Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 13 (1934)
- Issue
- 27 (5.7.1934)
- Date
- 1934-07-05
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
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7 npFi yoLo Lj <3 u ijLU U ü CJ Mr.2 7 1. BoefeBa« M§ ZHffchs TkNtzM«« MT DSWZMLKMÄ Bon Dr. Slse WoUohn-IsM In einer ruhigen Seitenstraße in Steglitz, weit ob vorn Getriebe der Großstadt, liegt inmitten blühender Bäume und Büsche die jüdische Blindenanstatt für Deutschland. Tie Beklommenheit, die die meisten sehenden Frischen vor dem Zusammensein mit Blinden empfinden, weicht einem Gcsühl der Erleichterung, wenn inan dieses Haus betritt. Helle, sonnendurch. flutete Näinnc. in denen die Blinden sich ohne fremde Hilfe und mit verblüffender Sicherheit bewegen. zufriedene Gesichter, Gruppen von plandernden Frauen und Männern — das ist der überraschende Eindruck für den, der eine Stätte bi-.; Elends und der Verzweiflung erwartet hat. Es iü tatsächlich so, daß Blindgeborene und in frühester Kindheit Erblindete, die ja einen großen 2cil aller Anstaltsinsassen bilden, ihr Schicksal oft wit rnertwürdigem Gleichmut ertragen. Jeder junge Augenarzt, der zum ersten Male näheren ,'wntakt mit Blinden bekommt, wundert sich über die ausgeglichene Gemütsverfassung dieser Menscheu. Die Blindgeborenen wissen nicht, was sic entbehren, und ihre Natur hat eine unerhörte Anpassnngssähigkcit. Blinde, die das Glück haben, in einer Anstalt untergebracht zu sein, sind geborgen, dem Erisicirzkampf entrückt — das gibt manchen von ihnen die ruhige Gelassenheit, die die Bienscheu, die im Lebenskampf stehen, nicht haben. Bei den Spätcrblindeten ist das natürlich anders. Es dauert meist Jahre, bis sie sich aus Verzweiflung und dumpfer Nesignation herausrcttcn. In der Anstalt in Steglitz geschieht für die Insassen alles, ums überhaupt möglich ist. um ihnen einen Ausgleich für ihr hartes Schicksal zu bieten. Die liebenswürdige und tatkräftige Leiterin sorgt für jeden einzelnen in rührender Weise. Eie schasst den Insassen leden möglichen Komfort und eine große Behaglichkeit. DaS Haus ist rituell geführt. Den Höhepunkt der Woche bildet das Esten am Sonnabend mittag, das immer mit geringsten Mitteln irgendwie festlich gestaltet ltzird. Jeden Abend werden Zeitungen verschiedener Nichtungcn vorgelcscn. In jeden: Zimmer ist sin Aadio. So leben die Insassen int Kontakt mit der Welt, die sie nicht sehen tonnen. Es ist unvermeidlich, daß auf diese Weise auch die Tagespolitik in dies stille Haus dringt. Die Blinden sind sehr genau über alle Ereignisse orientiert, soweit sic überhaupt geistig iutcrcssierte Menschen sind. Sie nehmen Stellung zu allen Problemen, und cs ist gut. daß ihr Leben auf diese Weise nicht inhaltslos ist. Einige Frauen in mittlerem Alter stehen im Berufsleben, arbeiten als Packcriuncn oder Büroangestcllte in großen Firmen. Die meisten Insassen, soweit sie rächt zu alt und gebrechlich sind, arbeiten in der Werkstatt im Hause und machen Bürsten. Es gibt einige jüngere Mädchen, die ungeheuer geschickt und rasch arbeiten und sich so ein kleines Taschengeld verdienen. Es ist erstaunlich und kaum faßlich daß auch einige Taubstiunmblinde mit Bürstemuachen beschäftigt werden können. Für diese llnglücklichcn ist die Arbeit die einzige Ncttung vor dem Versinken in das Nichts. Wir sind heute geneigt, den Lebenswert aller körperlich Minderwertigen für sehr gering zu halten. . Die neue Gesetzgebung ist bemüht, auch die erblich Blinden von der Fortpflanzung auszuschlieyen. Aber man darf nicht vergessen, daß biologische Gesundheit allein noch nicht Hochwertig, keit des Lebens bedeutet; und man darf nicht schablonenhaft verallgemeinern. So erschien vor einigen Jahren eine Studie eines erblindeten Arztes, der den Lebenswert der Blinden sehr hoch veranschlagt. Bekannt sind auch die Erinnerungen der taubstummblinden Helen Keller, die an einer amerikanischen Universität den Doktorgrad erreichte. . Ergreifend äußert diese Frau, als sie eine griechische Statue befühlt: „Ich bin mitunter im Zweifel, ob die Hand nicht empfänglicher für die Schönheiten der Plastik ist, als das Äuge. Ich sollte meinen, der wunderbare, rhythmische Fluß der Linien ließe sich besser fühlen als sehen/ . Durch die Fürsorge für die vielen Kriegsblinden in allen Ländern hat die produktive Blindenfürsorge einen großen Impuls bekommen, der auch den Zivilblindcn zugute kommt. Biele neue Berufe sind den Blinden erschlossen, und cs gibt heute viele Blinde, die ihren Lebensunterhalt selbst verdienen können. Natürlich stellt ein Beruf an Blinde enorine Anforderungen, und nicht alle können die notwendige starke Konzentration ansbringen. Viele Blinde werden immer nur in einer Anstalt leben können. Selbst wenn cs gelingt, durch das Sterilisiernngsgesetz und die modernen erbbiologischen Maßnahmen die Zahl der erblich Blinden erheblich zu verringern, werden wir wahrscheinlich doch immer mit einer Al:zahl von ailstaltsbedürftigen Blinden rechnen müssen, denn viele Fälle von Blindheit werden erst im späteren Alter erworben. Ich habe auf Veranlassung des Leiters der jüdischen Arbeitsgemeinschaft für Erbpflege Tr. Nuß bäum, und mit Genehmigung von Professor G u t t m a n n die Insassen der jüdischen Blindenanstalt untersucht, und gefunden, daß nur 18 Prozent derselben durch Erbkrankheit erblindet sind. Tic übrigen haben ihr Augenlicht infolge von äußeren Vcrlctzirngen, Infektionen oder Netzhautnild Sehnervcnerkranknngcn verloren, denen gegenüber wir vorläufig noch machtlos sind. Eine solche Statistik hat lmtmliäj nur Sinn, wenn sie sehr genau gemacht wird. Biclfach werden irrtümlich Patienten in Anstalten als erblich blind geführt, und bei genauem Nachforschcn zeigt sich, daß sie nach der Geburt oder in allerfrühester Kindheit das Opfer einer Infektion geworden sind. Anderseits scheuen sich manche, eine familiäre Belastung zlizugeben, und erst eingehende Unter- Haltung mit Angehörigen erweist die Erblichkeit des Leidens. Jedenfalls ist die Blindenfürsorge und die Erhaltung der Anstalt eine unserer wichtigsten sozialen Ausgaben. Die jüdische Blindenanstalt für Deutschland ist ein Verein, der 1910 von William Neu mann gegründet rvurde und heute unter dem Vorsitz von Paul S ch a l s ch a steht. Alle zu ihrer Unterhaltung notwendigen Mittel werden l f;V v?V\ V i „Weetz-Endi£ im Berliner Kulturbund Link»s Mira Rosowsky und Martin Brandt —- Rechtst Ernst Lenart, Fritz Wisten, Rosa Valctti, Kaete Foerder rkot. Herbert Sonnen fcld (Berlin) ■ M H\\ v-'* 'i\ > durch Mitgliedsbeiträge und D freiwillige Spenden aufgebracht. Manche Stellen, die früher ~ kleine Beihilfen gewährt haben, mußten jetzt ihre Zahlungen einstellen. Um so mehr müssen alle, die noch dazu in der Lage sind, bestrebt sein, diesen Menschen ihr Los erleichtern. M MMU kt fit KAM MRMUWA Am 27. Juni veranstaltete die Gesellschaft für jüdische Familienforschung aus Anlaß ihres zehnjährigen Bestehens eine Festsitzung im Berliner Logcrrhaus, an der neben vielen Freunden der Gesellschaft Vertreter verschiedenster jüdischer Organisationcn tcilnahmen. Nach der Eröffnungsansprache des Vorsitzenden der Gesell selbst, Dr. Arthur Ezellitzcr übcrbrachte zunächst Ministerialrat a. D. Dr. Otto Hirsch die Grüße und Glückwünsche der Neichsvertrctung der deutschen Inden. Ihn: schlossen sich Dr. Friedrich Olleudvrs für die Zentralwohlfahrtsstelle. Dr. Kraucer für die Zionistische Vereiniguug. Dr. Alfred Klee für die Berliner jüdische Gemeinde, Dr. Jacob Jacobsvhu für das Gesamtarchiv der deutschen Juden und Tr. Hans W o l l c u b e r g sür die Bundcslcitung des NjF. an. Der Syndikus des Eerrtral-Bereins, Tr. Alfred H: rs ch b c r g wies in feiner Begrüßungsansprache M!IlII!l!!I!II!I!l!!I!l!!III!IlI!I!!II!1!I!!!I!!I!!!I!!!II!II!!IIlI!IIIl!III!I!!II1!I!!!lII!II!IIII!I!H!!I!IIIIIIlIIII!!! darauf hin, wie eng verbunden der deutsch-iüdi'che Gedanke von der Verwurzelung der Inden in dem - scher Heimaterde mit den Aufgaben der Gesellschaft für jüdische Familienforschung sei, eine Verbundenheit, die sich bereits in jahrelanger ideeller Unterstützung der Arbeiten der Gesellschaft gezeigt habe. Professor Jsmar E lb o g en berichtete dann inrercssante historische Einzelheiten ans dem ersten Jahrtausend jüdischer Siedlungen in Deutschland. Er zeigte, wie sich die jüdischen Wanderungen in Deutschland längs den großen Handelsstraßen bewegt hätten. Auch die Familienznsannnenhünge seien vielfach durch diese Wanderungen bedingt. Tie Gesellschaft für jüdische FaruiliewP.-schnirg kann durch die Ausstellung von Stammbäumen Zusammenhänge mit Siedlungspunkten, die später :vu Juden verlassen wurden. wieder anffri scheu und die Spuren jüdischer Vergangenheit in den kleinen Orten an' suchen. Die Familie sei das Bollwerk, ans dein die Inden ihre Znlnuft ansbanen können und rumsen. Diesen letzten Gedanken spann Dr. Hans N e i s; n e r in seinem Vorträge über den Sinn der Nüclkehr zur Familie weiter ans. Er sprach vom Erlebnis der jungen Inden, deren Familien dein Judentum entfremdet waren und die nun wieder zum Judentum znrücktiuderr. Nach einem Nechem'chaftsbericht über die zehnjährige Tätigkeit der Gesellschaft, die die Ltarrrmbänme zahlreicher jüdischer Familien durch viele Jahrhunderte hindurch sestznstellen geholfen - hat, crösfnete Dr. Ezellitzcr die sehr lehrreiche und geschmackvolle Ausstellung von Material zur Familiensorschnrrg. Sic enthielt neben Ahnentafeln und Stammbäumen bekannter Familien schöne Leih' gaben teils aus Familienbesitz, teils aus dem Jüdischen Museum, die die alte jüdische Kultur in Deutschland bezeugen. Dr. ME. Ledersckuh aus dem Berliner Jüdischen Museum, verwendet bei der Ckalizah Chalizah — Schuhausziehung. Uraltes Symbol des Rechtsverzichts, angewendet auch bei Verzicht auf die Levirats-Ehe, d. h. auf das Recht, die Witwe des Bruders zu heiraten. EesWWg ösr LehrttfsrtöWMS trsrhr in Lehnitz Am 1. Juli wurde in Lehnitz die erste Lehrerfortbilduugswoche der Ncichsvertretung unter Leitung von Professor Martin Buber eröffnet. Eine Woche lang wird das schöne Hein: des Jüdischen Frauenbundes ctrva 60 Lehrer ans allen Teilen Nord-, Mittel- und Ostdeutschlands in seinen gastlichen Nauruer: vereinen. Es handelt sich ganz besorrders um solche Lehrkräfte, die bisher an allgemeinen Schulen tätig roarcn und mm EMU 1. SWUN MM In der vorigen Woche wurden wir durch die Aachricht erschreckt, daß der Schriftsteller George A. Goldschlag gestorben ist. Erschreckt, nicht :rur weil er kaum 05 Jahre alt geworden ist. Wir wußten, daß er eine Gallenoperativn hatte durchwachen ruüsseu, und nun. ttud nun versucht man, sich der Gedanken mrb Gefühle bervußt zu werden, derer, Kenne unser Erschrecken enthielt. Ter erste Gedanke ist: so jung!, und gleichzeitig hat mau auch schon den nächsten: rviedcr einer weniger, urrd darrn b'.c Ucberlcguug: und rvas sür einer! Blau braucht sich nicht auszudcukcu, wie traurig selch ein Tod srir den engen Kreis der Angehörigen sß. Es ist auch für den weiteren Kreis, dein wir angchören. traurig. Es gab nnmcr eine Menge lüdischer Schriftsteller deutscher Sprache, aus allen möglichen Gebieten beschlagen, aber solche, rvie wir sie ictzt brauchen, gab cs nie genug; Gvldschlag gehörte zrr ihnen. Irr den letzten beiden Jahren sind immer weniger gcrvorden. Wie viele sind uns in dieser kurzen Zeit wcggcstorbcu, weggewandert ^er sonst vcrlorcrrgegaugcu! Der Kreis wird kleiner, inaiichmal ist c2 zuin Frösteln cirrsam. Und nun auch Goldschlag ... Ich kaniite ihn nicht, habe ihn nie bewußt gesehen, nie ein Wort nrit ihm gewechselt, aber ich glaubte, ihn ganz gut aus seinen Gedichten 5" kennen. Er schrieb sie in einer so bestimmten, einwaligen Weise, daß er nicht zu verkennen war. ^eme Gedichte waren imstande, ihm die Achtung Und Sympathie zu gewinnen, die sich gemeinhin Nur durch den persönlichen Eindruck erringen lasten. Goldschlag war irn Grunde nichts als Lyriker, ^ber i„ den werrigen Zeilen und Worten, die ein Gedicht erträgt, drückre er sich vollkommen aus, mit aller Bestimmtheit eines starken Gefühls und mit Eer Koirrpliziertheit eines modernen Menschen. -r.abci gehörte er zu der säst aus-gestorbener: Gattung' deutscher Lyriker, die ihre Gedichte --arbeiten', die ihr Handwerk kennen und beherrschen. Er arbeitete nicht im Sinne des Bürstcns und Polierens mancher Neirnschmrede, sondern er prägte, ziselierte, feilte wie ein Goldschmied. Es gibt Gedichte von ihm, die wie gehämmertes Gold siird. Eili Bändchen seiner Verse brachte das Kartell deutscher Lyriker irn eigenen Verlag heraus; es waren die citjcnftcn und besten der ganzen Serie. In deir lctztcir beiden Jahren fand man in den jüdischen Blätern neue Versuche Goldschlags, 3cit* gcdichte, Gelegenheitsgedichte im Goetheschen Cirm. Sic zeigten erst ganz, was wir an Goldschlag einmal hätten haben können. Vielleicht sollte man mcincii, daß es in unserer Lage imd in unserer Zeit das Amt des jüdischen Lyrikers wäre, Klagelieder zu singen. Seit wir an den Wassern Babels safte»,, seit mehr als zweitausend Jahren, haben jüdische Lyriker Klagelieder gesungen, zrr Trost mrd Einkehr. Goldschlag saug vor, Umschichtung. Goldschlag sah gcradcarrs, nicht rückrvärts. In einer Zeit, da Nornantik die leichteste und für einen Dichter gegebenste Nettungsmöglichkeit gewesen wäre, sah. schrieb, gestaltete, hänunerte Goldschlag die Tatsachen, die unroiuantische Realität. Das das er hinterläßt, ist nicht umfangreich, auch nicht'ästhetisch miiwülzcud. Aber cs ist eigen, aufrecht und niännlich. Goldschlag benutzte die Gabe, zu sagen was wir leiden, zu keinen: Fttichtversuche in ein lyrisches Nebelrcich. und es ist gewiß unser bestes Lob. wenn wir dieser: jungen Meister deutscher Lprack'c feinen Klagedichtcr nennen. Gerade er tat Ulis not. Hirsch. von George A. Goldschlag TREPPENHAUS Horch! Di© Klingel steht nicht still. Müde musst du dich erheben, Musst geduldig Antwort geben Jedem* der da will. Immer wieder voller Angst Weisst du einen dmüssen warten Mit Gewürz und Ansichtskarten, Dem du schüchtern dankst. Beide fühlt ihr dann bestimmt Miteinander kein Erbarmen, Weil ein Armer einem Armen Armut übelnimmt. Und so stellen für und für Stets verschlossener und trüber Not und Not sich gegenüber In der offenen Tür . . . IIERBSTLIED Nun die bunten Blätter sacht Auf die Erde sinken, Will ich mich an solcher Pracht, Die mich stil! und traurig macht, Satt und müde trinken. Einst den welken Blättern gleich Modern wir zu Staube. Darum ist der Herbst noch reich, Und es geht sich still und weich Auf dem welken Laube. INJEKTION Wo mich die Kanüle traf, Hier am Arm — das ist die Quelle: Wild aus dieser winzigen Stelle Ueberschwemmt mich nun der Schlaf. Plötzlich bin ich abgestumpft, Selbst die Schmerzen, die mich mitten Durch den ganzen Körper schnitten, Sind auf einen Punkt geschrumpft ... Und schon halb im Traum missfällt Mir das Muster der Tapete, Bis es schliesslich doch durch stete Wiederholung recht behält. GM MWMsOZ Die Ausstellung der staatlicher: Museen zu Berlin und der preußischer: "Akademie der Künste am Pariser Platz gibt in großen Zügen einen lleberblick über das keramische Schaffen aller töpserisch interessierten und begabte,: Völker. Man trifft dort Arbeiten der ältesten, uns faßbaren Zeiten. Erzeugnisse der großartigen Töpferkunst der mesopotamischen Krilturen wie die Bruchstücke von emaillierten Ziegeln Nebukadnezars II. mit Keilschristzeichen, jenes Nebuiaduezar, der die Inden in die Gesangenschaft führte, ein uns Heutigen vertrauter Begriff durch die Bezeichnung „Babylonisches Errl". Diese babylonischer: Ziegel wurden in das 6. Jahrhundert v. (5ln datiert und bilden in ihren: prächtiger: bunten Farbeukleid einen wichtigen Bestand der Berliner Ausstellung rrnd des neueröffneten Vorderasiatischer: Museums, dem sie sür die Dauer der Schar: am Pariser Platz entliehen rvurderr. Die großartige Prozessiousstroße rmd das Jschtar-Tor von Babylon zeigen gerade au: dem Gebiet des keramischen Schmuckes höchste Ateisterwerke. Unter der: Leihgebern der eindrucksvollen Ausstelluug finden wir im Katalog neben der: dekanntester: Namen auch zwei sehr bekannte Privatsammler. Dr. Herbert GinSberg und Emil Laerwald. Sie rvareu insbesondere auf dem Gebiet der ostasiatischen Keramik den Ctaatsmufeen weitgehende Förderer, sind Mitglieder der Lstapatischeu Gesellschaft, die lange von Dr. Her bert von Klemperer geleitet rvurde. Als Leihgaben besitzt die Ostasiatische Abteilung in der Prinz-Albrecht-Straße überaus kostbare Porzellane sorvvhl aus der Sarnrnlung Ginsberg roie auch aus der Sammlung Baerrvald. die Tr. William Cohn bearbeiten roill. In die Schm, „Sechs Jahrtausende Döpferkrurst" gelangten die große Schale mit ochseublutsarbener Scharsseuer-