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Seite der Jugend · 1934-07-19 · 13 (19.7.1934) · page 1

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Journal
Seite der Jugend
Volume
1934
Issue
13 (19.7.1934)
Date
1934-07-19
Page
– (sequence 1)
Language
German
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NUMMER 13 - [ vj J BLÄTTER DES BUNDES DEUTSCH-JÜDISCH Fl?. JUGEND - BEHAGE DER. CV.-ZEITUN J\\Ü n® üO Die Bindung, mit der ein Bund seine Menschen erlasst, ist, wenn er seinen Sinn erfüllt, in tieferen Schichten begründet, als im Organisatorischen allein. Dieses ist Schale, Form der gelebten Idee, und ein Zusammenschluss von Menschen, der sich auf nur menschliche Beziehungen, wie die der Kameradschaftlichkeit, beruft, wird niemals die innere Kraft zur Gegenwartsgestaltung aufzubringen vermögen. Daher der geistige Kampf jeder Jugendbewegung um ihr innerstes Gesetz, um den tragenden Sinn ihres Zusammenschlusses, um ihre Ideologie. Daher aber auch die oft engstirnige Verbissenheit, mit der man sich an Formulierungen klammert, die einer Gruppe das einzig denkbare Lebensprinzip ihrer Arbeit darzueieilen scheinen. Beides ist der Ausdruck des Lebenswillens einer hündischen Gemeinschaft, hier ins Schöpferische, dort ins Unfruchtbare gewandt, und die wirklichen Kraftquellen ihres Daseins beginnen erst da zu versiegen, wo diese innere Bewegung zum Stillstand gelangt. Der Weg unseres Bundes durch die sechs Monate seines Bestehens ist ein einziges Suchen gewesen. Kaum dass der grosse Wurf geglückt war, die zahlreichen Gruppen der deutsch-jüdischen Jugend in die Gemeinschaft des Bundes zu führen, begann auch schon der Kampf um 'die besondere Prägung, die seiner Arbeit gegeben werden sollte. Es war die Stärke des einheitlichen Wollens, das den Bund in seinem Lehnitzer Anfang auf die buchstäbliche Festlegung seiner Ziele verzichten liess. An der stärkeren Wirklichkeit der Zeit wäre ein verfrühter Versuch gescheitert, oder das Werk des Bundes wäre an der Starrheit formulierter Sätze auseinandergebrochen. Was den Bund ins Leben rief und am Leben erhielt, war die lebendige Kraft jener Idee, zu der sich alle seine Menschen freudig bekannten, die Idee eines zutiefst jüdischen Daseins, das sich dem heimatlichen Lande innig verbunden wusste. Die Fragen aber, die sich in dieser Zeit immer erneut ganz unabweislich auftun, sind zu brennend, als dass wir sie mit dem stärkeren Bekenntnis zu unserem Deutschjudentum be- (mhwichtigen könnten. So ist es nur natürlich, wenn im Bunde die Forderung nach festumrissenen ideologischen Grundlagen, etwa in der Form schriftlich nieöergelegtcr programmatischer Richtlinien, im Wachsen begriffen ist. Sie entspringt einer wirklichen Notwendigkeit. Der Sinn dessen, was der Bund heute bereits im deutschen Judentum bedeutet, liegt weilnin gerade in der Ueberwindung einer Zersplitlcr.ms, an der sich früher der willensmassige Einsatz der jungen Generation verzettelte. Freilich, auch der Bund hält daran fest, dass die wesentliche Erziehungseinbeit die Gruppe ist, und dass sie daher auch geistig eine Einheit und ein Eigenes darstellen muss. Aber_ er fordert, dass nicht Sonderkleologien in seiner Mitte sich auftun. Den einzelnen Gruppen ist cs überlassen, sich eigene geistige Wege zu suchen. Aber der Bund verlangt, dass diese Wege unmittelbar in das Zentrum seiner Ziele führen. Es wäre die wesentliche Aufgabe der Richtlinien, die eines Tages kommen werden, diese Ziele in grösster Wirklichkeitsnähe und mit einheitlichem Geltungsanspruch für dio 'Arbeit der Gruppen lestzulegen. Denn hündische Gemeinschaft bedeutet Bindung in eigenstem Sinn, nicht. Selbstaufgabe, sondern . Einordnung. In dem Verzicht^ auf letzte Individualität zugunsten der Gemeinschaft, der man zugehört, enthüllt sich der Rhythmus unserer Generation. Die Gemeinschaft jedoch, in der wir stehen, und der unsere Arbeit gilt, reicht über die Grenzen des Bundes hinaus, sie ist das deutsche Judentum in seiner 'Gesamtheit. Einem Bund Deutsch-Jüdischer Jugend,, dessen Wirken, von dem Willen zu Deutschland eindeutig bestimmt ist, muss es aufgegeben sein, alle jene Menschen zu formen, die ihre Zukunft aus innerster Ve*.- pflichtung in diesem Lande suchen werden, weil auch ihr Judentum sie zum deutschen Heimaterlebnis führt. Richtlinien dieses unseres Bundes werden also mehr als das Statut des geistigen Lebens in unseren eigenen Reihen bedeuten, denn sie werden morgen das Bekenntnis der jüdischen Gemeinde Deutschlands sein. In der Erkenntnis der normativen Kraft seines Wollens und in tiefster Verantwortung um die Zukunft des deutschen Judentums hat der^Bun noch eben in dem „Berliner Abkommen“ mit dem Roichsbund jüdischer Frontsoldaten sich bereiterklärt, die geistige Schulung auch der m den Sportgruppen dieser Organisation zusamfnengefassten jungen Menschen in die Hand zu nehmen. Damit ist von der Seite der älteren Generation, die uns ihre Jugend anvertraut, unmissverständlich anerkannt worden, dass die bei uns geleistete Arbeit eigentliche Zukunftgestaltung ist. Die Richtlinien des Bundes werden daher auch ausserhalb unserer Reihen geistige Verbindlichkeit entfalten. Ein Weiteres ist damit schou gesagt, und doch muss es immer wieder mit grösster Klarheit hervorgehoben werden, damit die Versuche jener, die uns aus mehr oder weniger durchsichtigen Gründen mieszuversteben pflegen, an der Deutlichkeit unserer Sprache Schiffbruch leiden. Wenn wir uns Richtlinien geben werden, so werden sie nichts als den Eigenwillen unserer hündischen Gemeinschaft repräsentieren. Keine Instanz innerhalb des deutschen Judentums, keine öffentliche oder private Institution oder Organisation, hat die Befugnis oder die Möglichkeit, mit irgendwelcher Massgeblichkeit einzugreifen. In dem „Berliner Abkommen“ mit dem RjF haben wir zum Ausdruck gebracht, dass der Bund die volle geistige und ideologische Autonomie beansprucht und aufrechterhält. Unsere Zusammenarbeit mit dem RjF ist vorerst noch auf das sportliche Gebiet beschränkt, und so, wie wir nach wie vor organisatorisch völlig von den Sportgruppen des RjF geschieden sind, bleiben wir auch geistig frei. Diese Unabhängigkeit des Bundes von den jüdischen Grossorganisationen, wie sie in dem „Berliner Abkommen“ niedergelegt und neu bestätigt ist, stellt einen wesentlichen Bestandteil seiner inneren Haltung dar. Sie ist unveräusserlich schlechthin. Auch dies muss noch einmal unmissverständlich ausgesprochen werden, schon weil uns einige Zuschriften unserer Menschen aus dem Reich zu zeigen scheinen, dass es nicht jedem gegeben ist, die absolut klare Fassung des „Berliner Abkommens“ richtig zu lesen. Auch von einer bestimmten anderen Seite her ist versucht worden, die im Bund zusammengeschlossene deutsch - jüdische Jugend für sich und die eigene Organisation zu reklamieren! Wir lehnen es mit allem Nachdruck ab, als Gefolgschaft irgendeiner jüdischen Organisation angesehen zu werden. In Lehnitz ist der Bund in Unabhängigkeit von den Erwachsenenverbänden entstanden. Es war der C.-V., der in weitsichtiger Erkenntnis, dass die neuen Dings von denen, die sie in ihrer vollen Schwere zu tragen haben, in geistiger Selbständigkeit gemeistert werden müssen, d.ie Möglichkeit zu dieser Autonomio gegeben bat. Der historische Verzicht des C.-V. auf eigene Jugendgruppen — der Ausgangspunkt einer Linie, in die nun auch der RjF eingeschwenkt ist ~ wird in unseren Reihen nicht vergessen werden. Wir sind autonom, aber wenn wir einem Teil der deutsch-jüdischen Erwachsenenbewegung sowohl erkenntnis- und willensmässig als auch menschlich nahe verbunden sind, dann in erster Linie dem C.-V. — und wir Jugend Jung sein, heisst: glauben An die eigene Kraft und den eigenen Mut, An das eigene strömende heisse Blut — Jugend ist Glaube. Jung sein, heisst: hoffen Auf der ungestümen Wünsche Stillung, Auf des ewigen leuchtenden Ziels Erfüllung — Jugend ist Hoffnung. Jung sein, heisst: siegen Ueber die Welt und das eigene Brennen, Jung sein, heisst: lachend sterben können— Jugend ist Sieg! - Lissy Rothschild. gen dies unbeschadet dessen, was ich oben niesrsebrieb, denn ein solches Bekenntnis hat nen anderen Klang, wenn w i r es aussprechen id wir die Hand reichen. Richtlinien des Bundes also, obwohl ihreOolmgskraft die Gesamtheit der deutsch-jüdischen eneration wird umfassen müssen, werden inerhalb des Bundes ausgeformt werden und emnach in ihrer Entwicklungsgeschichte von er besonderen inneren Problematik dieser Geieinschaft abhängig sein. Wenn sich heute ein ■arker Wille zu diesen Richtlinien bemerkbar mcht, so bedeutet das zunächst, dass die Fragen er äusseren Organisation des Bundes ihrer endültmen Lösung nahe sind, und dass sich die iedanken nun um so stärker auf die innere Gestaltung richten. Aber es bedeutet auch, ass der Bund sich noch in einem frühen ♦„dium seiner Suche befindet. Seine Linie IMJEnKa steht unverrückbar fest. Aber die konkreten Ausformungen seines tiefsten Wesens sind noch nicht erbracht. Sie müssen reifen. Wenn einmal die Geschichte unseres Bundes geschrieben wird, so wird der Entstehung der Richtlinien ein besonders interessantes Kapitel gewidmet sein. Denn es ist ja durchaus nicht die Untätigkeit oder Kraftlosigkeit der Bundesleitung, die die Entstehung der Richtlinien bis heute verhindert hat. Im Gegenteil! In vielen Nächten haben hier die verantwortlichen Menschen zusammengesessen und die Probleme diskutiert, die über der Zukunft des deutschen Judentums stehen. Aber es ist nichts damit getan, es würde der deutsch-jüdischen Sendung des Bundes und dem Willen seiner Glieder nicht entsprechen, wenn sein ideologisches Programm nicht mehr als eine Häufung von Schlagworten enthielte. Ja, fein verfrühter Versuch wäre verhängnisvoll, er würde den Glauben an den Bund zerstören und durch die notwendige Unschärfe seiner Formulierungen den Gruppenseparatismus wiederbeleben, den zu zerstören der Bund berufen wurde und berufen ist Mit Füllworten aber wie: der Bund setze sich ein für ein „religiöses, geistiges und geschichtliches Judentum“, mit so umfassenden Redewendungen, dass sie alles und also nichts bedeuten, wird der Eindruck eines Kompromisses erweckt und keine Klarheit geschaffen. Die Ziele der Bundesarbeit, der geistigen und materiellen, müssen in letzter Konkretheit aus den Richtlinien ersichtlich werden. Ü3nn erst erfüllen sie ihren Zweck. Die Arbeit, die noch bevorsteht, ist schwer. Und dennoch werden die Richtlinien nun nicht mehr lange auf sich warten lassen. Sie werden kommen, wenn sie ans dem Geist des Bundes und der Menschen, die in ihm ihr jüdisches Leben führen, gewachsen sind — denn« gewaltsam anfertigen kann man sie nicht. Sie wären keine. Darum werden alle Bestrebungen die nachdrückliche Förderung des Bundes erfahren, die das organische Wachstum des hündischen Ideengutes fördern können. Die alte unzerstörbare Form geistigen Werdens in der Jugendbewegung ist di e Aussprache. Der Kreis der Verantwortlichen, diese persönliche Schöpfung Heinz Kellermanns, soll, hier anknüpfend, eine wirklich verantwortliche Arbeit an den ideologischen Fragen des Bundes verrichten. Auch die „Seite der Jug e n d“, der wir heute ein neues Gesicht gegeben haben, soll die wirkliche Nähe zum Lebert des Bundes finden, sein Ausdruck "werden. Bis jetzt hat der Bund ein eigentliches Forum in der Oeffentlichkeit nicht gehabt. Hier kann und soll es zur Entstehung kommen, wenn alle mitarbeiten. Die „Seite der Jugend“ ist dm geistige Repräsentation des Bundes vor d^ Aussenwelt. Dass auch sie Richtlinien-Arbcit lut, ist die Pflicht, die wir ihr auferlegen. Der Bund ist in Bewegung. Nirgends wird es klarer als hier, in der Frage der Richtlinien. Nirgends aber auch enthüllt sich deutlicher, dass in ihm das lebendige Leben pulsiert. Schon sind wir so weit, dass es der Werbung nicht mehr bedarf — schon wiegt das realpolitische Gewicht unserer Idee unter der jungen jüdischen Generation «o stark, dass sic keiner programmatischen Rechtfertigung mehr bedarf. Noch vor sechs Monaten konnten wir dreissig Orfsgruppen zählen, heute sind es schon über hundert. Aber nicht dio Zahl entscheidet, sondern die innere Kraft. Die aber werden wir nicht aus Richtlinien gewinnen, sondern wir haben sie und werden also nach dem Bilde unser.-:. Wollene in zäher Arbeit die Zukunft gestalten, Martin Sobotkcr. P@r ,ßwN<$,s, dio dfoutechjSdiiscbs Die C.-V.-Zeitung batte in ihrer Nr. 27 unter dieser Ueberschrift über das Abkommen zwischen dem Bund Deutsch-Jüdischer Jugend und dem Reichsbund jüdischer Frontsoldaten berichtet. Die Leitung des Verbandes der jüdischen Jugendvereine Deutschlands hat hierzu die folgende Erklärung abgegeben: „Der Artikel über das Abkommen des Bundes deutsch-jüdischer Jugend mit dem Reichsbund Jüdischer Frontsoldaten ..Der „Bund“, die deutsch-jüdische Jugendbewegung“ in Nr. 27 der C.-V.-Zeitung vom 5. Juli hat'den unrichtigen Eindruck erweckt, als ob der Bund deutsch-jüdischer Jugend die einzige deutsch-jüdische Jugendbewegung sei. per Ausschliesslichkeitsanspruch, der in dieser Veröffentlichung zum Ausdruck kommt, ist unberechtigt. Wir sind in unserer Erziehungsarbeit, au deren Gestaltung übrigens führendo Persönlichkeiten des C.-V. aktiv iciluchinen, unmittelbar an der Wirklichkeit des deutsch-jüdischen Lebens ausgerichtet. Unsere Erziehungsarbeit stellt die Tausende junger jüdischer Menschen, dio sich in unserem Verband zusammengeschlossen haben, in das deutschjüdische Leben hinein und verbindet sie zugleich dem Aufbauwerk in Erez Israel als einer für die Zukunft der jüdischen Gemeinschaft entscheidenden Wirklichkeit Diese Verbindung gilt auch für diejenigen unserer Menschen, die ihre persönliche Zukunft in Deutschland aufbouen wollen. Der Ausschliesslichkeitsanspruch des Bundes deutsch-jüdischer Jugend ist deshalb unberechtigt, weil auch für uns die aktive Gestaltung des Lebens der Juden in Deutschland im Mittelpunkt unserer Arbeit steht. Die Verantwortung für die Zukunft der jüdischen Gemeinschaft lässt uns diese gesamtjüdische Haltung gerade für die nichtzionistische Jugend als'einzig angemessen erscheinen.“ Hierzu schreibt Kcico: Es wird in unsern Tagen so oft von dem Weg in die Wirklichkeit gesprochen und geschrieben. Weit öfter sollte man von der Pflicht sprechen, die uns gebietet, sich in der Wirklichkeit zu bewähren, auszuharren, weiter zu arbeiten, neu aufzubauen. .Welcher Art ist aber die Wirklichkeit, die wir zu bestehen haben? Kein Wort gegen die Abgekämpften, Müden, die, ausserstandc. hier weiter zu wirken, schweren Herzens ihre alte Heimat, ihr bisheriges Wirkuugsleld aufgeben, um sich fern in Palästina eine neue Heimat zu erarbeiten. Kein Wort auch gegen diejenigen, denen aus innerer, ernst gewonnener Erkenntnis heraus Palästina als das wahre Heimatland erscheint. Wir würdigen ihre Beweggründe und haben JcügGüidbGWGguiAio Verständnis, nicht Hass, für ihre Handlungsweise. Auch die vielen deutschen Juden, die sich ehrlich einen neuen Weg bahneü, sich mit den Geschehnissen ausoinanderzusefzen suchen, empfinden wir als Mitstreiter beim Neubau des deutschen Judentums. Entschieden aber wenden wir im? gegen jene Kreise. di<\ unfähig wirklich Stellung zu dem Neuen zu nehmen, einfach aus Mangel an Haltung nicht die Kraft zur Entscheidung finden. Sie schamm nach beiden Seiten: Von wo wird uns Hilfe kommen? Da aber Hilfe nur durch klare Emscheidung herbeigerufen wird, so »schauen sie vergeblich und — entscheiden sich schliesslich für beides, ja, erheben ihre Unentschiedenheit zur G ruppenanschauuog. Das deutsche Judentum hat in seinem Kern niemals den Weg der Konjunktur beschriften. Es hat — nicht immer ganz klar — aber in seinen besten Köpfen durchaus folgerichtig die Aufgaben erkannt, die die echte Wirklichkeit ihm stellte und ist sogleich an die Lösung gegangen. Wenn aber die ältere Generation an manchen Bruchstellen des Dammes versagt hat, die' Jugend ist entschlossen, den Blick;r-f Deutschland gerichtet, das deutsche Judentum stärker denn zuvor uufzubauon. Der Weg in •- -s Wirklichkeit für den deutschen Juden bedou*'.: Aufbau seiner geistigen und nmicriclmn. Existenz hier im Lande seiner Väter und ec: irr Wahl, bedeutet den Versuch, trotz aller Schwierigkeiten furchtlos und treu zu bleiben. Dre ist kein Heroismus, sondern Pflicht, geboren nicht zuletzt aus dem Bewusstsein, dass überall, wo Juden wohnen, sie zu derselben Arbeit verpflichtet sind, mit dem ewigen Ziel des Judentums, die Gola zur Heimat zu gestalten. First wenn überall Gola zur Heimat geworden dann kann jenes Zeitalter hereinbrechen, ‘ k: das dio Weisen das Kommen des Measias vorausgesagt haben. Inzwischen aber beirrt ca ganz einfach arbeiten, jeder an dem Platze, in. dem Lande, das ihm durch Schicksal Heimat wurde. Für den Juden, der so judentumsverbunden 'denkt, gibt es kein Schwanken, kein geistiger. Schielen. Er sieht die ungeheuren Schwierigkeiten, die neu vor ihm auflauchendcn Frager genau, so ernst und verantwortungsbewusst wie sein Nebenmensch, er fragt sich oft: ist es auch richtig?, aber da er sich entschieden hat, kt ihm im Grunde sein Weg vorgezcichnct. Dieser Weg ist für den deutschen Juden der Wog m Deutschland, aber er ist zugleich ein Weg in* Judentum. Diese Teschuwa ist wie jede echte Umkehr auch ein Schritt voran. Und so streben wir zu einer bisher nicht gekannten jüdischen

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