden den Hauptbetrieb bei der ..Wirtsdiaftsgruppe Maschinenbau". den handwerklichen R'ebenbetrieb bei der sür sic zuständigen Wirtschaftsgruppc der Hauptgruppe VIII Handwerk zum gleichen Zeit- Punkt an. Diejenigen Geiverbetreibendcn. die vorwiegend handwerkliche Leistungen bewirken, die Herstellung von Waren der genannten Art aber nur iu unerheblichem Umfang betreiben, melden den Betrieb ausschließlich bei der zuständigen Wirtschaftsgruppe der Hauptgruppe VIII Handwerk an. Als Führer der „Wirtschaftsgruppe Maschinenbau" sind bestellt: Otto Sack (i. Fa. Rud.. Sack, Leipzig), Stellvertreter: Direktor Eduard Hofweber (Vorstandsmitglied der Heinr. Lanz A.-G., Mannheim). ReilböMritand Ter Reichsnährstand erklärt, wie wir der Tagespresse entnehmen, in der dritten Verordnung über den vorläufigen Aufbau des Reichsnährstandes vom 16. Februar 1934 bestimme der 8 2, daß durch die Zugehörigkeit des Landhandels zum Reichsnährstand die Zugehörigkeit zu anderen Standes- und Lernfsvertretungen ausgeschlossen werde, es sei denn, daß nach Maßgabe besonderer Bestimmungen in dieser Verordnung eine Doppel- Zugehörigkeit Platz greife. Damit sei auch sür den Wein Handel die Zugehörigkeit zu StandeS- und Berussvertretungen, die sich auf Pflicht- Mitgliedschaft kraft Gesetz gründen, geregelt. Anders verhalte es sich mit der Mitgliedschaft bei freiwilligen Vereinen oder Verbänden. Wenn ein Wein- Händler des Vorteils des einen einzigen Beitrags zum Reichsnährstand, der ihn in allen Belangen und Bernsssragen betreut, uneingeschränkt teilhaftig ivcrden wolle, dann könne er dem Verein oder Verband, dem er in freiwilliger Mitgliedschaft angehöre, nach den satzungsmäßigen Bedingungen den Austritt erklären. In der Erklärung heißt es weiter, neuerdings sei im Wein- Handel festzustellen. daß gar zu geschäftige Leute dielen klaren Tatbestand etwas verwischen wollen. So' werde u. a. behauptet, daß die freiwillige Mitgliedschaft bei Vereinen und Verbänden aiidj neben der Zugehörigkeit zum Reichsnährstand zur Vermeidung eventueller Schwierigkeiten aufrechterhalten oder gar erworben werden müsse. Es sei unvorstellbar, 'welche angeblichen Schwierigkeiten den Angehörigen des Reichsnährstandes von irgendwelchen Seiten gemacift ivcrden könnten. Tie Mitgliedschaft oder Nichlmitglicdschaft zu solchen Bereinigungen oder Verbänden, die lediglich freiwillige Zusainmeuschliisie darstellten, sei sür die Wahrung der Belange der Reichsnährstandpflichtigon praktisch ohne Bedeutung. * Nachdem der Reichsnährstand zur Marktregeluug des gesinnten K a r t o s f e l m a r k t e s ermächtigt worden ist, wurde znm Reichsbeauftragteu Johannes Böttner ernannt, der bisher schon Reichsbeanftragter für den Frühkartvffelmarkt war. Entsprechend der Einrichtung ans anderen Marktgebieten. können sür bestimmte Teilgebiete Gebietsbeauftragte. Bezirksbeauftragte und in der untersten Instanz Ortsbeanftragte ernannt werden. Tie durch die Absatzregelnng entstehenden Kosten werden durch eine Umlage aufgebracht. Margarincinbuslrie Nmnnehr ist auch die Margarine- und K u u st s p e i s e s e t t i n d u st r i c zu einer „Wirtschaftlichen Bereinigung" znsannnengeschlossen worden. Sic hat die Ausgabe, die Erzeugung, den Absatz und die Preise von Margarine, Knnstspeiscsett, Pflanzenfett, gehärteten Speiseölen und gehärteten! Tran so zu regeln, das; die Versorgung der Bevölkerung mit den genannten Erzeugnissen zu volkswirtschaftlichen Preisen im Rahmen des Fettplancs der Reichsregierung gesichert loerde. Ter Zusammenschluß wird etwa 100 Betriebe umfassen. Die Vereinigung untersteht der Aussicht w Reichsernährungsmunstcrs. dessen Aussicht-PcivaKL sehr weitgehend ser. ' a 9 TaveleMMI Auf der Tagung des T a p c t e n f) a n b c [ »;n Frankfurt a. M. wurde der Hauptverein Teiitsch?r Tapetenhäudler aufgelöst und ein neuer «p. verband gegründet. Als Verbandsführer wind' Peter Solzer. Frankfurt a. M.. wicdergewählt der u. a. auf die zu erwartende Z w a n g s m i t a l ie dschaft beim Rcichsvcrband hinwies. Kandel Die oberste Leitung der PO, NS.Hage. teill nach Zeitungsberichten folgendes mit: Im Zuge pCt organiiation der deutschen 'Wirtschaft wird eine Vereinheitlichung des Verbände, wese n S a u d) i m H anbei durchgesührl. ym eine einheitliche Wirtschastslenkung zu ermögliche,, ist cs notwendig, alle Betriebe organisatorisch erfassen. Es ist daher iu verschiedenen Spurten die Z u> ang s initgliedschast zu Wirtschaft? verbänden angeordnet worden. Durch die pilichp gemäße Zugehörigkeit und die damit verbundene Beitragspslicht ergeben sich naturgemäß Härten, die von der Partei seit langem beolmdjtet werdend Tie Partei will ans jeden Fall verhindern, das; den Vvlksgeuvsscu im Einzelhandel, die auch heule nech schiver um ihre Eristcuz zu ringen haben, eine untragbare Belastung zugemutet wird. Tie RT Hnqn. als die Mirteiorganisation ans dem Abschnitt Handel und Handwerk. ist bereits mit den in Fraqe kommende!! Wirtschaftsverbänden des Handels in Verhandlung!'!! getreten, um liier eme tragbare Lösung zu finden. Es soll unbedingt vermieden w erden, daß eine 11 e bcrs d) neid u n g der B e i t r a g s l c i st u n g e n e i n t r i t t. die eine Ileberbelastimg bedeutet, und damit ans die Aßrt. schaftsbelebimg Iiemmend eitnnivft. 7m Kürze kann mit einer cndgülligeu Lösting dieser Frage gerechnet werden. i; ZAchüse ttirtMMHe Asrhrumgen ' Ter Reichswirtschastsmiuifter hat verordnet, daß bis znm 30. Juni 1937, die Errichtung neuer und die Erweiterung der Leislnngssähigkeit bestehender T a u k st e l l c n seiner Eimvilligung bedarf, deren Erteilung mit einer Auslage verbunden werden kann. Als Tankstellen gelten Verkaufsstellen von Treibstoffen, die mit eingebauten Tanks und Abfüllvorrichtungen versehen sind. Auch eine Verlegung von Tankstellen gilt als Errichtung im Sinne dieser Anordnung. Zuwiderhandlungen könneu mit einer Ordnungsstrafe in nnbegrcnzter Höhe vom Kartellgcricht bestraft werden. * Der Reichsn'irtschaftsminister hat die Bearbeiter von rohen und künstlid;en Edelsteinen zu einem Z w a n g s k a r t e 1 l zusammengeschlossen, um damit, nnc mitgeteilt wird, dein mit großen wirtschaftliclien Schwierigkeiten kämpfenden Gewerbe durch Schaffung einer einheitlichen Organisation eine gesunde Preisgestaltung zu ermöglichen. H- Auf dem Gebiete der M e t a k l w i r t s ch a f t sind zwei ausierordentlich nnchtige Anordnungen erfolgt. Blei, Kupfer. N'ickel, Zink. Zinn in Form von Rohinetalt, raffiniertem Metall und Remcldet- Nietall sowie ihre Legierungen dürfen im inländischen Geschäftsverkehr nur gegen Bedarfsbescheinig!!!! g e n geliefert werden. Tie Bedarssbescheinlgnugen werden von der Ueberwnchnngsstellc sür unedle Metalle. Berlin-Wilmersdorf 1, Badensche Straße 24. ausgestellt. Firmen, die im Monat nicht mehr als je 1000 Kilogramm Blei-, Kupfer- oder Zinkinhalt oder je b6 Kilogramm Nickel- oder Ziuuiuhalt verarbeiten, melden ihren Bedarf, soweit sie industrielle Betriebe sind, bei der zuständigen I n d u st r i e - u n d Handelskammer, soweit sie handwerkliche Betriebe sind, beim Reichsstand des deutschen Handwerks an. Bestehende Lieserverpslichtungen dürfen nur im Rahmen der Bedarfsbcscheinigungen ausgeführt werden. Zuwiderhandlungen werden bestraft. Nach einer Anordnung der llebcrwachungsstelle werden an Stelle der allgemeinen Genehmigung sür den Einkauf von Fellen und H ä u t e n aus dem Ausland, die bis zum 30. September gelten sollte, denjenigen Verarbeitern, die für eine Devisenzntcilung in Frage kommen, zu Beginn jeden -Atonats die Beträge bekanntgegebcn. bis zu deren Höhe die Ausstellung von E i n f u h r b e s ch e i n i A um fl cn an die betreffende Firma vorgesehen ist. Auf Grund dieser Einsuhrbescheinigungen werden dann ohne weitere Prüfung die Devisengenehmigungen erteilt. Der Verarbeiter selbst hat die Einfuhrbescheinigung nur für seinen Dircktimport zu^ beantragen. Jst^ ein Einfuhrhändler zwischengesckialtet. so hat dieser die Genehmigung zu beantragen und dabei eine Bestätigung des Verarbeiters. für den die Einfuhr erfolgt, zwecks Anrechnung auf dessen Kontingent bcizubringen. Tie Einfuhr von Fellen und Häuten aus Ländern, mit denen Verrechnungsabkommen bestehen, bleibt von dieser Anordnung unberührt, soweit es sich dabei um Einfuhr aus den Ursprungsländern handelt. Tie Tirekteinsiihr der Verarbeiter wird ans das Ptaß beschränkt, in dem sie im ersten Vierteljahr 1934 im Verhältnis zu den durch Vermittlung eines Einfuhrhändlers getätigten Käufen erfolgte. In allen übrigen Fällen ist die Ware durch einen inländischen Einfuhrhändler zu beziehen. * Nach einer Anordnung der lieberw a ch u n g s st e l l e für Kautschuk ist das - Abgabeverbot für Kraftfahrzeug- Vereisungen, das un Zusammenhang mit der angeordneten Bestandsaufnahme für die Reifenfabrilen bestimmt worden war. bisznm 1.\ August . verlängert worden. Befürchtungen über Verlorgungssckpvierigkeiten sind gegenstandslos, da sich das Abgabeverbot nur auf die Bestände des Slich. 7 tage« der Bestandsaufnahme, nicht aber, auf die i seitdem erfolgte neue Produktion erstreckt. f- Lehrlinsslahw i Men als BMMlgongszM l ’ Das LaudeSarbcitsgericht tu Kassel hatte. wi< wir der Tagespreise entnehmen, eine grundsätzlich; t Entscheidung zu r- Ast des Gesetzes zur Ordnung der \ nationalen Arbeit getroffen. In diesen: Para,! graphen wird bestimmt, daß Angestellte oder Ar. beiter in einem Betrieb mit mindestens 10 Ar. ) sciiäftigten im Falle einer Kündigung, die midillig . hart und nicht durch die Verhältnisse des Vetried« ' . bedingt ist, das 'Hcd)t auf Klage beim Arbeit?.? gerietst haben, wenn sie im gleichen Betrieb be« ,? reit« ein Jahr lang beschäftigt »varen. In dem i Kasseler Falle handelt es sic!) um einen Angestchtc». der bei der gleichen Firma schon 3 Jahre als Lehrling, aber erst 0 Wochen als Angestellter tätiq :' war, als er seine Kündigung erhielt. Tie Frage. ob die Lehrliilgszcit des Klägers bei der vom Ee< > setz geforderten einjährigen Beseluistigungszeit im l gleichen Betrieb mitzureetinen sei. nuirde^ vem Kasseler Landesarbeitsgcriel)t besaht. Ta« Eerjcht ) stellte sich also ans den grundsätzlich wiclitigen : Standpunkt, daß sür den Kläger die notiveudige , Voraussetzung der einjährigen Beschästigmigszeit ) i vorliege, da in dem Gesetz keine Unterschiede t .! zwischen Vollbeschäftigten und Lernenden gemacht .jij würden. ”? -j Um das Mrtnballs Der Gauwirtschaftsberater der RSTAP des Gaues Köln-Aachen teilt im „W e st deutschen Beobachter" mit: ' „Es besteht Veranlassung, darauf hnizmoeisea. d«aß die grundsätzliche Einstellung der RS SAP M Warenhausfrage nach wie vor die gleiche "st,d>e auch im Programm der Bewegung eindeutig lew gelegt ist. Es ist deshalb der Enstauf im P.arcm haus mit wahrer nationalsozialistischer Geiuuumg nicht zu vereinl>rreu. Diese Einstellung des R"Uc»u"' sozialismus zur Warenhausfrage gilt stick Warenhaus schlechthin. Damit, daß gewisse iudn>! Warenhäuser eine sogenannte Gleichschaltung v ' genommen haben, deren Wert zudem zumeist, zw«> ' Haft ist, kann au der grundsätzlichen Ensttellmg selbstverständlich nichts geändert werden." Tiefe Erklärung dürfte iw Zusammenhang n einer Klage stehen, die die Westdeutic!)e Kaums A.-G. (ehemals Leonhard Tietz A.-G.) I^gen „Westdeutschen Beolxrchter" wegen 3>veier Au^edie in diesem Blatt anläßlich des Saistnychmtzv >' kaufes erschienen sind, erhoben haß . . __ Tie Stellung des Nationalsozialismus Wareuhausprvblem ist wiederholt der Oepemuatz - bekanntgegeben worden. Ter Stellvertreter des|' rer« sowohl wie Staatssekretär Feder yaven c sestgestellt, daß eine abschließende Entscheidung gov ' wärtig noch nicht vorgcnommen iverden kvnue.^vu aber nach Lage der Tinge die Gesichtspunttc Ver meidung wirtschaftlicher Störungen vorlierrm!^ sollen. Besonders übersichtlich hat die -^"'7',,. nn April dieses Jahres die iu Betracht louu '^ den Gesichtspunkte zusanunengefaßt (vergl. schuft der Woche". Nr. 16). wo es anOsdjl'.'j!!■;;' ..Es gehe nicht an. das Warenhaus zu imö dadurch tausende von Angestellten zu machen, zumal der mittelständische Enb'R - zurzeit noch nicht so iveit gestärkt sei. da»; cr Warenhäusern gegenüber voll louturremv - oder in der Lagc^ wäre, alle LSarenhausangeire in kürzester Frist zu übernehmen. Nur enie mähliche Entwicklung könne da Wandels Tabei müßte eine Umstellung sowohl d^ Handels als der finanzierenden Banken ';cn Ilebernahwe der genannten Fnnltn'ncn Warenhäuser ei folgen." t V Iah jriici feit;- die (lew fdici Absl Jab fcV der scha! dl io du i als der Mi; et zahl treil drob Teri Borschee imvi (y im Weil lei lg lichc loiia einfl' weg! Mid siaat kann städt geisn 2 Walt isin jichei risch, wach unte die 3 ebeni nirg Etaa Herr' ftaat aus drücl besch den regal v. beeni l’tina und 1 da j Autos vor gesteh ober.' bin - bin? ,.l seine: j mit wirkt ..4b U er je - bibli derei l)in" die i ich i Änn Bass K läsiic ^aus den Etey teuft das -uni stene iu sc Tal