Kinderblatt
- Journal
- Kinderblatt
- Volume
- 1934
- Issue
- 6 (5.7.1934)
- Date
- 1934-07-05
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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mT'm"Ln%'k 'oSSTjÄmÄ' " 4 *£* r" iwrfj oiimuif fofjci:U'mjfe er ichon zu k'mgcn. „nimm, ich lMii-iie iMfö ,vieder", erivibcvte War HeleniU, den.-! er Ijntfe mit 'l’aniii f/Uvqaibwo i:mf; nv.iuTjevrei iuu\ E.I [(iiujclte Lr-ttmal. Xn3 mar 'A'ü:,i: Hebernd. hatten ,-c cd verabredet Morin Nirgend-vo öffnete ihm. ./Tu. heute fummft du mal k„ den y?ina mit"! firtji Mur Neberu!! an. Papa Hut jede Woche seinen Klnbabeild. und ich gehe an einem Nachmittag in der 'Woche in da* Ring-veim. Und vorher gehen mir noch in die Kinderlesestiibe. Schnell machte sich Moritz Nirgendwo wctig. Er war zivac noch immer schüchtern, aber er bulle Vertraue» zu seinem neuen freund, und deshalb traute er sich seht auch schon mehr zu. mit anderen mindern zusattuueuzukauuuen. So lvnrde er auch nicht gleich rot. luic früher, als sie die vollbeselche 5tiiiderlesestul'e betraten. Davon hatte Mar- Nirgendwo vorher noch nichts gemutzt.' Allster hübschen Kinderzeitniigen. die hier zum Lesen anslagen, hatte die Kinderbiblivthek eine reiche Auswahl an interessanten Büchern. Beide studierten eisrig im Berzeichnis herum, bis sie etwas herallsgesuuden hatten, was ihnen Freude machte. „Ich lvähle den ,-Lorn Judas", denn ich schvärnle für jüdisehe Legelldeil. Und was hast du dir ausgesucht", fragte Dtax Ueberatl. ..Ach. einen Band Gedichte!" erwiderte Moritz Nirgendwo. ..ich habe beinl Dnrchblätiern sehr hübsche Feiertagsgedichte entdeckt, davoll mochte ich lnailche abschreiben. um meine Eltern daiilit zil überraschen" — „Das ist ein feiner Gedanke", sagte Max Ueberatl. „Jetzt komm aber, damit rvir noch rechtzeitig zrnn „Rillg" fotmuen." w J:fl 5» * O i' \ a)/*\/ Q > . - L IVV- J;,,/ W T ./ /-T \ \v$m w&f setzten sich dazu liild sangeil uub diskntie: brnch lvllrde. eine „Probe" hinein. Bon den „Grotzcrcn" lvnrde gerade zu einer Werbe- Änssührniig geübt. Tie Jnngcns tonnlcil sich über ihre Szene ilicht einig iwv* deil. Tabci lvnrde tüchiig gelacht, denn in ihren Kosiümcn lind im Eifer des Wortstreites wirkten die Jnngens zll kviilisch. Mar Ueberatl zog seilrcn Frelind lnit illS Spielzimmer; tnr sahen die Jnngens im Kreise ans der Erde mtb sailgeil. Sie teil, bi* cs Zeit .311111 Ans- Begeistert erzählte Moritz Nirgendwo zu Sause von dein schönen Nachmittag in der Bibliothek und im „Niug", lind bat um die Erlaubnis. in den Niug eintreten zu dürseli und an den Klnbvcransial-- tllilgen und Svnntagssahrten teilnehmen zn dürfen. Und zmn llächslen Geburtstag wünschte er sich die neue Kletterweste und natürlich das Ningabzeichen, (Fortsetznilg folgt.) Text von Tilg Lud teig, Zeichnungen von lg na . Wer kennt die vier bedentenden jüdischen Männer, deren Leben und Wirken durch nachstehende Orte und Werke versinnbildlicht sind? Jeder einzelne hat aus seinem Gebiet etwas Besonderes geleistet. Wer von errch die Namen kennt, kann sie uns aus einer Postkarte mitteilen. Wir nennen die Namen der Einsender in unserem nächsten Kinderblatt. Diese Stätte, der Hamburger Hafen, war das grotze Wirlnngsseld eines jüdischell Mannes. Wie ist sein Name? -Ans dieser Insel, der Tenfelsinsel. verbrachte ein jüdischer Offizier viele Jahre der Gesangenschast, bi* sich seine Unschuld heransstellte. Wie hietz er? \ CM4 Durch diese beiden Eedichtbande schns sich ein jüdischer Dichter litt« stcrblichkeit. Wie hietz er? Tie Grvsifabrilation der eleltrischen Glühbirne in Tentschland hakte sich ein jüdischer Mann zur Lebensaufgabe gemilcht. Wie ijiel) er? föceb ISigmaringen: Ans Derne Bitte nach Briesmarkenanstansch haben sich folgende Kinder gemeldet: Hans-Werner Fuchs, Berlin-Eharlottenbur^ Tahlmannstrasie 2>»; Gerhard Schelier, Oehringen (Württbg.l, Poststratze ZI; Audi Lehmann, Saalseld (Ostpr.); E. Birnbreh. Dvrtmniid. Friedricl-siratze 73; Hans {irtebmnu ii, Mannheim, Aicha rd - Wagner - S kratze 12; Gerd Seine. Nenbra'.idenbllrg, Bislllarcksi ratze 13; Klans ö e h m a il n , Elbing. Bismarctstratze l.‘ Hans 91,, Eich, schreibt: Konntest Du vielleicht i» .Seinem Kinderblatt allsragell, ob ein Junge mit mir Briefmarkeir gegen Ova« Scheck oder sonst eine Bilderart tauschen loitt. Hannelorc .'denmann, Gclsensirchen: Tci biü daS einzige Kind, das den Allssatz „Ter Heine Sam" ansmerlsam gelesen hat. Der Trncksehlertensel ist Gl ran schuld, datz in dem Allisatz von der Narbe an der rechten Tand die Nede ist. loährend ans dein Bild die Unle Sand G'rbiinden ist. Die kleine G.-B.-Jugendgrut'pc (Mäbclo), Trier: Wirdaw len Elich für Euren Brief; das Gedicht ist leider zn lang zum AiPrnci, 'mm? iw V Ais wir ans dem Bahnhof Grnnelvald heranstamen, mevtteu mir gleich, datz die Pessimistcii, die „ans jede» Zall" Negenschirin oder Gmlnnimantel mitfjattcu, im Unrecht lvaren. Tie Sonne lvottte llns sichtlich zn einem recht schönen Sommertag im Freien verhelfen; und so wanderten wir vergnügt durch den Wald zrim jüdischell Sportplatz, wo das Killderfest des Berliner KliUlirbmldes statljinden sollte. Den Anfang des Festes bildete ein Umniarsch. Geführt von Lucy Gellvr mit der siilgenden und rnnfi^ierenben Kindergrlippe, zogen lvir alle kreliz und gurr über, und um den -riesigen Platz. Als wir eine Weite so dirrch bcu lockeren Sand marschiert rvaren, singen einige Kirider an niiibe zn werden, »nd ein kleiner Junge chcrrakterisierte die Silnativn sehr treffend. „Ich finde, das ist so ähnlich wie der Zlig der Kinder Israels durch die Wüste." Plötzlich hielt das Ganze vor einer erhöht gebauten Plattform. Wir Werften sofort: das ist die Bühne unb drängten uns crwartniigsvvtt davor. Um die vordersten Plätze gab es einen Kampf, bei dem die kräftigeren Jungens die ffeineren Mädels verdrängten. 'Nachdem diese ans den Schllltern ihrer Mllttis und Vatis Platz genvmnlen hatten, begann die Vorsiettllllg der Kinderbühne. Vor jeder Darbietung tippelte ein reizendes kleines Fräntein NinlMler eikimal mn die Bühne. Es gab einige Mllsikstückchen, ein kleines Theaterstück „Ter Borlamps". und vor allem einige mit grotzer Begeisterllng allsgenommene „Ouatschlieder". Ein Teil der Vorslellling bestand ails der Verteilung der Preise für daS Kinderpreisausschrciben. lvas ein Junge mit herrlichen Ztandbemerknngen und so nett machte, datz auch die ohne Preis gebliebenen Kinder sich grotzartig dabei amüsierten und sich mitfrellten. Nach der Bvrsteltllng ging es ans den Rnmmelplatz. Da gab es soviel alte unb neue Attraltionen. datz ich sie gar nicht alle schildern tann. Wir haben über .Kasperle gelacht lind mi* über seine Abenteuer als Zauberlehrling allsgeregt. Wir haben Sackhüpfen gemacht, bis lvir uns ganz nutzer Puste ans der Erde tngelten, und nur eiilige besonders Begabte kamen ansrecht bis zmn Ziel, lvv sie ein schönes Geschenk bekamen. T.nur gab cs eine Bude, wo Preise für die geschickteste Pnppenmntter auSgesetzt lvaren. Da lagell auf einem Tisch mehrere ansgezvgene Pnppchen, mtb neben jedem seine Sachen; ein Heindchen, ein Öoschcn, ein linierrock und ein Kleid. Wer nun seine Puppe am fixesten angezogen hatte, war die geschickteste Pnppeinimtter. Einmal Passierte es znnl allfjeincinen Gelächter, datz unter mehreren Belverbern ein kleiner Jnllgc; sich als „die geschickteste Pnppeniillitter" belvies. Es gab ein Hindernisrennen für die Kleinsten; einen Angelteich. wo man Geschenke angekte.l eine riesige Tombola mit fabelhaften Sachen, llnb — etwas ganz Nelies, »vas grvtzen Spatz machte: Kirschkernc-Wettspucken. Tann lvaren da noch verschiedene Buden, in denen man zeigen konnte, luic gut man zielen kann oder nähen oder Nägel einschlagen oder Lasso Iverfen^ Fabelhast lvaren die kleinen Bndenbesitzer lind -Besitzerilmen, die, sc? laut sie kvimtell, mit grötztor Berodsarilleit die Besucher anlocktcn. Diü Amüsantesten unter ihnen war die „tveitgereiste" Besitzerin der Wildwestbllde, wo mall Lasso luerfen konnte. Sie lictz niemanden ungeschoren vorbei, ob Kind oder Greis, ob Mann, ob Frau, jeder sollte Lasso wersen. Die Ausrede, man hätte kein Geld, gab es bei ihr nichts „Dann gehst du eben zur Mritti oder zur Olni und lätzt dir welches geben!" Bis gegen 6 Uhr -io Min. herrschte ans dein Rlimmelplatz lief schönsteill Sonnenschein beste Laune unb reger Betrieb. Dann zog man nach und liach, mit Geschenken und Gewinnen beladen, ztvar etlvaö verstaubt und müde, aber vergilügt lmd zlisrieden heirnwärts. Text ton Igna, Zeichnungen von Dodo V, Gilt Kaviisscss, das nichts kostet. Wir nehmen eine vnnbe, mit Sand gefüllte Käseschachtel (von EameNlbert oder Emmenthaler'). In diese machen lvir ein Loch und kleben darauf eine grvtze Garnrolle. Jetzt n-hmen lvir einen grotz-.m Päletansasser, der an beiden Seiten Drahtenc>eil hat, lvie man ihn si>r 'grotze Pakete bemitzt, biegen diesen Draht gerade. Mit diesem anseinnndergebogenen Draht bescstigen lvir den Paketlnebel anf der Garnrolle, so datz er lvie ein Licht anf ihr sieht (vgl. Al>bildnng 1). Ans das obere Stück Draht stecken lvir den Deckel einer zloeiten, rnnden Käseschachte!. Nun kleben lvir die Hülste eines (feinen Palecknebels ans die Hälfte eitler kleineil Garnrolle l»id besestigell diese anf dem Decket der Schachtel. Wenn lvir jetzt ailsassen, mutz sich die obere Scheibe drehen. Jetzt nehmen mir Pillenschachtelu, deren Unterteile lvir tmtbiereu. Tic Sitze „lacht'" lui v mit ft uni zehn Zentimeter langem Bln neildraht an der oberen halben Käseschichtel fest. Ta hinein setze»r wir kleine bunte Seidenpapierpnppchen. Hierzu nehmen lvir ein rundes Stück Seidenpapier, füllen die Mitte mit einem Seidenpapicrlngelchen als Kopf und binden darum ein Seidensädchen. Damit die Püpjlche'.i nicht heranöfallen, machen wir norf) ein Drähtchen davor (vgl. Abbildung 2), Dcis Ganze wird nun mit Emaillelack lackiert. Dhin ist das Karussell (dtbbildlmg 3) fertig, und, wenn es trocken ist. kann die F-ihrt losgehen« .s X/1 f' ( .) ' l