Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 13 (1934)
- Issue
- 30 (26.7.1934)
- Date
- 1934-07-26
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
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MWW GAB-MM ß» My **^v fijtUvjM SEitjilßS E» - Die Liquidation, die das alte, weltbekannte Bankhaus vor wenigen Wochen beschlossen hat, kein unerwartetes Ereignis. Bereits seit dem Jahr 1031 raunt man sich in der Bankweit von Zeit zu Zeit das Gerücht von einem ' Erlöschen oder einer radikalen Verkleinerung der-Firma zu und seit fast zwei Jahren hat *ic Aktivität des Hauses so stark nachgelassen, tajj man auch in Frankfurt a. M., wo die vorsichtigen Leitung zu den führenden Ban!- Hausern von Wall - Street. In dem Frankfurter Haus erlosch die männliche Linie 1901 mn dem Tod von Georg Speyer. Aus der Hmterlapenschaft, aus der Diillionenbeträge Zur Errichtung der medizinischen Institute der späteren -Universität gestiftet wurden, konnte S!*-* Institut gebaut werden, an dem Paul Aruch wirkte. Zur Erhaltung des Namens wohl aber fehlten. neue Leschästigungsmöglichkeiten auf dem früheren Arbeitsgebiet des Hauses. Das Bankhaus wurde inzwischen nach dem Austritt der 1928 hereingekommenen Berliner Teilhaber wieder vorwiegend Familienfirma, aber der einzige Träger des Namens, der Sohn des verstorbenen Kommerzienrats Beit von Speyer, will sich aus gesundheitlichen Gründen Zurückziehen. So erlischt das Haus in Deutschland, weil es keine Ausgaben mehr sieht. M. L. itftnra icit.dM Erlöschen des Hauses Rochschild Speyer in Deutschland erhielt 'Eduard Beit die rcpro|cnt<uil))fc icjtrciung de» Privatder Schwager von James und Edgar Speyer' bankieritandcs gewesen -st. u-cht mehr gar viel der Senior des Franlfurtcr s°ausä dI Adel von ihr verspürte. Tie über hundertjährige Geschichte des Haines Speyer - Ellissen und. seiner ausländischen Schwcsterhäuser ist eng verbunden mit der Herkunst und der Verwurzelung in Frankfurt a. M. In der Judengafie in Frankfurt standen Ende des 18. Jahrhunderts die Häuser, aus denen im Verlaus der ersten Hälfte des 10. das aufstrebende Bürgertum der alten und neuen Welt einen Teil der Männer erhielt, die den neuen Unternehmungen die finanzielle Hilfe für ihren Ausbau und den Staaten die Mittel zur Erfüllung ihrer gewachsenen Aufgaben verschafften — ein anderer Teil dieser Männer stammte aus den Preisen der rheinischen und Hamburger Bürgcraristokratie, aus den Anhängern englischer und schottischer Sekten und aus dem Monier . und . französischen Protestantismus. Wie die meisten Bankgeschäfte vor hundert Jahren, hatten auch die Frankfurter Firmen zunächst die Betätigung mit Wechseln und' Geldwesen nur als Nebenzweig zum Warengeschäft betrieben — so Rothschild und auch Lpeyer-EUisfen, eine weit ältere Frankfurter Familie, den Tuchhandel. Entsprechend der Lage Frankfurts im Mittelpunkt großer Handelsstraßen und als Hauptstadt des Deutschen Bundes nach 1815, waren die Beziehungen zum Ausland besonders rege. Die Freie Stadt, räumlich eingeengt, sandte wie der ganze deutsche Südwesten ein großes Kontingent ihrer Söhne ins Ausland. Dian kennt die Verbreitung der Nothschildschen Söhne nach fünf Ländern während der Napoleonischen und Mettcrmchschen Zeit, aber noch stärker ist in den dreißiger bis fünfziger Jahren die Auswanderung aus Frankfurt gewesen. Die meisten Häuser, die damals durch Söhne oder Brüder oder andere Verwandte Bankfirmen in New-^ork, in London und in Paris gründen ließen, sind in Frankfurt, Baden und Hessen verschwunden, aber tie einstigen Ableger sind geblieben. Um nur einige Namen neben Rothschild und Speyer zu SMWMMMS MW AmMM sind verschieden geworden. Solange noch umer dem Namen Beit von Speyer. Eduard Beit von Speyer, der aus einer jüdischen Familie aus Harnburg stammte, wennglerch er selbst nicht mehr dern Judentum angehorte,^ ein entfernter Verwandter des südafrikanischen Diamantenmagnaten Alfred Bert, starb im März vorigen Jahres. Ter Krieg löste die Beziehungen der durch wechselseitige Teilhaberscyast verbundenen Häuser Speyer. Obwohl die Ehefs der beiden auswärtigen Firmen lange Jahrzehnte Bürger ihrer Wohnläuder waren, behielten sie ihre deutsche Gesinnung. Das Haus Speyer u. Eo. lehnte es öffen tlieh ab, sich an den Anleihen der Ententeländer zu beteiligen, Sir Edgar Speyer, .Mitglied des Geheimen Rats des englischen Königs, wurde als deutscher Spion angescindet. legte seine Titel. nieder rmd verließ schließlich während des Kriegs England. Die Londoner Firma wurde liquidiert. Nach dem Krieg änderte sich die Art der Betätigung der Frankfurter Firma. Hatte sie früher amerikanische Anleihen in Deutschland heimisch gemacht, vermittelte sie jetzt deutsche Anleihen, die das New-Porker Haus dort auflegte. Die Inflation hatte, wie bei allen Bankfirmen, eine große Erweiterung des Geschäfts gebracht. Später wurde versucht, unter Aufgabe der Tradition des Hauses, das Geschäft stark auf industriellem und Kreditgebiet anszudehnen. Es kam 1928 zur Uebernahme einer Berliner Bankfirma und, unter Umwandlung in eine Kommanditgesellschaft auf Aktien, an der sich maßgebend die ausländischen Teile der .Familie beteiligten, zur Errichtung einer Niederlassung in der Reichshauptstadt. Nach anfänglichen Erfolgen hat das Haus in den letzten Jahren auf dem Gebiet der^ Kunstseidenfinanzierung. der Grundstücksbeteiligungen und manch anderem Verluste erlitten, die an sich die kräftige Grundlage nicht erschütterten; Die NeviswnSverhandlungen' im Prozeß gegen den ru erster Instanz wegen Mitschuld an der Ermordung Dr. Arlosoroffs zum Tode verurteilten Abraham Stavsky haben mit der Freisprechung des Angeklagten geendet. In der Urteilsbegründung wird ausgeführt, daß das Fehlen des nach Palästinensischem Recht vorgeschriebcnen zweiten Zeugenbewciscs entscheidend für die Freisprechung in die Wagschale gefallen sei. Die Aussage Frau Arlvsorosfs jedoch, die nach englischem Recht allein zur Verurteilung ausgereicht hätte, und die dahin" ging, daß sie in dem Angeklagten den einen der Attentäter wiedcrerkannt habe, wird vom Gericht ausdrücklich als nicht erschüttert bezeichnet. Nach diesem Freispruch geht ein Aufatmen durch die jüdische Welt. Es wird als eine Befreiung von schweren: Druck empfunden, das; die Schuld eines Juden an dem vcrabscheuungswürdigen Verbrechen durch die Gerichte nicht erwiesen worden ist. Getrübt wird die Freude lediglich durch die hier und dort hörbar werdenden Mißtöne eines allzu schrillen Jubels, die aus dem Lager der revisionistischen Parteigänger des nunmehr freigesprochenen Stavsky herüberkliugen. Schon vor den Nevisionsverhandlungen wollten die Aktionen, die teilweise unter nur schlecht verhüllten Drohungen eine Freisprechung des Angeklagten forderten, kein Ende nehmen. Tie oft unsachlichen rmd demagogischen Bemühungen. aus dem Urteil einen neuen „Fall Treysus" zu konstruieren, setzten die öffentliche Meinung unter einen Druck, der der Wahrheitsfindung nicht dienlich sein konnte. Auch . jetzt muß die Art. in der Prozeß und Freispruch zu politischen Zielen ansgemünzt werden sollen, größte Bedenken anslvscn. Die gar zu laute Genugtuung über diesen aus Mangel an Beweisen gefällten Freispruch und die allzu willfährige Bereitjdyaft, den sreigesprochenen Stavsky als Nationalhelden zu glorifizieren, wollen zu dem frischen' Grab des Führers Arlvsoroff schlecht Pasten. Das lärmende Getöse um diesen unglückseligen Prozeß droht, die Mahnung zu übertönen, die er für alle Lebenden und alle Kommenden bedeuten müßte. 8. kr. - 3, Frankfurt das Zentrum des internationalen Kapitalverkehrs geblieben ist — bis an das Ende des Jahrhunderts, und in erster Linie dank den enormen flüssigen Mitteln, die die Tradition des Hauses Rothschild hielt —, haben die Frankfurter Stammhäuser mit ihren wachsenden eigenen Mitteln und mit ihrer kapitalkräftigen deutschen und ausländischen Kundschaft den auswärtigen Häusern Gelder .zugeführt, sie haben aber auch ausländisches Kapital nach Deutschland gebracht, das hier in Staats- und Eisenbahnpapieren Anlage Später entwickelten sich dann die Von Heinrich Kuhn*). Sind die ersten Vorfragen so weit geklärt, daß der Entschluß zur Umschichtung gefaßt ist, so ist cs notwendig, sich selbst einmal in Gedanken in seinen neuen Wirkungskreis hineinzuleben. Denke dich im Wachtraum an die Werkbank in staubiger Arbeitsstätte, oder stelle dir vor, wie du in heißer Mittagsglut auf schattenlosem Felde in gebückter Haltung arbeitest. Vergleiche diesen Zustand deiner Phantasie mit früheren wirklichen Erlebnissen. War dir z. B. ein heißer Sommermittag auf staubiger Landstraße unerträglich? Ermüdest du überhaupt leicht bei körperlichen Lei- Tnnb. Später entwickelten sich dann die Spc- Mytätm der einzelnen Häuser - war Frank. w M't mDnotonc s[tBelt schnell Um» nvt ton zchcr der Markt für d,e soüderen? tonft bu leicht ton deinen Lebens- ,o wurde^vtol^n^wart,g°n ^^„heiten itcnnm obet „,ch„ 2cljincitcrfirmen vor allem auch Eisenbahnanleihen aufgelegt. Es wurde eine Spezialität des New-Horker Hauses von Speyer-Ellissen, der 1845 gegründeten Firma Speyer u. Eo., an der Finanzierung der amerikanischen Bahnen mitzunrbeiten: Tie Anleihen wurden von der deutschen Firma, die sich vor dem Krieg fast nur als Emissionshaus betätigte, an den Markt gebracht. Auch die I n d u st r i a l i s-i e r u n g Deutschlands nach dem Krieg von 1870 brachte in die Tätigkeit der Frankfurter Bank- Häuser, der jüdischen wie der christlichen, wellig Veränderung. Kaum eine Firma ging naey Berlin, wo man das Feld der Jndustriesinan- .zierung anderen, neuen Bankgeschäften oder den neugegründeten Aktienbanken. überließ. Die Frankfurter Häuser pflegten ihre alten Arbeitsgebiete, das Emissionsgeschäft in Anleihen, die Verwaltung von fremden und von eigenen, Vermögen und die Bedeutung der Börse und des Matzes sank um so mehr, je starker die Aktie in den Vordergrund trat. Von den alten Läufern ging eine größere Zahl langsam ein, da die jüngeren und aktiveren Teilhaber ins Ausland übersiedelte und die Familien in Frankfurt ausstarben. Das Haus Speyer-Ellissen behielt dagegen seine Aktivität bei, besonders als in den achtziger Jahren sülch in London eine Firma gegründet wurde, Speyer Brothers, die der Bruder des New- Horkcr Chefs, des heute letzten männümen Airglieds der Familie, Speyer, leitete, Sehr groß ist die Zahl der Fragen, zu deren Beantwortung man sich genug Muße nehmen muß. um sich ehrliche Klarheit über sie zu verschaffen. Wie wenig ehrlich diese Einstellungen vorher überprüft werden, sehen wir oft genug in der Praris: ein etwa 23jähriger junger Mann geht als Praktikant in eine Gärtnerei nahe der Berlin. Als leidenschaftlicher SpvrtSmann bittet er gleich bei Eintritt um frühen Arbeitsschluß an den Trainingsabenden seines Vereins. Schon ' dies verursacht Mißstimmung, wird aber gewährt. ' Als jedoch gerade ein Sportfest in' die arbertL- ' reichste Saison fällt, und der junge Mann infolge des scharfen Trainings in der Arbeit nachläßt. führt dies zur Aufhebung des LehrverhältnisseL. Der Fall ist nicht vereinzelt! Ich könnte mit ähnlichen Beispielen manche Seite füllen. Nicht die Lehrstelle war schlecht, nicht die Eignungsprüfung war falsch, die für Gärtnerei entschied, sondern die innere Einstellung war noch nicht umfchichturtaSreif; denn umschichten heißr, mit dem neuen Beruf auch Lebensmilieu, Lcbenshintergrund und Lebens sinn in Uebereinstimmung bringen. Wir wollen hier die vielen Fragen, die sich ein jeder vorzulegen hat. systematisch ordnen.- zunächst die körperlichen, dann die seelischen und schließlich die wirtschaftlichen, soweit sie Voraussetzung für eine Umschichtung sind. Höre nicht auf die Einwände, daß diese Erwägungen zeitraubend, überflüssig und rein theoretisch seien! ES aibt immer Leute, die alles, was sie ntegt verstehen fönnen oder wollen. Theorie nennen. Laß dir lieber etwas mehr Zeit, als daß du später em langes Leben voller Mißerfolg und Enttäuschung Bedeutung der Firma in London wuchs, als Sir Edgar Speyer zum persönlichen Freunführst! deskreis des englischen Königs gehörte. Die - gesundheitlichen Fragen sind Aew-Porker Firma, der der eigenwillige, beantworten? — Mache eine körperliche Bilanz! energische JameS Speyer, der 1931 seinen S s}nne ^Iugcn< Ohren. Geschmack. Gesiebzigsten Geburtstag feierte, Vorsicht, gehörte funktionsnormal? Welche Krankheiten und gehört heute noch dank einer besonders ruü) up .j i MW! WMWiÜNW ■ In-einer in London abgehaltcnen Pressekonferenz berichtete der Oberkonunissar für Auswanderersürsorge James G. Macdonald über die bisherigen Ergebnisie seiner Arbeit. Die Zahl derjenigen, die bereits endgültig eine Heimstätte gefunden haben, wird.auf über 20 000 geschätzt, wobei Palästina das Hauptnicderlassnngsland für jüdische Au?gewandcrte ist. Annnähernd 1500 Personen sind in den letzten sechs Monaten von Hicem und Angle- Hicem nach Palästina und andere überseeische Länder weitergeleitet worden. Etwa 600 sind nach Palästina gegangen, weitere 600 Personen wurden :n verschiedene europäische Länder zu dauernder Niederlassung gebracht. Alle Projekte für Masienansicdlungen in weniger entwickelten Ländern haben sich als völlig undurchführbar erwiesen. Macdvuald berichtete sodann über die Ergebnisse der Beratungen der Emigrations-Sachverständigenkommission. Es wurde beschlossen, beim Büro des Oberkommissars aus Grund der Berichte der Hilfskomitees genaue Listen derjenigen zusammcnzustellen, die zur Auswanderung entschlossen und pceignet sind. Auf Grund dieser Listen soll dann di-- planmäßige Verteilung vorgenommen werden. Es hat sich ergeben, das; für sofortige Auswanderung insgesamt etwa 4500 Menschen geeignet sind BG einem durchschnittlichen Kostensatz von 50 Pfund pro Kopf seien also insgesamt 225 000 Pfund notrvendig. um das Emigrationsproblem in seine,'.: gegenwärtigen Stand zu lösen. Etwa ein Fünftel der für die Auswanderung Geeigneten sind Nicht- ■ Die erfolgreiche Durchführung des Unterbrin.- gungsprogramms hängt von der Ausbringung denotlveudigcn Mittel ab. Die Kommission hat es - dem Lberkommissar überlasten, gemeinsam mit de-/ wichtigsten Organisationen die Möglichkeit der Ntittelausbringung zu prüfen. Es wurde aber in der Beratung iuuner wieder betont, das; z;var die Hauptlast von den privaten Organisationen getragen werden muß, daß aber auch aus öffentlichen Mitteln ein wesentlicher Beitrag Zll den Kosten geleistet werden inuß. Macdonald machte sodann noch einige Mitteilungen über den Stand der Paßfrage, in der Hilsslösungen aussichtsvoll bearbeitet werden. hattest du oder welche Verletzungen? Ist von einer Krankheit ein Leiden zurückgeblieben? Für alle mrttelschweren und schweren Berufe ist ein normaler Körperzustand Voraussetzung. Aus alle Fälle ziehe man daher für die körperliche Eignung einen Arzt zu R a t e. Es ist geradezu erstaunlich, wie oft ich auf die Frage, ob denn schon ein Arzt konsultiert sei. die Gegenfrage höre, was denn der Arzt damit zu tun hal>e! Aber schon bevor man zum Arzt geht, muß man sich über seinen körperlich-gesundheitlichen Zustand einige Klarheit verschafft haben, um nicht von vornherein falsche Hoffnungen und Pläne zu hegen. ■ So wird etwa ein geringes Mehr oder Minder gegenüber dern ungefähren NormalverhältniZ zwisäjen Körpcrlänge und Körpergewicht für eine Berufsrvahl keiiw Bedeutung haben, zu- , mal ja noch viele andere Faktoren mitfprechen. Ein erhebliches Mißverhältnis weist aber dringend auf Befragung eines Arztes hin. Die nächste Frage wendet sich dem Knochen» und Muslelbau zu. Sind die Llnochen, besonders an den Gelenken, stark und hart oder zart und schlank? Bedarf es zu ihrer Bewegung geringen oder größeren Kraftaufwandes? Sind die Bewegungen fein oder grob, zielsicher und kurz oder schwankend und weit aushvlend? Nimm ' einen kleinen Hammer und Versuchs, im Schwünge mehrmals einen Nagel zu treffen^ Fädele einen Faden in ein enges Nadelöhr. —r Laß Dich aber nicht entmutigen; denn Uebung macht den Meister! Trägst Du Senkfüße inlagen? Ermüdet langes Stehen und Gehen? (Frisöre. Gärtner usw. sind den ganzen Tag auf den Beinen.) Wie ist Dein MuSkelsystem beschaffen: weich, oder hart, langgestreckt oder kurz oder dick? Kurze und dicke Muskel sind die Garanten größerer Arbeitskraft (Stoß- und Schlagkraft, Ausdauer). langgestreckte Muskeln weisen aus mehr Gewandtheit und Geschwindigkeit hin (Hnbkraft). lieber die Beziehungen der inneren Leiden . (Herz, Lunge. Zucker usw.) zum Arbeitsprozeß kann nur der Arzt Auskunft geben (die. Reichsgewerbeordnung § 120 macht die ärztliche Untersnchung für eine Anzahl von Arbeitsbetrieben zur Pflicht). Doch sei hier darauf hingcwiesen, daß bestimmte Tätigkeiten auf kranke oder schwache : Organe auch einen heilenden Einfluß ausüben. i Allgemeine körperliche Schwäche kann so behoben - w'erden. wird auch in manchen Fällen durch seelische Energien ausgeglichen. (Forts, folgt.) ~ "*) m. „C.-B.-Ztg." Nr. 27 und 20. m fei IMWÄMMÄ Tie Zahl der infolge der Ausschreitungen iur Tardanellen-Gebiet, in der Gegend von Adrianopcl, Rodosto, Chairabolu. Keschau. Uzun-Köprü, Kirklareli u. v. a. in Konstantinopel cingetrosscnen Flüchtlinge wird auf 4000 bis 5000 geschätzt. Ein großer Teil der Flüchtlinge ist aus Unterstützung durch die jüdischen WvhlfahrtScinrichtungen angewiesen. Nur sehr wenige thrazische Juden haben sich bisher entschlosien. der in einem Communiquö der Rc^ gierung ausgesprochenen Aufforderung, in ihre Heimatorte zurückzukehren. Folge zu leisten. Einige jüdische Familien, die nach der Erklärung des Ministerpräsidenten Jsmet Pascha in die Stadt Uzum- Köprö zurückgckehrt sind, wurden bald nach ih-er Rückkehr wieder zum Verlaßen der Sladt gezwungen. Sie haben sich telegraphisch mit einer Beschwerde an den Ministerpräsidenten gewandt. Sr«hs!rsgs«SrWSs DNds^ss! In den Kreisen der Bester wie der Ofener Judenschast ist eine Bewegung entstanden, die auf die'Vereinigung der beiden KultuSgemeindcn abzielt. Die führenden Persönlichkeiten der Ofcu^r Judenschaft vertreten übereinstimmend die Ausfassung, daß die Vereinigung der beiden Gemeinden die einzig richtige Lösung auch zur Behebung der materiellen Schwierigkeiten sei. Die Ofener Judenschast wünscht schon laugst, die weltberülunten In stitutionen der Pcster Israelitischen Religiousgemeinde (Krankenhäuser, Asyle, Waisenhäuser usw.) in Anspruch nehmen zu können. Aber mich vom Gesichtspunkt der Einheit des ungarisürn Judentums wird die Vereinigung als wünschenswert bezeichnet. __ ft*!!« 15«? fer’wiS» 'Auf dem jüdischen Friedhof in der Warschauer Vorstadt Praga brach in der Nacht zum 19. Jul: ein Brand aus, der sämtliche Verwaltungsgebäude und Magazine vernichtete. Es wurde sestgestellt, daß der Brand gelegt worden ist; man fand Naphtha getauchte Lumpen und auch Naphthabehältcr, die zur Braudstiftung benutzt wurden. (Jkfjffti'if! Unsere Berliner Leser finden in der heutigere Ausgabe eine Beilage der Firma Sie§7 bert Levy, Berlin W 9. Potsdamer Straße 6. H&up:3chr1f:I<5U«r und für dea gesamten reda!:t!o- \ neüoa Teil verantwortlich Dr. AifredHlrseh- | barg; Stellvertreter Dr. Margareta Edelg h a 1 ra. Beide in Berlin. Für Rücksendung enver» | laagtcr Manuskripts ist Frciunscfclsg bcicufürrsn. | Leiter der Anseigcn-Abteilung und verantwortlich jj für den Inhalt der Anseigen: Priodrich l> Nathan, Berlin. DA. II. VJ. 50CCO. Verlag: j! Centralverein deutscher Staatsbürger Jüdischen r Glaubens e. V., Berlin TV 15, Enscr Ctr. «2. Tel.- 2 Adr.: ..Centralglauben Berlin.“ Ferne?-. J. 2 _ Oliva SM1—f5. Postscheck: Berlin 1/3-372. | Druck der Buch, und Tiefdruck-Gesellschaft m. b. E., | Berlin SW. 19. J