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Central-Verein-Zeitung · 1934-08-09 · 32 (9.8.1934) · page 5

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Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
13 (1934)
Issue
32 (9.8.1934)
Date
1934-08-09
Page
– (sequence 5)
Language
German
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fc§s%32 1. Bosblsstf ❖ -ä> Litton in einem der schönsten Teils -Ostpreußens.?m Samlanöe. liegt das Gut Lobitten. Wenn auf dem von Zwei stattlichen Braunen ge- ■riicncn Logen von der Bahnstation Ellernkrug onMttcn zmährl. hat man eine der typisch ostprcußüchen Landschaften vor sich: Grüne Flachen Köchen -Haff und See. Lobitten iü seit Jahrzehnten im Besitz dentsch- M^'cher Men'chen: Es gehört der ostpreußischen Emilie Sarrdelowsky. Hier ist ein Beispiel des -.iiiilsiten Verwachserrs von Mensch und Land. Der schioe Besitzer ist Walter Sandelowsky. der von seinem sechzehnten Jahr an als Kriegsfreiwilliger jin Veltlrieg im Felde stand. Wenn er sagt, er würde Lobitten niemals freiwillig verlasien, son- >>crn müßte „als Leiche fortgetragen werden"', so ii> das gewiß keine Phrase. Sondern der Ausdruck scine-> starken und tiefen Gefühls der Liebe und Kgeliörigkeit zu seiner Erde. Vel'iiten, S»>0 Morgen groß, hat auch Viehd P i e r d e z u d) t, die wert über die Grenzen c-'wrcnßcns hinaus einen guten Rainen hat. So iü c->. der Vielseitigkeit seiner Ausbildnngswöglichkeiten rvegen, vorzüglich zum Lehrgut für gnwe. jüdische Menschen geeignet, die Landarbeiter iiwrecn wollen. Augenblicklich ist das Lobitter Ligrc voll besetzt — die Jungen? nrrd Männer, die gemeinsam arbeiten, bekommen die gründlichste :,nd gewissenhafteste Ausbildung. Es wird auch rein Lehrlierrn Walter Sandelorvsky genau darauf grrelitet. das; der „Stubendienst" jeden Tag von rinritt andern versehen wird. . . damit niemand irgendeiner rvichtigen landwirtschaftlichen Arbeit -,! lange entzogen wird. Ter Arbeitstag in Lobitten fängt rnn V26 Uljr mih an. Ausstehen, Waschen sseder hat fein eigenes Peichgerät!), Frühstück „gut und reichlich" (denn Landarbeit :nacht hungrig) und dann geht'? hinaus «!!--> Feld. Nur der Diensttuende von der „Stalln'gche" bleibt eben da und sorgt für die Instand, jchimg der großen, luftigen Zimmer. Um Vrü Uhr c:M es zweites Frühstück, um 1I:V2 Uhr Mittagerot. um yi4 Uhr die sogenannte ostpreußifche Echvciirevc'per, die Mahlzeit. die der Oesterreicher >:e .Jause" nennt, um 7 Uhr Abendbrot. Alle Ä'.chlzeiten sind ans den gesunden Zlppetit schwer estritender, meistens noch im Wachstum begrisfern. junger Menschen eingerichtet. Alles schmeckt sonderbar und wird von Frau Sandelorvsky. zrvei fjir'cn -Haustöchtern und zwei Kindermädchen in t-cc großen, blitzsauberen Lobitter Küche aufs femeckhasteste hergerichtet. Tie Llrbeit des Tages bestimmt natürlich die fetreilige Jahreszeit. Aber cs gibt keinen Zweig der Gndwirtschast, den ein Lobitter Junge nicht kennenlernt. Uebrigens befinden sich im Lager immer zwei rtn drei ältere Männer, die zur Landwirtschaft ..ivmsttelten". sich aber vorzüglich einreihen, was jedem in Lobitten durch den wirklich kameradschast-- fioVn Ton. den der Hausherr und Lehrmeister anschlägt, leicht gemacht wird. An Tagen, wo besonders schwere und ja den meisten durchaus ungewohnte Arbeit zu leisten ist, sagt Sandelowsly meisten? schon am Morgen: «Heute gleich nach dem Essen machen wir Schluß und gehen mal alle bißchen über Land. Sehen, wie es beim Nachbar aussieht." — Und mit der Aussicht auf den freien Nachmittag, den schönen Spaziergang, auf dem man ja so spielend lernt, daß nran es kaum merkt, geht auch die schwerste Arbeit schneller von der Hand. An den Abenden wird Fußball gespielt oder ein anderer L-port getrieben . . . ehr schöner Sportb^tz st^ht zur Verfügung. Was die geistige Entwicklung der Lobittcr Landschüler anbetrifft, so findet jeder — selbst neben den an regnerischen Togen und im Winter obgehaltenen technischen Kursen! — Zeit, sich durch Broschüren und Bücher über die Vergangenheit, Gegenwart und Entwicklung seiner Einstellung zum Judentum zu infornueren und weiterzubilden. Auch zur Aussprache inik Gesinnungsgenossen in Königsberg ist Gelegenheit. Tenn hier leben Zionisten und dentsch-jüdisch eingestellte Menschen zusammen. Daß sie trotz der Verschiedenheit ihrer Anschauungen gut und einheitlich zusammen arbeiten ... das ist das große Verdienst ihres Lehrherrn. Die in jedem Zimmer ungeschlagene Hausordnung läßt zwar jedem in gewissen Grenzen seine Freiheit, verbietet aber strengstens Politische Reibereiei; und Auseinandersetzungen. Zuerst gilt hier die Arbeit in treuester, hilfreichster Kameradschaft. Wenn diesem oder senem doch mal die Zukunft reichlich bewölkt erscheint, wenn dieser oder jener sich mit augenblicklichen Bedenken über die spätere Verwendbarkeit dieser Lobitter Lehrzeit plagt, dann sagt ihm Walter Sandelowsly in seiner zuversichtlichen und tapferen Art: „Lern' mal erst tüchtig, mein Junge, gute und wirklich tüchtige und fleißige Landarbeiter werden immer wieder in der ganzen Welt gebraucht." — Hinter diesen einfachen Worten Paula Ollendorff in ihrem Breslauer Heim stehen die starken Helfer aller Zeiten und Völkert H e i m a t l i e b e und G 0 t t v e r t r a u e n. Nach ihnen lebt und lernt man in Lobitten. llnd wenn dann nm 9 Ilhr alle in ihren Betten liegen, dann Phot. Herber schlafen wohl die meisten gut und unbeschwert —* im Einklang mit sich und ihrer Umwelt! Wenigstens für dieses eine Lehrjahr in Lobitten! Lise Lowinneck (Königsberg Pr.). isiltt SAMMWÄss £ V v v 1w'«<4 v ür)! fc ii1 ’’ Paula Ollendorff hat ihr Gemeindevorsteher- Amt niedergelegt und ist in Anerkennung ihrer großen Verdienste zur G e m e i u d e,i 1 te jt e n ernannt worden. Sie hat in dieser Eigenschaft weiterhin, und zwar lebenslänglich, einen Sitz im Vorstand der Synagogengemeiude und im Indischen Wohlfahrtsamt. Paula Ollendorff ist eine der führenden deutsch-jüdischen Frauen. In Breslau, wo sic viele Jahre auch Stadtverordnete war. hat sie als Mitglied des Vorstandes der Synagogengemeinde und als Mitvorsitzende des Jüdischen Wohlfahrtsamtes sehr segensreich gewirkt und u. a. das Jugendheim und der; Piontefsori-llindergarten in dem nach ihr benannten Hause begründet. Sie ist Mitbegründern; und führende Mitarbeiterin vieler Organisationen und gemeinnütziger Institutionen der Genwinde. Genannt seien vor allem der Jüdische Frauenbund, denen Kleinkinderheim. das Kinderheim in Bad Flinsberg. die Paula -Ollendorff - Hausholtuugsschule rmd das Bcate-Guttniann--Heim sie mit geschaffen hat. Frau Ollendorff, die im 7b. Lebensjahre steht, hat au der Londoner Wellkonferenz für das religiös-liberale Judentum teilgenommen und weilt gegenwärtig in Amerika, nm ihre dort verheiratete Tochter wieder- Zusehen. Sie ist stets ein dem C.-B. innerlich verbundenes Mitglied gewesen. WsSt öR MWm R§M m §r. Friedrich Moönch Am Sonntag, 19. August, findet aus dem Sportplatz der jüdischen Gemeinde zu Berlin eu; Sportfest statt, das als ein besonderes Ereignis gewertet werden darf. Znm erstenmal hat sich die jüdische Jugend aller Richtungen und Bünde, die im Rerchsausschnß der jüdischen Jngendverbända vereinigt ist. znm gemeinsamer; sportlichen Wettkampf zusammengeschlossen. Der Gedarrte der Einheit der jüdischen Jugend in Deutschland soll dadrrrch auch ans sportlichem Gebiete zu sichtbarein 'Ausdruck gebracht werden, Wenn auch die ipnrt- Iutje Erziehung in getrennten Gruppen und Bünden erfolgt, soll doch einmal im Jahr die Gelegenheit gegeben werden. irr sriedlicheur Wettstreit die Kräfte zu messen. Zeugrris von der geleisteter; MWs? Ans! EMW 6S MW Ä Am 28. Juli vollendete der Philosoph Ernst Eai'nrer sein 60. Lebensjahr. Caffirer stammt aus Bwslari. ist Schüler Hermann Cohens gewesen, habilitierte sich in Berlin, war dann brs zürn vorigen Jahr Professor arr der Universität Hamburg. Jetzt lehrt er in England. Ein in Umfang und Diese imposantes Werk legt für seine philosophische Arbeit Zeugnis ab. Tie ist von Anfang an. wie in ihrem Fortschreiten immer derrtlicher wurde, einen geraden Weg gelistigen. den die innere Notwendigkeit , der uvrschnngsaufgabe vorgezeichnet hat. Sie hatte ihn nls erstes dahi'n gewiesen, die allgemeinen Voraus- Atzungen des Erkennens der Welt zu untersuchen. Tw Aufgabe erweiterte sich ihm in der Hinwendung stich zu den anderen Formen des „Berstehens'sider Astst. Historische Tarstellrmg und systematische Untersuchung wirken bei beiden, einander stützend und gegenseitig fordern. zusarnnren. Was früher uls (riirücfjt in die Grundlegung des mathematischen und naturwissenschaftlichen Denkens gervonnen u'urde. führt später zu neuer erstsprechender Frageßellnng für die Geisteswissenschaften. So stellt sich bas Werk Cassirers heute dar einmal als eine üumer vollständiger werdende Geistesgeschichte der neueren Zeit und ihrer Quellen. Tie Bücher über bie Renaisicmeephilosophie. die Schule von CambrÄge. Leibniz. die Aufklärung. Karrt zeichnen rm westmtlichen die philosophiegeschichtliche Entwickluirg pes Geistes/ im besonderen des deutschen Zeines, von feinen anderen AusdructSmöglichkeiten eus. Herr ästhetischen etwa, wird in den Schriften ...streiheit und Form" und ..Idee und Gestalt" verll'lP. Und dieser Geschichte tritt dann eine Katellorienlehre des schöpferischen Geistes zur Seite. Atze die moderne Philosophie begonnen hat, sie zu errtwukeln zeigt da?- klassische Werk über das Erlermtnisproblem. das Buch „Substanzbegrifs rmd mwstionsbegriff". und die mehrbärrdige „Philo» lephie der symbolischen Formen" geben den systewaruchr>^ Ausriß. . F:e Schüler Hermann Cohens, die eigene Wege ^ngen, haben gewöhnlich den Meister verleugnet. Murct ist bei aller Freiheit der Entwicklung, die 'rch genomrnen hat. der Marburger Schule und 'hrcm Begründer treu geblieben. Zu dessen Aufjavung vom Judentum arrch hat er sich immer be- Wie Cohen hat er die Syrrthese zwischen .religiöse,, Gehalt des .Judentums und dem ^stdgen Wesen des philosophischen Idealismus angestrebt. Wie ihm erschien ihm das Judentum als Religion der Vernunft, dessen Kernstück, der Messianismus, es für die Zukunft beglaubige und dessen Allgemeingültigkeit seine Werte zu Werten der Menschheit mache. Dr. Fritz Bambergen gsc AÄ-AMa-Mr Krnst Harnsnn, der in diesen Dagorr seinen 75. Geburtstag feiert oder höchstwahrscheinlich nickst feiert, sondern mit bewährtem Eifer allen Feierlichkeiten entflieht. Knut Hamsun bedarf keiner großen literarischen Würdigung, denn man kennt seine Bückier zu aut rrnd liebt "sie zu sehr und liest sie zu hingegeben. 'als daß man sie „theoretisch" erörtern müßte. Hundertsack;, und auch kürzlich erst in dieser; Blättern, wurde auf sein Schaffen, aus den Glanz seiner Prosa, auf die Fülle seiner Figuren, aus das Berückende seiner Stimmungen hingewiesen,^ hundertfach, und auch kürzlich erst wieder von einiger; hiesigen Blättern, wurde der Dichter bald für diese, bald für jene literarische, politische, weltanscharckiche Richtung in Anspvuck; genommen, urrd wir bürfen ihn; zubilligen, daß alles, was über, geger; und für ihn gesagt wird, richtig ist urrd doch an seinem eigentlichen Wesen vorbeiperedet ist. Dem; Hamsun ist reich und vielfältig wie die Natur seines nordischen Märchenlandes, hundert Seelen, die Seelen von hundert seiner Gestalter; wohnen in seiner Brrist, auch die Seele des Großstadt- und Zivilisationssei'.Des, des Amerikainüden, des Nordpatrioten rmd auch die "Seele des ervig unsteten, beinahe ahasverischen Wanderers m;d auch die Seele des Uhrer;- jude'n Pabst aus den „Landstreichern". Soll man so müßige Fragen stellen wie die. welches sein bestes Buch ist oder von wem Hamsun gelernt hat? Plan soll ihn lesen, mit allen Fiberr; und Poren, man soll sich tragen lassen von; Strom feiner Sprache, in der Wort und Satz wie in einer neuen seltsamen Naturmusst die Unruhe der Zeit mrd die Sehnsucht über den Zeiten znm Klingen bringen, man soll sich bezaubern lassen von der Herbheit urw Herzhastystest der Figuren iu;d sich ihren Handlungen rmd Schicksalen ganz anheimgeberr. Aian soll ruckst an;hm horumdeuteln, soiwern fick freuen, daß er lebt und seinem Versprecher; zu schweigen zum Trotz arbestot. schreibt schasst. Urrd wenn schon über;hn etwas aesaat sein soll, dann mir seinen eigenen besten 'Morten- Ich bin von der Erde urrd von; Walde mst allen'' meinen Wurzeln." Und: „Ein wenig vsa^mgefülst habe ich nalürlrcherrveise. Und das zu haben möchte ich allen gönnen — wenn nicht ans anderen Gründen, so weil es die erste Religion ist und die letzte bleibt." 8. MWM W AM ZnmMrrt a. M. Nicht diele Orchester sind gegenwärtig imstande, drei Geiger hernusznsteilen. von denen jeder die Legitimation als Solist so einwandfrei erbringt, wie dies im Kulturbund Rhein-Ptain der Fall ist. Nachdem Hans Basserrnann und Rudolf Bergmann mit gleich starkem Erfolg das Korrzert von'M e n d e l s s 0 h n gespielt Haben, präser;- tierte sich jetzt in emer weiteren Wiederholung auch noch Ernst D r u cf c r als ein Violinist von so hervorragenden Eigenschaften, daß bei ihm keineswegs von einer „zweiten Besetzung" gesprochen werden könnte. Wer mit so elastischer Bogenführung, so seidigern, modulationtzfähigcm Ton, rver so sensibel rrnd in; besten Sinne virtuos gestaltet, hat auch die anspruchsvollste Hörerschaft mühelos geworriren. Das trotz tropischer Hitze zahlreich erschienene Publikum zeichnete den vortrefflichen Geiger drrrch langanhaltenden Beifall ans. Dieses fühlte sich arrch drrrch Steinbergs Wiedergabe der „Verklärten Nacht" von Schönberg und Plozarts „Jripitersinforrie" ähnlich wie in den vergangenen Aufführungen lebhaft gefesselt. A. H-e. Der Verein H a u P t s y n a g 0 g e veranstaltete in den; schönen Gotteshause cm der Börnestraße unter der Leitung Artur Holdes ein Konzert mit fesselndem, gut gewähltem Programm. Kostbare alte Atusik von L 0 c a t e 11;, H ündel und Haydn bestritt den ersten Teil. Liturgische Chor, gesänge von Samuel Almau mrd Arno Radel trugen dem besonderen Zweck einer Weihestunde Rechnung. Die Komposstionen Almaus besitzen nrelodische Kraft - und verschmelzen geschickt alte Tradition mit neueren Einflüssen. Seir; ..Wschomrn" hob sich neben Rädels „Wajchrrllrr" besonders bedeutsam heraus. — Zrvei Uraufführungen erhöhten den inneren Wert des Konzertabends. In dem „Geistlichen Lied" für gemischten Chor, Streicher und Orgel errichtet Rost) Geiger- K u 11 m (i n n über Psalmversen ein harmonisch weitansladendes Klarrggebärrde. dessen glanzvolle Außenseite durch enge Gesühlsbindnrrg an das Textwort getragen und. gereckzlfertigt wird. James S i m 0 n bietet in seinen; 1 A 7. P s a l m ein nobles, charaktervolles Stück religiöser Rlnsik. gediegen irr der handwerklicher; Arbeit, eindringlich m der (leicht vrientalrsierenden) Rlelvdik. — H olde fonnte feinen imposanten, rvohlgeschnlten Klangapparat, der neben dem C h 0 r d e r H a n v t - synagoge auch die „Siirggemernschaft und Kammerstreichvereinigung der Mrrsitsreunde" urnfaßte, in künstlerisch eindrucksvoller Werse präsentieren. Solistisch trat Oberkantvr Nathan Saretzki durel; formgerechte Wiedergabe der Tenorpartien hervor. Tie Stimrrren von Senta Würzburger rrnd Märtel Renn; ei er fanden sieh rin Zwiegesarra iDnett an? „Judas Rl'aecabärrs") gut zrisamrn.en. Tlreo R a tu er spielte die o!'Iipa!e Lsioline irr einer Händel-Arie. — Dem Dirigeu'err und feinen Hst - fern gebührt für die feierliche Darbietung, die drrrch Riendelssohrrs 100. Psalm würdig abgesclsionen wurde. Dank und Anerkennung. ' Dr. E. Ter Kulturlrers der Syrragogerrgemernde veranstaltete vor kurzen; ein Konzert rnrt R-eta Rede l m e i c r, Sondershausen sBiolrne'j rrnd Elsbcth W a r b u r g. Rvrdhausen (Klavier). Das Prograrnrn bot u. a. Beethoven. Liszt. Mozart rmd Sara säte. Beide Künstlerruueu erfreuten durch ihr großes rnufikalisches und technisches Können. Tie" Berauitaltnng stand auf hohem künstlerischen Niveau, der Beifall war außerordentlich stark. Kulturbund deutscher Juden teilt mit: Aus Anlaß der Landestrauer wird das für den 6. August in der Philharmonie a,'.gesetzte Konzert auf einen späteren Termin verschoben, der durch die nächste Mrtgl;eder-Zestschrist bekanntgegeben wird Tic Konzerte am 8.. 9.. KR - und U. August werder; unter Abänderung des Programms -— es kommt ittie ernste pmonischa Musik zu Gehör — für die nngekündigten Abteilungen stattünden. In den Konzerten spielt das^ Orchester des Kulturbundes urrter Wertung von Micliael Taube zu Ehre;; des verstorbenen Herrn Reichspräsidenten von K>iirdei;burg Beethovens „Eroica". Die für den TI. und 12. August angeknndigten Klernkuisttubende werden ^rsammengelegt und am den 1. September versä)obcn. Die August-Premiere im Berliner Theater wird vorn lö. auf den 1>\ August verlegt. Ebenso fallen die Veranstaltungen des Füdis ch e n K 11 ( t u 1 b 11 11 d e •> R h ein. :>!;i I; r wätz. rend der Zeit der Landestrauer aus.

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